Böse Kunden – Wenn König sein zu Kopf steigt

Der Kunde ist nur so lange König,

wie er sich wie ein König benimmt!

Wie die meisten von euch bereits mitbekommen haben arbeite ich im Bereich der Kundenbetreuung. Den lieben langen Tag kümmere ich mich um die kleinen und großen Wünsche, Sorgen und Probleme der Kunden. Ob nun Bestellannahme, Vorschläge, Versandnachfragen, Produktdetails oder technischer Support. All das und noch viel mehr darf ich machen. Ich mag meinen Job, weil er wirklich abwechslungsreich ist, aber manchmal, ja manchmal, da denke ich so bei mir „Ohne Kunden würde der Job noch viel mehr Spaß machen.“

Die Sache mit dem Datenschutz

So hatte ich einen Kunden der die Rechnungsadresse seiner Frau ändern lassen wollte, weil die beiden umgezogen sind. Schön und gut, darf ich aber nicht. Passte dem guten Mann natürlich gar nicht und er akzeptierte auch nicht, dass aus Datenschutzgründen seine Liebste sich bitte selbst melden möchte. In Deutschland wäre das nämlich nicht so, dass wüsste er ganz genau. Selbstverständlich sagte er dieses mit Nachdruck, sprich er schrie mich an, woraufhin ich ihm ein schönes Wochenende wünschte und das Gespräch beendete. – Hey Leute, wir sind nicht taub! Wer uns anschreit erreicht absolut gar nichts, wenn nicht sogar das Gegenteil von dem was er möchte.

Koffeinentzug ohne Hilfsmittel

Ein anderer Mann beschwerte sich darüber das er die Vakuumverpackung seines Pulverkaffees nicht ohne eine Schere aufbekommen würde. Das würde gar nicht gehen, dass er erst ein Werkzeug bräuchte, um an den Inhalt zu kommen. Bei anderen Produzenten gebe es ja auch eine Lasche zum Aufziehen! – Ja nun, egal ob Lasche oder nicht. Ich persönlich bekomme diese Verpackungen wirklich NIE nur mit der Hand auf, völlig egal welcher Hersteller. Und mal ehrlich: Ist das so viel Arbeit einfach mal eben die Verpackung aufzuschneiden???

Reden ist Gold

Dann gibt es noch die Paare, zumeist ältere Eheleute, die offensichtlich nicht mehr miteinander reden. So rief mich der Mann an, da er Ersatzteile für ein Möbelstück benötigte. In mühevoller Kleinarbeit suchte ich die benötigten Teile mit dem Kunden zusammen heraus und bestellte sie. – Bis dato waren schon knapp sechs Minuten vergangen. – Dann sagte er, seine Frau möchte mich auch noch mal kurz sprechen und diese fragte mich dann nach einer Rücksendung des Möbeltisches. Etwas irritiert erklärte ich ihr das Vorgehen und dann sagte die Dame sie werden es sich überlegen. Die Ersatzteile solle ich bitte doch (noch) nicht rausschicken. Da sie nach der Verabschiedung nicht direkt aufgelegt hat, hörte ich wie sie zu ihrem Mann sagte dass sie es doch lieber zurückschicken möchte. – Ganz ehrlich: Ich (wir) hassen so etwas. Klar, versuchen wir dem Kunden zu helfen so gut es geht. Allerdings müssen wir auch bestimmte Dinge erfüllen und rechtfertigen, zum Beispiel haben wir pro Anruf nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung – und die liegt weit unter fünf Minuten. Ihr könnt uns also helfen, wenn ihr alle benötigten Daten schon parat habt. – Vorher mit einem Partner gesprochen haben ist manchmal auch nicht verkehrt. 😉

Mobilfunk der 20er Jahre

Eine Kundin hatte ich, die eine Karte für Ihr Smartphone aktivieren wollte. An sich ja keine große Sache. – Wenn man mal davon absieht, dass dieses nicht zu meinem Aufgabengebiet gehört und ich damit keinen Zugriff auf die benötigten Daten haben. – Allerdings bestand die werte Frau nichts desto trotz darauf, dass Sie das Mobilfunkgerät 1916 gekauft hätte, selbst als ich vorsichtig „Sie meinen 2016?“ fragte. „Nein, 1916!“ – Nun gut, war eh für eine andere Abteilung. Aber ich frage mich trotzdem, ob die Kollegen ihr mit der Freischaltung helfen konnten … 😀

