Jedem seinen Vogel

Wisst ihr das heute „DABDAY“ ist? Jetzt ja! 😉

Kennt ihr auch Dorie Cooper? Nein? Das kann ich ändern:

1943. Ein kleines Mädchen besucht ihren Onkel im Krankenhaus. Dieser verlor durch eine Landmiene sein rechtes Bein und war, verständlicherweise, nicht in wirklich guter Verfassung (Weder physisch noch psychisch). Dorie, damals sieben Jahre jung, wollte ihn aufmuntern und bat den Patienten, ihr einen Vogel zu zeichnen. So blickte er aus dem Krankenhausfenster, zeichnete der Kleinen ein Rotkehlchen, welches er dort erblickte und gab seiner Nichte das Bild. Und Kinder sind bekanntlich (meist) gnadenlos ehrlich. So sagte sie ihm, dass er kein Talent zum Malen hätte, sie das Bild aber dennoch bei sich im Zimmer aufhängen würde. Sowohl der „untalentierte“ Zeichner, als auch das Personal, waren gerührt von dieser Reaktion und veranstalteten von nun an, immer wenn Dorie zu Besuch kam, einen Malwettbewerb mit Vogelbildern. Die Bilder wurden an den Wänden der Krankenstation aufgehängt. 1946 kam Dorie bei einem Autounfall ums Leben. Krankehauspersonal, sowie (auch ehemalige) Patienten bemalten ihren Sarg mit unzähligen Vogelbildern. Von diesem Tag an feirten Familien, Angehörige und (ehemalige) Patienten der Krankenstation den 08. AprilDories Geburtstag – im Zeichen der Vögel.

Nach und nach bekam der Tag eine Botschaft: Sich einfach, zumindest für einen kurzen Moment, an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen. Und wie begeht man den DABDAY (Draw a Bird Day) wohl am besten? Richtig: Indem man (mindestens) einen Vogel zeichnet / malt. Ich finde, dass ist auch eine gute und kreative Beschäftigung für #stayathome. Viel Spaß! 🙂

Da ich zur Arbeit muss, habe ich euch für euch im Vorfeld mal in meinen alten Bildern gekramt und tatsächlich Vögel gefunden. – Ich denke, dass Dorie auch bei mir gesagt hätte, ich hätte wenig Talent… 😀

Eisvogel 1998
Ara 1999
Ausblick 2016
Vogelkäfig 2012