Blogger schenken Lesefreuden 2017 [inkl. Gewinnspiel]

Liebe Leseratten und Bücherwürmer,

es ist endlich wieder soweit. Er ist da, ein Tag der den meisten inzwischen genau so wichtig ist, wie die Leipziger Buchmesse. Heute ist der

BLOGGER SCHENKEN LESEFREUDE„-Tag.

Das bedeutet das nicht nur ich, sondern auch bei vielen anderen Bloggern, das heutige Posting ganz im Zeichen des Buches steht.

Natürlich möchte ich es mir nicht nehmen lassen, wieder ein kleines Gewinnspiel zu veranstalten. Lange habe ich überlegt, welches Buch ich verlosen möchte. Letztlich habe ich mich dazu entschieden, einfach mehrere Kategorien zur Auswahl zu stellen. Ist ja auch irgendwie schöner, wenn es mehrere Gewinner gibt, oder? 😉

~ Kategorie Kinderbuch ~

„Mach die Biege, Fliege“ von Kai Pannen

Die witzige und spannende Fortsetzung des Weihnachtsbestsellers „Du spinnst wohl!“ »Muss das sein? Kannst du mal aufhören, so mit dem Netz zu schaukeln? Netter Versuch, aber das macht es auch nicht aufregender hier«, schimpfte Bisy. „Mach ich doch gar nicht. Ich dachte, du wackelst“, antwortete Karl-Heinz. „Na klar, jetzt soll ich wieder an allem schuld sein. Typisch“, rief Bisy, der sich mittlerweile am Netz festklammern musste. Das Schwingen war jetzt so heftig, dass es unmöglich wurde, sich länger zu halten.« Eines schönen Tages werden die grummelige Spinne Karl-Heinz und die Stubenfliege Bisy unsanft aus ihrem gemütlichen Netz geschüttelt. Schnell wird den beiden klar, was los ist: »Mit Beginn der warmen Jahreszeit wütet in vielen Wohnungen der sogenannte Frühjahrsputz. Dabei werden Insekten und Spinnen einfach weggefegt.« Auch Karl-Heinz und Bisy verlassen fluchtartig das Wohnzimmer, um in der großen grünen Weite des Gartens ein ruhiges Plätzchen für ein neues Zuhause zu finden. Eine spannende Suche beginnt, bei der das ungleiche Duo auf verschiedene Gartenbewohner trifft: nervige Ameisensoldaten, hilfsbereite Kellerasseln, wichtigtuerische Blattwanzen und gefährliche Libellen. Karl-Heinz und Bisy erleben den Garten mit all seinen Abenteuern und Gefahren. Die witzige und spannende Fortsetzung des Weihnachtsbestsellers »Du spinnst wohl!«: Karl-Heinz und Bisy sind zurück!

~ Kategorie Kriminalroman ~

„Die Katzen von Montmartre“ von Tessa Korber

Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?

~ Kategorie Fantasy ~

„Sharj und der Feuerkristall“ von Andrey Harings

Sharj und José untersuchen den Kompass, den der Elfenkönig Sloma ihnen geschenkt hat, und entdecken dabei einen verborgenen Mechanismus. Wie durch Zauberei transportiert er sie in eine andere Welt: nach Luciera. In Luciera herrscht, anders als der Name vermuten lässt, ewiges Dunkel. Hier leben Samira, Roma und Alma in großer Angst vor den Dajanen, einem blutrünstigen Vampirvolk, und dessen schrecklichen Anführer Golob. – Wie ist es zu dieser Dunkelheit gekommen? Wie können die Bewohner dort existieren und Nahrung finden? Können sie die Dajanen besiegen? Sharj und José erleben wieder ein spannendes und gefährliches Abenteuer. Doch auch auf der Erde ist einiges los: Josés Vater waltet seines Amtes als Tierarzt, Mona und Tina sind im Zeltlager. Und Otto erprobt sein Gift – mit tödlichen Folgen?

