Bremen hat’s – Gemütliche Gassen und Zeitreisen

Auch wenn Bremen, zumindest wenn es nach den Einwohner geht, eben keine Großstadt (rechnerisch zählt die Hansestadt mit 500.000 Einwohner eben als jene), sondern ein „Dorf mit Straßenbahn“ ist, so hat die Stadt vieles zu bieten. Nicht unbedingt diese Hektik, die so viele Einwohner mit sich bringen, sondern dafür andere, kleinere, aber nicht weniger schönere Ecken. Wer einmal hier ist, und die „Ruhe der Großstadt“ sucht, sollte unbedingt einen Abstecher in den Schnoor machen. Eigentlich wollte ich mit meinem Liebsten auch nur einen Abstecher machen, um ihn diesen Stadtteil einmal zu zeigen. Was soll ich sagen? Es wurde ein halber Tag daraus, soviel gab es zu entdecken! 🙂

Schnorr-Geschichte

„Der Schnoor“, wie er von Einheimischen einfach nur genannt wird, heißt eigentlich „Schnoroviertel“. Es ist das älteste Viertel Bremens. In engen Gassen reihen sich kleine Häuser dicht an dicht. Eine Theorie besagt, dass daher auch der Namen kommt (Schnoor = Plattdeutsch für Schnur, weil die Häuser wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht sind). Eine andere erzählt davon, dass in diesem Teil des Fischerquartiers die Taumacher wohnten. Egal welche stimmt, es macht den Besuch nicht weniger erstrebenswert. 😉

Stöbern

In diesen „niedlichen“ (Fachwerk-)Häusern des 15. und 16. Jahrhunderts haben – ebenso kleine – Läden Einzug gehalten. Mit klein meine ich hier aber hier nicht das Sortiment, sondern Geschäfte mit einer urigen Gemütlichkeit. Es gibt jede Menge Schmiede-, Handwerks- und Handarbeitskunst. Ob kleine Püppchen, filigraner Schmuck, Kleidung oder Plüschtiere. Es gibt jede Menge zu entdecken, selbst ein Geschäft für  Kunst aus dem Erzgebirge, ebenso wie aus Afrika. Dazwischen immer mal wieder Kunst, nicht nur als Galerie, und Cafés. Ich kann nur empfehlen, sich hier wirklich treiben zu lassen, einfach mal in jeden Laden zu gehen – so uninteressant er auf den ersten Blick auch scheinen mag – und sich umzuschauen. Es gibt in jedem etwas zu entdecken. Garantiert!

Tipp: Im Schnorr darf auch sonntags (01.04.-31.12. von 11 bis 16:00 Uhr) geshoppt werden. Aber Achtung, an diesem Tag ist es immer besonders voll. Der Eindruck wird durch die engen Gassen natürlich noch verstärkt.

Auf Zeitreise  – Bremens Geschichte live erlebt

Wer eine gute Stunde Zeit hat und sich für die Geschichte der Hansestadt Bremen interessiert, für den Museen aber einfach nur sterbenslangweilig sind, dem empfehle ich einen Besuch im „Bremer Geschichtenhaus“. Vergesst das Lesen von irgendwelchen Infotafeln, hier benötigt man nur offene Ohren – wobei offene Augen auch nicht schlecht sind. 😉

Gut zu wissen: Es gibt eine Rollstuhlrampe, sowie einen Fahrstuhl. In jeder Station gibt es ausreichend Sitzmöglichkeiten. Wer also nicht ganz so gut zu Fuß ist, nicht lange stehen kann oder auf Rädern unterwegs ist, kommt ebenfalls in den vollen Genuss des Programms. 🙂

Entgegen weitläufiger Meinung verfügen auch Bremer durchaus über Humor. 😉

Bremer Geschichte wird hier lebendig erzählt und gespielt. Bremens Berühmtheiten, von der Mitte des 17. bis in das frühe 20. Jahrhundert, erzählen aus ihrem Leben. Wie konnte eine 20.000 Einwohner-Stadt, voller Kaufleuten und Handwerkern, einem 20.000 Mann starken bewaffneten Herr trotzen? Wie wurde die Stadt vor einer Feuerbrunst bewahrt? Was taten Fleuten (Handelsschiffe), wenn sie auf Piraten trafen? Was erzählte man sich so in Bremer Kaffeehäusern und wo ist eigentlich der Unterschied zwischen ungeröstetem und geröstetem Kaffee? Wie brachte der „Engel von Bremen“ (Gesche Margarethe Gottfried, geb. Timm) den Tod? Was widerfuhr Jürgen Heinrich Keberele, dass er nicht nur einer der berühmtesten Bewohner, sondern auch nur noch Heini Holtenbeen genannt wurde? … – Und das sind nur die Punkte, die bei unserer Führung gespielt wurden. Dadurch, dass es sich um wechselnde Schauspieler handelt, werden an anderen Tagen auch andere Stationen bespielt. Aber nicht nur dass, denn genau durch diesen Wechsel ist jede Aufführung, selbst bei der gleichen Station, ganz anders.

