Ein Schicksalsschlag kommt selten alleine … [Rezension zu „Versprich mir einen Kuss]

Ich hatte Glück, denn Anna Fricke entdeckte mich, nicht ich sie. ^^

Die Autorin schrieb mich an und fragte ganz lieb ob ich Interesse hätte ihr Buch zu rezensieren.

Ich las mir die, zugegebene recht dünne, Beschreibung durch und meine Neugierde war geweckt. Anna war so nett mir das ebook kostenlose zur Verfügung zu stellen. Vielen lieben Dank dafür! 🙂

 

~°~ Das Buch ~°~

Anna Fricke

Versprich mir einen Kuss

1162 KB // Seiten: 212 (print)

ASIN: B00LC5T7AQ

~°~ Klappentext ~°~

Zwei Menschen, verbunden durch eine grausame Fügung.
Julias Glück zerbricht, als sie ihren Mann verliert. Ihr Leben scheint sinnlos geworden zu sein, bis sie auf Stephan trifft. Eine heilende Verbindung entsteht, doch dann schlägt das Schicksal erneut zu.

Julias Entscheidung, ihrem Mann zu folgen, kann und will Stephan nicht akzeptieren. In einer Zeit voller Schmerz, Angst und Trauer beginnt eine zarte Liebe zu erblühen. Werden die Gefühle stark genug sein, der verzweifelten Julia neue Hoffnung zu schenken?

~°~ Eindrücke / Meinung ~°~

 >>> ACHTUNG! SPOILER!!! <<<

 ~ Cover/ Aufmachung ~

 Das Cover ist romantitsch-kitschig und ein wenig verspielt: Ein Pärchen auf einer Wiese. Wer mich kennt weiß, dass mich dieses Cover nicht zum Kauf bewegt hätte. 😉 Dennoch passt es zur Handlung des Romans.

 ~ Geschichte/ Handlungsstränge ~

Worum geht es in diesem Buch überhaupt? So ganz sicher war ich mir am Anfang auch nicht. Ich rechnete mit einer kitschigen Liebesromance und vielen „Schatzi’s“, „Bussi’s“ und „Herzwehwechen“, wurde dann aber sehr schnell eines besseren belehrt:

Als Julia auf der Arbeit ist bekommt sie einen Anruf. Ihr Ehemann hatte einen schweren Autounfall. Sofort macht sie sich auf den Weg ins Krankenhaus, doch für ihren Liebsten kam jede Hilfe zu spät … Entsprechend deprimiert zieht sie sich komplett zurück, verlässt die Wohnung gar nicht mehr. Es dauert Wochen ehe sie sich wieder „unters Volk“ wagt.

Mehr oder weniger zufällig zieht es sie zu Stephan, ihrem ehemaligen Gitarrenlehrer, in den sie sich damals ein wenig verliebt hat. Was sie dort eigentlich will weiß sie nicht, denn er ist verheiratet, hat einen Sohn und ihr Verlust ist schließlich noch frisch. Doch im Laufe des Gespräches stellt sich heraus das auch er einen Verlust zu beklagen hat. Beim selben Verkehrsunfall wie Julias Mann, starben auch Stephans Frau und sein Sohn …

Zu allem Überfluss bekommt Julia noch eine schockierende Botschaft: Sie hat Krebs!

Glücklicherweise gibt es eine neue Therapie. Julia soll dieser als erste Patientin unterzogen werden. Das diese alles andere als harmlos sein wird ist schnell klar. Julia hat sowieso keinen Lebenswillen mehr und würde am liebsten einfach sterben. Doch dann dringt Stephan immer mehr in ihr Leben – und ihr Herz. Schließlich erstellt sie eine Liste mit Dingen die sie erleben möchte…

~ Sprachstil ~

Die Sprache ist sehr fluffig ohne dabei salopp zu wirken. Es ist eher als würde man einer Unterhaltung direkt beiwohnen. Es ist nicht viel ausgeschmückt und eben „auf den Punkt“ gesagt was gemeint ist. Anders und anfangs ungewohnt, aber keineswegs unpassend.

Ich habe dieses Buch zügig gelesen ohne das ich etwas nachblättern musste. Sehr angenehm.

~ Eindrücke / Meinung ~

Wie eingangs bereits erwähnt hatte ich nicht so recht eine Ahnung was mich erwarten würde. Was ich bekam wühlte meine Gefühle total auf und teilweise war ich kurz davor das Buch abzubrechen. Nicht weil es schlecht ist, sondern weil es mir sehr nahe ging.

Vielleicht bin ich auch einfach vorbelastet, denn ich habe Julias Kampf bei meinem Vater hautnah miterlebt… Emotionen kochten hoch und oft hatte ich Bilder vor Augen, so dass ich schlucken musste. Aus erste Hand kann ich daher bestätigen dass das was die junge Frau hier durchmacht der Realität sehr nahe kommt. Die Gefühle bringt die Autorin sehr gut rüber. – Nicht nur die Negativen.

Es ist spannend den Weg und auch die Entwicklung von Julia zu verfolgen. Trotz allem fehlt aber ein wenig Spannung. Der Leser begleitet Julia durch die Schicksschläge, doch ich hatte keine Stelle an der ich überrascht war. Alles ist irgendwie „seicht“ und auch vorhersehbar.

 ~°~ Fazit ~°~

 Eine schöne und realitätsnahe Geschichte um eine junge Frau und die Leiden der Menschheit, gepaart mit einem (großem) Hauch Romantik.

Hier gibt es noch Potenzial nach oben. Da ich bereits bei anderen AutorinInnen die Entwicklung mitverfolgen durfte, bin ich mir sehr sicher, dass der nächste Teil bereits einiges mehr zu bieten hat! Ich bin jedenfalls sehr gespannt.

VersprichMirEinenKuss

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Eine Antwort zu “Ein Schicksalsschlag kommt selten alleine … [Rezension zu „Versprich mir einen Kuss]

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