Todesschloss [Rezension – Thriller]

~°~ Das Buch ~°~

Jens Henrik Jansen

Oxen. Das erste Opfer

464 Seiten

Dtv [08.09.2017]

ISBN 9783423261586

~°~ Klappentext ~°~

Der Nr. 1-Bestseller aus Dänemark Niels Oxen, ein schwer traumatisierter Elitesoldat, zieht sich in die Einsamkeit der dänischen Wälder zurück, um seinen inneren Dämonen zu entkommen. Doch bei einem nächtlichen Besuch des Schlosses Nørlund wird er zum Hauptverdächtigen in einem Mordfall: Hans-Otto Corfitzen, Exbotschafter und Gründer eines Thinktanks, wurde auf dem Schloss zu Tode gefoltert. Oxen gerät in die Fänge des dänischen Geheimdienstes. Seine einzige Chance: Zusammen mit der toughen Geheimdienstmitarbeiterin Margrethe Franck muss er die wahren Täter ausfindig machen. Die Spuren führen zu einem übermächtigen Geheimbund.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Das Cover wirkt recht unspektakulär auf mich. Auf den ersten, flüchtigen, Blick sehe ich immer Eis. Erst auf den zweiten erkenne ich dass es sich um eine Ansammlung hoher Bäume im Nebel handelt. Gefällt mir persönlich nicht besonders gut, es kommt ja aber bekanntlich auf den Inhalt an – und der hat es in sich. 😉

Der Name „Oxen“ klingt eigentlich eher nach einem Ort, einer Organisation oder ähnlichen. Aber tatsächlich ist es einfach „nur“ der Nachname von Niels. Niels Oxen ist Ex-Elite-Soldat. Während seiner Dienstzeit hat er vieles gesehen, erlebt, Kameraden verloren und selbst getötet. All das hat Spuren hinterlassen. Zu viele. Psychologen haben ihr Bestes getan, doch sein Trauma ist Niels nicht losgeworden, so zieht er sich, zusammen mit seinem Hund, in die Wälder Dänemarks zurück. Hauptsache weg von der Zivilisation! Eines Tages bemerkt er jedoch merkwürdige Aktivitäten, an einem nahegelegenen Schloss. Wie sich schnell herausstellt wurde der Hausherr, ein Ex-Botschafter, zu Tode gefoltert, genau wie andere seiner (Ex-)Kollegen. Kann der Wahl-Eremit helfen, den Tätern auf die Schliche zu kommen und weitere grausame Morde zu verhindern? Schafft Niels es, sich von seinen Dämonen aus der Vergnügtheit zu befreien oder werden sie ihn einholen? …

Es ist eine spannende Handlung mit einem brisanten, und nicht unaktuellen, Thema. Als Leser fiebert man förmlich mit Niels mit. Der Autor schafft es hier auch sehr gut, die Gefühle, welche in Oxen kochen, zu beschreiben. Eine schöne und interessant ausgearbeitete Figur. Nicht weniger uninteressant sind auch die anderen vorkommenden Personen. Der Leser bekommt die nötigen Details und genug Hintergrundinformationen, um die Charaktere „rund“ werden zu lassen.

Der Schreibstil ist packend, streckenweise (für mich) aber auch etwas anstrengend. (Vielleicht liegt es auch einfach an der Übersetzung!?) Nichts desto trotz habe ich die fast 500 Seiten förmlich verschlungen.

~°~ Fazit ~°~

Ein wirklich guter Einstig in eine Trilogie, die eine Menge Spannung bietet: Runde Charaktere, brisantes Thema, (zu meist) flüssiger Schreibstil.

~ Reihe ~

Gefrorene Flamme [Teil 3, erscheint voraussichtlich 20. Juli 2018]

Der dunkle Mann [Teil 2, erscheint voraussichtlich 09. März 2018]

Das erste Opfer [Teil 1]

Rollenspiele auf Dänisch

Eigentlich wäre heute ein neuer Rollenspielnachmittag gewesen. Doch glücklicherweise findet dieser nicht statt, denn ich kämpfe – mal wieder – mit Migräne. Nachdem mein Göttergatte mich hart rangenommen hat, ging es mir schon etwas besser. (Hallo? Was denkt ihr denn jetzt schon wieder?! Massiert hat er mich – an den Schultern!!! Tze …)

Aber nur weil kein Spielchen stattfindet, hieß es ja nicht, dass ich euch nicht etwas darüber erzählen kann. (Einem Leser bin ich eh noch eine Erklärung schuldig, wie das Ganze so funktioniert. Hab’s nicht vergessen Occ, wird es auch noch geben. Mango-Mooni-Ehrenwort! ;))

Während wir allerdings an einem Tisch, ganz ohne Kostüme, aber mit viel Fantasie und bewaffnet mit Zettel und Stift sitzen, möchte ich euch heute ein tolles Projekt aus Dänemark vorstellen. (Auch wenn ich das Land auf Grund der extrem grausigen Tiermisshandlungen nicht mehr als Urlaubsland empfehlen kann.)

