Neujahr ist das Tor, durch das sich Deine Probleme von einem Jahr ins andere schmuggeln. [Jahresrückblick 2013]

2013 begann als Jahr der Experimente …

Gleich nach Mitternacht ging es noch in der Silvesternacht damit los einen Böller zu zünden. Nicht, weil mich auch nur irgendetwas daran reizte, sondern, weil ich es seit etwa 14 Jahren nicht mehr getan hatte. Seit dem Tod meines Vaters. Ich wollte seinen Geist nicht „vertreiben“, konnte nicht loslassen. Dieses Mal hatte ich das Gefühl es zu können. Und irgendwie zu müssen, um endlich abschließen zu können. Nachdem das Feuerzeug versagte, schaffte ich es einige Zeit später und mit Hilfe diesen Schicksalsböller endlich zu zünden. Es war befreiend und das erste Silvester das ich nicht einfach wie ein Häufchen Elend und weinend auf dem Sofa verbrachte. Gute Reise Papi. ❤

DaddyIn meiner Familie (sei es nun der eigenen oder der in spe) kommt man aus dem Feiern gar nicht raus. So brach ich bereits einen Tag darauf nach Bleckede auf. Meine Mum hatte ihren 60.sten Geburtstag. Zeit für eine Familienzusammenkunft – und meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Endlich konnte ich mal wieder basteln, ein Gedicht vortragen und ein wenig schauspielern. Besonders „Freddi“ sorgte für heitere Stimmung.

"Freddy"Noch im ersten Quartal schaffte es eine Freundin (endlich) einmal auch mich zu besuchen. Zusammen mit Freunden verbrachten wir ein tolles Wochenende. Wir erweckten Plüschtiere zum leben, um am darauf folgenden Tag mit ihnen große Aufgaben zu bewältigen. In einer Kneipe sangen wir Lieder. Dinge, die für einige, vor kurzer Zeit noch gar nicht möglich gewesen wären. Es war schön und ich freue mich auf weitere Abenteuer.

Ostern lernte ich endlich meine „Schwiegereltern“ kennen und Ron im Gegenzug sein. Fazit: Ich hätte es schlechter treffen können. Als Mitbringsel habe ich Pralinen selbst gefertigt. Das erste Mal. Hat Spaß gemacht und sie schmeckten sogar sehr gut. Bin in der Familie nett aufgenommen wurden. (Leben nach dem Verzehr noch alle.) – Familienfeiern werden dennoch keine meiner Lieblingsveranstaltungen.

PralinenMein „kleiner schwarzer Teufel“ und ich wurden zu kleinen Stars. DeBeukela wählte u.a. unser Foto für die „Traumduo“-Aktion aus. Im Herbst konnte man Harlekin und mich auf den Prinzerollenpackungen bewundern.

Prinzenrolle TraumduoZu dieser Zeit wurde auch Miguel ein Star, wenn auch ein düsterer: Als Mörder in „Drecksspiel“ hat er schon die ein oder andere auf dem Gewissen. Allerdings nur literarisch. Hoffe ich zumindest. Mir bringt es den Status ein mit einer „echten“ Romanfigur zusammen zu leben.

Drecksspiel2013Als wären drei „Stars“ nicht genug, siegte auch Azrael bei einem Fotowettbewerb. Wer den dicken Knuffel kennt, schmunzelt sicher etwas über das Thema: „Intelligenz“. Aber: Es gehört eben auch eine gewisse Portion Intelligenz dazu, sich auf die Tastatur zu legen, um zu bekommen was Kater will.

HappyCat-FotowettberbInteligenz2013Endlich hatte ich auch mal den Mut meine rot gefärbten Haare schwarz (um)zufärben. Der Leicheneffekt blieb glücklicherweise aus. Es sah sogar verdammt gut aus. Wird wieder gemacht!

Black hairRon und ich fanden in diesem Jahr weiter zueinander. Auch wenn wir unsere Mauern nicht einreißen können (und vielleicht auch einfach noch nicht bereit dazu sind), so bauen wir doch Fenster ein. Im Wolfscenter verbrachten wir ein spannendes Wochenende – nur wir zwei. Ohne Handys! Am 15. Dezember hatten wir Jahrestag. Noch immer glücklich freuen wir uns auf weitere gemeinsame Momente.

