Ich habe einen Plan! Sommerurlaub 2014 – Farbe bekennen. Ein Selbstversuch.

„Menschen, die Kaffee in Kapseln kaufen,
bezahlen für das Kilo Kaffee rund 80 Euro.
Kein Wunder, dass nicht hier,
sondern im Weltraum nach intelligentem Leben gesucht wird.“

 

Ein bisschen was schuldete ich euch aus meinem Urlab ja noch an Berichten. Da wäre z.B. der Punkt:

Farbe bekennen„.

Vielleicht dachte sich der ein oder andere ja schon, besonders wer meine Fotos kennt, dass es sich auf’s Haare färben bezog!? 😉

Erst wollte ich ja zu einem kräftigen „Pflaume“ greifen, aber in anbetracht der Tatsache das ich ja noch Vorstellungsgespräche für einen Praktikumsplatz führen muss, habe ich es dann doch lieber gelassen. Ich muss meine pontentiellen Arbeitgeber ja nicht verwirren, bevor ich überhaupt angefangen habe. *g*

Gegriffen habe ich diesmal zu einem „Schwarzrot“. (In meinen Haaren wird sowie jede Farbe rot, warum auch immer…)

Vorm Urlaub hatte ich meinen Kollegen, besonders Einem, einen Praxistest versprochen, denn es kam die Frage auf ob dieses „Diamantserum“, welches die Hersteller versprechen, nur Werbestrategie ist oder tatsächlich eine Wirkung zeigt. Ich bot mich also, ganz mutig,  zum „Selbsttest“ an.

Das die Werbung eigentlich (fast) immer lügt wissen besonders kritische Verbraucher. Aber in wieweit kann der Hersteller wohl hier sein Versprechen halten? Das wollte ich genauer wissen und habe meine Haare zweigeteilt gefärbt:

Eine breite Strähne habe ich nur mit der Farbe behandelt, in der KEIN Diamantserum war.

Das Serum habe ich danach zugegeben und die restlichen Haare gefärbt. (Übrigens: Es empfiehlt sich vor dem Schütteln einen Deckel auf die Flasche zu stecken!!!) Die Einwirkzeit, das Auswaschen etc. war bei beidem gleich. Das Ergebnis – ÜBERRASCHUNG! – auch!

Um sicher zu gehen befragte ich auch andere Leute. Das Ergebnis war ernüchternd: KEINER sah auch nur annähernd einen Unterschied! – Na gut, damit gerechnet hatte ich sowieso nicht.

Diamantend funkelt  hier nur eines: Der Kontostand des Herstellers!!!

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Ich habe einen Plan! Sommerurlaub 2014 – Ice Baby, ice! [Rezept]

Das Wetter gaukelt den Sommer vor, während die Straßen voller buntem Laub liegen. Ein kurioses Bild.

Genauso kurios ist es wohl auch das dieses Wetter erst nach meinem Urlaub herrscht.

Aber so ist es ja irgendwie meistens….

Einige Urlaubsaktivitäten schulde ich ja noch. Hier ein weiterer kulinarischen Punkt – passend zum derzeitigen Wetter 😉

Das Wetter machte mir einen Strich durch den Ausflug und so griff ich auf einen der Punkte zurück, die ich auch drinnen machen konnte:

LECKERES EIS herstellen.

Das hat Spaß gemacht, ging schnell (Wenn man von der Gefrierphase absieht.) und war super lecker.

Lust es selbst einmal zu probieren? Nur Mut, ist wirklich einfach! 🙂

~ Grundrezept Sahneeis ~

(für 4 Portionen)

100 ml Schlagsahne*

400 ml Vollmilch*

100 g Puderzucker

(* lassen sich auch durch Soyaprodukte ersetzen)

Alles zusammen in eine Schüssel geben und mit einem Handrührgerät kräftig verrühren.

Schon hat man eine Grundmasse.

Nicht erschrecken, es ist völlig normal das es noch immer flüssig ist! 😉

~ Variationen ~

So ohne alles ist Milcheis zwar auch ganz nett, aber ich bevorzuge es dann doch mit weiterem Geschmack.

Hier könnt ihr eurer Fantasie jetzt freine Lauf lassen und z.B. Backkakao für Schokoladeneis, Nüsse, Cornflakes, prüriertes Obst, Schokosplitter, … nach Belieben dazu geben.

Alles noch einmal kräftig verrühren und dann in einer geschlossenen Dose ins Gefrierfach stellen.