Was man auf den ersten Blick nicht erkennt: Es handelt sich hier um ein Integrationsprojekt für Langzeitarbeitslose. (Das macht es absolut nicht weniger interessant!) Das Geschichtenhaus ist einmalig in Deutschland und wurde eine Auszeichnung von Joachim Gauck für Idee und Umsetzung. Ob mit oder ohne Preis, mir (uns) hat es gut gefallen und, wenn die anderen Stationen bespielt werden, würde ich gerne wieder eine Zeitreise wagen.

Tipp: Immer freitags von 9 bis 10:30 Uhr gibt eine spezielle Vorführung für Vorschulkinder. (Voranmeldung ist erforderlich).

Mach(t) mal Pause

Wer nach so viel herumgelaufen nun eine Pause braucht, kann in eines der gemütlichen Cafés  oder kleinen Restaurant einkehren und dort z.B. Bremer Kaffee und Bremer Spezialitäten genießen. (Natürlich gibt es aber auch andere leckere Gerichte.) Da es meinem Schatz nach Eiscreme gelüstete, kehrten wir in eine Konditorei ein. (Ich nutzte die Gelegenheit um endlich den Punkt „Eiscreme mit Sahne“ von meiner Jahres-To-Do-Liste zu streichen. Auch wenn ich die Sahne dreimal bestellen musste, weil die (sehr) junge Frau anscheinend so ziemlich alles andere im Kopf hatte. Aber das Eis war dafür sehr lecker ;-).)

Fazit

Aus dem ursprünglich geplanten „kurzen Abstecher“ wurde ein halber Tag voller Erlebnisse. Ein wenig ist es, als sei im Schnorr die Zeit stehen geblieben und genau das macht ihn so unendlich liebenswert. Wer der Hektik des Alltags entfliehen möchte, sollte unbedingt durch die Gassen dieses ältesten Viertel Bremens schlendern.

P.S.: Fall es bei euer Tour regnet: In Bremen kennt man kein Schietwetter, nur falsche Kleidung. 😉

Kleines Reise-S.O.S. [Rezension – Lifehacks Reise]

Wenn einer eine Reise tut… dann hat er nicht nur was zu erzählen, sondern es geht vielleicht auch mal etwas schief. Um eben genau für solchen Lebenslagen vorbereitet zu sein, hat der DuMont Reiseverlag sich mal bei seinen Mitarbeitern umgehört und tolle Tipps gesammelt. Zusammengefasst sind sie in diesem Buch:

Marie Geißler

Auf alles vorbereitetLifehacks für unterwegs

160 Seiten

DuMont Reiseverlag [24.03.2017]

ISBN 9783770184804

Erhältlich als Taschenbuch und als E-Book

~°~ Klappentext ~°~

Wer viel unterwegs ist, entdeckt im Laufe der Zeit so manchen Trick, der das Reisen entspannter macht. In diesem charmant illustrierten Buch verraten die DuMont-Reiseprofis 300 unverzichtbare Tipps und verblüffende Kniffe, die selbst Vielreisenden ein „Aha“ entlocken. Wie spart man Platz im Koffer und bringt die Kleidung ohne Knitter ans Ziel? Welche technische Helfer machen den Alltag leichter und welche einfachen Dinge helfen beim Improvisieren in allen Lebenslagen? Ob allein unterwegs oder Familienurlaub, Kurztrip oder Weltumrundung – dieses Buch ist ein findiger und vergnüglicher Begleiter für alle Fälle.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Das Cover zeigt eine ziemlich relaxxte Frau, samt Cocktail, in einem Regenschirm. Sieht lustig aus und deutet auch ein wenig auf den Inhalt dieses Buches hin. In etwa wie: „Mit diesen Tipps kann ich den Urlaub genießen.“ Mir gefällt es sehr gut. Das Gummi hilft dabei, das Buch z.B. auch im Koffer zusammen zu halten und schützt so die Seiten. (Lifehack a lá Mooni: Ein Einmachgummi hilft ebenso. ;))

Einige Tipps sind wirklich interessant, z.B. sein Outfit platzsparend so zusammen zu fassen, das Outfit platzsparend so zusammenzurollen, dass es nicht nur knitterfrei bleibt, sondern der/ die Reisende gleich alles zusammen hat. Selbst einige Upcyclingideen haben hier Platz gefunden, ob nun einen Toilettenpapierspender aus einer PET-Flasche basteln oder einen Smartphonehalter aus einem Einwegbecher. Teilweise sind Tipps darunter, die man nicht (nur) für den gebrauchen kann.

