Wenn Einer alles will [Rezi SciFi/ Dystopie]

C. Robert Cargill

Robosapiens

416 Seiten

Heyne [13.05.2019]

ISBN 9783453320062

Darf ein Mensch ein anderes Bewusstsein besitzen – auch wenn er selbst Letzteres erschaffen hat?“

[Werbung] Viele Jahre sind seit dem großen Aufstand vergangen. Viele Jahre in denen Brittle, mit nichts als ihrem Rucksack und ihrem Buggy, durch das Land streift. Im Rostmeer, einem Landstrich in denen Artgenossen zum Sterben kommen, ist sie immer auf der Suche nach Handelsware. Was ein wenig wie ein Nachkriegsroman klingt, entpuppt sich schon bald als harte Überlebenskampf der anderen Art, denn Bristl ist ein Roboter. Eine lebende und denkende KI. Ein Fürsorgermodell und damit gerade mal eines von zwei noch existierenden Exemplaren. Beide benötigen Ersatzteile, um ihren Fortbestand zu sichern – und diese gibt es nur noch im Körper des jeweils anderen…

Menschen gibt es schon lange nicht mehr. Dafür aber noch einige andere Roboter. Manche sind friedlich und wollen einfach nur in Ruhe gelassen werden, doch es gibt zwei große Mächte, die das Ziel haben, alles Wissen – und damit eben auch jede KI – zu einem großen Ganzen zu vereinen. Alternativ werden sie ausgelöscht. Eine durchaus zweifelhafte Wahl. Doch es gibt jemanden, der „die Großen“ aufhalten will und dazu benötigt er Unterstützung. Wird Bristl helfen, auch wenn es ihren sicheren Tod bedeutet?

Die Geschichte ist interessant, schon alleine deswegen, weil sie mal etwas anderes ist. Anfangs hatte ich ein wenig meine Schwierigkeiten mir bewusst zu machen, dass die Protagonistin eben kein Mensch ist. Tatsächlich merkt man das gar nicht so oft, da sie viele menschliche Züge an den Tag legt. – Genau wie viele andere Roboter. Die KI ist hier, im Gegensatz zu unserem heutigen Stand, bereits viel weiter ausgereift. Und so begann auch die Auslöschung der Menschheit, denn einer von Ihnen wollte ein Recht auf Selbstbestimmung.

Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Hier zahlt es sich aber aus einige Kapitel durchzuhalten. Zwischendurch gibt es immer mal wieder einen Rückblick, dadurch kommt es das eine oder andere Mal zur Wiederholung. Das empffand ich teilweise etwas störend, doch ansonsten:

Ein herrlich postapokalyptisch Roman, der es schafft erschreckend dystopisch zu wirken – und (fast) ganz ohne Menschen auskommt.

Horrovision oder Rettung der Menschheit?

Stell dir vor du bist schwanger, aber dein Kind wird kurz vor der Entbindung getötet, weil Teile von ihm gebraucht werden…

Ihr kennt sicher diese Horror-Filme, in denen die „Monster“ einem Menschen, zumindest im weitgehenden Sinne, ähnlich sehen!? Egal ob es sich nun um einen guten oder schlechten Film handelt, es ist nichts weiter als Fiktion. Bis jetzt! Ein Wissenschaftler hat sich zum Ziel erklärt, einen „Chimären“ zu erschaffen.

Nur das er nicht „Dr. Frankenstein“ heißt, sondern Hiromitsu Nakauschi und der Japaner wird auch keine Körperteile aneinander nähen, sondern Gene von einem Menschen in ein Tier einsetzen. – Das wird bereits seit vielen Jahren gemacht. Meist mit, wie könnte es anderes sein, Mäusen. So hat der Wissenschaftler bereits vor mehr als acht Jahren angefangen Mäuse zu züchten, welche Bauchspeicheldrüsen von Ratten hatten. Und das war der Anfang. Bisher war eine Geburt dieser „Mischwesen“ nicht erlaubt, doch Nakauschi hat jetzt einen entsprechenden Antrag gestellt, da genau das, auf langfristige Sicht, sein Plan ist: In Tieren Gewebe und Organe züchten, die dann einem Menschen, der diese benötigt, eingepflanzt werden können.

