Erinnerungen, Fotos, Lüneburg-Hamburg 2014

Eindrücke eines Wochend-Trips – Hamburg (Teil 2)

SO: JETZT kommt es ENDLICH. DAS worauf ihr alle (besonders Einer *g*) gewartet habt. DER Bericht. Folgt mir auf Elbe und die „MS Hamburg“. Lasst euch bei den Zeilen den Wind um die Nase wehen und spürt die Wellen unter euch.

Viel Spaß & Gute Fahrt! 🙂

Station 9 – Elbe / Bootsparty

Seebär ;)
Seebär 😉

Im letzten Jahr hatte ich Glück und gewann bei einem Adventskalender (Das einzig gute an Weihnachten sind eben die vielen Gewinnspiele. ;)) von Elbeerlebnistörns zwei Karten für eine „Bordparty“. Allein deswegen fand der Trip nach Hamburg ja überhaupt statt. So ein Ticket kostet immerhin 55,- € pro Person. Das wollte ich nun wirklich nicht umkommen lassen. Besonders nicht, da mein Göttergatte und ich das Wasser lieben. (Meer wäre zwar besser, aber man nimmt ja was man bekommt.)

Ganze in Hamburg statt. Um genau zu sein an den St. Pauli Landungsbrücken. Zumindest „St. Pauli“ dürfte den meisten bekannt sein. Wer jetzt hier an Rotlicht und Lackoutfits denkt, den kann ich beruhigen (oder enttäuschen, je nachdem ;)). An den Landungsbrücken ist davon nichts zu sehen. Hier geht es gesittet zu. Die Menschen die sich dort tummeln sind Angestellte, Buisnesspeople, Punker, Musiker, Seebären, … Eben ein durch und durch gemischtes Publikum in jeder Altersgeneration. Ein freundliches „Moin moin“ ertönt von allen Seiten und es darf auch gerne zurück gegrüßt werden. Schon eine schöne Atmosphäre. – Zumindest solange die Stunde noch nicht zu weit fortgeschritten ist, denn dann steigt auch der Alkoholpegel und es wird ruppiger. Aber ich hatte ja meinen großen starken Held dabei und war damit sicher. 😉

Bei den Landungsbrücken handelt es sich um 10 Brücken. Erst kurz vor der Fahrt habe ich mitgeteilt bekommen an welcher genau „unser Schiff“ liegen wird. (Wen es interessiert: Es war die neun.) Die Reederei hat mehrere Schiffe unter ihrer Flagge laufen, die von der Bauart gleich sind. Mit der Information über die Ablegestelle bekam ich auch mitgeteilt welches Schiff es sein wird. Wir durften mit der „MS Hamburg“ in See stechen.

Für Technikfreaks und alle anderen hier kurz die Schiffsdaten:

Hamburg
MS Hamburg

Schiffstyp: Fahrgastschiff
Baujahr: 1996
Passagiere: 600
Länge: 56.00 m
Breite: 11.39 m
Tiefgang: 1.80 m
Leistung: 628 kW

Schiff warten nicht, daher waren wir pünktlich ab 19:30 Uhr auf der Brücke (die an Land, nicht die an Board) stehen und „boarden“. Oder auf Landrättisch: Dem guten Mann der vor dem Schiff steht seine Boardkarte geben und auf das Schiff gehen. 😉 – Bei uns gab es, durch den gewonnen Gutschein, noch ein kleines Problem. Mir wurde gesagt ich würde „auf der Gästeliste“ stehen und daher keine Karte bekommen. Solle einfach Bescheid sagen. Ich sagte Bescheid und wurde mit großen Augen angeguckt. Glücklicherweise konnte sich der Schiffsführer (Beim Binnenschiff gibt es nämlich keinen Kapitän! ;))  an meinen Namen erinnern, da der Veranstalter, bei dem ich gewonnen hatte, direkt an dem Tag wohl erst nachgebucht hatte. War zwar ärgerlich, hat ja aber doch noch alles geklappt.

Abgelegt hat das Schiff dann planmäßig um 20:00 Uhr. (Vorsorglich wurde aber noch gefragt, ob noch irgendwer vermisst wird. Als ob das aufgefallen wäre. ^^)

Auf den Boardkarten stehen Tischnummern. An genau diesen Tisch hat man sich auch zu setzen. Wir hatte die Tischnummer 13. – Der Mann überreichte uns die Bordkarten mit den Worten: „Die Unglücksnummer“, was wir direkt kräftig dementierten! 😀

Freie Platzwahl gibt es hier, außer am Oberdeck, nicht. Genau das war auch unser Nachteil, denn die Tische sind lang, wie Tafel aufgebaut. Etwa 10 Leute haben an einem Platz. Wäre normalerweise kein Problem, doch leider ist das Deck wirklich „vollgeknallt“ mit Tischen und Stühlen. Wer also nur am Fenster sitzt und ans Buffet möchte, muss sich erst mal durch acht andere Menschen bitte aufzustehen. (Jeweils von seinem eigenen und dem Tisch hintendran.) Es war also UNMÖGLICH bequem von A nach B zu kommen. Zwar könnte man sich ans Tischende setzen, aber dann wäre man derjenige der immer aufstehen muss. So oder so: VIEL zu eng! (Wer jetzt also auf die Idee kommt so eine Fahrt zu buchen: Macht das besser nur mit einer Gruppe!)