Bei anderen Tipps dachte ich nur „Ernsthaft?“. So wird z.B. geraten statt eines Wörterbuches – ausgerechnet – den Googleübersetzer zu nutzen. Ebenso wird nahegelegt die Ecken des Koffers mit Taschentuch-Päckchen zu auszustopfen. An sich ja nicht tragisch, allerdings wird in diesem Lifehack dazu geraten, man könne diese auch als Toilettenpapier gebrauchen. – Verstopfung des WCs ist da wohl vorprogrammiert …

Obwohl es sich hier ja um ein Sachbuch handelt, ist der Schreibstil wirklich großartig. Es gibt wenig Text, aber dieser ist in einem lockeren, leicht verständlichen Stil verfasst. Besonders toll sind die vielen Bilder. Es gibt zahlreiche Illustrationen zu den ganzen Tipps. Oft auch begleitet von einem passenden (Reise)Zitat. Das Design dieses Ratgebers ist insgesamt wirklich großartig.

Ein großer Vorteil ist sicher auch das Gewicht dieses Buches, denn es ist wirklich extrem leicht. Damit lässt es sich gut mit im Koffer oder im Rucksack verstauen, ohne dabei (wirklich) ins Gewicht zu fallen. (Wortspiel verstanden? ;-))

~°~ Fazit ~°~

299 nützliche und hilfreiche Kniffe für die Reise, mal mehr, mal weniger nützlich. Aber immer amüsant und interessant. Die tollen Illustrationen runden das ganze ab und erst durch sie macht es so richtig Spaß in dem Buch zu blättern.

Kleiner Forscher auf großem Abenteuer [Rezension – Jugendroman / Abenteuer]

Ich für meinen Teil liebe Geschichten in denen ich förmlich versinken kann. Dazu gehört neben einer schönen Geschichte auch ein Schreibstil, bei dem mich jede Zeile durch die Seiten trägt. Wenn das Ganze dann noch mit wunderschönen Bildern untermalt ist, bezeichne ich das Buch als perfekt. Hier möchte ich euch daher nun den (für mich) perfekten Jugend-Abenteuer-Roman vorstellen. Gute Reise. 😉

~°~ Das Buch ~°~

Nicholas Gannon

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt

368 Seiten

Coppenrath [04.08.2016]

ISBN 9783649619420

~°~ Klappentext ~°~

Archer Helmsley ist ein Entdecker – genau wie seine Großeltern, die berühmten Naturforscher. Es gibt nur ein Problem: Seit Ralph und Rachel Helmsley vor zwei Jahren spurlos auf einem Eisberg verschwanden, lässt Archers Mutter ihn nicht mehr vor die Tür.

Wie aber soll man in einem Haus voller ausgestopfter Tiere und todlangweiliger Dinner-Gäste jemals ein Abenteuer erleben? Archer braucht einen Plan!

Zum Glück ist da das Nachbarmädchen Adélaïde, das schon mal gegen wilde Krokodile gekämpft hat. (Woher sonst sollte sie ihr Holzbein haben?) Und Oliver, der in jedem Plan die kleinen Fehler aufspürt. (Zum Beispiel, dass man ohne U-Boot und die Möglichkeit, das Haus zu verlassen, kein Tiefseeforscher werden kann.)

Als dann auch noch ein einäugiger Kapitän vor Archers Tür auftaucht und ihm einen Haufen alter Reiseaufzeichnungen von Ralph und Rachel Helmsley überreicht, steht Archers Entschluss fest: Er muss zum Südpol reisen und seine Großeltern finden!

Ein Buch für todesmutige Tagträumer und heimliche Helden

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover und Bilder ~

Schon der Einband lässt vermuten, dass hinter sich ihm großartiges verbirgt. Neben drei Kindern, welche zwischen jeder Menge Koffern und teils kuriosen Gegenständen hocken, ist die teils erhabene und verschnörkelte Schrift ein Hinweis darauf dass es ein fantastisches Abenteuer wird.

Kaum blättert der Leser in dem Band, gibt es gleich das erste „Ohhh….“ (Im Sinne von „Oh wie schön“. ;-)), denn das Papier auf dem die Seiten gedruckt wurden, fühlen sich glatt und hochwertig an. Kein Vergleich mit anderen Jugendromanen. Ein richtig großes „Wow“, entfuhr mit dann aber, als ich die Bilder gesehen habe. Nicht etwa eine kleine schwarz-weiße Zeichnung irgendwo am Rand, sondern ganze Bildtafel. Teils sogar zweiseitig und alle samt farbig gestaltet. Sie stellen jeweils eine Szene zum eben gelesen dar, so dass der Leser hier auch optisch mit auf die Reise genommen wird. – Alleine schon wegen den Bildern kann ich den Kauf nur ans Herz legen. Die Geschichte allerdings steht ihnen in nichts nach. 😉

