Mooni testet – real! Lieferdienst

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich über meine Erfahrung mit dem REWE-Lieferdienst berichtet habe. Wir nutzen ihn noch immer regelmäßig und sind zufrieden. Allerdings hat REWE als Supermarkt natürlich eine kleinere Auswahl als ein Hypermarkt wie real!. So kommt es zwischendurch vor, dass wir mal einen Abstecher machen. Daher hatte ich auch sehnsüchtig darauf gewartet, dass real! Seinen Lieferdienst auf Bremen ausweitet. Vor wenigen Tagen wurde mir versichert, dass dieses nun der Fall der sei. Praktischerweise war auch wieder ein großer Einkauf fällig. Was lag da näher, als ihn gleich mal auszuprobieren, den

real! Lieferdienst

Bremen

~ Die Bestellung ~

Bestellt wird über den sogenannten „Lebensmittelshop“. Dafür muss man sich zwangsläufig registrieren. Dann einfach die gewünschten Artikel heraussuchen. Wer weiß was er will nutzt dazu am besten die Suchfunktion.

+ schnelles Finden durch Suchfunktion möglich

+ Favoriten lassen sich speichern

+ es kann viel loses Obst/ Gemüse, sowie einzelne Flaschen bestellt werden

+ Kunde kann wählen, ob Ersatzartikel angeboten werden sollen oder nicht (Rückgabe möglich)

– Suchfunktion berücksichtigt oft keine Alternativen (Bsp. Es gibt keine „Frühlingszwiebeln“, sondern „Lauchzwiebeln“)

lange Ladezeiten (bei verschiedenen Browsern)

– nicht alle Artikel erhältlich

– Lieferung erst ab 40,00 EUR MBW

– Registrierung notwendig (keine Gastbestellung möglich)

keine Änderung der Bestellung mehr möglich, sobald diese abgeschickt wurde

~Zahlung ~

real! bietet verschiedene Zahlungsarten an. Ich habe mich für die Zahlung über Klarna entschieden. Der Vorteil hierbei ist, dass ich nicht sofort zahlen muss, sondern ein Zahlungsziel von 14 Tagen habe. Es ist aber auch möglich z.B. PayPal zu nutzen. Eine Zahlung direkt beim Fahrer ist jedoch nicht möglich. Das es natürlich sein kann, dass man einige gebrachte Artikel ablehnt oder Pfand zurückgibt, ist der anzeigte Rechnungsbetrag noch nicht der Endbetrag.

+ bargeldlos möglich

– variabler Rechnungsbetrag

~ Payback ~

Es ist möglich seine Paybacknummer mit anzugeben oder gleich im Profil zu speichern, so dass man bei jedem Einkauf Punkte sammelt.

~ Pfand ~

Sofern man Pfandflaschen bestellt hat, kann man Pfandflaschen und Co. Im Wert des gleichen Betrages an den Fahrer zurückgeben. An sich gut, da real! Aber groß Werbung damit macht, man könne sich den Weg zur Pfandrückgabe sparen, wäre hier eine Rücknahme größerer Menge wünschenswert.

+ Pfandrückgabe ist mögliche…

– …aber nur in gleicher Höhe, wie bestellt

~ Lieferung ~

Bisher wird nicht am selben Tag (der Bestellung) geliefert, laut Homepage ist eine zukünftige „Same-Day-Lieferung“ jedoch auch nicht ausgeschlossen. Bei meiner Bestellung wurde mir direkt angezeigt, wann der nächste mögliche Termin wäre. Ich konnte mich aber auch für einen späteren – bis zu 5 Tage im Voraus – entscheiden. Ich entschied mich für den nächsten Tag und das Zeitfenster 14-16 Uhr. Eine weitere Eingrenzung war nicht möglich. Wobei ich finde das ein Zeitfenster von zwei Stunden durchaus okay ist. Ab 120 EUR ist die Lieferung kostenlos. Übrigens: Unabhängig davon fallen beim real!-Lieferservice auch keinerlei Aufschläge, z.B. für Getränke an. Und Getränke sind auch nicht auf eine bestimmte Anzahl begrenzt. (Außer natürlich, wie immer „haushaltsübliche Mengen“.) Zwei große Pluspunkte!