Der Hintergrund ist – natürlich – der Mensch selbst: Seit Jahren steigt unsere Lebenserwartung, doch damit gibt es auch immer mehr Menschen, die ein Organ benötigen, um weiterzuleben. Oft darunter auch Kinder, die ihr Leben noch gar nicht gelebt haben. Doch es gibt nicht genug Organspender. Nicht in Deutschland und erst recht nicht in Japan. Die benötigten Organe müssen also „irgendwo anders herkommen“...

Was meint ihr: Ist das die Lösung für die Organknappheit? Ist das ethisch vertretbar? Der deutsche Ethikrat befand 2011, dass es zumindest vertretbar sei, menschliche Zellen in Gehirne von Säugetieren zu übertragen – sofern es keine Primaten sind.

Ersatzteillager der Zukunft?

Wessen Leben ist hier mehr wert: Das des Menschen, der ohne ein Spenderorgan stirbt oder das des Tieres, welches als Ersatzteillager geschaffen wurde und nie ein selbstbestimmtes Leben führen durfte?

Die Wüste lebt(e)

Auch wenn das Wetter derzeit etwas durchwachsen ist, so hat es Asathor und mich ins Grüne gezogen. Das tolle am Urlaub ist, dass man (meistens) keinen Zeitdruck hat und einfach getreu dem Motto „komme ich heute nicht, komme ich morgen“ los schlendern kann. Wohin wir eigentlich wollen, wissen wir dabei meist gar nicht. Wie sagt ein anderes Sprichwort: „Der Weg ist das Ziel.“

Ganz brav auf dem Bürgersteig gehend, wurde hinter uns ständig geklingelt, weil Fahrradfahrer vorbei wollten. Immerhin bedankten sie sich, wenn wir sie vorbei ließen. Als ich zu einem Paar sagte, dass dieses Fußweg sei, antwortet die Frau mir: „Ja, aber die Straße hier ist so huggelich.“ Okay, wieder was gelernt. Wenn Kopfsteinpflaster liegt, darf ich dann demnächst offensichtlich auch den Fußweg mit dem Rad befahren. Werde ich angehalten, sage ich einfach, dass die Straße viel zu „huggelich“ ist… *Augen roll*

Und unser Ziel entpuppte sich als Wüste oder zumindest als Steppe. Jedenfalls ließen viele vertrocknete Pflanzen und teils riesige Disteln (wobei ich wirklich nicht weiß, ob die überhaupt in der Steppe wachsen) diese Vermutung aufkommen. Dazu brannte die Sonne erbarmungslos auf uns nieder. Aber: „Die Wüste lebt!“ Und so fanden wir tatsächlich einige Brombeersträucher mit wirklich frischen und super leckeren Früchten. Wir gönnten uns auch gleich eine Hand voll. (→ Wer jetzt auf die Idee kommt, alles abzuernten sei gewarnt, denn das ist nicht erlaubt! Maximal eine Handfläche voll bzw. bei Kräutern & Co. Soviel, wie zwischen Daumen und Zeigefinger passt!)

Leider entdeckten wir aber noch etwas anderes: Etwas abseits des Weges glitzerte reflektierte etwas in der Sonne. Wir steuerten darauf zu und mir blieb für einen Moment das Herz stehen. Ein (großer) Nagerkäfig. Natürlich haben wir sofort nachgesehen, konnten jedoch kein Tier vorfinden. Auch in näherer Umgebung war kein Nager in Sicht. (Wir wissen ja aber auch nicht, seit wann der Käfig dort steht. Vielleicht handelt es sich ja auch „nur“ um illegale Müllentsorgung.) Ich tat das Einzige was mir in dieser Situation einfiel: Fotos machen und mich, mit allen Daten inkl. Koordinaten und Fotos, an den Tierschutzverein wenden. Von dort erhielt ich immerhin ein „…vielen Dank für Ihr Mitteilung!“ zurück. Ob da jetzt überhaupt jemand nachsehen geht oder es nicht von Interesse ist, weil ja kein Tier dort war… *mit-den-Schulter-zuck*

