Eine Panne kommt selten allein

Urlaub vorbei und so machte ich mich – mehr oder weniger motiviert – auf den Weg in die Firma. Mein Arbeitsweg ist etwa eine Stunde lang, da ich Bus UND Straßenbahn benötige, um ans Ziel zu kommen. Wer selbst Pendler ist, wie sehr es an den Nerven zerren kann, wenn da etwas schief geht. Besonders auf dem Hinweg, wenn man eh unter Zeitdruck steht. Genau deswegen, mache ich mich auch immer früher als nötig auf den Weg. Heute sollte wieder ein Tag sein, an dem sich das als gut erwies:

Mit „meinem“ Bus klappte, bis auf wenige Minuten Verspätung, noch alles gut. Ab da ging es dann quasi abwärts:

Am üblichen Umsteigepunkt ist Baustelle, so dass die Haltestelle verlegt wurde. Zumindest theoretisch, denn praktisch gab es heute morgen keine Baustelle mehr. Meine benötige Straßenbahnlinie allerdings auch nicht. Warum das so war, konnte ich nicht herausfinden. Es lief weder ein Banner auf der Anzeigetafel, noch in der App. „Na gut, was soll‘s.“ dachte ich, hatte ja noch genug Zeit. Also sprang ich in den nächsten Bus Richtung Bahnhof und nahm dort eine andere Straßenbahnlinie, die zum Ziel führen sollte. Theoretisch. Anfangs lief alles wunderbar, doch etwa auf der Hälfte der Strecke ging es nicht weiter. Als die Fahrgäste zunehmend nervöser wurden, ertönte die Durchsage, dass es in wenigen Minuten weiter gehen würde. Fast alle Mitfahrer stiegen daraufhin aus. Ich haderte kurz mit mir und versuchte abzuwägen, ob es wirklich nur wenige Minuten dauern würde oder nicht. Letztlich entschied ich mich auch dafür den Weg zu Fuß fortzusetzen – und, sofern möglich, einfach irgendwo unterwegs wieder in die Bahn zu steigen, sollte sie doch weiter fahren können. Eine Haltestelle weiter sah ich jedoch, dass meine Entscheidung richtig gewesen war: Nicht „meine“ Bahn war defekt, sondern eine Fahrschulbahn! Der Arme Fahrschüler hatte sich seine Prüfungsfahrt (zumindest vermute ich dass, da sehr viele Betriebsangehörige dort standen), sicher anders vorgestellt… – Und ich hatte mir den Weg anders vorgestellt. Irgendwie kürzer. 😀 – Blöderweise hatte ich meine Wasserflasche vergessen und zudem neue Schuhe an, so dass die 5 km sich gefühlt unendlich gedehnt haben. (Ich habe ca. 45 Minuten gebraucht.)

Am Ziel angekommen, war ich erst einmal ziemlich k.o. und stürmte direkt zum Wasserhahn. 😉 Auch wenn ich später als sonst angefangen habe, schaffte ich meine Arbeit noch relativ entspannt. Das heißt, hätte ich, denn wie sollte es an solchen Tagen anders sein: Erst spukten die Programme eines nach dem anderen Fehlermeldungen aus, ließen sich nicht öffnen oder beendeten sich einfach selbst und dann war der Drucker der Meinung, ein Papierstau (den es aber physisch nicht gab), wäre auch noch ganz nett. Wenn ein Tag schon so anfängt…

Aber zum Glück habe ich super Kollegen, so dass ich schnell wieder bessere Laune hatte. ❤ – Und was so passiert, wenn man den ersten Tag nach seinem Geburtstag die Kollegin wiedersieht, dass erfahrt ihr morgen. 😉

(Übrigens: Auf dem Rückweg nach Hause musste „meine“ Straßenbahn eine Umleitung fahren, da eine andere nicht weiter kam und den Weg blockierte. Dieses Mal handelte es sich allerdings um einen Unfall…)