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Sieben Leichen sollt ihr sein … [Rezension: Siebenschön]

Ja, wer hätte das gedacht. Es geht, mal wieder, um eine Reihe. Dieses Mal um Thriller und weibliche Kommissare. „Siebenschön“ ist der erste Band in dem Emilia Capelli und Mai Zhou ermitteln. – Und bevor ihr fragt: Jepp. Auch diesem Roman habe ich gewonnen. 😉

Judith Winter

 Siebenschön

Verlag: dtv (2014)

Seiten: 431

ISBN: 978-3-423-21489-6

~°~ Klappentext ~°~

„Theo hat versagt.“

Erstaunt blickt Christina Höffgen auf. Wer um Hillsens willen ist Theo? Sie liest weiter. „Du solltest Dich lieber beeilen. Die Adresse ist: Fordstraße 237. Ach übrigens: Ihr Name ist jennifer.“ Der rätselhafte Brief lässt Christina nicht mehr los. Gemeinsam mit ihrem Mann fährt sie zu der angegeben Adresse, auch wenn sie nicht daran glaubt, dass sie dort tatsächlich etwas finden wird. Ein großer Irrtum. denn es erwartet sie eine grausige Entdeckung.“

~°~ Cover ~°~

Das Cover ist auf den ersten Blick nicht wirklich eines Thrillers würdig. Zwar zeigt es, neben einem Schmetterling, einige Blutstropfen, dennoch wirkt es nicht unheimlich oder Angst einflößend. Auch der Titel „Siebenschön“ klingt nicht nach einem fetzigen Titel für Spannung. Durch die Farbliche Gestaltung ist es, für mich, jedoch optisch ansprechend. Und, hat man den Roman erst einmal gelesen, macht auch der Titel durchaus Sinn. Bekanntlich kommt es ja, grade bei Büchern, auf den Inhalt an.

>>> ACHTUNG! SPOILER!!! <<<

~°~ Handlung ~°~

Von einem anonymen Briefeschreiber in eine verlassene Lagerhalle in Frankfurt Fechenheim gelockt, entdeckt ein Ehepaar eine Frauenleiche. Die Unbekannte wurde bei lebendigem Leib zersägt, bei der Leiche finden sich gemahlene Farnsamen und ein halb verwester Katzenkadaver. Was das neu formierte Team um die beiden Ermittlerinnen Emilia Capelli und Mai Zhou zu diesem Zeitpunkt nicht ahnt: Die Frau ist bereits das vierte Opfer eines Serienkillers, der seine Morde als bizarre Themenwelten inszeniert und dabei eine Detailbessenheit an den Tag legt, die selbst abgebrühte Ermittler erschaudern lässt. Und noch ist sein „Werk“ nicht vollendet …

Die Abteilung für Kapitaldelikte der Zentralen Kriminaldirektion Frankfurt am Main spannt die beiden ehrgeizigen Kommissarinnen Emilia Capelli und Mai Zhou zusammen, um die Mordserie aufzuklären. Unterschiedlich wie Tag und Nacht, misstrauen sie einander auf Anhieb. Doch es geht um Menschenleben und, nicht minder wichtig: Es ist der größte Fall ihrer noch jungen Karriere, und keine will sich ihre Chancen von der anderen vermasseln lassen.

~°~ Geschichte/ Handlungsstränge ~°~

Der Leser ist hier von Anfang an mitten im Geschehen. Schon auf den ersten Seiten begleitet man Christina, die den ominösen Brief erhält. Und ich fühlte auch direkt mit ihr. Merkte ihre Anspannung, ihre Zweifel, … und fragte mich wie ich in so einem Fall wohl reagieren würde. Ein wenig bewunderte ich diese unbekannte Frau auch, dass sie den Mut hat ihrem Mann ins Vertrauen zu ziehen.

Auch bei den Ermittlerinnen ist die Feinseeligkeit förmlich zu spüren. Beide sind Karrierefrauen und möchten Erfolge auf ihrer Seite verbuchen. Da eigentlich ein Kollege von Emilia den job an ihrer Seite bekommen sollte, ist diese nicht wirklich erbaut darüber, das plötzliche eine Asiatin auftaucht und die Stelle besetzt. Auch wenn ich die Figuren nur vorm geistigen Auge sehen konnte, so konnte ich die Blitze förmlich aus den Augen schießen sehen. Zickenterror pur.

Aber neben den ganzen Spannungen bröckelt irgendwann die Ablehnung und Respekt entwickelt sich. Ich bin mir fast sicher, dass sich hieraus im Laufe der Reihe noch eine tiefe Freundschaft entspinnt.

Neben den „Guten“, gibt es aber natürlich immer – mindestens – einen Bösen. Auch dieser (oder diese? ;)) sind sehr gut dargestellt. Der Grund für den „Psychoterror“ wird klar und dennoch bleibt eine Aura des Geheimnisvollen. Und, wie ich es bei einem guten Thriller liebe: Bis zum Schluss weiß der Leser nicht wer der Täter ist. Zwar hatte ich immer mal wieder eine Theorie, doch ich wurde überrascht.

~°~ Sprachstil ~°~

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Eventuell auftauschende Fremdwörter werden direkt erklärt, so dass wohl niemand ein Wörterbuch zur Übersetzung braucht. Ich hatte diesen Roman in nicht mal einer Woche durch. Das spricht wohl für sich. 😉

~°~ Fazit ~°~

Ein schön spannender Thriller mit tollen bildlichen Beschreibungen und Überraschungseffekt. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Kaufempfehlung. Ich für meinen Teil freue mich bereits auf die Fortsetzung.

Siebenschön

~°~ Über die Autorin ~°~

Judith Winter, 1969in Frankfurt am Main geboren, studierte Germanistik und Psychologie in Berlin und Wien und arbeitete viele Jahre in einem renommierten wissenschaftlichen Institut bevor sie sich selbstständig machte. Nach Aufenthalten in Mailand und Paris lebst sie heute mit ihrer Familie in der Nähe ihrer Heimatstadt. [Quelle: dtv]

3 Gedanken zu „Sieben Leichen sollt ihr sein … [Rezension: Siebenschön]“

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