KindheitEs geht um die „Østerskov Efterskole“, eine Schule. Ganz „normal“ ist sie allerdings nicht. Seid ihr früher gerne zur Schule gegangen? – Ich tatsächlich schon. Die Sommerferien waren mir immer viel zu lang! 😉 – Habt ihr viel von dem behalten, was die Lehrer da vorne an der Tafel runtergerattert haben? Vermutlich eher nicht, denn einfach nur dasitzen und dem Monolog eines anderen zuzuhören ist ermüdend und das Gehirn schaltet irgendwann ab. Das bisschen Unterbrechung durch aufgerufen werden oder Tests macht es nicht besser.

Alles anders macht dafür die Østerskov Efterskole“ – und ich war bereits beim ersten Mal neidisch, als ich es hörte. ();-). Stumpfes im Klassenraum sitzen und Monologen lauschen gibt es hier nicht. Stattdessen wird hier gespielt und zwar Rollenspiele. Live und in Farbe. Die Schüler schlüpfen dabei in eine Rolle, je nach Thema, und bekommen bestimmte Aufgaben gestellt. Egal ob ein Königreich zurück erobern oder einen Räuber fassen, es gibt immer mehrere Möglichkeiten das Ziel zu erreichen. Genau das ist was die Lehrer erreichen wollen: Die Schüler lernen Entscheidungen zu treffen, im Team zu arbeiteten, Situationen zu analysieren und, quasi wie nebenbei, lernen sie z.B.  Mathematik, Physik, Geografie, Geschichte und sogar Deutsch. Spaß habe die Schüler dabei vermutlich auch jede Menge!

Es gab z.B. bereits die „International Bank Conference week“, „Harry Potter week“, „Superheroes week“, „General Hospital week“ und die  „Around the World in 80 Daysweek“.

Auch wenn es für mich leider zu spät kommt: Ich finde das ist eine sehr geniale Idee, die auch an deutschen Schulen Einzug halten sollte. 🙂

(Ganz links seht ihr meine Kriegerin Keira)

(Ganz links, in grüner leichter Rüstung, seht ihr meinen Rollenspielchrakter Keira Alvios)

Wie weit darf Aufklärung gehen?

Der menschliche Geist ist zu vielem fähig. Oft auch dazu Geschehnisse in Geräusche hinein zu interpretieren. Ob dieses in Dänemark geschehen ist?

Asger Juhl, seines Zeichens Radiomoderator, wollte seine Hörer auf ihre eigene Heuchelei in Bezug auf ihre Ernährungsgewohnheiten hinweisen. Auf der einen Seite würde man die Qualen der Tiere schrecklich finden, auf der anderen aber nicht zögern zu Billigfleisch zu greifen. – An dieser Stelle kann ich nur nicken. Habe ich genau das schon oft erlebt: „Ach, du bist Vegetarierin. Ich esse ja auch nur noch ganz wenig Fleisch.“ – „Das Tier stirbt trotzdem GANZ!“ … [Das ist dann meist der Moment an dem die Schimpftriaden seitens der Omnis auf Veganer beginnen.]

Dass selbst ein Radiomoderator nur mit gutem Zureden nicht viel erreichen kann, dachte sich wohl auch besagter Däne, denn in einer der letzten Live-Sendungen soll er ein Kaninchen mit einer Luftpumpe erschlagen haben. Allan, so der Name des Tieres, soll von ihm zuerst zur Beruhigung gestreichelt worden sein und dann getötet. – Die Beratung zur Tötung erfolgte von einem Zoo, welcher dem Studio geraten hatte einen stumpfen Gegenstand zu nutzen …

Es gibt zwei Videos von der Aktion:

Das eine zeigt die Beruhigung des Tieres, das zweite einen Kochtopf (in dem das Kaninchen (angeblich) gekocht wird.) Von der Tötung gibt es kein Video. Aber zumindest einen Audiofile, den der Sender veröffentlicht hat.