~ Kategorie Biographie/ Historischer Roman ~

„Das Kairohaus“ von Samia Serageldin [ME]

Ein bewegender autobiographischer Roman über ein dramatisches Frauenschicksal zwischen Orient und Okzident! Seit Jahren schon lebt Gigi im amerikanischen Exil. Doch ihre ägyptische Heimat lässt sie nicht los – die Erinnerung an ihren geliebten Sohn, an heimliche Leidenschaften und an das prächtige Heim ihrer Familie im Orient. Ein letztes Mal kehrt sie zurück in das Kairohaus, das jetzt zum Verkauf steht. Und die üppige Pracht einer glänzenden, längst vergangenen Epoche taucht vor ihrem geistigen Auge auf … Faszinierende Familiengeschichte und farbenprächtiger Bilderbogen des glanzvollen Ägypten!

~ Kategorie Humor ~

„Papa@home“ von Elke Ahlswede [ME]

Hauptgewinn für Kathi: Steile Karriere, schicker Dienstwagen, noble Firmenvilla in einem Vorort von Chicago, zwei süße Kinder und ein Ehemann in Elternzeit - der ultimative Mütter-Traum! Doch für den Papa im Pampers-Dienst ein wahrer Alptraum: Tobias rotiert zwischen Bio-Küche und Baby-Gym, Waschmaschine und Wischmopp, bis … tja, bis er sich vor seinen attraktiven Nachbarinnen kaum noch retten kann und die Vorzüge des coolen Hausmann-Daseins erkennt. Tobias‘ mysteriöse Wandlung trifft Kathi mit voller Breitseite … Eine charmante Komödie über einen hoffnungsvollen Rollentausch.

~ Kategorie Roman / Liebe ~

„Billy the Beast – Ein Traum von einem Tiger“ von Jörg Menke-Peitzmeyer

Bert ist dick. Sogar sehr dick. Stolze 101 Kilo bringt er auf die Waage. Alles nervt. Gut, dass es Günther Jauch gibt: Bei seiner Lieblingssendung kann Bert ungestört von zu Hause mit raten. Doch dann ändert sich alles: Bert wird das Maskottchen einer Eishockeymannschaft und als „Billy the Beast“ im Tigerfell berühmt. Die Pfunde purzeln, eine glücklichere Welt unterhalb der 100-Kilo-Grenze scheint möglich. Aber bald kommt die Millionenfrage: „Wie erobert man das Herz einer Cheerleaderin?“ Der Zusatzjoker muss her …

~ Kategorie  Sciencefiction ~

„Furtum Memoria“ von Dörthe Haltern

Als die Menschen von Sturm und Wasser bedroht wurden, flohen sie, in der Hoffnung eine neue Heimat finden zu können. Mit Raumschiffen, in einer nie dagewesenen Größe, erreichten sie einen Planeten, der sie nicht willkommen hieß. Dort kämpften sie um ihr Überleben, stets bewacht von Angst und Schrecken, Phobos und Deimos. Jahre später treffen auf dieser unwirtlichen Welt vier Menschen aufeinander, die dasselbe Schicksal vereint. Ein Dieb geht um, der jedoch nicht aus ist auf Reichtum oder Nahrung. Er stiehlt den Menschen ihr kostbarstes Gut: ihre Erinnerung.

Ich hoffe ich habe für jede/n etwas gefunden und freue mich jetzt auf eure zahlreichen Antworten. 🙂

Bitte beachtet, dass die Bücher bereits von mir gelesen wurden. Wen das stört, der sollte gar nicht erst teilnehmen. Danke.

~°~ GEWINNSPIEL ~°~

Und so kommt ihr an eines der Bücher:

1.) Beantwortet die folgende Frage, indem ihr einen Kommentar mit eurem Namen, euer gültigen Emailadresse und welches der o.g. Bücher ihr gewinnen möchtet oder ob euch das egal ist, auf diesen Beitrag hinterlasst:

Welches Genre lest ihr am liebsten und warum?

*ACHTUNG*

Nur wer BEIDE Teile der Gewinnspielfrage beantwortet, kommt auch in den Lostopf!

2.) Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung der Eltern. Da dieses ein Bloggewinnspiel ist, müsst ihr meinem Blog bereits folgen oder einfach noch schnell abonnieren. 😉

3.) Eure Adressen werden natürlich nicht weitergegeben, sondern nur für das Gewinnspiel verwandt, und nach der Auslosung gelöscht. Der Gewinner erklärt sich mit der Veröffentlichung seines Vornamen/ Nicknamens und des Wohnortes einverstanden.

