Dshinntastisch [Rezension – Jugendfantasyroman]

~°~ Das Buch ~°~

Corinna Wieja

Simsaladshinn

Das Mädchen aus der gelben Tasche

Magellan [18.01.2017]

ISBN  9783734840500

~°~ Klappentext ~°~

So hat sich Flaschengeistmädchen Diamandarazade, genannt Amanda, ihren 77-wöchigen „Menschenlehrdienst“ nun wirklich nicht vorgestellt! Statt die Zeit bequem und unentdeckt in einer alten, hässlichen, gelben Tasche abzusitzen, landet sie ausgerechnet in den Diensten von Oberlangweiler Jonas. Um ihren entführten Lehrmeister Muffid zu retten, schlägt Amanda Jonas einen Deal vor: Für jeden erfüllten Wunsch verlangt sie einen Gegenwunsch von ihm! Blöd nur, dass Amanda durch ein Versehen all ihre Magie verliert und Jonas ein richtiger Angsthase ist. Denn die Zeit läuft ihnen langsam davon …

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Das Cover ist schön bunt und zeigt, neben Diamandarazade, auch jede Menge Dinge die in der Geschichte eine Rolle spielen. Jedes auf seine Weise.

Bevor man dieses Buch liest, sollte man sich als erstes von seinen Klischees verabschieden. Das Dshinns nur dazu da sind, um den Menschen Wünsche zu erfüllen und in einer schmierigen dunklen Öllampe leben, ist lange her. „Simsaladschinn“ baut auf diese bekannte Geschichte auf, denn die Dhinns der Neuzeit huldigen dem „Urdschinn“ noch heute, indem sie für 77 Wochen auf die Erde kommen, um einem Menschen dessen Wünsch zu erfüllen. In welchem Gefäß sie ihre Zeit verbringen können sie sich allerdings selbst aussuchen. Warum denn nicht eine helle Knoblauchensaucenflasche?

Jetzt ist Diamandarazade, kurz Amanda, dran ihren „Menschedienst“ zu verrichten. Doch die junge Prinzessin kann sich viel Besseres vorstellen. Alles Flehen und Betteln hilft nichts, ihr Vater ist streng und schickt seine Tochter auf die Erde. Aber Amanda ist alles andere als auf den Kopf gefallen. Die junge Dshinn trickst ihren Vater aus und landet zwar auf der Erde, aber … An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten. Es sei jedoch verraten, dass Amandas anfangs geplanter ruhiger Aufenthalt sich schnell in ein riesiges Abenteuer voller Spannung und Gefahr verwandelt. Doch auch  Freundschaft spielt eine große Rolle, die Amanda sogar ihre Vorurteile vergessen wird.

Der Schreibstil ist sehr angenhem, locker und spannend. Immer wieder wird in „Dschinn“ geschrieben, so z.B. „Dschinnehrenwort“. Teilweise fand ich es schon ein wenig ZU viel. Immerhin gibt es keine schwierigen Wörter, so dass junge Leser im Alter von 9-11 Jahren hier nicht in ihrem Lesefluss gestört werden.

~°~ Fazit ~°~

Eine zauberhaft spannende Geschichte für alle die Dshinns einmal aus einer ganz anderen Sicht kennenlernen möchten.

~ Reihe ~

Die Jagd nach dem Wunschgutstein [Band 2] ab 13.07.2017

Das Mädchen aus der gelben Tasche [Band 1]

 

Perversion hoch 10 – Affenbordelle

Das grausamste Wesen auf diesem Planeten ist der Mensch. Immer wieder zwingt er (andere) Tiere dazu ihm zu Diensten zu sein. Seine Perversion kennt dabei keine Grenzen …

Ich will mir nicht anmaßen zu urteilen welches Verbrechen am schwersten wiegt, denn egal an welchem Tier, jede Grausamkeit zerstört ein Leben, bricht eine Seele …

In Indonesien gibt es inzwischen etwas das man fast nicht glauben mag, inständig hofft, dass es sich um einen schlechten Scherz handelt. Aber nein, hier haben die „Menschen“ etwas Grausames geschaffen: Tier-Bordelle!

Eine einfaches Wellblechhütte in Indonesien. Darin liegt eine dreckige, versiffte Matratze. Darauf ein kahl geschorenes und billig geschminktes Orang-Utan-Weibchen.  Jeden Tag werden sie und andere  unschuldigen Affen von mehreren Menschen vergewaltigt.

Würde es sich um einen Einzelfall handeln, wäre es bereits schlimm genug. Doch was hier geschieht, ist einem professionell geführtem Prostitutionsring  zu „verdanken“, er ist ähnlich organisiert wie ein Kinderpornoring.

