Resümee eines Geburtstages

Bevor es demnächst weiter mit dem Spielbericht aus Deponia geht, möchte ich einmal kurz den gestrigen Tag Revue passieren lassen. Dazu sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der 01. Februar der Geburtstag meines Verlobten ist. Entsprechend versuche ich, soweit eben möglich, den Tag schön zu gestalten. Obwohl gestern ja bekanntlich Samstag war, wünschte mein Schatz sich einen ruhigen Tag. Sprich kein Kaffeeklatsch mit der Familie oder großartige Aktionen.

Der Tag beginnt

So begannen wir den Tag, nach „einfach-noch-ein-bisschen-liegen-bleiben-und-kuscheln“ mit einem ausgedehnten Frühstück. Selbstverständlich mit frischen Brötchen und Hörnchen, vom Bäcker unseres Vertrauens. (Wir trafen grade mal auf einen einzigen anderen Menschen auf dem Hin- und Rückweg von dort. Das hatte schon irgendwie was von Apokalypse. Die Ruhe war jedenfalls herrlich!) Während des Essens klingelte das Telefon (es war grade mal 07:20 Uhr): Mein Stiefvater, der total vergessen hatte, dass ja Wochenende ist und daher noch anrufen wollte, bevor mein Schatz zur Arbeit muss. (Was aber so oder so zu spät gewesen wäre. ;-))

Gestärkt für den Tag ging jeder von uns seinem Tageswerk nach – was in erster Linie aus Beschäftigung mit den Katzen bestand. Ron nutzte das neue Jahr auch direkt für eine kleine Typveränderung und suchte den Friseur auf. (Ich bleibe dabei, er sieht gleich viel jünger aus! ;-))

Mittagshoch

Da zwischen Frühstück und Abendbrot bekanntlich noch einige Stunden liegen, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, noch einen Geburtstagskuchen vorzubereiten. Oder besser eher Küchlein, die ich bereits am Freitag gebacken hatte, damit das Geburtstagskind sie nicht vorher sieht. (Vorbereitung ist alles!) Und natürlich brauchte ich ja auch irgendwas, auf das ich eine Geburtstagskerze stecken konnte. (Was aber nur daran liegt, dass Ron der Ansicht ist, dass auf/ in Brötchen nichts gesteckt werden wird.) Zusammen mit einer selbstgemachten „Bananenmilch“ gab es dann, neben den Marzipanküchlein, auch mein Geschenk. Glücklicherweise kam es gut an. 🙂

Unerwartete Begegnung

Mein Liebster hatte sich gewünscht indisch essen zu gehen. Dazu wollten wir in eines unser Lieblingsrestaurant einkehren. Was Ron nicht wusste: Ich hatte im Vorfeld einen Tisch reserviert und auch vom Anlass berichtet. So wurde ihm direkt gratuliert und wir wurden an einen liebevoll geschmückten Tisch, mit Blütenblättern und kleinen Glitzerkügelchen, geführt. Sogar einen Strauß Rosen hatte man extra gekauft! Vom Nebentisch ertönte ein „Herzlichen Glückwunsch“ und, bei genauerem Hinsehen, saßen da auf einmal Bekannte von uns. Das war für beide Seiten eine Überraschung. 😀 Wie heißt es eben so schön: Die Welt ist klein. Während das Quartett später noch ins Theater wollte, schlugen wir uns – nicht nur sprichwörtlich – die Bäuche voll: Wir genossen jeder drei Gänge, sowie natürlich Getränke. Insgesamt zwei Stunden verbrachten wir im Bombay und konnte zusehen, wie sich die Räume (über)füllten und die Wartezeiten länger wurden. (Es empfiehlt sich einen Tisch zu reservieren!) Trotz einem brechend vollen Lokal, hatte jeder ein Lächeln auf den Lippen und man hat sich auch um uns, rührend gekümmert. (Selbstverständlich habe ich ein sehr großzügiges Trinkgeld da gelassen. :-))

Noch einmal einen GANZ GANZ lieben Dank an das gesamte Team, die – nicht nur dem Geburtstagskind – einen wunderbaren Abend beschert haben. Ihr wart wie immer spitze!