Am Liefertag war ich etwas irritiert, denn statt mit eigenem (Kühl)Fahrzeug, kam DHL! Ich sah zuvor bereits im DHL-Portal, dass da eine regelrechte Flut von Paketen auf dem Weg zu mir war und dachte nur: „Omg! Hoffentlich wird der Bote auch vernünftig bezahlt!“ Auch wenn ich sonst viele Päckchen und Pakete bekomme, Lebensmittel auf diesem Weg zu bekommen, war irgendwie befremdlich. Obwohl ich meine Telefonnummer angegeben hatte, erhielt ich leider keine Benachrichtigung, dass meine Bestellung etwa um X Uhrzeit bei mir sei. (So aktualisierte ich ständig den Button bei DHL, nur um zu sehen, dass sich nichts getan hat. In dem Fall weiß ich es einfach immer gerne vorher, damit ich die Katzen irgendwo kurz „einsperren“ kann.)

Mein Zeitfenster war 14-16 Uhr. Um 15:57 Uhr hatte ich meine Ware. Also pünktliche Lieferung!

Ich freute mich, als der Lieferant mit großen Kisten und nicht mit einem Berg Papiertüten vor meiner Tür stand – zumindest bis er diese aufmachte und dann jede Menge Plastiktüten herausholte… (Eine Tüte war auch bereits bei Anlieferung gerissen und hatte ein großes Loch an der Seite.) Besonders ärgerlich fand ich das beim Gemüse, welches ich extra lose bestellt hatte und mir dann in diesen dünnen Obst-Gemüsetütchen übergeben wurde! Kühl-, sowie Tiefkühlware wurde in Thermoboxen mit Trockeneis geliefert. Die Kühlkette wurde daher, denke ich, so gut es ging, eingehalten.

Auch etwas merkwürdig: Statt am Ende für alles zusammen, musste ich gleich 3x unterschreiben. Laut Fahrer dürfen aus „irgendwelchen Gründen“ bestimmte Warengruppen nur zusammen gescannt werden dürfen.

+ Liefertag und Zeitfenster lässt sich selbst wählen

+ Pünktliche Lieferung

+ Kühl- und TK-Ware wird in Thermoboxen angeliefert

– keine Vormittagslieferung

– Lieferung per Paketdienstleister

– keine SMS-Benachrichtigung

– Lieferung in Plastiktüten

– loses Obst/ Gemüse wird in kleinen Plastiktütchen geliefert

– mehrmaliges unterschreiben notwendig

~ Freundlichkeit ~

Die beiden Fahrer (oder Fahrer und Packer?) waren freundlich und, mehr oder weniger, organisiert. (Der Mann in DHL-Kluft zumindest mehr, als der Kollege ohne. Vielleicht eine Einarbeitung? Habe nicht gefragt.) Und klar: Zeit hatten die natürlich auch nicht. 😉

+ freundliche Fahrer

– unter Zeitdruck

(merkwürdig: zu zweit)

~ Qualität ~

Wo fange ich nur an??? Ich sage es mal so: Das meiste was geliefert wurde, war auch in Ordnung. An diesem Satz merkt ihr vermutlich bereits, dass da nicht alles so glatt lief:

Von meiner Bestellung fielen bereits 13 Artikel komplett weg, da diese nicht lieferbar waren.

Zwei Artikel fanden sich auf dem Lieferschein, wurden aber offenbar gar nicht eingepackt oder unterwegs verloren.

Bei der Salatgurke ist die Qualität an der Grenze. (Die anderen Obst- und Gemüseartikel sind allerdings wirklich Top!)

Von zwei Artikel ist die Verpackung beschädigt. Was bei einem Rasierer soweit egal ist, beim gemahlenen Kaffee leider nicht…

Drei Artikel wurden anders geliefert als bestellt, so bekam ich z.B. Getränke in Zero statt Classic und Bio-Linsen, statt Demeter-Qualität. Auch bei den Tomaten, die so in etwa 850g entsprechen sollte, bedachte man mich gleich mit über 1,2 kg.

Aber es geht auch andersherum: So habe ich 1 Artikel doppelt bekommen, den ich nur einmal bestellt hatte. (Steht auch nur 1x auf dem Lieferschein.)

Ebenfalls nicht von mir bestellt ist die Pfandkiste. (Ich hatte lediglich eine einzelne Mehrwegflasche Fanta bestellt.) Aber gut, das Pfandgeld bekomme ich wieder und das die Getränke irgendwie transportiert werden müssen, sehe ich ja ein. Zum Transport wurden die meisten Getränkeflaschen dort untergebracht. Das beste jedoch der Orangensaft. Alleine die menschliche Logik sagt einem doch, dass eine Flasche mit einem Boden, der fast doppelt so dick ist wie eine Colaflasche, nicht in eine Colakiste passt. Ich weiß nicht, ob hier jemand gepackt hat, der als Kind diese Figurenförmchen in falsche Löcher gehämmert hat, in jedem Fall bekomme ich eine der Flaschen da einfach nicht raus. – Und ich habe schon Kraft. Was soll denn da ein altes Mütterlein erst machen???

