Wasser oder Feuer? Wer hasst hier eigentlich wen?

In einem Roman den ich gerade zu Ende gelesen habe, stellt sich die Protagonistin eine – recht philosophische – Frage.

Leider (?) lässt sie sich nicht weiter dazu aus,

so dass ich nun EURE Hilfe bei der Beantwortung benötige. 😉

„Kann auch Wasser den Wunsch nach Rache empfinden?

Hasst es das Feuer, seinen natürlichen Erzfeind?“

Ich bin sehr gespannt, auf eure (philosophische) Meinung. 🙂

elemente

Ich für meinen Teil würde eher sagen es ist andersherum.

Das Feuer hasst das Wasser, denn Wasser wird wieder zu etwas Neuem.

Feuer wird geboren, atmet, braucht Sauerstoff und stirbt …

Gefährten

Während von unten Lachen empor dringt wird mir schmerzlich bewusst wieviele treue Gefährteb bereits von mir gegangen sind.

Oft war es ein plötzlicher, unerwarteter Tod.

Selten ein seichtes hinübergleiten in eine andere Welt.

Machtlos muss ich mit ansehen wie die Liebsten aus dem, oft viel zu kurzem, Leben gerissen werden.

Ich strecke meine Hand empor, doch sie greift ins Leere.

Kein Weg zurück.

Meine Liebe ist groß, mein Herz schmerzt.

Ich sehne mich nach ihnen.

Bald wird auch meine Zeit gekommen sein und – vielleicht – wird dann jemand an meiner statt hier sitzen und trauern.

Meine Augen füllen sich.

Heiße Tränen fließen meine Wangen herab …

[Roswitha Pick, 26.10.2014]

Gefährten

Einfach blubb °°°

An manchen Tagen ist alles gleich und doch anders. Es scheint als befände man sich in einer großen Blase. Sie schützt einen auf der einen Seite, schirmt aber auch alles positve auf der anderen Seite ab. Man nimmt alles wahr und doch dringt fast nichts zu einem durch. Es ist nicht wie auf Wolken zu wandeln. Eher fürhlt es sich an als gleite man durch eine wobende Subtanz, einem Wackelpuddig gleich. Diese Tage sind weder gut, noch schlecht. Für mich sind es „blubb“-Tage. Damit meine ich nicht den Klecks im grünen Gemüse, sondern das Gefühl. Wenn mich an diesen Tagen jemand fragt wie es mir geht antworte ich nur: „Blubb!“. Denn genau so fühlt es sich an.

Heute ist einer dieser Blubb-Tage. So blubbere ich weiter durch den Tag, ehe er zur Nacht wie eine Seifenblase zerplatzt und ich mich Morgen wieder mit dem Sinn des Lebens beschäftigen kann.

blubb

Echtheitszertifikat

Das Wocheneden verbachte ich auswärts. Als ich zurück kam, war nichts mehr wie es vorher war. Oder eigentlich doch. Irgendwie. Körnchen, die vorher das Haus mit ihrem Mauzen erfüllte, hüllte sich in eisiges Schweigen und beschränkte sich darauf mich mit ihren großen grünen Augen anzufunkeln. Trotz eines vorhandenen Kartons lag Phex nicht in selbigem. Miguel kam früher von der Arbeit nach Hause, so dass wir uns mal wieder gesehen haben – (Erstaunlich wie selten man sich sieht, obwohl man unter einem Dach wohnt!) – um mir zu offenbaren das er ins Krankenhaus müsse und somit mindestens die nächste Nacht nicht daheim wäre. Körnchen schlief entgegen ihrer Gewohnheit nicht in meinem Bett.

