Ich habe den Weihnachtsmann getötet!!!

Und ich hatte Spaß dabei!!!

Wie ihr ja wisst kann ich mit Weihnachten und dem ganzen Drumerherum so gar nichts anfangen. Dazu kommt das ich in letzter Zeit nicht wirklich „gut drauf“ bin. Besonders heute bin ich mega depressiv. Aber statt zum Messer griff ich zur Schere. Ich hatte die Idee das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Heraus kam ein toter Weihnachtsmann. – Hat echt Spaß gemacht, konsequenzfrei zu morden. … Der Arme Mann fristet jetzt sein Dasein im Wohnzimmerfenster. Schätze unsere oberspießigen Nachbarn werden die Augen rausfallen. (*Daumen drück*) – Ach so, es könnte eventuell sein, dass es dieses Jahr keine Geschenke gibt. Der Weihnachtsmann ist irgendwie verhindert…. ():-)

Advertisements

Mooni klärt auf: Rotes Gewand, dass Coca-Cola NICHT erfand!

Manche Gerüchte halten sich einfach hartnäckig, ob nun das Peter Lustig keine Kinder mag (Stimmt nicht!) oder aber das der Weihnachtsmann ein rot-weißes Gewand trägt, weil Coca Cola das in einer Werbekampagne so dargestellt hat. Um Letzteres soll es heute gehen. – Viele von euch wissen ja bereits, dass ich mit Weihnachten und generell christlichen Feiertagen nichts wirklich etwas anfangen kann. Umso schöner, wenn ich Tage wie heute (Erster Advent) dazu nutzen kann meine Leser ein wenig aufzuklären. (Abseits von Bienlein und Blümlein. ;))

Das der Weihnachtsmann so aussieht wie wir ihn heute kennen hat sich ganz allmählich entwickelt. Aber beginnen wir mal ganz am Anfang: Beim Nikolaus.

Der Nikolaus hat, zumindest in Europa, schon vor hunderten von Jahren den Kindern Geschenke gebracht. Wie ihr hoffentlich wisst handelte es sich dabei um einen Bischof und somit wurde der Nikolaus auch genau so dargestellt: Als hochgewachsene männliche Figur mit Gewand, Bischofsmütze und Bischofsstab. Die Farbe des Gewands variierte dabei jedoch bereits.Weihnachtsmann1862

Europa? Und wie kam dann der dann nach Amerika??? Dahin brachten ihn die Niederländer! Als holländischer „Sinter Klaas“ beschrieb ihn dort der Dichter Clemet C. Moore in seinem Gedicht „A Visit from St. Nicholas“. Das war 1821 und ratet Mal wie er dort beschrieben wird? Genau: Als kleines fröhliches Dickerchen!

Illustrator Thomas Nast zeichnete „Santa Claus“ (Na, so einen ähnlichen Namen grade schon einmal gelesen? ;)) dann in der Gestalt die wir heute kennen. Es handelte sich jedoch um schwarz-weiß-Zeichnungen, so dass die Farbe irgendwie noch nicht feststand.

In den 20er Jahren (1900 natürlich!) fing dann dann rot-weiße Kostüm an zu dominieren. Am 27.11.1927 schrieb die New York Times: „Ein standardisierter Santa Claus erscheint den New Yorker Kindern. Größe, Gewicht, Statur sind ebenso vereinheitlicht wie das rote Gewand, die Mütze und der weiße Bart.“

Die erste Coca-Cola-Werbung mit dem Weihnachtsmann, entworfen vom Grafiker Haddon Sundblom, erschien aber erst 1931.

Fazit: Coca-Cola kann und hat NICHT den Weihnachtsmann bzw. dessen rotes Kostüm erfunden!!!

Und die Moral von der Geschichte: Nicht alles glauben, sondern mal selbst denken/ nachforschen! 😉

In diesem Sinne wünsche ich euch eine EHRLICHE (Vorweihnachts-)Zeit. 🙂

Meine erste kleine Insel: Schottland

Im Moment ist, mal wieder eine Zeit, in der irgendwie nichts so zu laufen scheint, wie es soll. Egal ob gesundheitlich oder beruflich. Irgendwas ist einfach immer. Wie so oft nervt es einfach – und das dunkle kalte Wetter erheitert mein Gemüt auch nicht wirklich. Ein Kollege riet mir – nein, eigentlich forderte er mich auf 😉 – mir kleine Inseln zu schaffen.

