Irrer im Hochland Down Under’s

Sandy Curtis

Das Tal der Angst

Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsjahr: 2003
Seiten: 350
ISBN: 3-404-14874-6

~ Klappentext ~
In einem wilden, abgelegenen Tal des australischen Hochlandes lebt die Ärztin Emma auf der Farm ihrer Eltern. Mitten in einem Sturm taucht eines Tages ein verwundeter Mann auf, dessen Hände und Füße Wundmale aufweisen. Da der Kontakt zur Außenwelt abgeschnitten ist, pflegt Emma ihn. Drew kann sich nicht erinnern, wer ihn so verletzt hat, doch es wird bald deutlich, das ihn jemand töten will – und nicht nur ihn.

~ Eigene Zusammenfassung ~

Die Ärztin Emma lebt im australischen Hochland auf der Farm ihrer Familie. Grade ist ihr Vater verstorben und sie steht alleine da. Kurze Zeit später zieht ein schwerer Sturm herauf, der wie aus heiterem Himmel einen Mann zu Emma schickt. Obwohl sie alleine ist pflegt sie ihn, denn er hat Wunden an Händen und Füßen. Es scheint als wäre er gekreuzigt worden. Angeblich kann er sich jedoch an nichts erinnern. Emma sieht ihn zunächst nüchtern, eben aus der Sicht einer Ärztin, doch je mehr Zeit sie verbringen desto unsicherer ist sie sich ihrer Gefühle.

~ Eindrücke / Meinung ~

Emma, die Hauptfigur dieses Romans, wuchs mir sofort ans Herz. Ich hatte Angst um sie, litt mit ihr und freute mich mit ihr. Es war als würde ich hinter ihr stehen, ihr über die Schulter blicken, und ihr zurufen wollen. Ein sehr schönes Gefühl.

Drew wirkt geheimnisvoll. Er taucht mitten in einem Sturm auf und das auch noch verwundet. Weiß er wirklich nicht was ihm widerfahren ist oder verschweigt er es einfach nur? Und wenn ja, warum? Je mehr Emma über ihn erfährt, desto mehr erfährt auch der Leser. Auf diese Art fühlt man sich wieder mit der Ärztin verbunden.

Das Gefühlschaos dem Emma ausgesetzt ist zieht sich von Anfang bis Ende durch den Roman. Hier hat die Autorin den Faden in der Hand behalten und zu einem Knäuel gesponnen: Da die Ärztin ihren kranken Vater gepflegt hatte war sie an die Farm gebunden, doch sie träumt davon sich „Ärzte ohne Grenzen“ anzuschließen und dort zu helfen, wo sie wirklich gebraucht wird. Jetzt, wo ihr Vater nicht mehr da ist, könnte sie diesen Traum verwirklichen – doch dann sind da plötzlich diese Gefühle für Drew. – als Leser spürt man förmlich Emmas Zwiespalt.

Wie es sich für einen guten Thriller gehört hat auch dieser einen durchgeknallten Psychopathen. Er hört die Stimme Gottes und handelt in seinem Auftrag! – Genau das mag ich besonders, wenn sich der wahre Horror im Kopf der Menschen abspielt. So habe ich stets das Gefühl es könnte ein Funken Wahrheit dran sein.
Dieser Roman fesselt von Anfang bis Ende. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Die Handlung spielt in Australien, jedoch sind Land und Leute nur soviel wie nötig beschrieben, dennoch bekommt man einen guten Eindruck. Ich fand diese Mäßigkeit sehr gut, denn wenn ich mehr über Down Under wissen möchte kaufe ich mir einen Reiseführer.

~ Fazit ~

Ein Roman um einen Mann der glaubt Gottes Stimme folgen zu müssen – und auch vor dem Töten nicht zurückschreckt. Spannender Roman mit einer durchzogener Liebesgeschichte.

TalDerAngst