Ausblick

Nun könnte man fast meinen, dass wir zumindest den Sonntag die Beine hochlegen und uns ein wenig erholen möchten. Doch weit gefehlt, denn heute kommen meine Schwiegereltern. Gemeinsam werden wir dann ins Variaté aufbrechen und eine, vermutlich wie immer bezaubernde, Show genießen. – Natürlich bei einem Stückchen Schokoladen-Torte. Quasi als nachträglicher „Geburtstagskaffee“. 😀

Ich hoffe auch ihr hattet auch alle einen tollen Samstag und wünsche euch ebenfalls einen zauberhaften Sonntag. Wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja später im GOP. Die Welt ist schließlich kleiner, als man denkt. 😉

SCHÖNEN SONNTAG! 🙂

Der Schnabeltierwerfer Teil 1 [Spielbericht Deponia]

Ein (nicht so) netter Abend

Schauplatz: Dungonga, eine karge Insel in der Siffigen See. Hier liegen viele Piratenschiffe, die meisten davon umgebaut zu Läden bis hin zu Restaurants und Bordellen. In dieser Gegend ist ein Trio unterwegs, welches wohl unterschiedlicher kaum sein könnte:

Homungoliath“, ein Rattenmensch. Gekleidet in Lederresten und einem Schädel seiner Ahnen als Kopfschmuck. Stets dabei hat er seinen kleinen Teddybären und seine Schnuffeldecke, selbst dann, wenn er sich auf seinem Minibike die abgestandene Luft um‘s Fell wehen lässt. Leider lassen machen ihn einige Geräusche auf der Stelle müde…

Uuayeahhaa‘eeiii“, eine füllige Eisenschwein-Händlerin aus Schrottland. Ihr Markenzeichen ist, neben ihrem Ruder und dem Fischernetz, ihre laute Stimme. Unpraktisch sind für sie nicht nur die Fahndungsmeldungen des Organon, sondern auch ihr Sprachfehler. Da kann auch nicht drüber hinwegtäuschen, dass sie jeden als ihren Freund bezeichnet.

Casisus 200“, ein zur Kampfmaschine umgebauter Börsenroboter. Allerdings ist er Pazifist. Dank seines eingebauten Humorchips („h-a-r–h-a-r“) nimmt er es gelassen und berechnet alles schneller als sein eigener Schatten – besonders gerne Wahrscheinlichkeiten.

Der Abend ist hereingebrochen und das Trio möchte irgendwo einkehren, um sich die Bewohner ein wenig näher anzuschauen. Die Wahl fällt zweistimmig auf die „Ölige Kantine“. Im Inneren ist es dunkel und laut. Aus den Lautsprechern dröhnt Computermusik, die Homungoliath die Ohren anlegen lässt. Casius 200 „b-i-e-b-t“ hingegen direkt die Tanzfläche und macht rhythmische Bewegungen. Da diese ein wenig stocken, könnten Außenstehende jedoch schnell denken, er hätte einen Wackelkontakt. Während der Rattenmensch Hipster anrempelt – und diese mit einem bösen Blick bedenkt, wenn sie sich zu ihm umdrehen, schlägt Uuayeahhaa‘eeiii dem Wirtsroboter ein Geschäft vor: Sie will singen und hebt die Stimme. Bevor die Situation eskaliert, kommt Casius dazu. Er lenkt den Wirt ab, indem er seinen (nicht vorhandenen) Businessplan optimiert. Dafür bekommt Casius 200 sogar ein Fässchen leckeres ranziges Motoröl. Da es in der Öligen Kantine keine Übernachtungsmöglichkeiten gibt, machen sich die drei auf dem Weg zu einem nahegelegen Hotel.

Schlaf der (Un-)Gerechten

Als das Trio die „Wombat“ ein windschiefes Hotelschiff, betritt, treffen sie auf eine bleichgesichtige Frau. Wie sich unschwer an der Frage:. „Wie viele Särge braucht ihr?“ erkennen lässt, handelt es sich Rezeptionistin. Glücklicherweise ist noch ein Zimmer mit drei madigen Holzkisten frei. Für Casisus wird sogar eine Aufladestation angeschlossen. Homungoliath und Uuayeahhaa‘eeiii legen sich schlafen – wobei Letztere auf Grund ihres massiven Körperbaus doch einige Schwierigkeiten dabei hat – und der Roboter schaltet auf StandBye.