Der Privatsender 24syv nimmt zu der Aktion in sofern Stellung, dass sie zugeben eine Debatte anzetteln zu wollten. Ob das Tier dafür wirklich zum Opfer wurde bleibt offen.

Die Debatte jedenfalls ist in vollem Gang. Und, so der Sender, sei das Kaninchen nicht umsonst gestorben, denn man hätte es gegessen …

Eine krasse Aktion, die hoffentlich viele Menschen endlich wachrüttelt, denn Lebewesen bleibt Lebewesen. Ganz egal ob Hund, Katze, Kaninchen, Kuh oder Schwein!

 Allan - Opfer im Kampf um Tierrechte???

Allan – Opfer im Kampf um Tierrechte???

Neujahr ist das Tor, durch das sich Deine Probleme von einem Jahr ins andere schmuggeln. [Jahresrückblick 2013]

2013 begann als Jahr der Experimente …

Gleich nach Mitternacht ging es noch in der Silvesternacht damit los einen Böller zu zünden. Nicht, weil mich auch nur irgendetwas daran reizte, sondern, weil ich es seit etwa 14 Jahren nicht mehr getan hatte. Seit dem Tod meines Vaters. Ich wollte seinen Geist nicht „vertreiben“, konnte nicht loslassen. Dieses Mal hatte ich das Gefühl es zu können. Und irgendwie zu müssen, um endlich abschließen zu können. Nachdem das Feuerzeug versagte, schaffte ich es einige Zeit später und mit Hilfe diesen Schicksalsböller endlich zu zünden. Es war befreiend und das erste Silvester das ich nicht einfach wie ein Häufchen Elend und weinend auf dem Sofa verbrachte. Gute Reise Papi. ❤

DaddyIn meiner Familie (sei es nun der eigenen oder der in spe) kommt man aus dem Feiern gar nicht raus. So brach ich bereits einen Tag darauf nach Bleckede auf. Meine Mum hatte ihren 60.sten Geburtstag. Zeit für eine Familienzusammenkunft – und meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Endlich konnte ich mal wieder basteln, ein Gedicht vortragen und ein wenig schauspielern. Besonders „Freddi“ sorgte für heitere Stimmung.

"Freddy"Noch im ersten Quartal schaffte es eine Freundin (endlich) einmal auch mich zu besuchen. Zusammen mit Freunden verbrachten wir ein tolles Wochenende. Wir erweckten Plüschtiere zum leben, um am darauf folgenden Tag mit ihnen große Aufgaben zu bewältigen. In einer Kneipe sangen wir Lieder. Dinge, die für einige, vor kurzer Zeit noch gar nicht möglich gewesen wären. Es war schön und ich freue mich auf weitere Abenteuer.

Ostern lernte ich endlich meine „Schwiegereltern“ kennen und Ron im Gegenzug sein. Fazit: Ich hätte es schlechter treffen können. Als Mitbringsel habe ich Pralinen selbst gefertigt. Das erste Mal. Hat Spaß gemacht und sie schmeckten sogar sehr gut. Bin in der Familie nett aufgenommen wurden. (Leben nach dem Verzehr noch alle.) – Familienfeiern werden dennoch keine meiner Lieblingsveranstaltungen.

PralinenMein „kleiner schwarzer Teufel“ und ich wurden zu kleinen Stars. DeBeukela wählte u.a. unser Foto für die „Traumduo“-Aktion aus. Im Herbst konnte man Harlekin und mich auf den Prinzerollenpackungen bewundern.

Prinzenrolle TraumduoZu dieser Zeit wurde auch Miguel ein Star, wenn auch ein düsterer: Als Mörder in „Drecksspiel“ hat er schon die ein oder andere auf dem Gewissen. Allerdings nur literarisch. Hoffe ich zumindest. Mir bringt es den Status ein mit einer „echten“ Romanfigur zusammen zu leben.

Drecksspiel2013Als wären drei „Stars“ nicht genug, siegte auch Azrael bei einem Fotowettbewerb. Wer den dicken Knuffel kennt, schmunzelt sicher etwas über das Thema: „Intelligenz“. Aber: Es gehört eben auch eine gewisse Portion Intelligenz dazu, sich auf die Tastatur zu legen, um zu bekommen was Kater will.

