short storys

Ich. Opfer.

Es war noch sehr früh am Morgen. Umso besser, zu dieser Zeit schläft die Welt noch. Keine Zeugen.

Ich hatte das Haus bereits umrundet, doch dann konnte ich mein Glück kaum fassen: Sie öffnete das Fenster. Offenbar war ihr nach frischer Luft, denn sie kippte es nicht nur, sondern öffnete es ganz. Ich konnte mein Glück kaum fassen! Einen kurzen Moment Geduld und dann, als sie sich kurz umdrehte, nutzte ich meine Chance und drang ins Badezimmer ein. Es war einfach. Ich war direkt drin! Perfekt!

Sie war abgelenkt, stand vorm Spiegel. Viel besser konnte es gar nicht werden. Doch dann hat sie mein Spiegelbild erblickt und versucht mich zu vertreiben. Sie wollte mich doch tatsächlich aus dem Fenster hinaus befördern! Das sollte sie bereuen! Mitten in den Hals habe ich sie gestochen! Oh ja, das war sehr gut. Dieses warme Blut! Ein wahrer Rausch überkam mich. Das Fenster stand noch offen. Ich taumelte befriedigt in die Freiheit. Mein Opfer ließ ich gezeichnet zurück – ein dicker Mückenstich ziert nun ihren Hals.

3 Gedanken zu „Ich. Opfer.“

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