4.) Für Teilnehmer aus dem Ausland: Ich versende innerhalb der EU, es sei denn, ihr würdet mir das Extra-Porto erstatten. Bitte schreibt mir in der Email, dass ihr diese Passage gelesen habt und mit der Portoerstattung einverstanden seid. (Bitte beachtet das es außerhalb D zu einer längeren Versandzeit kommt!)

5.)  Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postwege verloren gehen sollte.

6.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Kommentar- & damit Gewinnspielschluss ist der 30.04.2017 – 23.59 Uhr

Der Gewinner wird schriftlich (per Email) benachrichtigt und am 01.05.2017 hier auf meinem Blog bekannt gegeben.

(Meldet dieser sich nicht innerhalb von fünf Tagen bei mir wird neu ausgelost!)

Alle Angaben ohne Gewähr.

Mein Gewinnspiel darf natürlich gerne auf eurem Blog oder bei Twitter / Facebook etc. verbreitet werden. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Gewinnchance.

Viel Glück!

Zerhackstückelt [Rezension]

~°~ Das Buch ~°~

Moa Graven

Fremder

Cri-ki-Verlag [01.05.2017]

E-Book / auch erhältlich als Taschenbuch

~°~ Klappentext ~°~

Ein ganz normaler Freitag in Ostfriesland. Johann und Talea Schmees gehören auch zu denen, die sich ins Einkaufsgetümmel in Aurich stürzen. Als sie endlich fertig sind, machen sie sich auf den Weg nach Rechtsupweg zu Taleas Eltern. Doch sie kommen nicht dort an, denn sie machen auf der Landstraße einen Fund, der sich erst auf den zweiten Blick als grausame Entdeckung entpuppt. In einem Müllsack befinden sich Hände, Arme und Füße. Die Extremitäten von Toten. Was steckt dahinter? Jan Krömer und Lisa Berthold werden mit dem Fremden im Menschen konfrontiert.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Auf dem Cover ist ein Mann im strömenden Regen zu sehen, wie er die Fäuste ballt. Sein Gesicht ist zwar nicht zu erkennen, doch er wirkt wütend. Genau dieses Cover hat mich angezogen, denn durch den Bildschnitt und die eher düstere Gestaltung hat es etwas Geheimnisvolles. Auch der kurze prägnante Titel hat mich neugierig gemacht.

~ Inhalt ~

Johann ist von Beruf Kraftfahrer und möchte an seinen freien Tagen einfach nur seine Ruhe, doch seine Frau Talea unterstützt ihrer kranken Eltern und er muss sich mit ihr immer wieder ins Getümmel stürzen. Als sie von einem Einkauf zurückkommen, fahren sie an einem Müllsack vorbei. Da er mitten auf der Straße liegt, soll er an die Seite geträumt werden, doch was die beiden dann entdecken lässt sie erschaudern: Jede Menge menschliche Hände und Füße …

Die direkte und tierliebe Lisa Berthold und ihr Kollege Jan Kröner übernehmen die Ermittlungen, nicht wissend wo sie mit der Suche beginnen sollen. Zur angeblichen Unterstützung bekommen sie einen farbigen  Praktikanten an die Seite gestellt. Doch schnell wird klar, dass die „Oberen“ Helif nur als Prestigesubjekt nutzen wollen. Auch passt die Anwesenheit einigen Bewohnern so gar nicht. Während die drei sich auf die Suche nach dem Mörder begeben, müssen auch immer wieder miterleben, wie weit es in ihrem kleinen Dörfchen mit der Gastfreundschaft her ist, wenn der Gast eine andere Hautfarbe hat. Als wäre das noch nicht genug verschwindet dann ausgerechnet noch Johann spurlos …

Dieses ist bereits der siebte Band einer Krimireihe. Ich selbst kenne die anderen Bände bisher nicht, fand aber auch nicht, dadurch im Nachteil gewesen zu sein. Ab und an gibt es zwar eine kurze Anmerkung an vergangene Fälle, wenn ein Ermittler sich erinnert, aber dieses ist nicht so wichtig, so dass keine Vorkenntnisse nötig sind.

