Ich bin Gott [Zitat zum Sonntag]

„Wer sind Sie?“

„Stell dir einfach vor ich bin Gott,

bin überall

und wenn man sich mir widersetzt,

werde ich ungemütlich!“

[aus You Are Wanted, Staffel 1, Folge 2]

Eindeutig zweideutig [Männermund]

Heute trage ich mein Rabenshirt.

Wie könnte es anders sein, als dass wenigstens ein Kollege mich darauf ansprach – und zum Schmunzeln brachte.

„Was steht da?“

„Hugin und Munin“

„Was soll denn das sein?“

„Odin’s Raben.“

„Häh? Wer???“

„O-D-I-N. Göttervater und so … SEINE Raben.“

„Ach so, Ich wusste gar nicht, dass der einen Vogel hatte.“

Kommentare kommentieren [So öffnet die Augen und sehet!]

„So öffnet die Augen und sehet,

denn dies‘ ist mein Blogbeitrag

und meine Meinung soll ehrlich und unbefangen sein.

so wahr meine Leser sie lesen.“

Wisst ihr was das wirklich Schöne am bloggen ist? Die Diskussion, die unter den Beiträgen stattfindet. Das bedeutet nämlich, dass meine Beiträge nicht irgendwo ungelesen verschwinden, sondern zum (Nach)Denken und zum Meinungsaustausch beitragen. (Von wegen, heute redet niemand mehr miteinander! ;))

Allerdings gibt es auch ab an Kommentare, bei denen ich nur Schmunzeln kann oder ich schallendes Gelächter ausbreche. – So einen bekam mein gestriger Beitrag. Den meisten von euch ist bereits aufgefallen, dass es sonntags hier meist um Religion, Politik, Tierschutz oder eine bessere Welt an sich geht. Wie so oft, denn das macht Gedankenteiler (und mich) ja aus, mit einer großen Prise Ironie und Sarkasmus.

Offensichtlich versteht das aber nicht jeder. So erhielt der Beitrag (u.a.) folgende, sehr interessante, Reaktion:

kommentar

Ich musste mehrmals lesen, um zu verstehen, dass dieser User/in offensichtlich diverses nicht verstanden hat …

Vorweg: Die User/in Toleranz schreibt, aber es nicht mal schafft, meinen Nicknamen richtig zu schreiben. Wie unhöflich! Es heißt „St._Moonlight“ bitteschön. *riesenzwinker*

Außerdem wird mir folgendes unterstellt:

„Das Du religiös wenig vorgebildet bist wird in Deinen Zeilen deutlich.“

Ich wüsste nicht, dass  mich besagter Kommentator persönlich kennt. („Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter aus, als über Paul.“) Da frage ich mich doch, wie man sich dann so ein Urteil erlauben kann. Das ist Anmaßend und Toleranzlos!

Aber kommen wir zu meinem Blogbeitrag, der alles auslöste:

„Vergib mir meinen Sex [Gebet zum Sonntag]“

Ja, tatsächlich ein etwas anderes, aber sehr offenes Gebet. (Die Menschen sollen doch offen zu Gott sein???). Allerdings ist das NICHT von mir und das ist sogar EINDEUTIG!

kommentar

Weiterhin wird – an diversen Stellen auf diesem Blog – darauf hingewiesen, dass ich hier MEINE Meinung vertrete, oft auch zynisch. Ich lasse mir NICHT vorschreiben, was und worüber ich schreiben darf und was nicht.  (Allerhöchstens von der Deutschen Rechtsprechung.) So etwas nennt sich Meinungsfreiheit, wird in vielen Ländern aber von Kirchen/ Religionen unterdrückt. *Ups*

Wie auch immer, ich stehe zu meinem Sonntagspost. Es IST ein geniales Gebet und ein klasse Film. (Es gibt da noch viel mehr schöne Stellen mit Gebeten und einem Reverent, dem auch sein Gott nicht mehr helfen kann. ;))

Ich glaube also, da muss jemand bei seinem/ ihrem/ dessen „Gott“ mal ganz gehörig um Vergebung bitten. – Und das bin nicht ich … *mega-schmunzler*

Ach ja, liebe/r „angtarion“: Bevor du dich jetzt wieder aufregst (verschwendete Engerie), wieso ignorierst du solche Beiträge nicht einfach? Mit deinen Kommentaren machst du doch genau das, was deiner Meinung nach nicht gemacht werden soll: Du versuchst zu missionieren! – Und mal ehrlich, meinen Göttern, geht das an den (Met-)Hörnern vorbei. >;-) Und über mein Vegetarierdasein wird gespottet (vornehmlich von Kadavernessern. Und weißt du was: Ich ignoriere es! Versuch es doch auch einfach mal. :-))

gott

W.E.S. (Wen-es-interessiert): Ich bin sogar getauft, konfirmiert und zahle Kirchensteuern. (Ein Zustand den ich unbedingt endlich mal ändern sollte …)

Gottes Wahnsinn [Das Zitat zum Sonntag]

„Das geht wirklich zu weit! Ihr seid wahnsinnig!“

„Ausgerechnet ihr, von der Abteilung des Vatikans, nennt mich wahnsinnig?

