Schau mir in die saphierblauen Augen [Rezension Delia Band 1]

Mia Bernauer

DELIA – DIE SAPHIRBLAUEN AUGEN

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Seiten: 442

ISBN: 978-1499137798

 

~°~ Klappentext ~°~

Oktober …

Delia Winter studiert an der Universität Houston Architektur. Ihr Leben ist fast sorgenfrei – aber eben nur fast. Sie ist eine ganz gewöhnliche Einundzwanzigjährige mit Träumen, Idealen und Hoffnungen. Doch aus unerklärlichen Gründen erscheinen ihr Nacht für Nacht seltsame Alpträume. Oder sind es vielleicht doch keine Alpträume? Hinzu tritt Leander Jackson – den ein rätselhaftes Auftreten umgibt. Er vertraut ihr ein Geheimnis an, welches ihr gewöhnliches Leben zum Einsturz bringt. Sie gewinnt durch Leander zunehmend Einblick in eine ihr fremde Welt – die Welt der Halbwesen. Delia steht wahrscheinlich vor ihrer schwierigsten Entscheidung. Sie muss sich entscheiden, Teil der magischen Welt zu werden oder sie für immer zu vergessen …

Was, wenn sie sich nicht entscheiden will?

~°~ Eindrücke / Meinung ~°~

Mia Bernauer hat meinen Blog entdeckt, mich angeschrieben und gefragt ob ich ihr Buch rezensieren würde. Ich fühlte mich geehrt und habe, als absoluter Buchjunky, natürlich sofort ja gesagt. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an Mia für das entgegengebrachte Vertrauen, sowie ebook, Buch und Widmung. 🙂

Delia2

„Die saphirblauen Augen“ ist der erste Band der „Delia“-Trilogie von Mia Bernauer. Band zwei ist inzwischen erschienen, Band drei folgt demnächst. Hier soll es erst einmal nur um den ersten Band gehen.

~ Cover/ Aufmachung ~

Ich gestehe, am Anfang dachte ich: „Wie kitschig!“ Denn das Cover ist doch ziemlich Mädchenhaft gestaltet. Doch je tiefer ich die Welt von Delia eintauchte, desto mehr machte es Sinn. Nach dem Lesen des Romans halte ich es sogar für äußerst passend. Das Einzige was mich ein wenig irritiert ist das „Feeling“, denn dieses Softcover fühlt sich nach Wachspapier an. Das war teilweise doch ein wenig unangenehm. Aber immerhin: Fettige Finger bekommt man davon nicht. 😉

>>> ACHTUNG! SPOILER!!! <<<

~ Geschichte/ Handlungsstränge ~

Die Geschichte fängt ziemlich seicht an. Der Leser lernt Delia, ihre Freunde und Familie kennen. Man begleitet sie in der Uni und beim Treffen mit der Clique. Als Delia dann eine geheimnisvolle Nachricht erhält nimmt das Tempo rasant zu und *schwups* ist man mitten in einem Abenteuer in einer anderen Welt.

Delia erfährt das sie etwas ganz besonderes ist. Eine Art Mensch, aber mit besonderen Fähigkeiten. Sie ist etwas das nur alle 100 Jahr vorkommt. Sie ist „Die Auserwählte“. An ihr ist es sich zwischen ihrer vertrauten Welt der Menschen oder der faszinierenden der Halbwesen zu entscheiden und den Frieden zu wahren. Doch nicht nur Leanders Familie, die Halbwesen der Jaguare, haben großes Interesse an Delia.

So dauert es gar nicht lange bis sie, immer wieder, in Gefahr gerät. Statt zu resignieren oder gar aufzugeben erwachen bei der jungen Frau ganz andere Instinkte und sie versucht zu kämpfen. Wie es sich für einen Fantasyroman gehört kommt natürlich Rettung in Form von einem gut aussehendem Wesen. 😉

Doch auch wenn die Rettung aus den Klauen oder besser Krallen des Bösen erfolgt ist, so ist Delia noch nicht außer Gefahr. Denn sie muss sich entscheiden…

Was mir leider etwas fehlte war was eigentlich während Delias Abwesenheit bei Familie und Freunden vor sich ging. Zwar wird immer wieder angedeutet, dass Leander dort bescheid gesagt hat. Doch irgendwie erscheint mir das alles ein wenig zu einfach. Hier hätte ich mir z.B. eine Passage mit besorgter Verwandtschaft oder forschenden Freunden gewünscht.

