Bauen sich Häuser bald selbst?

Das immer mehr um uns herum“smart“ ist, sind wir ja inzwischen gewöhnt. Aber was wäre, wenn vieles wirklich leben würde? Die Mauern um uns herum zum Beispiel?

Man nehme Sand und Gelatine und erwecke das Ganze mit Cyanobakterien zum Leben. Fertig ist ein, dem Beton ähnlicher, Stein. Doch es gibt Unterschiede:

Während bei der Herstellung von Beton eine große Menge CO² entsteht, (Glaubt man Schätzungen sollen ganze 6% des weltweiten Ausstoßen alleine auf eben diese Produktion gehen.) fällt bei der Erzeugung der lebenden Steine kaum CO2 an, es wird sogar (später) von den Mikroben verbraucht.

Und die Bakterien können noch mehr: Risse reparieren zum Beispiel. Mit Hilfe von Temperatur- und Feuchtigkeitsanpassung lassen sich die Cynaobaktierien in einen Dämmerzustand legen und auch wieder reaktivieren. (Kalkproduzierende Bakterien werden schon heute z.B. zu Zement hinzugefügt, um entstehende Risse zu reparieren.)

Aber diese „lebenden Steine“ können etwas richtig cooles: Sich selbst vervielfältigen! Zerbricht man einen „Elternstein“ in der Mitte, „wächst“ aus den Hälften jeweils ein neuer Stein. (Voraussetzung sind natürlich ein wenig zusätzliches Material und Nährstoffe.) Im Test konnten so immerhin bis zu acht Steine entstehen.

Klingt wie aus einem SciFi-Film? – Ich musste dabei direkt an die Replikatioren aus StarGate denken oder an die Borgs von StarTrek. 😉 Hoffen wir als mal, dass „die (Eltern)Steine“ uns wohlgesonnen sind…

Tolle Idee oder doch eher ein wenig gruselig? Was haltet ihr von dieser „Erfindung“?

[Quelle: University of Colorado at Boulder]