Ab hier ist ein wenig Geduld gefragt, denn bis die Masse fest wird dauert es einige Stunden.

Etwa alle zwei Stunden solltet ihr, z.B. mit einer Gabel, umrühren. So gefriert das Eis gleichmäßiger und bleibt cremig. Etwas mühseelig, lohnt sich aber.

Nach einem halben bis einem Tag, je nach Gefrierleistung, ist eurer selbstgemachtes Eis fertig.

Guten Appetit! 🙂

 Eis

~ Meine Variationen ~

Da ich Abwechslung liebe, versuchte ich mich in drei Sorten:

Natürlich habe ich auch den zweiten Teil des Plans erfolgreich ausgeführt:

Einen großen Becher davon mit einem Berg Schlagsahne zu verdrücken! *g*

Und was habt ihr so gezaubert?

Kommentiert gerne mit Foto von EUREM Werk. 🙂

Ich habe einen Plan! Sommerurlaub 2014 – Urlaubsfreude verbreiten

Ein kleiner, aber doch irgendwie wichtiger Punkt auf meiner Urlaubsplanliste war: „Urlaubsfreude verbreiten“. Ein wenig habe ich das ja bereits mit leckerem Essen aus Asien gemacht. (Zumindest leben die Esser noch und lecker fanden sie es auch. Haben sie zumindest behauptet. ;)) Aber da mit diesem Punkt meinte ich etwas anderes, etwas das zum Urlaub einfach dazu gehört.

Na, eine Ahnung WAS ich meine?

Ansichtskarten verschicken! Ich finde das gehört irgendwie dazu. Nicht zuletzt um andere neidisch zu machen. *lach*

Ich habe Grenzen überwunden, Stadtteile durchschritten – und bin noch immer in Bremen. Aber wer sagt denn, dass man Urlaubskarten nicht auch von Zuahuse verschicken kann??? Eben: Niemand!

Von „Balkonien“ gab es allerdings keine Karten. War aber nicht so wild, wir haben eh keinen Balkon! 😉

Dafür aber aus Bremen. – Wer hätte das gedacht? 😀

Da habe ich doch gleich mal den Stift geschwungen und ein paar – mehr oder weniger lieben – Leuten ein paar Zeilen geschrieben.

Ansichtskarten BremenÄußerst passend entpuppte sich auch die Ansichtskarte mit der ein Kollege mich aus Tschechien beglückte. Ich habe wirklich KEINE Ahnung wie er auf so etwas kommt…. ();o).

Lieben Dank Carsten. Die Karte hängt jetzt dort wo sie hingehört: Über meinem Bett. *fg*

Ansichtskarte

Achja, auch in Zeiten von Internet, What’s App & Co.: Manchmal ist Schneckenpost doch etwas Schönes! 🙂

Schicke Post

Ich habe einen Plan! Sommerurlaub 2014 – Alte Abneigung neu geprüft

Na, schon neugierig gewesen was sich hinter meinem Urlaubspunkt „Alte Abneigungen neu überprüfen“ verbirgt?

Es geht um ein Genre. Ein Filmgenre um genau zu sein. Wie einige bereits wissen bevorzuge ich hier, genau wie bei Büchern, Horror & Thriller. Und es gibt etwas das ich auch hier absolut NICHT mag: WESTERN!!!

Mein selbsterwähltes Bruderherz weiß davon und war der Meinung ich müsse vielleicht einfach mal eine „modernere“ Variante sehen. So bekam ich kürzlich eine DVD in die Hand gedrückt – mit einem breiten Grinsen – und dem Satz: „Bitteschön. Ein MODERNER Western.“

Western sind für mich „alte Schinken“ die meist in Sepia gehalten sind und eine grobe Körnung aufweisen. Dazu noch runtergekommene Saloons, Rubensfrauen mit Strumpfbändern und Haaren auf den Szenen, Pferde und eine Schießerei. Fertig. – Okay, ich gebe zu das ist eine wirklich sehr klischeehafte Beschreibung. Aber für mich sind Western vor allen Dingen eines: Immer das Gleiche – und verdammt langweilig!