Die Geschichte ist zwar sehr kurz, umfasst aber viele Komponenten. Da sind  voranging natürlich der Leichenteilefund und die Ermittlungen, welche auch in die Vergangenheit führen. Eine nicht unwichtige Rolle spielen hier aber auch Fremdenhass, Ehedramen und selbst der Tierschutz. Eine bunte Mischung aus aktuellen Themen spannend verpackt.

Einziges Manko war für mich die Tatsache dass ausgerechnet die Ermittler nachts ihre Hintertür nur angelehnt lassen, damit der Hund zu jeder Zeit raus kann. Immerhin sind es ja gerade Ordnungshüter, die immer von Einbrüchen predigen.

~  Schreibstil ~

Der Schreibstil ist sehr prägnant, so dass auf den wenigen Seiten nichts verloren geht. Die Nebenhandlungen lassen die Charaktere echter wirken. Bildliche Beschreibungen – bei dem sich bei zarten Gemütern durchaus der Magen umdrehen könnte – runden das Gesamtpaket hervorragend ab.

~°~ Fazit ~°~

Eine tolle Mischung aus Spannung, Drama und politischen Themen. Durch den leichten, aber prägnanten Schreibstil lässt sich das Buch innerhalb kürzester Zeit „verschlingen“, denn genau das habe ich getan. Es war so spannend, dass ich es in wenigen Stunden durch hatte. 😉

 

 

~ Reihe ~

Killerfee – Band 1

Todesspiel am Großen Meer – Band 2

Kneipenkinder – Band 3

Fallensteller – Band 4

Flächenbrand – Band 5

Blindgänger – Band 6

Fremder – Band 7

Die Puppenstube – Band 8

Meuchler des Gewissens [Rezension zu Nacht über Herathis]

Ich hatte euch ja bereits berichtet, dass ich mir einen der ersten Bände des Splittermondromans Nacht über Herathis“ auf der letzten  HeinzCon sichern konnte. Jetzt endlich möchte ich euch am Inhalt teilhaben lassen. Das Buch habe ich (quasi) in einem Atemzug durchgelesen, da ich unbedingt wissen wollte wie es weiter geht. – Aber überzeugt euch am besten selbst und taucht ein in die fantastische Welt von Lorakis und des Rollenspiels Splittermond.

~°~ Das Buch ~°~

Anton Weste

Nacht über Herathis

Verlag : Feder & Schwert [16.03.2017]

Seiten: 300

ISBN: 9783867622790

 

~°~ Klappentext ~°~

Mord. Für ihre „Kunden“ ist das üblicherweise eine einmalige Sache. Für Dorn und Pitt jedoch, zwei der erfahrensten Meuchler von Herathis, das tägliche Brot. Die Routine wird empfindlich gestört, als durch die Gilde der Langen Messer ein neuer Wind weht. Warum steigt die Zahl der Morde so sprunghaft an und welche Rolle spielen der berühmte Feenmarkt und die Magistratswahl dabei? Die beiden Schattenklingen müssen eine Wahl treffen, die sie eigentlich für längst entschieden hielten: Gold oder Moral?

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Das Cover zeigt eine Szene wie sie – im wahrsten Sinne des Wortes – eine Situation wie sie im Buche steht. Es ist sehr schön und detailreich gestaltet, macht neugierig, verrät aber auch nichts.

~ Geschichte ~

Dorn ist eine Schattenklinge, der Meuchler der Gilde der Langen Messer. Vasco, wie er eigentlich heißt, ist eigentlich ein anderer – oder gibt zumindest vor ein unbscholtener und auch etwas naiver Schankbursche zu sein.

Als Dorn und seine Kameradin Pitt – eine gehornte Gnomin – den Auftrag bekommen dem Tyrammem von Lamera zu töten, nimmt das Schicksal seinen Lauf: Da dessen Stelle neu besetzt werden muss, tritt eine längst zerschlagen geglaubte Gruppe an die Oberfläche. Ein unerbittlicher Kampf entbrennt, der Dorn dazu zwingt andere Wege zu gehen, als er sich vielleicht erwünscht hätte.

