Mittwochsteiler 14 / 2017 – Saftig

Du siehst im Winter einen See in dessen Mitte eine kleine Insel mit Apfelbäumen steht. Du willst unbedingt einen dieser saftigen Äpfel haben.

Wie holst du ihn dir?

apfelbaum

Schreibt in die Kommentare, welcher Gedanke euch ALS ERSTES kam.

Bei anderen abschauen gilt nicht!😉

Lösung Mittwochsteiler 13 / 2017 – Blumenbukett
Tulpe, da sie als einzige der genannten Blumen den noch fehlenden Vokal an der zweiten Stelle hat. (NArzisse, NElke, LIlie, ROse, TUlpe.)

Die Aliens kommen!

Stell dir vor dein 2jähriges Kind weckt dich mitten in der Nacht und ist total aufgeregt. – Für viele Eltern vermutlich nichts Neues. – Um das Kleine wieder ins Bett zu bringen stehst du auf. Du hast keine andre Wahl als dem Knirps zum Fenster zu folgen und traust deinen Augen nicht. Dein Sohn hat Recht! A-L-I-E-N-S!!! 

[Screesnshot]

Nein, es waren natürlich (?) keine Aliens, die diese wunderschönen Bilder zeichneten, sondern etwas viel weltlicheres und vielleicht sogar weit mehr faszinierendes: Die Natur!

Es handelt sich hierbei um „Lichtsäulen“. Damit diese Säulen entstehen muss es extrem kalt und windstill sein. Der in der Luft schwebende Wasserdampf gefriert zu sechseckigen Eiskristallen. Diese Kristalle sinken nur ganz langsam Richtung Boden. Die Eiskristalle schweben in unterschiedlichen Höhen und das dort einfallende Licht (z.B. von Straßenlaternen)  wirkt die Reflektion dann wie eine Säule.

Sie kommen sehr selten vor und, wie ich finde, haben sie tatsächlich einen schön mysteriöseren Touch, der für wahr auch aus einem SciFi-Film entsprungen sein könnte. 😉

BoxenStopp – Rossmann Schön für mich Box Dezember 2016

HABEN, HABEN, HABEN

Jede will sie (Na gut, fast.) und ich HABE sie, die

„Schön für mich Box Dezember 2016“.

Nein, ich bin eigentlich kein Fan von diesen ganzen „Überraschungsboxen“, bei denen ja vor einiger Zeit so ein Hype ausgebrochen ist. Habe 1-2 Boxen bestellt und dann festgestellt, dass ich mit 85 % des Inhaltes nicht anfangen kann. Doch die Box von Rossmann hat mich schon länger gereizt. Vielleicht weil ich die Produkte gerne nutze oder aber auch, weil es eben nur 5000 Boxen gibt und man „ausgewählt“ werden muss? (Unterbewusst spielt dieses bestimmt eine Roll. ;-))

Bereits letztes Jahr hatte ich vergeblich versucht, mir eine „Schön für mich Box“ zu ergattern, leider ohne Erfolg. Doch letzten Monat war mir das Glück hold und ich gestern bekam ich den Coupon. Nach der Arbeit daher ein kleiner Umweg, in die Rossmann Filiale meines Vertrauen, zielstrebig in die Parfümerieabteilung und die erste im Kittel geschnappt, die ich finden konnte. Eine sehr junge Mitarbeiterin, so jung, dass sie nicht erst Mal fragte was das ist. Ganz im Gegenteil. Sie sagte: „Ich will auch so eine!“ – Ich habe die Box dann schnell in meinem Rucksack verschwinden lassen und bin nach Hause geeilt. Jetzt nichts Falsches denken! Vorher habe ich natürlich noch die obligatorischen 5 EUR bezahlt. 😀

sfmb

Kaum Daheim sitze ich auch schon hier und schreibe euch einen Auspackbericht. Soviel vorweg: Ich bin wirklich happy über den Inhalt! 🙂

