Kindheit wird von Erwachsenen gemacht

„Kindheit entsteht ja erst aus den retuschierten Erinnerungen von Erwachsenen, die dann Dinge sagen wie:

Früher gab es noch richtige Sommer,

An Weihnachten hatten wir immer Schnee oder

Wie unbekümmert wir doch damals waren.“

[Ildikó von Kürthy]

Tobi Taube in love

Erinnert ihr euch noch an unsere gefiederten Schützling Tobi Taube? Da er nun inzwischen umgezogen ist und unsere Fensterbank damit verwaist, fragte ich mal nach wie es dem „Kleinen“ denn so geht – und natürlich möchte ich mit euch teilen. 🙂

Leider war unser Tobi nicht so gesund, wie wir mit ungeschultem Auge glaubten. Kokzidien und Trichomonaden mussten erst behandelt werden. Die Parasiten sind nun aber erfolgreich bekämpft und Tobi Taube aus seinem „Einzelzimmer“ entlassen.

Nun wohnt er derzeit in der Eingewöhnungsvoliere der „Delmenhorster Stadttauben“ (Die ihn übrigens als Schönling bezeichnen. :D)). Dort wohnen immer rund 20 bis 30 gerettete Tauben. Doch Tobi hat offenbar nur Augen für Eine! ❤ Seine Freundin darf leider nicht raus, da ihre befiederten Füße sie in JEDER Lebenslage stark behindern. (Mal wieder eine Qualzucht des Menschen… >:-() – Sollte Tobi, nach der Eingewöhnung, jedoch mal los wollen, um ein Geschenk zu besorgen, so steht im das jederzeit frei.

Zusammenfassend kann wohl gesagt werden: Tobi fühlt sich PudelTaubenwohl! 🙂 🙂 🙂


Gaaaaaanz lieben Dank an alle Retter/ Helfer für euren Einsatz!

Herzenswunsch [Rezension – Kinderbuch]

Anna Blum

Das Einhornparadies

Das Fest der Wünsche

128 Seiten

Coppenrath [17.08.2018]

ISBN 9783649628606

Bereits das Cover ist wunderbar einladend. Nicht nur die Wunschblüten funkeln hier im Licht. Auch Suria und die drei Geschwister-Einhörner glitzern um die Wette. Das macht bereits richtig Lust, das Buch in die Hand zu nehmen und darin zu blättern.

Rosie, Vanilla und Blue sind zurück mit einem neuem Abenteuer: „Das Fest der Wünsche“. Bei diesem Fest bekommt JEDER Bewohner eine Blüte vom Wunschbaum, der nur sehr selten blüht. Mit dieser Blüte kann sich jeder seinen Herzenswunsch erfüllen. Gar nicht so einfach, sich da für einen zu entscheiden! Während jeder seinen Wunsch wünscht, warten die drei Einhörner darauf, dass auch zu ihnen eine Blüte geschwebt kommt. Doch es passiert nichts. Die drei Geschwister gehen leer aus! Etwas das unmöglich ist, denn es wächst für JEDEN genau eine Blüte am Wunschbaum. Wo sind die Blüten für die Beschützer des Reiches also hin? Wie gut das Suria, das Sonneneinhorn, dem Hilferuf folgt und sich auf die Suche nach den kostbaren Blüten macht. Doch wird sie diese finden und was steckt hinter den verschwundenen Pflanzen? Werden sich die Wünsche der Drei doch noch erfüllen?

Eine schöne und zugleich leerhafte Geschichte. Es kommen dieses Mal sehr viele verschiedene Protagonisten vor, die alle einen anderen Charakter haben. Das zeigt wunderbar wie verschiedenen die Individuen sind. Nicht jeder hat die gleiche Sichtweise oder mag das Gleiche.  Zusammenhalt und füreinander da sein werden hier (wieder) groß geschrieben.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich wunderbar lesen. Es gibt keine schwierigen Wörter oder Satzstellungen, so dass die Geschichtezügig gelesen werden kann. Das empfohlene Lesealter von 5-7 Jahren halte ich, zum Selberlesen, allerdings zu jung. Dafür ist alleine schon der Text viel zu klein gedruckt. Wunderbar sind dafür die vielen tollen, bunten, lustigen und schönen Bilder, welche auf (fast) jeder Seite zu finden sind.


