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Alles neu!? – Änderungen 2017

2017 ändert sich so einiges. – Wie eigentlich irgendwie jedes Jahr. Vermutlich nimmt man die Änderungen zum Jahreswechsel einfach eher wahr, da diese Änderungen noch nicht erprobt sind – und ein jeder fast jeder am Sinn zweifelt.

Hier ein kleiner Überblick, was dieses Jahr so alles auf uns zukommt:

ARBEIT

Der gesetzliche Mindestlohn steigt mal wieder enorm und zwar von 8,50 EUR auf 8,84 EUR. Das sind unschlagbare 0,34 EUR/ Stunde mehr. Brutto versteht sich …

Entscheidet sich ein Arbeitnehmer für eine Weiterbildung, so muss sich der Arbeitgeber, sofern weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigt sind, nicht mehr an den Kosten beteiligen. Dieses übernimmt nun die Arbeitsagentur.

Damit der Missbrauch von Werkverträgen verhindert wird, dürfen Leiharbeiter ab 01.04.2017 höchstens 18 Monate bei einem Entleiherarbeit eingesetzt werden. Bereits nach neun Monaten muss das Arbeitsentgelt dem der Stammbelegschaft entsprechen. Eigentlich eine gute Sache, doch auf hier gilt: Für tarifgebundene Arbeitnehmer sind Ausnahmen möglich …

Nun muss der Arbeitgeber auch die psychische Belastung, bei der Beurteilung der Gefährdungen, für die Anforderungen an einen Telearbeitsplatz oder Pausenraum, berücksichtigen. – Ich habe einen Telearbeitsplatz und bezweifle ganz stark, dass mein Arbeitgeber hier irgendetwas ändern wird …

Prostituierte sind künftig besser vor Ausbeutung, Gewalt und Menschenhandel geschützt und erhalten besseren Zugang zu Unterstützungs- und Beratungsangeboten.

FEIERN

Weiß inzwischen eh schon jeder, da er aber dieses Jahr ganz offiziell und überall Feiertag ist, soll er auch hier nicht unerwähnt bleiben: Dienstag, der 31. Oktober 2017 ist nicht nur Halloween, sondern auch Reformationstag. – Und Menschen die nicht einen ähnlichen Job haben wie ich, haben damit einen Tag mehr frei.

GELD

Am 04. April kommt ein neuer 50-EURO-Schein. Laut Europäischer Zentralbank soll dieser schwerer zu fälschen sein.

GESUNDHEIT

Verschreibungspflichtige Medikamente gibt es jetzt nur noch, wenn Arzt und Patient vorher in Kontakt standen. Teleshopping für Medikamente und ärztliche Leistungen sind jetzt verboten. Gut so!

PFLEGE

Aus den drei bisherigen Pflegestufen werden fünf Pflegegrade. Angeblich sollen die meisten Betroffenen dadurch auch mehr Geld bekommen. Für die stationäre Pflege wird ein einheitlicher Eigenbetrag eingeführt. Da diese Umstellung finanziert werden muss, werden die Beiträge zur Pflegeversicherung erhöht.

Dank dem Pflegestärkungsgesetz III sollen Kommunen nun mehr Beratung und Hilfe in den Kommunen möglich sein. Pflegebedürftige und deren Angehörige sollen vor Ort umfassender beraten werden. Auch häusliche Pflegedienste werden strenger kontrolliert.

RENTE

Es gibt nun die „Flexi-Rente“. Wer eine reguläre Rente bezieht und trotzdem weiterarbeitet, erhöht damit seinen Rentenanspruch. Natürlichaltermann nur, wenn er auch weiter Beiträge zahlt. Damit lässt sich die eigene Rente – laut Bundesregierung – um bis zu 9 % jährlich steigern. Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, welcher der Arbeitgeber normalerweise trägt, entfallen zunächst auf die Dauer von fünf Jahren. Ab dem 01.07.2017 sollen sich dann die Teilrente und der Zuverdienst individuell kombinieren lassen.

Die „Zwangsverrentung“, für Personen die länger Arbeitslos sind, wird abgeschafft. Allerdings nur dann, wenn die Höhe der vorgezogenen Altersrente zum Bezug von Grundsicherungsleistungen im Alter führen würde.

Anbieter von Riester- und Basisrentenverträgen sind nun dazu verpflichtet dem Interessenten ein umfassendes Produktinformationsblatt auszuhändigen. Aus diesem müssen auch die Kosten des Vertrages hervorgehen. Sind sie nicht aufgeführt, muss der Kunde sie auch nicht übernehmen.

Waisenrentner sind ab 2017 in der Gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert.