AUSGEPACKT

Die Box ist diesen Monat mit einem frostigen Blumenmotiv bedruckt und sieht wirklich sehr schön aus. Da es sich um eine Schachtel mit Deckel handelt, super zur Aufbewahrung oder für Geschenke.  Als Füllmaterial wurden pinke Pappschnipsel genutzt, welche sich super zum Dekorieren eignen. Genau richtig für ein kreative Type wie mich. 🙂

In einem kleinen Beilager, in Briefdesign, finden sich Rabattcoupons für einige der enthaltenen Produkte. Bis zu 20 % Rabatt oder auch 2für1. Lohnt sich also und da die bis Ende Mai gültig sind, wird vielleicht tatsächlich noch etwas nachgekauft. (So funktioniert es. ;-))

Vermutlich interessiert euch das aber gar nicht, sondern ihr wollt endlich wissen, was drinnen war!? Dann will ich euch nicht länger auf die sprichwörtliche Folter spannen.

ISANA med Lippenpflegestift

Genau richtig bei diesem Wetter, denn dieser Lippenpflegestift ist speziell auf die Bedürfnisse trockener und rissiger Lippen abgestimmt. Unter anderem sorgen Bio-Jojobaöl und Bio-Olivenöl für geschmeidig zarte Lippen.

lippenbalsam

Max Factor False Las Epic Mascara

Schwarzes Mascara in einem festlichen Outfit und mit 3-Zonen-Bürste. Praktisch ist der Wimperntrenner an der Bürstenspitze. Wirklich genial, denn Mascara stand bereits auf meiner „Drogerie-Einkaufsliste“.

mascara

ISANA Badeperlen Herzenswärme (Limitierte Edition)

Badeperlen mit Orangen-Zimt-Duft. Jojabaöl und Ureaperlen sorgen für samte Haut. – Ich bade nicht gerne (Bin ein Duschjunky.), mag Zimt nun auch nicht sonderlich gerne und eine Badewanne haben wir auch nicht. Mit diesem Tütchen kann ich daher leider nichts anfangen.

Badeperlen

OGX Renewing Argan Oil of Morocco Shampoo

Marokkanisches Arganöl versorgt das Haar mit intensiver Feuchtigkeit und versorgt es mit Nährstoffen. Dieses Shampoo soll die Haare nicht nur geschmeidig weich machen, sondern ihnen auch einen schimmernden Seidenglanz verleihen. Shampoo kann man immer brauchen und dieses riecht zumindest schon mal sehr gut. Ich bin gespannt, ob der Praxistest hält, was der Hersteller verspricht.

shampoo

Makeup Revolution Lidschattenpalette Redemption Iconic 1

Gleich 12 hoch pigmentierte Lidschatten sind auf dieser Palette vorhanden. Von matt bis schimmernd ist jeder dezente Ton dabei. Dank der butterweichen Formel lässt er sich sehr gut auftragen und verblenden. – Die Farben sind alle sehr schön. Übrigens ist 12 meine Lieblingszahl. Ob das ein Zeichen ist? 😉

lidschatten

Das Exquisite Pralinentruhe 168g Gold

Essbares Gold gibt in Form dieser kleinen Truhe. Es handelt sich dabei jedoch nicht um Blattgold, sondern Pralinen aus einer deutschen Schokoladen-Manufaktur. Von Orangen-Nougat-Crisp über Karamelltrüfel bis hin zu einem Apfeltöpchen und Marc de Champagnetrüffel sind viele lecker klingende Sorten dabei. Schade nur, dass die Hälfte Alkohol enthält. 😦

pralinen

Neutrogena® norwegische Formel Handcreme unparfürmiert overfill (Limitierte Edition)