+ gute Obst-/ Gemüsequalität (zumindest fast alles)

– Artikel fehlen

– verkehrte Artikel

– teilweise beschädigte Ware

– falsche Qualität / Mengen

– (zu) kreative Packer

~ Verbesserungsvorschläge ~

Optimierung der Suchfunktion, z.B. Ähnlichkeiten berücksichtigen

SMS-Benachrichtigung, wann die Ware ungefähr zugestellt wird

Lieferung mit eigenen (Kühl-)Fahrzeugen und Fahrern

Mehr Flexibilität bei der Lieferung (z.B. Lieferung auch am Vormittag)

keine Nutzung von Plastiktüten, sofern vermeidbar

nicht dort reinstecken, wo es vielleicht nicht wieder rausgeht 😉

E-Mailadresse für Reklamationen, damit Kunde direkt Fotos senden kann

FAZIT

Die Bestellung bei real! hat den einen oder anderen Vorteil, so z.B. das kein Getränkeaufschlag fällig ist oder das es eben, zumindest theoretisch, eine große Auswahl gibt. Doch leider hinterlässt diese Leiferung einen bitteren Beigeschmack: Sowohl die Bestellung war bereits mühsam, das Warten ist es sowieso immer, ich habe einen Berg Plastikmüll, mir fehlen jede Menge Artikel, andere sind beschädigt oder falsch geliefert wurden,… Ich werde dem real!-Lieferservice sicher irgendwann noch mal eine Chance geben, denn vielleicht hatte ich einfach nur Pech. Aber so schnell wird das nicht sein, daher gibt es an dieser Stelle auch (leider) keine Empfehlung von mir.

Brexit und was er bedeuten könnte [Rezension]

Teri Terry

Exit now!

432 Seiten

Coppenrath [01.08.22019]

ISBN: 978-3649634195

Leseprobe

~°~ Eindrücke/ Meinung ~°~

[Werbung] Bei „Exit Now“ handelt es sich um den Vorgängerband zur „Gelöscht“-Trilogie. Allerdings ist er erst jetzt, also nach den anderen Bänden erschienen. Ich hatte in diesem Fall das „Glück“, die anderen Romane bisher nicht gelesen zu haben. So konnte ich ganz unvoreingenommen in die Welt vom Sam eintauchen. Vorweg sei erwähnt, dass es sich in jedem Fall gelohnt hat!

England im Jahr 2024. Der Brexit kam. Hart und kompromisslos. Die Grenzen wurden geschlossen. Zuvor mussten „die Euros“ das Land verlassen, was viele von ihnen taten – und dabei oft ihre (britischen) Familien zurückließen. Wieder einmal wurde Europa von einer Flüchtlingswelle getroffen, doch dieses Mal kam sie aus dem (früher) Vereinten Königreich.

Samantha Gregory ist die Tochter eines der wichtigsten Politiker des Landes. Genau deshalb sitzt sie auch in einem goldenen Käfig: Nichts kann sie einfach machen, wird in gepanzerten Wagen zur Schule gefahren, immer wird sie von Sicherheitsbeamten begleitet,… Und auf Empfängen wird sie von ihrer Mutter, deren liebste Beschäftigung es ist, toll auszusehen, zur Schau gestellt. Immer nett lächeln, egal was passiert. Sam hat es so satt!

Ava Lysander dagegen wächst in einer völlig anderen, einer kalten und grausamen Welt auf, bei der vor allen Dingen um eines geht: Den nächsten Tag zu erleben. Statt goldener Löffel, gibt es hier Hausmannskost und eine winzig kleine Wohnung. Snobs sind Ava ein Gräuel, besonders dann, wenn sie ihr Geld auf dem Blut anderer Menschen aufgebaut haben. So wie viele Politiker!