Tobi Taube zieht um

Sicher erinnert ihr euch an Tobi Taube, dem wir seit über einer Woche eine Notunterkunft geboten hatten!? Irgendwann ist es Zeit Abschied zu nehmen. – Hier die ganze Geschichte:

Lerngehalt

Während Tobi bei uns war haben wir einiges über Tauben gelernt:

Wir wissen jetzt…

… dass Brieftauben grundsätzlich einen Fußring haben. (Sie müssen registriert werden.)

… dass auf dem roten Fußring oft die Telefonnummer des Züchters steht.

… dass es „Vertrauenspersonen“ für Brieftauben gibt, die sich um die Rückführung des Tieres kümmern (zumindest theoretisch)

… das Tauben nicht nur Sonnenblumenkerne fressen, sondern Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Bohnen) und Mais.

… dass sie sich nur etwa 200 – 300 Meter von ihrem Verschlag entfernen. (So viel zum „Taubensport“ bei dem die Vögel hunderte von Kilometern, teilweise sogar in anderen Ländern, ausgesetzt werden…).

… das Sporttauben, die ihre Leistung nicht erbringen, weil sie sich z.B. verflogen haben, oft geschlachtet werden!

… das Tauben ihren Beschützern mit lebenslanger Treue danken. (Hoffentlich nimmt Tobi es uns nicht übel, dass er nicht bei uns bleiben kann…)

Die Suche

Da wir nicht über einen Garten oder eine andere Möglichkeit der artgerechten Haltung für Tauben verfügen, versuchten wir schweren Herzens, den Halter von Tobi auswendig zu machen. Wir schalteten Anzeigen unter „zugelaufen“ und konnten, über den Taubenzuchtverein, eine Vertrauensperson ermitteln. (Tobi hatte leider keine Telefonnummer dabei.) Der gute Mann teilte uns mit, dass in unser Nähe einen Taubenschlag geben würde. Zwar nicht der „Besitzer“, aber er könne sich um den Vogel kümmern. Leider erreichte er niemanden. Das war auch alles was wir von ihm gehört haben. Eigentlich wollte er sich noch mal zurückmelden, doch tat er dieses nicht. Hinterherlaufen wollten wir auch nicht. – Immerhin konnten wir herausfinden, dass Tobi eine Sporttaube ist. – Und, nachdem wir erfahren haben, dass diese geschlachtet werden, brauchten wir nicht lange zu überlegen, sondern waren uns einig: Unser Schützling braucht ein NEUES Zuhause, wo er in Frieden leben kann. Nie wieder Wettkämpfe, einfach „nur“ Taube sein!!!

Auf einer unser Anzeigen hatte sich jemand gemeldet, der wiederum jemanden mit Taubenverschlag kennt. Nachdem wir uns ausgetauscht hatten, war klar, dass Tobi dorthin ziehen wird. Ein Termin fand sich sehr schnell: Heute.

Frühstück mit Taube

Das wir Tobi bisher nicht gesichert hatten, galt es nun ihn einzufangen. Ich versuchte es mit einem Trick, indem ich sein Frühstück in einen Karton stellte. Blöderweise fiel die Taube da nicht drauf rein. Ich legte daher eine Spur aus Sonnenblumenkernen auf dem Küchentisch aus und stülpte den Karton dann über ihn. In meiner Theorie hat es funktioniert. In der Praxis muss ich Tobi letztlich doch mit den Händen fangen. Glücklicherweise hat er mir nicht in die Finger gehackt, bis auf vorwurfsvolles Gegurre ist nichts passiert. *Puh*

Verständlicherweise war Tobi alles andere als einverstanden damit, dass er jetzt mehrere Stunden seiner Freiheit beraubt wurde. (Natürlich mit Wasser und Futter!) Aber er ertrug sein Schicksal tapfer und ohne Geschrei o.ä..