Sofortige und langanhaltene Wirkung verspricht diese Handcreme. Da sie als Konzentrat daherkommt, reicht sie für 300 Anwendungen. Ich bin gespannt, wie lange sie bei uns hält und ob meine ständig trockene Hände, die Feuchtigkeit begierig aufsaugen werden.

handcreme

Rival de Loop Berlin Gel Nail Colour

Dieses Nagelgel liefert Ergebnisse wie aus dem (Finger-^^)Nagelstudio und trocknet dennoch ganz ohne UV-Lampe. In der Box liegt einer von vier Farben dabei. Ich habe einen etwas helleren Rotton erwischt. Zwar wäre ein dunkler eher meine Farbe, aber dieser gefällt mir auch.

nagelgel

RESUMEE

Eine wirklich liebevoll gestaltet und verpackte Box. Dazu ein Inhalt, mit dem ich – bis auf die Badeperlen – tatsächlich etwas anfangen kann und das ganz für gerade einmal 5 EUR. Leider ist es mit der Rossmann Schön für mich Box, wie so oft im Leben: Glück muss man haben. 😉

 

Kaufrausch ohne Kauf

Während mein Göttergatte seinen Urlaub genießt, nutzten wir meinen freien Tag, um uns auf die Suche u.a. nach einem Küchentisch unser Wahl zu begeben. Zwar hatten wir (= ich^^) im Internet schon ein Exemplar des Gefallens gefunden, doch eine Stimme (mein GöGa) schrie förmlich danach, diesen günstiger im Geschäft zu kaufen. So brachen wir dem Vehikel auf ins ländliche Nirgendwo, haben dabei (Landes)Grenzen überwunden und sind in einer … ähm … Einkaufwelt gelandet. Mehrere Stunden verbrachten wir dort, besahen und besetzten Möbel, fühlten Läufer und Gardinen, öffneten Schränke und klopften auf Tastaturen. Mit leeren Händen und der Erkenntnis, dass es online eben doch günstiger ist, verließen wir den „großen Horrorladen“ (Für uns ist shoppen generell einfach grausig. Keine Ahnung wie man so etwas freiwillig machen kann!!!) Immerhin haben wir nun eine Anregung für unsere Leseecke, sowie die Leidenschaft für eine verknotete Lampe.

Das schönste Waren wohl die Parkplatzbeschreibungen. Immer ein Obst-/ Gemüse mit Buchstaben. Bei ersterem musste ich mit einem Schmunzeln an mein Bruderherz denken und habe mich gefragt, ob er das Auto überhaupt wiederfinden würde. *schmelmisch-grins*

Auf dem Rückweg, Feierabendverkehr sei Dank, steckten wir eine Gefühlte Ewigkeit im Stop-and-Go. Was macht man da, um sich die Langeweile zu vertreiben? Genau: Spielen! Wir vertrieben uns die Zeit mit „Ich-plane-den-Weltuntergang-und-benötige-dafür …“ (Unsere Version von „Ich-packe-meinen-Koffer“ >:-)) Nebenbei fuhren wir schon fast in den Weltuntergang, zumindest sah die (verpestete) Luft teilweise so aus … 😦

Luft

 

Piraten!!!

Kaum zu glauben, aber mein Götterrgatte und ich haben es doch tatsächlich geschafft, unter der Woche, gleichzeitig einen Tag frei zu bekommen! Getreu meinem Jahresmotto („Man sollte so viele erste Mal wie möglich haben!“) befand ich, dass mein Liebster ein wenig Bremer Kultur genießen dürfen.

