Leben auf der Überholspur – Miguel 1000.0

Ja, im Moment lässt meine Aktivität hier leider etwas zu wüsnchen übrig. Das liegt daran das ich zum einen mit dem Wetter (und u.a. dadurch auch mit Migräne) kämpfe und zum anderen daran, dass ich auf der Arbeit gerade irgendwie Inventar geworden bin. Auch heute bin ich völlig fertig, da ich von der Spätschicht in die (mehr oder weniger) Frühschicht wechsel – um dann Morgen wieder Spätschicht zu machen. Alles nur, weil ich Spedi bin. (Ich wusste ja gleich, warum ich mich nicht über die bestandene Prüfung gefreut habe! Inzwischen kann ich sogar mein Bruderherz nachvollziehen, der bei diesen Schichtwechseln immer total fertig war …)

Apropos Bruderherz, wie ihr ja bereits mitbekommen habt bloggt auch er. (Überhaupt ist er auch irgendwie Schuld daran das ich überhaupt „richtig“ angefangen habe.) Jetzt hat er es doch tatsächlich geschafft und mehr Blogbeiträge gepostet als ich. – Und das obwohl eigentlich er der Schreibfaulere von uns Beiden ist!

Seinem Wunsch entsprechend habe ich daher einen Gastbeitrag verfasst, der als 1000.ter Beitrag online ging. Wer also Lust hat mal wieder meine (wirren) Gedanken zu verfolgen und meinen BestBro ein wenig kennen zu lernen ist gerne eingeladen einmal Webblog.Miguel vorbei zu schauen. (Kommentare und Follower sind natürlich auch immer gerne gesehen. ;))

BlogMiguel

Selbstgemachte (Weiter)Leiden – und GoT-review

Nachdem ich ja vor zwei Tagen meine erste selbstgewählte Spätschicht absolviert habe, zeigt der neue Dienstplan nun für die komplette nächste Woche eine selbige. – Nein, ich bin absolut NICHT glücklich darüber. Zumindest „leidet“ mein Team mit mir und wird sich (ebenso unfreiwillig) mit mir den Abend um die Ohren schlagen müssen … (Geteiltes Leid und so. Da kann man sich wenigstens gegenseitig bemitleiden. ;))

Der Grund warum ich diese Woche überhaupt „litt“ (Mir wären tatsächlich an dem Abend bei der Arbeit beinahe die Augen zugefallen…) war der GoT-Marathon mit meinem BestBro. Was es damit auf sich hat und welch „kulinarische Köstlichkeit“ mich erwartet erfahrt ihr HIER.

Ich blieb über Nacht weg und lies unsere Samtpfoten vertrauensvoll auf ihr Herrchen aufpassen. (Sie haben sich gut angestellt. Mein GöGa war sogar gut gelaunt, als ich ihn sah!) Allerdings gibt mir etwas zu denken: IMMER wenn ich die Nacht nicht zu Hause verbringe passiert irgendetwas in unserem Stadteil! Sei es ein Autounfall, ein Einbruch, Raubüberfall oder – wie bei diesem Mal – ein Anwohnermop! Kurios. Wirklich sehr kurios …

Immerhin ist bei Spätschicht der Anblick ganz "nett"... ;)

Immerhin ist bei Spätschicht der Anblick ganz „nett“… 😉

[Unechter Beziehungs]Urlaub

Barcelona, Spanien: 17°C, teilweise bewölkt

Bremen, Deutschland: 2°C, Schneeregen

@Miguel: Zumindest Wettertechnisch bist du „da hinten“ besser aufgehoben. 😉

 

Ich mache es mal kurz: Mein Bruderherz hat sich entschlossen dem tristen Bremer Shitwetter zu entfliehen und genießt seit heute Mittag etwa 15°C mehr als ich … *grmpf*