Mitten in der Nacht zeigen die Exzesse des vorangegangenen Abends ihre Wirkung: Ein mächtiger Druck lastet auf der Blasen der (Halb-)Humanoiden. Als erstes erwachte die Händlerin, quälte sich aus ihrer Kiste und suchte eine Möglichkeit zur Erleichterung. Als Uuayeahhaa‘eeiii schließlich vor der Toilettentür stand, war diese jedoch verschlossen. Eine weibliche Stimmer drang durch die Tür zu ihr. Einen wirklichen Sinn konnte die Schrotthändlerin jedoch nicht erkennen. Nur irgendwas davon, dass die Frau – auf den grade so benötigten Sitz – Hilfe brauchte. Mit ihrer lauten Singsang-Stimme, dass gewisse Dinge doch jeder selbst erledigen sollte!

Homungoliath hingegen torkelte an Deck, um sich von der Reling zu erleichtern. Während sich ein gewaltiger Strahl in die Siffige See ergoss, tauchte plötzlich eine grauhaarige Frau neben dem Verursacher auf. „Ihr seid der Richtige. Euch habe ich gesucht. Ich brauche eure Hilfe.“ – Was der Rattenmensch zwar nicht ignorierte, aber da ihn die Stimme müde macht, döste er direkt ein. Als Homungoliath kurze Zeit später erwachte, war die Frau verschwunden.

Das Betriebssystem von Casius 200 fuhr hoch, da seine Batterie vollständig geladen war. Als seine Prozessoren vollständig online waren, registrierte er eine Humanoide vor sich. Sie übertrug ihr Hilfegesuch, sowie Koordinaten an den Roboter und verschwand.

Die weitere Nacht verlief ereignislos.

Immer schön auf Hygiene achten

Nach dieser, nicht erholsamen, Nacht machte sich das kurios anmutende Trio auf den Weg zu Treffpunkt, auch wenn keiner so recht wusste, warum. Sie hatten eben einfach nichts besseres zu tun. Dank Casius toller Führung, kamen sie schnell ans Ziel. Plötzlich blitzte es und eine, wohl bekannte, grauhaarige Frau erschien. Wieder erzählte die Dame, dessen Namen die Helden nie kennen würden, davon, dass sie Hilfe brauchte: Als sie von einer Parallelwelt erzählte, in der es keine Zahnbürsten gibt, hatte Casius 200 bereits gerechnet und eine manuelle, selbstverständlich gebrauchte, Zahnbürste hervor und überreichte diese der verdutzten Dame. Für den Roboter war der Vorgang damit abgeschlossen: Die Frau bat um Hilfe, sie bekam eine Zahnbürste, für die Parallelwelt in der es keine Zahnbürsten gibt. Doch die Dame hatte wohl noch anderes mit den Dreien vor: „Eine geheime Waffe wurde, von einem Organon gestohlen. Ihr müsst sie zu mir bringen!“ Da jedoch keiner der Dreien einer aus dem Nichts erscheinenden Gestalt traute, einigte man sich darauf, die besagte vor Ort zu vernichten. Doch dazu müsste man sie erst einmal finden – und natürlich in diese schiefe Parallelwelt gelangen (in der es keine Zahnbürsten gibt). Und diese Aufgabe sollte für Homungoliath, Uuayeahhaa‘eeiii und Casius 200 noch so einiges an Herausforderungen bereits halten.

Fortsetzung folgt…

Ihr wollt wissen, ob das ungleiche einen Weg findet und ob auch alle eine Zahnbürste dabei haben? Dann bleibt neugierig und lebst bald schon den zweiten Teil des Spielberichtes. 😉

Rucola-Avocado-Salat mit panierten Eiern [Rezept]

Ich habe mich getraut und meinem Liebsten Salat vorgesetzt. Viele kennen ja die Kleschees und das Nase rümpfen, wenn Frau plötzlich „Kaninchenfutter“ auf den Tisch bringt. Glücklicherweise hat meine Kreation den Test bestanden und bekam sogar ein männliches: „Das schmeckt echt gut!“ – Grund genug, euch das Rezept nicht vorzuenthalten. 😉

Rucola-Avocado-Salat mit panierten Eiern

für 3 Portionen

~°~ Zutaten ~°~

  • 2 Laugenstangen (ohne Salz)
  • 250 g Rucola
  • Öl zum Anbraten
  • 2 reife Avocado
  • etwas Zitronensaft
  • 1 Dose Mandarinen (abgetropft)
  • 100 g Bergkäse (Alternativ: anderer kräftiger/ würziger Käse)
  • Roséweinessig (Alternativ: Rotweinessig)
  • 6 Eier (hart gekocht)
  • 1 Ei
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver edelsüß
  • Muskatnuss
  • Mehl Typ 405
  • Paniermehl / Semmelbrösel
  • Öl zum Fritieren

~°~ Zubereitung ~°~

Die Laugenstangen werden zu Croitons verarbeitet und sorgen für den Biss im Salat. Dazu die Laugenstangen in Würfel schneiden und diese in ein wenig Öl, von allen Seiten, knusprig rösten.

