Neujahr ist das Tor, durch das sich Deine Probleme von einem Jahr ins andere schmuggeln. [Jahresrückblick 2013]

2013 begann als Jahr der Experimente …

Gleich nach Mitternacht ging es noch in der Silvesternacht damit los einen Böller zu zünden. Nicht, weil mich auch nur irgendetwas daran reizte, sondern, weil ich es seit etwa 14 Jahren nicht mehr getan hatte. Seit dem Tod meines Vaters. Ich wollte seinen Geist nicht „vertreiben“, konnte nicht loslassen. Dieses Mal hatte ich das Gefühl es zu können. Und irgendwie zu müssen, um endlich abschließen zu können. Nachdem das Feuerzeug versagte, schaffte ich es einige Zeit später und mit Hilfe diesen Schicksalsböller endlich zu zünden. Es war befreiend und das erste Silvester das ich nicht einfach wie ein Häufchen Elend und weinend auf dem Sofa verbrachte. Gute Reise Papi. ❤

DaddyIn meiner Familie (sei es nun der eigenen oder der in spe) kommt man aus dem Feiern gar nicht raus. So brach ich bereits einen Tag darauf nach Bleckede auf. Meine Mum hatte ihren 60.sten Geburtstag. Zeit für eine Familienzusammenkunft – und meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Endlich konnte ich mal wieder basteln, ein Gedicht vortragen und ein wenig schauspielern. Besonders „Freddi“ sorgte für heitere Stimmung.

"Freddy"Noch im ersten Quartal schaffte es eine Freundin (endlich) einmal auch mich zu besuchen. Zusammen mit Freunden verbrachten wir ein tolles Wochenende. Wir erweckten Plüschtiere zum leben, um am darauf folgenden Tag mit ihnen große Aufgaben zu bewältigen. In einer Kneipe sangen wir Lieder. Dinge, die für einige, vor kurzer Zeit noch gar nicht möglich gewesen wären. Es war schön und ich freue mich auf weitere Abenteuer.

Ostern lernte ich endlich meine „Schwiegereltern“ kennen und Ron im Gegenzug sein. Fazit: Ich hätte es schlechter treffen können. Als Mitbringsel habe ich Pralinen selbst gefertigt. Das erste Mal. Hat Spaß gemacht und sie schmeckten sogar sehr gut. Bin in der Familie nett aufgenommen wurden. (Leben nach dem Verzehr noch alle.) – Familienfeiern werden dennoch keine meiner Lieblingsveranstaltungen.

PralinenMein „kleiner schwarzer Teufel“ und ich wurden zu kleinen Stars. DeBeukela wählte u.a. unser Foto für die „Traumduo“-Aktion aus. Im Herbst konnte man Harlekin und mich auf den Prinzerollenpackungen bewundern.

Prinzenrolle TraumduoZu dieser Zeit wurde auch Miguel ein Star, wenn auch ein düsterer: Als Mörder in „Drecksspiel“ hat er schon die ein oder andere auf dem Gewissen. Allerdings nur literarisch. Hoffe ich zumindest. Mir bringt es den Status ein mit einer „echten“ Romanfigur zusammen zu leben.

Drecksspiel2013Als wären drei „Stars“ nicht genug, siegte auch Azrael bei einem Fotowettbewerb. Wer den dicken Knuffel kennt, schmunzelt sicher etwas über das Thema: „Intelligenz“. Aber: Es gehört eben auch eine gewisse Portion Intelligenz dazu, sich auf die Tastatur zu legen, um zu bekommen was Kater will.

HappyCat-FotowettberbInteligenz2013Endlich hatte ich auch mal den Mut meine rot gefärbten Haare schwarz (um)zufärben. Der Leicheneffekt blieb glücklicherweise aus. Es sah sogar verdammt gut aus. Wird wieder gemacht!

Black hairRon und ich fanden in diesem Jahr weiter zueinander. Auch wenn wir unsere Mauern nicht einreißen können (und vielleicht auch einfach noch nicht bereit dazu sind), so bauen wir doch Fenster ein. Im Wolfscenter verbrachten wir ein spannendes Wochenende – nur wir zwei. Ohne Handys! Am 15. Dezember hatten wir Jahrestag. Noch immer glücklich freuen wir uns auf weitere gemeinsame Momente.