~ Sprachstil ~

Leicht und fluffig. Ich benötigte kein Wörterbuch und konnte den Roman wirklich zügig lesen.

Allerdings gibt es ein kleines Manko: Oft fehlten Buchstaben oder ganze Wörter, die Grammatik an einigen Stellen war auch etwas durcheinander. Auf Dauer nervte das schon ein wenig. Hier wäre ein gutes Lektorat sicher von Vorteil gewesen.Delia

~ Sonstiges ~

Neugierig? Eine Leseprobe stellt die Autorin hier kostenlos zur Verfügung:

http://bernauermia.files.wordpress.com/2013/08/leseprobe-delia-band-i.pdf

~°~ Fazit ~°~

Auch wenn dieser Roman noch einige „Anfängerfehler“ hat, so hat er vor allen Dingen eines: Sehr viel Potential! Es ist ein schöne rund auch spannender Urban-Fantasy-Roman, der Altes neu vermischt.

Von mir gibt es eine daher eine Kaufempfehlung.

Ich jedenfalls bin schon gespannt auf die Nachfolger. 🙂

~°~ Über die Autorin ~°~

Mia Bernauer wohnt zusammen mit ihrer aufgeweckten Tochter und Miffy – einer Zwergkaninchendame – in der bezaubernden Altstadt Dresdens und studierte Germanistik & Geschichtswissenschaft an der TU Dresden. Ursprünglich stammt sie aus einem Zweihundert-Seelendorf im Erzgebirge und erblickte im Drachenjahr 1988 das Licht der Welt.

Seit sie denken kann, ist sie eine Kunstnärrin. Alles was sich – egal, in welcher Form – mit Kunst beschäftigt, weckt ihr Interesse. Also begann sie, neben dem Zeichnen, sich im Schreiben zu probieren – wozu vielleicht ihr Studium einen klitzekleinen Teil dazu beigetragen haben könnte. Ihr Lieblingsgenre bleibt Fantasy mit einem Hauch an Romance.

Als das Gehirn verteilt wurde, schrieben manche Emails.

„Hi,
Stell dir vor…
Du siehst eine wunderschöne Frau in einer Bar. 
Du gehst zu ihr und stellst ihr drei Fragen. 
Sofort verbindet sie dein Gesicht mit dem 
stärksten Orgasmus, den sie je hatte, obwohl 
du sie grade erst kennengelernt hast. Ihr 
Gehirn verbindet dich mit ekstatischen 
Lustschreien.
Klingt das gut?

Genau so lautet der Text einer Email die mich immer wieder errricht. Schon auf den ersten Blick wird klar, dass es sich eindeutig um Spam handelt. Der gute „Leonard Klein“ will mir hier Psychotricks verkaufen, wie ich mein Gehirn „ummanipulieren“ kann. Aha. Nette Idee. Ersteinmal.

Aber da kommt doch direkt die Frage auf: Lieber Leonard, wenn du Gehirne manipulieren kannst, warum nur habe ich

a) weder auf deine Email geantwortet,

b) noch den Link angeklickt, den du mir darin schickst. (Angeblich zu einem Video.)

c) dir noch immer nicht meine Bankverbindung gegeben?

Lieber Leonard,

zu tiefst bedauere ich das deine Manipluationen nicht fruchten. Deine Idee ist ganz nett und auch die Vorstellung Menschen wie Hüher im Kreis flattern zu lassen löst ein leichtes Schmunzeln bei mir aus. Doch leider hapert es an der Umsetzung. Vielleicht ist die Manipulation bei dir ja auch nach hinten losgegangen? Könnte es nicht sein, dass dein Hirn so manipuliert wurde, dass du nicht anders kannst als diese sinnlose Mails zu verschicken? Höre auf deine innere Stimme. Ist es nicht Zwang, der dich glauben lässt du müsstest diesen Schwachsinn mit der Welt teilen?

Leonard, es tut mir Leid dir das sagen zu müssen. Aber: Solltest du so ein „schönes Rezept“ haben wieso teilst du es dann? Das würde ja bedeutet das jede Frau irgendwann in jedem Mann der es anwendet den tollen Hecht sieht. Überleg doch selbst einmal wieviel Konkurenz du dir da selbst machst!!!