(schwerer) Abschied

Irgendwann war es dann soweit, der Termin, dem wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen sahen: Tobis neue Halterin traf ein und nach einer kurzen Befindlichkeitsfrage, trat Tobi seine Reise an.

In diese(s) Auge(n) kann mich doch nur verlieben… 🙂

Ein Lob gab es auch noch:

„Ganz toll, dass ihr ihn versorgt habt und dann sogar sichern konntet! Spitzenmäßige Tierschutzarbeit!“ Darüber freuen wir uns natürlich sehr, auch wenn wir nicht finden, dass wir hier „irgendwas Großes“ geleistet haben. Wir haben einfach nur das gemacht, was uns richtig erschien. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Taube hat jetzt ein neues Zuhause: mit etwa 20 Artgenossen, Freiflug (nach Quarantäne) und OHNE (sportliche) Wettkämpfe. Wir vermissen ihn jetzt schon, unseren Fensterbankgast. Doch für das Tier ist es besser so und nur das zählt!

Alles Gute Tobi!

Das Abendprogramm müssen wir jetzt wohl wieder anders füllen…

Disenchantment [Streamingtipp – Netflix]

Ihr liebt Satire und schwarzen Humor?

Dann ist diese Serie genau das richtige für euch!

Auch wenn Matt Groening hier seine Finger im Spiel hatte, so hat diese Serie nichts mit Simpsons oder Futurama gemein.

Sie ist anders! Sie ist VIEL besser! Sie ist so schwarz wie… Seht einfach selbst! 🙂

 

Raus mit den Gören!? – Aduld only!

Schon länger gibt es Hotels in denen Kinder keinen Zutritt haben. Zimmer werden nur an Erwachsene oder höchstens junge Erwachsene vermietet. Als es damit anfing hagelte es, besonders aus Deutschland, regen Protest.

Übersicht kinderfreie Hotels

„Adult only“ verkündet ein Schild vor „Oma’s Küche“ auf Rügen. Seit kurzem ist Kindern unter 14 Jahren, ab 17:00 Uhr, der Zutritt versagt. Als Grund gibt Rudolf Markl an, dass sich viele Gäste von Kindern gestört fühlen, die an den Nachbartischen quengeln, schreien, toben,… Das Schlimmste dabei seinen allerdings die Aufsichtspersonen, räumt der Restaurantleiter ein, denn die greifen meist nicht ein – oder schreien dann ihrerseits, was auch wiederum zu genervten Gäste führe.

Auch wenn ich mich jetzt (noch) unbeliebt(er) mache: Ich finde es gut so und würde mir das auch für Lokale in Bremen wünschen. Irgendwo müssen schließlich auch Erwachsene einfach mal Erwachsene sein und ihre Ruhe genießen dürfen!

Kennt ihr in eurer Nähe solche Lokale/ Hotels?

Habt ihr vielleicht schon mal so eine Location besucht oder findet ihr, Kinder gehören einfach überall mit hin?

Tierisch neuer Mitbewohner

Wir haben einen Vogel!

Ja, tatsächlich. Vor zwei Tagen strandete eine Brieftaube (ohne Brief!) auf einer unser Fensterbänke. Ungewöhnlich, da sich bisher dahin noch kein Vogel verirrt hatte. Wir haben auch keinen Garten oder Blumenkästen, die Federvieh anlocken würde. Aber gut, wir ließen die Taube Taube sein und dachten uns nichts weiter dabei. Am nächsten Morgen war sie allerdings noch immer da. Äußerlich konnten wir keine Verletzungen feststellen, dennoch wendeten wir uns an den Taubenzuchtverein. Dort beruhigte man uns, dass die Taube vermutlich, auf Grund der Witterung (wir hatten Gewitter), landen musste. Wir können ihr helfen, in dem wir sie mit Wasser und ein wenig Futter versorgen. Nach einigen Tagen mache sie sich dann wieder auf den Weg. Da wir die Taube nun quasi vorübergehend adoptiert haben, brauchte sie einen Namen: Tobi Taube.

