Gefangenschaft und Freundschaft [Rezension – Tierschutz-Buch für Kinder]

~°~ Das Buch ~°~

Wolfgang Wambach

Adam der Affe

Verlag : epubli / 23.09.2016

Fester Einband 132 Seiten

ISBN: 9783741852015

Empfohlenes Alter: 9 – 13 Jahre

~°~ Klappentext ~°~

adamderaffe-1Der stumme Außenseiter Kenny entdeckt in einem Zirkuskäfig den Schimpansen Adam, der sich ihm in Gebärdensprache vorstellt. Interessiert erfährt Kenny, dass der Affe seinen Wortschatz von einem Wissenschaftler gelernt hat. Als im Zirkus ein Unfall passiert, den nur der Junge beobachtet, wird Adam beschuldigt und muss fliehen. Für die beiden beginnt eine spannende Abenteuerreise – mit dem Ziel, den Wissenschaftler zu finden. Doch bald werden die neuen Freunde zu Gejagten. Schafft Kenny es rechtzeitig, Adams Unschuld zu beweisen?

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

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Viele schöne Zeichnungen

Der 13-Jährigen Kenny hat es nicht leicht, denn er ist taub und wird von anderen Kindern gehänselt. Seine Wut lässt er an unschuldigen Tauben aus, die er durch ein Blasrohr beschießt. – Es ist keine Lösung weiterzugeben was einem selbst widerfährt, zumindest dann nicht, wenn diese Ereignisse negativ behaftet sind. – Daher fand ich eine Dame, die den Jungen eine Standpauke gehalten hat, super. Sie hat darauf hingewiesen, dass eben auch die Tauben (Tiere) Gefühle haben und Schmerzen empfinden. (Ich wünschte mir wirklich mehr alle Menschen würden daran denken!)

Kenny trifft auf Adam und stellt fest, dass dieser, ebenso wie er, die Gebärdensprache ebenfalls beherrscht. Endlich kann der Junge sich mit jemand unterhalten. Dann wird Kenny Zeuge wie der Zirkusdirektor Adam mit einer Eisenstange zu einem Auftritt bewegen will.

Allein der Anfang dieser Geschichte ist bereits in mehrfacher Hinsicht traurig und versetzt mir einen Stich ins Herz … Doch ist die Geschichte ist gleichzeitig ein wahres Aufrütteln und eine Anregung zum Nachdenken über den Tierschutz, die Unnützheit von Zirkussen (mit Tiershows) und nicht zuletzt daran, seine Vorurteile zu überdenken.

Im Nachwort zeigt der Autor Fotos von Affen. Ein Foto zeigt z.B. einen traurigen Primaten hinter Gittern. Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte …

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*ACHTUNG SPOILER*

Es gibt eine Szene in der Geschichte, die in einer Leserunde heiß diskutiert wurde. Dabei geht es darum, dass mit einer scharfen Waffe auf Adam geschossen wird. An dieser Stelle haben sich viele (fast alle) darüber aufgeregt, da es sich hier ja um ein Kinderbuch handelt. Ich für meinen Teil fand es gut. – Natürlich nicht, dass auf den Affe geschossen wurde, sondern das hier die Realität widergespiegelt wurde.

~°~ Fazit ~°~

Ich hoffe sehr, dass dieses Buch viele Menschen – Kinder, wie Erwachsene – aufrüttelt und dazu anregt, den Zirkus nicht zu besuchen. Nur dieses ist der einzige und richtige Weg, um den Tieren ihre Freiheit zu lassen. Denkt daran, wenn der nächste Zirkus in eurer Stadt gastiert!

DAS ist der Grund keinen Zoo oder Zirkus zu besuchen!!!

DAS ist der Grund keinen Zoo oder Zirkus zu besuchen!!!