Eine Suchmaschine weiß eben doch nicht alles

Aber auch Firmen melden sich bei mir. Im Normalfall haben Sie die gleichen Anliegen wie Privatkunden. Etwas anderes ist es wenn dann ein „Kartenerstelldienst“ anruft. – Ihr wisst schon, die mit den Kameraautos, die man fragt, wenn man wissen möchte wo sich etwas befindet. Ich kann jetzt wohl behaupten, dass die Mitarbeiter dort ihre Informationen direkt von den Geschäften selbst beziehen, denn mehrfach hatte ich verschiedene Mitarbeiter dran, die fragten ob es Filiale XY noch geben würde. – Irgendwann habe dann darauf hingewiesen, dass sie einfach auf unsere Homepage gehen könnte, da wären alle aufgelistet. Die Antwort? Diesen Daten trauen sie nicht, sie wollen sich absichern … – Ich lass das jetzt einfach mal so stehen und ihr lasst diese Aussage auf euch wirken. 😉

Fazit

Ja, trotz den ganzen „bösen“ Kunden mag ich meinen Job. Aber ab und wünsche ich mir ein wenig mehr Respekt und eine sachliche Ebene. Das hilft Anliegen schneller zu klären. Ernsthaft! – Und abgesehen davon kann die Person dran ist, absolut nichts für das was vorher vielleicht schief gelaufen ist. Oder wollt ihr beim Bäcker angeschrien wären, weil die Fachverkäuferin sich am Ofen verbrannt hat, als sie eure Brötchen rausgeholt hat? Denkt mal drüber nach!

In diesen Sinne wünsche ich euch allen ein schönes – friedliches – Wochenende. 🙂

 

Leidensweg einer Migränepatientin 3.4

Freitag. (Gestern)

Ein ganz normaler Morgen. Na ja fast.

Ich musste bereits eine Stunde vor meinem Göttergatten arbeiten, so dass er gerade aufstand, als ich an der Wohnungstür stand und gerade „auf dem Sprung“ war. Wobei mit Springen nicht wirklich viel war. Ich hatte nämlich übelste Migräne, mit allem Drum und Dran. Da ich aber einen (relativ) kurzen Arbeitstag vor mir hatte, dachte ich es würde schon gehen. Mein Liebster schaute mich skeptisch an: „Ich dachte du bleibst heute Zuhause?“ – „Warum das denn???“ – „Weil es dir offensichtlich NICHT gut geht!!!!“ (Natürlich hatte er mein Kloschüsseltango kurze Zeit vorher gehört.) – „Ach, geht schon …“ Und weg war ich. Mit dem Fahrrad. Mir kam der Arbeitsweg schon ewig nicht mehr soooo lang vor.

An der Arbeitsstätte angekommen war ich auch zugegebenermaßen mehr als k.o.. Da ich im Sitzen arbeite, ja nicht ganz so wild – oder doch? Glücklicherweise war noch nicht so viel los, dass ich noch keinen Kunden am Telefon hatte, sondern mich um den ganzen Schriftkram kümmern konnte. Anfangs ging das auch noch. Halbwegs. Doch je mehr die Zeit verging, desto mehr verschwammen die Buchstaben auf dem Bildschirm zu einer einzigen Masse. Gefühlt saß ich auch schon etliche Stunden vor dem Monitor. Tatsächlich war es gerade kurz über eine Stunde. Ich beschloss, dass es vielleicht doch keinen Sinn macht weiter zu arbeiten und steuerte auf meine Vorgesetzte zu. Kurz erklärt, dass es mir nicht gut geht, ich gerne gehen würde und mich hiermit krank melde. Sie sieht mich an und sagt: „Du siehst auch Scheiße aus!“(Ich finde es wirklich toll, wenn mein Gegenüber einfach direkt ist. ;-)) Als ich die Frage, ob ich das Wochenende frei hätte, verneinte, schickte sie mich geradewegs zum Arzt: „Bevor du dich morgen wieder herschleppst!“ Grmpf. Hellsehen kann  meine Teamleiterin jetzt auch schon.