Die beiden Mädchen besuchen die selbe Schule, wenn eine sich diese auch nur durch ein Stipendium leisten kann. Schließlich lernen sie sich, mehr durch Zufall, näher kennen – und befinden sich auf einmal in einem England voller Ausgangssperren, harter Gewalt und selbst der wiedereingeführten Todesstrafe. Ein Land, in denen keines von ihnen leben möchte! Zusammen beschließen sie etwas zu unternehmen, ehe es zu spät ist. Doch sie ahnen nicht einmal, dass es Menschen gibt, die genau darauf gewartet haben – und das Politik oft weiterreicht, als gedacht. Der harte Kampf ums (über)leben beginnt!

Es ist eine Geschichte, die den Leser wirklich mitnimmt. Exit Now! spielt in einer alternativen Zukunft und ist doch so erschreckend real an der Realität. Genau diese Mischung hat mich wirklich mitfiebern lassen. (Ich habe das Buch sprichwörtlich verschlungen!) Wunderbar fand ich die überraschenden Wendung und auch das Ende, mit dem ich so nicht gerechnet hätte!

Erzählt wird in der Gegenwartsform und immer von zwei Seiten. In einem Kapitel erzählt Sam, im nächsten Ava. So hat man als Leser noch mehr das Gefühl, direkt dabei zu sein.

Die Altersempfehlung liegt bei 14-17 Jahre. Das finde ich eine sehr gute Einschätzung, denn so können sich die Leser wunderbar in die Protagonisten hineinversetzen. Auch ist der Schreibstil diesem Alter angemessen (keine zu schwierigen Wörter, aber doch schon etwas Anspruch).

~°~ Fazit ~°

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Besonders auf Grund der aktuellen politischen Lage. Es ist eben ein „Was-wäre-wenn“-Roman, doch wer weiß was die Zukunft noch bringt. (Hoffentlich nicht das beschriebene Szenario…)

~ Reihe ~

Exit Now! [Bd. 1]

Gelöscht [Bd. 1,5]

Zersplittert ]Bd. 2]

Bezwungen [Bd. 3]

#Abkühlung – Cremiges Schokoladeneis

Ihr habt es sicher schon gemerkt: Es ist – schon wieder – extrem warm. Und der Wetterdienst verkündet, dass die Temperaturen noch weiter nach oben klettern. Da hilft nur ein schattiges Plätzchen, viel Wasser und ein leckeres Eis! Wer Geld sparen will – oder eben einfach was MEGA-LECKERES schlecken möchte, für den habe ich heute unser absolutes Lieblingseis dabei. Die schlechte Nachricht: Es ist nur das Rezept. Die gute Nachricht: Es ist kinderleicht herzustellen und in wenigen Stunden fertig zum Verzehr – ganz ohne Eismaschine!

Cremiges Schokoladeneis

(ohne Eismaschine)

~ Zutaten ~

(für ca. 4 Portionen)

150 ml Kondesmilch, möglichst gesüßt und mit hohem Fettanteil

250 ml Schlagsahne, möglichst mit hohem Fettanteil

75 g Schokoladencreme nach Wahl

~ Zubereitung ~

Die Schokocreme in die Kondensmilch rühren, bis sie sich darin vollständig aufgelöst hat.

Die Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Schokoladenmilch heben.

Alles in eine gefrierfeste Dose mit Deckel gießen und für mindestens 6 Stunden tiefkühlen, bis die Masse fest ist. Gelegentlich umrühren, damit sich keine Eiskristalle bilden und das Eis cremig bleibt. Fertig!

Cremiges Schokoeis mit Zuckerstreuseln an getoasteten Waffeln. Lecker! #Abkühlung

~ Guten Appetit! ~

Einhornzauber und mehr [Rezi Kinderbuch / Fantasy]

Frauke Reitze [Hrsg.]

Von Einhörnern, Zauberponys und fliegenden Pferden

112 Seiten

Coppenrath [02.07.2019]

ISBN: 978-3649699259

[Werbung] Ein durchaus zauberhaftes Cover macht neugierig auf den Inhalt dieses Kinderbuches. (Es glitzert sogar!) Enthalten sind ganze 23 Geschichten und Gedichte, rund aus der Welt der Einhörner, aber auch über Zauberponys und fliegende Pferde. Diese stammen nicht etwa aus einer Feder, sondern wurden wurden von Frauke Reitze zusammengetragen. So finden sich hier viele klassische Autoren wie z.B. Paul Maar oder auch Josef Guggenmos. Ich muss gestehen, dass ich es hier schön gefunden hätte, auch neue/ unbekannte Autoren und Dichter zu entdecken.

