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Leg das Geschirr an und entspanne dich … Kirche goes YOGA

An was denkt ihr zuerst, wenn ihr „San Francisco“ hört? Californian? Cable Cars? Fisherman’s Wharf?

Und was denkt ihr zuerst, wenn ihr an “Kirche” denkt? Religion? Holzbänke? Beichte?

Merkt euch eure Antwort und beantwortet nun folgende Frage:

 Was denkt ihr, wenn ihr an San Francisco UND Kirche (gleichzeitig) denkt?

Eure Antwort lautet etwa so wie „Eine Kirche die in San Francisco steht.“? Schon nicht schlecht, aber die „richtige“ Antwort lautet: YOGA!

YogaIn der „Grace Cathedral“ (protestantisch-episkopal) findet wöchentlich eine Yoga-Stunde statt. Nicht auf einem Vorplatz oder ähnlichen, sondern mitten IN der Kirche: Menschen jeden Alters breiten ihr Matten zwischen den Holzbänken und rund um den Altar aus. Dabei befolgt die Kirche hier zumindest einen Grundsatz: Jeder ist willkommen. Hautfarbe, Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung und auch die Konfession spielen hier keine Rolle. (Sollte die Kirche wirklich etwas dazu gelernt haben?) Allerdings bittet die Kirche um eine „Spende“ von $ 10 – $ 20. Das entspricht derzeit ca. 8 – 9 Euro. Ich kenne zwar die Mitgliedgebühren für Sportstudios in den USA nicht, aber würde man in Deutschland jeder Woche an dem „Kirchenkurs“ teilnehmen, käme man auf über 30 Euro/ mtl.. Eine Mitgliedschaft, bei der man auch mehr als 1x/ Woche teilnehmen kann, wäre sicher günstiger. Aber würde es auch so viel Spaß machen? Ich habe zwar nicht vor in die Kirche zu gehen, aber allein der Gedanke dass, wenn ich dort durch das Tor schreiten würde, sich vor mir ein Raum erstreckt, in dem lauter Menschen die verschiedensten Verrenkungen durchführen! Herrlich! In jedem Fall mal etwas anderes, als nur gefaltete Hände zu sehen. Und überlegt mal, wie wohl z.B. was ein Tourist, der mit einer „ganz normalen Kirche“ rechnet, wohl bei so einem Anblick denken würde! 😀

Aber (leider) wird das in Deutschland wohl eher nicht passieren. – Ob man in die Hölle kommt, wenn man zum Gottesdienst einfach seine Yogamatte ausbreitet? Liese sich ein Flashmob draus machen. *g* – Auch andere Länder sind dabei eher prüde. So wurde z.B. eine Yoga-Gruppe in der „Bridge Methodist Church“ (bei Manchester, England) verboten. Die Pfarrerin ist der Meinung, dass solche ein Gruppe „spirituell angreifbar“ sei und somit in ihrem „christlichen Glauben verwirrt werden könnte“. Die Gründerin der Gruppe ist empört und reagierte – mit einer Einladung für die Pfarrerin in die Gruppe, damit diese dort ihre Angst verlieren kann! Leider konnte ich nicht heraus bekommen, ob die gute Dame die Einladung annahm. Ich denke aber eher nicht …

Um die, ich nenne es mal „Ängste“, der Kirche zu verstehen, muss man wissen woher Yoga überhaupt kommt. Hier bei uns, im westlichen Teil, wird darunter fast immer die Sportart an sich verstanden. Ursprünglich stammt Yoga aus Indien und dessen Wurzeln liegen im Hinduismus, sowie Teilen des Buddhismus verankert. Ein sehr schöner Vergleich: „Das Individuum wird hier als ein Reisender im Wagen des materiellen Körpers gesehen. Der Wagen ist der Körper, der Kutscher der Verstand, die fünf Pferde die fünf Sinnesorgane, der Fahrgast die Seele, und das Geschirr heißt im Indischen „Yoga“.“ [Quelle: Wikipedia]

Und wie die meisten von uns ja wissen, sind Kirchen nicht besonders tolerant, wenn es darum geht, sich anderen Religionen etc. zu öffnen …

http://labyrinthyoga.com

3 Gedanken zu „Leg das Geschirr an und entspanne dich … Kirche goes YOGA“

  1. Die Idee finde ich witzig, auch wenn sie für mich nichts wäre. Ich würde auch dafür nicht in die Kirche gehen, auch wenn es „nur“ für etwas anderes ist. Da unterstütze ich lieber andere Gruppen. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst wissen. 🙂

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