Da ja aber die, also seine, Rasselbande bersorgt werden muss, wurde mein Göttergatte zum Catsitter ernannt. – Wieso nicht ich? Sagen wir mal so, ich habe dieses Amt dieses Mal abgetreten. So hat mein Liebster auch den ein oder anderen Vorteil. Ganz klar natürlich das „die Alte“ (also ich ^^) nicht rumnervt. Aber auch, und das ist ein mindestens ebenso großer Vorteil, dass sein Arbeitsweg von ca. 40 Minuten auf 15-20 Minuten gesenkt wird. (Ihr wisst ja, Lebenszeit ist unersätzlich!) Und, so sehr wir uns auch lieben, mal ein paar Tage ohne den Partnern sind sehr erfrischend für die Beziehung. ❤

Ende der Woche kommt Miguel zurück in den kalten Norden Deutschlands, um mit meinem Göttergatten, einigen Bekannten und meiner Wenigkeit Rollenspiele zu spielen. (Nicht das was ihr jetzt denk! :D) Ich bin jetzt schon gespannt welch Kitschig-schönes Mitbringel er mir mitbringt und ob die Karte für die Aronia und Minou vor oder nach ihm hier eintrifft. *hibbel*

Für alle die keinen Urlaub haben oder eben die Schn … voll von DIESEM Wetter, gibt es hier ein kleines Trostvideo zur Aufmunterung. Allen anderen einen schönen Urlaub. 🙂

Weihnachtsmarktasylant by occ

Kaum zu glauben, aber wirklich wahr: Nach einem Jahr, einem Monat und 23 Tagen hat meinen Gastschreiber occ die Muse gepackt. Endlich wie ich anmerken möchte, denn ich vermisste seine Zeilen bereits. Natürlich möchte ich euch seine Zeilen nicht vorenthalten! Folgt ihm auf – oder besser durch – den Weihnachtsmarkt. Viel Vergnügen! 🙂

[Kommentare dürft ihr gerne unter dem Beitrag hinterlassen. Occ wird sie lesen und ggf. antworten. ;)]

Auf der Jagd nach Weihnachtsgeschenken hatten wir uns den vergangenen Samstag als Einkaufstag auserkoren. Ja, mir war klar dass es schlimm werden würde. Ich meide Menschenmassen, denn die Erfahrung zeigt mir, dass es ohne Aggressionsausbrüche meinerseits gegenüber irgendeinem deutschen Michel nicht abgeht, der, wie so häufig, sich mir in den Weg stellt und pöbeln will. Meiner Partnerin ist so etwas natürlich peinlich, aber ich bin nun ein Mensch geworden, der ungern etwas runterschluckt sondern erstmal verbal zurückschlägt.
Interneteinkäufe versuche ich nach wie vor so gering wie möglich zu halten- hab was gegen die Verschrottung von Städten und der Discounterüberflutung.Weihanchtsmann

Helm ab zum Gebet und dann ab in den Konsumnahkampf. Um spezielle Dinge zu finden, braucht es schon Fachgeschäfte mit geschultem Personal. In der Stadt merkt man auch schon die Auswirkungen des e-commerce: Fachgeschäfte ziehen sich zurück, fachliche Beratung ist zu teuer geworden für die Unternehmen, die Leute schauen eh nur auf den Preis- die Verblödung von uns allen nimmt immer mehr Fahrt auf. Eine langwierige Suche stand uns bevor.

Begleitet wurden wir von tausenden von Menschen, die sich durch die Innenstadt schoben, die Laufwege waren zu kleinen Gassen geworden, da sich links und rechts Weihnachtsmarktbuden aneinander reihten. Es stank nach Fusel, den die Glühwein nannten und Frittierfett allenthalben. Die Geräuschkulisse war enorm, ein Stakkato von unzufriedenem Gegrunze, halbnüchternes Gelächter von Menschen, sie sich dort tatsächlich amüsieren können, schweizerischen Plattitüden, schwäbischen Geschachere und Kindergequake (warum tun das Eltern ihren Kindern nur an- sie durch solche Orte zu schleusen???)