Büffet
Büffet

„Seeluft macht hungrig“ heißt es ja so schön. Auch wenn die Elbe „nur“ ein Fluss ist, Essen gibt es trotzdem. Und zwar jede Menge. Ein reichhaltiges und sehr schön angerichtetes warm-kaltes Buffet erwartet die Gäste. Zu Essen gibt es recht rustikal und typisch Norddeutsch:

Fleischscheiben wie Kassler und Putenbraten, Kochschinken mit Spargel, gemischte Gemüsebeilage, Kartoffeln, Mettwurstbreet, Fischplatten, teils geräuchert, diverse Brotsorten, diverse Salate, Aufschnitt- und Käseplatten, …
Alles nicht nur gut anzusehen, sondern auch zu verspeisen. Sah frisch aus und schmeckte auch so. Leider ist das Buffet sehr Fleisch-/ Fischlastig. Typisch Seefahrermahl eben.

Für mich als Vegetarier war das nicht so prall. Aber ich bin es gewohnt das viele nicht auf meine Ernährungsgewohnheiten eingestellt sind und, da ich nicht dafür bezahlt habe, fand ich es nun nicht so schlimm. Da ich mit einer fetten Erkältung kämpfte, habe ich eh nichts gegessen. Ron hat dafür zugeschlagen. Der Kassler, die Bratkartoffeln und was auch immer er dort noch verzehrt hat schmeckten ihm vorzüglich. 🙂

Was mich natürlich eh viel mehr interessierte war die Fahrt selbst. Es dauerte auch gar nicht lange und ich hatte mir einen Platz auf dem Oberdeck gesucht. Der wind wehte mir durch Haare und um die Nase, vor mir spiegelte sich das Wasser.

Los ging es von den Landungsbrücken (St. Pauli) immer geradeaus bis hinter Blankenese (Hamburger Villenvirtel). Da es Abends war fuhren wir quasi in den Sonnenuntergang. Es war herrlich wie sich die Sonnenstrahlen im Wasser gebrochen haben und funkelenden. Auf der rechten Seiten zog Hamburg vorbei, auf der linken Seite die „Copa Cabana“, Hamburgs Containerhafen. DAS nutzte ich natürlich direkt für die „Arbeit“ aus und schaute mir alles GANZ GENAU und kritisch an. Besonders die Ladesicherung. *lach*

Als die Sonne bereits dem Mond Platz gemacht hatte, fuhr die MS Hamburg eine Kehrschleife und machte sich auf den Rückweg. Sehr schön war es, dass der Schiffsführer einen Schlenker IN den Containerhafen machte. Wir waren ganz nah dran, an den Seeschiffen und den Industriehäfen. Das Schmieröl war genauso zu riechen wie das Salz welches an den Seeschiffen und Containern haftete.

Ich fand es großartig. Für kurze Zeit konnte ich mal abschalten. 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Während der ganzen Fahrt wurde Musik gespielt. (War ja auch eine „Party“.) Wer denn wollte konnte auf einer, doch recht kleinen, Fläche das Tanzbein schwingen. (Ich wollte im Übrigen nicht. Da ich nicht tanzen kann ersparte ich den Mitreisenden auch lieber den Versuch. ;))

Das Publikum war gemischt, von Jung bis Alt. Vor allen Dingen waren eine Menge Junggesellenabschiede an Board. (Meine Güte! Das Schiff war voller verdammt heißer Mädels!!! :D) Vielleicht lag es daran das die Musik entsprechende Ausmaße annahm. Von, sehr wenigen, aktuellen Liedern bis hin zu einer Menge Oldies reichte das Sortiment. Wünschen durfte man sich auch etwas. Allerdings ist die Sammlung des DJ sehr begrenzt. Mein Schatz und ich hörten kein einziges „unserer“ Lieder. Rock und Metall gab es einfach nicht. 😉

Wo viele Leute aufeinander treffen, da kann es nicht jedem recht gemacht werden. So auch auf diesem Schiff. Auf Grund des teils freien Alkohols befanden wir uns doch recht schnell zwischen einer großen Menge betrunkener Menschen. Bitte nicht falsch verstehen, ich gönne den Leuten ihren Spaß. Allerdings hat Alkohol die Wirkung das die Leute sich davon, ab einem gewissen Grad, ziemlich ungesittet benehmen. Schnell hatten sich also halbstark grölende Gruppen auf der Einen und irre kichernde Gruppen auf der anderen Seite gebildet. Das nervte wirklich schnell, da man sich ja auch nicht groß aus dem Weg gehen konnte. Ich bin generell kein Disco- oder Clubgänger. Ich mag Menschen schlichtweg nicht. Schon gar nicht auf geballtem Raum.

Auf der MS Hamburg kam ja noch erschwerend hinzu das alles wirklich viel zu eng ist. ABER: Wir haben die drei Stunden unbeschadet überstanden, viele Eindrücke gewonnen und noch mehr Fotos gemacht.

– Und, vor allen Dinge für meine lieben Kollegen, auch ein Video von der Beladung! (Ihr schuldet mir was. *g*)

3 Gedanken zu „Eindrücke eines Wochend-Trips – Hamburg (Teil 2)“

  1. Es macht wirklch Freude Hamburg mit deinen Augen neu zu entdecken. Das Video vom Containerterminal ist fachspeziefisch hochinteressant ;0)Müsste jetzt nur noch mit deiner Nase riechen können, ob HH wirklich stinkt!?

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