Der Wunsch nach Unsterblichkeit [Rezi Rulantica]

Michaela Hanauer

Rulantica

Die verborgene Insel

336 Seiten

Coppenrath [14.10.2019]

ISBN 9783649627227

~°~Eindrücke / Meinung ~°~

Schon das wunderbare Cover lädt einfach dazu ein, dass Abenteuer im Inneren zu entdecken – und die ist eine (gute) Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart:

Rulantica, eine geheime Insel mit einem ganz besonderen Geheimnis: Der goldenen Quelle. Wer in ihr badet, wird unsterblich. Das damit das Gleichgewicht der Welt auseinandergebracht wird, versteht sich von selbst. So hat Odin einst Menschen zu Meermenschen gemacht und sie dort mit einer großen Aufgabe betraut: Die Insel beschützen. Koste es, was es wolle. Doch diese schwere Aufgabe bedeutet auch Verzicht, denn weiter als drei Meilen können sie nicht von der Insel fort. Besonders für Aquina ist es eine Qual, denn die junge Sirene fühlt sich in ihrer Gemeinschaft völlig fehl am Platz. Sie träumt von Abenteuern und möchte nichts sehnlicher, als die Welt entdecken. Doch wenn jemand durch die Meilenzone schwimmt, dann wird Svalgur (eine Riesenseeschlange) ebenso erwachen, wie wenn jemand die Quelle nutzt – und sie alle vernichten! Doch dann erfährt Aquina eines Tages, dass sie einen Bruder hat und will ihn finden. Dazu verlässt sie ihre Heimat. Ein gefährliches Abenteuer, nicht nur für sie, beginnt.

Eine wunderbare Geschichte über Gier, aber auch über Freundschaft, Familie und Zusammenhalt. Ein hoher Lerngehalt, da der Leser lernt, dass die Dinge manchmal anders sind, als sie scheinen und vor allen Dingen, dass es sich für Werte (wie z.B. Freundschaft) zu kämpfen.

Der Schreibstil ist flüssig. Alles lässt sich leicht lesen und der Leser gleitet förmlich durch die Zeilen. Die Unterteilung in einzelne Kapitel macht es einfach, den Roman kurz wegzulegen und dann einfach dort einzusteigen, wo man zuvor geendet hat.

Das Buch ist durch und durch mit farbigen, oft ganzseitigen, Illustrationen durchzogen. Diese sind einfach wunderschön und laden zum Verweilen ein.

Die Altersempfehlung liegt bei etwa 10-12 Jahren. Da gehe ich komplett mit, denn für jüngere Leser gibt es einige Stellen, die doch etwas zu „hart“ sein könnten. Für ältere Leser ist die Geschichte jedoch auch geeignet.

~°~ Fazit ~°~

Eine schöne und spannende Geschichte, begleitet durch wundervolle Illustrationen.

Bremen hat’s – Vegane Burger [Lecker Essen in Bremen]

In Bremen beginnt heute die fünfte Jahreszeit, auch Freimarkt genannt.

Neben vielen – sehr – vielen Menschen, verspäteten Straßenbahnen, Lärm und Dreck bedeutet das auch jede Menge Essen. Aber seien wir mal ehrlich, irgendwie sind es immer die selben, meist fritierten, (zweifelhaften) Köstlichkeiten. Und als Vegetarier/ veganer wird es nicht besser. Oder doch? Zumindest, wenn man nicht scheut, einen kleinen Spaziergang (10 Min.) zu machen (oder Alternativ ein paar Haltestellen mit dem Bus zu fahren). Denn quasi um die Ecke, gibt es diesen Monat den

Aldous Haxley

Einen (durch und durch) veganen Burger, inspiriert durch das Oktoberfest: Hausgemachten Laugen Buns, Dunkel Bier BBQ Sauce, Sauerkraut Relish und Pflanzen Haxe.

Asathor und ich hatten bereits das Vergnügen diese Köstlichkeit zu genießen – und wir wurden nicht enttäuscht!

