ATEMlos [Rezension – Thriller]

~°~ Das Buch ~°~

Derek Meister

Blutebbe

416 Seiten

Blanvalet [19.06.2017]

ISBN 9783734104787

~°~ Klappentext ~°~

Auf einem Geisterschiff im Watt werden die Leichen zweier Frauen gefunden. Sie sind grausam zugerichtet, wie Fische aufgehängt und ausgenommen worden. Ihre Lungen fehlen, und der Mörder hat eine seltsame Rune hinterlassen. Ein Ritualmord? Die Ermittlungen führen Knut und Helen zu einem weiteren Todesfall, der bereits Jahrzehnte zurückliegt. Treibt ihr Täter seitdem unbemerkt an der Küste sein Unwesen? Bevor Knut und Helen die schaurige Wahrheit herausfinden können, werden sie selbst zu Gejagten …Der dritte Teil der Thrillerserie um das Ermittlerteam Henning und Jansen.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Schon das Cover ist herrlich düster. Ein in der Gischt treibendes Boot, bei Sonnenuntergang. Leider hat es mit dem Inhalt nicht ganz so viel gemein, denn in der Geschichte geht es um ein Segelboot. Mir gefällt das Bild dennoch sehr gut und, soviel sei verraten, auch der Titel ist durchaus passend gewählt.

Eines Abends treibt ein Schiff führerlos durch die Nordsee. Durch die Ebbe läuft es auf Grund. Während die Retter anfangs von Betrunkenen ausgehen, wird schnell klar, dass hier etwas viel brutaleres stattgefunden hat. Statt dösenden Trunkenbolden befinden sich die Leichen zweier Frauen an Board. Das kuriose: der Täter hat ihre Lungen entfernt. Ob die Zeichen, die an Runen erinnern, etwa damit zu tun haben? Wer ist der Mörder: Ein religiöser Fanatiker oder ein durchgeknallter Psychopath?

Neben der Hauptgeschichte läuft am Rande eine weitere. Ich vermute, dass sich diese auf einen vorangegangenen Teil bezieht. (Da „Blutebbe“ mein erster Teil dieser Reihe war, kann ich dieses aber wirklich nur vermuten.) Diese Nebenhandlung war zwar ganz nett, aber jetzt auch nicht so interessant, als das sie eine wirkliche Bereicherung darstellt.

Ein wunderbar packender, da bildlicher Schreibstil. Der Autor schafft es den Spannungsbogen so hoch zu ziehen, dass man als Leser förmlich um die Auflösung bettelt. Immer wieder wurde ich von den Ereignissen überrascht. Selbst das Ende war anders, als ich es erwartet hätte.

~°~ Fazit ~°~

Ein durch und durch spannender Thriller – allerdings nichts für schwache Nerven!

 

~ Reihe ~

Blutebbe [Band 3]

Die Sandwitwe [Band 2]

Der Jungfrauenmacher [Band 1]

Süßer die Glocken verklingen

Zumindest ist das Limburg der Fall. Dort hatte sich eine junge Frau, ihres Zeichens Veganerin, beim Bürgermeister über das Glockenspiel „beschwert“. Jetzt könnte man denken, dass es in dem Büro, in dem sie in der Nähe arbeitet, einfach zu laut war. Doch es ging nicht darum, dass die Fledermäuse in ihrer Tagesruhe gestört würden, sondern um die Melodie. Das Glockenspiel ließ das Kinderlied „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ verlauten. Wir erinnern und sicher alle an die Zeile „Gib sie wieder her, sonst kommt dich der Jäger holen, mit Schiiiiiiiieeeeeeßgeweeeeeeeehhhhhhhhr.“ – Ich muss gestehen, dass ich genau diese Zeile bereits als Kind gehasst habe und aus Protest bei Schulaufführungen bei dieser Zeile nie mitgesungen habe. Aber ein Lied aus dem 19. Jahrhundert und irgendwie ja auch Kulturgut quasi zu verbannen, würde mir vermutlich trotzdem nicht einfallen. – Der Bürgermeister nimmt es gelassen, hat es erst einmal rausnehmen lassen und greift nun zu den anderen 14 Liedern. „Überwiegend Klassiker“ seien das. Leider weiß ich nicht, welche es sind. Alle die mir spontan einfallen, da gibt es auch wieder Gegnergruppe. „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ geht ja auch nicht, arme Hühner und von wegen Verkehrssicherheit und so … – Was den Fuchs angeht, fordert PETA das er nie wieder gespielt wird.

Ach ja, und das Märchen Rotkäppchen und der böse Welt sollte verboten werden. Das verbreitet nämlich ein völlig falsches Bild bei den Kindern. (In der Version, die mein Papa mir erzählt hat, starb immer der Jäger. Tolles Märchen! :))

Und jetzt entschuldigt mich, ich gehe eine Petition gegen FLEISCHtomaten starten …

Siebentausendfünhundertfünfundneuzig

oder in Zahlen 7.595.

So viele Katzen wurde in der „Jagdsaison“ 2013/2014 von Jägern erschossen. Alleine in Nordrheinwestfalen.

Über 7500 kleine Herzchen denen das Lebenslicht – vom Menschen – ausgelöscht wurde. Für immer …

Die Landesregierung plant dass Landesjagdgesetz (endlich) zu novellieren.

animal public e.V, Naturschutzbund Nordrhein-Westfalen, Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Deutscher Tierschutzbund, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland V NRW e.V., Komitee gegen den Vogelmord e.V., Europäischer Tier- und Naturschutzbund e.V. und Peta verlangen die Änderung des an die Erfordernisse des Tier- und Naturschutzes anzupassen.