OptischeTäuschungAuch der Morgen danach ging irgendwie merkwürdig weiter. Nach dem Aufstehen lief ich meinem Mitbewohner über den Weg. (Na gut, ich hatte meinen Wecker extra früher gestellt, um ihm Glück zu wünschen.) Als ich die Bushaltestelle erreichte war diese verweist. Weder Mensch noch Tier weit und breit. Autos fuhren nur sehr selten. (Hauptverkehrsstraße!) Die Sonn begann aufzusteigen. Ein wenig erinnerte es an einen entspannten Sonntagmorgen. Nach und nach (später als sonst) kamen andere Wartegäste hinzu. Doch von den „üblichen Kandidaten“ fehlte einer. Merkwürdig.
Wie ohnehin alles seit meiner Rückreise gestern. Alles wirkt surreal. Bin ich gestern in den richtigen Bus gestiegen? Bin ich wirklich da, wo ich hin wollte?

Während ich diesen Gedanken nachhing und meinen Kopf gegen das kühle Fenster presste stellte ich mir die Frage: „Ist das echt?“ und kam zu der nächsten Frage: „Was ist überhaupt noch echt?“.
Ich meine damit nicht (nur) Produktkopien, sondern auch die wichtigen Dinge, wie z.B. Gefühle, Entschuldigungen, Meinungen, …

Wer steht noch zu seinen Gefühlen? Beispiel: „Ich liebe dich!“ – „Ich liebe dich auch!“ — Gehen wir davon aus, dass die erste Person ihre Äußerung aus tiefsten Herzen macht und die Aussage somit der Wahrheit entspricht. Ist es bei der zweiten Person auch so? Oder erwidert sie es vielmehr, weil es erwartet wird? Lieben die beiden sich wirklich? Oder ist es vielmehr die Gewohnheit zusammen zu sein? Das Bedürfnis sagen zu können, dass man jemanden hat?

Wie steht es mit den Dingen die wir jeden Tag mehrfach von uns geben? „Bitte“, „Danke“, … Meinen wir das ehrlich? Oder sagen wir es vielmehr, weil es uns so anerzogen wurde? Eine Mutter, der man eine Packung Milch für ihr hungerndes Kind übergibt meint ihr „Danke“ sicher ehrlicher, als der Kunde, der im Supermarkt sein Wechselgeld zurück erhält.

Die Erziehung verbietet es uns auf diese Höflichkeitsfloskeln zu verzichten. Aber ist es wirklich höflicher etwas vorzugaukeln???

 

Schuldig, weil man etwas gut meint?

Ich muss mir jetzt einfach mal was „von der Seele“ schreiben.

Vielleicht kennt ihr das: Ihr habt jemanden dazu überredet etwas zu tun, was diese Person eigentlich nicht wollte. Aktiv habt ihr geplant und organisiert und euch auf das bevorstehende Ereignis gefreut. Es sollte ein wunderschöner Abend werden. Alles läuft wie geplant, jeder hat Spaß. Doch dann, im Bruchteil von Sekunden, passiert es. Ein Pulverfass explodiert und prompt verwandelt sich der Abend in ein Desaster. Alles geht Schlag auf Schlag. Ihr versucht zu retten was zu retten ist, doch so recht wisst ihr nicht wie ihr das anstellen sollt. Schuldgefühle kochen in euch hoch. Hättet ihr nicht ahnen können, dass etwas passiert? Warum nur, habt ihr all eure Überredungskunst aufgewandt! Die Person, der ihr einen schönen Abend bescheren wolltet, sitzt sprichwörtlich „zwischen zwei Stühlen“ und sieht mehr als unglücklich aus. Das Ereignis ist längst vorbei. Die Hauptperson ist euch nicht böse. Doch immer wieder fragt ihr euch: „Was habe ich nur getan? …“

Ein Kater irgendwo allein da draußen … Tag 8

Phex ist glücklicherweise nach einigen Tagen wieder aufgetaucht. Hungrig, aber gesund. DOCH:

Heute ist der 8.te Tag, seit wir Azrael das letzte Mal gesehen haben….

Acht Tage zwischen Sorge und Hoffnung. Zwischen Mut und Trauer.