Dabei hat euer Gott meinen Wahnsinn doch erst ermöglicht! –

Aber habt ihr euch wirklich jemals die Frage gestellt,

ob euer Gott wirklich bei klarem Verstand ist?“

[aus Helsing Ultimate]

kirche

In seinem Namen schlagen wir uns gegenseitig tot [Das Lied zum Sonntag]

Letzten Sonntag habe ich in meinem Beitrag über das Spaghettimonster am Ende ein Zitat von Klaus Eberhartinger verwendet, der zur Ankündigung eines Songs die tolle Aussage machte:

“Jeder soll glauben was er glaubt, dass er glauben muss.

Nur soll er nicht glauben das andere das auch glauben müssen.

Dann haben wir kein Problem!”

Ahnt ihr worum es heute geht? Genau, ich möchte euch den entsprechenden Song (Eben jenen, der auf dem Konzert angekündigt wurde.) vorstellen. Er ist zwar schon älter, aber das Thema ist (leider) noch immer aktuell. Hier geht es nicht um die Stimme die sich für einige vielleicht etwas erkältet oder rau anhört (Liegt einfach an dem Akzent. Es singt ein Österreicher. :)) Achtet einfach auf den Text.

 

Leg das Geschirr an und entspanne dich … Kirche goes YOGA

An was denkt ihr zuerst, wenn ihr „San Francisco“ hört? Californian? Cable Cars? Fisherman’s Wharf?

Und was denkt ihr zuerst, wenn ihr an “Kirche” denkt? Religion? Holzbänke? Beichte?

Merkt euch eure Antwort und beantwortet nun folgende Frage:

 Was denkt ihr, wenn ihr an San Francisco UND Kirche (gleichzeitig) denkt?

Eure Antwort lautet etwa so wie „Eine Kirche die in San Francisco steht.“? Schon nicht schlecht, aber die „richtige“ Antwort lautet: YOGA!

YogaIn der „Grace Cathedral“ (protestantisch-episkopal) findet wöchentlich eine Yoga-Stunde statt. Nicht auf einem Vorplatz oder ähnlichen, sondern mitten IN der Kirche: Menschen jeden Alters breiten ihr Matten zwischen den Holzbänken und rund um den Altar aus. Dabei befolgt die Kirche hier zumindest einen Grundsatz: Jeder ist willkommen. Hautfarbe, Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung und auch die Konfession spielen hier keine Rolle. (Sollte die Kirche wirklich etwas dazu gelernt haben?) Allerdings bittet die Kirche um eine „Spende“ von $ 10 – $ 20. Das entspricht derzeit ca. 8 – 9 Euro. Ich kenne zwar die Mitgliedgebühren für Sportstudios in den USA nicht, aber würde man in Deutschland jeder Woche an dem „Kirchenkurs“ teilnehmen, käme man auf über 30 Euro/ mtl.. Eine Mitgliedschaft, bei der man auch mehr als 1x/ Woche teilnehmen kann, wäre sicher günstiger. Aber würde es auch so viel Spaß machen? Ich habe zwar nicht vor in die Kirche zu gehen, aber allein der Gedanke dass, wenn ich dort durch das Tor schreiten würde, sich vor mir ein Raum erstreckt, in dem lauter Menschen die verschiedensten Verrenkungen durchführen! Herrlich! In jedem Fall mal etwas anderes, als nur gefaltete Hände zu sehen. Und überlegt mal, wie wohl z.B. was ein Tourist, der mit einer „ganz normalen Kirche“ rechnet, wohl bei so einem Anblick denken würde! 😀

Aber (leider) wird das in Deutschland wohl eher nicht passieren. – Ob man in die Hölle kommt, wenn man zum Gottesdienst einfach seine Yogamatte ausbreitet? Liese sich ein Flashmob draus machen. *g* – Auch andere Länder sind dabei eher prüde. So wurde z.B. eine Yoga-Gruppe in der „Bridge Methodist Church“ (bei Manchester, England) verboten. Die Pfarrerin ist der Meinung, dass solche ein Gruppe „spirituell angreifbar“ sei und somit in ihrem „christlichen Glauben verwirrt werden könnte“. Die Gründerin der Gruppe ist empört und reagierte – mit einer Einladung für die Pfarrerin in die Gruppe, damit diese dort ihre Angst verlieren kann! Leider konnte ich nicht heraus bekommen, ob die gute Dame die Einladung annahm. Ich denke aber eher nicht …

Um die, ich nenne es mal „Ängste“, der Kirche zu verstehen, muss man wissen woher Yoga überhaupt kommt. Hier bei uns, im westlichen Teil, wird darunter fast immer die Sportart an sich verstanden. Ursprünglich stammt Yoga aus Indien und dessen Wurzeln liegen im Hinduismus, sowie Teilen des Buddhismus verankert. Ein sehr schöner Vergleich: „Das Individuum wird hier als ein Reisender im Wagen des materiellen Körpers gesehen. Der Wagen ist der Körper, der Kutscher der Verstand, die fünf Pferde die fünf Sinnesorgane, der Fahrgast die Seele, und das Geschirr heißt im Indischen „Yoga“.“ [Quelle: Wikipedia]

Und wie die meisten von uns ja wissen, sind Kirchen nicht besonders tolerant, wenn es darum geht, sich anderen Religionen etc. zu öffnen …

http://labyrinthyoga.com