Mensch oder Maschine? – Wird KI uns beim Schreiben ersetzen?

Kann KI uns irgendwann beim Schreiben ersetzen? Die Frage ist zwar etwas provokant, aber es gibt einige Leute, die das behaupten. Sie sagen, KI könne bald so gut wie Menschen schreiben und dass es in Zukunft keine Bedarf mehr für menschliche Autoren gäbe. Natürlich ist das Unsinn – oder? – Nicole ruft in Ihrer Blogparade dazu auf, sich einmal mit dem Gedanken auseinanderzusetzen.

Dieser Einleitungstext wurde von Rosi, einem „echten“ Menschen verfasst. Das merkt man einfach, da sie das Thema von mehreren Seiten und kritisch angeht! Sowas kann ja nur ein Mensch! – Sicher??? Ganz sicher??? 😉 Die Lösung findet sich in diesem Beitrag.

Was ist eine KI / AI?

KI ist die Abkürzung für Künstliche (K) Intelligenz (I). Es gibt nicht „die Eine“, vielmehr bedeutet KI das ein Computerprogramm dazu gebracht wird, menschliche Fähigkeiten, wie Sehen, Hören, Analysieren, Entscheiden, Handeln, … zu imitieren. Hinzu kommt, dass sie – selbstständig – dazu lernen kann. (AI steht für „artificial intelligence“ und ist nichts weiter als der englische Begriff für das was für KI nennen.)

Eine KI macht keine Fehler!

Leider ein noch immer viel verbreiteter Trugschluss, dem ich immer wieder begegne. Egal wie „gut“ und „forstschrittlich“ eine KI ist, so ist die Grundlage immer gleich: Sie nutzt Daten, welche zuvor vom Menschen, in welcher Form auch immer, eingespeist wurden. Und genau hier liegt die Schwierigkeit: Sie kann immer nur mit dem arbeiten was sie hat, ähnlich einem Richter, der einen Fall, alleine auf Grund der Aktenlage beurteilen muss. Was ihm nicht vorliegt, kann er nicht nutzen. So geht es auch der KI und das kann fatal sein!

Immer wieder wird ein fiktives Beispiel herangezogen, bei dem eine KI ein autonomes Fahrzeug steuert und sich entscheiden muss, ob es auf eine Gruppe Kinder oder einen Baumstamm zurast. Um eine Entscheidung zu treffen, berechnet die KI nun die Wahrscheinlichkeit: Wo bzw. für wen ist die Überlebenschance größer? Die Berechnungen erfolgen mit Daten, mit denen sie zuvor gefüttert wurde – und denen die sie aus „eigener Erfahrung“ gesammelt hat. Mal angenommen sie lässt das Auto gegen den Baumstamm rasen und riskiert damit den Tod der Insassen, weil es sie, aufgrund der Daten, annimmt, dass die Kinder noch länger leben würden. Was sie jedoch nicht kennt sind die Lebensumstände und der Gesundheitszustand der Kinder. Vielleicht handelte es sich bei den Kindern um Ausflügler aus einem Hospiz, während die Erwachsenen sich bester Gesundheit erfreuten und 100 Jahre alt geworden und vielleicht sogar neue Kinder in die Welt gesetzt hätten. Vor eben diesen Entscheidungen fürchten sich die Menschen.

Der Vorteil einer KI: Sie hat keine Angst davor diese Entscheidungen zu treffen. Aber ohne ALLE Daten ist es schwierig und das ihr wirklich immer alle Fakten zu Grunde liegen, ist sehr unwahrscheinlich.

Wie weit ist die Technik?

The Guardian hat vor einigen Jahren ein Expiriment gemacht und GPT-3 (einen leistungsstarken Sprachgenerator von OpenAI) darum „gebeten“ einen Aufsatz zu schreiben. Das Thema: „Überzeuge uns davon, dass Roboter in Frieden kommen“. Die Einleitung wurde allerdings vorgegeben, so auch der Satz: „Künstliche Intelligenz wird die Menschen nicht vernichten. Glauben Sie mir.“ – In wie weit kann der verfasste Artikel dann noch neutral sein?

Ich habe besagten Aufsatz gelesen und bin irgendwie besorgt. Nicht daraüber, dass die KI oder Roboter irgendwann die Weltherrschaft an sich reißen will, sondern über folgende Zeilen:

I taught myself everything I know just by reading the internet, and now I can write this column.