Auf dem Heimweg komme ich so oder so an der Hausarztpraxis vorbei. Daher beschloss ich, diese gleich anzusteuern. Siehe da, mein Hausarzt befindet sich aktuell im Urlaub. Juhu. Also zur anderen Ärztin (Gemeinschaftspraxis) und – warten. Ich hatte ja keinen Termin … Etwa 1,5 Stunden (!) später, war ich endlich dran. Bis auf das die gute Dame meinen Blutdruck gemessen hat (Der absolut top war, wie komischerweise fast immer, wenn ich Migräne habe. *Schulter zuck*), gab es noch das obligatorische „Ausruhen und viel trinken.“, sowie das Attest für das – nun freie – Wochenende.

Ich schickte eine Nachricht an meinen Göttergatten, dass meine Chefin mich zum Arzt gejagt hat. Die Antwort viel kurz und knapp aus: „Richtig so!“ – Verschwörung, ehrlich Mal!

Kaum Zuhause habe ich bis abends (fast) Nichts anderes gemacht, als geschlafen, so fertig war ich.

 

Samstag. (Heute)

Turbomodus aktiviert.

Heute hätte ich eigentlich arbeiten müssen. Aber meine Teamleiterin will mich ja nicht sehen. 😉 Schon blöd, denn ich habe mich gestern offenbar so viel ausgeruht, dass ich heute (fast) gar nicht stillsitzen kann. Ich habe sogar direkt nach dem Aufstehen den kompletten Haushalt, mit allem Drum und Dran, gemacht. – Und die Katzen werfen mir böse Blicke zu, weil sie nicht in Ruhe schlafen können und auf Frauchens Schoß sitzen geht schon mal gar nicht.

Ich wünschte wirklich dass diese Reihe mal ein Ende findet. Mein Körper schreit auch förmlich nach einem Chiropraktikerbesuch. Leider fehlt dafür derzeit das nötige „Kleingeld“ – und wieder einmal stellt sich die Frage, warum nie für etwas gezahlt wird, was wirklich Heilung bringt …

In diesem Sinne ein schönes und gesundes Wochenende für euch! 🙂

Warum ich für die Arbeit einen Fernseher brauche und sowieso die Beste bin [Kundenmund]

Ich arbeite in der Kundebetreuung. Leider muss ist das bei vielen Kunden äußerst wörtlich zu nehmen, da ich Ihnen total logische und selbst erklärende Dinge so erklären muss, dass es ein kleines Kind versteht. Was natürlich oft sehr anstrengend ist und mich vor Verzweiflung in die Tischkante beißen lässt.

Aber es gibt auf der anderen Seite auch Kunden, die einen über den Tag helfen. Zum einen, weil man mächtig über die Aussagen schmunzeln kann. So rief ein Mann bei mir an der eine Frage hatte, bei dem ich ihm nicht weiterhelfen konnte. (Er hatte die falsche Nummer gewählt.) Ich gab ihm die Nummer der Fachabteilung und bat dort anzurufen. Statt das einfach zu machen, erzählte er mir von irgendeinem Angebot, dass ich „ja wohl unbedingt schon Mal gesehen haben müsste“. Hatte ich nicht, auch nicht obwohl [Zitat] „Aber das läuft doch dauert in der Werbung. Das kann man gar nicht nicht sehen!“ [Zitat Ende] Doch ich kann, immerhin haben wir gar kein analoges TV. Wir streamen Filme und Serie. Das war es auch schon. Hörbar geschockt antwortete besagter Kunde, dass ich, wenn ich keinen Fernseher habe, auch gar nicht da arbeiten darf, wo er gerade anrufen würde. Schon gar nicht als Frau … – Wie gesagt, er war in der völlig falschen Abteilung …

Und dann gibt es da noch die Kunden bei denen einem das Herz aufgeht. So konnte ich in meinem Fachgebiet einer Dame schnell und unkompliziert helfen. Ihre E-Mail die darauf zurückkam warf schon Fragen bei den Kollegen, was ich denn mit der Kundin angestellt hätte. Ganz einfach: Nur meine Arbeit gemacht und Ihr Anliegen schnell und unkompliziert gelöst. Allerdings war die Gute schon so genervt das Sie sich bei mir mit folgenden Worten [Auszug] bedankte: „Ich bin Ihnen überaus Dankbar. … Ich war schon völlig verzweifelt und dann erwische ich Sie und mit einem Klick ist alles erledigt! … Sie sind einfach großartig. … P.S.: Roswitha[s] sind sowieso die Besten. Muss wohl am Namen liegen. ;)“ – *arrogant-und-mit-einem-großen-Grinsen-zwinker*

Auch wenn so ein Job oft sehr anstrengend ist. Die vielen „bunten“ Leute machen ihn immer wieder spannend! Danke, ihr Kunden der Welt! 🙂