Also, wir mussten immer wieder durch den Weihnachtsmarkt, der sich in Stuttgart durch diverse Straßen schlängelt, um das eine oder andere Geschäft zu erreichen. Ich suchte Porzellanbecher aus einer alten Serie von Villeroi&Boch. Hatte im Laufe der Zeit diesen Bestand an Bechern bei meiner Partnerin arg dezimiert, Feinmotorik ist mir eher fremd. Aber das gehört jetzt nicht in diese Geschichte. Es gibt Fachgeschäfte für so etwas! Wir waren sogar in denen drin. Und was gab das geschulte Personal in diesen Fachgeschäften unisono von sich?! „ Diese Serie führen wir schon lange nicht mehr- können wir Ihnen auch nicht mehr bestellen, versuchen Sie es doch mal im Internet.“ Ich dachte, ich bin bekloppt!!!!!! Stürze ich mich in den Vorweihnachtstrubel und will die Fachgeschäfte und deren Arbeitsplätze unterstützen und krieg von denen zu hören, dass ich doch besser im Internet auf die Suche nach dem Porzellan gehen sollte!!! Mir wurde langsam schlecht, mein Ärger war auf der Suche nach Opfern. Meine Freundin kennt mich und meinte auch sofort, dass sie mich jetzt auf ne Bratwurst einlädt. Was bei Hunden funzt, das funzt dann wohl auch bei mir- also gingen wir Bratwurst essen. Ich bestellte zwei Würste, die eine kam sofort, die bekam meine Freundin, die andere kam erst 15 Minuten später, da war meine Freundin schon fertig und Kircheich fragte die Verkäuferin, ob ich bei der Jagd auf das Schwein behilflich sein könne. Ich sah den besorgten Blick in den Augen von meiner Freundin und zählte innerlich erstmal bis 50, aß meine Wurst und sagte zu ihr, dass es Zeit wäre, heim zu gehen. In solchen Momenten muss ich mit meinen Augen und meiner Gestalt schiere Angst verbreiten, die Menschen in den schmalen Gassen teilten sich vor mir, keiner kam mir blöde. Ich kenne das schon.

Plötzlich hörte ich Chorgesang aus all den anderen Geräuschen um mich herum. Wir gingen gerade an einer Kirche vorbei. Einer plötzlichen Eingebung folgend zerrte ich meine Freundin hinter mir her in diese Kirche. Was dann passierte war eigentlich unglaublich: in mir breitete sich ein Maß von Ruhe aus als ich dem Chor von jungen Menschen zuhörte, wir konnten uns einfach auf irgendeine Bank setzen, niemand wollte etwas von uns und zuhören. Ein harmonischer Chorgesang von ernsthaften Menschen. Wow- ich kam runter und es war, als wir die Kirche wieder verließen, wie ein Moment des Asyls vom Trubel draussen. Es war ein Weihnachtsmarktasyl.

Paris [Das Wort zum Sonntag]

Heute bin ich mal ganz dreist und mache mir gar nicht erst  die Mühe selbst einen Beitrag zu schreiben. – Wieso auch, wenn es an anderer Stelle schon einen Beitrag gibt, der mir aus der Seele spricht!? Eben!

Natürlich möchte ich euch diesen Beitrag nicht vorenthalten.

Taxi nach Paris *klick*

Eine Bahnfahrt, die ist lustig?

Erinnert ihr euch noch: Vor einigen Wochen ließ ich euch an meiner Freude teilhaben, dass ich eine Kolumne für die BRIGITTE schreiben durfte. Das Thema stand bereits meiner Bewerbung fest, den Text galt es aber er noch zu formulieren. – Mein Göttergatte kann wohl Lieder davon singen, wie oft ich am Fluchen war, weil alles nicht so passte wie es sollte. Erst dachte ich, die erforderten Mindestzeichen nie zusammen zu bringen, dann musste ich wieder an mehreren Stellen streichen, weil ich die Maximalzeichen überschritten hatte. Dennoch hat es mir wirklich sehr viel Spaß gemacht und vor einigen Minuten wurde mir aus der BRIGITTE-Redaktion mitgeteilt, dass mein Text (in gekürzter Form) online gegangen ist!!!! – Verdammt, ich bin gerade echt mega happy und spring im Kreis! Echt wahr! :D:D:D

Noch mehr freut es mich aber, dass der „über mich“-Text so übernommen wurde, wie ich ihn eingereicht habe. Mir war es nämlich ganz wichtig, die Namen der zwei wichtigsten Menschen in meinem Leben zu nenne. Ohne sie wären meine Texte nicht halb so gut. Vielen Dank für eure Unterstützung. – Und ganz großen Dank auch an Lichtmalerei Bremen, dass ich das Foto hierfür benutzen durfte. 🙂

Aber genug geredet, sicher wollt ihr jetzt ENDLICH wissen worüber ich geschrieben habe? Dann folgt dem nachfolgenden Link:

BRIGITTE Stimmen

Ich freue mich natürlich auch gerne über Kommentare (unter diesem Beitrag und/ oder der Leserstimme).