Miguel drückte mir „Young Guns“ (Special Edition, wobei das sich nur auf den Zusatz und nicht auf den Film bezog) in die Hand. „Young klingt zumindest erst mal nicht alt. 😀 Allerdings ist der Film auch „schon“ von 1988 und wohl nicht so ganz modern… Als ich eines Abend dann, mal wieder, nicht einschlafen konnte, war das die perfekte Gelegenheit die Playtaste zu drücken …

Ich musste schon direkt am Anfang schmunzeln, denn einer der Darsteller ist Emilo Estevez… (Wer mein Selbsterwähltes Bruderherz nicht kennt: Man munkelt in seiner Familie, es würde einen gewissen Verwandtschaftsgrad – über 100 Ecken ^^ – geben. So sind die Spanier eben. Stolz auf ihre Herkunft. ;))

Worum geht’s in DIESEM Film?

Um die bekannte Wild-West-Legende von „Billy the Kid“ und seiner Bande:

White Oaks in New Mexico, 1878. In einer Zeit ohne Gesetz und Ordnung kämpfen die beiden Rancher John Tunstall und Lawrence Murphy um Land und Vieh, Lincoln County in New Mexico scheint nicht groß genug für ein friedliches Nebeneinander zu sein. Um sein Eigentum – aber auch sein Leben – zu schützen heuert der Engländer Tunstall junge Männer an Herumtreiber, Waisen, Außenseiter, die auf der Ranch allerdings nicht nur arbeiten müssen, sondern auch Lesen und Schreiben beigebracht bekommen. Denn um es im Leben wirklich zu etwas zu bringen, braucht es mehr als eine schnelle Pistole, lehrt John Tunstall „seinen Jungs“. Unter ihnen befinden sich auch der romantische ‚Doc‘ Scurlock, der in seiner Freizeit Gedichte verfasst, der ruhige und besonnene Richard Brewer, der Indio Chavez y Chavez, „Dirty“ Steve Stephens, Charley Bowdre und William H. Bonney, der später unter dem Namen „Billy the Kid“ zu fragwürdigem Ruhm gelangen sollte. Als Murphy seinen Widersacher Tunstall in einen Hinterhalt lockt, ihn skrupellos ermorden lässt und die Ranch niederbrennt, schwören die sechs jungen Männer Rache. Da der Sherrif einer von Murphys Leuten ist und keinerlei Interesse daran zeigt, die Mörder von Tunstall dingfest zu machen, sind Richter Wilson die Hände gebunden. Doch dem Anwalt Alex McSween, ein enger Freund des ermordeten John Tunstall, gelingt es, die sechs Schützlinge von Tunstall zu Hilfssheriffs zu machen, die mit der Suche nach dem Mörder des Ranchers betraut werden. Als Billy jedoch einen der Revolverhelden Murphys erschießt anstatt ihn zu verhaften, wird die Lage brenzlig. Ab sofort werden sie nicht nur von Murphys Männern gejagt …

Tapfer habe ich den GANZEN Film gesehen. Bis zum bitteren Ende! Und eingeschlafen bin ich auch nicht. 😉

Aber wie fand ich’s denn nun? Werde ich zu einem Westernfan?

Das ich nicht abgeschaltet habe ist erst einmal ein gutes Zeichen. (Wer mich kennt weiß allerdings das ich auch grauenvolle Bücher zu Ende lese. Selbst „Feuchtgebiete“. Nur bei „Herr der Ringe“, habe ich nach 30 Seiten kapituliert… ^^)

Aber zurück zu Billy & Co.: Tatsächlich habe ich gelacht, sogar an mehreren Stellen. Dieser Film ist nicht so trocken wie „alte“ Western. Die Handlung ist nachvollziehbar. Bis auf eine Stelle, die ist mir auch eine Woche später noch ein Rätsel. Kennt jemand diesen Film und kann mir bitte die Stelle mit dem Haschtee und dem Indianerdorf erklären? Warum können die in der Geisterwelt da durch reiten, werden aber dennoch gesehen und was soll das verflixte Huhn??? *verwirrt dreinschau* Allerdings bestehen 80 Minuten des Films aus bloßem rumgeballer, was ich sehr schade finde. Zwar sind es keine Duells im klassichen Sinne und es sit auch alles spannender, aber zu viel macht es eben nicht besser.

Von Ton, Schnitt und Kameraführung bin ich allerdings begeistert. Auch die Musikeinbelendungen sind eher modern und sogar ein wenig fetzig.

Okay, ja, DIESER Western war BESSER als andere die ich bisher gesehen habe. Aber für meinen Geschmack gibt es auch hier zu viel wilde Schießerei und eine verwirrende Teeszene.

Ich werde kein Westernfan. Zumindest noch nicht… 😉

Vorschläge für „moderne Western“ werden gerne entgegen genommen.

Ich habe einen Plan! Sommerurlaub 2014 – Zeitreise. Auf den Spuren des Zweiten Weltkrieges.