HappyCat-FotowettberbInteligenz2013Endlich hatte ich auch mal den Mut meine rot gefärbten Haare schwarz (um)zufärben. Der Leicheneffekt blieb glücklicherweise aus. Es sah sogar verdammt gut aus. Wird wieder gemacht!

Black hairRon und ich fanden in diesem Jahr weiter zueinander. Auch wenn wir unsere Mauern nicht einreißen können (und vielleicht auch einfach noch nicht bereit dazu sind), so bauen wir doch Fenster ein. Im Wolfscenter verbrachten wir ein spannendes Wochenende – nur wir zwei. Ohne Handys! Am 15. Dezember hatten wir Jahrestag. Noch immer glücklich freuen wir uns auf weitere gemeinsame Momente.

Ron & meAuch meinen ersten „richtigen“ Urlaub durfte ich dieses Jahr machen. Mit Freund und Freunden ging es (wieder) ans Meer. Diesmal habe ich sogar eine Grenze überwunden und bin in Dänemark gelandet. Es war eine anstrengende, aber auch schöne Woche. Ich habe in der Zeit viel gesehen, erlebt und auch gelernt. Bin schon gespannt, wo die Reise nächstes Mal wohl hinführen wird.

Dänemark 2013Zwei neue WG-Bewohner zogen dieses Jahr zu uns: Apfelkorn und Aronia. Die beiden Damen sollten ins Tierheim, da die Besitzerin sie nicht in die neue Wohnung mitnehmen könne. Laut ihrer Aussage sind ihr die beiden zugelaufen und würden sich nicht mit ihrem Kater verstehen. Ob das nun alles so stimmt sei mal dahin gestellt. Wichtig ist nur, dass die beiden ein Zuhause haben.

… und endete als Jahr der Trauer und des Todes

Aus Kostengründen versuchten Miguel und ich, uns eine Fahrkarte zu teilen. Nachdem wir zwar einige wenige Euros gespart hatte, dafür aber mehr Stress hatten, erklärten wird dieses Experiment für gescheitert.

Wie auch im alten (und so ziemlich jedes) Jahr, nahm ich mir wieder vor mich gesünder zu ernähren und mehr Sport zu machen. Wie auch in jedem Jahr hielt das nur die ersten Wochen. Mein Körper dankt es mir mit zehn Kilo mehr auf den Rippen und ständigen Verspannungen.

Doch das war und ist alles nichts, zu dem was noch passierte:

Grade fingen wir an uns an das Haus in Woltmershausen zu gewöhnen, als eine Kündigung vom Vermieter herein flatterte. Eigenbedarf. Wieder begann eine nerven- und zeitraubende Suche nach einer neuen Bleibe. Irgendwann fanden wir ein Häuschen zu einem günstigen Preis mit einem Garten für die Katzen. Doch abgesehen das es Weit Weit Weg von Weit Weit Weg liegt, entpuppte es sich wie aus der Kulisse von „Geschenkt ist noch zu teuer“. Vom verstopften Klo über lebensgefährliche Stromleitungen bis hin zu einem drei Meter tiefen Loch, wurde hier so ziemlich alles geboten. Doch es war nicht das Haus selbst, welches sich als Todesfalle entpuppen sollte…

Stromleitung...Azrael und Phex waren die ersten Kater die verschwanden. Phex tauchte nach vier Tagen, hungrig aber gesund, wieder auf. Azrael haben wir am Abend des 22. Juli zuletzt gesehen. Suchaktionen über mehrere Monate und Kanäle blieben erfolglos. Ich weigere mich die Hoffnung aufzugeben und stelle mir vor, wie der Kuschelbär auf einem warmen Schoss sitzt und vor sich hin schnurrt.

AzraelWährend unserm Aufenthalt in Dänemark bekamen wir die erschreckende Nachricht das Nimoeh verletzt ist. Vermutlich angefahren. Der Schock saß tief, die Unruhe wuchs.  Glücklicherweise ging es ihr gut. Sie benötigte nur wenige Medikamente und ertrug ihre Käfighaltung tapfer.

NimoehAm 24. September erlitten wir den wohl schwersten Verlust. Harlekin. Mein kleiner Stinker ist getötet wurden. Ein Auto hat ihn am Kopf erfasst. Er hatte nicht den Hauch einer Chance… Da Harlekin allgegenwärtig war und immer um uns rum, klaffte nun ein großes Loch an seiner Stelle. Dank den Menschen, mit denen ich eigentlich nicht wirklich etwas zu tun haben wollte, konnte ich mein Versprechen einhalten und „meinen Kleinen“ auf dem Tierfriedhof beisetzen – samt Duschringbaum!

