Bücher (Rezensionen)

Eine Saga geht zu Ende (Bernstinsaga 4)

Bernhard von Muecklich

Die Königin der Wölfe

Verlag: Fischer
Erscheinungsjahr: 2009
Seiten: 429
ISBN: 978-3-596-17562-8

~ Klappentext ~

Königin Cilnie begeht einen folgenschweren Fehler, als er seine Töchter mit dem Söhnen von Tarchunies vermählt. Unmut regt sich in de Bevölkerung, Gewalt, Intrigen und Verrat prägen von nun an das Leben in der Stadt. Der Kampf um die Macht in Rom wird mit allen Mitteln ausgetragen. Ist die letzte Stunde de Tyrannenherrscher angebrochen?

~ Eindrücke / Meinung  ~

Es handelt sich hierbei um den vierten und letzten Teil der „Bernstinsaga“.
Ich kenne keinen der vorangegangen Teile und stellte fest das es auch nicht notwendig ist. Wenn sich irgendein Teil auf die Vergangenheit bezieht, so wird es durch ein Gespräch wieder aufgerollt. Für mich war es daher kein Problem Zusammenhänge herzustellen.

Obwohl historische Romane nicht meine Welt sind finde ich diesen Roman gut und wollte ihn auch unbedingt zu Ende lesen. Der Autor hat es geschafft eine bunte an Gegensätzen zu schaffen, so das sich dieser Roman eher wie ein Krimi liest.

Beziehungen werden durch Seitensprünge ergänzt. Stellen die Ehebrecher ihre Liebe zueinander fest wird die Konkurrenz kurzerhand aus dem Weg geräumt.

Wie nicht anders zu erwarten geht es in erster Linie um Macht. Jeder will an die Spitze – koste es was es wolle. Verrat und Intrigen sind an der Tagesordnung. Obwohl mir klar war wer als nächstes das zeitliche segnen wird bleib die Spannung erhalten, denn oft kam es anders als gedacht – und die Todesarten sind so unterschiedlich wie die Charaktere.

Sehr schön finde ich das auch das die menschliche Seite nicht außer Acht gelassen wird. Ein Beispiel: […] „Sie mögen vielleicht unterschiedlicher Herkunft und Erziehung sein, und vielleicht haben sie sich sogar verachtet und gemieden, aber jetzt, wo es gilt, gegen die aufzustehen, die ihre Freiheit mit Füßen treten, haben die gesellschaftlichen Schranken, die sie vordem voneinander getrennt haben, jede Bedeutung verloren. Schau sie dir doch an! Der Arme steht neben dem Reichen, ein jeder bereit, sich im Kampfe füreinander einzusetzen. Mag sein, dass die Soldaten Tarchunies’ ihnen in ihrer Bewaffnung überlegen sind, aber es sind doch nur gedungene Söldner, deren Kampfkraft nur soviel wert ist wie das Gold, das man ihnen zahlt. Diese hier aber, Rasce, hat ein Ideal zusammengeschmiedet, die Freiheit nämlich, die mit Gold nicht zu erkaufen ist. Entscheide für dich selbst, wer die bessere Motivation hat, sein Leben einzusetzen, die Söldner des Königs oder diese Männer hier?“ […]

Der Schreibstil ist etwas den damaligen Verhältnissen angepasst. Am Anfang war dies ein wenig ungewohnt, doch man gewöhnt sich sehr schnell daran. Etwas störend finde ich die vielen „Bandwurmsätze“. Ab und an einen neuen Satz zu beginnen hätte sicher nicht geschadet und das lesen etwas erleichtert.
Der Roman ist in Kapitel unterteilt, so das man das Buch auch getrost mal einige Tage an die Seite legen kann ohne „den Faden zu verlieren“.

Am Ende des Buches schreibt der Autor in einem Nachwort über seine Sicht der Dinge. Er ist der Meinung das sich die „wahre Geschichte Roms“ anders zugetragen hat als sie die Geschichtsbücher überliefern. Seine Gegenargumente sind, für mich, einleuchtend.

~ Fazit ~
Spannendes Buch welches ich in die Rubrik „Historien-Krimi“ einordnen würde.

Königin

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