Der „Aldous Hayley“ im Original. [9,50 EUR] im Menü mit Bio-Pommes [2,30 EUR] und Cashewkesse Sacue [0,60 EUR] mit feurigen Japalenos [+ 0,40 EUR]
Der „Aldous Hayley“ mit Beyond Meat [12,50 EUR], im Menü mit Bio-Pommes [2,30 EUR] und Cashewkesse Sacue [0,60 EUR] mit feurigen Japalenos [+ 0,40 EUR]

Keine Lust auf Burger? Dann probiert doch eine der vielen anderen veganen Köstlichkeiten: Speisekarte

veganer Futterdealer:

veganbar

Admiralstr. 97

28215 Bremen

Öffnungszeiten:

12-21 Uhr

GUTEN APPETIT! 🙂

Kulinarisch Vegetarisch [Rezi: Gemüse]

Caroline Griffiths & Vicki Valsamis

Gemüse

Rezepte für den grünen Genuss

304 Seiten

Südwest [30.09.2019]

ISBN 9783517098500

~°~ Eindrücke / Meinung ~°~

Nicht nur, weil wir Vegetarier sind, lieben wir gutes Essen und suchen Abwechslung auf unserem Speiseplan. Die Welt ist groß und genau so groß(artig) sind auch die unterschiedlichen Sorten an essbaren Pflanzen, Gemüse &. Co. – und auch in Zeiten des Internets, ist es irgendwie ein gutes Gefühl, in einem Kochbuch zu blättern. Besonders dann, wenn es, wie dieses einfach edel aussieht: Bei „Gemüse – Rezepte für den grünen Genuss“ handelt es sich um eine gebundene Ausgabe mit „Bronzeschnitt“. Schon fast etwas enttäuschend ist da der Blick ins Innere, denn es sind keine Hochglanzseiten.

Verfasst wurde dieses Buch übrigens von einer ausgebildeten Ernährungsexpertin (Griffiths) und einer Rezeptentwicklerin (Valsamis). Beide sind zudem Foodstylisten. Da macht in jedem Fall neugierig und weckt hohe Erwartungen.

Im Gegensatz zu vielen anderen solcher Kochbücher, gibt es hier nicht erst eine sehr lange Einleitung, sonder es geht (fast) direkt mit den Rezepten los. Unterteilt wird in folgende Bereiche:

  • Blüten-, Sprossen und Stielgemüse
  • Blattgemüse
  • Samen & Hülsenfrüchte
  • Fruchtgemüse
  • Kürbis
  • Kohl
  • Wurzelgemüse
  • Knollengemüse
  • Knollen & Pilze

Wer ein ganz bestimmtes Rezept sucht, findet am Ende natürlich auch noch ein Register.

Die Rezepte sind nicht nur Abwechslungsreich, sondern machen auch Gemüse, welche sonst z.B. eher in Suppe oder Salat Verwendung findet, zu den Stars auf dem Teller. Wie wäre es z.B. mit „Geschmorter Sellerie mit Blauschimmelkäse“ oder „Sellerie-Zwiebel-Tarte mit Senf“?

Alle Rezepte sind klar strukturiert, so dass man sofort sieht, was man für Zutaten benötigt – und das sind tatsächlich wirklich aus dem Vorratsschrank. Für (fast) kein Rezept muss der Kochfreudige sich erst auf die Jagd nach etwas begeben, deren Namen man kaum aussprechen kann.

Was mir wirklich richtig Positiv aufgefallen ist, ist der kleine Zusatz am Ende der Rezepte: „Schmeckt am besten im xx“. Wer nicht unbedingt weiß, wann welches Gemüse Saison und damit das beste Aroma hat, findet hier den entsprechenden Anhaltspunkt. So steht z.B. unter den Zucchini-Ricotta-Puffer mit Minze, dass diese am besten im Frühjahr und Sommer schmecken. Die Süßkartoffelgnocchi mit brauner Salbeibutter am besten im Herbst usw.

