Plötzlich reich! – Was ich mit 1 Mio EUR machen würde

Nadine fragt in ihrem Blogbeitrag was man denn mit 1.000.000 Euro so alles anstellen würde. Ganz früher hätte ich vermutlich extrem viele Dinge aufgezählt. Später hätte ich geantwortet: „Einen Lebenshof aufziehen!“ – Heute war mein erster Gedanke: Eine Million sind ganz schön wenig …

Natürlich lässt sich damit trotzdem etwas anstellen, keine Frage. Die Frage lautet hier ja konkret: Was?

SINGEN! 😀

Das kann ich aber gar nicht so pauschal beantworten, denn es kommt darauf an, woher diese 1 Mio Euro kommen. Mir wird immer vorgeworfen, ich würde zu kompliziert denken und das es für ein Gedankenexperiment keine Rolle spielt, ABER ich sehe das nun einmal anders. Basta! 😉

Wenn ich z.B. einen Koffer voller Geld auf der Straße finde, würde ich ihn zur Polizei bringen oder ihn mit nach Hause nehmen, immer wieder ungläubig darauf schauen und dann irgendwann die Polizei anrufen.

Gewinne ich das Geld bei einem Preisausschreiben oder beim Lotto spielen oder so was in der Richtung, sehe die Sache schon ganz anders aus, denn dann kann ich es mit (mehr oder weniger) gutem Gewissen annehmen. Für die Beantwortung der Frage gehe ich, der einfachhalthalber, einfach mal von einem solchen Gewinn aus.

Rosi flüchtet mit einem Koffer vor einer Motorradgang
Es kommt eben immer darauf an, woher das Geld stammt … 😉 [Fotograf: Thomas W. Salzmann]

Grundsätzlich: Ich würde aber versuchen niemanden davon zu erzählen und, auch wenn ich eigentlich eine große Verfechterin von Ehrlichkeit bin, mir irgendeine glaubwürdige Geschichte ausdenken, falls sich jemand wundert, warum wir uns plötzlich mehrere größere Anschaffungen o.ä. leisten können.

Dann geht es ans Geld ausgeben: Als erstes würde ich alle Rechnungen die noch offen sind bezahlen. Ja, ich gebe zu, dass ist echt banal, aber eben auch notwendig.

Anschließend erst einmal Vorräte auffüllen, also quasi einmal Monatseinkauf. Nur dabei vielleicht nicht ganz so sehr auf den Preis achten. Also auch mal z.B. zu Pralinen greifen, die ich zwar gerne esse, mir aber so gut wie nie leiste, weil sie mir einfach zu teuer für „so ein bisschen“ Inhalt sind. „Irgendwas Schönes“ würde ich auch meiner Mutter und meinen Schwiegereltern mitbringen und den Katzen und Hund sowieso! (Und für die Hühner würde ich mir auch was einfallen lassen!)

Knut liegt auf der Fußmatte und kaut an einer getrockneten Rindersehne
Natürlich würden auch die tierischen Mitbewohner etwas Tolles bekommen!

Zeitnah würde ich mir einen Termin bei der Bank geben lassen. Dort lasse ich mich beraten, wie ich einen Teil des Geldes so anlegen kann, dass er „für mich arbeitet“. Klar, entweder bedeutet das ein hohes Risiko oder einen kleinen Gewinn, doch die Verlockung, dass sich mein Geld von alleine vermehrt, ist dann doch zu groß. Es müssen auch keine Unsummen dabei rumkommen, einfach nur in etwas so viel, wie Ron und ich derzeit derzeit zusammen an Gehalt haben. (Mehr ist natürlich immer besser.) Der Plan dahinter ist vermutlich nachvollziehbar: Nicht mehr „normal“ arbeiten gehen müssen – und wenn dann nur noch in Jobs die uns wirklich Spaß machen. Da wir ja ohnehin mit dem Gedanken der Selbstständigkeit spielen, könnten wir uns also voll und ganz darauf konzentrieren ohne Existenzangst haben zu müssen.