Ron & meAuch meinen ersten „richtigen“ Urlaub durfte ich dieses Jahr machen. Mit Freund und Freunden ging es (wieder) ans Meer. Diesmal habe ich sogar eine Grenze überwunden und bin in Dänemark gelandet. Es war eine anstrengende, aber auch schöne Woche. Ich habe in der Zeit viel gesehen, erlebt und auch gelernt. Bin schon gespannt, wo die Reise nächstes Mal wohl hinführen wird.

Dänemark 2013Zwei neue WG-Bewohner zogen dieses Jahr zu uns: Apfelkorn und Aronia. Die beiden Damen sollten ins Tierheim, da die Besitzerin sie nicht in die neue Wohnung mitnehmen könne. Laut ihrer Aussage sind ihr die beiden zugelaufen und würden sich nicht mit ihrem Kater verstehen. Ob das nun alles so stimmt sei mal dahin gestellt. Wichtig ist nur, dass die beiden ein Zuhause haben.

… und endete als Jahr der Trauer und des Todes

Aus Kostengründen versuchten Miguel und ich, uns eine Fahrkarte zu teilen. Nachdem wir zwar einige wenige Euros gespart hatte, dafür aber mehr Stress hatten, erklärten wird dieses Experiment für gescheitert.

Wie auch im alten (und so ziemlich jedes) Jahr, nahm ich mir wieder vor mich gesünder zu ernähren und mehr Sport zu machen. Wie auch in jedem Jahr hielt das nur die ersten Wochen. Mein Körper dankt es mir mit zehn Kilo mehr auf den Rippen und ständigen Verspannungen.

Doch das war und ist alles nichts, zu dem was noch passierte:

Grade fingen wir an uns an das Haus in Woltmershausen zu gewöhnen, als eine Kündigung vom Vermieter herein flatterte. Eigenbedarf. Wieder begann eine nerven- und zeitraubende Suche nach einer neuen Bleibe. Irgendwann fanden wir ein Häuschen zu einem günstigen Preis mit einem Garten für die Katzen. Doch abgesehen das es Weit Weit Weg von Weit Weit Weg liegt, entpuppte es sich wie aus der Kulisse von „Geschenkt ist noch zu teuer“. Vom verstopften Klo über lebensgefährliche Stromleitungen bis hin zu einem drei Meter tiefen Loch, wurde hier so ziemlich alles geboten. Doch es war nicht das Haus selbst, welches sich als Todesfalle entpuppen sollte…

Stromleitung...Azrael und Phex waren die ersten Kater die verschwanden. Phex tauchte nach vier Tagen, hungrig aber gesund, wieder auf. Azrael haben wir am Abend des 22. Juli zuletzt gesehen. Suchaktionen über mehrere Monate und Kanäle blieben erfolglos. Ich weigere mich die Hoffnung aufzugeben und stelle mir vor, wie der Kuschelbär auf einem warmen Schoss sitzt und vor sich hin schnurrt.

AzraelWährend unserm Aufenthalt in Dänemark bekamen wir die erschreckende Nachricht das Nimoeh verletzt ist. Vermutlich angefahren. Der Schock saß tief, die Unruhe wuchs.  Glücklicherweise ging es ihr gut. Sie benötigte nur wenige Medikamente und ertrug ihre Käfighaltung tapfer.

NimoehAm 24. September erlitten wir den wohl schwersten Verlust. Harlekin. Mein kleiner Stinker ist getötet wurden. Ein Auto hat ihn am Kopf erfasst. Er hatte nicht den Hauch einer Chance… Da Harlekin allgegenwärtig war und immer um uns rum, klaffte nun ein großes Loch an seiner Stelle. Dank den Menschen, mit denen ich eigentlich nicht wirklich etwas zu tun haben wollte, konnte ich mein Versprechen einhalten und „meinen Kleinen“ auf dem Tierfriedhof beisetzen – samt Duschringbaum!

Harlekin's Grab

Beständiges …

Zwei Männer waren das ganze Jahr an meiner Seite und immer für mich da. Sie haben mit mir gelacht und geweint, mich getröstet und in den Arm genommen. Sie haben mir zugehört und mich aufgebaut. Ich möchte sie auch im neuen Jahr nicht missen.

Ganz besonderen Dank geht hier an RON und MIGUEL, meine beiden „Beschützer“.