Oft wird das Weibchen erschossen, nachdem es gerade ein Junges zur Welt gebracht hat. Das Schicksal des Jungen: Prostitution. Die Affen werden auf verschiedene Dörfer aufgeteilt und als Haushaltshilfe ausgebildet, um ihnen die Angst vorm Menschen zu nehmen. Sobald sie ausgewachsen sind werden sie jeden Tag rasiert, geschminkt – und mehrfach vergewaltigt … – Wer „Glück“ hat „darf“ als Go-Go-Affe in einer Bar arbeiten ..

Aber WARUM ist ein Mensch so krank Sex mit einem Affen (Tier) zu praktizieren? Die Antwort ist leider simpel: Es ist billiger als mit einem Menschen! Tierschutzorganisationen zufolge sind die „Besucher“ oft bettelarm und wollen Geschlechtsverkehr, egal mit wem – oder was.

Was mag das alles wohl mit der Seele des Tieres anrichten …???

Orang-Utans sind – leider – viel zu gutmütig um sich gegen die Menschen zu wehren. Die geschundenen Affen bekommen Depressionen und Gedächtnisstörung. Einige wollen sogar Selbstmord begehen …  (Für mich absolut nachvollziehbar!) Zu Vergleich: Während frei lebende Affen 45 bis 50 Jahre alt werden, werde sie in Gefangenschaft höchstens 15 Jahre …

Warum wird nichts unternommen?

In Indonesien regieren Armut und Korruption das Land. Tierschutzorganisationen benötigen ein riesen Aufgebot von Polizisten, denn die Dorfbewohner wehren sich massiv und mit Waffengewalt. Wir ein „Zuhälter“ oder Vergewaltiger verhaftet, ist er spätestens am nächsten Tag wieder auf freien Fuß. In einem korrupten Land keine Seltenheit …

SAUkomisch – Schwein gehabt [Rezension – Biographie]

~°~ Das Buch ~°~

Steven Jenkins, Derek Walter

Esther, das Wunderschwein

256 Seiten

Btb [12.09.2016]

ISBN 9783442714889

[auch als E-Book erhältlich]

~°~ Klappentext ~°~

Als eine Bekannte den Tierfreund Steve Jenkins fragte, ob er nicht ein Minischwein adoptieren wolle, wusste Steve, dass sein Lebensgefährte Derek nicht gerade begeistert sein würde. Dennoch willigte er ein, sich des süßen kleinen Ferkels anzunehmen. Eine Entscheidung, die Dereks und sein Leben für immer verändern sollte. Denn rein gar nichts an Esther war »Mini« – in drei Jahren wurde sie zu einem ausgewachsenen Hausschwein von 335 Kilo. Doch trotz aller Schwierigkeiten und einer Menge buchstäblicher »Schweinereien« liebten die beiden Esther: nur wie sollte es in ihrer Stadtwohnung mitten in Toronto mit der tierischen WG weitergehen? Wieder fassten sie einen weitreichenden Entschluss: per Crowdfunding finanzierten sie ein Gnadenhof-Projekt für ehemalige Nutztiere. Heute leben sie mit Esther und vielen anderen tierischen Freunden auf dem Land in Ontario im Happily Ever Esther Farm Sanctuary.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Vom Cover blicken dem (potentiellen) Leser bereits wunderschöne Schweinchenaugen entgegen, die einem das Herz aufgehen lassen. Im Buch selbst gibt es einige Seiten mit eindrucksvollen Farbfotos, ein Querschnitt durch Esthers bisheriges Leben. – Und ich finde man sieht hier wie glücklich die Sau ist – aber eben auch, dass sie nicht in eine Wohnung gehört.

Genau darum geht es auch in dieser wahren Geschichte:

Steve, Mitte 30, liebt Tiere. Das war schon immer so. Er kann gar nicht anders, als allem was kreucht und fleucht seine Hilfe anzubieten. Das weiß auch eine ehemalige Klassenkameradin, die sich unverhofft bei Steve meldet und fragt, ob er einem Minischwein ein Zuhause bieten würde. Viel Bedenkzeit hat er nicht, also sagt er zu. Blöd nur, dass diese Zusage ohne Rücksprache mit seinen Mitbewohnern erfolgt. Die ohnehin schon recht kleine Bleibe teilen sich die Zweibeiner bereits mit Hunden, Katzen und Kaninchen. Wo soll denn da ein Schwein Platz finden? Ist doch nur ein Minischwein. – Doch dann wächst und wächst und wächst Esther und ist bald alles andere als Mini. Ein Tierarzt bringt Klarheit: Bei dem rosa Wonneproppen handelt es sich um ein Hausschwein.

