Was von uns gehen will, muß vorher zu uns gekommen sein

~°~ Das Buch ~°~

Ruth Hogan

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge

320 Seiten

List Verlag [19.05.2017]

ISBN 9783471351475

Erhältlich als E-Book / Gebundene Ausgabe / Hörbuch-Download / Audio-CD

~°~ Klappentext ~°~

Vor vierzig Jahren hat Anthony das Liebespfand seiner Verlobten verloren. Am selben Tag ist Therese bei einem Unfall gestorben. Seitdem sucht Anthony Trost in den Dingen, die er auf der Straße findet. Sorgfältig archiviert er die Fundstücke in seinem behaglichen viktorianischen Haus. Zu jedem Gegenstand vermerkt er, wann und wo er ihn gefunden hat. Und zu einzelnen schreibt er kurze Erzählungen, die das Besondere in den verlorenen Dingen schildern.

Sein großes Ziel ist es, die Besitzer ausfindig zu machen und ihnen alles zurückzugeben. Vielleicht hat jemand für ihn Thereses Liebespfand aufgehoben? Doch diese große Aufgabe muss er an Laura übergeben. Seine junge Assistentin, der er mehr zutraut als sie sich selbst. Anthonys Testament zieht für Laura eine Reihe äußerst unerwarteter Begegnungen nach sich. Denn auch sie möchte etwas finden…

Wir warten alle darauf, gefunden zu werden…

Auch Anthony Peardew, der auf seinen Streifzügen durch die Stadt Verlorenes aufsammelt. Jeden Gegenstand bewahrt er sorgfältig zu Hause auf. Er hofft, so ein vor langer Zeit gegebenes Versprechen einlösen zu können. Doch ihm läuft die Zeit davon. Laura übernimmt sein Erbe, ohne zu ahnen, auf welch große Aufgabe sie sich einlässt. Überrascht erkennt sie, welche Welt sich ihr in Anthonys Haus eröffnet.

Ein Roman über verlorene Dinge und zweite Chancen. Über einzelne Handschuhe, schönes Teegeschirr, begabte Nachbarinnen, unerwartete Freundschaften und zeitlose Liebe.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Mir hat das, doch recht schlichte, Cover so gut gefallen, dass ich es alleine deswegen schon unbedingt lesen wollte. Im Laufe des Romans wird klar, dass die dort abgebildete Taschenuhr ein wenig mehr ist, als nur ein Zeitmesser.

Die Farbzustellung passt toll und wirkt ruhig und ein wenig altertümlich. Da die Geschichte in der Vergangenheit spielt, durchaus passend.

~ Geschichte ~

Anthony Peardew sammelt verlorene Dinge. Dabei nicht nur etwas bestimmtes, sondern wirklich ALLES. Sei es ein Haargummi, ein Regenschirm oder eine Keksdose mit der Asche eines Toten. Anthony ist sich sicher, dass irgendjemand über den Verlust der einzelnen Gegenstände trauert, denn oft hat selbst das kleinste verlorene Stück für den Verlierer eine große Bedeutung. Klar, dass er daher all diese Dinge zurückgeben und Menschen glücklich machen möchte.

Da Mr. Peradew bereits ein wenig betagter ist, braucht der Autor Unterstützung im Haushalt. So findet Laura zu ihm. Die Mitdreißigerin ohne Ausbildung hat eine enttäuschende Ehe hinter sich und fühlt sich in dem Haus wundervoll geborgen. Im Laufe der Jahre werden die beiden Freunde. Doch eines Tages ist es soweit und Anthony weiß, dass er gehen muss. Er hinterlässt Laura das Haus, samt Inhalt. Allerdings hat der Autor noch einen letzten Wunsch: Wenigstens ein Mensch soll mit einem der gefundenen Gegenstände glücklich gemacht werden, indem er diesen zurückbekommt. Eine Mammutaufgabe der Laura sich anfangs eher wiederwillig stellt. Doch bald bekommt sie Unterstützung von dem Gärtner, sowie Sunshine, einer jungen Frau, die an dem Downsyndrom leidet. Gerade diese Unterstützung macht es nicht unbedingt einfach die Aufgabe zu bewältigen. Vor allen nicht, als es plötzlich auch noch anfängt zu spucken!

Parallel zu der Geschichte um Laura erfährt der Leser etwas über Eunice und dem Verleger Bomber. Anfangs durchaus ein wenig wirr und schwer verständlich, was die eine nun mit der anderen Handlung zu tun hat. Am Ende laufen beide Geschichten jedoch zusammen und das sogar äußerst wunderbar.

~ Schreibstil ~

Ich empfinde den Schreibstil als angenehm. Er ist ein wenig der Zeit angepasst, aber leicht verständlich und lässt sich flüssig lesen. Die Zeilen sind ausschmückend, aber nicht zu sehr, als das es von der eigentlichen Geschichte ablenkt. Die Autorin hat hier besonderes Fingerspitzengefühl bei Sunshine bewiesen, denn ihr Downsyndrom sorgt für Schmunzler, ohne aber die Krankheit ins lächerliche zu ziehen.