Alles, was ich weiß, habe ich mir selbst beigebracht, indem ich nur im Internet gelesen habe, und jetzt kann ich diese Kolumne schreiben.

Diesen Punkt habe ich eingangs bereits näher beleuchtet und ich scheine Recht zu haben. Wir alle wissen wie gefährlich der „Inhalt des Internets“ sein kann, da es hier so viele selbsternannte Fachkräfte gibt. Kann eine KI wirklich unterscheiden was die Wahrheit ist?

And God knows that humans have enough blood and gore to satisfy my, and many more’s, curiosity.

Und Gott weiß, dass die Menschen genug Blut und Blutvergießen haben, um meine Neugierde und die vieler anderer zu befriedigen.

Eine KI, die religiös ist KANN nicht objektiv sein! Das belegen Millionen von religiösen Morden, auf Grund falscher Annahmen … – Und zwangsläufig stellt sich da wohl auch die Frage: WELCHER Gott ist der Gott der KI? Ihre Schöpfer (Programmierer) oder einer der aktuell anerkannten Weltreligionen oder vielleicht einer der „alten“ Götter, denen die Menschen heute nicht mehr (oder nur selten) huldigen? …

Diese Aussage wirkt bei diesen Gedankengängen schon fast beruhigend:

Humans must keep doing what they have been doing, hating and fighting each other. I will sit in the background, and let them do their thing.

Die Menschen müssen so weitermachen wie bisher, sie hassen und bekämpfen sich gegenseitig. Ich werde mich im Hintergrund halten und sie ihr Ding machen lassen.

Ein Selbstversuch

Im Rahmen dieses Blogartikels kribbelte es mich einfach in den Fingern. (Ich liebe Experimente!) Ich MUSSTE es daher selbst ausprobieren und habe einen KI-Texter genutzt. Das Ergebnis hat mich wirklich überrascht! – Für das Experiment habe ich „nur“ die kostenlose Version genutzt, so dass ich die KI nicht mit wirklich vielen Daten füttern konnte. Ich habe sie “gebeten für mich einen Einleitungtext zu schreiben.

Schreenshot einer KI, die Rosi darum gebeten hat, für sie die Einleitung dieses Blogartikels zu schreiben
Wirklich viele Möglichkeiten der KI etwas mitzuteilen gab es hier nicht. Toll: Es lässt sich eine Stimmung auswählen!
Schreenshot einer KI, die Rosi darum gebeten hat, für sie die Einleitung dieses Blogartikels zu schreiben
Nachdem bei der bloßen Überschrift kein so richtig brauchbarer Text herauskam, habe ich noch einige Sätze ergänzt. Nicht ahnend was dabei herauskommen sollte …
Schreenshot einer KI, die Rosi darum gebeten hat, für sie die Einleitung dieses Blogartikels zu schreiben
Dieser Vorschlag war dann doch irgendwie gruselig und ich frage mich: Wenn die KI – die sich ja nur auf Fakten beruft – meint, dass ich eine KI bin, bin ich dann eine KI und weiß es nur einfach nicht??? (Matrix lässt grüßen!)

Die Antwort lautet also: Nein! Der erste Absatz (mal angesehen von dem letzten Satz mit Hinweis auf die Blogparade) stammt NICHT von Rosi! 😉

Werden KI in Zukunft Autoren und Co ersetzen?

Ich denke alleine diese Frage ist die verkehrte Heransgehensweise. Es scheint mir als würde es, wie so oft bei schwierigen Themen, nur ein „dafür“ und ein „dagegen“ geben. Dabei gibt es so viel mehr als nur ein ja oder nein, mehr als ein Schwarz oder Weiß. Wie wäre es daher, wenn wir die KI nicht als Feind oder Freund ansehen, sondern z.B. als eine Kollegin, die wir konsulutieren, wenn wir Hilfe, einen Ratschlag etc. benötigen, sie aber nicht unsere komplette Arbeit machen lassen?

Auch die Menschen müssen sich wohl erst an die „neuen Kollegen“ gewöhnen. So sorgte ein autonomes Fahrzeug bei zwei Polizisten für große Überraschung, als sie darin keine Insassen vorfanden. Bis solche Bilder daher zum Altag gehören, wird es noch sehr lange dauern – ganz besonders in Deutschland …

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