Mittwochsteiler 32 / 2017 – Beerdigung

Ist es gesetzlich verboten einen Mann, der in Rostock lebt, in München zu vergraben?

Schreibt in die Kommentare, welcher Gedanke euch ALS ERSTES kam.

Bei anderen abschauen gilt nicht! 😉

Lösung Mittwochsteiler 31 / 2017 – Was bin ich
Dein Schatten.
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Beulenpest der anderen Art [Rezension – Dysopie-Satire]

Karsten Krepinsky

Angriff der ISombies

Sie sind gekommen, um dich zu konvertieren (Episode 1)

112 Seiten

CreateSpace Independent Publishing Platform [2015]

ISBN 9781522858454

~°~ Klappentext ~°~

Politisch. Unkorrekt. Eine subversive Zombie-Satire. Zombies fallen über Berlin her und töten jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Während die Politiker fliehen, nimmt ein ungleiches Team von Außenseitern den Kampf auf … Warnung! Das Lesen dieser Zombie-Apokalypse könnte bei empfindsamen Menschen den Zustand der Political-Correctness-Hysterie hervorrufen, der nur durch umfangreiche Lobotomie therapierbar ist.

~°~ Eindrücke / Meinung ~°~

In meist kurzen (beim ersten sogar sehr kurzem) Kapiteln taucht der Leser in die Berliner Welt der Gegenwart ein. Allerdings wird er nicht nur Zeuge von Politikern, die nur auf sich selbst bedacht sind, sondern auch von „Political Korrektnis“ und „Etwas“ das Menschen in „Zombies“ verwandelt. So kommt es, dass aus Menschen verschiedener Kulturen, Überzeugungen und Religionen eine Truppe wird, die nicht nur ums Überleben kämpft, sondern auch den ehrgeizigen Plan verfolgt ihre Stadt zurückzuerobern. Blöd nur, wenn man sich eigentlich nicht leiden kann (Vorurteile lassen grüßen) und zu allem Überfluss auch noch unbewaffnet ist …

Der Schreibstil ist angenehm, einfach herrlich unkompliziert. Soll heißen, hier schreibt der Autor „frei nach Schnauze“, was einem als Leser das Gefühl vermittelt, direkt im Geschehen (Mittendrin statt nur Dabei) zu sein. Was teils etwas anstrengend ist, sind die doch relativ viel verwendeten Fachwörter („Konvertit“, „Opportunist“, „Steele“ usw.). Obwohl es sich um eine leichte Kost der Lektüre handelt, ist durch die Verwendung des eben genannten, dann (leider?) doch ein wenig Wissen (oder eben ein gutes Wörterbuch) von Nöten. Immerhin kann der eine oder andere hier so auch etwas lernen. 😉

Von einem Buch kann man hier wohl eher nicht sprechen, eher von einem Büchlein (oder dickerem Heft). Nichtsdestotrotz schafft es der Autor wortgewaltig und humorvoll eine Apokalypse zu schaffen, die so ganz anders ist, als alle bisher dagewesen Zombiebücher. Egal ob ihr Zombies liebt oder hasst, verabschiedet euch von allem was ihr bisher über diese „Wesen“ wusstet. Die Wahrheit sieht ganz anders aus … 😉

~ Reihe ~

Angriff der ISombies [Teil 1]

Rückkehr der ISombies [Teil 2]

Bekehrung der ISombies [Teil 3]

Deutscher = Dichter, Denker und Genie!? [Song zum Sonntag]

Der große Traum [Rezension – Roman / Drama]

Lana Lux

Kukolka

375 Seiten

Aufbauverlag [18.08.2017]

ISBN 9783351036935

 

„Liebe ist Vertrauen

 Das habe ich mal auf einer Werbung für Kondome gelesen.“

~°~ Klappentext ~°~

Olga Grjasnowa Ukraine, 90er Jahre. Große Party der Freiheit. Manche tanzen und fressen oben auf dem Trümmerhaufen der Sowjetunion, andere versuchen noch, ihn zu erklimmen. Auch Samira. Mit sieben Jahren macht sie sich auf die Suche nach Freiheit und Wohlstand. Während teure Autos die Straßen schmücken, lebt Samira mit ein paar anderen Kids in einem Haus, wo es keinen Strom, kein warmes Wasser und kein Klo gibt. Aber es geht ihr bestens. Sie hat ein eigenes Sofa zum Schlafen und eine fast erwachsene Freundin, die ihr alles beibringt. Außerdem hat sie einen Job, und den macht sie gut: betteln. Niemand kann diesem schönen Kind widerstehen, auch Rocky nicht. Er nennt sie Kukolka, Püppchen. Wenn Kukolka ihn lange genug massiert, gibt er ihr sogar Schokolade. Alles scheint perfekt zu sein. Doch Samira hält an ihrem Traum von Deutschland fest. Und ihr Traum wird in Erfüllung gehen, komme, was wolle.