Ron & meAuch meinen ersten „richtigen“ Urlaub durfte ich dieses Jahr machen. Mit Freund und Freunden ging es (wieder) ans Meer. Diesmal habe ich sogar eine Grenze überwunden und bin in Dänemark gelandet. Es war eine anstrengende, aber auch schöne Woche. Ich habe in der Zeit viel gesehen, erlebt und auch gelernt. Bin schon gespannt, wo die Reise nächstes Mal wohl hinführen wird.

Dänemark 2013Zwei neue WG-Bewohner zogen dieses Jahr zu uns: Apfelkorn und Aronia. Die beiden Damen sollten ins Tierheim, da die Besitzerin sie nicht in die neue Wohnung mitnehmen könne. Laut ihrer Aussage sind ihr die beiden zugelaufen und würden sich nicht mit ihrem Kater verstehen. Ob das nun alles so stimmt sei mal dahin gestellt. Wichtig ist nur, dass die beiden ein Zuhause haben.

… und endete als Jahr der Trauer und des Todes

Aus Kostengründen versuchten Miguel und ich, uns eine Fahrkarte zu teilen. Nachdem wir zwar einige wenige Euros gespart hatte, dafür aber mehr Stress hatten, erklärten wird dieses Experiment für gescheitert.

Wie auch im alten (und so ziemlich jedes) Jahr, nahm ich mir wieder vor mich gesünder zu ernähren und mehr Sport zu machen. Wie auch in jedem Jahr hielt das nur die ersten Wochen. Mein Körper dankt es mir mit zehn Kilo mehr auf den Rippen und ständigen Verspannungen.

Doch das war und ist alles nichts, zu dem was noch passierte:

Grade fingen wir an uns an das Haus in Woltmershausen zu gewöhnen, als eine Kündigung vom Vermieter herein flatterte. Eigenbedarf. Wieder begann eine nerven- und zeitraubende Suche nach einer neuen Bleibe. Irgendwann fanden wir ein Häuschen zu einem günstigen Preis mit einem Garten für die Katzen. Doch abgesehen das es Weit Weit Weg von Weit Weit Weg liegt, entpuppte es sich wie aus der Kulisse von „Geschenkt ist noch zu teuer“. Vom verstopften Klo über lebensgefährliche Stromleitungen bis hin zu einem drei Meter tiefen Loch, wurde hier so ziemlich alles geboten. Doch es war nicht das Haus selbst, welches sich als Todesfalle entpuppen sollte…

Stromleitung...Azrael und Phex waren die ersten Kater die verschwanden. Phex tauchte nach vier Tagen, hungrig aber gesund, wieder auf. Azrael haben wir am Abend des 22. Juli zuletzt gesehen. Suchaktionen über mehrere Monate und Kanäle blieben erfolglos. Ich weigere mich die Hoffnung aufzugeben und stelle mir vor, wie der Kuschelbär auf einem warmen Schoss sitzt und vor sich hin schnurrt.

AzraelWährend unserm Aufenthalt in Dänemark bekamen wir die erschreckende Nachricht das Nimoeh verletzt ist. Vermutlich angefahren. Der Schock saß tief, die Unruhe wuchs.  Glücklicherweise ging es ihr gut. Sie benötigte nur wenige Medikamente und ertrug ihre Käfighaltung tapfer.

NimoehAm 24. September erlitten wir den wohl schwersten Verlust. Harlekin. Mein kleiner Stinker ist getötet wurden. Ein Auto hat ihn am Kopf erfasst. Er hatte nicht den Hauch einer Chance… Da Harlekin allgegenwärtig war und immer um uns rum, klaffte nun ein großes Loch an seiner Stelle. Dank den Menschen, mit denen ich eigentlich nicht wirklich etwas zu tun haben wollte, konnte ich mein Versprechen einhalten und „meinen Kleinen“ auf dem Tierfriedhof beisetzen – samt Duschringbaum!

Harlekin's Grab

Beständiges …

Zwei Männer waren das ganze Jahr an meiner Seite und immer für mich da. Sie haben mit mir gelacht und geweint, mich getröstet und in den Arm genommen. Sie haben mir zugehört und mich aufgebaut. Ich möchte sie auch im neuen Jahr nicht missen.