Abgerundet werden die Rezepte durch viele farbige, meist ganzseitige, Fotos. Sie wirken zwar allesamt etwas düster, aber dafür natürlich. – Und letztlich kommt es ja eh auf den Geschmack an.

~°~ Fazit ~°~

Eine schöne Aufmachung, sehr viele Rezepte und das mit vielen heimischen Produkten, dazu klar strukturiert und abwechslungsreich. Der Preis (D: 36,00 EUR / AT: 37,10 EUR) ist zwar etwas hoch, dafür bekommt man aber einiges geboten. Auch eine tolle Geschenkidee.

Der Rassist in mir

Da ich grade etwas Zeit habe, möchte ich mich heute einem sehr persönlichen Thema widmen. Das heißt, eigentlich ist es eher ein offizielles Thema, welches auch in den Medien rauf und runter läuft: Rassismus. Wie ich ja mehr als einmal geschrieben habe, soll jeder denken und glauben was er/sie/div. eben will, nur eben dieses nicht anderen aufzwingen wollen.

Vor einiger Zeit teilte ich ein Video in einem meiner Beiträge und löste damit etwas aus, dass mich doch etwas verwunderte:

Ein Freund, der sonst für freie Meinungsäußerung kämpft, hat mir daraufhin die Freundschaft gekündigt, da er nicht mit meinen Ansichten – die genau die selben sind wie vor neun Jahren, als wir uns kennen lernten – klar kommt. (Im übrigen jemand der eine neue Mauer errichten oder alternativ auch die gesamte Menschheit vernichten will.) Reisende Leute soll man nicht aufhalten und ich kann auch nicht behaupten, dass es mir nun schlecht(er) geht. Dennoch möchte ich die Gelegenheit nutzen, mir etwas von der Seele zu schreiben, auch wenn die betreffende Person dieses wohl nie lesen wird.

Im nachfolgenden Beitrag zähle ich nicht alle Personengruppen auf, sondern schreibe der einfach halt Migranten. Der Beitrag spiegelt meine persönliche Meinung wieder. Damit möchte ich weder jemanden ausschließlich, noch beleidigen! (Nicht vergessen: Dieses ist ein persönlicher Blog, keine offizielle Website o.ä. und spiegelt damit nicht die Meinung aller Deutschen wieder!)

Verallgemeinerung

Viele Deutsche (zumindest die, die so aussehen), kennen das Problem: Früher oder später werden sie als „Kartoffel“ oder sogar „Nazi“ abgestempelt. Bei mir reichen die Finger schon gar nicht mehr, um diese Beschimpfungen zu zählen. Anfangs habe ich noch diskutiert, dass die Kartoffel aus Südamerika kommt und ich viel zu jung bin, als das ich in der Zeit des Nazismus gelebt/ gehandelt oder im Krieg gekämpft hätte. Später kam nur noch ein Seufzen, dann ein Augenrollen und irgendwann habe ich ganz aufgegeben und gar nicht mehr reagiert.

Aber wehe, ich würde einem Migranten so etwas in der Richtung vorwerfen oder ihm ein Klischee an den Kopf werfen. Da wäre der Aufschrei groß!

Warum es okay ist, wenn „Ausländer“ mich beleidigen, ich ihm aber andersherum nicht meine Meinung sagen darf? Das ist eine der Dinge, die ich einfach nicht verstehe. Irgendwer sagt jetzt sicher: „Weil Deutschland den Krieg angefangen hat“ oder so etwas in der Richtung. Ja, aber damit habe ICH nun wirklich nichts zu tun. Also ist diese Begründung haltlos. Eine Beleidigung bleibt eine Beleidigung – egal in welche Richtung!