Wir haben noch drei andere Katzen, die uns ein wenig trösten, doch die Angst ist immer da.

Jeden Morgen gehe ich durchs Haus, immer in der Hoffnung Azrael liegt irgendwo und schläft. Jedes mal, wenn ich aus dem Fenster gucke, suche ich alles ab. Auf der Straßenseite klopft jedes mal mein Herz, weil ich immer Angst habe dort etwas liegen zu sehen… Auch hole ich oft vier Näpfe raus und noch immer rufen wir zwischendurch nach unserem vermissten Knuffel.

Meine Gedanken kreisen ständig um Azrael.

Ich wünschte ich wüsste wo er wäre, diese Ungewissheit macht mich fertig. Dennoch sage ich mir, dass es weiter gehen muss. Schon alleine wegen den anderen Dreien. (Eine ist seine Schwester, die immer mit ihm gekuschelt hat. Für sie ist es besonders schwer.)

Aufgegeben haben wir noch lange nicht und werden wir auch nicht! Wir WERDEN ihn finden! Ich glaube fest daran. Es hilft mir weiter zu machen. Zumindest die Suche nach ihm hält unsere Köpfe ein wenig hoch, denn so sind wir intensiv mit der Suche beschäftigt, dass wir nicht mehr soviel Zeit zum Nachdenken haben, was geschehen sein kann, denn Kopfkino ist oft grausamer als jeder Horrorfilm …

Was auch immer uns eingefallen ist haben wir angeschrieben oder angerufen. Das Internet ist mit Suchmeldungen und Fotos von Azrael gepflastert. Die Nachbarn sind informiert, Tierheim sowieso und auch beim Haustierregister und allen anderen denkbaren Organisationen haben wir ihn als vermisst gemeldet.

Ich möchte alle Leser meines Blogs bitten uns bei der Suche zu helfen. Auch wenn ihr nicht in Bremen oder der Umgebung wohnt, bitte teilt unsere Suchmeldung auf eurem Blog, gerne auch auf SocialNetworks und Co.. Das www. Erreicht einen großen Teil der Welt und vielleicht hat einer eurer Leser Freunde hier, die etwas wissen. Ladet euch einfach hier vom Blogg die Suchmeldung oder auch die Fotos von Azrael runter.

(Ich erlaube hiermit ausdrücklich die Verwendung der Fotos, sowie die Kontaktdaten für die Suche nach Azrael! )

Download PDF Suchplakat (DIN A4)

Azrael3

Ganz lieben Dank an alle die bisher geholfen haben. ❤

 

Das Fest der Liebe – Meine Weihnachtsgeschichte 2011

Die letzten Tage verbrachte ich viel Zeit mit lieben Menschen (und einem knuffigen Kater). Immer wieder kam in einigen dieser Momente eine kleine Diskussion über das Miteinander auf, die Frage warum es keinen Partner an meiner Seite gibt. Immer wieder traf ich dabei auf zwei Seiten, eine des Nichtverstehens und eine des Verstehens. – Und, was mich zugegeben etwas erschreckte, auf mein Spiegelbild …

Meinen „Heiligen Abend“ begann ich, wie von mir wohl nicht anders zu erwarten, mit einigen Stunden Arbeit. Jeden der es wollte (oder auch nicht^^) beglückte ich mit zwei Dingen: einem Schokoweihnachtsmann und einem blöden Spruch. Die acht Stunden vergingen wie im Fluge und dann wartete, dass vielleicht kreativste Essen an diesem Tag in sehr netter Gesellschaft (und das ganz ohne lästige Weihnachtsbräuche) auf mich. Ich für meinen Teil, verbrachte einige schöne Stunden an diesem Tag. – Dem konnten auch die obligatorisch eingehenden Weihnachtsanrufe keinen Dämpfer aufsetzen.