~ Geschichte ~

Archer ist ein Helmsley und darauf kann erst stolz sein. Zumindest theoretisch, denn seine Großeltern sind Forscher und im wahrsten Sinne des Wortes Stadtbekannt. Allerdings nicht überall beliebt. Umso größer ist bei einigen die Freude, als die beiden auf einem Eisberg verschwinden. Für Archer ändert dieser Verlust alles, denn seine Mutter lässt ihn nun nicht mehr aus dem Haus. Das einzige was der Junge noch darf ist zur Schule zu gehen und dann, auf direktem Weg, nach Hause. Tagein, tagaus. Eingesperrt in einem großen Haus das, mit all seinen ausgestopften Tieren und kuriosen Gegenständen, einem Museum gleicht. Wie soll Archer da bloß Abenteuer erleben, um in die Großstapfen seiner Großeltern zu treten? Dann hat er eine Idee: Er fährt an den Südpol und findet die beiden, doch dafür muss Archer erst einmal aus dem Haus. Der Junge entwickelt einen genialen Plan …

Das ein Kind das Haus, bis auf die Schule, überhaupt nicht verlassen darf ist vermutlich arg übertrieben. Für diese Geschichte ist es aber nicht nur notwendig, sondern passt einfach dazu. Je mehr Hindernisse sich Archer in den Weg stellen, desto kreativer (und auch mutiger) wird er. (Getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“.) Als Leser kann man wunderbar beobachten wie die Kinder reifen und auch lernen sich und andere so zu akzeptieren, wie sie eben sind.

~ Schreibstil ~

Es ist ja immer etwas „gefährlich“ Vergleiche anzustellen. Hier möchte ich es ausnahmsweise aber dennoch machen, denn der Erzählstil erinnerte mich sofort an „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“. (Das soll auf keinen Fall heißen, dass der Autor hier abgekupfert hat!) Die bildlichen Beschreibungen helfen dabei, den Leser in eine Detailreiche Welt zu entführen. Der packende Erzählstil stellt die Handlung mal von der einen, mal von der anderen Seite dar, so dass hier absolut nichts verpasst wird. Einfach wunderschön und im wahrsten Sinne ein Sog zwischen die Zeilen, aus denen man gar nicht wieder auftauchen möchte.

~ Empfohlenes Lesealter 10 – 12 Jahre ~

Als empfohlenes Lesealter wird vom Verlag 10 bis 12 Jahre angegeben. Ich finde das sehr passend, denn in diesem Alter ist die Geschichte nicht nur verständlich, sondern auch „träumbar“. (Die Romankinder sind 11 Jahre jung.) Wirklich schwierige Wörter gibt es nicht und falls doch, wird es direkt in der Handlung selbst, erklärt.

~°~ Fazit ~°~

Ob Archers Großeltern endlich (wieder) auftauchen? Ich habe da so eine Theorie, ob ich richtig liege, erfahre ich im Herbst, denn dann erscheint der zweite Band. Bis dahin kann ich euch nur empfehlen die Zeit zu nutzen und euch schon auf den „Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ zu machen. Ein wunderbarer Roman über Freundschaft, Hoffnung und den Mut anders zu sein.

 

~ Reihe ~

Folgt im Herbst 2017 [Band 2]

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt [Band 1]

Kleine Helfer für unterwegs [Rezension]

Langweilige Reiseführer waren gestern. Zumindest scheint sich das der DuMontReiseVerlag gedacht zu haben und die Reihe „DuMont Direkt“ nicht nur aktuell, sondern auch mit einer guten Prise Humor und Blick hinter die Kulissen herausgebracht.

Wie wohl nicht anders zu erwarten, sind natürlich alle prägnanten Orte, Gebäude und Sehenswürdigkeiten beschrieben. Sozusagen das „Must see“ bei der Stadtbesichtigung.

Direkt am Anfang finden sich in allen Bänden Straßenkarten, mit den einzeichneten Top-Sehenswürdigkeiten. Fast alle Exemplare haben auch eine praktische Jahresübersicht mit Veranstaltungen der jeweiligen Stadt.

Nach einer kurzen Zusammenfassung über die Stadt, geht es auch direkt auch Erkundungstour.  Einzelne Punkte werden näher vorgestellt, wie z.B. der Tiergarten in Berlin, der Livenplatz in Riga oder die Ruzafa in Valencia. Neben den wichtigsten Infos, gibt es eine kleine Übersicht von allem was sich in der Nähe befindet und einen Besuch lohnt, z.B. Museum oder Café, samt Öffnungszeiten. Die kleine mit abgebildete Straßenkarte hilft, das angestrebte Ziel schnell und unkompliziert zu finden.

Zum Schluss gibt es noch eine nützlich Übersicht über Schlafstätten und Futterstätten. Wer bereits gegessen hat und noch nicht schlafen möchte, findet unter „Wenn die Nacht beginnt“, Tipps zum Ausgehen.

Doch nach dem Schluss ist noch lange nicht Ende. Ein wenig interessantes Wissen darf zum einen Form von „Mundart“, wo der Leser erfährt, was die „Eingeborenen“ denn da eigentlich sprechen (und so vermutlich nicht im Wörterbuch steht) und zum anderen mit Fotos von berühmten Persönlichkeiten, die mit der Stadt verbunden sind.

Am Ende des Buches ist, bei jedem Exemplar, eine gute und übersichtliche Straßenkarte zu finden. Ein Faltplan, der Orientierung bietet.