Damit wäre ich auch schon beim nächsten Punkt: Einen Teil des Geldes für die Selbstständigkeit nutzen. Auch wenn die Gründung an sich ja nicht wirklich viel kostet, das eine oder andere würden wir – früher oder später – investieren müssen. Sei es in Technik oder Werbung oder oder oder …

Ganz wichtig: Einen (oder wenn Ron sich bis dahin entschieden hat auch zwei) Plätze im Friedwald kaufen. – Mein Rentenplan ist da leider nicht (mehr) ganz so tauglich in der heutigen Zeit …

Einen Teil des Geldes würde ich spenden. Wohin weiß ich noch nicht genau. Auf jeden Fall eine Summe X an den Tierschutz und eine Summe X an Make-A-Wish.

Wenn alles soweit geklappt hat, ist hoffentlich noch ein großer Teil des Geldes übrig. Mit ganz viel Glück reicht dieser für den Kauf eines Hauses, wie ein kleiner FlyingSpace-Bungalow oder vielleicht auch dieses Haus. (Wobei das restliche Geld dann vermutlich nur so schmelzen würde, Sanierungsmaßnahmen sei Dank …)

Hütte aus Ästen gebaut, die einfach, wie eine Art Tippi, zusammen gestellt sind.
Ein kleines bisschen mehr Luxus dürfte es dann schon sein. 😉

Noch immer Geld übrig? Ich denke nicht … Falls doch, würde ich meinem Liebsten das neue Fairphone und das eine oder andere heiß ersehnte Rollenspielbuch kaufen und mir vielleicht meinen lang ersehnten iskn Repaper und ein wenig an Bastel- und Malkram. Vielleicht auch endlich mal ein Laptop, damit ich nicht immer am Computer sitzen muss, um Beiträge wie diesen zu schreiben.

Kein großer Luxus, eher Notwendiges und alles einigermaßen sturkturiert. Ganz schön langweilig oder? Und trotzdem ist die Million jetzt weg. Wie ich eingangs sagte: Eine Million Euro ist ganz schön wenig …

P.S.: Vermutlich bist du längst reich! Schau mal HIER! Was nicht, kann ich dir DIESES Buch empfehlen. Macht zwar nicht unbedingt reich, bringt dich aber mindestens zum Schmunzeln. 😉

3 Gedanken zu „Plötzlich reich! – Was ich mit 1 Mio EUR machen würde“

  1. Liebe Rosi, vielen Dank für deinen spannenden Beitrag zu meiner Blogparade! Ich finde ja auch, wahnsinnig viel Luxus ist mit einer Million gar nicht unbedingt drin, da war ich ehrlich gesagt auch selbt überrascht. Ich hatte das auch noch nie so genau durchgerechnet… Eine Anmerkung habe ich noch: das Geld anlegen, um davon langfristig zu profitieren und es zu vermehren, ist eine super Idee! Ich würde allerdings eher zu einem unabhängigen Honorarberater raten, wenn man sich warum auch immer nicht selbst in das Thema einarbeiten will. Der Honorarberater bekommt seine Bezahlung separat und kann dir dann wirklich das für dich beste Produkt heraussuchen. Die Verkäufer bei der Bank sind zwar erstmal (vermeintlich!) gratis, aber sie können dich erstens nur innerhalb ihres eigenen Bankenverbunds “beraten” und dann müssen Banker heutzutage auch an ihre Provisionsziele denken. Du bezahlst sie also indirekt, nur sagt einem das niemand. Und kostengünstige ETF wirst du von einem Bankverkäufer vermutlich gar nicht erst als Option angeboten bekommen, da entgeht denen nämlich die fette Provision von der Fondsgesellschaft…

    Antworten
    • Hallo Nadine,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar.
      Das mit dem Finanzberater ist ein toller Tipp! Bisher hatte ich (leider) nie so viel Geld, dass da etwas zum Anlegen “übrig geblieben” wäre … 🙁
      Aber man ja nie was die Zukunft bringt. 😉
      LG Rosi

      Antworten

Schreibe einen Kommentar