Das Fest der Liebe – Meine Weihnachtsgeschichte 2011

Die letzten Tage verbrachte ich viel Zeit mit lieben Menschen (und einem knuffigen Kater). Immer wieder kam in einigen dieser Momente eine kleine Diskussion über das Miteinander auf, die Frage warum es keinen Partner an meiner Seite gibt. Immer wieder traf ich dabei auf zwei Seiten, eine des Nichtverstehens und eine des Verstehens. – Und, was mich zugegeben etwas erschreckte, auf mein Spiegelbild …

Meinen „Heiligen Abend“ begann ich, wie von mir wohl nicht anders zu erwarten, mit einigen Stunden Arbeit. Jeden der es wollte (oder auch nicht^^) beglückte ich mit zwei Dingen: einem Schokoweihnachtsmann und einem blöden Spruch. Die acht Stunden vergingen wie im Fluge und dann wartete, dass vielleicht kreativste Essen an diesem Tag in sehr netter Gesellschaft (und das ganz ohne lästige Weihnachtsbräuche) auf mich. Ich für meinen Teil, verbrachte einige schöne Stunden an diesem Tag. – Dem konnten auch die obligatorisch eingehenden Weihnachtsanrufe keinen Dämpfer aufsetzen.

Grade gestern, am ersten Weihnachtstag, hatte ich (ironischerweise mit einem Muslimen ;)) einen kleinen „Glaubenskrieg“ über das „Fest der Liebe“.
Mein Gegenüber (ein super lieber junger türkischer Mann, verheiratet, drei Kinder) bemitleidete mich ein wenig, dass ich an diesen doch so festlichen Tagen arbeiten würde. Ich erklärte, dass ich genau dies aus freien Stücken machen würde, Weihnachten könnte meinetwegen gerne abgeschafft werden. Sofort stieß ich auf Gegenwehr, immerhin müsste man doch dankbar sein, für all das, was Gott und gibt. – Ich glaube an die Wissenschaft … Auf meine Frage, warum dieser Gott, denn soviel Elend zulasse bekam ich zur Antwort: „Damit wir Menschen es sehen! Wie sollen wir schätzen lernen, was wir haben, wenn uns nicht auch die andere Seite gezeigt wird? Denjenigen, denen es schlecht geht, sollen wir helfen. Das ist Gottes Wille.“

Unser Gespräch setzte sich weiter fort, führte gar zum Sinn des Lebens, der (laut Meinung meines Gesprächspartners) darin besteht, sich zu lieben und zu mehren. – So ganz Abstreiten konnte ich dies nicht, denn den Fortbestand der Art zu sichern, ist nun einmal jedem Lebewesen in die Wiege gelegt. Doch auch hier musste ich diesem Mann einen kleinen Dämpfer verpassen, denn ich habe weder vor zu heiraten, geschweige denn Kinder in diese Welt zu setzen. – Womit wir auch sehr schnell beim Hauptthema waren: Beziehungen.
Nachdem die ersten drei meiner Beziehungen kläglich gescheitert waren, fasst ich einen Plan: Noch ein Mal würde ich eine Bindung eingehen, sollte diese wieder scheitern, so würde es keinen neuen Versuch mehr geben.

Wie ihr wisst, kam es so. Ich habe abgeschworen, eine feste Bindung wird es in meinem Leben nicht mehr geben. Selbstverständlich habe auch ich menschliche Bedürfnisse, manchmal Sehnsüchte, dennoch möchte ich grade denen die ich liebe nicht mehr wehtun – und genau das würde passieren. Nicht mit Absicht, aber manchmal reagiert man auf (zuviel) Nähe abwährend, obwohl man sich nichts sehnlicher wünscht. – Wenn ich in meinen Beziehungen etwas gelernt habe, dann das man nicht zusammen wäre, wenn man sich unattraktiv fände oder nicht gerne Zeit miteinander verbringt. Hierbei ist es nicht wichtig dieses immer wieder zu sagen, einfach nur wissen das der Andere da ist, reicht schon. Getrennte Unternehmungen bereichern die Beziehung und einfach mal einen Abend zusammen vor dem Fernseher auf dem Sofa zu kuscheln, kann viel mehr wert sein, als ein Wochenende voller Termindruck. Ein Lächeln zur rechten Zeit, mehr als ein Berg Komplimente.

Einige Stunden verstrichen und ich erzählte einem Bekannten von meinen letzten Tagen. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht, er blickte mir tief in die Augen und sprach mit sanfter Stimme: „Mooni… Ist dir eigentlich klar, dass es genau die Worte waren, die du vor einigen Tagen über dich gesagt hast?“ Erst da wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich meine „Gefühle“ aus dem Mund eines anderen gehört hatte… Es fühlt sich komisch an, aber auch irgendwie gut, denn es bedeutet irgendwo auch nicht alleine zu sein…. – bestimmt gibt es, irgendwo dort draußen, auch euer Spiegelbild. – Und vielleicht sollte man auch einfach einmal Dinge zulassen, die man immer ausgeschlossen hat …

Vielen Dank an die Menschen, die mit ihren kleinen Träumen und Hoffnungen an meiner Seite waren. Danke für meine ganz persönliche kleine Weihnachtsgeschichte 2011!!! 🙂

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