Aufgeteilt ist das Buch in die Bereiche Sagenhaft märchenhaft“, Zum Wiehern!“ und Unglaublich fantastisch“:

Sagenhaft märchenhaft

Das Märchen vom Einhorn (Ottfried Preußler), Einhornkinder (James Krüss), Kleines Einhorn – Eine Geschichte über Fremde und Freunde (Gina Ruck-Pauquèt), Die kleine Prinzessin und das blaue Pferd im Drachenland (Julia Boehme), Kinderlied (Franz Hodjak), Hirsedieb (Ludwig Bechstein), Der kleine Ritter (Gustav Falke)

Zum Wiehern!

EsElster (Gerda Anger-Schmidt), Das Pferd Huppdiwupp auf dem Drahtseil (Heinrich Hannover), Neue Bildungen der Natur vorgeschlagen (Christian Morgenstern), Ein denkwürdiger Tag im Leben des Einhorns Zweihorn (Uwe Kant), Alice und das Einhorn (Lewis Carroll), Nasenhorn (Paul Maar), Prinzessin Mia und das rosarote Einhorn (Anna Karina Birkenstock), WildschwEinhorn (Gerda Anger-Schmidt)

Unglaublich fantastisch

Ein richtiges Einhorn (Tanya Stewner), Das Einhorn (Josef Guggenmos), Allerliebste Schwester (Astrid Lindgren), Mein Pegasus (Adolf Ey), Elfe (Sarah Bosse), Gutenachtliedchen (Paula Dehmel), Das Mondscheinkarussell (Isabel Abedi), Besuch (Uwe-Michael Gutschhahn)

Die Texte sind sehr verschieden. Sei es von der Thematik, als auch von ihrem Schreibstil her. Vielleicht konnte ich auch deswegen nicht mit alle etwas anfangen. Bei dem einen oder anderen fragte ich mich sogar, was es eigentlich darstellen soll – und wie so etwas es in ein Buch schafft… (Bsp. „Neu Bildungen, der Natur vorgeschlagen“) Würde ich nach meiner Lieblingsgeschichte aus diesem Buch gefragt, so würde ich wohl Ein denkwürdiger Tag im Leben des Einhorns Zweihorn angeben. Diese Geschichte regt sowohl zum Nachdenken, als auch zum Schmunzeln an – und ist einfach anders. 😉

Die Zusammenstellung ist für mich nicht erkennbar. Die Werke haben keine einheitliche Linie oder ähnliches. Aber sie bieten einen guten „Rundumblick“.

Die Altersempfehlung liegt bei etwa 5-7 Jahren. Das finde ich durchaus angemessen, denn für ältere Kinder fehlt vermutlich die Spannung.

Leider traf nicht alles meinen Geschmack und ich bin etwas enttäuscht keine neuen Werke vorgefunden zu haben.. Als kurze Vorleselektüre für jüngere Kinder aber dennoch, auch wegen der passenden Bilder, gut geeignet.

Seelenbalsam – und die Angst vor (dem) Morgen

Ich hatte ja angekündigt, mich zu melden, wie das „Experiment Schlaf“ gelaufen ist. Hier wie versprochen, die Rückmeldung:

Schlafexperiment

Am Freitag Abend habe ich – wie vom Hausarzt angegeben – eine der „Glückspillen“ eingeworfen. Danach habe ich noch ein wenig gelesen und dann irgendwann, eher aus Vernunft, statt aus Müdigkeit, das Licht ausgemacht.

Die schlechte Nachricht: Ich war wieder mehrmals, in der Nacht, wach. – Und leider war das auch nicht alles, denn am nächsten Morgen ging mir echt besch…. („Du siehst echt fertig aus!“ war so ziemlich das erste was ich zu hören bekam.) Ja, war ich auch. Ich hatte das Gefühl, dass mein Kopf jeden Augenblick explodiert! Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, ob das jetzt eine Nebenwirkung von dem Antidepressiva war oder „nur“ an dem Wetterwechsel (es wird ja wieder mega heiß) lag. Es hat jedenfalls mehrere Stunden gedauert, bis ich einigermaßen im Stande war, überhaupt irgendwas auf die Reihe zu bekommen. (Ich HASSE solche verschwendete Zeit!) Erst einmal werde ich die Finger von den Pillen lassen und es vielleicht später noch einmal versuchen, wenn das Wetter erträglicher ist. (Mein Körper kann mit Hitze einfach nicht gut umgehen.)

