Mooni’s persönlicher Jahresrückblick 2011

Was für ein Jahr!!! Noch nie habe ich in so kurzer Zeit so viele neue Leute kennengelernt, so viele neue Erfahrungen gemacht und noch nie bin ich vorher so sehr an den Herausforderungen (und mir) gewachsen, wie in 2011.

Es war eine emotionsgeladene Zeit. Positives wie Negatives verursachten in mir einen Gefühlsrausch. In einem Moment war ich voller Hoffnung und Tatendrang, im nächsten am Boden zerstört, teils sogar mit den Gedanken Abschied zu nehmen…

Während all dieser Zeit gab es immer jemanden der an meiner Seite stand. Es ist mir ein Rätsel, wie diese Person es immer wieder mit mir aushielt, wo ich mich manchmal selbst schwerlich ertrage. Um so dankbarer bin ich für ein offenes Ohr, einen haltenden Arm, eine helfende Hand und, wenn nötig, auch mal einen tretenden Fuß! 😉

Kaum hatte das Jahr begonnen, stand auch schon Jobtechnisch eine Veränderung ins Haus: durch einen Umbau landeten zwei meiner Leute und meine Wenigkeit, in dem nächstgelegenen Markt der Personal brauchte. Dies war ironischerweise der, in dem mein Freund als Teamchef eingesetzt war. Da wir bereits von Anfang an berufliches und privates getrennte hatten, fiel uns ein kollegiales Miteinander nicht schwer. Auch beim Team gab es keine Zickerein deswegen.

anke Leute, ihr seid super. Es war eine schöne Zeit mit euch – und ich muss zugeben, dass ich euch ein wenig vermisse … selbst „meinen“ ständig grimmig guckenden Fialeleiter, mit dem man in Wirklichkeit Pferde stehlen kann… ;))
Da es zeitlich einfach zuviel in Anspruch nahm beendete ich bald auch eine der ehrenamtlichen Tätigkeiten. Es hat mir zwar immer sehr viel Spaß gemacht, grade da ich mein Helfersyndrom befriedigen konnte, aber irgendwann muss man Prioritäten setzen..

Ein neuer Job war, kaum bemühte ich mich intensiv, sehr schnell gefunden. Wie der Zufall es so will, bekam ich gleich drei Angebote bei denen ich mir nur eines aussuchen musste. Wie von mir gewohnt, entschied ich mich nicht für den mit dem meisten Gehalt, sondern den, von dem ich dachte er würde mir Spaß machen. (Ihr erinnert euch: „Lieber mache ich einen Job der mir Spaß macht, als einen, bei dem ich viel Geld verdiene, aber mit Bauchschmerzen zur Arbeit gehe.“) Die ersten zwei Monate arbeitet ich noch parallel im alten Job weiter, schnell waren über 60 Std./ Woche und sehr oft einfach mal neun Tage durch zusammen. Es dauerte nicht lange, bis mein Körper um Hilfe schrie. Das erste Mal seid vielen Jahren wurde ich krankgeschrieben… Was Diagnose und das Drumherum angeht, zweifle ich derzeit ein wenig an etwas langfristigem im aktuellen Unternehmen. Aber immer wenn ich dies sagte, war schnell ein Jahr vergangen. 😉

(Superschön war es in jedem Fall besonders drei Kollegen kennenlernen zu dürfen, auch wenn einer uns heute schon wieder verlässt und ein anderer evtl. seinen Einsatzort wechselt. Eure bloße Anwesenheit lässt Freude aufkommen und die Gespräche mit euch, auch über privates, haben teilweise zu einem kleinen Überdenken meiner Weltanschauung geführt. Danke dafür. :))

Auch privat war es turbulent:

Ziemlich am Anfang des Jahres stand der erste Urlaub meines Lebens an. Ein freudiges Ereignis, sollte man meinen. Doch leider wurde daraus auch zugleich der schlimmste meines Lebens…. Schon alleine die Vorsituation war etwas grotesk:

Mit meinem Freund zu dessen Exfreundin nach Norwegen, bei der wie fast eine Woche lebten. Das Ganze in einem Ort, den man in 15 Min zu Fuß erkundet hat, wenig Zeit der Gastgeber, durch die eigene anstehende Hochzeit, der eigene Freund, den man fast immer lesend auf der Terrasse fand. Ein mürrischer Bräutigam, der, schon alleine aufgrund der Sprachprobleme, nicht mit mir warm wurde und zudem panische Angst um seinen kleinen Sohn hatte. Auf der eigentlichen Hochzeit gab es dann den endgültigen Supergau und eine direkte Trennung meinerseits. Leider war der Rückflug erst zwei Tage später gebucht, so dass es nun auch noch als Single bei der Ex meines Ex aushalten musste….