SHOPPING

Fotobücher werden seit Anfang des Jahres mit 19 % (vorher 7 %) versteuert, da sie „nicht zum Lesen bestimmt“ sind.

TECHNIK

Auf Grund der Engergievorgaben aus Brüssel sinkt die maximale Wattzahl bei Staubsaugern auf 900 Watt (von 1600 Watt).

VERKEHR

Die Rettungsgasse wird links gebildet. Auf allen Straßen mit mindestens zwei Streifen gilt: Eine Rettungsgasse wird bei Stau oder stockendem Verkehr zwischen der äußersten linken Spur und dem Fahrstreifen unmittelbar rechts daneben gebildet. (Bei drei oder vier Fahrspuren fahren die Autos auf dem linken Fahrstreifen ganz nach links und alle anderen ganz nach rechts. Der Pannestreifen wird dabei mitgenutzt!)

VERKEHR – 2 Räder

(Neue) Motorräder und Kleinkrafträder, können nur noch zugelassen werden, wenn sie der Schadstoffnorm EUR 4 entsprechen. Auch der strassemaximale Geräuschpegel darf nicht mehr als 80 dB betragen.

Gibt es keine reine Fahrradampel, so müssen sich Radfahrer nun nach den Ampeln der Autofahrer richten. „Wer ein Rad fährt, hat die Lichtzeichen für den Fahrverkehr zu beachten“ [§ 37 Abs. 2 Satz 6 StVO]

VERKEHR – 4 Räder

Seit dem 01. Januar dürfen Klimaanlagen nicht mehr mit fluorierten Treibhausgasen mit einem Treibhaus-Potential (GWP) über 150 befüllt werden.

Auch wer bereits ein Fahrzeug hat, darf tiefer in die Tasche greifen. So wird die zweijährige Hauptuntersuchung teurer. (Unterschiedlich, je nach Bundesland 35 – 54,86 EUR)

Glücklich wer ein Tesla-Elektroauto auf der Straße bewegt, denn dann darf an den Supercharger-Schnellladestationen weiterhin kostenlos getankt werde. Wer nach dem 01. April 2017 ein Fahrzeug auf die Straße bringt, darf Geld berappen. Ob die jährliche Gutschrift über 400 kWh, da wirklich ein Trost ist, bleibt zu bezweifeln.

Und DAS war nur ein kleiner Teil der Änderungen …

Welche Änderung findet ihr gut, welche haltet ihr für völlig überflüssig?

4 thoughts on “Alles neu!? – Änderungen 2017”

  1. Moin.
    Vieles wird komplizierter: mir wird der fälschungssichere 50er zu schaffen machen 😉
    Nee, Spaß beiseite, deine Aufzählung ist quasi der Arbeitsnachweis, dass unsere Regierenden in Berlin auch was tun. Toll.
    Nur eine Frage: Für was sinkt die Wattzahl von 1600 auf 900? Ich habe nachgeschaut: mein neuer Handmixer hat eh nur 300 😉
    Schönes Wochenende 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Versicherungen werden teurer. Meine KFZ-Versicherung steigt um ca 10%, die Krankenversicherung auch, bei den anderen weiß ich es nicht genau, aber billiger wird keine. Warum auch, ich bekomme ja garantiert mehr Gehalt, so 1,5 bis 2 % vielleicht. Das finde ich unfair. Versicherungen machen mir Angst – ohne sie ist man ja im Bedarfsfall aufgeschmissen. Ich sollte 100-er nachdrucken, alles drunter ist zu wenig. Oder meine eigene Anleihe ausgeben – bei 60 Mrd Ankaufvolumen monatlich durch die EZB sollten ein paar Tausender für mich doch mal locker drin sein, oder ?

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  3. Wie witzig und informativ ist daaas denn! – vielen lieben Dank dafür.

    Neuerungen welch mich in meiner Heimat ebenfalls betreffen und zum schmunzelnden Nachdenken anregen.

    Der Neue 50€-scheint noch bevor die Frankenblüte welkt👏🏻👏🏻👏🏻

    https://sandmaennli.wordpress.com/2016/04/17/782/

    Mindestlohn… AUTSCH! Was die Gewerkschaften und Arbeitnehmer/grber in Deutschland beschäftigt erscheint im Hochpreisland Schweiz wie eine Katastrophe

    http://www.unia.ch/fileadmin/user_upload/Arbeitswelt-A-Z/Lohn/Liste_Lohnerhoehungen_auf_4000.pdf

    Ferner nehme ich zur Kenntnis, dass der €-Raum nun offiziell „verstauben“ darf… und hoffe dass damit der Weg zum „Atomausstieg“ erfolgreich lanciert werden kann.

    Weiter so mit tollen Beiträgen☺

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