Seelenbalsam

Die gute Nachricht: Ich bin zumindest schnell eingeschlafen. Und, trotz dem halben verschwendeten Tag hatte ich bisher – danke meinem Göttergatten ❤ – ein tolles Wochenende:

Mich überkam ein unbeschreibliches Verlangen nach Eiscreme. Leider gab unserer Tiefkühlschrank keines her und ich hatte weniger als gar keine Lust, mich auch nur ein Stück vom Sofa zu bewegen. Und da war mein Liebster auch schon aus der Tür verschwunden, um kurze Zeit später mit einer großes Eistüte, samt Sahne und Sauce meine Augen zum Strahlen zu bringen. (Das Eis war übrigens mega lecker, da die Eisdiele unseres Vertrauens tatsächlich noch mit „echten“ Zutaten, wie z.B. frisches Obst, statt Aroma, arbeitet.)

Da dieses Wochenende glücklicherweise eines von denen ist, an dem mal kein einziger Termin anstand, machten wir es uns bequem, könnten uns eine Pizza (mit Käse im Rand!) und sahen uns einen – eigentlich sogar zwei – Filme an. Das Essen war lecker und die Filme gut. An sich schon ein netter Tag, doch mein Schatz setzte noch einen drauf und verwöhnte mich mit einer Ganzkörpermassage! Meinen verspannten Nacken/ Schultern und krampfenden Waden war es eine Wohltat. Zwar war ich auch in der Nacht immer mal wieder wach, doch ich hatte keine Krämpfe, kann mich an keinen Alptraum erinnern und fühle mich relativ ausgeruht. So viel auch das Brötchen holen heute morgen nicht wirklich schwer. 🙂

Bauchweh

So schön das Wochenende bis hierhin auch ist: Je weiter es Richtung Wochenanfang geht, desto nervöser werde ich. Es klingt vielleicht ein wenig komisch, aber immer wenn ich (länger) krank war, habe ich ein ungutes Gefühl, wieder zur Arbeit zu gehen. Da sind die komischen Blicke, das Getuschel, die Kommentare,… Es ist ja leider so, dass man keinen Gips o.ä. sieht, sondern ich „ganz gesund“ aussehe… – Ja, ich weiß, dass ich mir den größten Teil davon vermutlich einbilde, aber leider macht es das nicht besser…

Krankheit, Depris und der ganze Rest

Ja, heute gibt es mal keine Rezension, sondern etwas von mir bzw. über mich höchstselbstpersönlich – und schonungslos ehrlich! So recht weiß ich gar nicht in welche Kategorie dieser Beitrag fällt. Er passt sowohl in „Leidensweg einer Migränepatientin“, als auch „Ausgebrannt“ und genauso in „That‘s me“. Aber egal, es muss ja nicht immer alles in eine Schublade gesteckt werden, nicht wahr?

Jobroulette

Okaaaay, wo fange ich an? (Wer hat da grade „von vorne“ gerufen???) Wer Gedankenteiler schon länger folgt der weiß, dass meine Gesundheit, besonders seit letztem Jahr, angeschlagen ist. Zwar habe ich durchaus gute Tage, doch diese werden leider immer seltener. Erst dachte ich, dass es an dem Job lag. Immerhin sind weder extremer Stress, noch eine stundenlange Zwangshaltung gesundheitsfördernd. Ständig war ich verspannt, hatte oft Kopfschmerzen, meist sogar Migräne.

Also wechselte ich von dem lauten Großraumbüro und starkem Zeitdruck in ein kleines stickiges Büro ohne Fenster und mit launischer Chefin. Da ich es aber bereits gewohnt war, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, dauerte es nicht lange, bis ich mich extrem langweilte. Es dauerte gar nicht lange und mich hat ein Virusinfekt direkt zwei Wochen aus dem Verkehr gezogen.

Nein, da wäre ich nicht glücklich geworden, besonders nicht, da ich die Branche an sich unterschätzt hatte. (Autos sind eben einfach nicht meins.) Okay, ich weiß was ich kann, also auf in den nächsten Job. Wieder ein Bürojob, dieses Mal mit ein paar Leuten mehr (streng genommen sogar ALLE meine Vorgesetzten), aber noch kein Großraumbüro. Die Arbeitszeiten sind, für mich, genau wie der Arbeitsweg, ein Traum, das Gehalt ist angemessen und die Arbeit ist okay. Klar, es sind auch wiederkehrende Tätigkeiten, aber ich sitze nicht nur stumpf vor irgendwelchen Programmen. Soweit, so gut. Trotzdem stimmt irgendetwas nicht, denn ich bin krank. Schon wieder. Seit ich angefangen habe, sind es bereits 12 (!!!) Krankheitstage. Erschwerend kommt hinzu, dass ich mich noch in der Probezeit befinde. Es ist also davon auszugehen, dass ich wohl nicht mehr allzu lange im jetzigen Unternehmen bin. – Ich jedenfalls würde mich rausschmeißen…