Werder Bremen-Fan

Auch wenn wir nicht wissen, ob Tobi überhaupt ein Tobi ist oder doch eher eine Tobine, in jedem Fall ist „er“ (der Vogel) Werder-Fan. Das ist völlig offensichtlich, denn immerhin hat Tobi die Fensterbank grün-weiß gestrichen!!! (Zwar habe ich das schon alles weggeputzt, doch auch so einem kleinen Tier kommt jede Menge Verdautes…)

Ungewöhnliche Freundschaft

Okay, okay, so ganz angefreundet haben die tierischen Bewohner sich nun auch nicht. Immerhin finden sie sich gegenseitig äußerst interessant. Tobi Taube hat inzwischen sogar versucht in unsere Wohnung einzubrechen! ist eben gemütlich hier. 😉

Ich bau dir ein Schloss…

Na gut, ein Schloss ist es nicht geworden. Aber zumindest ein kleiner Unterstand, in dem Tobi sich vor der prallen Sonne schützen kann. Nach dem Sonnenbad stellt er sich dort drunter, um ein wenig zu akklimatisieren, bevor er wieder die Sonnenstrahlen genießt.

Abflug!?

Zwischendurch dachten wir schon, dass Tobi Taube hat den Heimwerk angetreten, da er nicht mehr auf der Fensterbank saß. Doch nach einigen Stunden war er zurück.

Drachenlahm [Rezension Fantasy]

~°~ Das Buch ~°~

Gabe Hudson

Gork der Schreckliche

432 Seiten

Klett-Cotta [30.08.2018]

ISBN 9783608962680

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~         

Gork ist ein Drache. Leider reicht sein Wert jedoch nur für „Kuschelbär“, was zur Folge hat, dass andere Drachen ihn gar nicht ernst nehmen. Ganz im Gegenteil. Gork hat es sehr schwer, besonders weil sein Großvater sich seinen Weichei-Enkel schämt. Doch der junge Drache versucht an der Akademie sein Bestes und nun ist die große Eiablage: Jeder Drache sucht sich eine König, wird zu einem Planeten geschickt, zeugt auf dem Weg dorthin Drachenkinder und erobert den Planeten. Doch dazu braucht man erst einmal ein Drachenweibchen, welches die Krone auch annimmt, denn wer keinen Partner findet, dient für den Rest seines Lebens anderen als Sklave. Gork hat nicht vor sich diesem trister Aufgabe zu beugen und versucht alles, um seine Krone ans Weibchen zu bringen. Dabei hat er ein ganz bestimmtes im Sinn, doch wer will schon mit einem „Kuschelbär“ die Welt erobern?

Als ich von diesem Buch hörte, wollte ich (Drachenfan) es unbedingt lesen. Leider ist die Geschichte nicht so toll, wie sie sich anhört. Im Prinzip passiert nichts anderes, als das Gork seiner Angebeteten hinterherjagt. Das wäre an sich ja vielleicht nicht einmal schlimm, doch blöderweise hat der Drache aber einen Hang zum Selbstmitleid – und kommentiert darüber hinaus noch alles unaufhörlich. An einer oder anderer Stelle, besonders am Anfang, war das ganz amüsant. Doch bald schon war es nur noch nervig. Auch fehlt der Geschichte extrem an Spannung.

Der Schreibstil ist flüssig und, zumindest von diesem her, lässt sich das Buch schnell lesen.

~°~ Fazit ~°~

Langweilig, nerviges Selbstmitleid und platte Charaktere: Für diese Geschichte reist sich kein Drache auch nur eine Schuppe aus!

Eisige Abkühlung

Na, schwitzt ihr auch bei diesen Temperaturen oder genießt ihr vielleicht den Luxus einer Klimaanlage?

Für alle die keine Klimaanlage haben, hat sich der Inhaber eines EDEKA-Marktes in Friedberg (Hessen) etwas ausgedacht:

Ob das Angebot angenommen wurde, konnte ich leider nicht herausfinden. Aber ein netter PR-Gag ist es allemal. 😉

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