(Speziell thanks to Morthon for stand by me on the wedding!)
Irgendwie hatte ich mir meinen ersten Urlaub anders vorgestellt….

Kaum deutschen Boden unter den Füßen, hatte ich die wohl bisher verrückteste Verabredung. Hierbei war nicht das Treffen an sich verrückt, sondern die Art wie es dazu kam:

Ich fuhr morgens mit der Straßenbahn zur Arbeit, die Bahn in die andere Richtung fuhr zur der Zeit etwa drei Minuten vor meiner. Mein Blick schweifte über die Fahrgäste und traf schließlich auf einen jungen Mann der mich anlächelte. Ich lächelte zurück und dann schauten wir beide weg. So ging es etwa eine Woche. Eines morgens winkte er, ich wollte nett sein und erwiderte den Gruß. Am nächsten Morgen hielt er ein Schild gegen das Fester, auf dem die Worte „Ich will dich kennenlernen.“ Standen. Ich fing an zu lachen und nickte. Am nächsten Tag stand ich mit einem Schild dort: „Heute 18:00 Uhr? Hier?“ Er nickte – und wir trafen uns…. Er hat eine Freundin, fand mich aber so interessant das er mich näher kennenlernen wollte. Da er mir zum einen zu jung und zum anderen nicht mein Typ ist, blieb es vorerst bei diesem einen Bier. Aber dieses date werde ich wohl sicher nie vergessen.

Da, trotz allem, noch Gefühle für meinen Ex da waren, stürzte ich soweit ab, dass ich ein zweites Mal mit dem modeln aufhörte. Es erinnerte mich einfach zu sehr an gemeinsame Stunden. Schnell holten mich Fotografen und andere Modelle wieder zurück, nach nur einem Monat stand ich wieder VOR der Kamera. Ich bereue es bis heute nicht, denn es sind genau diese Momente, in denen ich einfach mal abschalten und die Realität vergessen kann. Soweit es Zeit & Motivation zulassen, wird es auch weiterhin neue Fotos von mir geben – und, wie gewohnt, Szenarien á la Mooni: Allein in diesem Jahr bin ich in Brautkleid und Turnschuhen vor meinem Bräutigam geflüchtet, habe mit Lockenwicklern und Bademantel auf dem belebten Bremer Wochenmarkt eingekauft, mich bei 15°C Wassertemperatur in die Nordsee gestürzt, war mitten im Wald an einen Baum gebunden, habe mir die Pulsadern aufgeschnitten, … Anfragen für weitere Fotos und Videos, Teilnahme an Bildbänden / Ausstellungen und Messebuchungen scheinen mir recht zu geben. Ich habe einfach super viel Spaß dabei oder um es mit den Worten eines Fotografen wiederzugeben: „Mooni, der schokoliebende Wirbelwind, die fast jeden scheiß mitmacht! Eigentlich brauche ich nur noch auf den Auslöser drücken, der Rest kommt von ihr.“ Vielen Dank an dieser Stelle auch an meinen Stammfotografen, der mir bei der Erstellung einer eigenen Homepage half. (http://stmoonlight.bplaced.net)

Auch im neuen Jahr sind schon einige shootings angesetzt, besonders freut es mich, dass einige Modelle aus anderen (Bundes-)Ländern einen kleinen Abstecher nach Bremen machen, um gemeinsame Ideen zu verwirklichen – und natürlich auf die vielleicht besten „Ansichts“Karten, die es für Bremen je gegeben hat. 😉