Ich wünsche dir denn noch viel Erfolg bei deiner Jagd nach ein wenig Hirn. Vielleicht findest du ja ein weibliches Gegenstück, welches glaubt sie wäre vom Klapperstorch gebracht worden. Wenn du nur fest daran glaubst wird es schon klappen.

Alle Gute

Ach ja, fast hätte ich eines vergessen: Ich bin weiblich …

Spürst du die Energie? ^^

Spürst du die Energie? ^^

Geburtstage und andere Katastrophen

Vor drei Tagen war es, mal wieder, soweit: Ich wurde 29!!!

Äh ja, okay. *räusper* Zum vierten Mal…

Eigentlich ist mir mein Schlüpftag ziemlich egal. Es ist ein Tag wie jeder andere auch. Abgesehen davon, dass mich damals niemals gefragt hat ob ich überhaupt geboren werden will!!! Hätte ich die Wahl gehabt, wer weiß, vielleicht könnte ich heute nicht versuchen die Tiere zu retten. Vielleicht bin ich ja auch genau deswegen geboren wurden? Um denen eine Stimme zu verleihen, die nicht verstanden werden. Vielleicht hat sich eine Spermie auch einfach verschwommen. – Bei meinem Orientierungssinn liegt das irgendwie nahe.. Wie auch immer ich wurde lebend geboren und eigentlich ist das schon Strafe genug. Aber, wenn ich nun schon mal hier bin, kann ich versuchen das Beste daraus zu machen.

Vor einigen Wochen hatte ich mit meinem Stiefvater telefoniert, der mir mitteilte das sie mir dieses Jahr nichts schenken könnten, da bei ihnen der Blitz eingeschlagen hat. Sie bräuchten erst mal neue Elektrogeräte. Na gut, finde ich jetzt nicht schlimm. Ich will ja eh nie was zum Geburtstag oder zu Weihnachten.

Da ich an meinem Geburtstag arbeiten musste und auch am nächsten Tag mein Wecker wieder um fünf Uhr (Ja, Morgens!) klingelte, war nicht viel mit großartigen Aktivitäten. Was aber nicht weiter schlimm war, da ich hier eh keine wirklichen Kontakte pflege. (Ich mag halt keine Menschen!) Aber zwei Wesen gibt es mit denen ich am liebsten zusammen bin:

Meinen großen starken indischen Wikinger (meinem Göttergatten) und mein spanisch zynisch redseligen Bruderherz (Mitbewohner). Erster hatte Urlaub, letztere hatte Spätschicht. Perfekt! So freute ich mich tatsächlich ein wenig auf meinen Geburtstag.

GBFrühstück Am Morgen dann, ich war grade im Bad, hörte ich mein Bruderherz in der Küche. Als ich runter kam stand er neben einem Kuchen, samt Kerze und frischem Kaffee. (Zu diesem Zeitpunkt ersparte er mir das Singen.) Was für ein schöner Start in den Tag. 🙂

Meinen Kollegen hatte ich einen Kuchen versprochen, den ich auch brav mitbrachte. Während ich draußen mit einem der Bande auf die anderen wartete und nichts böses ahnte kam PLÖTZLICH und völlig UNERWARTET ein weiterer Kollege, der sich von hinten an mich ran schlich. Ab diesem Zeitpunkt war ich 100%ig wach! Besagte Kollegen hatte – natürlich – auch nichts besseres zu tun als Happy Birthday zu singen… Für den Beinahe-Herzinfarkt wurde ich dann mit einem blauen Textmarker entschädigt. Mühevoll (und etwas ungeschickt) mit Schleifchen. – Den Stift hatte ich mir gewünscht, weil ich auf der Arbeit nur vier Farben habe und mir blau immer fehlte. Die Welt soll ja schließlich bunter werden. 😉 Aber nicht nur meine Kollegen, sondern auch meine Klassenkameraden haben an mich gedacht: Neben Glückwünschen wurde mir auch eine Präsentation gezeigt, die mir zeigen sollte, wie man das Leben genießt. – Nun ja, irgendwie mag ich mein Leben ja schon. 😉