Ganz besonderen Dank geht hier an RON und MIGUEL, meine beiden „Beschützer“.

Meine Beschützer ;)… und künftiges.

Im nächsten Jahr wird mein Blog drei Jahre alt und es wird zu seinem Geburtstag (15.02.) ein großes Gewinnspiel geben. Auch bei „Blogger schenken Lesefreude“ werde ich wieder dabei sein. Es scheint als würde es hier mehr als nur ein Buch, sondern ein wirkliches Abenteuer, zu gewinnen geben… Lasst euch überraschen.

Doch auch viele andere Dinge sind bereits geplant. Feiern, Auszüge und, wenn alles gut läuft, auch ein Umzug. Ich werde euch berichten und meine Gedanken und Fotos mit euch weiterhin teilen.

Klar habe ich auch wieder „gute Vorsätze“. Abgesehen von dem, mal wieder, mehr Bewegung heißt er schlicht und einfach:

VIELE KLEINE GLÜCKSMOMENTE SAMMELN!

Für die Bewegung habe ich mir meinen Liebsten ins Boot geholt. Wir haben uns fest vorgenommen einmal im Monat schwimmen zu gehen (oder was bei mir daraus werden soll.) Für die Glücksmomente muss man einfach mal die Augen aufhalten und sich an den „kleinen Dingen“ erfreuen. Um eben diese zu sammeln habe ich mir eine eigene Interpretation der „Urne des Schicksals“ gebastelt. In ihr werde ich jeden Glücksmoment festhalten und Ende des Jahres nicht trauern, sondern mir all diese Momente nehmen und mich erneut daran erfreuen. (Damit das auch alles funktioniert befindet sich an der Urne ein kleiner Bergkristall und ich trage einen roten Glücksshorty. Ein wenig Aberglaube darf es ja schon sein. ;))

Warum bis Morgen warten? Ich habe mit „meinem“ neuen Jahr einfach heute angefangen. Es ist ein wunderschöner Wintertag. Es ist kühl, doch die Sonne macht es angenehm, so dass man nicht einmal Handschuhe braucht. Noch vor dem ersten Kaffee fasst mir ein Herz und besuchte Harlekin. Dieses war das erste Mal, dass ich alleine am Grab war. Ich steckte eine Rose in die Vase, zündete eine Kerze ein, lies mich auf die Knie sinken und redete. Alles was mir auf der Seele lag, einfach frei raus. Warum er auf die Straße gelaufen sei, ich hatte ihm doch gesagt, dass es dort gefährlich sein. Und das es mir Leid tut. Unendlich leid, dass ich nicht auf ihn aufgepasst habe. Das ich ihn vermisse und auch das ich alles geben würde, ihn wieder im Arm halten zu können… Ich fühlte wie mir die Tränen in den Schoß rannen. Es war mir egal. Ich war ja alleine. Es tat gut. Unheimlich gut. Schweren Herzens erhob ich mich und warf Harlekin einen Luftkuss zu.

Aus den Augenwinkeln sah ich eine Bewegung. Aus einem der Vogelhäuschen lugte vorsichtig ein Eichhörnchen hervor. Ich redete mit ihm. Es lief ein Stück, blieb auf einem der Gräber stehen und schaute mich neugierig an, bevor es endgültig verschwand. Vielleicht ist das ein Zeichen. Zumindest zauberte es mir ein Lächeln ins Gesicht. Mein erster Glücksmoment. Ich hoffe es folgen noch vieler weitere.

Genau das wünsche ich euch allen: Viele Glücksmomente, mögen sie auch noch so klein sein.

Kommt gut rein und passt gut auf eure Liebsten auf, ob Tier oder Mensch.

Bis zum nächsten Jahr.

Eure Mooni

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Zwischen Sehnsucht und Heimweh

Dänemark 2013 Nun war es (endlich) soweit. Der Heimweg stand bevor. Doch bevor wir nach „good old Germany“ aufbrechen konnten, galt es noch einige Dinge zu erledigen. Ron und ich brauchten erst einmal ein Frühstück und Miguel Kaffee. Als wir dann aus den Augen gucken konnten, putzten wir noch den Rest, rechneten unseren Energieverbrauch aus und deponierten den Schlüssel. Mein Göttergatte schoss noch einige Erinnerungsfotos von „nackten Däneninnen“, die sich auf der Wiese tummelten. Für eine Bekannte, die diese possierlichen Tierchen über alles liebt. – Solange sie sich nicht in ihrer Nähe befinden. *g*

Das Auto ließen wir noch stehen, denn wir wollten uns noch verabschieden: Vom Meer. Noch einmal in die Wellen blicken und die salzige Luft atmen. Auf dem Weg dorthin probierte ich dann etwas, dass mich schon die ganze Zeit reizte: Den „Papierfliegersammelcontainer“. Er funktionierte einwandfrei.