Dazu haben die eben genannten Tierschutzorganisationen zusammen einige Eckpunkte ausgearbeitet, die sie für dringend notwendig erachten:

01. Fallenjagd beenden

02. Fütterungsverbot für jagdbare Arten

03. Haustierabschuss beenden

04. Keine Ausbildung am lebenden Tier

05. Baujagd beenden

06. Jagdzwang beenden

07. Keine Jagd mehr auf Schnepfe, Schwan, Dachs und Co

08. agdzeiten verkürzen und harmonisieren

09. Kein Aussetzen jagdbarer Tierarten

10. Beizjagd verbieten

Einzelheiten könnt ihr hier nachlesen:

http://www.animal-public.de/wp-content/uploads/2014/06/2014_06_24_Resolution_Jagdreform.pdf

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen ist, wie so oft, Unterstützung notwendig. Daher wende ich mich heute mal wieder mit der Bitte um eine „Unterschrift“ an euch. Bitte füllt die Petion aus (online), sendet sie ab und teilt sie mit euren Freunden/ Bekannten.

http://www.animal-public.de/jagdreform-jetzt

Für euch sind es nur wenige Mausklicks, für die Tiere da draußen ein ganzes Leben …

Foto: animal public e.V

Foto: animal public e.V

Am Waldrand lauert der Katze Tod

Leider gibt es immer wieder Gesetze die den Menschen Macht geben, die er nicht haben sollte. So wie in diesem Fall das Recht über Leben und Tod zu entscheiden.

Ich kenne Viele die, genau wie wir, Samtpfoten ein Zuhause bieten und sich immer wieder an dem Schabernack erfreuen, die sie machen. Man kann mit ihnen Lachen, Spielen, ihnen seine tiefsten Geheimnisse anvertrauen und im Winter wärmen sie einem sogar die Füße. Freiwillig.

Genau das auch „Lemmon“ bei seiner Menschenfamilie getan. Er war immer für sie da. Doch dann kam der Tag an dem keine Samtpfote am Morgen den neuen Tag begrüßte. Die Familie Rogge wartete und die Sorge wurde immer größer. Doch der Main Coon Kater tauchte nicht wieder auf. (Da wird leider selbst schon Verluste beklagen mussten, weiß ich das man wirklich allerhöchstens in einen unruhigen Schlaf fällt und mit seinen Gedanken überall ist, weil man sich unbewusst Horrorszenarien ausmalt. Kurz: Es ist grauenvoll!)

Das „mein kleiner schwarzer Teufel (Harlekin)“ überfahren wurde hat mir das Herz gebrochen. Genau so muss es auch dem Herrchen von Lemmon gehen. Nur das sein Kater nicht dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen ist. Er wurde erschossen! Ja, richtig gelesen. Mit einer Schrotkugel wurde ihm das Leben genommen. Das es sich bei dem „Täter“ um einen Jäger handelt, macht es in meinen Augen nicht besser.

Passiert ist das ganze nicht irgendwo, sondern im kleinen Örtchen Stellen. Mitten in Deutschland …

Wer sich jetzt fragt wie jemand auch nur auf die Idee kommt eine Katze zu erschießen, dem sei gesagt das Jäger das Recht dazu haben. Gesetzlich wohlgemerkt!

„Die zur Ausübung des Jagdschutzes berechtigten Personen sind berechtigt, wildernde Hunde und Katzen abzuschießen gem. § 25 Abs. 4 Nr. 2 Satz 1 LJG-NW. Es ist die Aufgabe des Jagdschutzes, das Wild nach Möglichkeit vor Gefahren zu schützen, vgl. § 23 BJG. Dieser Jagdschutz umfaßt auch den Schutz vor Raubzeug, insbesondere vor aufsichtslosen Hunden, die sich je nach ihrer Veranlagung als schlimme Feinde des Wildes darstellen können. Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung ihres Führers Wild aufsuchen, verfolgen oder reißen. Wenn die Hunde eine Gefahr für das Wild darstellen, so wie hier, ist die Tötung der Hunde durch Abschuß zum Schutze des Wildes erforderlich.“

Auch wenn es im ersten Moment schrecklich erscheint kann ich es verstehen, denn auch die im Wald lebenden Tiere haben Schutz verdient. ABER: Warum denn bitte gleich erschießen??? Wie wäre es denn mit einfangen? Und wieso wird hier auf einmal das Leben des Wildes über das von Hund und Katz gestellt? Und das ausgerechnet noch von denen, die danach dann losziehen das Wild auch noch abzuschießen!!! – Tut mir Leid, aber das macht mich grade RICHTIG wütend!

JEDER hat ein Recht auf Leben!

Gewildert soll Samtpfote Lemmon im übrigen gar nicht haben. Im Gegenteil war er sogar dem Jäger seit langem bekannt. Der Mann soll nur gesagt haben das er ihn abgeschossen hätte. Weiter hat er sich nicht geäußert.

Das Herrchen hat den Jäger jetzt bei der Polizei angezeigt, doch seinen geliebten treuen Freund bringt es nicht wieder …

 Zufällig stieß ich auf eine Umfrage in der es um das Thema geht, ob Jäger weiterhin streunende Haustiere abschißene dürften. Auch wenn diese von einem Privatsender gestartet wurde finde ich es erschreckend, dass SO VIELE (teilweise waren es sogar über 50%!) dafür sind.

Die Umfrage ist noch aktiv und es kann jeden Tag und man hat pro Tag eine Stimme. Wer also mitmachen möchte, hier der Link:

http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/sollten-jaeger-weiterhin-auf-streunende-haustiere-schiessen-duerfen-3b074-51ca-18-1902955.html

Jäger