Albtraum in Pink

„Zahnarzt: Ein Taschenspieler,

der während er Metall in deinen Mund hineinsteckt,

Münzen aus deiner Tasche herauszieht.“

[Ambrose Bierc]

 

Am Montag war nicht nur Frühlingsanfang, sondern auch Tag des Glücks. Vielleicht bin ich deswegen glücklich meinen vorerst letzten Zahnarzttermin hinter mir zu haben. – Weniger Angst habe ich aber dennoch nicht, eher im Gegenteil.

Was bisher geschah …

Irgendwann passiert es wohl jedem Mal. Da zwackt es und es hilft nichts: Ein Zahnarztbesuch muss her, in der Hoffnung, dass der Mann oder die Frau in Blau oder Grün es wieder richtet. So kam es, dass ich todesmutig einen neuen Zahnarzt aufsuchte. (Durch den Umzug wäre meine alte Zahnärztin recht weit entfernt.) Das ist an sich schon mal etwas spannendes, da ich ja nie weiß an wen ich gerade. (Leidvolle Ärzteodyssee.) Um mich zumindest etwas zu orientieren habe ich mich an die Ärztebewertungen von anderen Patienten im Internet gehalten und mir jemanden in meiner Nähe gesucht. Eine Gemeinschaftspraxis.

Ich geriet an den Mann. Das erste was mir auffiel war der lasche Händedruck, der auf eine geringe Wertschätzung schließen lässt. Na gut, er soll ja auch nicht Händeschütteln, sondern Löcher stopfen. In meinem Fall war das leider nicht möglich, da sich meine Zahnwurzeln entzündet hatten und sehr gereizt waren. Daher gab es „nur“ etwas zur Betäubung, damit sich alles wieder beruhigt. Außerdem sollte ich zur Wurzelbehandlung (*schauder*) wiederkommen. Dafür hätte er allerdings keine Termine mehr frei, daher würde das seine Kollegin machen. „Na gut, mir egal. Hauptsache irgendjemand macht es.“ dachte ich, nicht wissend auf was ich mich da eingelassen hatte …

Was danach geschah …

Den Folgetermin hatte ich dann, wie abgesprochen, bei der Zahnärztin. Sie scheint noch verhältnismäßig jung zu sein – und trägt weder Grün, noch Blau, sondern Pink! Das ist immerhin besser als Weiß, denn so kann gilt mein Zitat – „Ärzte sind Engel in Weiß, die Ihre Seele an den Teufel verkauft haben.“ – ja nicht. 😉 – Blöd nur, wenn man als Patientin eh schon Angst hat und dann schnell bemerkt, dass die Hände der Zahnärztin zittern. Und ich meine nicht so ein wenig, sondern richtig dolle! Obwohl ich Augen geschlossen hatte, spürte ich das in meinem Gesicht. Ich habe also versucht mich voll und ganz auf meine Atmung zu konzentrieren. Durch-die-Nase-ein-und-durch-die-Nase-ausatmen. Wie ein Mantra. Irgendwann hatte ich es dann geschafft und lebte sogar noch!

Aber ich musste noch einmal wiederkommen, denn erst wenn ich keine Schmerzen mehr haben würde, könnte man den Zahn füllen. Half ja nichts …

Gegenwart …

Todesmutig begab ich mich wieder in (unter?) die Hände der zitternden Zahnärztin. Erstaunlicherweise hatte ich so gut wie keine Schmerzen, so dass es schon fast entspannend war. (Vielleicht hatte ich in der Nacht zuvor auch einfach zu wenig geschlafen.) Während ich da so Mantraartig vor mich hin atmete und nicht böses ahnte geschah es! Erst roch es nach verbrannten Haaren und Fleisch, dann spürte ich es auch. Heiß, heiß, heiß!!! Reflexartig begann mein Körper zu zucken, um der Pein auszuweichen. Schon hörte ich ein gestammeltes „Entschuldig, Entschuldigung.“ Und spürte etwas Kühles an meinem Mundwinkel. Die Frau in Pink hatte es geschafft mich zu verbrennen!