Am frühen Abend (oder späten Nachmittag) holten mich „meine beiden Männer“. Was ich schon fast befürchtet hatte traf ein: Mitte an der Weserpromenade, die ziemlich voll war, stellte die beiden sich auf eine Treppe und sangen lautstark „Happy Birthday“. Ich war mehr als peinlich berührt. Zu denen die neugierig guckten sagte ich nur: „Ich kenn‘ die nicht! Ich habe die beiden noch nie gesehen! Ich habe ABSLOUT keine Ahnung was die wollen!!!“ Gratuliert hat mir von den Passanten zumindest keiner, also haben die es evtl. geglaubt. Vermutlich hätte jede andere sich jetzt gewünscht in ein erlesenes Restaurant zu gehen. Essen gehen wollte ich auch. Allerdings was ganz banales und doch unheimlich leckeres: PIZZA!!! Seit Wochen gelüstete es mich schon nach einer reich belegten Cheesy Crust (Pizza mit Käse im Rand). ICH wollte kein Besteck bei dem ich ggf. nicht mal wüsste wozu das sein soll, sondern mit den Fingern essen. Klingt vlt. blöd, aber ich LIEBE das total. Da schmeckt mir alles doppelt so gut. *g*

Das Pizzarestaurant meiner Wahl befindet sich nur einige Häuser von meiner Arbeitsstelle entfernt, so dass wir ganz schnell da waren. Da ich ja so eine Lust auf besagte Mafiaschindel hatte, brauchte ich nicht einmal die Speisekarte, denn ich hatte schon am Morgen gewählt. Entsprechend oft lief mir während des Tages das Wasser im Mund zusammen und ich musste mich beherrschen nicht meine Tastatur anzusabbern. 😉 Im Restaurant sang glücklicherweise niemand. Dafür bekam ich ein Geschenk. Kreativ in glänzender Alufolie eingepackt und mit einer Karte vorne dran. Die beiden Männer drängte mich förmlich zum Auspacken. Natürlich lies ich mir extra Zeit. In dem Päckchen fand ich zuerst nur einen Buchkalender, der aber optisch wirklich wunderschön ist. Aber, da ich den Trick von meiner Familie kenne, hielt ich mich erst gar nicht lange damit auf und guckte unter das Zeitungspapier, was da noch drin lag – und grinste. Da lag nämlich Zubehör. Schnell öffnete ich den Kalender und siehe da, mein Wunsch wurde erfüllt. Endlich: Ich habe meinen eigenen Kindl Paperwhite!!! :))) – Auch wenn es mir immer noch ein wenig weh tut, dass der schöne Kalender zerstört wurde, um ihn darin zu verstecken, freue ich mich doch RIESIG! :))) Auch von meinen Eltern erhielt ich eine Karte – mit Geld. Ich war verwirrt, hatte ich doch gar nicht damit gerechnet. Erst wollte ich es zurück schicken, da ich es wirklich HASSE angelogen zu werden. Entschied mich dann aber dagegen und bezahlte stattdessen die Pizza damit. (Na gut, ich musste noch was drauf legen. War es aber allemal wert! ;))

Einen Anruf bekam ich von den beiden auch, ebenso wie von meinen Schwiegereltern. Erstere setzten aber noch einen drauf: Mein Stiefvater fragte ob ich am Sonntag nicht mal für ne Stunde vorbei kommen wolle (Ja, klar. Ich fahre ja auch nur drei Stunden …) er hätte mir nämlich einen Flachbild-TV gekauft. – Wow! Ich war ja schon beim Geld, auch wenn es nicht viel war, sprachlos. Aber das überforderte mich dann doch. GBKarten

So viele die an mich gedacht haben (selbst mein Brüderchen, also der Echte, hat mir gratuliert) und dann auch noch nur Geschenke mit denen ich auch wirklich etwas anfangen kann!!! :)))

DANKE an

Ron & Miguel für den Kindle

Tobi für den Textmarker

Karola für die Präsentation

Mama & Rainer für das Geld und den TV

sowie an alle andern für die Glückwünsche

Ich habe mich echt RIESIG gefreut!!! :)))

 ICH LIEBE GEBRUTSTAGE!!!