Ein Staubsauger-Reparateur der anderen Art [Rezi Comic]

Nicolas Petrimaux

Shooting Ramirez (1. Akt)

144 Seiten

Schreiber & Leser [06. Juni 2019]

ISBN 978-3-946337-94-2

Leseprobe

Schließen Sie die Tür

und lassen Sie den Staubsauger fallen!“

Falcon City, Arizona. Er ist nicht nur einer der besten, sondern DER Beste! Er ist Jack Ramirez! Sogar mit verbundenen Augen schafft er es den AV 700 zu reparieren und dabei, ganz lässig, an einem Glimmstängel zu ziehen. Und der ROBOTOP-Techniker hat noch so einiges mehr auf Lager! Dem überschwänglichen Lob hat er allerdings nicht viel entgegen zu setzen, ebenso wenig wie den Schikanen seiner Kollegen, denn der Mechaniker ist stumm. Oder ist das alles nur Tarnung, um sich nicht selbst zu verraten? Diese Frage wird aufgeworfen, als zwei zwielichtige Gesellen Ramirez durch Zufall entdecken – und wiedererkenne. Dieser Mann, der angeblich keiner Fliege etwas zu Leide tun kann, soll ausgerechnet auf einen Mafioso geschossen haben und die Mafia will Rache! Als würde diese Tatsache das einfach Leben eines mexikanischen Einwanderers nicht schon genug auf den Kopf stellen, wird Jack zum unfreiwilligen Mittäter in einem Bankraub. Um das Chaos perfekt zu machen, erinnert eine der Täterinnen ihn auch noch eine verstorbene Geliebte. Eben noch ein ganz normaler professioneller Techniker, jetzt von so ziemlich jedem gesucht und auf der Flucht. Doch ist Jack Ramirez wirklich der den alle suchen oder handelt es sich einfach um ein Missverständnis? Das weiß wohl nur der Verfolgte selbst…

Die Geschichte spielt in den 90er Jahren (ca. 1978-1987) und ist entsprechend aufgemacht. Wer diese Zeit miterlebt hat, wird das eine oder andere „Retroteil“ entdecken. Zu entdecken gibt es tatsächlich eine ganze Menge. Es lohnt sich die Bilder etwas genauer zu betrachten, denn ganz oft sind kleine Details versteckt, die den Leser schmunzeln lassen. Sei es eine Person oder ein Auto im Hintergrund, ein Filmplakat oder der Name eines Geschäftes. Klasse gemacht sind auch die Werbeseiten. – Nein, keine Angst, hier gibt es keine Werbung für Waschmittel und Gesichtscreme (wobei das sicher auch interessant wäre), sondern für Dinge aus dem Comic: Da wird der und selbstverständlich der „Vacuumizer 2000“ – samt Garantieschein, Anleitung und Kundendienstformular! Auch wenn ihr keine Werbung mögt, die in diesem Comicband werdet ihr verschlingen! Also nicht überblättern, sondern unbedingt lesen!

Ein wenig erinnert „Shooting Ramirez“ an Tarantino-Filme – und auch wenn ich nicht mit all diesen etwas anfangen kann – dieser Comic hat mich voll überzeugt! Es gibt nicht und zwar wirklich NICHTS, was hier fehlt: Von einer spannenden Story über tollen Zeichnungen, vielen tollen Details und Anspielungen, rasaten Stunts (Nicolas Petrimaux zeigt, dass diese auch in einem Comicbuch super rüberkommen können!) Extras wie die Werbeseiten, jeder Menge Humor und einem Ende, bei dem man einfach weiterlesen will. Kurz: Ich liebe diese Reihe jetzt schon!