Dänemark2013-1197 Ein letztes Mal brachen wir nach Sønderborg auf. Die Kronen sollten beim Volk bleiben. Noch beim Kaffee erzählte Miguel von Landmaschinen, die er beim Auto fahren doch sehr nervig fand, wenn sie vor ihm seien. Ratet mal, welches das erste Fahrzeug war, welches uns begegnete? *g*

Dänemark2013-1204 In der „Hauptstadt“ angekommen, mussten wir erst einmal tanken. Allerdings stellte sich das als kleine  Herausforderung heraus, denn die Zapfsäulen in Dänemark laufen elektronisch. Doch auch diese Herausforderung meisterten die Männer mit Bravour, wenn auch zu einem sehr harten Wechselkurs.

Dänemark 2013 In Sønderborg suchten wir den erneut „Krämer“ auf.. Dort habe ich meinem Schatz ein Boot geschenkt. Ein echtes Wikinger-Drachenboot! 🙂 Außerdem erwarb er ein Shirt – natürlich auch mit Drachenboot. Danach waren wir Eis essen. Ron genoss Zitrone und Minze, während ich mich an Schlumpf- und Überraschungsei-Eis versuchte. Alles sehr lecker. Miguel wollte partout nicht. Dabei hatte ich gefühlte 100x gefragt.

Auf dem Weg zu Hafen (hier stand das Auto) trafen wir in einer Seitengasse ein Kätzchen. Unerwarteterweise war es mein Liebster, der ihr einen Finger mit Eis zum abschlecken hin hielt. Die Samtpfote dankte es, neben lautstarkem schnurren, damit sich auch noch kraueln zu lassen. Ausgiebig versteht sich.

Am Hafen suchten wir noch schnell die Toilette auf. Wieder sehr sauber und KOSTENLOS!!! Waren das noch Zeiten, als dies auch in Deutschland so war. Bevor wir ins Auto stiegen durften wir noch die Öffnung der Brücke miterleben. Ein schöner Abschluss. 🙂

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Gegen 11:40 Uhr brachen wir dann wirklich auf. Nach Hause. Wie auf Kommando weinte der Himmel über unsere Abreise. (Soll heißen es begann zu regnen.)

Um 12:10 Uhr hatten wir wieder deutschen Boden unter den Füßen. Ich freute mich RIESIG endlich wieder Harlekin auf den Arm zu nehmen!!! Von mir aus konnten wir gar nicht schnell genug zurück sein.

Dänemark 2013 13:28 Uhr. Woran merkt man das man sich wieder in Deutschland befindet? Am kilometerlangen Stau? Auch. Aber vor allen Dingen daran, dass man für’s WC bezahlen muss!

Dänemark 2013 In Hamburg wechselten die Fahrer. Miguel war schlapp. Ron übernahm das Lenkrad. Nicht ohne sich ein: „Bring  uns sicher nach Hause.“ von mir anhören zu müssen. Wir nahmen einen Anhalter mit. So einen angehenden Verteidigungsminister. Einen Studenten, der selbst nicht genau wusste, wohin er eigentlich wollte.

Um 16:20 Uhr dann die letzte Etappe: nach Hause, welches wir etwa 1,5 Stunden später, müde, aber heile, erreichten. Ich schmiss nur alle Sachen durch die Tür und setzte mich auf den Boden. Katzen-Gruppen-Kuscheln. ENDLICH! ❤

Geduldsproben mit Meeresblick

Dieser Tag begann wieder mit – Kopfschmerzen. Auf die hätte ich, grade im Urlaub, gut und gerne verzichten können. Mein Liebster war so nett mich zu massieren. Allzu viel gebracht hat es leider nicht. Wird Zeit die Welt zu entdecken. Es ist schwül, dabei aber sehr stark bewölkt.