Meine Beschützer ;)… und künftiges.

Im nächsten Jahr wird mein Blog drei Jahre alt und es wird zu seinem Geburtstag (15.02.) ein großes Gewinnspiel geben. Auch bei „Blogger schenken Lesefreude“ werde ich wieder dabei sein. Es scheint als würde es hier mehr als nur ein Buch, sondern ein wirkliches Abenteuer, zu gewinnen geben… Lasst euch überraschen.

Doch auch viele andere Dinge sind bereits geplant. Feiern, Auszüge und, wenn alles gut läuft, auch ein Umzug. Ich werde euch berichten und meine Gedanken und Fotos mit euch weiterhin teilen.

Klar habe ich auch wieder „gute Vorsätze“. Abgesehen von dem, mal wieder, mehr Bewegung heißt er schlicht und einfach:

VIELE KLEINE GLÜCKSMOMENTE SAMMELN!

Für die Bewegung habe ich mir meinen Liebsten ins Boot geholt. Wir haben uns fest vorgenommen einmal im Monat schwimmen zu gehen (oder was bei mir daraus werden soll.) Für die Glücksmomente muss man einfach mal die Augen aufhalten und sich an den „kleinen Dingen“ erfreuen. Um eben diese zu sammeln habe ich mir eine eigene Interpretation der „Urne des Schicksals“ gebastelt. In ihr werde ich jeden Glücksmoment festhalten und Ende des Jahres nicht trauern, sondern mir all diese Momente nehmen und mich erneut daran erfreuen. (Damit das auch alles funktioniert befindet sich an der Urne ein kleiner Bergkristall und ich trage einen roten Glücksshorty. Ein wenig Aberglaube darf es ja schon sein. ;))

Warum bis Morgen warten? Ich habe mit „meinem“ neuen Jahr einfach heute angefangen. Es ist ein wunderschöner Wintertag. Es ist kühl, doch die Sonne macht es angenehm, so dass man nicht einmal Handschuhe braucht. Noch vor dem ersten Kaffee fasst mir ein Herz und besuchte Harlekin. Dieses war das erste Mal, dass ich alleine am Grab war. Ich steckte eine Rose in die Vase, zündete eine Kerze ein, lies mich auf die Knie sinken und redete. Alles was mir auf der Seele lag, einfach frei raus. Warum er auf die Straße gelaufen sei, ich hatte ihm doch gesagt, dass es dort gefährlich sein. Und das es mir Leid tut. Unendlich leid, dass ich nicht auf ihn aufgepasst habe. Das ich ihn vermisse und auch das ich alles geben würde, ihn wieder im Arm halten zu können… Ich fühlte wie mir die Tränen in den Schoß rannen. Es war mir egal. Ich war ja alleine. Es tat gut. Unheimlich gut. Schweren Herzens erhob ich mich und warf Harlekin einen Luftkuss zu.

Aus den Augenwinkeln sah ich eine Bewegung. Aus einem der Vogelhäuschen lugte vorsichtig ein Eichhörnchen hervor. Ich redete mit ihm. Es lief ein Stück, blieb auf einem der Gräber stehen und schaute mich neugierig an, bevor es endgültig verschwand. Vielleicht ist das ein Zeichen. Zumindest zauberte es mir ein Lächeln ins Gesicht. Mein erster Glücksmoment. Ich hoffe es folgen noch vieler weitere.

Genau das wünsche ich euch allen: Viele Glücksmomente, mögen sie auch noch so klein sein.

Kommt gut rein und passt gut auf eure Liebsten auf, ob Tier oder Mensch.

Bis zum nächsten Jahr.

Eure Mooni

6 Comments on “Neujahr ist das Tor, durch das sich Deine Probleme von einem Jahr ins andere schmuggeln. [Jahresrückblick 2013]

  1. Pingback: 2013 » H@derlump/Miguel

  2. Glücksmomente sammeln…
    …reich beschenkt davon zu werden, auch und noch zahlreicher im neuen Jahr, das wünsche ich Dir von Herzen.
    Dein Blog?
    I like…
    …oder bist Du gar mehrere?
    Dann ersetze Singular durch Plural.:)
    Einen lieben Neujahrsgruß von der Karfunkelfee und Dank für Deinen schönen Kommentar bei mir…:)

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