Nicht super, diese Helden [Serien-Tipp]

Juhu, Wochenende! Die perfekte Gelegenheit, um mal wieder eine neue Serie zu „suchten“. Praktischerweise habe ich auch einen Tipp für alle diejenigen, die es blutige Satire mögen. 😉

In „The Boys“ geht es um die großen Superhelden der USA: Allen voran „Homelander“ mit seinem vernichtenden Strahlenblick, der äußerst schmierig daherkommt. und trotzdem von jedem vergöttert wird. Der kiemige „The Deep“, dem die Frauen zu Füßen liegen. Der schweigsame „Black Noir“ mit der geheimnisvollen und zugleich einschüchternden Aura und noch einige andere. – Sie alle eint ein großes Geheimnis – und es gibt da jemanden, der diesem dicht auf der Spur ist.

Statt Heldentaten üben die „Seven“ hier eher Gräultaten aus. Von Drogen über Vergewaltigung, Erpressung bis hin zu Mord. So ein „Held“ kann ganz schnell zu einem Anti-Helden werden! Nicht immer super, diese Superhelden!

Wer mit einer Serie voller Gewalt, vulgären Ausdrücken, Nacktheit und Sex leben kann, dabei aber dennoch eine nachvollziehbare Handlung, jede Menge Spannung – und sogar Humor, Freundschaft, Liebe und Babys, sowie einer überraschenden Wendung – möchte, der sollte es wagen in „The Boys“ reinzusehen. Ich für meinen Teil, freue mich bereits auf die zweite Staffel! (Staffel 1 gibt es aktuell kostenlos bei amazon prime video)

Mooni testet – real! Lieferdienst

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich über meine Erfahrung mit dem REWE-Lieferdienst berichtet habe. Wir nutzen ihn noch immer regelmäßig und sind zufrieden. Allerdings hat REWE als Supermarkt natürlich eine kleinere Auswahl als ein Hypermarkt wie real!. So kommt es zwischendurch vor, dass wir mal einen Abstecher machen. Daher hatte ich auch sehnsüchtig darauf gewartet, dass real! Seinen Lieferdienst auf Bremen ausweitet. Vor wenigen Tagen wurde mir versichert, dass dieses nun der Fall der sei. Praktischerweise war auch wieder ein großer Einkauf fällig. Was lag da näher, als ihn gleich mal auszuprobieren, den

real! Lieferdienst

Bremen

~ Die Bestellung ~

Bestellt wird über den sogenannten „Lebensmittelshop“. Dafür muss man sich zwangsläufig registrieren. Dann einfach die gewünschten Artikel heraussuchen. Wer weiß was er will nutzt dazu am besten die Suchfunktion.

+ schnelles Finden durch Suchfunktion möglich

+ Favoriten lassen sich speichern

+ es kann viel loses Obst/ Gemüse, sowie einzelne Flaschen bestellt werden

+ Kunde kann wählen, ob Ersatzartikel angeboten werden sollen oder nicht (Rückgabe möglich)

– Suchfunktion berücksichtigt oft keine Alternativen (Bsp. Es gibt keine „Frühlingszwiebeln“, sondern „Lauchzwiebeln“)

lange Ladezeiten (bei verschiedenen Browsern)

– nicht alle Artikel erhältlich

– Lieferung erst ab 40,00 EUR MBW

– Registrierung notwendig (keine Gastbestellung möglich)

keine Änderung der Bestellung mehr möglich, sobald diese abgeschickt wurde

~Zahlung ~

real! bietet verschiedene Zahlungsarten an. Ich habe mich für die Zahlung über Klarna entschieden. Der Vorteil hierbei ist, dass ich nicht sofort zahlen muss, sondern ein Zahlungsziel von 14 Tagen habe. Es ist aber auch möglich z.B. PayPal zu nutzen. Eine Zahlung direkt beim Fahrer ist jedoch nicht möglich. Das es natürlich sein kann, dass man einige gebrachte Artikel ablehnt oder Pfand zurückgibt, ist der anzeigte Rechnungsbetrag noch nicht der Endbetrag.

+ bargeldlos möglich

– variabler Rechnungsbetrag

~ Payback ~

Es ist möglich seine Paybacknummer mit anzugeben oder gleich im Profil zu speichern, so dass man bei jedem Einkauf Punkte sammelt.