Mitte des Jahres stand mein runder Geburtstag an. Den Auftakt machte eine Bekannte mit ihrem Bruder in Hannover. Das war wohl der ungewöhnlichste Geburtstag den ich je hatte: nach einem ausgiebigen Frühstück gab es ein Foto mit einigen Spielern der Footballmannschaft. Danach ging es zu einem mehrstündigem Spaziergang in die Herrenhäuser Gärten (ich möchte anmerken, dass ich Schuhe mit Absätzen anhatte!) usw. – und das Schönste: es regnete ENDLICH einmal an meinem Geburtstag!
Am Abend traf ich mich in Bremen mit einem Freund, der mit mir ein gemeinsames Abendbrot in einem Fastfoodrestaurant einnahm. Es war keine große Party, aber dennoch der bisher beste Geburtstag den ich je hatte! Danke ihr drei!!! 🙂

Im August bekam ich Zuwachs: Harlekin, 4 Jahre. 3,8 kg Kampfgewicht. Ein Kater auf der Suche nach einem Platz, an dem er endlich bleiben darf … Durch seine Vergangenheit hat „der Kleine“ leider einen psychischen Schaden und ist teilweise unberechenbar. Harlekin kann nichts dafür, dass Menschen böse zu ihm waren. Wie wir später erfahren sollten, sind die anderen Tiere, aus der WG aus der er kam, inzwischen alle gestorben… verdurstet, verhungert, … Menschen können so grausam sein … :,( Es fordert viel Zeit und Mühe – und teilweise auch einiges an Blut – sein Vertrauen zu gewinnen. Doch weder ich, noch sein Herrchen sind bereit kampflos aufzugeben! Und irgendwie ist uns der „Stinker“ auch ein wenig ans Herz gewachsen.

Da es mich reizte endlich mal wieder meinen Geist zu fordern, begann ich Ende des Jahres mit dem Abitur. Um die Antwort auf die Frage, die immer wieder gestellt wird, vorweg zu nehmen: Ich habe nicht vor damit auf dem Arbeitsmarkt voranzukommen, ich mache es für mich. Einfach „nur“, um mir zu beweisen das ich es kann. Der Anfang sieht noch ganz gut aus und ich freue mich schon sehr darauf, eine Sprache zu lernen. 🙂

Auch ein Stückchen Freizeit gönnte ich mir. So ging es auf das Unheiligkonzert hier in Bremen. Neben viel Atmosphäre und eine Menge Stimmung freute ich mich am meisten darüber, dass ich auf einen Freund gehört hatte – und, ob ihr es glaubt oder nicht – OHNE Kamera aus dem Haus ging! Im Gegensatz zu den anderen Gästen konnte ich die Musik in vollen Zügen genießen, denn ich brauchte mir keine Gedanken um meine Aufnahmen zu machen. Jedem von euch, der auf ein Konzert geht, kann ich es nur empfehlen, denn Erinnerungen trägt man im Herzen, nicht auf der Speicherkarte!

Ich habe in diesem Jahr viele neue Erfahrungen gesammelt. Das wichtigste was ich jedoch gelernt habe, ist, dass es der Seele gut tut, wenn man öfter auch seinen Bauch hört! Viele Dinge machte ich in diesem Jahr, einfach nur deswegen, weil es sich „richtig anfühlte“ – und es sind eben jene Dinge die ich nicht bereue. Sicher, inzwischen würde ich, bei gleichen Situationen sicher anders reagieren, aber auch nur, weil es sich dann richtig anfühlt.
Einige Menschen verschwanden dieses Jahr aus meinem Leben, aber noch wesentlich mehr traten darin ein – und ich bereue nicht EUCH kennengerlernt zu haben. :)))

Es war ein ereignisreiches Jahr, voller Zwiespalt und Widersprüchen.
Sehr oft wurde ich enttäuscht, viele Niederlagen steckte ich ein.

Aber auch voller Hoffnung und Neuerungen, voller Motivation und Kampfgeist.
Es war ein Jahr indem die, die mir wichtig sind, für mich da waren! (Ich kann euch nicht genug danken!!!)
Es war ein gutes Jahr!

Das schönste was dieses Jahr jemand zu mir gesagt hat – und somit unbedingt in diesem Rückblick festzuhalten:
„Du bist ja genau das Gegenteil von mir und manchmal wünschte ich mir ein Stückchen Mut von dir.“ – Vielen Dank dafür! 🙂

Gute Vorsätze für das neue Jahr?