Ebu ist bereits gegen halb neun abgereist. Da Regen angekündigt wurde, wollte er mit seiner Maschine gerne noch im Trockenen nach Hause. Nachvollziehbar. Dadurch war noch kein Kaffee fertig, als ich aufstand. Scheiß Service. Da bin ich von Miguel besseres gewöhnt. 😉

Am Vormittag brachen Ron und ich in die Innenstadt auf, um Geld zu wechseln. Die Bank hatte auch auf, doch die gute Dame erklärte uns, dass ein Wechsel nicht vor 13:00 Uhr möglich sei. Vorher würden sie nicht an die Geldbestände kommen. Unverrichteter Dinge zogen wir wieder ab.

Nachdem ich mich mehr durch den Morgen gequält habe, als anders andere, ging es nicht mehr ohne Tablette. Den letzten Urlaubstag wollte ich dann doch noch genießen, also runter mit der Chemie (Migränetablette)…

Da wir morgen nicht mitten in der Nacht aufstehen wollen, wirbelten wir heute schon mal durch Haus und Garten, um unsere Spuren zu beseitigen: Putzen, Aufräumen, Sachen packen. Auch wenn der Urlaub schön war, ich freue mich RIEISG Harlekin endlich wieder auf den Arm nehmen zu können!!! 🙂

Am Nachmittag brachen wir drei „Resturlauber“ dann (erneut) zur Bank auf. Während Miguel unsere Pfandflaschen abgab und das dänische Volk etwas genauer betrachtete, tauschte ich mit meinem Göttergatten noch einige Euros. Da wir eh schon in der Gegend waren reservierten wir im „Friends“ einen Tisch für den Abend. Dieses stellte sich allerdings als eine kleine Herausforderung heraus, da der Mann hinter der Theke weder wirklich englisch, noch wirklich deutsch konnte – und wir nicht wirklich dänisch. Doch mit „Händen und Füßen“ haben wir es dann (irgendwie) geschafft. Ron gab eine Runde Hot Dog’s aus, was mich dazu brachte als Deutsche in Dänemark „French HotDog“ zu essen. Fazit: Nett, aber ich bleibe lieber beim Original.

Auf dem Rückweg zum Ferienhaus machten wir einen kleinen Abstecher zum Augustenhof. Nicht um dort zu campen, sondern um uns den ominösen Leuchtturm anzusehen. Laut Reiseführer sollte es dort nämlich einen geben und wir waren der Meinung, ihn auch vom Strand aus haben leuchten zu sehen. Tatsächlich haben wir ihn gefunden. Doch irgendwie war er etwas enttäuschend. Klein, hässlich und eine ganze Ecke vom Meer entfernt. Auch wenn es hier ebenfalls die Ostsee handelt, so wanderten wir auch hier ein Stück am Strand endlang und saugten die salzige Luft ein.

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Wieder „Zuhause“ setzte Miguel Kaffee auf. Doch statt, dass ich – endlich – zu meinem schwarzen Gold kam, hörte ich nur ein Fluchen. Als ich rein ging, um zu sehen, was passiert ist, fand ich mein Bruderherz neben einer dunkel braunen Pfütze stehen. Er hatte stumpf vergessen die Glaskanne in die Maschine zu stellen. Jetzt wussten wir, dass diese Kaffeemaschine keinen Schutz hatte. Eine Erfahrung auf die wir hätten verzichten könne. Dafür rochen der Boden und die Schränke, in die der Kaffee gelaufen war, wunderbar aromatisch! 😀