~°~ Eindrücke / Meinung ~°~

Samira ist ein Straßenmädchen, trotzdem ist sie zufrieden: Sie hat ein eigenes Sofa zum Schlafen, ein Dach über dem Kopf, eine erwachsene Freundin und sie verdient ihr eigenes Geld. Durch betteln, denn das kann sie am besten, da sie einfach so zerbrechlich aussieht. Eines Tages trifft sie auf Rocky, der sie als Püppchen bezeichnet, und bei dem sie sich das eine oder andere dazuverdienen kann. Schokolade zum Beispiel. Dafür muss sie ihn nur lange genug „massieren“. Bald schon wird Samira zu Rockys Spielzeug, das er auch mit seinen reichen Freunden teilt. Aus Samira wird Kukola, ein Straßenmädchen, welches einen großen Traum hegt: Sie möchte zu ihrer Freundin, die nach Deutschland adoptiert wurde …

Ausbeutung, Schikane und Gewalt sind an der Tagesordnung. Auch Samira gerät in diese Spirale, aus der es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Die Autorin schafft es hier eine Vielzahl von Bildern und Gefühlen im Leser aufstreben zu lassen. Lana Lux hat hier nichts verschönert, sondern konfrontiert den Leser mit der blanken und entsetzlichen Wahrheit, vor der nicht allzu oft die Augen verschlossen werden.

Anfangs war ich skeptisch, ob dieser Roman wirklich etwas für mich ist. Ich wurde positiv überrascht, denn „Kukolka“ ist ganz anders, als alle Dramen die ich bisher gelesen habe. Hier vereinen sich Schmerz und Sehnsucht mit Hoffnung. Ein Buch voller großer Gefühle, ausdrucksstark, aufrüttelnd, bewegend.

~°~ Fazit ~°~

Unbedingt lesen!

Bist du Watcher oder Player? [Filmtipp]

Ein wirklich rasante und spannende Geschichte, rund um Social Media & Co.. – Und welche Challange würdest du mit deinen Daten bekommen? 😉 Herrlich echt. Regt in jedem Fall zum Nachdenken an.

(läuft z.B. auf amazon instant video)

Leidensweg einer Migränepatientin 3.5

Auch wenn mein Wechsel zur neuen Krankenkasse noch nicht vollzogen ist, so „musste“ ich einen Termin beim Chiropraktiker wahrnehmen. Nicht nur, dass Migräne und Kopfschmerzen wieder alle paar Tage kamen, dieses Mal hatte einfach nur 24 Stunden Schmerzen …

Praktischerweise hat mein „Richtigrenker“ seine Homepage so überarbeitet, dass ich nun auch Termine online buchen kann – ohne Rückrufe, was auf Grund meiner Arbeitszeiten sich ja oft als schwierig gestaltete. Gesagt getan, einen Termin so gelegt, dass ich danach direkt zur Arbeit konnte. (Ist  fast um die Ecke, da macht das Sinn.) Mein Körper freute sich schon förmlich darauf. 😉

Endlich war es dann soweit. Schnell stellt ich fest, dass sich nicht nur die Homepage, sondern auch die Praxis ein klein wenig verändert hat. Das Team ist aber noch das selbe. Glücklicherweise. Da kennt man alle Eigenheiten. ^^

Nach kurzer Wartezeit ging es los. Erst das Vorgespräch und dann das Wiegen. „Acht Kilo unterschied, da hätte ich auch Rückenschmerzen!“ – Ich war also mal wieder mehr als schief. Wie sich schnell herausstellte, kamen die Schmerzen auch tatsächlich aus meiner Lendenwirbelsäule und aus meinen oberen Rippen, da hatte ich so einiges verdreht. Ein wenig „zurechtrücken“ und es war schon ein wenig besser. Da ich noch immer arge Verspannung im Hals-Schulterbereich hatte, wurde auch da noch einmal gerichtet. – Und DAS tat zwar nicht weh, wie beim Becken, dafür kann es einem schon eine Heidenangst machen, wenn jemand deinen Kopf zwischen seinen Händen hält und deinen Hals so dreht, als würde er dir das Genick brechen wollen (und dann noch sagt „Schön entspannen“.) Ich mag gar nicht daran denken .. Wenn er abgerutscht wäre oder zu weit gedreht hätte … *Schauder*

Wie ihr seht sind Migränepatienten in mehrfacher Hinsicht robust und auch ein Stück weit mutig – und da es Linderung verspricht werde ich mich wieder in die Hände, zwischen Heilung und Tod, begeben.. Sofern ich es überlebe, werde ich euch berichten,;-)