Happy Mit meinem Schatz wieder Zuhause suchte dieser als erstes sein Mobiltelefon. Da er sicher war das es im Auto sein musste ging er noch einmal zum Wagen. Ich hörte in der Zeit meinen Anrufbeantworter ab und staunte nicht schlecht… Als mein Göttergatte wieder ins Haus kam fragte ich grinsend ob er sein Telefon gefunden hätte. Er verneinte und erntete von mir ein: „Kannst du auch nicht!“ Das Telefon hatte er nämlich in der Innenstadt verloren. Vermutlich ist es ihm aus der Hose gerutscht, als er auf dem Weg zu meiner Arbeitsstelle war. Glücklicherweise gibt es im Telefonbuch des Handys einen Eintrag mit „home“ und glücklicherweise hat ein ehrlicher Finder es im Kontaktbüro der Polizei abgegeben. Die rief dann bei dem Eintrag an, in dem Fall meine Schwiegereltern, die wiederum bei mir anriefen. (Erinnert mich immer wieder ein wenig an die Telefonketten aus der Schule.) Nochmal Glück gehabt. 🙂

Glücklich kuschelten wir uns auf’s Sofa und verfolgten eine spannende Dokumentation über den Sehsinn und die Wahrnehmung. Als das Schicksal meinte mein Tag wäre zu gut gelaufen. Es klingelte an der Tür. Ich zögerte kurz, denn ich erwartete niemanden. Ich öffnete dann doch. Leider. Vor mir stand meine Vermieterin mit einer ihrer Töchter. Unser HERZALLERLIEBSTE LIEBSLNGSNACHBARIN (Wer sie nicht kennt: Etwa Else Kling, nur mit mehr wesentlich mehr meckern!) hatte sich – mal wieder – beschwert…. Das war an dem Tag echt zuviel. Ich glaube die gute Frau bereute es schon ihre kleine Tochter mitgenommen zu haben, da meine Agression gegen den knusprig braunen Menschen (Nein, sie ist nicht original farbig, sondern faltig sonnengebräunt.) nebenan sprühte förmlich Funken. Für mich war der restliche Abend gelaufen …

ICH HASSE GEBURTSTAGE!!!

Am Waldrand lauert der Katze Tod

Leider gibt es immer wieder Gesetze die den Menschen Macht geben, die er nicht haben sollte. So wie in diesem Fall das Recht über Leben und Tod zu entscheiden.

Ich kenne Viele die, genau wie wir, Samtpfoten ein Zuhause bieten und sich immer wieder an dem Schabernack erfreuen, die sie machen. Man kann mit ihnen Lachen, Spielen, ihnen seine tiefsten Geheimnisse anvertrauen und im Winter wärmen sie einem sogar die Füße. Freiwillig.

Genau das auch „Lemmon“ bei seiner Menschenfamilie getan. Er war immer für sie da. Doch dann kam der Tag an dem keine Samtpfote am Morgen den neuen Tag begrüßte. Die Familie Rogge wartete und die Sorge wurde immer größer. Doch der Main Coon Kater tauchte nicht wieder auf. (Da wird leider selbst schon Verluste beklagen mussten, weiß ich das man wirklich allerhöchstens in einen unruhigen Schlaf fällt und mit seinen Gedanken überall ist, weil man sich unbewusst Horrorszenarien ausmalt. Kurz: Es ist grauenvoll!)

Das „mein kleiner schwarzer Teufel (Harlekin)“ überfahren wurde hat mir das Herz gebrochen. Genau so muss es auch dem Herrchen von Lemmon gehen. Nur das sein Kater nicht dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen ist. Er wurde erschossen! Ja, richtig gelesen. Mit einer Schrotkugel wurde ihm das Leben genommen. Das es sich bei dem „Täter“ um einen Jäger handelt, macht es in meinen Augen nicht besser.

Passiert ist das ganze nicht irgendwo, sondern im kleinen Örtchen Stellen. Mitten in Deutschland …

Wer sich jetzt fragt wie jemand auch nur auf die Idee kommt eine Katze zu erschießen, dem sei gesagt das Jäger das Recht dazu haben. Gesetzlich wohlgemerkt!

„Die zur Ausübung des Jagdschutzes berechtigten Personen sind berechtigt, wildernde Hunde und Katzen abzuschießen gem. § 25 Abs. 4 Nr. 2 Satz 1 LJG-NW. Es ist die Aufgabe des Jagdschutzes, das Wild nach Möglichkeit vor Gefahren zu schützen, vgl. § 23 BJG. Dieser Jagdschutz umfaßt auch den Schutz vor Raubzeug, insbesondere vor aufsichtslosen Hunden, die sich je nach ihrer Veranlagung als schlimme Feinde des Wildes darstellen können. Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung ihres Führers Wild aufsuchen, verfolgen oder reißen. Wenn die Hunde eine Gefahr für das Wild darstellen, so wie hier, ist die Tötung der Hunde durch Abschuß zum Schutze des Wildes erforderlich.“