An diesem Abend startet nämlich der Bremer Schlachtezauber. – Die Kurzbeschreibung hiervon wäre wohl „Mittelalterlicher Handwerksmarkt an der Weserpromenade“. Auch eine Art Weihnachtsmarkt, aber eben ohne diesen ganzen grauenvollen Kunststoff- und Blink-Blink-Kitsch. (Wir haben ja eigentlich nichts gegen Weihnachten, sondern nur gegen das ganze Drumherum, was die Industrie daraus macht. – Und die Bettlerbanden. Gestern stand ich gerade mal 5 Minuten an der Bushaltestelle und wurde 3x von verschieden Leuten angebettelt. Bevor hier jetzt jemand etwas von Bedürftigen schreibt: Sind DIE nicht! Sie tauchen nur zu Festen auf, betteln aktiv und aggressiv, geben ihr Geld alle 1-2 Stunden ab (mit eigenen Augen gesehen) und versauen den WIRKLICH Bedürftigen ihre Einnahmen. – Wer wirklich spenden will, sollte das nicht nur zur Weihnachtszeit tun. Hält man seine Augen auf sieht man viel Elend. Das ganze Jahr. – Und weiß vor allen Dingen wer wirklich bedürftig ist.)

schlachte-zauber2016-verstossener

Ich schweife ab. Was ich sagen wollte: Der Schlachte-Zauber ist eine gute Möglichkeit für Grinche und Mittelalterinterssierte wie uns. Besonders toll ist natürlich auch die Atmosphäre mit Kerzen und Fackeln, statt greller Weihnachtsdeko.

Zu Essen gibt es fort natürlich (?) auch genug. Auch viele Stände mit vegetarischen Leckereien. Yummi!

Für Unterhaltung sorgt ein buntes Rahmenprogramm. Von Musik über Geschichten bis hin zu Feuerschluckern gibt es vieles zu entdecken.

Super ist aber der Anfang. – Ich bin der Meinung jeder (Bremer, ob gebürtig oder zugezogen), sollte zumindest einmal das Schauspiel auf der Hansekogge* gesehen haben. (*Sofern Sie denn geborgen und restauriert wurde.) Innerhalb von etwa zehn Minuten wird die Geschichte um den Bremer Hansevogt und das Handeln an der Schlachte aufgeführt.

Voller Piraten und vielleicht auch ein wenig Seemannsgarn? – Und in diesem Jahr hatten die Piraten sogar einen Trump im Ärmel. 😉

Mit einem großen Feuerwerk wird nach dem Stück der Schlachte-Zauber offiziell für eröffnet erklärt. (Ich halte leider nichts von Feuerwerk, aber ausreden kann ich den Veranstaltern das leider auch nicht …)

Die Eröffnungsfeier ist für dieses Jahr vorbei. Wenn ihr aber jetzt Lust bekommen habt, einmal an der Weser durch das Mittelalter zu schlendern: Der Schlachte-Zauber ist noch bis zum 23.12.2016 geöffnet. (Schlachte-Zauber Mo-Fr + So 11:00 – 20:30 Uhr / Sa 11:00 – 22:00 Uhr)

Für alle die keine Möglichkeit haben habe ich (natürlich ;-)) Fotos mitgebracht. Zurücklehnen, ansehen und sich in mittelalterliche (Weihnachts-)Stimmung versetzen lassen. Viel Vergnügen. 🙂

Der ganz normale Wahnsinn – Wie Schnee zum Survialabenteuer wird

SnowIch weiß nicht wie es bei euch aussieht, aber hier herrscht seit dem Wochenende reges Schneechaos. Mehr Chaos als Schnee. Aber Schnee auch jede Menge und der kommt im Winter, genau wie Weihnachten, total unerwartet. Und wo macht sich das als erstes Bemerkbar? Genau: Bei öffentlichen Verkehrsmitteln! Winter und Schnee? Das gehört bei den Betreibern offensichtlich nicht zusammen, dabei wurde es ja sogar vom Wetterdienst angekündigt! (Ja, erstaunlich. Selbst der hat’s gewusst!)