Dänemark 2013 Am Abend waren wir dann unser „Abschlussmahl“ zelebrieren. Miguel und ich entschieden uns für Fisch, da es so ziemlich das einzige war, was wenigstens halbwegs dänisch war. Ron bestellte ein Fleischgericht. Bis wir diese Bestellung allerdings aufgeben konnten, vergingen etwas 15 Minuten! Vorher lies sich niemand an unserem Tisch blicken. Die Getränke bekamen wir dann nach weiteren 15 Minuten und das Essen – nach etwa einer 3/4 Stunde!!! Allerdings bekam Ron auch einen Burger, statt sein bestelltes Fleischgericht. Statt das der Kellner sich entschuldigte, beharrte er darauf, dass sein Gast genau dieses bestellt hatte. Genervt und nicht schon wieder ewig warten wollend, aß Ron dann eben diesen. Alles unsere Gerichte schmeckten wirklich sehr lecker. Auch wenn ich eigentlich kein Krabbenfan bin, diese waren wirklich sehr lecker. (Auch ohne die obligatorischen vier Kilo Mayo.) Auch die Gerichte der Männer schmeckten sehr gut. Doch wir sind uns einig: So gut die Speisen auch sind, HIER werden wir NIE wieder essen. An dieser Stelle kann ich euch auch nur davon abraten. Wenn ihr dennoch in’s „Friend“ geht, kann ich nur empfehlen ein gutes – und dickes -Buch mitzunehmen und vorher schon mal etwas zu essen. Auf das „Trinkgeld“ verzichteten wir an dieser Stelle …

Durch den Sonnenuntergang ritten wir zwar nicht, aber fuhren, zurück ins Ferienhaus, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Dänemark 2013

Orientierungsproben und andere Herausforderungen

Heute begann der Tag recht spät. Erst gegen 10:30 Uhr haben sind wir aus den Federn gekommen. Die Nacht war begleitet von einem unruhigen Schlaf begann, für mich, mit Kopfschmerzen. Schon wieder. Irgendetwas muss hier im Haus sein. So oft habe ich das noch nie gehabt. Miguel vermutet irgendeinen Stoff im Holzschutz, auf den ich überempfindlich reagiere. Bin ich froh, ausreichend Tabletten eingepackt zu haben!

Ebu verschwand an den Strand. Ein wenig Sonne tanken, wie er so schön sagte. Kurz nachdem er verschwunden war, offenbarte Ron das er gerne ins Traktormuseum möchte. Er selbst interessiert sich nun nicht unbedingt dafür, dafür aber sein Vater und für genau den wollte er dort Fotos machen. Nachdem dann auch, Stunden später, mein Bruderherz aus dem Bett gekrabbelt kam, hatten wir schon die Info’s wie Anfahrt usw. parat. Nach mehrmaligen Versuchen Helmut zu erreichen, tauchte dieser noch rechtzeitig auf, um uns zu begleiten.

Es war nicht weit und gut ausgeschildert. Hin fanden wir ohne Probleme, doch erst einmal da waren wir verwirrt. Man könnte sagen das es sich bei dem Museum um einen Bauernhof handelt, bei dem in zwei Hallen jede Mengen Landmaschinen stehen. Ein Schild wies den Eingang und einen Eintrittspreis von 5,- EUR pro Person. Eine Kasse stand ebenfalls da. Nur einen Menschen gab es weit und breit nicht. Etwas unschlüssig standen wir nun auf dem Hof, nicht wissend ob wir einfach Geld hinein legen oder warten sollten. Wir entschieden uns erst einmal dafür zu rufen. Brachte leider nichts. Schließlich hörten wir Geräusche aus einem Nebengebäude und Helmut klopfte. Eine ältere Dame öffnete uns. Scheinbar mag sie keine „Deutschen“ oder sonstige Besucher, denn noch ehe wir überhaupt etwas sagen konnte kam ein skeptisches „Bezahlt?“ Wir verneinten und gaben zu verstehen, dass wir erst einmal wissen möchten, wie genau es funktioniert und ob es jemanden gibt, der uns alles zeigt. Mit einer Mischung aus dänisch und deutsch gab sie uns zu verstehen, dass man selbst durchgehen müsse und eben alles beschildert sei. Wir hielten ein kurzes Meeting bei dem Ebu und Miguel beschlossen, dass sie keine fünf Euro ohne Führung ausgeben wollen. Ein Blick zu meinem Göttergatten, der noch einmal bekräftigte das er gern Fotos machen würde. Da er nicht einmal eine Kamera dabei hatte, musste ich schon ein wenig schmunzeln – und begleitete ihn, während die anderen beiden in unbekannte Gefilde aufbrachen. Wir wanderten durch die Hallen, lasen jede Menge Schilder und machten eine Menge Fotos. Wir konnten es uns auch nicht verkneifen einfach mal aufzusitzen. Etwas richtig spannendes haben wir zwar nicht gefunden, aber nun wissen wir zumindest das jedes Land scheinbar auf eine bestimmte Farbe von Traktoren steht. Kurz nach unser Tour waren auch Miguel und Ebu wieder in Sichtweite. Sie hatten die Gegend erkundet, dabei aber nicht wirklich etwas entdeckt.