~ Schreibstil ~

Der Schreibstil ist sehr angenehm, obwohl die Geschichte in einer Zeit spielt die in etwa mit dem menschlichen Mittelalter vergleichbar ist, gibt es keine schwierigen Wörter.  Der Text lässt sich flüssig lesen. Es gibt viele bildliche Beschreibungen, die dem Leser die Welt von Herathis (und damit auch die Welt des Rollenspiels Splittermond) näher bringen. Da Bräuche, Gewohnheiten und andere nötigen Beschreibungen gut beschrieben sind, braucht der Leser keine Vorkenntnisse, wird aber mit Sicherheit in eine fantastische und spannende Welt gezogen.

~°~ Fazit ~°~

Die Geschichte ist sehr spannend, voller überraschender Wendungen und bildlichen Beschreibungen. Eine tolle Mischung aus Action, Drama und einer Spur Liebe, gewürzt mit einer guten Prise Humor.

„Nacht über Herathis“ ist der erste Roman zum Pen & Paper Rollenspiel „Splittermond“. Ich kann es jetzt schon gar nicht erwarten endlich den nächsten Band in der Hand zu halten. (Nach Verlagsangaben wird dieser voraussichtlich noch dieses Jahr erscheinen.)

Das Leben ist kostbar [Rezenion]

~°~ Das Buch ~°~

Kathrin Schöder, Christian Schröder

Danke, Fremde/r, für mein Leben

ihleo Verlag [06.03.2017]

ISBN: 9783940926623

~°~ Klappentext ~°~

Eine Unpässlichkeit, die sich zur akuten Erkrankung ausweitet, aber dann der Schock: Die Leber macht nicht mehr mit! Mitten im Leben besteht für Kathrin Schröder mit einem Mal wirklich Lebensgefahr. Und mehr noch: Schlagartig nehmen die Symptome zu, die prognostizierte Lebensfrist schrumpft auf Tage, der Aufenthalt im Krankenhaus wird zur Achterbahnfahrt zwischen schmerzmittelinduzierten Wahnvorstellungen, Leiden und Versagen der Organe. Eine Lebertransplantation ist das einzige, was Kathrin noch retten kann. Aber sie hat Glück, denn ein Spenderorgan wird gefunden. Doch damit ist die Geschichte nicht beendet, denn erst jetzt zeigt sich, was diese Erkrankung bedeutet, wenn man wirklich weiterleben möchte … Der neue Alltag, die veränderten Präferenzen, das Leben mit Medikamenten und die eigenen körperlichen Begrenzungen sind Teil des neuen Ichs, das akzeptiert und bewältigt werden will. Ein bewegender, Mut machender Bericht über Krankheit in unserer technisierten Welt, über eine unterschätzte Erkrankung und die Wirklichkeit der Transplantationsmedizin. Das Besondere: Die Geschichte wird doppelt erzählt, unabhängig voneinander von der Betroffenen und von ihrem Ehemann.

~°~ Meinung ~°~

Das Cover wird von Glühlampen geziert und wirkt ein wenig kühl. (Passt damit vielleicht ganz gut zur Thematik und der Gefühlskälte in den Krankenhäusern.) Mit gefällt es leider nicht ganz so gut.

Dieses Buch ist an sich bereits eine Besonderheit, denn es lässt sich von beiden Seiten lesen. Von der einen Seite beginnt der Leser mit der Sicht der Betroffenen. Wird von der anderen Seite angefangen, liest man hier zuerst die Sicht des Ehemanns. Von welcher Seite begonnen wird ist egal, da sich beide „Geschichten“ unabhängig voneinander lesen lassen. Leider ist es nicht möglich die Sichtweisen immer abwechselnd zu lesen. Ich hätte es schön gefunden, erst die Sicht der Autorin und dann einen Kommentar vom Ehemann zu lesen.