Fragte man mich dies bis vor einigen Tagen, so antwortete ich: „Nicht viel davon zu erleben!“ Und genauso meinte ich es… Es war einfach nichts mehr, was mich in dieser Welt hielt, ein grau in grau, tägliches Einerlei.
Fragt man mich jetzt, so lautet die Antwort: Lebensfreude zurückgewinnen und Lebensqualität gewinnen. 🙂

Konkrete Pläne dafür gibt es bereits:

Um mir, und auch meinen Mitmenschen, das Leben (hoffentlich) ein wenig erträglicher zu machen, habe ich mich entschlossen, die Therapie wieder aufzunehmen. Vielleicht wird es nichts bringen, aber der Versuch allein ist es wert.
(Hier auch noch mal ein öffentliches SORRY, an die Beiden, die meinen Absturz abbekamen & ein herzlichen DANKE dafür, dass ihr meine Entschuldigung angenommen habt!)

Dann gibt es „dort draußen“ jemanden, der mir einen Traum erfüllen möchte, den ich nun seit annähernd achtzehn Jahren mit mir umhertrage. Schon jetzt klopft mein Herz bis zum Hals, denn um diesen zu erfüllen, muss ich mein Leben in die Hände eines anderen legen. Dennoch kann ich es kaum erwarten, bis dieser Tag endlich da ist. 😉

Bereits jetzt bin ich mit einem (eigentlich müsste ich an dieser Stelle jetzt sehr gutem Bekannten schreiben, aber uns verbindet wesentlich mehr. Auch wenn wir noch nicht ganz soweit sind, so sind wir auf einem guten Weg, daher:) Freund, auf der Suche nach einer großen Wohnung oder auch einem kleinen Häuschen zwecks HG-/ WG-Gründung. Ich gebe zu, dass es sich komisch anfühlt und ich ein wenig Angst habe, auf der anderen Seite freue mich aber auch bereits sehr darauf. Schon jetzt malen wir uns Szenarien aus und sind gespannt auf die neuen Herausforderungen die da kommen werden.

Und – wie immer – gibt es da noch die „kleinen Vorsätze“:

Hier steht noch das ein oder andere shooting an, dort eine gemeinsame Fahrstuhlfahrt, ein immer wieder verschobenes Erdbeeressen, … Leider hat auch mein Tag nur 24 Stunden und – ab und an – muss selbst ich mal ein wenig arbeiten, aber ich werde mein bestes versuchen um jedem von euch ein wenig meiner Zeit zu schenken.

Ob ich diese Vorsätze umsetzen werde? DAS erfahrt ihr, wie immer, spätestens in einem Jahr. 😉

Ich wünsch euch allen einen guten Start ins neue Jahr, Gesundheit, Lebensfreude und den Mut Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen.

~ Guten Rutsch ~

Mit neuem Tatendrang
Eure Mooni

Persönlicher Rückblick

– Nachtrag –
Liebe Leser,

bitte bedenkt das es sich hierbei um einen persönlichen Rückblick handelt, der einzeln und alleine meine Gefühle wiederspiegelt. Dieser Blog soll nicht dazu dienen irgendjemanden schlecht aussehen zu lassen. Die Personen, die auch noch in diesem Jahr an meiner Seite sind, habe ich mir selbst ausgesucht – und ich möchte niemanden von ihnen missen! 🙂

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Das Fest der Liebe – Meine Weihnachtsgeschichte 2011

Die letzten Tage verbrachte ich viel Zeit mit lieben Menschen (und einem knuffigen Kater). Immer wieder kam in einigen dieser Momente eine kleine Diskussion über das Miteinander auf, die Frage warum es keinen Partner an meiner Seite gibt. Immer wieder traf ich dabei auf zwei Seiten, eine des Nichtverstehens und eine des Verstehens. – Und, was mich zugegeben etwas erschreckte, auf mein Spiegelbild …

Meinen „Heiligen Abend“ begann ich, wie von mir wohl nicht anders zu erwarten, mit einigen Stunden Arbeit. Jeden der es wollte (oder auch nicht^^) beglückte ich mit zwei Dingen: einem Schokoweihnachtsmann und einem blöden Spruch. Die acht Stunden vergingen wie im Fluge und dann wartete, dass vielleicht kreativste Essen an diesem Tag in sehr netter Gesellschaft (und das ganz ohne lästige Weihnachtsbräuche) auf mich. Ich für meinen Teil, verbrachte einige schöne Stunden an diesem Tag. – Dem konnten auch die obligatorisch eingehenden Weihnachtsanrufe keinen Dämpfer aufsetzen.