Ein weiterer Punkt auf meinem Urlaubsplaner war eine Zeitreise. Viele fragten sich was es damit wohl auf sich hat. Eure Neugierede soll nun befriedigt werden. 😉

Zeitreise

Auch wer Urlaub hat, sollte dem Grauen nicht den Rücken kehren. Gar nicht so weit weg von unserem Haus, im Bremer Stadtteil Farge/ Rekum, liegt ein Mahnmal des Zweiten Weltkrieges:

Bunker Valentin

Denkmal "Tod durch Urlaub"

Denkmal „Tod durch Urlaub“

Es handelt sich hierbei um die Ruine einer U-Boot-Werft. Zwischen 1943 und 1945 waren hier 1000sende von Zwangsarbeitern, aus ganz Europa, am Schuften. Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge, aber auch Zivilarbeiter. Unterernährung, Krankheiten und (natürlich?) Tötungen forderten hier mehr als 1100 Opfer …

Als mir klar war, dass ich mich auf die Spuren der Schreie und Schmerzen machen wollte, so wollte ich dies nicht allein tun. Sicher ist so eine Werfterkundung auch auf eigene Faust interessant, doch mit einer Führung und jemandem der einem vielleicht noch das ein oder andere „neue“ erzählt würde es sicher mehr Spaß machen. Mein Göttergatte begleitete mich auf eine, 1,5 Stunde dauernde, Reise in die düstere Vergangenheit …

Natürlich sollte dieser Bunker auch einen Zweck erfüllen: An diesem Ort sollten die, zu diesem Zeitpunkt neuen, U-Boote des Typs XXI gebaut werden. Die Werft sollte unabhängig von feindlichen Luftangriffen mit Bombenangriffe und dabei äußerst effektiv sein. Auch das U-Boot selbst sollte technisch top sein: Die bisherige Unterwassergeschwindigkeit sollte mehr als verdoppelt, die Unterwasserreichweite bei gleicher Geschwindigkeit etwa um den Faktor 8 erhöht und die Tauchtiefe um etwa 30 % vergrößert werden. Geplant war, dass alle 56 Stunden solch ein neues U-Boot den Bunker verlassen sollte. Erst das Ende des Krieges gebot dem Einhalt.

Auf den gesamt ca. 49276 m² sollten die Teile, die aus anderen Werften Deutschlands kamen, zu einem Ganzen zusammen gebaut werden. An insgesamt 13 sogenannter „Taktplätze“ sollte jeweils ein Schritt erfolgen. Von Taktplatz 1 – Kiellegung und Verschweißung der insgesamt acht Sektionsteile bis hin zu Taktplatz 13 – Endprüfung und Auslaufen des U-Bootes.

Die Hallen sind wirklich riesig – und recht frisch. Obwohl draußen fröhlich die Sonne scheint herrscht hier eine frostig-melancholische Stimmung. Seit Jahrzehnten schuftet hier keiner mehr um sein Leben und doch ist genau das, die drückende Stimmung, die Angst, allgegenwärtig. – Aber ich finde genau das gehört auch irgendwie dazu. Immerhin ist es ja ein Mahnmal und soll mit seiner 1 Tonne Gesamtmasse an vergangene Gräueltaten erinnern.

Wobei mir grade die Vorstellung durch den Kopf spukt hier Leben und Freunde rein zu bringen. Ich stelle mir den Bunker mit bunten Blumen, Handabdrücken und lachenden Smiley vor. An den Aussparrungen ranken bunte Blumen herunter, Kinderlachen erfüllt die Hallen, … Wo man hinsieht erblickt man händchenhaltende Paare jeder Genration, Harmonie und Einigkeit liegt in der Luft … Doch dann wird es um mich herum plötzlich still, die bunten Farben verblassen zunehmend und ich erwache aus meinem Tagtraum. Um mich herum nichts als die drückende Enge des Bunkers. Ich fröstele und erinnere mich an eine schaurige Legende:

Dieser zufolge sollen sich in den Wänden Leichen türmen! Den Nazis war es ja bekanntlich egal, wenn ein Arbeiter starb. Hier arbeiteten die Menschen bis zum Umfallen. Einige sollen erschöpft in den Beton gefallen und dort qualvoll gestorben sein …