Kathrin Schröder beschreibt ihren Weg: Von den Anzeichen über die Diagnose bis hin zu einer Odyssee in Krankenhäusern.  Besonders deutlich wird hier auch die Lieblosigkeit und teilweise Überforderung der Mitarbeiter (Ärzte, Pfleger,…). Sehr schön ist das auch ihr Mann zu Wort kommt, musste er doch mit ansehen, wie sehr seine Frau litt – und war oft hilflos.

~°~ Fazit ~°~

Ein sehr ehrliches und offenes Buch, voller Gefühle. Mal deprimierend, mal aufheiternd. In jedem Fall aber Mut machend.

 

Insektenflüchtlinge [Rezension zum Frühling]

Zum gestrigen Frühlingsanfang gibt es heute einen passenden Buchtipp. 🙂

~°~ Das Buch ~°~

Kai Pannen

Mach die Biege, Fliege!

Seiten: 104

Verlag : TULIPAN VERLAG [17.02.2017]

ISBN: 9783864293399

~°~ Klappentext ~°~

Die witzige und spannende Fortsetzung des Weihnachtsbestsellers „Du spinnst wohl!“ »Muss das sein? Kannst du mal aufhören, so mit dem Netz zu schaukeln? Netter Versuch, aber das macht es auch nicht aufregender hier«, schimpfte Bisy. „Mach ich doch gar nicht. Ich dachte, du wackelst“, antwortete Karl-Heinz. „Na klar, jetzt soll ich wieder an allem schuld sein. Typisch“, rief Bisy, der sich mittlerweile am Netz festklammern musste. Das Schwingen war jetzt so heftig, dass es unmöglich wurde, sich länger zu halten.« Eines schönen Tages werden die grummelige Spinne Karl-Heinz und die Stubenfliege Bisy unsanft aus ihrem gemütlichen Netz geschüttelt. Schnell wird den beiden klar, was los ist: »Mit Beginn der warmen Jahreszeit wütet in vielen Wohnungen der sogenannte Frühjahrsputz. Dabei werden Insekten und Spinnen einfach weggefegt.« Auch Karl-Heinz und Bisy verlassen fluchtartig das Wohnzimmer, um in der großen grünen Weite des Gartens ein ruhiges Plätzchen für ein neues Zuhause zu finden. Eine spannende Suche beginnt, bei der das ungleiche Duo auf verschiedene Gartenbewohner trifft: nervige Ameisensoldaten, hilfsbereite Kellerasseln, wichtigtuerische Blattwanzen und gefährliche Libellen. Karl-Heinz und Bisy erleben den Garten mit all seinen Abenteuern und Gefahren.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Schon das Cover ist einfach herrlich mit seinem ganzseitigen Motiv. Es zeigt die beiden Protagonisten Karl-Heinz und Bisy

~ Geschichte ~

Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Du spinnst wohl“, lässt sich aber ohne die Vorkenntnisse des Vorgängers lesen. (Ich kenne Band 1 auch nicht.) Und darum geht’s:

Die Kreuzspinne Karl-Heinz und die Stubenfliege Bisy pflegen eine ungewöhnliche Freundschaft, denn normalerweise stehen Fliegen nun einmal auf der Speisekarte von Spinnen. Extra für Bisy ist die Spinne hier jedoch zum Vegetarier geworden. Obwohl die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten, gehen sie zusammen durch dick und dünn. Das heißt, eigentlich fliegt nur Bisy, denn sein achtbeiniger Freund ist eher gemütlich und möchte sein Netz nicht verlassen. Doch dann machen die Menschen etwas, dass sich „Frühjahrsputz“ nennt und die beiden Tierchen schweben in großer Gefahr! Um sich zu retten fliehen sie notgedrungen in den Garten. Leider sind die beiden „Stubenhocker“ dort alles andere als willkommen und dazu noch die ganzen (unbekannten) Gefahren! Als sie endlich ein gemütliches Netz spannen können, lernt der sonst eher zurückhaltende Spinnerich eine schöne Raupendame kennen – und Bisy ist abgeschrieben …

Der Einstig ist bereits abenteuerlich und auch ein wenig traurig, denn sowohl Karl-Heinz, als auch Bisy werden aus ihrem Zuhause vertrieben. Ihnen bleibt keine Wahl, als zu fliehen. Sie wissen nicht so recht wohin, entscheiden sich für den Garten und stoßen an vielen Ecken auf Ablehnung und teils sogar Verachtung. Doch es gibt auch Gegenbeispiele und sie finden Hilfe und sogar Freunde. Eine schöne Geschichte über Toleranz mit hohem Lerngehalt.