Der rassistische Migrant

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) und die Robert-Bosch-Stiftung haben eine Umfrage durchgeführt, die zwar nicht repräsentativ für alle Flüchtlinge steht, aber einen Querschnitt aus den wichtigsten Zuwanderländern bildet. Aus dieser geht u.a. hervor, dass es den Menschen sehr schwer fällt, dass homosexuelle und heterosexuelle Menschen bei uns die gleichen Rechte haben. Ist das nicht auch irgendwie rassistisch? 😉

Übrigens, ich habe mich mit diversen Migranten unterhalten, dass Ergebnis ist doch irgendwie ernüchternd. Ein Beispiel:

Farbigen ist es völlig egal, ob es nun ein Negerkuss oder ein Schaumkuss ist!

Das oben genannte Video wurde auch einigen Kollegen mit Migrationshintergrund gezeigt, kein Einziger (!) fand daran irgendetwas rassistisch oder hat sich davon angegriffen gefühlt.

Damit ist wohl eines klar:

Dadurch das wir immer jedem und alles Recht machen wollen und, auf Grund der Vergangenheit, lieber sehr vorsichtig sind, werden dort Probleme gesehen, wo gar keine sind.

Ausländer raus?

Ich bin (und war) schon immer dafür, Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. (Es wäre nur toll, wenn unsere „Regierung“ das endlich mal vernünftig hinbekommt und diese Menschen nicht unter aller Würde zusammengepfercht und ohne richtige Versorgung verbringen müssen!) Allerdings finde ich, dass es irgendwo aufhört, nämlich dann, wenn entsprechende Personen straffällig werden (hier muss natürlich immer der Einzelfall geprüft werden). Damit meine ich auch nicht den Diebstahl eines Autos oder so etwas, sondern schwere Verbrechen, wie eben Mord oder Kindesmisshandlung. Und das vor allen Dingen als Abschreckung. – Es macht ein Verbrechen nicht anders oder gar besser, wenn es Deutscher getan hat! – Allerdings werden Deutsche in anderen Ländern auch verurteilt, sogar Lebenslänglich oder zum Tode…

Persönliches Fazit

Da ich das Glück habe in Deutschland zu leben, habe ich auch glücklicherweise das Recht auf freie Meinungsäußerung. Und, getreu dem Motto „Die Gedanken sind frei“, darf ich vor allen denken was ich will. Daher werde ich weiterhin eben genau das Schreiben bzw. sagen, was ich denke. (Das ich damit oft anecke, dessen bin ich mir durchaus bewusst. Doch auch, wenn das für Viele zu schwer zu verstehen ist, es erleichtert das Leben, da es viele Menschen direkt aussortiert.)

Quelle: Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz

Schließen möchte ich mit einem Zitat aus einer Serie, in dem eine „Farbige“ ihrem Gegenüber folgendes erklärt:

Der offizielle Rassismus impliziert, dass der Rassist eine rassische Überlegenheit annimmt oder bewusst Diskriminierung vollzieht. Alltagsrassismus hat meist negative Vorurteile oder Rassenstereotypen oder so was und ist fast immer ohne jeden Hintergedanken. Beide haben negative Folgen, aber Alltagsrassismus bringt mich zum Lachen und das genieße ich.“ [Orange Is the New Black, Staffel 7: Folge 9]

weiterführende Links:

UNO Flüchtlingshilfe

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Forscher entschlüsseln Autobahnen des Hasses

Digitale Grundrechte (Gesetzentwurf)

Zwischen Macht und Gier [Rezension: Der Store]

Rob Hart

Der Store

592 Seiten

Heyne [02.09.2019]

ISBN 9783453272309

[auch als Hörbuch erhältlich]

~ Eindrücke / Meinung ~

Es ist wohl mehr als wirklich eine Fiktion, dass große Unternehmen die Welt beherrschen. Genau darum geht es in diesem Roman:

„Cloud“ ist ein großes Unternehmen, dass seinen Kunden alles bietet. Er ist mehr als nur ein (Online)Handel, er ist wie eine große Familie, denn Cloud kennt seine Kunden besser, als sie sich selbst. Der große Traum vieler Menschen: Eine Anstellung bei diesem Unternehmen. Auch aus Gründen des Umweltschutzes, denn die Menschheit hat es bereits geschafft die Umwelt zu zerstören. Es ist nicht einmal mehr möglich sich länger draußen aufzuhalten.