Der Reiseführer ist sehr handlich und schön leicht, so dass man ihn auch gut im Rucksack transportieren kann. Einziges, wenn auch recht kleines Manko, ist für mich, dass die Bücher teilweise anders gestaltet sind. So befindet sich der Veranstaltungsplan mal vorne, mal hinten. Gerade wenn man bereits mit einem der Reiseführer unterwegs war, macht dieses das Handling etwas „komplizierter“.

Kompaktes Wissen mit Charme, angenehmen Schreibstil und jeder Menge Fotos schön verpackt. Dem Abenteuer steht also nichts mehr im Weg. 😉

Erschienen sind sie im April 2017 und für 11,99 EUR / Band z.B. HIER erhältlich.

In diesem Sinne: Eine gute Reise und einen schönen Urlaub. 🙂

Deutschlands Untergrund [Rezension]

MAIRDUMONT bietet als Marktführer auf dem Gebiet der Verlagserzeugnisse für Touristik und Verkehr viele verschiedene Publikationen aus Bereichen wie z.B. Reisführern, Reiseberichten und Bildbände. Einen solchen Bildband möchte ich euch heute vorstellen, denn der Verlag so freundlich, mir eine Auswahl aus dem Verlagsprogramm zur Rezension zur Verfügung zu stellen. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle dafür. 🙂 Auch wenn ich ja eher die Thrillertype bin, so habe ich es genossen literarisch die Welt zu erkunden und euch möchte ich mitnehmen. – Und dabei fangen wir ganz unten an. 😉

~°~ Das Buch ~°~

Hans-Joachim Schneider

Unterirdisch

Verborgene Orte in Deutschland

Verlag : DuMont Reiseverlag / 06.10.2016

ISBN: 9783770188864

~°~ Klappentext ~°~

unterirdischEs ist eng, es ist kalt, es ist dunkel. Es gibt weder Frischluft noch Tageslicht. Manche Menschen befällt größtes Unwohlsein bei dem Gedanken an unterirdische Räume, für andere ist der Abstieg in diese Unterwelten ein Hobby mit Suchtpotenzial. Ihre Abgeschiedenheit, die Abgeschlossenheit und die Finsternis lassen der Fantasie weiten Raum. Das gilt für die vielen natürlichen Höhlen und Grotten, die es vor allem in Mittel- und Süddeutschland gibt, aber auch für alle von Menschhand angelegten Räume unter Tage: Militärische Anlagen und Lagerstätten für gefährliche Waffen, Kanalisationen, Kellerräume und Stollen, Geheimgänge, Tunnel, Fluchtwege und Verstecke. Viele hat man  nur eine Zeitlang, manche nie wirklich genutzt – wie zum Beispiel die Regierungsbunker, die in den Zeiten des Kalten Krieges angelegt wurden und heute noch fast genauso aussehen wie damals, als man sie eingerichtet hatte. Anders die Objekte, die kontinuierlich oder über lange Zeiträume immer wieder genutzt wurden wie Bergwerke, Keller oder auch so manche Höhle: Hier sind es gerade die Gebrauchsspuren wie vergessene, liegengebliebene Gegenstände, die diesen Räumlichkeiten ihre besondere Atmosphäre verleihen. Wer durch die Lektüre dieses Bildbandes Lust bekommt, in das verborgene Deutschland hinabzusteigen, hat dank der Hinweise auf mögliche Besichtigungen die Gelegenheit dazu. Aber auch virtuell ist der Ausflug in die Unterwelt spannend  – und vor allem völlig gefahrlos.

~°~ Eindrücke / Meinung ~°~

Bei dem großformatigen Bildband handelt es sich leider nur um ein Softcover, was das Buch zwar preislich erschwinglich(er) macht, jedoch auch nicht mehr ganz so edel wirken lässt.

Nach einer kurzen Einführung geht es auch direkt unter die Erde. Der Fotograf entführt den Leser in Gewölbe, Tunnel, aber auch in geschichtsträchtige Orte wie Bunker und stillgelegte (Atom)kraftwerke. Fast immer gibt es von einem Ort mehrere Aufnahmen von einem Ort, aus verschiedenen Winkeln. Die Einleitung erfolgt fast immer durch ein doppelseitiges Foto. Dieses großformatige Bild können oft Details entnommen werden. Die Augen wissen manchmal gar nicht so recht wohin. Ein wenig fühlt es sich an, als wäre der Leser zugleich der Fotograf/ Betrachter selbst.

unterirdisch

Es folgen kleinere Fotos, die Details noch weiter herausstellen. Besonders hervor stechen hier Unterwasserbilder, welche in vollgelaufenen Becke und Stollen aufgenommen wurden. – Hier handelt es sich um Bilder, die ein „Normalbürger“ wohl ansonsten nicht sehen würde, da diese Bereiche nur für Höhlentaucher zugänglich sind. Leider sind einige Bilder doch recht klein, so dass nicht alles wirklich gut zur Geltung kommt. Hier wären weniger, dafür aber aussagekräftigere Fotos schön gewesen.

unterirdisch

Zu jedem unterirdischen Ort werden Information bereitgestellt. Hieraus erfährt der Leser um was für einen Ort es sich handelt, was die Besonderheit ist und, sofern gegeben, auch ein wenig Geschichte. Die Texte sind verständlich und prägnant kurz. Das ist völlig in Ordnung so, da hier ja die Bilder im Vordergrund stehen.