Mein Jahr! [Jahresrückblick 2016]

Pläne 2016

Das Jahr 2016 hatte ich unter dem Motto „Man sollte so viele erste Male wie möglich haben.“ gestellt. Jetzt, zum Ende des Jahres, würde ich sagen, es ist mir ganz gut gelungen. 🙂

Rückblick

Januar

Das Jahr sollte eigentlich mit einer Geburtstagsfeier bei meiner Mutter beginnen, doch da sie krank im Bett lag, sparten wir uns die Reise. (Was meinen Liebsten vermutlich freute. ;-))  Dafür waren wir viel an der frischen Luft unterwegs.

Kaum zu glauben, dass es noch gar nicht so lange her ist, aber seit Mitte Januar darf ich mich „Kauffrau für Spedition- und Logistikdienstleistungen“ nennen. Die Freude darüber kam aber dennoch nicht bei mir auf. Vielleicht, weil es ein Beruf ist, den ich nie erlernen wollte!?

Loswerden wollte ich die Migräne, weshalb ein Neurologe mich (unsinnigen?) Tests unterzog  und meinen Körper mit Betablockern vollpumpte. Gebracht hat es nicht wirklich etwas, außer die Verschwendung von Lebenszeit, ein Loch in der Geldbörse und zwischenzeitlich eine Allergie.

Februar

Auch wenn die Prüfung bestanden war, so fand ich einfach keine Anstellung. Wie ihr euch denken könnt, fingen so langsam die Selbstzweifel und das Gefühl von Nutzlosigkeit an in mir aufzukeimen. Immerhin konnte ich Anfang des Monats meinem Liebsten einen schönen Geburtstag zaubern. 🙂

März

Mitte März fand ich dann endlich eine Anstellung – wenn auch anfangs nicht in „meinem“ Beruf. Dafür konnte ich hier schnell Aufstiegschancen nutzen, habe Abwechslung und gehe (meistens) gerne zur Arbeit. Ist ja auch schon mal viel wert. Ich habe sogar mit Kollegen angefangen, mit denen ich später noch privat „um die Häuser ziehen“ sollte.

April

Diesen Monat gönnten Ron und ich uns eine Thaimassage. Obwohl wir rechtzeitig losfuhren, gerieten wir in einen Stau, so dass leider etwas von unser Zeit fehlte. Dennoch war es durchaus angenehm. (Wenn ich das „Massagestudio“ aber niemanden empfehlen würde.)

Mai

Kulinarisch haben wir viel geschlemmt, so in diesem Monat z.B. auf dem Bremer Bierfest und auch neue Veggieburger haben wir im Burgerhaus entdeckt – und das erste Mal im Leben waren wir bei HappyDonazz. Lecker geht die Welt zu Grunde.

Auch die ersten wärmeren Sonnenstrahlen (26°C) nutzen mein GöGa und ich für Spaziergänge und Entdeckungen an der frischen Luft.

Juni

Auf dem Veganen Sommerfest konnte wir EDNLICH den lang ersehnten Burger von Vincent Vegan kosten. Es war der Hammer! Und im nächsten Jahr WILL ich meinen eigenen!!! 😀 Auch habe ich in diesem Monat selbst eine vegetarische Chili-Hack-Torte kreiert. Sehr lecker!

vegetarischehack-chili-torte

Da meine Migräne sich noch immer ein Stelldichein gab, sah ich mich nach anderen Möglichkeiten der Behandlung um. – Wer leidet, dem ist

Foto: Gütezeichen Kerzen

Foto: Gütezeichen Kerzen

kein Strohhalm zu kurz … – Dabei fasste ich einen Chiropraktikerbesuch ins Auge und dank meinen Eltern und Schwiegereltern bekam ich recht schnell die ersten Scheine für die Voruntersuchung zusammen. Mein Göttergatte überraschte mich sehr mit seinem Geschenk: Einer selbstgemachten Gutscheinbox. Ich freue mich noch immer darüber (und noch sind auch nicht alle Gutscheine eingelöst). ❤

Leider traf in diesem Monat auch ein nicht schönes Ereignis ein: Der Tod eines Verwandten. Auch wenn ich mit meinen Schwiegergroßeltern nicht viel zu tun habe/ hatte, so mochte ich meinen Schwiegeropa. *Ruhe in Frieden und treibe Schabernack, wo immer du auch bist. *

Juli

Im Juli besuchten wir (etwas unfreiwillig) einen Speichermarkt und versuchten unser Glück beim Schwarzlichtbowling. Eine interessante Erfahrung für jemanden (mich), der vorher noch nie Minigolf gespielt hatte.