Harlekin's Grab

Beständiges …

Zwei Männer waren das ganze Jahr an meiner Seite und immer für mich da. Sie haben mit mir gelacht und geweint, mich getröstet und in den Arm genommen. Sie haben mir zugehört und mich aufgebaut. Ich möchte sie auch im neuen Jahr nicht missen.

Ganz besonderen Dank geht hier an RON und MIGUEL, meine beiden „Beschützer“.

Meine Beschützer ;)… und künftiges.

Im nächsten Jahr wird mein Blog drei Jahre alt und es wird zu seinem Geburtstag (15.02.) ein großes Gewinnspiel geben. Auch bei „Blogger schenken Lesefreude“ werde ich wieder dabei sein. Es scheint als würde es hier mehr als nur ein Buch, sondern ein wirkliches Abenteuer, zu gewinnen geben… Lasst euch überraschen.

Doch auch viele andere Dinge sind bereits geplant. Feiern, Auszüge und, wenn alles gut läuft, auch ein Umzug. Ich werde euch berichten und meine Gedanken und Fotos mit euch weiterhin teilen.

Klar habe ich auch wieder „gute Vorsätze“. Abgesehen von dem, mal wieder, mehr Bewegung heißt er schlicht und einfach:

VIELE KLEINE GLÜCKSMOMENTE SAMMELN!

Für die Bewegung habe ich mir meinen Liebsten ins Boot geholt. Wir haben uns fest vorgenommen einmal im Monat schwimmen zu gehen (oder was bei mir daraus werden soll.) Für die Glücksmomente muss man einfach mal die Augen aufhalten und sich an den „kleinen Dingen“ erfreuen. Um eben diese zu sammeln habe ich mir eine eigene Interpretation der „Urne des Schicksals“ gebastelt. In ihr werde ich jeden Glücksmoment festhalten und Ende des Jahres nicht trauern, sondern mir all diese Momente nehmen und mich erneut daran erfreuen. (Damit das auch alles funktioniert befindet sich an der Urne ein kleiner Bergkristall und ich trage einen roten Glücksshorty. Ein wenig Aberglaube darf es ja schon sein. ;))

Warum bis Morgen warten? Ich habe mit „meinem“ neuen Jahr einfach heute angefangen. Es ist ein wunderschöner Wintertag. Es ist kühl, doch die Sonne macht es angenehm, so dass man nicht einmal Handschuhe braucht. Noch vor dem ersten Kaffee fasst mir ein Herz und besuchte Harlekin. Dieses war das erste Mal, dass ich alleine am Grab war. Ich steckte eine Rose in die Vase, zündete eine Kerze ein, lies mich auf die Knie sinken und redete. Alles was mir auf der Seele lag, einfach frei raus. Warum er auf die Straße gelaufen sei, ich hatte ihm doch gesagt, dass es dort gefährlich sein. Und das es mir Leid tut. Unendlich leid, dass ich nicht auf ihn aufgepasst habe. Das ich ihn vermisse und auch das ich alles geben würde, ihn wieder im Arm halten zu können… Ich fühlte wie mir die Tränen in den Schoß rannen. Es war mir egal. Ich war ja alleine. Es tat gut. Unheimlich gut. Schweren Herzens erhob ich mich und warf Harlekin einen Luftkuss zu.

Aus den Augenwinkeln sah ich eine Bewegung. Aus einem der Vogelhäuschen lugte vorsichtig ein Eichhörnchen hervor. Ich redete mit ihm. Es lief ein Stück, blieb auf einem der Gräber stehen und schaute mich neugierig an, bevor es endgültig verschwand. Vielleicht ist das ein Zeichen. Zumindest zauberte es mir ein Lächeln ins Gesicht. Mein erster Glücksmoment. Ich hoffe es folgen noch vieler weitere.

Genau das wünsche ich euch allen: Viele Glücksmomente, mögen sie auch noch so klein sein.

Kommt gut rein und passt gut auf eure Liebsten auf, ob Tier oder Mensch.

Bis zum nächsten Jahr.