Montag

Am Montag holte mich die Realität wieder ein (Soll heißen mein Urlaub war vorbei.) und somit hatte ich die tolle Herausforderung mit öffentlichen Verkehrsmitteln meine Ziele zu erreichen. Natürlich hatte es wieder geschneit und viel geräumt war auch nicht. Ich rutschte daher mehr zur Bushaltestelle und stellte mich dort in einen Berg Schnee. (War ja nichts geräumt.) Im Bus selbst erstreckte sich eine Pfütze über den Boden. Ich konnte mich gerade so auf den Beinen halten, rutschte allerdings mit dem Knie gegen eine der Stangen, was verdammt weh tat … Erstaunlicherweise  bekam ich auch meinen Anschlusszug, ganz ohne das dieser Verspätung hatte! – Allerdings sollte sich sehr bald herausstellen, dass ich einfach nur Glück hatte:  Noch am Vormittag kam die Meldung, dass bis mindestens 12 Uhr mittags ÜBERHAUPT KEINE BUSSE UND BAHNEN mehr fahren würden! Ihr könnt euch also vorstellen, dass ich mich schon fragte, ob ich überhaupt nach Hause kommen würde. Mit Mühe, Not und etwas Verspätung schaffte ich es auch tatsächlich irgendwie heim.

Dienstag

Gestern hatte ich dann leider nicht mehr so viel Glück. Den Hinweg schaffte ich noch halbwegs, wenn man von ein wenig Verspätung und riesen Eiswasserpützen IM Bahnhof einmal absieht. Der Rückweg wurde dafür sehr abenteuerlich: Vom Bus sah ich nur noch die Rücklichter. Irgendwie schaffte ich es dann aber doch zum Bahnhof, wo ich dann durch die bereits erwähnte Riesenpfütze mehr oder minder zum Bahnsteig „schwamm“. Das passt zeitlich auch alles ganz wunderbar, doch dann kam die Durchsage; „Der Zug fällt aus.“ Ist zwar nervig, aber so lange sollte der nächste nicht auf sich warten lassen. Zumindest theoretisch, denn praktisch wurde der dann gleich einmal mit „Ca. 15 Minuten Verspätung“ angekündigt. Ich überschlug also schnell welche Optionen mich wohl am schnellsten gen Heimat bringenZugFälltAus würde: Auf diesen Zug warten, mit dem Bus fahren oder doch den Zug in die andere Richtung nehmen und unterwegs umsteigen? (Zumindest dabei macht sich meine Umschulung bereits bezahlt. ;)) Ich entschied mich den Zug in die andere Richtung zu nehmen und unterwegs in den Bus umzusteigen. Im Zug war es schön warm, zumindest im Gegensatz zum zugigen Bahnhof. Zumindest daher war es die richtige Entscheidung. Meiner Entscheidung schlossen sich so einige Fahrgäste an (Sind das überhaupt schon Fahrgäste, wenn sie noch gar nicht in den Zug gestiegen sind!?), als die Durchsage kam, dass der Zug auf den sie warteten (und ich davor) ausfallen würde. Kaum waren sie eingestiegen kam nicht nur eine erneute Durchsage, sondern auch der besagte Zug auf den alle gewarteten hatten. Da fragt man sich doch echt, ob die nicht mal wissen was für Züge auf den Gleisen unterwegs sind … *Kopfschüttel* Natürlich war der Zug komplett überfüllt. Zumindest habe ich mir einen der unbeliebten Not-/Seitensitze ergattern können und konnte somit mein Buch rausholen. Das brauchte ich auch, denn ich war zwar nun im (richtigen) Zug, aber leider fuhr der noch nicht. Als er dann endlich losfuhr wurde an JEDER HALTESTELLE der Strom einmal kurz ausgeschaltet und der Zug sozusagen neue gestartet. Kurz davor wurde stets ein ominösen lautes Klopfen zu hören, so dass ich bereits bangte, dass jeden Augenblick gar nichts mehr fährt … Man Bedenken, dass der Zug ja eh schon eine enorme Verspätung hatte. Umso kurioser erschien dann eine Durchsage mit folgendem Wortlaut: „Die Weiterfahrt verzögert sich um 5 Min. Grund dafür ist unsere bereits bestehenden Verspätung.“ – Falls mir das irgendjemand so erklären kann, dass ich es verstehe, so möge er bitte kommentieren. 😉 Um aber nach Hause zu kommen, musste ich nun auch noch einmal in einen weiteren Bus. Wie könnte es anderes sein, als das ich nur noch die Rücklichter sah … Aber: Der Bus davor hatte gleich so viel Verspätung, dass er vor dem nächsten kam – und somit überpünktlich war. Um die Straße zu überqueren musste ich mich dann nur noch durch hohe Schneeberge kämpfen.