~ Pfand ~

Sofern man Pfandflaschen bestellt hat, kann man Pfandflaschen und Co. Im Wert des gleichen Betrages an den Fahrer zurückgeben. An sich gut, da real! Aber groß Werbung damit macht, man könne sich den Weg zur Pfandrückgabe sparen, wäre hier eine Rücknahme größerer Menge wünschenswert.

+ Pfandrückgabe ist mögliche…

– …aber nur in gleicher Höhe, wie bestellt

~ Lieferung ~

Bisher wird nicht am selben Tag (der Bestellung) geliefert, laut Homepage ist eine zukünftige „Same-Day-Lieferung“ jedoch auch nicht ausgeschlossen. Bei meiner Bestellung wurde mir direkt angezeigt, wann der nächste mögliche Termin wäre. Ich konnte mich aber auch für einen späteren – bis zu 5 Tage im Voraus – entscheiden. Ich entschied mich für den nächsten Tag und das Zeitfenster 14-16 Uhr. Eine weitere Eingrenzung war nicht möglich. Wobei ich finde das ein Zeitfenster von zwei Stunden durchaus okay ist. Ab 120 EUR ist die Lieferung kostenlos. Übrigens: Unabhängig davon fallen beim real!-Lieferservice auch keinerlei Aufschläge, z.B. für Getränke an. Und Getränke sind auch nicht auf eine bestimmte Anzahl begrenzt. (Außer natürlich, wie immer „haushaltsübliche Mengen“.) Zwei große Pluspunkte!

Am Liefertag war ich etwas irritiert, denn statt mit eigenem (Kühl)Fahrzeug, kam DHL! Ich sah zuvor bereits im DHL-Portal, dass da eine regelrechte Flut von Paketen auf dem Weg zu mir war und dachte nur: „Omg! Hoffentlich wird der Bote auch vernünftig bezahlt!“ Auch wenn ich sonst viele Päckchen und Pakete bekomme, Lebensmittel auf diesem Weg zu bekommen, war irgendwie befremdlich. Obwohl ich meine Telefonnummer angegeben hatte, erhielt ich leider keine Benachrichtigung, dass meine Bestellung etwa um X Uhrzeit bei mir sei. (So aktualisierte ich ständig den Button bei DHL, nur um zu sehen, dass sich nichts getan hat. In dem Fall weiß ich es einfach immer gerne vorher, damit ich die Katzen irgendwo kurz „einsperren“ kann.)

Mein Zeitfenster war 14-16 Uhr. Um 15:57 Uhr hatte ich meine Ware. Also pünktliche Lieferung!

Ich freute mich, als der Lieferant mit großen Kisten und nicht mit einem Berg Papiertüten vor meiner Tür stand – zumindest bis er diese aufmachte und dann jede Menge Plastiktüten herausholte… (Eine Tüte war auch bereits bei Anlieferung gerissen und hatte ein großes Loch an der Seite.) Besonders ärgerlich fand ich das beim Gemüse, welches ich extra lose bestellt hatte und mir dann in diesen dünnen Obst-Gemüsetütchen übergeben wurde! Kühl-, sowie Tiefkühlware wurde in Thermoboxen mit Trockeneis geliefert. Die Kühlkette wurde daher, denke ich, so gut es ging, eingehalten.

Auch etwas merkwürdig: Statt am Ende für alles zusammen, musste ich gleich 3x unterschreiben. Laut Fahrer dürfen aus „irgendwelchen Gründen“ bestimmte Warengruppen nur zusammen gescannt werden dürfen.

+ Liefertag und Zeitfenster lässt sich selbst wählen

+ Pünktliche Lieferung

+ Kühl- und TK-Ware wird in Thermoboxen angeliefert

– keine Vormittagslieferung

– Lieferung per Paketdienstleister

– keine SMS-Benachrichtigung

– Lieferung in Plastiktüten

– loses Obst/ Gemüse wird in kleinen Plastiktütchen geliefert

– mehrmaliges unterschreiben notwendig

~ Freundlichkeit ~

Die beiden Fahrer (oder Fahrer und Packer?) waren freundlich und, mehr oder weniger, organisiert. (Der Mann in DHL-Kluft zumindest mehr, als der Kollege ohne. Vielleicht eine Einarbeitung? Habe nicht gefragt.) Und klar: Zeit hatten die natürlich auch nicht. 😉

+ freundliche Fahrer

– unter Zeitdruck

(merkwürdig: zu zweit)

~ Qualität ~

Wo fange ich nur an??? Ich sage es mal so: Das meiste was geliefert wurde, war auch in Ordnung. An diesem Satz merkt ihr vermutlich bereits, dass da nicht alles so glatt lief:

Von meiner Bestellung fielen bereits 13 Artikel komplett weg, da diese nicht lieferbar waren.