Zur Mitte des Jahres liefen wir noch einmal auf Hochtouren und verstärkten unsere Bemühungen bei der Wohnungssuche – und mussten dabei mit einer Menge Hürden und Vorurteile kämpfen …

August

Getreu dem Jahresmotto „entführte“ ich meinen Liebsten ins Planetarium. Hier in Bremen war ich zuvor noch nie und mein letzter Planetariumbesuch  war Jahrzehnte her.

Ich gab die Betablocker auf und wandte mich an einen Chiropraktiker. Diese Behandlung half mir wesentlich mehr, so dass meine Migräne immer seltener auftrat.

Zu Hause besuchte uns ein Prachtexemplar von Spinne. Total faszinierend – aber draußen war sie uns dann doch lieber. 😉

spinne

September

In diesem Monat hätte unser Schottlandurlaub stattfinden sollen. Leider wurde aus diversen Gründen nichts daraus. Wirklich schlimm findeWeg ich das aber nicht, da ich meinen Urlaub auch so gut genossen habe. So z.B. bei einem ausgiebigen Spaziergang durchs Land und kreativen Genüssen im Eis-Labor.

Aber auch eine neue Gruppe hat sich gebildet und zwar aus Erwachsenen Menschen, denen die Lust am Gesellschaftsspiel noch nicht vergangen ist. Wir haben nette Leute kennengelernt und haben bei den regelmäßigen Treffen eine Menge Spaß.

Oktober

MietvertragDiesen Monat war es ENDLICH soweit. Wir setzten unsere Autogramme unter einen neuen Mietvertrag! YES! Die neue Wohnung liegt nicht nur wesentlich zentraler, so dass wir einen kürzeren Arbeitsweg haben, sondern auch „dichter“. Soll heißen, wir brauchen keine drei Paar Socken und zwei Jacken mehr drinnen. – Da wir fast keine Möbel mitgenommen haben, herrscht zum Ende des Jahres noch immer Baustelle. Aber bis Ende nächstes Jahr sollte es hier wohnlich sein.

Noch rechtzeitig vor dem Umzug erhielt ich Post von einer ganz lieben Freundin. Wieder so ein Erstes Mal. ❤

Beruflich absolvierte ich Anfang des Monats eine Datenschutzschulung und wurde damit auf meine zukünftige Tätigkeit vorbereitet. Ende des Monats lernte ich ein neues Themengebiet zu bearbeiten. Abwechslungsreich ist der Job (bisher) allemal.

November

schlachte-zauber2016-transparentWir fingen bei der Einrichtung der Wohnung nicht mit Möbeln, sondern mit Elektrogeräten an. War teuer genug, macht das Leben aber in jedem Fall bequemer.

Auf dem Schlachte-Zauber konnten mein indischer Wikinger und ich wieder viele schöne Dinge entdecken. Dieses Jahr wohnte mein Liebster das erste Mal dem Eröffnungsschauspiel bei. Es ist tatsächlich (k)ein „Weihnachtsmarkt“ auf den ich mich jedes Jahr wieder freue.

Dezember

Direkt zum Anfang des letzten Monats durfte ich an einem Ersthelferseminar teilnehmen. Es war mal etwas anders und endlich habe ich auchErsthelferseminar mal praktische Dinge gelernt, wie z.B. Jemanden aus einem Auto zu ziehen. Bisher musste ich noch niemanden „verarzten“ und ich hoffe, es bleibt auch so!

An unserem vierten Jahrestag, der mitten in die Woche fiel, konnten wir zwar nicht viel machen, haben aber zumindest den Abend zusammen genossen.

Ich kann nun auch mit vollem Durchblick ins neue Jahr starten, denn so ganz unrecht, hatte mein Umfeld nicht damit, dass ich eine neue Brille bräuchte. (Jetzt sehe ich auch den Bus wieder! :D)

Während ich auf der Arbeit relativ ruhige Weihnachtstage verbrachte, war privat etwas mehr Action angesagt. So standen die Weihnachtstage ganz im Zeichen des Rollenspieles – Spaß inbegriffen.