Steven erzählt nicht nur sehr eindrucksvoll von den ganzen Herausforderungen, die mit der Aufnahme von Esther ihren Lauf nahmen, von Fressensbeschaffung bis zur Stubenreinheit, sondern auch vom Umdenken, welches sowohl in ihm, als auch bei seinem Lebensgefährten stattfanden. So kommt den beiden beim Frühstück eines Morgens der Gedanke dass der Frühstücksspeck der da in der Pfann brutzelt, ein Verwandter von Esther sein könnte. Es folgen Videos von Aufzucht und Haltung der “Nutztiere“. Der Entschluss ab sofort vegan zu leben ist gefasst.

Der Leser begleitet Steven von der Aufnahme Esthers bis hin zur Eröffnung des Gnadenhofes Happily Ever Esther Farm Sanctuary“.

~°~ Fazit ~°~

Esther hat zu einem (positiven) Umdenken bei ihren menschlichen  „Mitbewohnern“ geführt. Der Leser wird hier eindrucksvoll Zeuge von diesem Prozess und bekommt auch zahlreiche Tipps, ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Eine humorvolle Biographie die zum Nach- und Umdenken anregt.

Übrigens, inzwischen hat Esther sogar einen Fanshop. Wer schon immer mal einen Artikel mit einem Elefenschwein haben möchte, wird im Onlinestore des Gnadenhofes fündig – und unterstützt damit einen guten Zweck.

Mittwochsteiler 24 / 2017 – Dezemberkind

Marcel wurde am 28. Dezember geboren.

Trotzdem hat er im Sommer Geburtstag.

Wieso?

Schreibt in die Kommentare, welcher Gedanke euch ALS ERSTES kam.

Bei anderen abschauen gilt nicht! 😉

Lösung Mittwochsteiler 23 / 2017 – Tödlich
Das Mädchen lag im Krankenhaus und der Mörder hat die Schere benutzt, um ihre Sauerstoffzufuhr durchzuschneiden.

Coffe to go – Jetzt auch zum Mitnehmen …

… und zwar zum Mitnehmen im EIGENEN Becher! Gemeint ist damit natürlich (?) kein eigener Pappbecher, sondern ein MEHRWEGBECHER.

Und nicht nur, dass alle Heißgetränkliebhaber die Umwelt schonen, was an sich einfach schon Grund genug ist, den eigenen Thermosbecher mitzunehmen.

Es gibt heute auch bis zu 50 % Rabatt, wenn der eigene Becher mitgebracht wird.

Eine tolle Aktion, die in jedem Nachahmungswert ist. – Allerdings sollte sie sich nur auf einen Tag beschränken …

Tipp: Einige Händler, z.B. Tchibo, bieten einen eigenen Mehrwegbecher an. Einmal kaufen und den Nachfüllinhalt dauerhaft günstiger bekommen.

Diese „Dealer des schwarzen Goldes“ beteiligen sich in Bremen an der Aktion:

Bäckerei Weymann – Vor dem Steintor 11
Café Heinrich – Contrescarpe 45
Coffee Company – Bischofsnadel-Passage 7-8
Coffee Corner – Ostersteintorweg 1
Dilara Bäckerei – Pappelstraße 63
Edeka Bredow – UG Galeria Kaufhof
Flaschenpost – Gutenbergstr. 57
Flaschenpost – Hamburger Str. 131
Flaschenpost XXL – Bismarckstr. 128
Hampi’s Stop-Shop – Pappelstraße 79
KEN’s Stop-Shop – Buntentorsteinweg 264/266
Kiosk am Eck – Kornstr. 140
Tabak- und Zeitschriftenshop – Kornstr. 125
PappCafé – Friedrich-Ebert Straße 1
Torhaus – Bürgermeisterin-Mevissen-Weg 1
YellowBird Coffee – Pappelstraße 79

Montagsmodell!?

Vielleicht erinnert ihr euch ja noch daran, dass wir uns im letzten Jahr (u.a.) einen Wärmepumpentrockner zugelegt haben. – Leider gibt es bei uns weder Balkon, noch Dachboden, Trockenraum oder ähnliches und den Wäscheständer im Wohn- oder Schlafzimmer stehen zu haben ist auch nicht wirklich angenehm. – Blöd ist nur, wenn ein (teures) Elektrogerät nicht richtig funktioniert. In unserem Fall bleibt der Trockner immer auf einer Minutenanzeige stehen und dreht sich dennoch weiter oder er springt von zwei Stunden plötzlich auf 1 Minute Restzeit. Das das Gerät ja in der Garantiezeit ist: Telefon ans Ohr, Händler angerufen. Dieser hat einen Techniker geschickt.