Zwei Artikel fanden sich auf dem Lieferschein, wurden aber offenbar gar nicht eingepackt oder unterwegs verloren.

Bei der Salatgurke ist die Qualität an der Grenze. (Die anderen Obst- und Gemüseartikel sind allerdings wirklich Top!)

Von zwei Artikel ist die Verpackung beschädigt. Was bei einem Rasierer soweit egal ist, beim gemahlenen Kaffee leider nicht…

Drei Artikel wurden anders geliefert als bestellt, so bekam ich z.B. Getränke in Zero statt Classic und Bio-Linsen, statt Demeter-Qualität. Auch bei den Tomaten, die so in etwa 850g entsprechen sollte, bedachte man mich gleich mit über 1,2 kg.

Aber es geht auch andersherum: So habe ich 1 Artikel doppelt bekommen, den ich nur einmal bestellt hatte. (Steht auch nur 1x auf dem Lieferschein.)

Ebenfalls nicht von mir bestellt ist die Pfandkiste. (Ich hatte lediglich eine einzelne Mehrwegflasche Fanta bestellt.) Aber gut, das Pfandgeld bekomme ich wieder und das die Getränke irgendwie transportiert werden müssen, sehe ich ja ein. Zum Transport wurden die meisten Getränkeflaschen dort untergebracht. Das beste jedoch der Orangensaft. Alleine die menschliche Logik sagt einem doch, dass eine Flasche mit einem Boden, der fast doppelt so dick ist wie eine Colaflasche, nicht in eine Colakiste passt. Ich weiß nicht, ob hier jemand gepackt hat, der als Kind diese Figurenförmchen in falsche Löcher gehämmert hat, in jedem Fall bekomme ich eine der Flaschen da einfach nicht raus. – Und ich habe schon Kraft. Was soll denn da ein altes Mütterlein erst machen???

+ gute Obst-/ Gemüsequalität (zumindest fast alles)

– Artikel fehlen

– verkehrte Artikel

– teilweise beschädigte Ware

– falsche Qualität / Mengen

– (zu) kreative Packer

~ Verbesserungsvorschläge ~

Optimierung der Suchfunktion, z.B. Ähnlichkeiten berücksichtigen

SMS-Benachrichtigung, wann die Ware ungefähr zugestellt wird

Lieferung mit eigenen (Kühl-)Fahrzeugen und Fahrern

Mehr Flexibilität bei der Lieferung (z.B. Lieferung auch am Vormittag)

keine Nutzung von Plastiktüten, sofern vermeidbar

nicht dort reinstecken, wo es vielleicht nicht wieder rausgeht 😉

E-Mailadresse für Reklamationen, damit Kunde direkt Fotos senden kann

FAZIT

Die Bestellung bei real! hat den einen oder anderen Vorteil, so z.B. das kein Getränkeaufschlag fällig ist oder das es eben, zumindest theoretisch, eine große Auswahl gibt. Doch leider hinterlässt diese Leiferung einen bitteren Beigeschmack: Sowohl die Bestellung war bereits mühsam, das Warten ist es sowieso immer, ich habe einen Berg Plastikmüll, mir fehlen jede Menge Artikel, andere sind beschädigt oder falsch geliefert wurden,… Ich werde dem real!-Lieferservice sicher irgendwann noch mal eine Chance geben, denn vielleicht hatte ich einfach nur Pech. Aber so schnell wird das nicht sein, daher gibt es an dieser Stelle auch (leider) keine Empfehlung von mir.

Brexit und was er bedeuten könnte [Rezension]

Teri Terry

Exit now!