~ Schreibstil ~

Der Schreibstil ist einfach und kindgerecht. Alles lässt sich flüssig lesen. Es kommen keine Fremdwörter oder ähnliches vor.

~ Bilder ~

Sehr schön sind die vielen Bilder. Auf jeder Seite gibt es etwas zu entdecken. Mal ein ganzseitiges Bild, mal nur ein kleines in der Ecke, dann sogar ein Bild, welches sich über zwei Seiten erstreckt. Immer im Text eingegliedert, so dass es stimmig wirkt. Die Zeichnungen sind wirklich lustig und schön anzusehen.

~ Lesealter ~

Der Verlag empfiehlt hier ein Lesealter von 4 – 6 Jahren. Zum selbst lesen finde ich für dieses Alter die Schrift ein wenig zu klein. Zum Vorlesen ist es aber in Ordnung, da der Text leicht verständlich ist. Durch die Bilder kommt auch für die Jüngeren keine Langeweile auf.

~°~ Fazit ~°~

Eine schöne Geschichte kindgerechte über Toleranz und Freundschaft, gepaart mit jeder Menge Abenteuer und vielen verschiedenen Tieren. Untermalt mit schönen Bildern.

 

~ Reihe ~

Mach die Biege, Fliege! [Teil 2]

Du spinnst wohl! [Teil 1]

 

Unfreiwillige Abenteurer gesucht! [Rezension]

„Sich die Hand abschlagen zu lassen macht weniger Spaß, als man annehmen würde. –

Zitat eines Mannes, dem die Hand abgeschlagen wurde und der dabei feststellte, dass es weniger Spaß macht, als er angenommen hatte.“

 

~°~ Das Buch ~°~

Wade Albert White

Saint Lupin’s Academy

Zutritt nur für echte Abenteurer!

Planet! [16.02.2017]

 

~°~ Klappentext ~°~

In Drachenfeuerbällen durch die Gegend fliegen und sprechende Vögel als Navigationsgerät benutzen – das steht auf Annes Stundenplan, seit sie Schülerin an einer der berühmt-berüchtigten Abenteuerakademien ist. Eigentlich total cool … wenn da nicht plötzlich dieses klitzekleine Problem wäre: Zusammen mit ihrer besten Freundin Penelope, dem jungen Zauberer Hiro und dem magischen Handbuch für Abenteurer muss Anne eine tödliche Prophezeiung innerhalb von nur drei Tagen (!) lösen, das Schicksal der Akadamie, ja, sogar das der ganzen Welt hängt davon ab. Um ihr neu gewonnenes Zuhause nicht zu verlieren, müssen Anne und ihre Freunde Sandwölfe und Zombiehaie bezwingen, ohne zu ahnen, dass der schlimmste Gegenspieler noch auf sie wartet!

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Schon das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Drei Abenteurer stehen auf einem Fels, ein Drache über und ein Hai unter ihnen. Diese Gestaltung verspricht einfach schon Abenteuer pur und ist damit sehr passend zum Thema der Geschichte.

~ Geschichte ~

Anne und ihre beste Freundin Penelope leben im Waisenhaus Saint Lupin. Dort haben sie alles andere als ein gutes Leben, denn die Heimleiterin beutet die Kinder förmlich aus. So müssen sie in Kohlebergwerken schuften bis zum Umfallen und werden für die kleines Unaufmerksamkeit hart bestraft. Kind sein darf hier niemand. Daher fiebern alle Ihrem 13. Geburtstag entgegen, denn dann dürfen sie die Insel verlassen und eine der vielen Abenteuerakademien untergebracht. Blöd nur, dass Anne keine Fahrkarte in die Freiheit bekommt. Die Oberin hat offenbar andere Pläne … und ehe das Mädchen sich versieht, steckt sie mitten in einem Abenteuer, welches bei, Scheitern auch gleich für die Zerstörung der Welt sorgt!

