Erinnerungen

Ab in den Urlaub

Die Sommerferien stehen vor der Tür oder haben tlws. bereits angefangen. Da ja, auf Grund des Shutdowns, viele Schulkinder nicht richtig lernen konnten – sei es nun, weil die Technik nicht mitspielte oder die Familien nicht in der Lage waren, den Kindern zu helfen, kamen Politiker auf die Idee, dass die Ferien doch ideal dafür wären um den Unterrichtsstoff nachzuholen. Ob nun in kleinen Lerngruppen oder anderweitig. Was folgte? Ein riesengroßer Aufschrei der Erziehungsberechtigten:

Ich lese und höre immer wieder, dass die Eltern extrem dagegen sind. Begründung: Die Kinder bräuchten nun endlich mal Ruhe! – Von Kindern/ Jugendlichen lese und höre ich das tatsächlich weniger. Diese machen sich vielmehr Sorgen um ihre Zukunft – und versuchen oft so viel aufzuholen, wie sie können.

Sicher, auch und grade Kinder benötigen Auszeiten. Aber sechs Wochen? Das ist einfach zu viel „Erholung“ am Stück. Bei mir war es als Kind schon so, dass ich nach 14 Tagen sehnlichst dem Schulstart entgegen fieberte. – Und bevor mir jetzt jemand mit „Damals war ja auch alles einfacher.“ kommt: Nein, war es nicht. Es war anders, ja. Aber nicht weniger herausfordernd. Auch wenn wir es heute vielleicht so empfinden. Es muss ja immer das Verhältnis gesehen werden. Es wird von den Schülern heute nicht mehr verlang als damals, es wird nur anders damit umgegangen und viel mehr darüber geredet – oder hat hier irgendjemand seinen Abschluss bekommen OHNE irgendetwas dafür zu tun???

ABER: Ich plädiere in jedem Fall dafür, dass Familien bzw. Erwachsene mit (ihren) Kindern in den Urlaub fahren, denn die „Corona-Krise“ hat nicht nur Familien mitgenommen. Vielmehr ist es so, dass andere mindestens genauso (wenn nicht sogar mehr) darunter leiden. Nehmen wir als Beispiel doch mal, natürlich rein zufällig 😉 – mich: Ich arbeite die meiste Zeit im Homeoffice, schon vor der Pandemie. Das funktionierte, seit wir neue Nachbarn (über uns) haben, zumindest für ein paar Stunden ganz gut, da die Kinder in der Kita waren. Dann kam der Shutdown und: Von Morgens bis Nachts (Schlafen diese Kinder eigentlich nie???) gibt es hier lautstarkes Getrampel, aufgedrehte Kinderlieder oder Kinderserien von denen man jedes Wort versteht, Geschrei von den Eltern (besonders der Frau, der Mann masregelt eher und dann ist – zumindest kurz – Ruhe) und das Weinen des Babys (Gefühlt ein Schreikind). Manchmal ist es schwierig zu telefonieren, oft ist es schwer sich bei dem Lärm (dazu kommt ja auch noch der von Straße/ Baustelle etc.) zu konzentrieren und entspannen fällt fast ganz weg: Wenn ich mich gegen Abend auf Sofa setze, die Beine hochlege, mir ein Buch nehme, dann dauert es nicht lange und ich höre wieder ALLES (von oben). Lesen geht hier nur (noch) mit Ohrenstöpsel… Beim Schlafen ist es nicht anders, denn selbst um 23 Uhr (Ich musste in dem Alter da schon längst im Bett sein!), wird durch die Wohnung getobt. – Regelmäßig übrigens auch die Wohnungstür aufgerissen und „Hallooooo“ durch den Hausflur gebrüllt…

Ihr seht, man braucht gar keine eigenes Kind, damit die Nerven blank liegen… Daher habe ich eine GANZ GROßE BITTE:

Fahrt in den Urlaub, damit ich (endlich) in Ruhe arbeiten kann!!! Vielen Dank im Voraus – und BITTE bleibt gesund, damit nicht alles wieder von vorne losgeht…

Und nun: Möge der Shitstorm beginnen! 😉

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