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Nach dieser kleinen Exkursion brachen wir erneut in neue Gefilde auf, denn am letzten Urlaubstag wollten wir ein Restaurant aufsuchen. Dazu mussten wir allerdings erst einmal eines finden. In der Nähe des Schlosses fanden wir eine Karte, die uns ein wenig bei der Orientierung half. Wir entdeckten dort einen kleinen Hafen, an dem es auch ein Restaurant geben sollte. Gesucht. Gefunden. Sehr nobel anmutende Gegend. Entsprechend hoch waren auch die Preise. Doch viel mehr als das, enttäuschte uns die Tatsache das es keine „typisch dänischen“ Gerichte auf der Karte gab, denn irgendwie gehört ja genau das zu einem Urlaub dazu. Landesspezialitäten. Mehr durch Zufall fand ich ein Lokal, welches in einem Prospekt beworben wurde, dass ich im Auto durchblätterte. Dort wollen wir morgen mal vorbei schauen. Immerhin konnten wir so noch ein wenig von der „Stadt“ sehen und schöne Fotos machen.

Dänemark 2013 Auf dem Rückweg fanden wir auch den, vielleicht einzigen, Briefkasten weit und breit. Die zuvor geschriebene Post ging somit auch auf ihre Reise in die Heimat.

Am frühen Abend setzten wir uns ins Wohnzimmer und spielten – ja tatsächlich – ein Gesellschaftsspiel. Bei einer Runde „MAD“ tauschten wir Geld, liefen um den Tisch und verwandelten uns in Hühner und Steine. Ron ging als Sieger dieses spaßigen Gewusels hervor.

Bei Einbruch der Dämmerung unternahmen Miguel und ich einen fotografischen Spaziergang zum Meer. Nach den tollen Fotos gestern, wollte auch mein Bruderherz diese Stimmung – mit vernünftiger Ausrüstung – einfangen. Leider war es heute sehr bewölkt, so dass die gewünschten Ergebnisse nicht so ausfielen wie erhofft. Einen Mann scheinte die Kälte nichts auszumachen. Todesmutig stürzte er sich in die Fluten. (Da bekam ich schon vom Zuschauen eine Gänsehaut. Und er meinen Respekt.)

Wieder zurück im Ferienhaus ließen wir den Abend bei einem gemeinsamen Essen und TV-Abend ausklingen.

Von Zuhause kam die Meldung das es Nimoeh gut geht und sie ihre „Gefangenschaft“ tapfer erträgt. 🙂

Weihnachtssinfonie [Gedicht]

Ob ihr es glaubt oder nicht, aber auch so ein Grinch wie ich ist in der Lage Weihnachtsgedichte zu schreiben. Zugegeben, ich triefte förmlich vor Ironie, doch scheinbar ist es der Jury entgagen (oder es war ihnen egal) und so schaffte dieses hier, es tatsählich ein eine Anthologie. 🙂

Weihnachtssinfonie

von Roswitha Pick

Zimt- und Honigduft strömen durch die Luft.

Gärten und Fenster sind bunt geschmückt,

jeder ist beim Anblick sofort entzückt.

Frohe Menschen in den Gassen,

aus der Ferne klingt freudiges Kinderlachen.

Die Tafel ist festlich gedeckt,

auf ihr liegt sogar das Silberbesteck.

Mutter trägt zuhauf feinstes Essen auf.

Vater erhebt das Glas zum Prost.

dann geht der Gaumenschmaus endlich los.

Nach dem Mahl wird gesungen,

manches Jahr hat das schon schief geklungen.

Alle sind fröhlich und gesund,

die Familie steht im Vordergrund.

Plötzlich klingt aus der Höhe Geläut.

Ein Schlitten ist zu sehen,

man ist hoch erfreut.

Der Weihnachtsmann kommt mit voll gepackten Taschen,

bringt lauter tolle Sachen.

Jeder freut sich über sein Geschenk,

mancher schon ans nächste denkt.

Ach ist Weihnachten doch wunderbar,

wäre es bloß öfter,

als nur einmal im Jahr!

ISBN-13: 978-3941127012