Diese Geschichte gehört definitiv in den Bereich Fantasy, denn es kommen viele fantastische  Gestalten vor wie z.B. Drachen, Zombiehaie, belebte Rüstungen und auch eine Menge Magie. Dennoch ist „Zutritt nur für echte Abenteurer“ so authentisch geschrieben, dass sich die Kleinen (und großen) Abenteuer sehr gut hinein versetzen können. Sehr spannend und eine schöne Mischung aus Abenteuer und Rätsel.

Eine sehr schöne Idee ist das „Ultimative Handbuch für Abenteurer“. Dieses Buch wechselt seinen Inhalt immer entsprechend zur Situation. (Wer wünscht sich nicht so ein Buch!? ;))

~ Schreibstil ~

Die Geschichte ist Jugendgerecht geschrieben. Der Schreibstil ist locker und alles lässt sich flüssig lesen. Wenn es die Situation erfordert, ist z.B. ein Wesen oder auch eine Umgebung detaillierter umschrieben. So hat der Leser förmlich ein Bild vor Augen. Sehr schön gemacht.

~ Altersempfehlung ~

Der Verlag empfiehlt hier ein Lesealter von 10 – 12 Jahren. Das finde ich angemessen, da in diesem Alter alles erfasst werden kann. Für jüngere Kinder passiert vermutlich einfach zu viel, um das Gelesene noch richtig aufzunehmen.

~°~ Fazit ~°~

Auch wenn ich nicht zur Zielgruppe gehöre – zumindest vom Alter betrachtet – hat mir diese Abenteuer sehr viel Spaß gemacht. Die Rätsel waren nicht so leicht, wie ich anfangs vermutet hatte und brachten sogar mich ins Grübeln. Die Geschichte ist spannend geschrieben und ich konnte sie fast gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

 

~ Reihe ~

Folgt [Teil 2]

Zutritt nur für echte Abenteurer [Teil 1]

Ehrlich währt (eben doch) am längsten

Erst kürzlich hatte ich ein „Autorenerlebnis der bösen Art“. Die meisten von euch waren mit mir einer Meinung, dass der Autor sich hier tatsächlich ein wenig (mehr) blamiert hat und mir einfach eine persönliche Nachricht hätte schreiben können. [Verbucht unter: „Dumm gelaufen.“]

Dass es auch anders geht beweisen folgende zwei aktuelle Beispiele:

Der TheissVerlag schickte mir eine Anfrage, ob sie meine Rezension auf Ihrer Verlagsseite veröffentlichen dürften. An sich erst einmal nichts Ungewöhnliches. Schön wird es, wenn ich erwähne, dass das Buch von mir gerade einmal zwei Sterne bekommen hat und ich es als schlecht bewertet habe!!! Hier scheint dem Verlag tatsächlich noch etwas an der ehrlichen Meinung der Leser zu liegen. Meinen Respekt!

Autoren freuen sich natürlich immer über gute Rezensionen. So bekam ich von „Anne Töpfer“ [Pseudonym] ebenfalls einen Kommentar unter meiner Rezi zu „Das Brombeerzimmer„. Auch sie wunderte sich, dass ich das Buch bereits gelesen hatte, obwohl es noch gar nicht erschienen war. Ich erklärte, dass ich nur das E-Book hätte, dieses aber wirklich geliebt hätte (5 Sterne). – Und was antwortet Andrea Russo? Das sie mir gerne eine Printausgabe zuschickt! Kostenlos! Das hat mich schon mal sehr gefreut und ich habe mir ganz dreist auch noch eine Widmung gewünscht. ():-)

Vor einigen Tagen bekam ich dann ein Päckchen von ihr. Oder besser gesagt, von der Protagonistin. Aber nicht nur dass, sondern es gab auch gleich noch ein kleines Gläschen Konfitüre dazu, denn Nora (die Hauptfigur) kocht diese leidenschaftlich gerne. Das hat mich wirklich MEGA gefreut. Nein, eigentlich freue ich mich noch immer. Das Buch ist klasse, der Brief schön, die Konfitüre lecker und die Geste der Autorin wirklich einmalig! Vielen lieben Dank!!!