Grade gestern, am ersten Weihnachtstag, hatte ich (ironischerweise mit einem Muslimen ;)) einen kleinen „Glaubenskrieg“ über das „Fest der Liebe“.
Mein Gegenüber (ein super lieber junger türkischer Mann, verheiratet, drei Kinder) bemitleidete mich ein wenig, dass ich an diesen doch so festlichen Tagen arbeiten würde. Ich erklärte, dass ich genau dies aus freien Stücken machen würde, Weihnachten könnte meinetwegen gerne abgeschafft werden. Sofort stieß ich auf Gegenwehr, immerhin müsste man doch dankbar sein, für all das, was Gott und gibt. – Ich glaube an die Wissenschaft … Auf meine Frage, warum dieser Gott, denn soviel Elend zulasse bekam ich zur Antwort: „Damit wir Menschen es sehen! Wie sollen wir schätzen lernen, was wir haben, wenn uns nicht auch die andere Seite gezeigt wird? Denjenigen, denen es schlecht geht, sollen wir helfen. Das ist Gottes Wille.“

Unser Gespräch setzte sich weiter fort, führte gar zum Sinn des Lebens, der (laut Meinung meines Gesprächspartners) darin besteht, sich zu lieben und zu mehren. – So ganz Abstreiten konnte ich dies nicht, denn den Fortbestand der Art zu sichern, ist nun einmal jedem Lebewesen in die Wiege gelegt. Doch auch hier musste ich diesem Mann einen kleinen Dämpfer verpassen, denn ich habe weder vor zu heiraten, geschweige denn Kinder in diese Welt zu setzen. – Womit wir auch sehr schnell beim Hauptthema waren: Beziehungen.
Nachdem die ersten drei meiner Beziehungen kläglich gescheitert waren, fasst ich einen Plan: Noch ein Mal würde ich eine Bindung eingehen, sollte diese wieder scheitern, so würde es keinen neuen Versuch mehr geben.

Wie ihr wisst, kam es so. Ich habe abgeschworen, eine feste Bindung wird es in meinem Leben nicht mehr geben. Selbstverständlich habe auch ich menschliche Bedürfnisse, manchmal Sehnsüchte, dennoch möchte ich grade denen die ich liebe nicht mehr wehtun – und genau das würde passieren. Nicht mit Absicht, aber manchmal reagiert man auf (zuviel) Nähe abwährend, obwohl man sich nichts sehnlicher wünscht. – Wenn ich in meinen Beziehungen etwas gelernt habe, dann das man nicht zusammen wäre, wenn man sich unattraktiv fände oder nicht gerne Zeit miteinander verbringt. Hierbei ist es nicht wichtig dieses immer wieder zu sagen, einfach nur wissen das der Andere da ist, reicht schon. Getrennte Unternehmungen bereichern die Beziehung und einfach mal einen Abend zusammen vor dem Fernseher auf dem Sofa zu kuscheln, kann viel mehr wert sein, als ein Wochenende voller Termindruck. Ein Lächeln zur rechten Zeit, mehr als ein Berg Komplimente.

Einige Stunden verstrichen und ich erzählte einem Bekannten von meinen letzten Tagen. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht, er blickte mir tief in die Augen und sprach mit sanfter Stimme: „Mooni… Ist dir eigentlich klar, dass es genau die Worte waren, die du vor einigen Tagen über dich gesagt hast?“ Erst da wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich meine „Gefühle“ aus dem Mund eines anderen gehört hatte… Es fühlt sich komisch an, aber auch irgendwie gut, denn es bedeutet irgendwo auch nicht alleine zu sein…. – bestimmt gibt es, irgendwo dort draußen, auch euer Spiegelbild. – Und vielleicht sollte man auch einfach einmal Dinge zulassen, die man immer ausgeschlossen hat …

Vielen Dank an die Menschen, die mit ihren kleinen Träumen und Hoffnungen an meiner Seite waren. Danke für meine ganz persönliche kleine Weihnachtsgeschichte 2011!!! 🙂