Die Bezeichnung „Insel“ ist dabei sinnbildlich für Dinge die mir Spaß machen. Zeit die ich nicht darüber nachdenke wie sch… mal wieder alles läuft, sondern mich voll und ganz auf das konzentriere was ich auf meiner Insel mache. Kleinigkeiten sollten es sein.

Ich gestehe, dass ich nicht wirklich davon überzeugt war und doch ein wenig rumgrummelte. Letztenendes siegte dann aber doch meine Neugierde (?). Nur: WAS soll ich machen ohne das ich Geld dafür ausgeben muss? Ich hatte keine Idee … 😦

Doch dann kam es von alleine:

Ihr erinnert euch vielleicht, dass im nächsten Jahr ein Urlaub in Schottland geplant ist!? – Der letzte Urlaub ist dann bereits zwei Jahre her und ich freue mich seit drei Jahren darauf. (Besagter Kollege war bereits dort und kommt gar nicht aus dem Schwärmen heraus, was die Sehnsucht nur noch größer werden lässt …) Aber genau das ist es auch, woraus ich meine erste Insel geschaffen habe: Vorfreude.

Meine spontane Vorfreude bestand darin Gälisch zu lernen! – Nein, dass ist KEIN Scherz! 😉 Vermutlich brauche ich das weder nach, noch im Urlaub, aber egal. So ganz einfach ist die Sprache auch nicht. Aber hey, ich weiß jetzt zumindest was Bier (leann) und Kaffee (cofaidh) heißt. Braucht man noch mehr??? 😀 😀 😀

Und nach der überaus anstrengenden Lektion lies ich mich von gälischer Musik und Schottlandbildern beriesen. Was soll ich sagen? Für meine Verhältnisse bin ich gerade ziemlich entspannt. 🙂

 

Und was sind eure Inseln??? 🙂

Zitat zum heutigen Tag

„[…] Angst war ein mathematisches Bionom, ein Paradox aus Dunkelheit und Licht, zwei Urkräfte, die wie Kontinalplatten eeig aneinander entlangschrammten und sie* dazwischen zermalmten. Als Ergebnis der bionomischen Gleichung aus Dunkelheit und Licht blieb reine, klare, hundertprozentig destillierte Angst übrig. […]“

aus Apocalypsis 1.0 von Mario Giordano

 

(*im Orginal „er“.)

Leidensweg einer Migränepatientin 1.7

Kaum zu glauben, aber der letzte Migräneeintrag ist schon eine ganze Weile her. Leider heißt das nicht dass sie mich nicht heimsuchte… 😦 Auf Grund des hartnäckigen Virusinfektes musste ich einfach nur die Untersuchungen verschieben …

Heute Morgen in Bremen. Wer genau hinsieht kann das Eis auf der Weser erkennen. Brrr...

Heute Morgen in Bremen.
Wer genau hinsieht kann das Eis auf der Weser erkennen. Brrr…

Da ihr einen Eintrag aus der Reihe „Leidensweg einer Migränepatientin“ vor euch seht könnt ihr euch denken, dass ich heute beim Farzt (Abkürzung für Facharzt ;)) war. Genau genommen war ich am Abend – ja, ich komme gerade frisch von dort. Wobei frisch bei diesen Temperaturen zweideutig ist. (Habe ich eigentlich schon erwähnt das mein BestBro noch immer in KURZER Hose rumläuft!?) – beim Neurologen. Strenggenommen eigentliche eher bei seinen Arzthelferinnen, der werte Herr hatte nämlich am Nachmittag einen „wichtigen Termin“. Die Folge: Statt heute gleich das Abschlussgespräch zu machen, muss ich ein weiteres Mal in der Praxis erscheinen. *seufz*