Grade gestern, am ersten Weihnachtstag, hatte ich (ironischerweise mit einem Muslimen ;)) einen kleinen „Glaubenskrieg“ über das „Fest der Liebe“.
Mein Gegenüber (ein super lieber junger türkischer Mann, verheiratet, drei Kinder) bemitleidete mich ein wenig, dass ich an diesen doch so festlichen Tagen arbeiten würde. Ich erklärte, dass ich genau dies aus freien Stücken machen würde, Weihnachten könnte meinetwegen gerne abgeschafft werden. Sofort stieß ich auf Gegenwehr, immerhin müsste man doch dankbar sein, für all das, was Gott und gibt. – Ich glaube an die Wissenschaft … Auf meine Frage, warum dieser Gott, denn soviel Elend zulasse bekam ich zur Antwort: „Damit wir Menschen es sehen! Wie sollen wir schätzen lernen, was wir haben, wenn uns nicht auch die andere Seite gezeigt wird? Denjenigen, denen es schlecht geht, sollen wir helfen. Das ist Gottes Wille.“

Unser Gespräch setzte sich weiter fort, führte gar zum Sinn des Lebens, der (laut Meinung meines Gesprächspartners) darin besteht, sich zu lieben und zu mehren. – So ganz Abstreiten konnte ich dies nicht, denn den Fortbestand der Art zu sichern, ist nun einmal jedem Lebewesen in die Wiege gelegt. Doch auch hier musste ich diesem Mann einen kleinen Dämpfer verpassen, denn ich habe weder vor zu heiraten, geschweige denn Kinder in diese Welt zu setzen. – Womit wir auch sehr schnell beim Hauptthema waren: Beziehungen.
Nachdem die ersten drei meiner Beziehungen kläglich gescheitert waren, fasst ich einen Plan: Noch ein Mal würde ich eine Bindung eingehen, sollte diese wieder scheitern, so würde es keinen neuen Versuch mehr geben.

Wie ihr wisst, kam es so. Ich habe abgeschworen, eine feste Bindung wird es in meinem Leben nicht mehr geben. Selbstverständlich habe auch ich menschliche Bedürfnisse, manchmal Sehnsüchte, dennoch möchte ich grade denen die ich liebe nicht mehr wehtun – und genau das würde passieren. Nicht mit Absicht, aber manchmal reagiert man auf (zuviel) Nähe abwährend, obwohl man sich nichts sehnlicher wünscht. – Wenn ich in meinen Beziehungen etwas gelernt habe, dann das man nicht zusammen wäre, wenn man sich unattraktiv fände oder nicht gerne Zeit miteinander verbringt. Hierbei ist es nicht wichtig dieses immer wieder zu sagen, einfach nur wissen das der Andere da ist, reicht schon. Getrennte Unternehmungen bereichern die Beziehung und einfach mal einen Abend zusammen vor dem Fernseher auf dem Sofa zu kuscheln, kann viel mehr wert sein, als ein Wochenende voller Termindruck. Ein Lächeln zur rechten Zeit, mehr als ein Berg Komplimente.

Einige Stunden verstrichen und ich erzählte einem Bekannten von meinen letzten Tagen. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht, er blickte mir tief in die Augen und sprach mit sanfter Stimme: „Mooni… Ist dir eigentlich klar, dass es genau die Worte waren, die du vor einigen Tagen über dich gesagt hast?“ Erst da wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich meine „Gefühle“ aus dem Mund eines anderen gehört hatte… Es fühlt sich komisch an, aber auch irgendwie gut, denn es bedeutet irgendwo auch nicht alleine zu sein…. – bestimmt gibt es, irgendwo dort draußen, auch euer Spiegelbild. – Und vielleicht sollte man auch einfach einmal Dinge zulassen, die man immer ausgeschlossen hat …

Vielen Dank an die Menschen, die mit ihren kleinen Träumen und Hoffnungen an meiner Seite waren. Danke für meine ganz persönliche kleine Weihnachtsgeschichte 2011!!! 🙂