Heißhunger lecker weggebacken [mit Rezept]

Wie ihr ja wisst koche und backe ich leidenschaftlich gerne. Gestern war mir nach letzteren und da ich mit „kochen“ dran war, wieder DIE Gelegenheit etwas Neues zu probieren – und zu sehen, ob der Proband es überlebt. *hust* Ich kann berichten das mein Göttergatte noch unter uns weilt. (Ich im Übrigen auch! <–Ja, ich habe natürlich auch davon gekostet.) Ihr wollt jetzt endlich wissen WAS es denn gab, oder? Die Antwort lautet: Frittierten Hefeteig. Wer jetzt „Häh!???“ denkt ist vermutlich kein Ungar und wer sich die Haare ausreißt, ist vermutlich einer. 😉

Das Gericht nennt sich „Lángos“ und ist ein Hefeteig, welcher in Fett ausgebacken (frittiert) wird. Anschließend bestreicht man den Fladen mit einer Sauce und kann ihn nach Wunsch belegen – oder aber man nimmt die süße Variante und isst ihn z.B. mit Konfitüre. Ich entschied mich für die deftigere Variante, passend zum Wetter. (Es ist immer schön, wenn man eine Ausrede hat! *g*)

Das erste Mal gegessen hatte ich es im letzten Jahr auf dem Schlachtezauber und gestern hatte ich einfach Heißhunger drauf. Nur ist der Schlachtezauber ja erst wieder Ende des Jahres. Da half nur selber machen und zwar so:

Lángos (oder Langosch)

(für 6 Fladen die jeweils etwa so groß wie ein Kuchenteller sind.)

500 g Mehl Typ 405

100 ml Vollmilch

1 gestrichener TL Zucker

1 Tütchen Trockenhefe

200 ml Trinkwasser (lauwarm)

2 EL weiche Pflanzenmargarine

Salz

Pflanzenöl zum Frittieren

° ° °

Die Milch lauwarm erhitzen, Zucker und Hefe in ihr auflösen.

Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine kleine Mulde formen und mit der Hefemilch füllen. Etwas Mehl drüber und etwa 5 Minuten gehen lassen.

Nun das Wasser, das Salz, sowie die Margarine zum Vorteig geben.

Alles richtig kräftig mit den Händen durchkneten. (Es kann hier auch ein Handrührgerät mit Knetharken verwendet werden, aber ich bin da altmodisch und finde dass bei so Tradionsgerichten die Liebe besser mit einfließt, wenn die Hände benutzt werden. Außerdem macht das einfach mehr Spaß! ^^) Wenn der Teig noch leicht klebrig ist, dann ist er genau richtig.

Jetzt ist erst einmal eine Menge Geduld gefragt: Für eine Stunde muss der Teig nun „zu Ende gehen“. (Keine Sorge, er läuft nicht weg!) Ihr könnt die Gehzeit verkürzen, wenn ihr den Teig – in einer feuerfesten Schüssel! – in den Backofen (50°C) stellt.

Hat der Teig etwa die doppelte Größe erlangt, ist er bereit für die Verarbeitung.

LángosImÖlDen Teig noch ein letztes Mal durchkneten. Anschließend in sechs gleichgroße Teile aufteilen und aus jedem dieser Teigstücke einen Fladen formen.

In einer hohen Pfanne das Pflanzenöl erhitzen und einen Fladen hineingeben. Ab und an wenden. Wenn er goldbraun ist herausnehmen. (Geht schnell, je nach Dicke etwa 3-4 Min.) Das mit den anderen Teigfladen wiederholen.FertigerLángos

Da sie sehr fettig sind empfiehlt es sich das Endprodukt auf einem Küchenkrepp abzutropfen.

So ein Lángos schmeckt auch so schon gut. Aber noch besser sind sie belegt. Ich entschied mich für Honigsauerrahm, jede Menge Gemüse und Schafskäse. Mega lecker! Mein GöGa probierte eine Variante mit Sauerrahm, Krautsalat, Paprika, Salami und Pfefferkäse. Auch er fand die Mischung „genau richtig“. Ihr seht, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Veggievariante

° ° °

Was kommt auf eure Lángos? 🙂

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