Kaufrausch ohne Kauf

Während mein Göttergatte seinen Urlaub genießt, nutzten wir meinen freien Tag, um uns auf die Suche u.a. nach einem Küchentisch unser Wahl zu begeben. Zwar hatten wir (= ich^^) im Internet schon ein Exemplar des Gefallens gefunden, doch eine Stimme (mein GöGa) schrie förmlich danach, diesen günstiger im Geschäft zu kaufen. So brachen wir dem Vehikel auf ins ländliche Nirgendwo, haben dabei (Landes)Grenzen überwunden und sind in einer … ähm … Einkaufwelt gelandet. Mehrere Stunden verbrachten wir dort, besahen und besetzten Möbel, fühlten Läufer und Gardinen, öffneten Schränke und klopften auf Tastaturen. Mit leeren Händen und der Erkenntnis, dass es online eben doch günstiger ist, verließen wir den „großen Horrorladen“ (Für uns ist shoppen generell einfach grausig. Keine Ahnung wie man so etwas freiwillig machen kann!!!) Immerhin haben wir nun eine Anregung für unsere Leseecke, sowie die Leidenschaft für eine verknotete Lampe.

Das schönste Waren wohl die Parkplatzbeschreibungen. Immer ein Obst-/ Gemüse mit Buchstaben. Bei ersterem musste ich mit einem Schmunzeln an mein Bruderherz denken und habe mich gefragt, ob er das Auto überhaupt wiederfinden würde. *schmelmisch-grins*

Auf dem Rückweg, Feierabendverkehr sei Dank, steckten wir eine Gefühlte Ewigkeit im Stop-and-Go. Was macht man da, um sich die Langeweile zu vertreiben? Genau: Spielen! Wir vertrieben uns die Zeit mit „Ich-plane-den-Weltuntergang-und-benötige-dafür …“ (Unsere Version von „Ich-packe-meinen-Koffer“ >:-)) Nebenbei fuhren wir schon fast in den Weltuntergang, zumindest sah die (verpestete) Luft teilweise so aus … 😦

Luft

 

Leidensweg einer Migränepatientin 3.0

Ohnmacht auf später verschoben

Auch wenn die letzte Behandlung beim Chiropraktiker durchaus etwas Verbesserung gebracht hat, ganz ohne Migräne gingen die letzten beiden Wochen dann doch nicht rum 😦 Am Mittwoch, also nach 1,5 Wochen, hatte ich am Abend einen so extremen Anfall, dass ich früher nach Hause musste. – Total toll, wenn der „Weisungsberechtigte“, dich dann noch fragt, ob du nicht noch 30 Minuten bleiben könntest. Immerhin kann man ja auch einfach eine halbe Stunde später umfallen. *Kopf schmüttel* – Der nächste Tag war dann auch so gut wie gelaufen, auch wenn dann die andere Seite Probleme bereitete. Was man (oder in diesem Fall Frau) Jahrzehnte mit sich rumschleppt, ist eben nicht so einfach zu beseitigen. Genau deswegen führte mich mein Weg nach der Arbeit (Total toll, wenn man Frühschicht hat! :)), auch in die Praxis.

Reden ist Silber, Schweigen macht auch kein Gold draus

In der Praxis traf ich auf einen Chiropraktiker mit Schweigegelübte. Na gut, nicht ganz. Aber er hat sich quasi das „Nicht-zu-viel-reden“ auferlegt.  Hintergrund ist eine neu erlernte Technik, die er nun in so einer Art Projektphase umsetzen möchte. Konkret bedeutet dieses, dass kein Vorgespäch mit Fragen wie „Wo tut es denn (noch) weh?“ stattfindet, denn im Laufe der Behandlung ändert sich das ja und wird eben auch so deutlich.  Gar nicht so einfach für einen Mann der gerne redet. 😉 Dieses Mal schmerzte das „Schießen“ auch tatsächlich … Doch auf das habe ich, wieder einmal, überstanden. 😉

Kinder sind unsere Zukunft – Wir sind verloren!

Auf dem Rückweg durfte ich die Fahrt dann mit einem sehr jungen Fahrgast verbringen, der LAUTstart rumschrie und flennte, weil er nicht das „Telpon“ bekam. Nicht nur ich, sondern auch andere Fahrgäste warfen der erwachsenen Begleitung einen Blick zu, der in etwa so etwas bedeutete wie: „Stell das Gör ab oder ich mache es!“ Einige Haltestellen später stieg noch eine Mutter mit einem etwas jüngeren Kind ein. Was lustig war: Dieses jüngere Kind warf einen Blick auf den Schreihals und verdrehte dabei die Augen. 😀 Der Schreihals gab – nachdem er seine weibliche erwachsene Begleitung gehauen hatte – endlich Ruhe, als er endlich mit dem iPhone spielen durfte.  Er strahlte über das ganze Gesicht und seine Augen glitzerten förmlich. Irgendwas sagt mir, hier ist mächtig etwas schief gelaufen …

 

Über den Köpfen, muss der Ausblick …

Na, was habe ich gesagt? 😉

Aronia hat die Technik entdeckt und genießt den Ausblick.

