Leidensweg einer Migränepatientin 1.9

Eigentlich sollte dieser Beitrag bereits gestern erscheinen, aber gestern habe ich das Zaubern gelernt und meinen Browser unsichtbar gemacht. Da war es schlecht mit einer Veröffentlichung. Nachdem ich nun genug über den Sinn von Verschwindezaubern sinniert habe – und noch immer auf der Suche nach dem passenden Rückholzauber bin, beglücke ich euch heute mit einem neuen Zauber … äh Bericht.

Heute wird die Reihe „Leidensweg einer Migränepatientin“ fortgesetzt, denn gestern hatte ich einen Termin bei „meinem“ Neurologen. Der gute Mann hat sich ganz zwei Minuten (!) mit mir unterhalten. (Abgerechnet werden sicher mind. 15 Min… Schnell verdientes Geld.)  

Ich betrat das Sprechzimmer und bekam direkt die Frage gestellt wie ich denn mit den Tabletten (Betablockern) zurechtObelix gekommen bin. Wahrheitsgemäß antwortete ich, dass es am Anfang Probleme gab, wie z.B. sehr starke Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Übelkeit, Ausschlag, …  Aber eben auch, dass ich die Migräne glücklicherweise auf 1-3x/ Monat reduziert hat. Während der Arzt auf seinen Bildschirm starrte, kommentierte er das von mir gesagte mit: „Ein voller Erfolg. Damit machen wir weiter.“ – WIESO sagen Ärzte eigentlich immer WIR??? – Daraufhin bekam ich eine Rezept für die nächsten Schachteln Betablockern und einen neuen Termin in etwa zwei Monaten. Außerdem noch die Aussage, dass beim nächsten Mal ein neues EEG gemacht werden soll. – Der Sinn bleibt mir (bisher) etwas verborgen, denn bereits beim ersten gab es ja keine Auffälligkeiten. Aber nun gut. So ein Arzt weiß schließlich wie er an Geld kommt. 😉

Immerhin habe ich nach nun nach etwa zwei Monaten Einnahme von Betablockern ein wenig Lebensqualität zurückgewonnen. Leider darf man sie nur sechs Monate nehmen. Ich hoffe stark, dass die Migräne auch, nach dem Absetzen, weiterhin geblockt bleibt…

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5 Antworten zu “Leidensweg einer Migränepatientin 1.9

  1. Zur heutigen THEMATIK mein GEDANKE von gestern :
    *
    Medizinische Kundenfreundlichkeit

    Manche MEDIZINER
    betrachten
    ihre PATIENTEN
    schlechthin als
    ihre KUNDEN …

    Allerdings,

    diese KUNDEN
    erhoffen sich von
    ihren ÄRZTEN
    eine stets vermittelnde ZUVERSICHT,
    nämlich,
    dass sie wissen, was sie tun !
    ___
    (C) PachT, 2010 – Gedanken im Wartezimmer

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  2. Es gibt echt noch Ärzte, die „wir“ sagen? Lustig. Meiner Beobachtung nach zeugt das übrigens von einem gesunden Selbstverständnis als Mediziner: Arzt und Patient arbeiten gemeinsam an einer Heilung oder Linderung der Beschwerden. Der Arzt drückt damit aus, dass auch der Patient eine wichtige Funktion übernimmt. Die Krankheit existiert ja nicht im luftleeren Raum, sondern ist Teil des Patienten. Und damit braucht es den Patienten im Boot.

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  3. Manche Ärzte sind eine echte Katastrophe – ich habe zum Glück ein Goldstück ergattert. Ich bin auch Migränepatientin und hatte eine Zeit Betablocker, Neuroleptika, etc… und nix hat wirklich geholfen. Meine letzte Hoffnung: Akupunktur- zwei – drei Mal die Woche – und wenn es akut ist. Hat geholfen! Seit mehr als 3 Jahren bin ich so gut wie kuriert. Nur wenn ich merke, es fängt an zu ziepen – oder könnte- nehme ich Ibu- damit hab ich’s in den Griff bekommen. Aber sicher hast du auch schon alles probiert!?
    LG von Fräulein Briest

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  4. Ich bin Jahrzehnte lang Migränepatientin gewesen – was wurde da nicht alles untersucht und verschrieben – ohne Erfolg. Im Juni habe ich rechts ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt bekommen, und trage auf Geheiß meines Orthopäden links eine Sohlenerhöhung, um einen Beckenschiefstand auszugleichen – und die Migräne ist weg! Futsch! Mitte Juli hatte ich noch einmal einen Anfall, und seitdem keinen einzigen mehr.
    Liebe Grüße!

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