Der Techniker kam direkt heute morgen, sehr pünktlich und war auch schnell wieder weg. Das heißt aber nicht, dass unser Trockner jetzt funktioniert, denn bis auf Messungen konnte der Mann nichts machen. Aber immerhin fand er den Grund: „Ihr Gerät hat einen zu kleinen Motor.“ – Wie muss ich mir das denn vorstellen? Montags in der Produktionsstätte. „Ey Mist, der Motor ist runtergefallen und hin.“ „Macht nix, dahinten liegt noch ein anderer. Ist zwar eigentlich für ein elektronisches Hamsterrad, aber das merkt eh keiner.“ … !?

Wie das mit Handwerkern und Technikern oft so ist, bekommt man da einfach einen Termin und hat dann gefälligst Zuhause zu sein. Heute war das nicht ganz so schlimme, denn ich habe Urlaub. Aber der gute Mann (oder einer seiner Kollegen) kommt ja noch mal wieder. Das WANN erfahren wir einen Tag vorher …

 

Alle meine Ponys [Rezension]

~°~ Das Buch ~°~

Britta Kudla , Dagmar Henze

Mein Pony-Vorleseschatz

112 Seiten

Coppenrath [31.01.2017]

ISBN 9783649624509

~°~ Klappentext ~°~

Milli liebt ihr Pony Blümchen über alles. Doch ihre Eltern können sich das teure Tier nicht mehr leisten. Was nun? Milli ist völlig verzweifelt, bis ihr auf der Auktion eine geniale Idee kommt. Auch Irene macht sich Sorgen, denn sie muss beim großen Ponyrennen ausgerechnet auf dem schwerfälligen Waldo starten. Wird sie Clarissa und ihren schnellen Bellini trotzdem schlagen? 14 Ponygeschichten voller Gefühl und Witz – erzählt von Manfred Mai, Sarah Bosse, Margret Rettich, Maja von Vogel und vielen anderen. Zum Vorlesen und ersten Selberlesen für alle Ponyfreunde.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Das Cover deutet bereits sehr schön an, worum es beim Inhalt geht: Ponys! Auch wenn die Zeichnung wirklich schön ist, so ist es doch etwas anderes, was hier ganz besonders ist: Das Lesebändchen. An dessen Ende befindet sich nämlich ein kleiner Anhänger. Passend zum Thema stellt dieser ein Hufeisen mit einem Pferd- (oder auch Pony-)Kopf dar.

Die enthaltenen Geschichten haben alle ein anderes Thema, doch immer das Schwerpunkt Pony. Mal sind sie lustig, mal total traurig. Es sind zusammen gesammelte Kurzgeschichten, so finden sich hier neben neueren Abenteuern auch ein Klassiker von Astrid Lindgren. – Allerdings handelt es sich hierbei um einen Auszug aus „Ronja Räubertochter“, so dass es irgendwie keine wirklich ganz eigene Geschichte ist.

Besonders gut gefallen haben mir „Das wilde Pony Fridolin“ von Mirijam Müntefering und „Das Pony in den Bergen“. Fridolin wird schnell als gefährlich verschrien, obwohl er eigentlich ein ganz Lieber ist. Hier zeigt sich gut wie schnell Vorurteile entstehen können. Beim Pony in den Bergen geht es um ein geschundenes Lasttier, dass gar nicht mehr in der Lage ist, die schweren Körbe zum Markt und wieder zurück zu tragen, von seinem Halter genau dazu angehalten wird. Diese Geschichte macht anschaulich deutlich dass Ponys (Tiere) Lebewesen sind, die Gefühle haben. Aber auch die anderen Geschichten haben allesamt einen Lerngehalt bei dem immer das Tier im Vordergrund steht.

Das empfohlene Lesealter liegt hier bei 5-7 Jahre. Zum Selbstlesen kann das durchaus noch etwas schwer sein, denn der Text ist recht klein geschrieben und es sind auch immer mehrere Seiten. Als Vorlesegeschichten haben sie jedoch genau die richtige Länge.

Aufgelockert werden die Geschichten durch wunderschöne bunte Bilder, passend zur jeweiligen Geschichte.

~°~ Fazit ~°~

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Länge der Geschichten ist genau richtig, die Bilder sehr nett anzusehen und das Lesebändchen ist, dank des Anhängers, wirklich ein Highlight. Ein schönes Vorlesebuch – nicht nur für Ponyliebhaber! 😉