Ein schönes Detail ist hier die Liste am Ende des Buches. Hier werden alle vorgestellten Orte mit Anschrift aufgeführt. Der Leser erfährt hier auch direkt, ob das Objekt besucht werden kann oder für die Öffentlichkeit gesperrt ist.

~°~ Fazit ~°~

Es gibt viele Bildbände, aber die wenigsten entführen den Betrachter (Leser) an so unwirklichem und zugleich mysteriösem Orte. Mit der Übersichtsliste der Orte, samt Adressen, ist „Unterirdisch“ auch gleich ein „Reiseempfehler“ der etwas anderen Art. Aber auch wer nicht verreisen möchte, kann mit diesem Bildband zumindest eine geistige Reise antreten. Auch eine schöne Geschenkidee.

unterirdisch

 

Unheimliche Begegnung der Dritten Art ;)

„Gott hat uns Verwandte gegeben.

Gott sei dank dass wir uns unsere Freunde wählen können.“

[Ethel Mumford]

Es ist „früh“ am Morgen (Vormittag), du hast – wie schon seit Tagen – Migräne.  Ein ganz normaler Start ins Wochenende. Die Paketboten geben sich die Klinke in die Hand. (Die Nachbarn denken sicher wir würden Unmengen an Weihnachtsgeschenken ordern, nicht wissend dass so gut wie nichts davon bezahlt ist. Tausend verschiedene Sachen für Produkttests, sowie einige Gewinne. – Derzeit habe ich das Talent ständig Süßigkeiten zu gewinnen. Von Lindt Hello über Kinderriegel bis zu Sallos war bereits alles dabei. Gibt schlimmeres. 😉 Nur das Paket auf das ich sehnsüchtig warte lässt auf sich warten. Bisher hat es nicht einmal die Landesgrenze passiert… So langsam werde ich nervös, dass es nicht mehr zum „Nichtgeburtstag“ meines BestBros eintrifft.)

Während du also versuchst dich irgendwie auf den Beinen zu halten und nebenbei deinen Nacken massierst, klingelt es an der Haustür. „Ein Paket“, denkst du und öffnest. Was deine Augen dann sehen braucht einen Moment um im Gehirn verarbeitet zu werden. Vor dir steht – deine Schwiegermutter! Der Sohn bringt es treffend auf den Punkt und fragt ganz direkt: „Was willst du denn hier?“ – Ja, er kann sehr Feinfühlig Weihnachtsschokisein, mein Herr Gemahl. 😉 Die Antwort war ganz klassisch: „Gucken wie es euch so geht“ und „Was vorbeibringen.“. Mit letzterem Satz reichte sie uns Weihnachtssüßigkeiten, was zu einem Aufstöhnen führte. „Jaaaa, hat Vaddern gekauft.“ (Erstaunlich wie wenig die eigenen Familie einen manchmal kennt. Hätten sie Dominosteine für meinen Schatz und Baumkuchen für mich gebracht, so hätten sie, trotz Weihnachtssüßwaren, voll ins Schwarze getroffen.) Wo sie denn schon einmal da war, konnten wir direkt alles für das Weihnachtsfest besprechen, was alljährlich mit der ganzen Familie stattfindet. (Ja, ich finde es gruselig. Aber meine GöGa mag es und auch wenn ich nicht dabei sein muss, so ist es ja auch nicht verkehrt mal unter Leute zu kommen. Auch wenn es eben „nur“ die Schwiegerverwandtschaft ist.) Blöderweise weiß die gute Frau, dass ich backen kann und so wurde es mir nun auferlegt einen Kuchen für den Weihnachtskaffee zu zaubern. Da ich gerne backe, kein Problem. Nur habe ich noch keine Ahnung WAS ich machen soll. HILFE!!! KREATIVE IDEEN BITTE IN DIE KOMMENTARE!