432 Seiten

Coppenrath [01.08.22019]

ISBN: 978-3649634195

Leseprobe

~°~ Eindrücke/ Meinung ~°~

[Werbung] Bei „Exit Now“ handelt es sich um den Vorgängerband zur „Gelöscht“-Trilogie. Allerdings ist er erst jetzt, also nach den anderen Bänden erschienen. Ich hatte in diesem Fall das „Glück“, die anderen Romane bisher nicht gelesen zu haben. So konnte ich ganz unvoreingenommen in die Welt vom Sam eintauchen. Vorweg sei erwähnt, dass es sich in jedem Fall gelohnt hat!

England im Jahr 2024. Der Brexit kam. Hart und kompromisslos. Die Grenzen wurden geschlossen. Zuvor mussten „die Euros“ das Land verlassen, was viele von ihnen taten – und dabei oft ihre (britischen) Familien zurückließen. Wieder einmal wurde Europa von einer Flüchtlingswelle getroffen, doch dieses Mal kam sie aus dem (früher) Vereinten Königreich.

Samantha Gregory ist die Tochter eines der wichtigsten Politiker des Landes. Genau deshalb sitzt sie auch in einem goldenen Käfig: Nichts kann sie einfach machen, wird in gepanzerten Wagen zur Schule gefahren, immer wird sie von Sicherheitsbeamten begleitet,… Und auf Empfängen wird sie von ihrer Mutter, deren liebste Beschäftigung es ist, toll auszusehen, zur Schau gestellt. Immer nett lächeln, egal was passiert. Sam hat es so satt!

Ava Lysander dagegen wächst in einer völlig anderen, einer kalten und grausamen Welt auf, bei der vor allen Dingen um eines geht: Den nächsten Tag zu erleben. Statt goldener Löffel, gibt es hier Hausmannskost und eine winzig kleine Wohnung. Snobs sind Ava ein Gräuel, besonders dann, wenn sie ihr Geld auf dem Blut anderer Menschen aufgebaut haben. So wie viele Politiker!

Die beiden Mädchen besuchen die selbe Schule, wenn eine sich diese auch nur durch ein Stipendium leisten kann. Schließlich lernen sie sich, mehr durch Zufall, näher kennen – und befinden sich auf einmal in einem England voller Ausgangssperren, harter Gewalt und selbst der wiedereingeführten Todesstrafe. Ein Land, in denen keines von ihnen leben möchte! Zusammen beschließen sie etwas zu unternehmen, ehe es zu spät ist. Doch sie ahnen nicht einmal, dass es Menschen gibt, die genau darauf gewartet haben – und das Politik oft weiterreicht, als gedacht. Der harte Kampf ums (über)leben beginnt!

Es ist eine Geschichte, die den Leser wirklich mitnimmt. Exit Now! spielt in einer alternativen Zukunft und ist doch so erschreckend real an der Realität. Genau diese Mischung hat mich wirklich mitfiebern lassen. (Ich habe das Buch sprichwörtlich verschlungen!) Wunderbar fand ich die überraschenden Wendung und auch das Ende, mit dem ich so nicht gerechnet hätte!

Erzählt wird in der Gegenwartsform und immer von zwei Seiten. In einem Kapitel erzählt Sam, im nächsten Ava. So hat man als Leser noch mehr das Gefühl, direkt dabei zu sein.

Die Altersempfehlung liegt bei 14-17 Jahre. Das finde ich eine sehr gute Einschätzung, denn so können sich die Leser wunderbar in die Protagonisten hineinversetzen. Auch ist der Schreibstil diesem Alter angemessen (keine zu schwierigen Wörter, aber doch schon etwas Anspruch).

~°~ Fazit ~°

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Besonders auf Grund der aktuellen politischen Lage. Es ist eben ein „Was-wäre-wenn“-Roman, doch wer weiß was die Zukunft noch bringt. (Hoffentlich nicht das beschriebene Szenario…)

~ Reihe ~

Exit Now! [Bd. 1]

Gelöscht [Bd. 1,5]

Zersplittert ]Bd. 2]

Bezwungen [Bd. 3]

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