Ärzteodysee, die *keine-Ahnung-wievielte*

Nun bringt es natürlich nicht unbedingt viel, sich einen neuen Job zu suchen, in dem man dann auch gleich wieder krank ist. Fakt ist also, dass ich meine Gesundheit in den Griff bekommen muss. Zumindest soweit, dass ich keine Fehltage habe. Allerdings geht genau da das Problem bereits los: Ich bin nämlich gesund. – Mmh, also ja, ich bin arbeitsunfähig geschrieben. Aber, ausgehend von sämtlichen Untersuchungen und Werten die mein Hausarzt durchgeführt hat, bin ich gesund. – Das ist ein wenig wie bei den Zahnärztin, zu denen ich bereits mehrfach mit Schmerzen war, die aber nie was finden. Selbst mit Röntgen nicht. – Doch dafür, dass ich mir meine Schmerzen oder anderen Symptome einbilde, sind sie dann doch zu real. Und dafür, dass ich z.B. das Bad länger besetze als nötig gibt es, dünne Wände sei dank, auch mehr Zeugen, als mir lieb ist. Fakt ist also auch: Irgendetwas stimmt nicht!

Mein Hausarzt hat alles durch was er machen kann und, wie er so schön formulierte „kommt mit seinen Untersuchungsmethoden nicht weiter“. Und deswegen bekam ich sie, die gefürchtete Überweisung zum *an dieser Stelle jetzt bitte so einen Horrormusik vorstellen* Gastroenterologen! – Auch wenn das Wort „Gastro“ drin vorkommt, ist das leider keine Einladung zum Essen, sondern zu einer *schauder* Magenspiegelung, eventuell später auch noch eine Darmspiegelung (die habe ich bisher abgelehnt, da so etwas bereits zweimal nicht bei mir geklappt hat). Und nein, ich kann nicht behaupten, dass ich in diesem Fall froh bin, dass alles versucht wird, um die Ursache zu finden und alles mögliche auszuschließen. Die Wahrheit ist: Ich habe eine sch… Angst!

Ich – Psycho

Zu diesen ganzen körperlichen Beschwerden, kommen auch noch die „geistigen“. Ich berichtet ja bereits unter „Ausgebrannt“ davon, dass ich mich zu nichts wirklich aufraffen kann. Selbst Dinge, die mir wirklich Spaß gemacht haben, empfinde ich einfach nur noch als mühsam. Auch Privat sind innerhalb des letzten Jahres bis heute sehr viele Dinge passiert. – Sei es von geliebten Menschen, die schwere Krankheiten bekamen, (falsche) Vorwürfe die mir gemacht wurden, Echos aus der Vergangenheit oder andere Rückschläge. Nur weil ich nicht darüber rede, heißt es nicht, dass es mich nicht belastet… – Menschen gehen mir auf die Nerven, obwohl sie gar nichts machen und Geräusche treiben mich in den sprichwörtlichen Wahnsinn. Ich merke, dass ich irgendwo zwischen Zusammenbruch und Explosion stecke. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis eines von beiden passiert. Sicher ist, dass es zur denkbar schlechtesten Zeit passieren und garantiert den/ die Falsche/n treffen wird. Daher habe ich mir auch an dieser Stelle professionelle Hilfe gesucht und hoffe das ich mit Hilfe der Psychotherapeutin einen Weg zurück in ein Leben finde, in dem ich mich nur von einen Tag zum anderen schleppe. Existieren ist schön und gut, aber ich würde auch wirklich wieder gerne leben. Wie es leider so oft ist, bin ich als neue Patientin auf einer Warteliste, so dass der erste Termin noch dauern wird. Aber ich denke, dass es nicht wichtig ist, wann das Schiff ankommt, sondern vor allen das es überhaupt erst einmal abgelegt hat. Fürs erste jedenfalls werde ich mich, nach und nach, aus „persönlichen Verpflichtungen“ zurückziehen. Ich brauche einfach (mehr) Zeit für mich – und meine Gedanken.

