Erinnerungen

Ich sehe mindestens ein Jahr jünger aus [Happy 40]

Seit meinem Geburtstag ist nun schon fast ein Monat vergangen und erst jetzt komme ich mal wirklich dazu darüber zu schreiben. Im Moment passiert einfach sooo viel gleichzeitig, dass die Zeit förmlich rennt. Ziemlich merkwürdig, weil ich mal gelesen habe, dass es einem „im Alter“ so vorkommt, als würde die Zeit sehr langsam voranschreiten. Heißt das jetzt, ich bin noch jung???

Am 18. Juni hatte ich zum Glück doch noch frei bekommen. (Auf Grund einer länger andauernden Krankheit meiner Kollegin, die mich vertritt, stand das wochenlang in Frage.) Der Tag konnte also ganz gemütlich mit ein wenig länger liegen bleiben – aber nicht zulange, dafür haben die Katzen schon gesorgt – beginnen. Später gingen wir Einkaufen und danach gab es ein gemütliches Frühstück. Währenddessen rief mein Stiefvater an, um mir zu gratulieren – und mir zu sagen, dass meine Mutter sich später melden würde, weil sie noch schläft. Einfach gleich später anrufen war wohl nicht möglich.

Meine Schwiegermutter hat mir die Gratulationen per Nachricht übermittelt. Sie war total verwundert darüber, dass ich schon 40 geworden bin. (Funfact: Ihr Sohn, mein Göttergatte, ist grade mal vier Monate jünger.) Das beste war, als sie schrieb: „So alt schon? Ich hätte dich auf 38 geschätzt, höchstens 39!“ Schätze ich habe mich gut gehalten, wenn ich mindestens ein Jahr jünger aussehe! 😀

Anschließend dümpelten wir, jeder ein wenig für sich, herum. Wie ich später erfahren sollte, hatte Asathor eigentlich den Plan meine geliebten Puddingbrezeln zu backen. Auf Grund der herrschenden Hitze hatte er aber einfach keine Lust. Verstand ich total, denn so wirklich fit war ich auch nicht. (Jaja, das Alter…) Außerdem war es einfach so heiß, dass ich keine Lust auf Kuchen hatte.

Übrigens: Die Puddingbrezeln bekam ich eine Woche später – und sie waren sooooo unglaublich lecker!

Gut getimt erreichte mich an diesem Tag ein Paket meiner Chefin. Welche Überraschung! Zum Glück war keine Arbeit drin, sondern tatsächlich kleine Geschenke: Ein Glaspokal (Trinkglas), Servietten mit dem Aufdruck „Happy Birthday“, handgeschöpfte Schokolade mit Haselnüssen und eine handgeschrieben Karte.

Am späten Nachmittag fuhr mein Geschenk dann mit dem Auto vor. Ich hatte mir ein wenig Wellness gewünscht und zu diesem Zeitpunkt war das meiste (auf Grund der Pandemie) noch geschlossen und keiner wusste so recht, wann es wieder weiter geht. Daher gönnten wir uns einen „Masseur at home“. Oder besser ich eine Massuerin und mein Liebster einen Masseur. Eine ganze Stunde wurden wir „bearbeitet“. Das war toll – und viel zu kurz!

Als ich dachte es könnte nicht besser werden, kam Asathor mit einem Rätselspiel um die Ecke. Das dauerte allerdings leider recht lange und wir hingen zwischendurch etwas, aber ansonsten machte es Spaß. Als wir die Lösung hatten, bekam ich zur Belohnung (noch mehr) Geschenke: Munchkin Quest Big Box, MP3-Player, Speicherkarte und Escape Buch (Rätselbuch).

Zum Abendessen gönnten wir uns dann unseren geliebten Ofenkäse. Eigentlich hatte ich mich dazu auf ein kleines Gläschen Roséwein gefreut, aber dafür war es viel zu warm. Da hätte mein Kopf garantiert nicht mitgemacht.

Meine Mutter rief am Abend tatsächlich noch an. Wir telefonierten gewohnt lange und sie offenbarte mir, dass sie wieder Geld „wie üblich“ überwiesen hatte. – Leider bekomme ich seit meinem Umzug nach Bremen, also seit über zehn Jahren, nur noch Geld zum Geburtstag und zu Weihnachten. Natürlich freue ich mich auch darüber, aber ich finde Geldgeschenke einfach nur total unpersönlich. – Besonders dann, wenn sie einfach nur überwiesen werden. – Auch bei meinem 40sten Geburtstag war der Betrag gleich und nicht einmal eine Karte hat sich zu mir verirrt, was ich am allertraurigsten finde. Ich bin leider sehr enttäuscht…

Kurz nach meinem Geburtstag traf dafür eine Karte von meinen Schwiegereltern ein. (Ja, Geld lag auch drin.) Schon komisch, das die Menschen, die ich öfter sehe, es schaffen, zum Stift zu greifen…

Und da nach dem Geburtstag ja immer noch vor dem nächsten Geburtstag ist, hatten auch meine Kolleg*innen sich etwas ausgedacht:

Als ich das nächste Mal ins Büro fuhr, erwartete mich ein Tisch voller bunter Konfetti. (Funfact: Wir finden davon noch immer in jeder Ecke was. Sowohl im Büro, als auch Zuhause.) Dazu gab es ein mittelgroßes Paket. Da ich morgens im Normalfall alleine bin und alles vorbereiten muss, damit meine Kollegininnen arbeiten können, stellte ich erst einmal an die Seite. Getreu dem Motto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Später kam dann unsere Chefin vorbei und wir genehmigten uns alle zusammen eine Pause bei Kaffee und Kuchen. Zuvor wurde ich aber noch, ganz klassisch, mit „Happy Birthday“ besungen. (Funfact: Das hatten Chef und Kollegen bereits zwei Tage vor meinem Geburtstag gemacht, weil sie das Datum verwechselt hatte.) Das Paket durfte ich auch direkt auspacken und, wie ich irgendwie erwartet hatte, kam dabei (wieder) jeder Menge Kurioses hervor: Geschmeide in Form einer Halskette aus großen Büroklammern, ein 4-lagiger Klopapier Bausatz für 5-lagiges Klopapier, zwei Dichtungsringe, ein Hulahopreifen für Fortgeschrittenen, eine Kanne zum Filtern von Wasser, eine Blume-des-Lebens-Münze, Tee mit der Botschaft „Frohe Ostern“, Schokolade – und dem eigentlichen „richtigen“ Geschenk: Einen To-Go-Becher mit der Inschrift „ich ruf da mal die Rosi an…“. Da musste ich wirklich lachen, denn wenn meine Kollegen nicht weiter wissen, bin ich tatsächlich die Erste, die angerufen wird.

Natürlich habe ich mich über die Kreativität und den ganzen Rest gefreut, das ALLER-ALLER-ALLERBESTE war und ist aber die etwas ungewöhnlich Karte

– oder besser das, was dort geschrieben steht:

Ihr seht, ich hatte einen wunderbaren Geburtstag – irgendwie sogar über mehrere Tage.

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