Den gewaschenen Rucola in eine große Schüssel geben.

Bergkäse in kleine Würfel oder Streifen schneiden.

Die Avocados halbieren, entkernen und in würfel schneiden. Ein wenig mit Zitrone beträufeln, damit sie nicht grau werden.

Die Mandarinenstückchen einmal in der Mitte durchschneiden. Sie geben so ein wenig Saft ab und sorgen für eine fruchtig-frische Note.

Käse, Avocado und Mandarinen mit dem Rucola gut vermischen.

In einem großen Topf Öl erhitzen. (Wer hat kann natürlich auch einfach eine Fritteuse nutzen.)

Auf einem tiefen Teller ein Ei aufschlagen und, mit einer Gabel, verquirlen. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Muskatnuss würzen. Auf je einen weiteren Teller Paniermehl und Mehl geben. Die hart gekochten Eier jetzt einzeln erst in Mehl, dann in der Eimasse und zum Schluss im Paniermehl wenden.

Die panierten Eier nun in das siedende Fett geben, bis sie goldbraun sind. Das dauert nur wenige Minuten.

Nun noch den Salat auf Tellern anrichten, ein wenig Roséssig darauf verteilen (je nach Geschmack), mit den Laugenwürfeln bestreuen und zwei der frittierten Eier dazulegen. Schon fertig!

🙂 Guten Appetit 🙂

Übrigens: weitere leckere vegetarische Rezepte findet ihr HIER

Traurige Wahrheit

Opa zu seinem (erwachsenen) Enkel:

„Wir haben gekmäpft, damit es bessere Arbeitszeiten für den Arbeitnehmer gibt. Damit man Zeit für die Familie hat… – Ihr habt das alles wieder aufgegeben, damit ihr mit euren Smartphones, eure E-Mails und Nachrichten und das alles auch in der Freizeit beantwortet. Eigentlich 24 Stunden lang…“

[Verfasser: leider unbekannt]

Wenn Pferde streiken [Rezi]

Audrey Harings

Aufstand der Pferde

219 Seiten

Independently published [07.10.2019]

ISBN 9781698295572

[Werbung] Im Gegensatz zu anderen Mädchen war ich, auch früher nicht, vernarrt in Pferde. Ich mag eben einfach alle Tiere. 🙂 Vielleicht liebe ich auch deswegen die Kindergeschichten von Audrey so sehr. In Ihren Büchern schafft sie es, auf das Leid und Elend von Tieren – egal welcher Art – hinzuweisen und das auf eine herzliche und rührende Art, ohne dem Leser einen direkten Vorwurf zu machen. So auch in „Aufstand der Pferde“. Hier geht es um die Arbeitsbedingungen der Kutscherpferde in Sevilla, einer Stadt in Spanien. Während die Kutscher nach etwa acht Stunden in ihren wohl verdienten Feierabend gehen, arbeiten die Pferde bis zu zwölf Stunden – ohne Pause. Die Tiere stehen, bei bis zu 40°C, in der prallen Sonne, oft ohne Wasser oder Futter. Auf diesen Missstand wird Pedro aufmerksam. Zusammen mit seinen Klassenkameraden dokumentiert er die Arbeitszeiten von Trinidad und ihren Kollegen und ebnet damit den Weg zur Veränderung.

Mir hat „Aufstand der Pferde“ an sich ganz gut gefallen. Allerdings habe ich einen kleinen Kritikpunkt: Der Junge um des u.a. hauptsächlich geht, denn er versteht die Tiere. Pedro kann JEDES Wort verstehen was die Tiere sagen. Zudem kann der Schüler die Gedanken der Tiere spüren. Ich verstehe – aus eigener Erfahrung – das man spürt oder zumindest ahnt, was ein Tier mitteilen möchte. Aber das Sprechen geht mir hier zu weit. Das ist für mich leider zu sehr in Richtung Dr. Dolittle.

Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und hoffentlich auch viele (potentielle) Touristen davon abhält eine Kutsche zu benutzen.