UhrNach 3 Stunden (!!!) Heimweg war ich komplett durchgefroren (-6°C) und spürte einige Gliedmaßen schon nicht mehr. Mit einer warmen Dusche von außen und einem heißem Tee von innen, taute ich meine blauen Zehen und Finger langsam wieder auf. Es dauerte später auch gar nicht lange, bis mir sogar  im Sitzen die Augen zufielen. Es war einfach megaanstrengend und ich muss es auch wirklich nicht wieder haben!

Mittwoch

Und heute? Hatte ich eh nichts zu verpassen, blieb einfach gleich Zuhause und beobachtete die Verspätungen nur aus dem Fenster. Sehr entspannend. 😉

Donnerstag

Ich habe noch nicht die geringste Ahnung welche Challanges sich die Betreiber der öffentlichen Verkehrsmittel für morgen ausgedacht haben. Drückt mir die Daumen das sie sich nicht als zu nervenaufreibend heraus stellen …

Preise

Bleibt nur noch zu erwähne, dass meine Fahrkarte wieder teurer geworden ist. Immerhin bekomme ich dafür ja auch einiges geboten…

Seelenblick – Eine kleine Weihnachtsgeschichte

~ Vorwort ~

Im Unterricht (Kommunikation) sollte ich eine Präsentation halten. Das Thema war frei wählbar und so entschied ich mich etwas Fachspezifisch zu machen. (Tat ich auch.) Doch dann kam mein Gastschreiber occ und ehe ich mich versah hatte ich das Thema über den Haufen geworfen. Ihm ist es zu verdanken, dass ich mir etwas – wie ich meine viel besseres – einfallen ließ. Ich dachte mir eine kleine Geschichte aus. (Wie lange war es doch her, seit ich das letzte Mal eine Kurzgeschichte schrieb!) Ich danke dir mein Lieber occ für den Anstoß von dem du nicht einmal ahntest – und natürlich auch dem Rest der Klasse, sowie der Dozentin die sich von meiner Erzählung in den Bahn ziehen ließen. Eine Geschichte lebt von seinen Zuhörern – und Lesern. EUCH meine Lieben. Daher habe ich euch das Erzählte niedergeschrieben, auf das ihr Freude daran haben möget.

Sehr gerne dürft ihr die Geschichte auch teilen und/oder ausdrucken und euren Liebsten vorlesen. Nur bitte seit so fair meinen Namen an „Seelenblick“ zu lassen. Vielen lieben Dank.

P.S.: Ich würde mich in den Kommentaren sehr über eure ehrliche Meinung freuen. 🙂

P.P.S.: Rechtschreib- u. Grammatikfehler sind mein Keinnachtsgeschenk für euch und dürfen vom Finder behalten werden. 😉

~ Die Geschichte ~

Seelenblick

von Roswitha Pick (Dezember 2015)