Eure Mooni

Zwischen Sehnsucht und Heimweh

Dänemark 2013 Nun war es (endlich) soweit. Der Heimweg stand bevor. Doch bevor wir nach „good old Germany“ aufbrechen konnten, galt es noch einige Dinge zu erledigen. Ron und ich brauchten erst einmal ein Frühstück und Miguel Kaffee. Als wir dann aus den Augen gucken konnten, putzten wir noch den Rest, rechneten unseren Energieverbrauch aus und deponierten den Schlüssel. Mein Göttergatte schoss noch einige Erinnerungsfotos von „nackten Däneninnen“, die sich auf der Wiese tummelten. Für eine Bekannte, die diese possierlichen Tierchen über alles liebt. – Solange sie sich nicht in ihrer Nähe befinden. *g*

Das Auto ließen wir noch stehen, denn wir wollten uns noch verabschieden: Vom Meer. Noch einmal in die Wellen blicken und die salzige Luft atmen. Auf dem Weg dorthin probierte ich dann etwas, dass mich schon die ganze Zeit reizte: Den „Papierfliegersammelcontainer“. Er funktionierte einwandfrei.

Dänemark2013-1197 Ein letztes Mal brachen wir nach Sønderborg auf. Die Kronen sollten beim Volk bleiben. Noch beim Kaffee erzählte Miguel von Landmaschinen, die er beim Auto fahren doch sehr nervig fand, wenn sie vor ihm seien. Ratet mal, welches das erste Fahrzeug war, welches uns begegnete? *g*

Dänemark2013-1204 In der „Hauptstadt“ angekommen, mussten wir erst einmal tanken. Allerdings stellte sich das als kleine  Herausforderung heraus, denn die Zapfsäulen in Dänemark laufen elektronisch. Doch auch diese Herausforderung meisterten die Männer mit Bravour, wenn auch zu einem sehr harten Wechselkurs.

Dänemark 2013 In Sønderborg suchten wir den erneut „Krämer“ auf.. Dort habe ich meinem Schatz ein Boot geschenkt. Ein echtes Wikinger-Drachenboot! 🙂 Außerdem erwarb er ein Shirt – natürlich auch mit Drachenboot. Danach waren wir Eis essen. Ron genoss Zitrone und Minze, während ich mich an Schlumpf- und Überraschungsei-Eis versuchte. Alles sehr lecker. Miguel wollte partout nicht. Dabei hatte ich gefühlte 100x gefragt.

Auf dem Weg zu Hafen (hier stand das Auto) trafen wir in einer Seitengasse ein Kätzchen. Unerwarteterweise war es mein Liebster, der ihr einen Finger mit Eis zum abschlecken hin hielt. Die Samtpfote dankte es, neben lautstarkem schnurren, damit sich auch noch kraueln zu lassen. Ausgiebig versteht sich.

Am Hafen suchten wir noch schnell die Toilette auf. Wieder sehr sauber und KOSTENLOS!!! Waren das noch Zeiten, als dies auch in Deutschland so war. Bevor wir ins Auto stiegen durften wir noch die Öffnung der Brücke miterleben. Ein schöner Abschluss. 🙂

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Gegen 11:40 Uhr brachen wir dann wirklich auf. Nach Hause. Wie auf Kommando weinte der Himmel über unsere Abreise. (Soll heißen es begann zu regnen.)

Um 12:10 Uhr hatten wir wieder deutschen Boden unter den Füßen. Ich freute mich RIESIG endlich wieder Harlekin auf den Arm zu nehmen!!! Von mir aus konnten wir gar nicht schnell genug zurück sein.

Dänemark 2013 13:28 Uhr. Woran merkt man das man sich wieder in Deutschland befindet? Am kilometerlangen Stau? Auch. Aber vor allen Dingen daran, dass man für’s WC bezahlen muss!

Dänemark 2013 In Hamburg wechselten die Fahrer. Miguel war schlapp. Ron übernahm das Lenkrad. Nicht ohne sich ein: „Bring  uns sicher nach Hause.“ von mir anhören zu müssen. Wir nahmen einen Anhalter mit. So einen angehenden Verteidigungsminister. Einen Studenten, der selbst nicht genau wusste, wohin er eigentlich wollte.