Zum Ende des Jahres habe ich noch einmal alles an Viren und Bakterien mitgenommen, was ich so finden konnte und lag die letzte Woche direkt mit Fieber lang. (Durchaus etwas, auf das ich gerne verzichtet hätte.)

Pläne 2017

plaene2017Da ich damit, eben keine „Guten Vorsätze“ zu fassen, ganz gut aufgestellt war, möchte ich auch für das kommende Jahre keine. Dieses Mal wird das Jahr auch nicht unter einem Motto laufen, sondern vielmehr gibt es eine „To-Do-Liste“. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Postkarte, aber als ich sie so lass, dachte ich, es wären schöne Ziele – und vor allen Dingen erreichbar. 😉

Danksagung

Vielen lieben Dank für alle die 2016 an meiner Seite waren. Sei es mit einem „in-de-Arm-nehmen“ oder auch einem „Arschtritt-zur-rechten-Zeit“. Ganz besonderen Dank an meinen Göttergatten und meinen BestBro ohne die ich vermutlich in einem Job stecken würde, den ich gar nicht wollen würde.

Und selbstverständlich nicht zu vergessen die Prinzessinnen des Hauses Aronia & Minou, die uns zwar manchmal den letzten Nerv rauben, uns aber mit ihrer Niedlichkeit dahinschmelzen lassen … ❤

Danke auch an Sunshine für die offenen Ohren und das Vertrauen, auch wenn wir uns dieses Jahr leider nicht live gesehen haben.

Wünsche

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und vor allen Dingen viel Gesundheit und Lebensmut. (Auch wenn mal etwas quer läuft, so lohnt es sich doch immer die Dinge mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Jedes Ende ist eben auch ein neuer Anfang.)

Daher auch (k)ein Geburtstagsgruß an meinen Wahlbruder. Du wirst nicht älter, sondern reifer! 😉

(@Miguel: Wirf doch mal einen Blick auf dein Comicregal. Da findest du ein kleines Geschenk. :-))

batyflirsday

Wir sehen uns 2017 – mit vielen interessanten Storys, Hintergründen, Rätseln, DIY, Gewinnspielen und sogar einem Adventskalender und vielem mehr. Es so einiges geplant. Bleibt neugierig und schaut gerne wieder vorbei auf

http://www.gedankenteiler.blog

Ich freue mich auf euch! 🙂

 

Wortfetzen

Vorgesetzter zu mir: „Du bist wirklich gut!“

Ich: „Ich weiß!“

Irritierter Blick seinerseits:

„Man sagt danke, wenn man so etwas gesagt bekommt.“

Ich zucke die Schultern:

„Danke, ich weiß das ich gut bin!“

😀 😀 😀

*ohne Worte*

[Quelle: mingle]

[Quelle: mingle]

Kulturelle Unterschiede: Deutschland vs. (Süd)Korea

In meinem derzeitigen Praktikumsbetrieb werde ich zur Fremdsprache gezwungen. Dieses liegt aber nicht an dem job an sich, sondern an einem koreanischen Kollegen. Er ist nett, wenn auch ab und an ein wenig hektisch, was die Sache ab und an erschwert: Er spricht – zumindest wenn es um den job geht – kein Deutsch. Wie gut das ich ihn meist vor mir habe, da kann ich mich mit Händen und Füßen verständigen, wenn ich nicht weiter weiß. 😉 Da mich andere Kulturen schon immer fasziniert haben, machte ich mich ein wenig über die koreanische Mentalität schlau. Was ich herausfand möchte ich gerne mit euch teilen.

Das Essen und die Sprache sind in vielen Ländern verschieden. Aber nicht immer ist es so offensichtlich. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die bei einem Aufeinandertreffen zur Verwirrung führen können. Im nachfolgenden Bericht soll versucht werden die Unterschiede zwischen Korea und Deutschland aufzuzeigen.

Sichtweisen

Eine Umfrage bei der es zu beschreiben galt, wie man die Handelspartner des jeweils anderen Landes einschätze, fiel wie folgt aus:

Die Koreaner beschrieben die Deutschen so:deutschland

  • Sie bereiten sich gründlich vor,
  • sie entscheiden auf lange Sicht,
  • sie haben einen hohen Wissensstand über das Geschäft,
  • sie erledigen die Dinge nacheinander,
  • es fehlt Ihnen an Flexibilität.

[Allgemein gelten die Deutschen als ehrlich, sparsam, vertrauenswürdig und Deutschland als Land der Ideen und Technologien.]

