Pulleralarm in Bremerhaven

„Wir sind alle unterschiedlich, aber in dieser Schule halten wir zusammen!“ so lautet das Motto der Veerneschule in Bremerhaven. Eine Grundschule die aktuell mehr Presse bekommt, als ihr vielleicht lieb ist. Und das nicht, weil erst vor kurzer Zeit Einschulen stattgefunden haben. sondern wegen ihrem Stillen Örtchen. Es geht dabei um ein Thema welches, eben auch wegen der Pandemie, (wieder) in den Hintergrund geraten ist: Gender.

Annegret Kramp Karrenbauer hatte das „dritte Geschlecht“ ja bereits ein wenig ins Lächerliche gezogen. Auch scheinen generell viele Menschen sich generell daran zu stören, dass es mehr als nur „weiblich“ und „männlich“ gibt. – Eigentlich schon sehr merkwürdig, wenn man bedenkt, dass es selbst unter den Tieren Spezies gibt, sie sich nicht in eine Genderschublade stecken lassen!

Im Leitfaden „Arbeitssätten sicher planen und gestalten“ heißt es unter Absatz 3.8 Toilettenräume: „Sanitärräume (Toiletten-, Waschräume) sind getrennt nach Geschlecht eingerichtet oder die Nutzung ist getrennt möglich – zum Beispiel abschließbare Tür.“ Da steht nichts von „eine Toilette für weiblich“ und „eine Toilette für männlich“. wenn es nun einmal drei Geschlechter gibt, dann müssen eben auch drei verschiedene Sanitärräume her. So einfach ist das!

Warum regen sich viele Eltern trotzdem so auf? Laut Berichten sollen sich die Mädchen „ekeln“ zur Toilette zu gehen, weil die Jungs sie unsauber hinlassen. Ich habe nun ja auch bereits einige Lebensjahre – und damit jede Menge Toiletten – hinter mir und kann berichten: Fast immer sind „Damentoiletten“ mehr als widerlich! Dabei ist es egal, ob es sich um öffentliche oder private Toiletten handelt, ob um stationäre oder mobile. Von Damenhaften Verhalten kann da absolut keine Rede sein. Dieses liegt sicher auch mit daran, dass „uns“ von klein auf beigebracht wird, sich auf fremden Toiletten NICHT hinzusetzen. – Welch‘ eine Ironie, wird den Männern Zuhause doch immer vorgehalten, sie sollen genau dieses tun, damit nichts daneben spritzt! – Biologisch hat die Natur wohl auch weniger vorgesehen, dass Frau ihre Blase im Stehen entleert. So ist das Zielen alles andere als einfach und schon ist entweder der Klobrillenrand oder der Boden voll streng riechender Flüssigkeit. Die Untat sauber machen? Wo denkt ihr hin! Wisst ihr wie ekelig das ist??? – Dazu kommen dann achtlos in die Toilette geworfene Hygienartikel, wie z.B. Tampons oder Taschentücher, weil das Klopapier leer war. Verstopfungen sind da nur eine Frage der Zeit. (Bei der Toilette. Wobei ich selbige bei der Toilettengängerin auch nicht ausschließen kann.) Mein Verdacht daher: Es sind gar nicht die Kinder, die mit der Gendergerechten Toiletten ein Problem haben, sondern die Eltern. Und diese widerrum trichten das ihrern Zöglingen ein. Bei ihnen soll es nur „Mann“ und „Frau“ geben. Das war schon immer so. So soll es auch (für immer) bleiben.

Wissen to read: Früher war die Farbe der Jungen Rosa und die der Mädchen Blau. Und das bin ich in die 40er Jahre! Grund: Rot und Rosa als „kleines Rot“, galt als Zeichen der Männlichkeit und Stärke, daher nutzte man diese Farb/n nur für Jungs. Erst später hat sich das umgekehrt. Der wirkliche Grund dafür ist nicht bekannt. Es gibt nur einige Theorien, z.B. dass Blau durch (damals männliche) Berufe, wie z.B. Seefahrer, geprägt wurde. Nachdem die erste Barbiepuppe in einer pinken Verpackung die Kinderzimmer eroberte, festigte sich das Klischee, Rosa sei für Mädchen.

Sollte eine Toilette für das „dritte Geschlecht“ an Schulen zum Standard gehören? Was meint ihr? Verratet eure Meinung in den Kommentaren.

Und weil Kommentare in Social Media Netzwerken immer mit das Beste sind, hier zum Abschluss einer, der – vermutlich dank eines Schreibfehlers – eine Verschwörung nahelegt. 😉

[Quellen: Veernschule Bremerhaven, VBG, Nord24, GEO, Screenshot: Facebook]