Um 16:20 Uhr dann die letzte Etappe: nach Hause, welches wir etwa 1,5 Stunden später, müde, aber heile, erreichten. Ich schmiss nur alle Sachen durch die Tür und setzte mich auf den Boden. Katzen-Gruppen-Kuscheln. ENDLICH! ❤

Geduldsproben mit Meeresblick

Dieser Tag begann wieder mit – Kopfschmerzen. Auf die hätte ich, grade im Urlaub, gut und gerne verzichten können. Mein Liebster war so nett mich zu massieren. Allzu viel gebracht hat es leider nicht. Wird Zeit die Welt zu entdecken. Es ist schwül, dabei aber sehr stark bewölkt.

Ebu ist bereits gegen halb neun abgereist. Da Regen angekündigt wurde, wollte er mit seiner Maschine gerne noch im Trockenen nach Hause. Nachvollziehbar. Dadurch war noch kein Kaffee fertig, als ich aufstand. Scheiß Service. Da bin ich von Miguel besseres gewöhnt. 😉

Am Vormittag brachen Ron und ich in die Innenstadt auf, um Geld zu wechseln. Die Bank hatte auch auf, doch die gute Dame erklärte uns, dass ein Wechsel nicht vor 13:00 Uhr möglich sei. Vorher würden sie nicht an die Geldbestände kommen. Unverrichteter Dinge zogen wir wieder ab.

Nachdem ich mich mehr durch den Morgen gequält habe, als anders andere, ging es nicht mehr ohne Tablette. Den letzten Urlaubstag wollte ich dann doch noch genießen, also runter mit der Chemie (Migränetablette)…

Da wir morgen nicht mitten in der Nacht aufstehen wollen, wirbelten wir heute schon mal durch Haus und Garten, um unsere Spuren zu beseitigen: Putzen, Aufräumen, Sachen packen. Auch wenn der Urlaub schön war, ich freue mich RIEISG Harlekin endlich wieder auf den Arm nehmen zu können!!! 🙂

Am Nachmittag brachen wir drei „Resturlauber“ dann (erneut) zur Bank auf. Während Miguel unsere Pfandflaschen abgab und das dänische Volk etwas genauer betrachtete, tauschte ich mit meinem Göttergatten noch einige Euros. Da wir eh schon in der Gegend waren reservierten wir im „Friends“ einen Tisch für den Abend. Dieses stellte sich allerdings als eine kleine Herausforderung heraus, da der Mann hinter der Theke weder wirklich englisch, noch wirklich deutsch konnte – und wir nicht wirklich dänisch. Doch mit „Händen und Füßen“ haben wir es dann (irgendwie) geschafft. Ron gab eine Runde Hot Dog’s aus, was mich dazu brachte als Deutsche in Dänemark „French HotDog“ zu essen. Fazit: Nett, aber ich bleibe lieber beim Original.

Auf dem Rückweg zum Ferienhaus machten wir einen kleinen Abstecher zum Augustenhof. Nicht um dort zu campen, sondern um uns den ominösen Leuchtturm anzusehen. Laut Reiseführer sollte es dort nämlich einen geben und wir waren der Meinung, ihn auch vom Strand aus haben leuchten zu sehen. Tatsächlich haben wir ihn gefunden. Doch irgendwie war er etwas enttäuschend. Klein, hässlich und eine ganze Ecke vom Meer entfernt. Auch wenn es hier ebenfalls die Ostsee handelt, so wanderten wir auch hier ein Stück am Strand endlang und saugten die salzige Luft ein.

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Wieder „Zuhause“ setzte Miguel Kaffee auf. Doch statt, dass ich – endlich – zu meinem schwarzen Gold kam, hörte ich nur ein Fluchen. Als ich rein ging, um zu sehen, was passiert ist, fand ich mein Bruderherz neben einer dunkel braunen Pfütze stehen. Er hatte stumpf vergessen die Glaskanne in die Maschine zu stellen. Jetzt wussten wir, dass diese Kaffeemaschine keinen Schutz hatte. Eine Erfahrung auf die wir hätten verzichten könne. Dafür rochen der Boden und die Schränke, in die der Kaffee gelaufen war, wunderbar aromatisch! 😀