Zu denen die unbedingt in eine der Anlage wollen, gehören auch zwei Gestalten: Zinnia, die einen Auftrag verfolgt und Paxton, der eine Rechnung mit Gibson Wells, dem Gründer von Cloud, offen hat. Beide sind verschieden und kommen sich doch näher. Und je mehr Zeit die beiden in der Anlage verbringen, desto mehr geraten sie die Mühlen von Cloud. Nicht lange und sie befinden sich mitten in einem System aus Kontrolle, Rating und Machtgier.

Das Ende ist dann doch anders, als ich es erwartet hätte. – Und damit gefällt es mir (natürlich) noch viel besser. Es ist abgeschlossen und offen gleichermaßen, denn eine Frage stelle ich mir die ganze Zeit, die der Roman nicht beantwortet. (Um nicht zu Spoilern, kann ich hier leider nichts konkreteres sagen.)

Die Kapitel haben unterschiedliche Längen, manche Seiten sind nicht komplett gefüllt. Der Schreibstil ist flüssig, so dass sich das Buch, trotz der knapp 600 Seiten, schnell lesen lässt.

Übrigens: Die Geschichte hat einen wahren Hintergrund, die der Autor als Vorlage genommen hat. Allerdings von einem Konzern, an den ich mit als letztes gedacht hätte…

~ Fazit ~

Ein wunderbarer Roman, der wirklich zum Nachdenken anregt. – Und dazu das eigene (Kauf)Verhalten einmal zu überdenken.

Setz (k)ein Grinsen auf! [Kino: Joker]

Kaum zu glauben, aber ICH war im neuem JOKER-Film. (Nein, ich wurde nicht gezwungen, aber mit einem leckeren Essen quasi überredet. ;-))

Entschieden haben Asathor und ich uns für das Cinemaxx. Aktuell sind dort Umbaumaßnahmen, der Betrieb läuft aber weiter. Im Kinosaal hat man nichts vom Krach oder Dreck mitbekommen, ganz im Gegenteil: Wir hatten die Ehre in einem bereits umgebauten Saal zu genießen. Das hat sich in jedem Fall gelohnt: Die Stoffsitze wurde durch breitere Kunstledersessel ersetzt, diese lassen sich leicht zurückstellen, so dass es wirklich bequem ist. Jacken und Co. Lassen sich einfach in der Bank unter dem Sitz verstauen, so dass z.B. von hinten niemand an die (Wert)Sachen gelangen kann. An beiden Seiten des Sitzes gibt es Getränkehalter, die auch mit den Sitznummern gekennzeichnet sind, so dass man sich nicht mit seinem Nachbarn streiten muss, wer denn nun wo etwas abstellen darf. Und zuletzt sind die Reihen jetzt so weit auseinander, dass man nicht mehr aufstehen muss, wenn jemand vorbei möchte. Von der Atmosphäre her war das also fast wie ein großes, gemütliche Wohnzimmer. (Mir fehlte nur eine Decke. ;))

Was die meisten aber vermutlich mehr interessiert, ist wohl wie denn der Film war.

Am besten ich hole erst einmal diejenigen ab, die noch nichts davon gehört haben:

Wer „Batman“ ist wisst ihr ja (unterstelle ich jetzt einfach mal^^) und vielleicht habt ihr auch schon von einem seiner schlimmsten Feinde gehört: Joker. Ein psychisch gestörter Mann, der im Clownkostüm (oder zumindest so geschminkt) sein Unwesen treibt. Doch wieso hegt „Joker“ so einen Groll gegen Wayne und was muss passieren, damit ein rechtschaffener Mann zu einem der größten Verbrecher wird? Genau darum geht es in diesem Film. Es ist sozusagen die Vorgeschichte. Der Zuschauer wird Zeuge von vielen kleineren Ereignissen, die aber immer ein Stückchen von Arthur Fleck verändern, bis hin zu seinem neuem Ich: JOKER.