~°~ Fazit ~°~

Da der Leser bereits die Geschichte von Eunice kennt, möchte man Laura am liebsten rütteln und ihr sagen, was Sache ist. Da das nicht geht, bleibt nur, immer mal wieder über ein wenig Begriffsstutzigkeit zu schmunzeln. Der schöne und leicht ausschmückende Schreibstil voll bildlicher Beschreibung bietet einen zusätzlichen Lesegenuss. Für alle die eine zeitlose Geschichte voller Drama, Liebe und Mystery nicht abgeneigt sind, ein wirklich wundervolles Buch.

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Verschollen

Ich bekomme, verhältnismäßig, viele Pakete. Vor unserem Umzug, mit gemietetem Haus, war es daher sehr praktisch einfach eine Abstellgenehmigung zu erteilen. – Insbesondere da mein damaliger Mitbewohner stets von den Paketboten aus dem Bett geklingelt wurde … ():-)traslocatore02

Inzwischen sind wir zwar in die Zivilisation gezogen, allerdings auch in eine Wohnung und auch wenn es schön ist das z.B. die Fenster dicht sind, so fehlt nun die Möglichkeit Pakete sicher abstellen zu lassen. Da der Großteil der Pakete mit DHL geliefert wird, bin ich dazu übergegangen die Pakete direkt in die Filiale liefern zu lassen. (Sehr zum Leidwesen des Ladenbetreibers, da wir die Sachen nur 1x/ Woche abholen und der Laden nicht wirklich groß ist. ;)) Leider lässt sich, je nach Artikel und Anbieter, nicht alles dorthin liefern. Ab und an muss es dann, ganz klassisch, nach Hause geliefert werden.

Damit man allerdings in eine Postfiliale liefern kann, muss man auf einer Onlineseite registriert sein. Soweit so gut. Allerdings könnte man dann, zumindest theoretisch, auch eine Packstation liefern lassen. Ich persönlich traue diesen Stationen nicht, da man ja nie weiß was bzw. ob tatsächlich wirklich etwas in dem Fach liegt – und man nimmt ja bereits die Sendung an, bevor das Fach sich öffnet.

Doch es wäre ja zu einfach, wenn das mit der Lieferung alles so einfach klappen sollte. So bekam ich dann, bei der Lieferung zu mir nach Hause, plötzlich eine E-Mail, sowie eine SMS mit der Benachrichtig: „Leider konnte Ihre Sendung nicht in die gewünschte Packstation eingestellt werden. Ihre Sendung liegt daher für Sie in der Filiale XY“ –Ähm, hallo? Ich lasse NICHTS an die Packstation liefern, wie kann das dann nicht in die GEWÜNSCHTE Packstation geliefert werden??? Nach ellenlangen Suchen in den hintersten Winkeln fand ich dann meine DHL-Karte, die man zur Abholung benötigt. Bei einem Spaziergang, der gefühlt nicht enden wollte (Von wegen „Die ist gleich um die Ecke.“!), fanden wir dann auch die besagte Packstation und ich kam auch an meine Sendung.

dhl

Doch was DHL kann, dem will DPD anscheinende unbedingt noch einen drauf setzen:

Ich erhielt bei einer Bestellung die Nachricht vom Händler, dass DPD Lieferprobleme gehabt hätte. Mir wurde die Sendungsnummer mitgeschickt. Ein Blick auf die Sendungsverfolgung und – Drei riesengroße Fragezeichen über meinem Kopf, denn dort stand „Leider konnte unter Zusteller die angegebene Empfangsadresse nicht finden.“ – Nun, wir wohnen direkt an einer Hauptverkehrsstraße und die Hausnummer steht unübersehbar am Haus. Abgesehen davon ist das DPD-Lager etwa drei Straßen von hier entfernt und einer der Fahrer wohnt scheinbar eine Straße weiter.  Wie bitte, kann das Haus also übersehen werden??? Nun gut, ich nutzte die Möglichkeit der Zustellung am Wunschtag. Von DPD kam die entsprechende Bestätigung – und ich wartete den ganzen Tag. Vergebens … Laut der Sendungsverfolgung hatte sich der kleine Transporter auch gar nicht bewegt. Wo mein Paket ist jetzt? DAS wüsste ich auch wirklich gerne …

dpd

*UPDATE 19.02.2017*

Ich habe mich an den Händler gewendet und bekam folgende Antwort:
„Hallo, es tut mir leid dass es diese Probleme gibt. Auch für uns als Händler ist es teils unverständlich weshalb DPD Probleme mit regulären Adressen hat. Ich habe nun darum gebeten die Ware zuzustellen und ihre [Handynummer] als mögliche Referenz angegeben. Ich hoffe es klappt jetzt mit der Zustellung und kann mich nur nochmals bei ihnen für den mangelhaften Service entschuldigen.“

Mal sehen, ob’s was bringt …