So „ganz nebenbei“ fragte ich meine Schwiegermutter ob sie uns nicht zu der Schwiegermutter ihres Sohnes begleiten will. Hätte selbiger näher an mir dran gesessen, ich hätte wohl nie wieder auch nur Kopfschmerzen gehabt. Zumindest durchbohrte mich sein Blick förmlich …. Dabei war das nur praktisch gedacht: Jeder der beiden könnte eine Tour fahren (Immerhin sind das einige Stunden!) und auf der Feier selbst könnten unsere Eltern sich unterhalte, so dass wir beide gleich „Ruhe“ vor ihnen hätte. Eine Win-Win-Situation. – Na ja, außer vielleicht das man die ganze Fahrt über eben eine der Schwiegermütter direkt „auf der Pelle“ hätte … 😉

Kunst liegt im Auge des Betrachters – Eindrücke eines Tagesaufluges: Worpswede

WorpswedeWorpswede

Schon kurz, nachdem ich nach Bremen zog, fragte ich mich was an „Worpswede“ so toll sein soll. Es sei ein „Künstlerdorf“ hieß es. Sofort dachte ich an kunstvolle Häuser, etwa á la Hundertwasser: bunt, schräg, schrill. Okay, nun mag ich den Hundertwasserstil nicht sonderlich, dennoch war ich neugierig solch ein ganzes Dorf zu entdecken. – Und wie es eben meist so ist, führte mich kein Weg dorthin.

Bis eines Sonntags mein Göttergatte sprach: „Heute zeige ich dir Worpswede. Da wolltest du doch unbedingt mal hin.“ – Und ob ich wollte!!! 😀 Sogar das Wetter war auf unserer Seite, denn die Sonne knallte förmlich vom Himmel herab. (Später zog glücklicherweise noch ein leicht kühler Wind auf.)

Für alle die noch nie etwas von Worpswede gehört haben, kurz ein paar statistische Daten:

Worpswede liegt in Niedersachsen und gehört zum Landkreis Osterholz. (Es liegt etwa 30 km nordöstlich von Bremen.) Auf der Fläche von grade einmal 76,13 m² beherbergt dieser Ort 5.465 Einwohner, also doch eher beschaulich. Seit November 1976 darf sich Worpswede als „Staatlich anerkannter Erholungsort“ bezeichnen. Die meisten Einwohner sind offenkundig CDU-Wähler. (Ausgerechnet!) In Worpswede steht, neben der Landschaft, sehr die Kunst/ das Kunsthandwerk im Vordergrund.

Hat der Name eine Beduetung? Ja! „Worps“ bedeutet Hügel, „Wede“ der Wald. Worpswede bedeutet also „Hügelwald“. Von dem was ich gesehen habe, würde ich sagen: Treffend!

Station 1 – Weyerberg / Findorff-Stein

Ron hat ja ein Talent dazu mich in abgelegene Winkel zu „entführen“. So musste ich schon etwas schmunzeln, als er auf einen kleinen Hügel deutete und erklärte: „Da hoch. Da liegt unser erstes Ziel.“

Bei dem „Hügel“ handelt es sich um den Weyerberg. Er ist 54,4 Meter hoch. Allerdings ist es kein wirklicher Berg, sondern eine aus Sand bestehende Geestinsel, wie sie hier im Norden üblich sind. (Geest = Sandablagerung die während der Eiszeit entstanden und eben etwas höher liegen.)

Auf dem Weg das Hügelchen herauf fiel mir sofort ein Stein auf, der mich total irritierte. Ihr wisst: Wir waren in Worpswede. Auf dem Stein stand aber „Findorff“. Verwirrt las die Aufschrift ein zweites Mal. Eindeutig stand hier Findorff! – Das es sich eben nicht um den Bremer Stadtteil, sondern um eine Person handelt, wollte mir einfach nicht in den Sinn kommen. Jürgen Christian Findorff, für den ein Denkmal errichtet wurde, zu dem eben dieser Stein weist, wurde 1720 geboren und erbrachte besondere Verdienste u.a.- bei der Moorbesiedlung. So trug er auch maßgeblich zur Gründung von Osterholz bei. Findorff galt als „Vater aller Moorbauern“, da er diesen stets mit Rat und Tat zur Seite stand.

Station 2 – Zionisfriedhof

Während anderorts Friedhöfe doch mehr für die Toten errichtet wurden, so laufen auf diesem offenkundig mehr Lebende herum. Es kam mir nicht vor wie ein Ort der Ruhe. Eher wie ein Ort des Gaffens. „Guck mal hier liegt XY und da HIJ! Und hier …“ Vielleicht liegt es daran, dass die Friedhofsverwaltung direkt einen Plan zur Verfügung stellt, damit Besucher gezielt die Gräber von „Berühmten Persönlichkeiten“ aufsuchen können? Auf diesem Friedhof sollen mehr als 80 Kunstmaler, Schriftsteller, Musiker und Kunsthandwerker ihre letzte Ruhestätte gefunden. (Erscheint das etwa viel? Finde ich jetzt nicht. Immerhin handelt es sich hier ja um ein Künstlerdorf!)

Das bekannteste Grab soll das von Paula Modersohn-Beckersein. Das Grabmal „Werden und Vergehen“ wurde zwischen 1916 und 1919 von Bernhard Hoetger errichtet. – – – Sagte ich eingangs „berühmte“ Persönlichkeiten? Also ICH kenne weder die Tote noch ihren Steingeber! (Wen ich nicht kenne, der kann ja nun nicht SO berühmt (gewesen) sein. 😉

Station 3 – Käseglocke

Als ich „Käseglocke“ auf einem Richtungshinweis las, dachte ich an eine Skulptur. Vielleich irgendetwas aus Bronze gegossen oder aus Stein gehauen. Unwissend folgten wir den Pfeilen. Es kam einer Schnitzeljagd gleich, denn die Pfeile führten und immer tiefer in den Wald … Wir begegneten unheimlichen Gestalten: Menschen die uns grüßten!!! o.O.

