Erinnerungen

Emanzipation? Männerrechte?

Feierabend. Wie an fast jedem Tag begebe ich mich mit meinem Kollegen zum Ausgang. Er den Fahrstuhl. Ich die Treppe. Immer bin ich vor ihm am Ausgang. Dort stelle ich mich an die Tür und halte diese geöffnent, sobald die Lifttür sich öffnent. (Mehr aus Langeweile, als aus Höflichkeit. Aber nicht verraten. ;)) So auch heute. Während mein Kollege sich hinaus begab, sah ich das die Treppe ein junger Mann hinab stieg. Ich blieb also in der Tür stehen. Daraufhin eilte der Mann auf mich zu. „Na okay, der beeilt sich, damit ich nicht so lange warten muss.“ dachte ich. So ganz entsprach das aber nicht der Wahrheit, denn kaum bei mir angekommen riss der junge Mann mir förmlich die Tür aus der Hand. Mit einem Lächeln und einer Handbewegung, deutete er mir an, dass ich hinaus gehen können. Ich war verwirrt, erklärte ihm das ich das sonst auch so machen würde. Mein Kollege bestätigte dieses mit einem eifrigen Nicken.  Sagte Er schüttete vehement den Kopf: „Nein, nein, nein! Frauen halten keine schwere Türen auf! Das macht der Mann!!!!“ Während der „Kavalier“ noch in der Tür steht, damit diese mich nicht im Rücken trifft, halte ich meinem Kollegen die Tür auf. Mein „Retter“ hatte scheinbar eines nicht bedacht: Es handelt sich um eine Doppeltür (zwei Türen kurz hintereinander.)! 😉

Tür

6 Gedanken zu „Emanzipation? Männerrechte?“

  1. es geschieht leider nur noch selten, dass mir die Türe von einem Herrn aufgehalten wird.
    egal, ob Doppeltür oder etwas anderes…
    doch ich habe es nie anders betrachtet als eine höfliche Respektbezeugung und ich würde umgekehrt für jeden Menschen das gleiche tun.
    wir sagten früher:
    Das ist ein Kavalier der alten Schule
    oder aber:
    Das ist einer, der hat Format!

    bei soviel Formlosigkeit auf den Straßen, die mir jeden Tag unter die Augen kommt, freue ich mich über jeden Kavalier und über jedes bisschen Format, das mir noch begegnet.
    dann bedanke ich mich freundlich und lächele strahlend.
    wie wenig das ist, für einen Kraftaufwand, für mich eine schwere Tür zu öffnen?

    vielleicht bin ich auch altmodisch…
    mag schon sein…
    es gefällt mir😊

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  2. Bei einem landesweiten Treffen ging ich hinter einem Kollegen aus der Türe und hätte selbige fast ins Gesicht bekommen.
    Überrascht stammelte ich, was mir selbst erst bewusst wurde: „In meinem Umfeld wird einer nachfolgenden Person immer die Tür aufgehalten.“ (egal, welchen Geschlechts!)

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