Bis auf das es noch den ganzen Tag ein wenig schmerzte passierte nichts. Am nächsten Tag wachte ich jedoch mit einer Brandblase am Mundwinkel auf, die dann blöderweise auch aufplatzte. Verdammt war das schmerzhaft! Jetzt ist „nur noch“ die Wunde übrigen, aber die schmerzt leider nicht gerade wenig. Auch wenn es nicht mit Absicht war, meine Angst vor Zahnarztbesuchen hat dieses Erlebnis definitiv  keinen Abbruch getan!!!

Die Zukunft? Ist ungewiss …

 

Mittwochsteiler 10 / 2017 – Ein Licht ist angegangen

Du bist in einem dunklen Raum mit

einer Kerze, einem Ofen und einer Gaslampe.

Du hast nur EIN Streichholz.

Was zündest du als erstes an?

Schreibt in die Kommentare, welcher Gedanke euch ALS ERSTES kam.

Bei anderen abschauen gilt nicht!😉

Lösung Mittwochsteiler 09 / 2017 – Schaffe, schaffe, Häusle baue
Natürlich mit dem Buchstaben A. (Womit fängt ALLES an?)

Insektenflüchtlinge [Rezension zum Frühling]

Zum gestrigen Frühlingsanfang gibt es heute einen passenden Buchtipp. 🙂

~°~ Das Buch ~°~

Kai Pannen

Mach die Biege, Fliege!

Seiten: 104

Verlag : TULIPAN VERLAG [17.02.2017]

ISBN: 9783864293399

~°~ Klappentext ~°~

Die witzige und spannende Fortsetzung des Weihnachtsbestsellers „Du spinnst wohl!“ »Muss das sein? Kannst du mal aufhören, so mit dem Netz zu schaukeln? Netter Versuch, aber das macht es auch nicht aufregender hier«, schimpfte Bisy. „Mach ich doch gar nicht. Ich dachte, du wackelst“, antwortete Karl-Heinz. „Na klar, jetzt soll ich wieder an allem schuld sein. Typisch“, rief Bisy, der sich mittlerweile am Netz festklammern musste. Das Schwingen war jetzt so heftig, dass es unmöglich wurde, sich länger zu halten.« Eines schönen Tages werden die grummelige Spinne Karl-Heinz und die Stubenfliege Bisy unsanft aus ihrem gemütlichen Netz geschüttelt. Schnell wird den beiden klar, was los ist: »Mit Beginn der warmen Jahreszeit wütet in vielen Wohnungen der sogenannte Frühjahrsputz. Dabei werden Insekten und Spinnen einfach weggefegt.« Auch Karl-Heinz und Bisy verlassen fluchtartig das Wohnzimmer, um in der großen grünen Weite des Gartens ein ruhiges Plätzchen für ein neues Zuhause zu finden. Eine spannende Suche beginnt, bei der das ungleiche Duo auf verschiedene Gartenbewohner trifft: nervige Ameisensoldaten, hilfsbereite Kellerasseln, wichtigtuerische Blattwanzen und gefährliche Libellen. Karl-Heinz und Bisy erleben den Garten mit all seinen Abenteuern und Gefahren.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Schon das Cover ist einfach herrlich mit seinem ganzseitigen Motiv. Es zeigt die beiden Protagonisten Karl-Heinz und Bisy

~ Geschichte ~

Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Du spinnst wohl“, lässt sich aber ohne die Vorkenntnisse des Vorgängers lesen. (Ich kenne Band 1 auch nicht.) Und darum geht’s:

Die Kreuzspinne Karl-Heinz und die Stubenfliege Bisy pflegen eine ungewöhnliche Freundschaft, denn normalerweise stehen Fliegen nun einmal auf der Speisekarte von Spinnen. Extra für Bisy ist die Spinne hier jedoch zum Vegetarier geworden. Obwohl die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten, gehen sie zusammen durch dick und dünn. Das heißt, eigentlich fliegt nur Bisy, denn sein achtbeiniger Freund ist eher gemütlich und möchte sein Netz nicht verlassen. Doch dann machen die Menschen etwas, dass sich „Frühjahrsputz“ nennt und die beiden Tierchen schweben in großer Gefahr! Um sich zu retten fliehen sie notgedrungen in den Garten. Leider sind die beiden „Stubenhocker“ dort alles andere als willkommen und dazu noch die ganzen (unbekannten) Gefahren! Als sie endlich ein gemütliches Netz spannen können, lernt der sonst eher zurückhaltende Spinnerich eine schöne Raupendame kennen – und Bisy ist abgeschrieben …