Auch wenn es im ersten Moment schrecklich erscheint kann ich es verstehen, denn auch die im Wald lebenden Tiere haben Schutz verdient. ABER: Warum denn bitte gleich erschießen??? Wie wäre es denn mit einfangen? Und wieso wird hier auf einmal das Leben des Wildes über das von Hund und Katz gestellt? Und das ausgerechnet noch von denen, die danach dann losziehen das Wild auch noch abzuschießen!!! – Tut mir Leid, aber das macht mich grade RICHTIG wütend!

JEDER hat ein Recht auf Leben!

Gewildert soll Samtpfote Lemmon im übrigen gar nicht haben. Im Gegenteil war er sogar dem Jäger seit langem bekannt. Der Mann soll nur gesagt haben das er ihn abgeschossen hätte. Weiter hat er sich nicht geäußert.

Das Herrchen hat den Jäger jetzt bei der Polizei angezeigt, doch seinen geliebten treuen Freund bringt es nicht wieder …

 Zufällig stieß ich auf eine Umfrage in der es um das Thema geht, ob Jäger weiterhin streunende Haustiere abschißene dürften. Auch wenn diese von einem Privatsender gestartet wurde finde ich es erschreckend, dass SO VIELE (teilweise waren es sogar über 50%!) dafür sind.

Die Umfrage ist noch aktiv und es kann jeden Tag und man hat pro Tag eine Stimme. Wer also mitmachen möchte, hier der Link:

http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/sollten-jaeger-weiterhin-auf-streunende-haustiere-schiessen-duerfen-3b074-51ca-18-1902955.html

Jäger

Das Schlechte wehre ab mit etwas, das besser ist. [Rezension: Der Teejunge Kasim]

Abu Bakr Heyn

Der Teejunge Kasim

Illustrator: Felicitas Hahn

Verlag: IBE – Verlag für islamische Bildung & Erziehung (2008)

Seiten: 64

ISBN: 978-3-939808-01-5

~°~ Klappentext ~°~

 „Schnell! Schnell!“, denkt Kasim, „damit die Männer nicht schon wieder ihre Gemeinheiten loslassen.“ Wie der Wind saust er mit seinem Tablett voller Teegläser durch die Gassen von Damaskus… doch es hilft nichts: Der alte Bostan schießt schon wieder giftige Wortpfeile ab, die Kasim mitten ins Herz treffen. Kasim glaubt, sich in irgendeiner fernen Stadt vor ihm verstecken zu müssen. Aber da kommt ihm eine Idee…

 ~°~ Eindrücke / Meinung ~°~

 Seht es mir bitte nach, wenn ich hier wirklich viel aus dem Buch erzähle. Das zwar eigentlich nicht meine Art, doch diese Geschichte wird dennoch ihren Reiz haben, wenn ihr das Buch selbst lest. Es hat, trotz der wenigen Seiten, nämlich sehr viel Tiefgang.

 >>> ACHTUNG! SPOILER!!! <<<

 Heute möchte ich euch mal wieder ein Buch vorstellen. Ein ganz besonderes Buch. Ich möchte euch jemanden vorstellen:

 Kasim ist ein Junge. Er lebt in Damaskus. Alleine, denn seine Mutter ist gestorben und sein Vater arbeitet in einer anderen Stadt. Um zu überleben verkauft er Tee. Auf dem Basar ist er daher als „Teejunge“ bekannt. Er kocht Wasser, gießt das Heißgetränk auf läuft mit einem Tablett durch die Gassen.

Doch Kasim hat es nicht leicht, denn nicht alle Menschen sind nett zu ihm. Der Goldschmied Bostan ist sogar richtig fies zu ihm! Immer wieder muss der Teejunge sich Beschimpfungen anhören: Kasim sei gar kein richtiger Muslime!

Dem Jungen schmerzt es, denn er versteht es nicht. Er trägt doch (meistens) sauber Kleidung, hat (meistens) saubere Hände, geht in die Moschee und all das.

