Rent a … DOG – Aufreger der Woche

„Packingbooksfromboxes“ kommentiere meinen Blogbeitrag „Tiere sind keine Sachen“ mit einem Bericht über eine Dame die Hunde vermietet. [Vielen Dank für den Hinweis. :)] Das ließ mir keine Ruhe und ich habe mich mal auf die Suche gemacht und bin auf die entsprechenden Berichte gestoßen. Unfassbar!

Hunde VERMIETEN?

Wer denkt sich so etwas aus?

Dreimal dürft ihr raten woher dieser „Trend“ kommt. Ich nehme an ihr kamt spontan drauf: USA! Die Aussage die mir an einem der Berichte am meisten aufstieß: „Der Vierbeiner bleibt wie beim Auto-Mietkauf auch Unternehmenseigentum.“ Mein spontaner Gedanke dazu: Das ist wieder typisch Mensch. Rücksichtslos Profitgeil!!!

Als Trendsetterin wird Rösemeier bezeichnet, denn mit diesem Angebot sei sie Vorreiterin in Deutschland. Aber was genau wird angeboten?

Ihr möchtet einen Hund, aber wisst nicht, ob ihr mit der Pflege/ Zeit/ Charakter etc. klar kommt? Kein Problem! Ihr könnt euch einfach einen mieten. Egal wenn ihr mit dem nicht klar kommt, könnt ihr ja jederzeit wieder abgeben. Ist ja auch praktisch, wenn es mal in den Urlaub geht, ihr umzieht oder der Hund aus anderen Gründen einfach grade lästig ist. Kostet auch nur läppische 150 Euro pro Monat. Nur eine Einmalige Gebühr von mind. 500 EUR ist noch fällig. Aber ist ja ein Schnäppchen, wenn man bedenkt was ihr als „echtes“ Herrchen/ Frauchen sonst für die Lebenszeit des „Treuen Freund“ zahlt.

„Die Hunde können es gar nicht besser haben!“

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IST das (noch) Tierschutz???

Das schlimmste daran ist wohl auch das die Frau Rösemeier nicht einlenkt, sondern auch noch total von der Idee überzeugt ist. Soweit ich mitbekommen habe nennt sie die Tiere nun aber nicht mehr „Miethunde“ sondern “ Partnerhunde auf Zeit“. Wo da der Unterschied ist? Es gibt KEINEN!!! „Die älteren Menschen haben viel Zeit für sie und stimmen sogar ihr Leben auf sie ab“ verteigt sich die Unternehmerin.

Sicher ist es schön, wenn die Tiere z.B. im Altenheim Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und die Einsamkeit ein wenig vertreiben. Aber welchen Preis zahlen hier die Hunde? „Zeitfrauchen“ tot = Ab zu „Zeitherrchen“. „Zeitherrchen „, kein Problem, die Schwester wollte ja schon immer einen Hund. Schwester zieht um und hat keinen Platz mehr für den „Hund auf Zeit“. Kein Problem, es gibt da schon eine Anfrage von …. BOAH!!! – In „Fall Altenheim“ wäre es doch für alle Beteiligten viel besser, wenn der Hund sozusagen zum Heim gehört. Jeder kümmert sich um ihn und so verbindet er Bewohner und Angestellte. Stirbt ein Bewohner sind dem Tier noch die anderen Personen vertraut. … Aber „herumreichen“? Für mich ein ABSLOTUES NO GO!!!

Ein Professor vom Kölner Rheingold- Institut äußerst sich zu diesem „Sharing-Prinzip“: „Wir erleben einen Paradigmenwechsel, bei dem der verantwortungsvolle Besitz in konsequenzlose Verfügbarkeit umgewandelt wird.“

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen!

Wo gehöre ich hin???
Wo gehöre ich hin???