Die Deutschen beschreiben die Koreaner wie folgt:korea

  • Sie sind flink,
  • sie sind angriffslustig,
  • sie sind lebendig,
  • sie sind flexibel,
  • sie sind dynamisch.

Ein Koreaner mit Migrationshintergrund soll gesagt haben: „An die Emotionalität zu appellieren ist in Korea effektiver als ein Appell an die Logik.“ und ein deutsch-dänischer Geschäftsführer mit Firmensitz in Korea, gibt an das für seine koreanischen Partner in Verhandlungen folgende Dinge typisch sind:

  • „Brinkship“ (‚alles auf den allerletzten Drücker erledigen‘)
  • Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“
  • Mangel an Fachwissen
  • Ein hohes Maß an Intuition
  • Sehr bemüht Verhandlungen in harmonischer Atmosphäre zu führen

Kibun [氣分, 기분]/ Das Gesicht wahren

Probleme gibt es in jeder Kultur. Die Herangehensweise unterscheiden sich jedoch. Während Deutsche es lieben zu lehren und mit Begeisterung nach Lösungen suchen, interessiert die Koreaner auch an Mitgefühl und Freude interessiert.

Wenn etwas schier Unmögliches angefragt wird, antwortet der Deutsche fast sofort mit einem „Nein.“. Anders der Koreaner. Von ihm wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein: „Ich werde es versuchen.“ kommen. Selbst wenn ihm bewusst ist, dass es unmöglich ist. Aber warum? Um diese Frage beantworten zu können ist es wichtig zu wissen das es in Korea (sowie in den meisten asiatischen Ländern) wichtig ist, dass Gesicht zu wahren. Der Gefragte wahrt das des Fragers. Würde er mit einem „Nein.“ Antworten, wäre es quasi ein bloßstellen, das dem Frager suggeriert, er hätte diese Frage gar nicht stellen brauchen (sollen).

Beim Umgang mit Koreanern ist es wichtig viel Beobachtungsgabe auf die nonverbale Kommunikation zu legen, denn Koreaner äußern ihre Meinungen und Gedanken nicht gerne vor vielen anderen. In Meetings sind sie daher meist eher still, da sie bspw. Angst haben etwas falschen zu sagen. Teilweise ist es aber auch Scham oder auch die Rücksicht auf den Gesprächspartner. So bitten Koreaner beispielsweise (meist) nicht darum, dass das Gesagte wiederholt wird, wenn sie es nicht verstanden haben. Wichtig ist daher eine schriftliche Zusammenfassung mit den wichtigen Themen. So können die Koreaner ihr Gesicht wahren.

(Kein) Papierkrieg

Während Deutschland weithin als „Land der Bürokratie“ gilt, zählt in Korea mehr das „gute Gefühl“. Ein Mietvertrag hat in Deutschland meist zehn Seiten, während er in Korea lediglich eine Seite lang ist. Für die Koreaner ist ein Vertrag auf Papier lediglich eine Formalität. Für sie ist es wichtig dass man sich „mit dem Herzen“ geeinigt hat.

Aufgetischt

Schon das was aufgetischt wird unterscheidet sich in beiden Ländern. In Deutschland ist es „fettig, fleischhaltig und lieblos“. Oft werden hier Mahlzeiten im Stehen oder vor dem Fernseher eingenommen. In Korea dagegen ist Essen mehr als bloße Kalorienaufnahme. Dort hat jede Zutat eines Gerichtes auch eine gesundheitliche Wirkung. Die Auswahl wird wohl bedacht.

Zeitgefühl

Auch wenn in Deutschland inzwischen in vielen Firmen 24/7 gearbeitet wird, so gibt es hier etwas, das es in Korea so nicht gibt: Wochenenden und Feiertage. In Korea ist immer etwas los, jeder ständig unterwegs, die Telefone klingeln unentwegt, … In Deutschland nimmt man sich noch eine Auszeit, die (meisten) Geschäfte haben am Sonntag geschlossen und es gibt Veranstaltungen wie z.B. den Weihnachtsmarkt.

Nachwort

Was auf der einen Seite der Welt als höflich gilt, kann auf der anderen schnell unhöflich wirken. Je nachdem wem man gegenüber steht, gilt es eine Balance zu finden. Es empfiehlt sich im Vorfeld Informationen einzuholen, welche Sitten und Bräuche im Land des Geschäftspartners üblich sind.