Als der Goldschmied eines Tages seinen Tee nicht bezahlt will Kasim die Flucht ergreifen und aus Damaskus wegziehen. Bei einem wirklich sehr guten Kunden möchte er sich aber noch verabschieden, denn der Teppichhändler hat immer Zeit für ihn! Abu Mazin hört sich Kasims Leid an. Als Kasim ihn fragt was eigentlich ein echter Muslime ist, antwortet er nicht gleich. Stattdessen schickt er ihn mit einer Lammkeule zu einer armen Familie. Stolz legt der Junge sie dort ab, doch die Frau schickt ihn fort. Er solle die Keule lieber zu den Nachbarn bringen, denn die haben noch weniger zu essen. Doch auch dort wird er wieder zum nächsten Nachbarn geschickt. … Die letzte Familie bei der er war schickt ihn wieder zur ersten. Kasim schleppt die Keule völlig verwirrt zurück zum Teppichhändler.

Und der lächelt und nickt, als der Teejunge ihm die ganze Geschichte erzählt. Kasim wird klar, dass Abu Mazin wusste das er mit dem Fleisch wieder zurück kommen würde und endlich weiß er was ein richtiger Muslime ist.

 Schon auf dem Cover ist ein schönes Bild, passend mit einer Teekanne, Teegläsern und Datteln. Es wirkt wie eine Buntstiftzeichnung und sieht wirklich nett aus.

Auch im Inneren gibt es einige Illustrationen. Im Gegensatz zum Einband sind diese aber nicht farbig. Dafür aber Seitengroß. Insgesamt sind fünf davon zu finden.

 Der Schreibstil ist zwar einfach, aber hat dennoch etwas das mich in seinen Bann zog. So genau kann ich gar nicht beschreiben was, vielleicht lag es auch an der Geschichte selbst. Anfangs dachte ich diese Buch in wenigen Minuten durch zu haben, doch tatsächlich legte ich es immer mal wieder einen Moment weg. Ich hielt inne, dachte über das grade gelesene nach und stellte mir Kasim vor. Letzteres ging sehr leicht, denn er war mir von Anfang an sympathisch. Wie ein Freund. Als würde ich neben ihm stehen. Oft wollte ich ihm zurufen, ihn sagen das er sich nichts aus dem Gerede machen soll.

 ~°~ Fazit ~°~

 Ein außergewöhnliches Buch! Nicht nur für Muslime!!! (Ich bin zumindest keine und trotzdem begeistert.) 😉

Es zeigt das es auf innere Werte ankommt, auf ein Mit- und Füreinander.

Durch die liebevollen Illustrationen auch eine schöne Geschenkidee.

Kontra der Obsoleszenz! – Es lebe die Widergeburt!

Leider leben wir in Industrieländern wie Deutschland in einer Wegwerfgesellschaft. Dabei hat jeder zweite gar kein Geld sich ständig etwas Neues zu kaufen! Von der Umweltbelastung mal ganz zu schweigen. So geht z.B. Computerschrott Containerweise nach Afrika rüber. Dort können die Menschen mit unserem Müll aber auch nichts anfangen! Müll bleibt nun einmal Müll, egal wo man ihn abläd!

Ironischerweise ist eine Absprache vor vielen vielen vielen Jahren daran schuld, dass unsere Sachen nicht mehr so lange halten. Sicher haben die meisten schon einmal vom „Glühbirnenkartell“ gehört? Leider kam die Erleuchtung, dass so etwas auf Dauer auch keine Lösung ist, bis heute nicht wirklich. Tatsächlich ist es so, dass wegschmeißen und neu kaufen oft günstiger ist, als die Reparatur. Früher konnte man sich darauf verlassen das Geräte „ein Leben lang“ (oder zumindes 1-2 Jahrzehnte) halten. Heute undenkbar. Das Schlimme daran: Die Industrie ist sich dem bewusst und, sei es mit günstigen Teilen oder extra eingebautem Zähler, das mit Absicht macht. Wir, die Endverbraucher, sind ein Opfer der Willkür…

Immer mehr Menschen beschließen daher dem ein Ende zu setzen. Warum etwas wegschmeißen, wenn es sich noch reparieren lässt? Warum entsorgen, wenn jemand anderes vlt. genau das sucht? Es ist nicht nur ein Akt für den Umwelstschutz und eine kleine Rebellion, es ist auch ein (kleiner) Akt der Nächstenliebe – und es macht einen selbst ein bisschen glücklich. 🙂

Auch mit blutete immer das Herz, wenn ich etwas, dass eigentlich so gut wie neu war, auf den Müll stellte. Grade Umzüge sind immer ein toller Grund mal richtig „auzumisten“. Dabei kommen Dinge zum Vorschein die man eweig nicht benutzt hat und auch nicht mehr mitschleppen möchte. Wegschmeißen? NEIN!