Piraten!!!

Kaum zu glauben, aber mein Götterrgatte und ich haben es doch tatsächlich geschafft, unter der Woche, gleichzeitig einen Tag frei zu bekommen! Getreu meinem Jahresmotto („Man sollte so viele erste Mal wie möglich haben!“) befand ich, dass mein Liebster ein wenig Bremer Kultur genießen dürfen.

An diesem Abend startet nämlich der Bremer Schlachtezauber. – Die Kurzbeschreibung hiervon wäre wohl „Mittelalterlicher Handwerksmarkt an der Weserpromenade“. Auch eine Art Weihnachtsmarkt, aber eben ohne diesen ganzen grauenvollen Kunststoff- und Blink-Blink-Kitsch. (Wir haben ja eigentlich nichts gegen Weihnachten, sondern nur gegen das ganze Drumherum, was die Industrie daraus macht. – Und die Bettlerbanden. Gestern stand ich gerade mal 5 Minuten an der Bushaltestelle und wurde 3x von verschieden Leuten angebettelt. Bevor hier jetzt jemand etwas von Bedürftigen schreibt: Sind DIE nicht! Sie tauchen nur zu Festen auf, betteln aktiv und aggressiv, geben ihr Geld alle 1-2 Stunden ab (mit eigenen Augen gesehen) und versauen den WIRKLICH Bedürftigen ihre Einnahmen. – Wer wirklich spenden will, sollte das nicht nur zur Weihnachtszeit tun. Hält man seine Augen auf sieht man viel Elend. Das ganze Jahr. – Und weiß vor allen Dingen wer wirklich bedürftig ist.)

schlachte-zauber2016-verstossener

Ich schweife ab. Was ich sagen wollte: Der Schlachte-Zauber ist eine gute Möglichkeit für Grinche und Mittelalterinterssierte wie uns. Besonders toll ist natürlich auch die Atmosphäre mit Kerzen und Fackeln, statt greller Weihnachtsdeko.

Zu Essen gibt es fort natürlich (?) auch genug. Auch viele Stände mit vegetarischen Leckereien. Yummi!

Für Unterhaltung sorgt ein buntes Rahmenprogramm. Von Musik über Geschichten bis hin zu Feuerschluckern gibt es vieles zu entdecken.

Super ist aber der Anfang. – Ich bin der Meinung jeder (Bremer, ob gebürtig oder zugezogen), sollte zumindest einmal das Schauspiel auf der Hansekogge* gesehen haben. (*Sofern Sie denn geborgen und restauriert wurde.) Innerhalb von etwa zehn Minuten wird die Geschichte um den Bremer Hansevogt und das Handeln an der Schlachte aufgeführt.

Voller Piraten und vielleicht auch ein wenig Seemannsgarn? – Und in diesem Jahr hatten die Piraten sogar einen Trump im Ärmel. 😉

Mit einem großen Feuerwerk wird nach dem Stück der Schlachte-Zauber offiziell für eröffnet erklärt. (Ich halte leider nichts von Feuerwerk, aber ausreden kann ich den Veranstaltern das leider auch nicht …)

Die Eröffnungsfeier ist für dieses Jahr vorbei. Wenn ihr aber jetzt Lust bekommen habt, einmal an der Weser durch das Mittelalter zu schlendern: Der Schlachte-Zauber ist noch bis zum 23.12.2016 geöffnet. (Schlachte-Zauber Mo-Fr + So 11:00 – 20:30 Uhr / Sa 11:00 – 22:00 Uhr)

Für alle die keine Möglichkeit haben habe ich (natürlich ;-)) Fotos mitgebracht. Zurücklehnen, ansehen und sich in mittelalterliche (Weihnachts-)Stimmung versetzen lassen. Viel Vergnügen. 🙂

Chance the world [Zum Weltkindertag]

 

„Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.“

[Maria Montessori]

The true monsters are humans … [Das Video zum Wochenende]

Bock auf einen schönen stylischen „Schlitten“ mit Ledersitzen?

DU zahlst nur mit Geld. Andere mit ihrem Leben …