Schachbrett

Originaltest! Macht einen kirre, oder? 😉

Heute jedenfalls wurden mir, mal wieder, Elektronen am Kopf befestigt. Im Gegensatz zu sonst bekam ich heute aber auch noch eine Augenklappe, die mich wie eine Piratenbraut aussehen ließ. – Und die Beschwerde, dass meine Haare ZU DICK seinen! Und das mir, wo ich immer rumjammere, meine Haare seien zu dünn! Tze … – Untersucht wurde der Sehnerv (Laut Beschreibung der Helferin – für Laien wie mich – endet der quasi im Hinterkopf.) Die Aufgabe war simpel: „Fixieren sie mit dem nicht abgedeckten Auge den roten Punkt in der Mitte des Bildschirms.“ DAS war nicht das Problem, nur lief da noch ein Schachbrettmuster unter weg, so dass es aussah als würde der Punkt hin- u. herspringen. Da ist mir irgendwann echt ein wenig schwindelig bei geworden. Auch das andere Auge durfte beweisen was es kann. – Was nicht viel war. (Ich leide ja seit meiner Geburt unter einer Hornhautverkrümmung und könnte ohne Sehhilfe nicht mal diesen Beitrag lesen.) Ob meine Sehnerven nun in Ordnung oder nicht kann mir nur der Doktor sagen. (Zitat der Arzthelferin: „Ich kann mit diesen Daten nicht viel anfangen. Der Doktor dafür umso mehr.“)

Mit Chance erfahrt ihr – und ich – dann in der nächsten Woche wie die Ärztereise weitergeht.

Bis dahin: Bleibt gesund!

Paris [Das Wort zum Sonntag]

Heute bin ich mal ganz dreist und mache mir gar nicht erst  die Mühe selbst einen Beitrag zu schreiben. – Wieso auch, wenn es an anderer Stelle schon einen Beitrag gibt, der mir aus der Seele spricht!? Eben!

Natürlich möchte ich euch diesen Beitrag nicht vorenthalten.

Taxi nach Paris *klick*

Bei den Reisenden, welch ein Epos! [Rezi zu Die Blausteinkriege 1]

~°~ Das Buch ~°~

T. S. Orgel

Die Blausteinkriege 1 – Das Erbe von Berun

Heyne / 12.10.2015 / 600 Seiten

ISBN: 9783453316881

~°~ Klappentext ~°~

Magie ist ein gefährliches Spiel … Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist. Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen …

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

BlausteinkriegeIch hatte die wunderbare Möglichkeit an einer Leserunde mit den Beststellerautoren Tom und Stefan Orgel teilzunehmen. Bekannt geworden sind die beiden mit der Orks vs. Zwerge-Reihe. Doch dieses Mal sollte es weder das eine noch das andere geben, dafür aber jede Menge geballte Fantasy in ihrer neuen Saga: „Die Blausteinkrieg“ Der erste Band „Das Erbe von Berun“ ist diesen Herbst im Handel erschienen und besticht bereits durch sein fantastisches Cover. Zu sehen ist ein imposantes Schloss, welches in einem geheimnisvollen bläulichen Schimmer liegt.

Um den Blaustein geht es auch, denn der Roman spielt in einer Welt, in der Blaustein unglaubliche Fähigkeiten erwecken können. Diese Gabe können jedoch nur einige Auserwählte benutzen, allerdings gilt sie oft als Flucht und so verheimlichen viele ihr Talent. Was die Menschen könnte der Ursprung einer Superheldenlegende sein. Vom Stein zu Staub zermahlen über Metall durch den Körper dringen lassen bis hin zu Unsichtbarkeit ist so ziemlich alles dabei. Auch wenn „Das Erbe von Berun“ eher in einer mittelalterlichen Welt spielt, passen diese Fähigkeiten sehr gut in diese Zeit. Sie sind nicht zu „abgedreht“.

Direkt am Anfang, im Cover, erwartet den Leser eine eineinhalbseitige Landkarte. So lässt sich mit verfolgen wo sich die sich die Protagonisten gerade befindet, denn sie stehen alles andere als nur auf einer Stelle. 😉 Was ich erst nach Beginn des Buches wusste und, hätten die Autoren es nicht in der Leserunde kund getan wohl auch erst am Ende gefunden hätte, ist das Personenregister am Ende des Buches. Hier sind 66 (!) Personen in alphabetischer Reihenfolge und mit kurzerBlausteinkriege Notiz vermerkt. Es ist sozusagen das „Who is who“ der Blausteinkriege. Aber keine Angst, die vielen Charaktere machen den Roman nicht verwirrend, sondern bereichern ihn, denn jeder hat einen anderen Charakter. Die einen sind direkt sympathisch, andere konnte ich nicht leiden und von wieder anderen weiß ich noch immer nicht was ich halten soll. Eines war mir aber schnell klar: Niemand ist der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Es gibt kein schwarz oder weiß,  sondern vielmehr ein grau. Das Personenregister war insofern hilfreich, weil ich doch ab und an nicht ganz sicher war, ob ich mich an eine Person richtig erinnere. Es war in etwa ein: “ War das der, der … Ach ja!“