Ich habe Fotos von den Dingen gemacht und diese im Internet veröffentlicht. Hierzu gibt es auf den Schwarzen Brettern der Städte oft die Rubrik „Zu Verschenken“, ebenso in Zeitungen und inzwischen auch jede Menge Social-Media-Gruppen die ein Portal zum Verschenken und Tauschen dafür bieten. Das ist im Normallfall alles kostenlos und man muss nur noch warten bis sich ein Interessent meldet. Diesem teilt man dann den Abholort mit und einigt sich auf einen Termin. Einfach nur noch auf den/ die jenige/n warten, besagtes Teil in die Hand drücken. Fertig. Man selbst hat wieder Platz und weiß das die Sachen von jemandem genutzt werden, der sie gebrauchen kann.

Ich/ wir haben inzwischen:

ABGEGEBEN

– Waschmaschine / defekt

– 2 Röhrenmonitore / funktionsfähig. Nur nicht mehr genutzt, da wir nun TFT-Monitore haben

–  Schreibtischlampe / funktionsfähig, Kunststoff leicht beschädigt. Habe eine Neue (Gebrauchte ;))

– Grafiktablett (PC) / funktionsfähig, ohne Software. Einfach nicht genutzt.

– CD-ROM’s / alle gut erhalten. Einfach nicht mehr genutzt.

– 4 Badezusätze / angebrochen. Wir sind keine Badefans und hätte das nie mehr aufgebraucht.

– Gratinsaucen, Tütensuppe, Bratschläuche mit Würze, … / neu. Zum Testen bekommen und nicht alles aufgebraucht.

– Vinyl Singles / zerkratzt, Hüllen mitgenommen -> Bekommt eine Sammlerin von ihrer Tochter geschenkt! 🙂

– Tshirts / wie neu. Rausgewachsen. -> aus denen wird nun neue Design-Kleidung genäht! 🙂

usw. usw. usw.

Verschenkt

BEKOMMEN

– 2 Schreibtischlampen / funktionsfähig

– Wokpfanne / gut erhalten

– Asia-Servie / sehr gut erhalten

– diverse Bücher / alle Buchstaben noch drin

– Küchentisch  / Sehr gut erhalten. Nicht mal einen Kratzer. – Der dient nun als Balkontisch. 🙂

usw. usw. usw.

REPARIEREN

Alle kann und möchte man ja nicht immer weggeben. Bei uns ist es der Rasenmäher da wir den ja zwangsläufig benötigen. Von der Reparatur haben wir absolut keine Ahnung, so steht das Gerät derzeit bei meinem Schwager. Wenn der den nicht flott bekommt brauchen wir einen Neuen, wenn doch haben wir Geld & Müll gespart!

Für alle die keinen Schwager oder anderen handwerklichen begabten Bekannten haben gibt es „Repair Cafés“. Leider noch nicht so verbreitet in Deutschland (Bremen hat z.B. keines.), aber in einigen großen Städten gibt es sie bereits. Hier geht man mit seinem defkten Teil hin. Es warten dort diverse Handwerker und Hobbybastler die sich mit Reparaturen auskennen. Ob nun der Toaster streikt, die Modelleisenbahn nicht mehr fährt oder das Radio nicht mehr spielt. Hier wird versucht es zu reparieren und zwar KOSTENLOS!

Eine Liste, sowie mehr Infos gibt’s hier: http://repaircafe.org/de/

Ihr seht also: Was euch lästig ist bereitet einem Anderen Freunde. Bisher haben wir nur gute Erfahrungen. Ob wir etwas holten oder bei uns geholt waren die Menschen freundlich und höflich. Oft gab es auch einen kurzen Plausch mit Leuten die man vorher noch nie gesehen hatte. Eine hat z.B. ebenfalls Katzen, ein anderer war schon zweimal bei uns…

Probiert es einfach mal aus. Ihr werdet es nicht bereuen! 😉

Viel Spaß beim Verschenken, Schenken lassen & Tauschen.

🙂

 

P.S:

Falls euch das Thema interessiert: ARTE hat da eine ganz interessante Dokumentation gedreht.