Abenteurer wider Willen [Splittermond]

Seid gegrüßt verehrte Zuhörer,

habt ihr eine Geschichte für mich?

Entschuldigt, wo sind meine Manieren nur hin!

Mein Name ist Lormark Iridion – aus dem Hause der Irdions („Iridion – Seegurkenhandel aus Tradition“) und ich wurde zum Abenteurer wider willen. Schuld daran ist ein Menschenweib, welches mich vor einigen Monden erschaffen hat: Zuerst machte sich das Hexenweib an meine Seele, hauchte ihr Leben ein, was später meinen Charakter formen sollte. Erst danach bekam die Seele ein Gefäß: einen kleinen und wirklich wohlgeformten Zwergenkörper. Ich bin weder besonders groß, noch ist mein Bart herausragend lang. Unter Menschen würde man mich wohl als „durchschnittlich“ bezeichnen. Unter Zwergen gibt es so einen Begriff nicht, da wir alle einander achten. Ich jedenfalls mag mich wie ich bin und was andere von mir denken, ist mir relativ egal, Hauptsache sie haben eine gute Geschichte zu erzählen.

Als Sohn einer Händlerfamilie stamme ich aus gutem Hause und weiß mich zu benehmen. (Für meine Weggefährten gilt dies leider nicht immer…) Allerdings habe ich, wie ihr sicher schon gemerkt habt, eine Schwäche für Geschichten. – Sehr zum Leidwesen meiner Eltern. Wie bereits erwähnt führen wir seit Generationen einen Seegurkenhandel und, wie es die Tradition will, sollte ich diesen später einmal führen. Doch die Geschichten der Händler, welche aus ganz Lorakis zu uns kommen, faszinierten mich mehr, als die Rechenschieber. Während meine Schwester auf den Meeren segelt, um die Ware an andere Völker zu bringen, bin ich meinem Drang gefolgt und mache Jagd auf Geschichten. Regelmäßig sende ich diese zu meinen Eltern, welche glücklicherweise zu mir halten und mich nicht verstoßen haben. – So ganz kann ich von meiner Kinderstube aber auch nicht ablassen und versuche alle die ich treffe von unseren vortrefflichen Seegurken zu überzeugen! Den einen oder anderen Handelspartner konnte ich so schon für uns gewinnen. (Sollte jemanden von euch, verehrte Wesen, nach den besten Seegurken in Lorakis gelüsten, so möge er später auf mich zukommen.)

Ich kann aber auch ein wenig mehr, als nur Schreiben und Handel treiben: So bin ich recht geschickt im Umgang mit Metallen und Feuer. („Es gibt keine Probleme, die ein Feuerball nicht lösen könnte!“) Und im Anführen bin ich wohl auch ein Naturtalent und in Städten finde ich mich gut zurecht. Dafür habe ich, zugegebenermaßen, so meine Schwierigkeiten mit der Wildnis…

Inzwischen ziehe ich mit einer recht auffallenden Truppe – bestehend aus einem Varg, einer Albin, einem Gnom und einem Menschen – umher und rette die Welt vor dem Untergang. – Dabei wollte ich die Geschichten nur schreiben und nicht erleben!!!

Die Kerze ist fast erloschen und die Feder liegt schwer in meiner Hand. Bitte erlaubt mir daher, mich fürs erste zu verabschieden.

Gehabt euch wohl!

Euer Lormark Iridion

Die Stimme aus dem Jenseits

Es war einmal ein Priester und Schreiber in der Karnak-Tempelanlage… Irgendwann halfen seine Gebete nichts mehr und er starb.

Heute, über 3000 später, hat Nesyamun aber wieder etwas zu sagen! Leider ist nicht viel zu verstehen, da es sich nur um einen Laut handelt. Doch was will die Stimme aus dem Jenseits? Verkündet Sie uns eine geheimnisvolle Botschaft? Oder fordert Sie ihr Recht nach Totenruhe?

Alles nicht, denn das der Ägypter wieder seine Stimme erhob, ist einem 3D-Drucker zu verdanken. Wissenschaftler konnten mit Hilfe der Technik den Vokaltrakt des Verstorbenen nach und, in Kombination mit einem synthetischen Kehlkopf, lies sich rekonstruieren wie der Prister zu Lebzeiten klang.

So hört(e) sich Nesyamun an:

Was meint ihr: Faszinierend oder doch eher gruselig?

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