Schon im Prolog ist der Leser gefangen, als wäre er mitten im Hauptteil angelangt und genau das war es, was mich schnell weiter lesen lies und weiter und weiter … Zeit zum Aufatmen? Keine. Hier sind Abenteurer eben noch Abenteurer, die selbst dann etwas erleben, wenn sie einfach nur in der Taverne ihren Spaß haben wollen. Dadurch kam kein einziges Mal Langeweile auf. Immer wieder stellt der Leser sich unwillkürlich Fragen, freut sich auf die folgende Antwort und neue Fragen. Es ist als wäre man nicht nur passiver Beobachter, sondern aktiv in einem Netz voller Intrigen und Heldentaten gefangen.

Berun ist ein großes Kaiserreich, welches fast die gesamte bekannte Welt von Tertys beherrscht. Doch der Kaiser ist schwach und so bilden sich Grüppchen, die drohen bekannte Ordnung zu stürzen. Wie könnte es anders sein, gibt es aber auch hier Getreue des Kaiserreichs, die sich ihnen entgegenstellen. Manche offiziell, andere im geheimen. Aber nicht immer sind die Absichten so klar, wie sie auf den ersten Blick scheinen …Blausteinkriege

Der Schreibstil ist locker und das Buch lässt sich flüssig lesen. Bei 600 Seiten auch zwingend notwendig! Leider nicht immer selbstverständlich, so habe ich mich durch den ein oder anderen Fantasywälzer anderer Autoren oft durchkämpfen müssen. Bei „Dem Erbe von Berun“ gerät wohl niemand ins Stocken.

Egal wie spannend die Geschichte auch gerade war, ich musste immer wieder schmunzeln, denn die Orgelbrüder haben hier einen Humor an den Tag gelegt, der ganz meinem entspricht. Hier einige Auszüge aus dem Roman:

„[…] Wenn man den Seeleuten glaubte, hatte man die beste Chance, in Veycari eine Jungfrau zu finden, wenn man sich unter Hühnern und Enten umsah. Sehr jungen Hühnern und Enten. […]“

„[…] Und langsam, Schlag für Schlag, wurde Marten zum ersten Mal wirklich klar, dass er sich mit jedem Zug von seinem bisherigen Leben entfernte. Ihm wurde schlecht. […]“

„[…] Schmerz und Tod sind unsere Last. Wir tragen sie mit Dankbarkeit, denn die Wege der Reisenden sind unergründlich. Er weinte, vielleicht lachte er auch. Es machte keinen Unterschied. […]“

~°~ Fazit ~°~

Ich habe den Roman verschlungen, hatte funkelnde Augen bei der Lektüre (Wer genau hinsah konnte sehen, dass sie blau leuchteten. ;)), habe die Autoren „genervt“ warum ich auf den Folgeband ein ganzes Jahr warten muss, selbigen auf meine Wunschliste gesetzt und „Das Erbe von Berun“ für den Lesepreis nominiert. Ich denke viel mehr muss man gar nicht schreiben, oder? 🙂

Games Oft Thrones war gestern! JETZT beginnen die Blausteinkriege! 😉

~°~ über die Autoren ~°~

Hinter dem Pseudonym T.S. Orgel stehen die beiden Brüder Tom und Stephan Orgel. Tom, Jahrgang ’73, lebt im Spessart und verdient sein Geld als selbständiger Grafik-Designer und Texter. Er treibt schon lange nicht mehr genug Sport und leidet unter Rollenspielentzug. Sein Bruder Stephan, geboren 1976, lebt und arbeitet irgendwo in Hessen in der Verlagsbranche, unter anderem als Fachredakteur. Er ist deutlich fitter als sein Bruder und noch immer begeisterter Rollenspieler.