Eine Pille Happyness

Neben den ganzen Beschwerden (von Verspannungen, Migräne, Schmerzen, Krämpfen, Haut-, Seh-, Zahnproblemen, u.v.m. bis hin zu starker Gereiztheit und unendlich scheinender Erschöpfung) leide ich seit, inzwischen über einem halben Jahr, unter Schlafstörungen. Ich habe wirklich ALLES probiert: Früh ins Bett gehen, lange aufbleiben (eben um auch wirklich müde zu sein), Heißgetränk mit und ohne Honig, Sport, warme Dusche, Spaziergang, anderer Schlafplatz, Düfte, pflanzliche Mittel,… Es hilft alles nichts. Ich brauche meist lange bis ich einschlafe, nur um in der Nacht dann mehrmals wieder aufzuwachen. Die Zeiten sind dabei verschieden, so dass ich daran keinen Grund ausmachen kann. In „schlechten Nächten“ wache ich auch mal alle 1-2 Stunden auf. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass ich mich dann am Morgen wie gerädert fühle – und meist brummt mir da bereits der Schädel und/ oder mir ist total übel. Ehrlich, ich kann nicht mehr! Genau das habe ich auch meinem Hausarzt gesagt und um ein Schlafmittel gebeten. Leider lehnte er dieses kategorisch ab. (Okay, aus Arztsicht spricht das natürlich für ihn, da diese Mittel schnell sehr abhängig machen können.) So ganz aufgegeben habe ich aber nicht – vielleicht habe ich auch einfach nur einen total mitleiderregenden Eindruck gemacht. Letztlich bekam ich ein Rezept für Antidepressiva mit, welches ich als Schlafmittelersatz verwenden kann. Ob das funktioniert werde ich am Wochenende berichten können. Drückt mir die Daumen und wünscht mir angenehme Träume.

Die ganze Wahrheit

Ich hoffe sehr das ihr mich jetzt nicht in eine Schublade stecken werdet, denn ich habe lange überlegt, wie viel ich an dieser Stelle von mir preisgeben will. Letztlich habe ich mich für die GANZE Wahrheit entschieden, denn sicher gibt es unter euch auch jemanden, der etwas ähnliches erlebt – und wenn mein Bericht auch nur diesem einen Mut macht, sein Leben (wieder) in die Hand zu nehmen, dann war es das wert!

DU SCHAFFST DAS!

Kampf für die Gerechtigkeit [Rezi]

Matthias Morgenroth

Z wie Zorro

184 Seiten

Coppenrath [07.06.2019]

ISBN: 9783649628804

Ihr kennt die Legende um den maskierten Rächer Zorro, der mit seinem Degen sein Zeichen hinterlässt? Wunderbar: vergesst sie! Zumindest für dieses Buch, denn hier ist nicht nur die Geschichte, sondern sogar „der Held“ gaaaanz anders:

Es beginnt direkt im Klassenzimmer von Elias, in der verhassten Mathestunde. Offenbar hatte jemand den Plan alles ein wenig aufzulockern und der fiesen Frau Schöller einen Streich zu spielen. Niemand weiß wer es war. Als Hinweis gibt es nur ein großes „Z“ an der Tafel. Zufall? Doch dann häufen sich die Vorkommnisse: Alle die gemein zu jemand anderen waren müssen sich nun offenbar vor der Rache von „Z“ fürchten! Während Elias versucht herauszufinden, ob da wirklich ein Zorro dahintersteckt, wird er Zeuge wie sein Leihopa tyrannisiert wird. Als Kind scheint Elias machtlos. Zorro muss her! – Und manchmal steckt Zorro eben in denjenigen, die es am wenigsten von sich erwarten.

An sich hat mir „Z wie Zorro“ wirklich gut gefallen, besonders da die Charaktere richtig schön lebendig wirkten. Es war, als wäre ich ein Teil des Teams. In dieser Hinsicht: gut gemacht. Um so enttäuschter war ich, als ich nach wenigen Seiten bereits ahnte bei wem es sich um den geheimnisvollen Zorro handelt – und mein Verdacht am Ende auch noch bestätigt wurde. Hier hätte ich mir gewünscht, auf eine falsche Fährte geführt zu werden und am Ende eben eine große Überraschung zu erleben.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich flüssig lesen. Wirklich schwierige Wörter gibt es nicht.

Die Altersempfehlung liegt bei etwa 9 Jahren, was ich durchaus für angemessen halte. Ältere Kinder werden „Zorro“ vermutlich auch schnell auf die Spur kommen und vielleicht auch schon erahnen wie es weitergeht.

Trotz allem: Eine schöne Geschichte mit tollen Charakteren – und Humor.

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