Bei uns in Deutschland ist der Film diese Woche angelaufen, in den USA läuft er bereits länger und dort sind auch die Reaktionen teils – für mich – etwas befremdlich: Da verlassen Zuschauer vorzeitig den Kinosaal, fordern einen Warnhinweis und verfallen teilweise in Depressionen, denn der Film (übrigens auch als Drama gekennzeichnet), sei viel zu brutal und einfach zu „schwarz“.

Imagine thinking #Joker is scary, but not just scary, so scary that you had to leave the theater. #Overreaction pic.twitter.com/durDDiB8LD— Troy Thomas (@IHateTroyThomas) 7. Oktober 2019

Ich denke hier kann ich selbst ganz gut mitreden, habe aber nach den 122 Minuten Joker-Drama weder Angstzustände/ Panikattacken, noch verspüre ich die Lust mich selbst (oder andere) umzubringen. Bei mir war sogar eher das Gegenteil der Fall: Nach etwa einer Stunde habe ich mich gefragt, ob der Film auch irgendwann mal richtig anfängt. (Mein Sitznachbar offenbar auch, der hat ständig auf die Uhr gesehen und einer vor uns hat ständig gegähnt und meinte später, er wäre fast eingeschlafen.) Ich würde jetzt nicht soweit gehen zu sagen, dass der Film schlecht ist. Er ist eben anders, düster und leicht depressiv. Leider gibt es aber nur wenige wirklich spannende Szenen, denn die Handlung plätschert vor sich hin. Entgegen vieler Berichte fand ich den Film aber nicht nur düster, denn er hatte auch einige Szenen die mich (und auch die anderen Besucher) zum Lachen brachte. Für die angeprangerte „extreme Gewalt“ fällt mir nur eine einzige Szene ein, die für mich unter diese Kategorie fallen würde. Ein amerikanischer Actionfilm hat mehr Gewalt inne!

Kann ich den Film empfehlen oder nicht? Schwierig, denn es kommt darauf an, was der Zuschauer erwartet. Wer Dramen liebt, kommt wohl auf seine Kosten. Wer sich „Joker“ nur anschauen möchte, weil er zur „Batmanwelt“ gehört, wird sicher enttäuscht. (Ich bin kein Batmanfan, sehe mir aber ab und an auch mal ein Drama an – und war froh, als der Film endlich vorbei war.)

Wart ihr schon im neuen „Joker“? Wenn ja, wie empfandet ihr den Film? Überkamen euch Angstzustände oder der gleichen? Ich bin wirklich auch eure Antworten gespannt!

Lebenszeichen

Hallo zusammen,

bevor ich jetzt irgendetwas anderes mache, möchte ich kurz von mir lesen lassen. – Nicht das noch jemand denkt, dieser Blog wäre inaktiv. Immerhin ist der letzte Beitrag doch schon einige Zeit her. – In der Zwischenzeit ist einfach wirklich passiert. Überwiegend sogar Positives. Asathor und ich sind, wenn wir nicht gerade arbeiten, oft unterwegs und wenn wir das nicht sind, liegen wir meist total erschöpft auf dem Sofa (Klingel und Telefon aus, einfach mal einen Moment durchatmen.)

Daher ist in letzter Zeit sowohl auf Gedankenteiler, als auch auf Nerdistan ruhig geworden. Was mich angeht gibt es ab und mal etwas über die Social Media Kanäle, damit ihr nicht ganz auf mich verzichten müsst. 😉

Aber keine Sorge: Es wird wieder mehr. Es sind viele spannende, kreative, lustige, aber auch ernste Berichte geplant, es gibt Kooperationen mit anderen Blogs, Autoren etc., Gewinnspiele (für Follower!),… Ich würde mich daher freuen, wenn ihr „hier“ bleibt (und natürlich auch immer über neue Follower. :-))

In diesem Sinne: Bleibt neugierig!

Einen schönen Tag euch allen.

StMoonlight

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