Es war ein kühler klarer Wintertag in einem beschaulichen verschneiten Dörfchen an Heilig Abend. Aus den Schornsteinen stieg Rauch auf und in den Fenstern flackerten goldene Lichter und bunte Sterne zierten die Häuser. Aus der Ferne ist die Melodie eines Liedes zu hören. In dieser friedvollen Stimmung tollen zwei Kinder, in dicke Wintersachen verpackt, durch die weiße Pracht. Seit Stunden schon waren sie eifrig damit beschäftigt einen Schneemann zu bauen. Gerade waren sie damit fertig, als die Mutter sie zum Abendessen rief. Die beiden rannten um die Wette und verschwanden in einer Hütte aus der es köstlich nach Äpfeln und Zimt duftete. Der Schneemann aber blieb alleine zurück.
Während der Abend zur Neige ging und die Sonne Stück für Stück hinter den Bergen versank wurde der Schneemann immer unruhiger. Er hatte keine Angst, nein, es war eine andere Ruhelosigkeit die ihn gefangen hielt. Es war als würde er … frieren! – Ein Schneemann und frieren? Geht das denn überhaupt? Und ob! Natürlich bekommt ein Mann aus Schnee keine Gänsehaut, aber auch so ein Wesen hat Gefühle. Zumindest dieses. So kam es dass der Schneemann loszog und sich auf die Suche nach Wärme machte. W-ä-r-m-e. Er mochte dieses Wort, auch wenn er nicht die geringste Ahnung hatte was es bedeutet.

Wo sucht man etwas, von dem man keine Ahnung was es ist? Habt ihr eine Idee? – Der Schneemann entschied sich es bei den Menschen zu versuchen. Vielmehr kannte er in seinem jungen Alter bisher ja auch noch nicht. – Er wanderte gar nicht lange, als er das erste Haus erreichte. Neugierig blickte der weiße Mann in das Fenster. Eine Familie! Bei so einer müssten auch seine Erbauer sein, dachte er und beobachtete sie eine Weile. Gerade waren sie beim Essen. Die Stimmung schien gut, alle lachten und speisten. „Ja,“ war der Schneemann überzeugt, „DAS muss Wärme sein.“ Auf einmal vernahm er er eine Art quicken und sah sich irritiert um. „Hier unten“ sprach es. Da entdeckte der Schneemann auch schon die kleine Maus am Fenster. „Was macht du hier?“ fragte sie neugierig. „Ich suche die Wärme – und ich habe sie gefunden. So ein schönes Festessen, dass MUSS Wärme sein!“ antwortete er aus voller Überzeugung. „Das einzig warme ist hier das Essen selbst! Was glaubst du woher es stammt??? Sag mir Schneemann, wie können Menschen diese Wärme die du suchst haben, wenn sie doch selbst töten?“ Er wusste keine Antwort darauf. Enttäuscht zog er weiter.

Schon bald erreichte der Schneemann ein weiteres Haus. Auch hier warf er einen vorsichtigen Blick ins Fenster. Eltern die gemeinsam mit ihren Kindern den Baum festlich schmückten. Sie schienen glücklich dabei. „Hach wie herrlich“, seufzte der Schneemann und war sich nun sicher die Wärme gefunden zu haben. „Wuff, wuff!“ ertönte es plötzlich in seine Gedanken hinein. Ein Hund erschien im Fenster. „Sag, was suchst du hier Schneemann?“ „Die Wärme. Aber ich habe sie gefunden! So liebevoll wie diese Familie miteinander umgeht, muss das doch die Wärme sein!“ erklärte dieser. „Das einzig warme sind hier die Kerzen an dem Baum!“ entgegnete der Hund und erklärte dem Besucher: „Herrchen und Frauchen haben sich längst auseinander gelebt. Er hat eine Affäre und sie weint sich jede Nacht in den Schlaf, so unglücklich ist sie. Doch vor den Kindern spielen sie heile Welt. Sag mir Schneemann, wie kann es die Wärme sein, die du suchst, wenn was du siehst eine Lüge ist?“ Darauf hatte der Befragte keine Antwort und zog weiter.