Dann – plötzlich – standen wir davor. (Na gut, fast.) Ein Schild sagte uns das wir richtig waren. Nur gab es da keine Skulptur. Schulterzuckend sahen wir uns an und lasen auf der Infotafel nach. Aha. Als Käseglocke wird als das Gebäude an sich bezeichnet, da es von der Form her an eine selbige erinnert. Na ja, ein wenig was von einem Hexenhäuschen hat das Holzgebilde schon. Besonders so versteckt im Wald, aber Käseglocke??? Mmhh… Vielleicht hatten die Bewohner ja früher Stinkefüße!? Irgendwo habe ich noch gelesen, das Gebäude sei der Form eines Iglus nachempfunden. Das lasse ich schon eher gelten! 😉

Das Haus steht unter Denkmalschutz und wurde 1926 von Edwin Koenemann, seines Zeichens Schriftsteller, erbaut.

Station 4 – Barkenhoff / Heinrich Vogeler Haus

Ursprünglich handelte es sich hier um einen Bauernhof. 1985 wurde es jedoch vom Künstler Heinrich Vogeler gekauft, der das Gebäude innerhalb weniger Jahre in ein Objekt im Jugendstil verwandelte. Es wird daher auch „Heinrich Vogeler Haus“ genannt. Der Hof wurde schnell zum Mittelpunkt der Worpsweder Künstlerbewegung und nach dem Ersten Weltkrieg diente der Hof als Kommune, Arbeitsschule und als Kinderheim.

Praktischerweise ist es möglich den Hof zu erkunden ohne Eintritt für das Gebäude, in dem sich eine Ausstellung befindet, zahlen zu müssen. (Immerhin muss man 6,- € berappen!)

Auch wenn ich dafür zu geizig war, so muss ich doch gestehen, dass das Gebäude von außen durchaus schön (und kitschig) anmutete. Wir schlenderten durch den, doch recht kleinen, Garten und rasteten in (unter?) einer Art hölzernen Laube, an der Rosen ihren Weg empor schlängelten. Einen wirklichen Ausblick auf den voranliegenden Garten hatten wir jedoch nicht, da die Sicht von einem Nadelbaum versperrt wurde. Schlimm war dies jedoch nicht, denn der Garten war recht verwahrlost und selbst die Laube war kurz vorm auseinanderfallen. – Künstler haben ja nie Geld, besagt ein Klischee …

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Station 5 – Eiscafé Dolomiti

Wie eingangs bereits erwähnt: Die Sonne brannte, die Füße glühten schnell und ich wollte nur noch eines: EIS!!!

Noch etwas unschlüssig, ob es hier so etwas wie eine Eisdiele überhaupt geben würde brachen wir gen Heimweg (oder in diesem Fall besser Auto) auf. Wir hatten zu mindestens einige Cafés entdeckt, die auch Eis auf der Karte hatten. – Aber ja, ich BESTAND auf ein richtiges Eiscafé. (Ich bilde mir immer ein die anderen können das nicht oder es gibt da eben nur Packungseis. ;))

Wie der Zufall es so wollte steuerten wir bei unserem Weg auf eine Eisdiele, als einen „richtige“ zu. Juhu!!! Auf der schattigen Terasse gab es eine „Cannone“ für Ron und einen „Waldbeerbecher“ für mich. Das war wirklich sehr lecker und tat nach der ganzen Lauferei in der Hitze verdammt gut! Der Tag war gerettet! 😀

Station 6 – Briefkasten ^^

EINE letzte Station sollte es aber noch geben. Immerhin befand ich mich, sozusagen, im Ausland. Was lag da näher als meinem Bruderherz eine Karte zu schicken??? In einem kleinen Lädchen gab esWorpswede wenige Ansichts-, dafür aber viele Kunstpostkarten. Da ich als Ansichtskarte höchstens einen Buddha für würdig erachtete, griff ich zu einer Kunstpostkarte. Auf der war das Bildnis einer nackten jungen Frau zu sehen, die einen Apfel in die Luft streckt. „Das passt!“ stimmt Ron mir zu und wir schrieben so etwa kreatives wie >>Liebe Grüße aus dem „idyllischem“ Worpswede<< auf die Rückseite. – – – Idyllisch ist in diesem Fall mit „langweilig“ gleichzusetzen, klingt nur besser. Leider wies mein Schatz mich zu spät darauf hin, dass ich auch hätte „malerisch“ schreiben können….

Ja, abschließend bleibt mir nur ein Fazit:

Worpswede IST malerisch, denn mit dem WAS es hat, ist es genauso langweilig wie ein ausdrucksloses Bild an der Wand!

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