Wie Eingangs bereits erwähnt sollte der Bunker vor Luftangriffen schützen, ironischerweise fiel „Valentin“ genau diesem zum Opfer: Die Wände des Bunkers wurden in der ersten Ausbaustufe grade einmal 4,5 cm dick gebaut, ebenso wie die Decken. In der zweiten Ausbaustufe wurden die Wände mit einer Zerschellbetonschicht auf sieben Zentimeter erweitert. Die zweite Stufe wurde jedoch nicht fertig gestellt, da am 27,. März 1973 gleich zwei „Grand Slams“ (10-Tonnen-Bomben), der Allierten die Decke zerschlugen. – Diese war noch nicht ausgebaut. – Ein weiteres Mal schlugen sie am 30. März zu. Der Bunker war bereits zu 90 % hergestellt und wurde, mit diesen beiden Schlägen, fast vollständig zerstört. – Historiker und andere technische Fachleute gehen übrigens davon aus, dass „der Feind“ diesen Zeitpunkt deswegen bewusst gewählt hat, denn nach der Fertigstellung wäre „Valentin“ unverwundbar gewesen. – Und wer weiß, vielleicht wäre eine andere Geschichte geschrieben wurden …

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Ich habe einen Plan! Sommerurlaub 2014 – Asiatisch kochen [Rezept]

Wenn sich draußen der Himmel zuzieht und ein Gewitter über die Dächer zieht ist eine heiße Mahlzeit genau das richtige. Das kochen bereitet Freude und das essen (mit Freunden) sowieso. Genau richtig also, um einen „Indoorpunkt“ meines Urlaubsplans umzusetzen:

Asiatisch kochen …

Da wir von Miguels Vater vor seiner Auswandereung so in etwa den halben Küchenschrankinhalt vermacht bekommen haben, entschied ich mich dafür die Packung asiatischer Nudeln zu verabreiten. Daraus wurden:

scharf-süßliche gebratene Asian-Nudeln [vegetarisch]

 (für 4 Portionen)

~°~ Zutaten ~°~

2 Parikaschoten (Möglichst rot und gelb, da grün zu bitter ist. Geht aber auch.)

1 (große) Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 große Mohrrübe

je 100 g „WieRindfleisch“ und „WieHünchen“ (http://www.wiefleisch.de)

Öl (zum Anbraten)

3 EL Sojasauce

5 EL Tomatenketchup

50 ml Sojasahne

1 Spritzer Zitrone

3 TL Zucker

4 TL Currypulver (Möglichst die scharfe Variante.)

4 TL Paprikapulver

4 TL Chilipulver

250 g chinesiche Eiernudeln

~°~ Zubereitung ~°~

Zuerst das Gemüse vorbereiten: Paprika aushöhlen und in Streifen schneiden, Möhren ebenfalls stiften. (Je nach Geschmack vorher schälen). Wer mit Stäbchen esse möchte sollte die Streifen nicht zu klein schneiden. Bei den Paprika möglichst die Kerne entfernen, da diese bitter werden. Zwiebel und Knoblauchzehe pellen und würfeln.

Wasser zum kochen bringen, vom Herd nehmen und die Nudeln darin etwa 5 Minuten ziehen lassen.

Die Zutaten für die Sauce vermengen. Je nach Geschmack ggf. mehr oder weniger der Gewürze verwenden.

In einem Wok oder alternativ einem großen Topf oder einer großen Pfanne, ein wenig Öl erhitzen. Anschließend zuerst das „Fleisch“ kurz anbraten. Schließlich das Gemüse dazugeben und alles einige Minuten, unter Rühren, erhitzen bis das Gemüse „al dente“ ist. Dann die gekochten Nudeln (ohne Wasser!) zugeben und diese kurz mitbraten.

Alles gut vermengen und mit der Sauce übergießen. Nochmal kräftig durchrühren, kurz zusammen erhitzen und heiß servieren.

Guten Appetit! 🙂

… und mit Stäbchen essen.

Aber nur „so“ essen wäre ja auch irgendwie langweilig. Damit ein wenig Urlaubsfeeling aufkommt haben wir alle aus kleinen Schüsseln und mit Stäbchen gegessen. Verhungert ist übrigens niemand! 😉

Asiapfanne süß-scharf

Asiapfanne süß-scharf

Ich habe einen Plan! Sommerurlaub 2014 – Vasserspiele

Auch wenn offiziell Sommer ist, so wirklich darauf verlassen kann man sich derzeit irgendwie nicht. Wie ihr ja wisst oder vielleicht ahnt, habe ich einige Outdooraktivitäten auf dem „Urlaubs-Plan“. Da heute Morgen die Sonne schien schnappte ich mir die Kamera und machte mich auf um einen der Punkte in Angriff zu nehmen:

Wasserpiele

 Wasserspiele

Klar, dahinter kann sich viel verbergen. Aber wer mich kennt ahnt vermutlich das es irgendwas mit Meer oder Schiffen zu tun hat. Meer war es leider nicht, aber dafür ein Fluss mit Schiffen. Ich war am

„Haven Vegesack“

Nein, kein Rechtschreibfehler (auch nicht im Titel^^), in diesem Stadtteil nennt man den Hafen nach alter Überlieferung eben „Haven“. Die Bedeutung ist jedoch die gleiche: Ein mit Wasser gefülltes Becken auf dem Schiffe liegen. (Okay Schulmädchenbeschreibung, aber ist doch so! ;))

Das erklärt nun „Haven“ aber woher kommt „Vegesack“? Tja, darüber scheiden sich, mal wieder, die Geister. So ganz sicher ist sich nämlich niemand:

Haven VegesackDer Ortbestand früher aus einer Reihe von Häusern auf beiden Seiten der Aue. Der eine Teil wurde als „thom Vegesack“ („Zum Vegesack“) bezeichnet, denn wie Seemänner so waren, kehrten sie vorm Ablegen in eine der zahlreichen ansässigen Hafenkneipen ein. Und dort wurde ihnen, im wahresten Sinne des Wortes, der „Geldsack leergefegt“. Auf der anderen Uferseite (Grohn) wurde als „Wegesack“ angesehen, denn die Wege zur Wese sacken hier ab. Zwei von vielen Geschichten bei denen keiner (?) die Wahrheit kennt. Auch wenn mir das mit dem Absacken logischer erscheint, die Kneipengeschichte gefällt mir viel besser! 😉

Direkt am Anfang, nur wenige Meter von der Straße entfernt und direkt neben einem Einkaufszentrum, liegt der Museumshaven. Zumindest ist es seit 2006 einer. Den Hafen selbst gibt es bereits seit etwa 400 Jahren. Er gilt als der älteste künstliche Hafen Deutschlands. Nach seiner Eröffnung diente der Hafen als maritimer Hauptumschlagplatz Bremens, jedoch wurde der Umschlag zunehmend nach Bremerhaven verlagert und in Vegesack herrschte die Loggerfischerei (Heringfischerei) vor. Doch zunehmend verschwand auch diese gänzlich und schließlich wurde der heutige Museumshafen daraus. Aktuell liegen hier 24 Schiffe. Ein echtes Museumsschiff, sowie weitere historische bzw. traditionelle Schiffe. Am Havengeburtstag liegt das Becken voll, denn dann legen auch andere Schiffe in zweiter und dritter Reihe an.

Am „Utkiek“ steht ein großes Tor ähnliches Gebilde. Doch es ist kein Tor oder Bogen, sondern ein Walkiefer! Leider beteiligte sich auch Bremen im 17.Haven Vegesack Jahrhundert am Walfang. Zwischen 1723 und 1725 traten 25 Walfangschiffe die lange Reise in arktische Gewässer an. Zur Erinnerung an diese (grausame!) Zeit schenkte Anders Jahre, ein norwegischer Reeder, den Vegesackern einen Walkiefer. Einen echten! 1963 wurde er aufgestellt, doch das Wetter zog ihn stark in Mitleidenschaft, so dass er 1987 durch einen Bronzeabguss ersetzt wurde. Die Größe jedoch ist und bleibt beachtlich!

Auch der „Utkiek“ hat etwas mit dem Walfang zu tun, denn von diesem Platz aus hatte der Hafenmeister einen hervorragenden Ausblick auf die kommenden Schiffe. Aber nicht nur er, denn auch die Frauen der Walfänger sollen hier gestanden und ihren Männern zum Abschied gewunken haben …

Was ein Hafen hat, ob nun mit F oder V, braucht natürlich auch jemanden der den Überblick behält. Dazu gibt es die „Signalstation“. Ein stationäres Radargerät erlaubt den Blick um die Weserkurve herum. Ist die Station besetzt sind Besucher hier gerne gesehen. Das ehrenamtliche Personal steht für Antworten zur Verfügung. (Bei mir war leider geschlossen.)

Wie ihr auf den Fotos unschwer erkennen könnt wurde es zunehmend dunkler, so dass ich mich bereits nach zwei Stunden auf den Heimweg machte. Kurze Zeit später ergoss sich ein Platzregen. Glück gehabt!

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