Dänemark 2013 Am Abend waren wir dann unser „Abschlussmahl“ zelebrieren. Miguel und ich entschieden uns für Fisch, da es so ziemlich das einzige war, was wenigstens halbwegs dänisch war. Ron bestellte ein Fleischgericht. Bis wir diese Bestellung allerdings aufgeben konnten, vergingen etwas 15 Minuten! Vorher lies sich niemand an unserem Tisch blicken. Die Getränke bekamen wir dann nach weiteren 15 Minuten und das Essen – nach etwa einer 3/4 Stunde!!! Allerdings bekam Ron auch einen Burger, statt sein bestelltes Fleischgericht. Statt das der Kellner sich entschuldigte, beharrte er darauf, dass sein Gast genau dieses bestellt hatte. Genervt und nicht schon wieder ewig warten wollend, aß Ron dann eben diesen. Alles unsere Gerichte schmeckten wirklich sehr lecker. Auch wenn ich eigentlich kein Krabbenfan bin, diese waren wirklich sehr lecker. (Auch ohne die obligatorischen vier Kilo Mayo.) Auch die Gerichte der Männer schmeckten sehr gut. Doch wir sind uns einig: So gut die Speisen auch sind, HIER werden wir NIE wieder essen. An dieser Stelle kann ich euch auch nur davon abraten. Wenn ihr dennoch in’s „Friend“ geht, kann ich nur empfehlen ein gutes – und dickes -Buch mitzunehmen und vorher schon mal etwas zu essen. Auf das „Trinkgeld“ verzichteten wir an dieser Stelle …

Durch den Sonnenuntergang ritten wir zwar nicht, aber fuhren, zurück ins Ferienhaus, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Dänemark 2013

Große Jungs spielen gerne

Nach einem guten Frühstück brachen wir auf, unseren „Wohnort“ (bzw. die nächste Stadt) zu erkundschaften. immerhin sollte man später mehr als nur vom Meer berichten können. (Obwohl dieses für mich natürlich das Highlight war.) Das Wetter war auf unserer Seite. Sonne, aber dabei angenehm milde Temperaturen.

Als erstes besichtigten wir eine Kirche oder vermutlich eher eine Kapelle und den Friedhof. An beiden Plätzen fanden wir interessantes. Aus der Kapelle drang Kindergesang. Vom Klang her wohl irgendwelche Kirchenlieder. Verstanden haben wir nix. Sie sangen nicht unsere Sprache. Vielleicht klang es in unseren Ohren daher nicht so grausig. Die Gräber waren nichts besonderes. Gestorben wird überall.

Wie es sich in Küstennähe so gehört, gab es auch einen Leuchtturm zu bewundern. Warum diese eigentlich immer weit auf Land, statt in Wassernähe stehen, ist uns noch immer ein Rätsel. (Ebenso warum nicht alle Nummernschilder gelb sind… Aber das ist eine andere Geschichte.) Der Leuchtturm ist recht klein und scheinbar ein beliebter Kinderspielplatz, wie die Männer sogleich beweisen sollten: Zurück versetzt, in ihre Kindheitsträume, wurde Ebu zum Hubschrauberpiloten und Miguel nicht nur zum Käpt’n, sondern auch gleich noch zu Doc Brown (zumindest Frisurentechnisch). Ron inspizierte das Schiff danach lieber noch einmal genau. (Als ich ihn das letzte Mal sah, befand er sich noch in der Gegenwart.) Einen Traktor fanden wir auch noch. Den wollte aber keiner. War wohl nicht Mann’s genug. 😉

Wir schlenderten ein wenig durch die Stadt. Für unsere Verhältnisse eher ein kleines Dorf. Viel zu entdecken gab es nicht. Sehr übersichtlich. Dafür weiß ich nun endlich das der Storch, der die Kinder bringt, aus Dänemark kommt. Ich habe ihn mit eigenen Augen gesehen!

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DER Winkinger ;)

DER Winkinger 😉

 Mehr zufällig entdeckte Ron einen Garagenflohmarkt. Als mein Göttergatte so etwaswie: „Das sind auch Comics.“ sagte, war Miguel im Inneren verschwunden. Wir folgten. Schließlich fand jeder (außer mir) etwas: Miguel die besagten Comics, Ron einen Wikinger (wenn auch zu seinem Leibwesen mit Hörnern) und Helmut erwarb ein Flaschenschiff.

Anschließend suchte wir das Schloss. Fanden wir auch. Im Gegensatz zu dem von gestern, sah es sogar danach aus. Blöd nur, dass sich ein Internat darin befindet, so dass es nicht gestattet ist, es von innen zu betrachten.

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Wieder zurück chillten wir im Ferienhaus und ich machte mich daran die versprochenen Ansichtskarten mit Grüßen in die Heimat zu formulieren. Die Gedanken schweiften dabei immer wieder ab. An Nimoeh und auch an Harlekin, zu dem die Sehnsucht immer größer wurde.