Der Schneemann gab nicht auf und fand ein weiteres Haus, etwas abseits. Er war sich sicher dort würde seine Suche ein Ende finden. Am Fenster saß eine Katze die ihn neugierig ansah: „Sag mir, was machst du hier?“ „Ich bin auf der Suche nach der Wärme“ antwortete dieser fröhlich. „Und ich bin mir sicher sie genau hier zu finden!“ Ein Mautzen war zu hören, dass für einen Menschen wohl wie ein Lachen geklungen hätte. „Wirf mal einen Blick dort in die Ecke“ forderte die Katze den Schneemann auf. Der Schneemann tat wie ihm geheißen. „Aber warum guckt denn das Mädchen so traurig? Weihnachten gilt doch als Fest der Freude!?“ fragte er verwirrt. „Gerade war Bescherung. – Du musst wissen, die Familie hat nicht viel Geld. – Das Mädchen hatte sich eine Puppe gewünscht, irgend so eine die gerade total angesagt ist und jeder in ihrer Klasse hat. Doch auch sehr teuer und so haben die Eltern ihr eine günstigere geschenkt. Statt sich zu freuen, warf sie diese weit von sich weg und seitdem sitzt sie dort. Sag mir Schneemann, wie kann dieses die Wärme sein, wenn es doch in Wirklichkeit um Neid und Geschenke geht?“ Der Schneemann wusste keine Antwort darauf und ging.

Was auch er auch tat, in welches Fenster er auch blickte, er fand nicht was er suchte. Traurig beschloss er seine Suche aufzugeben. Während der Schneemann in Gedanken versunken war, ertönte ein Piepsen und ein Vogel landete vor ihm im Schnee. „Was schaust du denn so traurig?“ fragte es. „Ich habe die Wärme gesucht.“ „Wo das denn?“ „Bei den Menschen. Ich viele Fenster habe ich geschaut und doch bekam ich nur Trugbilder zu sehen. Bei den Menschen scheint es keine echte, innere, Wärme zu geben.“ – Könnte ein Schneemann weinen, so hätte er es jetzt getan. – „Vielleicht hast du nur nicht an der richtigen Stelle gesucht?“ schlug der Vogel vor. Der Schneemann horchte auf. „Wo meinst du hätte ich hingehen sollen? Ich war an so vielen Häusern.“ „Eben“ zwitscherte der Vogel. Manchmal muss man etwas dort suchen, wo man es nicht erwartet. Ich glaube ich weiß, wo du fündig wirst!“ Der Schneemann ließ sich den Weg erklären, ganz genau, damit er dieses Mal auch fündig werden würde.

Nicht sehr überzeugt davon auch fündig zu werden, machte sich der Schneemann auf den Weg. Dabei lief er durch die Gassen und sah noch viele Wesen, die im Weihnachtstrubel gefangen waren.

Und dann hatte der Schneemann sein Ziel erreicht. Dieses Mal gab es kein Fenster, nicht einmal ein Haus. Nur eine Mauer an der ein Mann lehnte. Auf seinem Schoß, in eine Decke gewickelt, ein Hund. Der Schneemann sprach das Tier an. „Sag mir, Hund, ich bin schon lange auf der Suche nach Wärme. Echter Wärme. Ein Vogel schickte mich hierher. Aber ich sehe sie nicht. Wo finde ich sie?“ „Genau HIER.“ antwortete der Hund. Als der Schneemann ihn verwirrt ansah erklärte er: „Mein Herrchen ist ganz ohne Heim und kämpft jeden Tag ums Überleben. Wenn Herrchen nur einen Euro am Tag ergattern konnte, so nimmt er dieses und besorgt mir etwas zu Essen. Selbst wenn er dann leer ausgeht. Und DAS ist wahre Wärme. Nicht an sich selbst, sondern an andere Denken. Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Für einen anderen kann es etwas großes sein.“ Endlich verstand der Schneemann. Nein, er verstand nicht nur, sondern er fühlte auch. Tatsächlich, in ihm breitete sich eine wohlige Wärme aus.

~ Ende ~