Bücher (Rezensionen)

Unerkanntes Mathegenie und Super-Spürnase [Rezension – Jugendbuch]

~°~ Das Buch ~°~

Fritz Fassbinder

Rocky, die Gangster und dich

Oder: Wie Mathe mir das Leben rettete (echt jetzt!)

Seiten

Magellan [18.01.2018]

ISBN: 9783734841156

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Felix ist zwar nicht schlecht in der Schule, doch mit Mathematik kann er einfach so gar nichts anfangen. Der Mathelehrer Teufel macht es seinem Schüler aber auch nicht leicht! Immer hackt er

auf Felix herum und stellt ihn vor der ganzen Klasse bloß. Irgendwie wundert es da schon fast gar nicht, dass die Versetzung des Jungen gefährdet ist. Aber auch Spür- und Schutzhund Rocky steht vor einer wichtigen Prüfung, die über seine Zukunft entscheidet und es sieht leider nicht so gut für ihn aus… Felix und Rocky lernen sich, eher durch Zufall, kennen und freunden sich schnell an. Als sie bei einem Spaziergang dann auf zwielichte Gestalten treffen, geraten sie in Lebensgefahr. Den beiden bleibt nur eine Möglichkeit sich zu retten: Felix muss ganz schnell rechnen lernen und Rocky seine Spürnase wiederfinden! Aber werden sie es schaffen – und zwar rechtzeitig?

Erzählt wird immer aus zwei Perspektiven. Auf der einen Seite gibt es da den Jungen Felix, für den die Versetzung in die nächste Klasse auf dem Spiel steht. Auf der anderen Seite gibt es Einblicke in die Gedankenwelt von Rocky, einem (ehemaligen) Polizeihund, der mit widersprüchlichen Kommandos genau so wenig anfangen kann, wie mit dem merkwürdigen Verhalten mancher Menschen. Anfangs zweifelte ich daran, ob sich aus diesen beiden Sichtweisen überhaupt eine verständliche Geschichte entwickeln kann. Tatsächlich wurde ich sogar sehr positiv überrascht, denn durch das gleiche Ereignis einmal aus Menschen- und einmal aus Hundesicht, bekommt man sogar zwei Geschichten in einer. 😉

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings. An einer sehr wichtigen Stelle – auf die ich hier nicht näher eingehen kann, ohne zu Spoilern – gibt es eine unlogische Handlung. Da Rocky etwas holt, obwohl der „Geber“, gar nicht wissen kann, dass es gebraucht wird. Egal wie man es dreht und wendet, diese Szene macht überhaupt keinen Sinn. (Glücklicherweise ist dieses aber auch wirklich die einzige.)

Der Schreibstil ist flüssig, so dass die Geschichte schnell gelesen werden kann. Auf Grund der enthaltenen Spannung möchte man genau dieses auch einfach!

Das empfohlene Lesealter liegt bei etwa 10 bis 12 Jahren. Das finde ich durchaus angemessen. Wirklich schwierige Wörter gibt es zwar nicht, dafür dürften Leser in dieser Altersklasse Gefühle und Handlungen verstehen. (Ich habe sogar einige Parallelen zu meiner eigenen Schulzeit gefunden. Nur das mein Teufel Daase hieß und weiblich war. Sonst passt das Verhalten des Lehrers hier aber sehr gut.)

~°~ Fazit ~°~

Was mir an „Rock, die Gangster und ich“ besonders gut gefallen hat, ist der vermittelte Lerngehalt. Der Leser lernt hier, quasi nebenbei, wie Mensch mit einem Hund umzugehen hat, damit die Kommunikation zwischen dem ungleichen Paar klappt.

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