Plazenta-Pasta

Die Plazenta ist ein Organ, welches ein Ungeborenes mit allen benötigten Nährstoffen versorgt. Dieses Organ wächst mit dem Kind mit und quasi „verschwindet“, wenn das Baby zur Welt kommt. – Natürlich löst sie sich nicht in Luft auf, sondern wird eben einfach nicht mehr benötigt. Bei den meisten Säugetieren ist zu beobachten, dass diese die Plazenta ihrer Jungen direkt essen. Der Mensch hat diesen Urinstinkt nicht.

Das aber hindert einige Frauen offenbar nicht daran, die Überreste der Geburt zu verspeisen. Es gibt sogar ein Fachwort dafür: Plazentophagie.

Ich selbst habe noch keine Geburt über mich ergehen lassen, muss aber sagen, dass sich alleine beim Gedanken meine Plazenta (oder die von jemand anderen) zu essen, der Hals zuschnürt. WARUM tun die Mütter das dann??? Auf Grund der „positiven Wirkung“, denn dadurch wird nicht nur die Milchproduktion der Mutter angeregt und der Hormonhaushalt ausglichen, sondern es hilft auch noch gegen postnatale Depression. – Wissenschaftlich bewiesen ist die Wirkung jedoch nicht.

Aber WIE isst man sein eigenes Organ? Auf diese Frage scheint es eine ganze Menge Antworten zu geben: Die einen machen eine Hack daraus und verwenden es dann in Nudelsauce oder Lasagne, andere pürieren es in ihrem Smoothie,… Wer das alles nicht runterbekommt kann die Plazenta auch in eine Kapselform verarbeiten, so wie z.B. Kim Kardashian. Von den Kapseln mal abgesehen, habe ich mich gefragt, ob der Vater des Kindes da eigentlich auch mitgegessen hat – und wenn ja, ob er wusste WAS er da eigentlich für ein „leckeres Gericht“ bekommt…

Ja, es gibt sogar extra Rezepte dafür! Hier ein Auszug aus einem Mütterforum. Liest sich wie aus einem Horrorfilm. 😉 Wer möchte nachkochen?
  • Gibt es unter euch jemanden, der den Mutterkuchen schon mal verspeist hat?
  • Oder ist die Vorstellung doch einfach nur ekelig?
  • Liebe Männer, würdet ihr die leckere Lasagne anrühren, wenn ihr wüsstet, dass sie Mensch enthält?
  • Und überhaupt: Ist Mensch vegetarisch???