In diesem Sinne wünsche ich euch allzeit Gute Fahrt 🙂

WENDEpunkt

Was gibt es schöneres als in Büchersammlungen zu stöbern? In Büchersammlungen anderer zu stöbern! 😀

Bei Miguel, u.a. Comicsammler, fand ich ein Heft welches ich einfach lesen „MUSSTE“.

Ich habe es nicht bereut und möchte es auch euch nahelegen.

Passend zum heutigen Tag geht es um die „Wende“ –

auf eine vielleicht etwas andere Weise… 😉

Viel Spaß.

~°~ Das Buch ~°~

Gerhard Seyfried

Flucht aus Berlin

63 Seiten

broschiert / Rotbuch Verlag 1990

ISBN 388022756X

~°~ Eindrücke / Meinung ~°~

FluchtAusBerlinGerhard Seyfried ist ein satirischer Zeichner, der politisch eher links orientiert ist. So geht es in dem 63-Seiten starken Comic „Flucht aus Berlin“, um die „Wende“.

Ein Comiczeichner ist darin verzweifelt auf der Suche nach einer Idee für einen neuen Comic. Eigentlich bewegt er sich gar nicht vor die Tür. Doch sein Punker-Kumpel „Zwille“ überredet ihn mit ihm durch Berlin zu schlendern. Auf der Suche nach Abenteuern über die er schreiben kann. Bei seinen Hausbesetzerfreunden erleben direkt das erste Abenteuer, denn dieses Haus steht ausgerechnet an der Berliner Mauer! Doch sämtliche Abenteuer die er erlebt sind ihm keine Geschichte wert. Dank eines Spezial-Wodkas träumt der Zeichner von einem russischen Zeichner und praktischerweise auch gleich dessen Adresse. Auf Grund dieses Traumes begibt er sich, zusammen mit seinem besten Freund, auf Reisen. Die beiden geraten ins tiefste Russland mit samt all seinen politischen Wirren. Als sie Wochen später zurück nach Deutschland kommen, landen sie blöderweise auf der „falschen Seite“ der Mauer. In der DDR geraten sie mitten in ein Nazikomplott…

Alles in allem eine witzige Geschichte, doch mit ernsthaftem Hintergrund. Manche Teile der Geschichte scheinen vielleicht etwas makaber oder überzogen, doch wie eingangs bereits erwähnt handelt es sich um ein Satirecomic. Das sollte der Leser zu keiner Zeit vergessen.

Die Bilder sind sehr gut ausgearbeitet. Fast jedes Kästchen steckt voller Details. Wer ein zweites Mal hinsieht entdeckt oft kleine Dinge, die zusätzlichen Witz haben. Sei es Werbung auf Plakaten im Hintergrund, Passanten mit einer Geste oder Artikel in der Zeitung am Kiosk. Genau hinsehen lohnt sich.

Die Farben sind schön bunt, dabei aber nicht übertrieben gesättigt. Dadurch wirkt es „genau richtig“ für die Zeit, in der die Bilder spielen. Sehr schön finde ich auch die Doppelseiten. Sie erinnern ein wenig an Wimmelbilder – und genauso viel gibt es auf ihnen auch zu entdecken.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

~°~ Fazit ~°~

Anfangs war ich etwas skeptisch, ob es überhaupt möglich ist aus so einem doch ernsten Thema, wie dem Mauerfall, eine ansehnliche Parodie zu schreiben (oder in diesem Fall malen). Inzwischen bin ich begeistert.

Eine tolle Geschenkidee für alle, die diese Zeit noch miterlebt haben.

Flucht aus Berlin