Der Einstig ist bereits abenteuerlich und auch ein wenig traurig, denn sowohl Karl-Heinz, als auch Bisy werden aus ihrem Zuhause vertrieben. Ihnen bleibt keine Wahl, als zu fliehen. Sie wissen nicht so recht wohin, entscheiden sich für den Garten und stoßen an vielen Ecken auf Ablehnung und teils sogar Verachtung. Doch es gibt auch Gegenbeispiele und sie finden Hilfe und sogar Freunde. Eine schöne Geschichte über Toleranz mit hohem Lerngehalt.

~ Schreibstil ~

Der Schreibstil ist einfach und kindgerecht. Alles lässt sich flüssig lesen. Es kommen keine Fremdwörter oder ähnliches vor.

~ Bilder ~

Sehr schön sind die vielen Bilder. Auf jeder Seite gibt es etwas zu entdecken. Mal ein ganzseitiges Bild, mal nur ein kleines in der Ecke, dann sogar ein Bild, welches sich über zwei Seiten erstreckt. Immer im Text eingegliedert, so dass es stimmig wirkt. Die Zeichnungen sind wirklich lustig und schön anzusehen.

~ Lesealter ~

Der Verlag empfiehlt hier ein Lesealter von 4 – 6 Jahren. Zum selbst lesen finde ich für dieses Alter die Schrift ein wenig zu klein. Zum Vorlesen ist es aber in Ordnung, da der Text leicht verständlich ist. Durch die Bilder kommt auch für die Jüngeren keine Langeweile auf.

~°~ Fazit ~°~

Eine schöne Geschichte kindgerechte über Toleranz und Freundschaft, gepaart mit jeder Menge Abenteuer und vielen verschiedenen Tieren. Untermalt mit schönen Bildern.

 

~ Reihe ~

Mach die Biege, Fliege! [Teil 2]

Du spinnst wohl! [Teil 1]

 

Muschialarm [Männermund]

Mein freier Tag. Morgens. Früh Morgens. Ich liege noch im Bett und schlafe. Ahne nichts Böses.

Doch dann werde ich wach, weil ich etwas an meinem Kopf spüre. Im Halbschlaf bemerke ich, dass mein Liebster – der gerade so gar nicht lieb ist, weil er mich geweckt hat – mich streichelt.

Mühsam versuche ich wieder einzuschlafen. Es will mir nicht gelingen. Ein Blick auf meinen Göttergatte: Der schläft wieder. Tief und fest. Grummelig stehe ich auf.

Als der Herr dann ENDLICH auch mal aufsteht, beschwere ich mich. frage ich ihn höflich was das sollte. Ich hatte mit so ziemlich allem gerechnet, nicht aber mit dieser Antwort:

„Ich dachte du wär’st ’ne Katze. Hatte mich schon gewundert, warum sich das Fell so anders anfühlt …“

Unfreiwillige Abenteurer gesucht! [Rezension]

„Sich die Hand abschlagen zu lassen macht weniger Spaß, als man annehmen würde. –

Zitat eines Mannes, dem die Hand abgeschlagen wurde und der dabei feststellte, dass es weniger Spaß macht, als er angenommen hatte.“

 

~°~ Das Buch ~°~

Wade Albert White

Saint Lupin’s Academy

Zutritt nur für echte Abenteurer!

Planet! [16.02.2017]

 

~°~ Klappentext ~°~

In Drachenfeuerbällen durch die Gegend fliegen und sprechende Vögel als Navigationsgerät benutzen – das steht auf Annes Stundenplan, seit sie Schülerin an einer der berühmt-berüchtigten Abenteuerakademien ist. Eigentlich total cool … wenn da nicht plötzlich dieses klitzekleine Problem wäre: Zusammen mit ihrer besten Freundin Penelope, dem jungen Zauberer Hiro und dem magischen Handbuch für Abenteurer muss Anne eine tödliche Prophezeiung innerhalb von nur drei Tagen (!) lösen, das Schicksal der Akadamie, ja, sogar das der ganzen Welt hängt davon ab. Um ihr neu gewonnenes Zuhause nicht zu verlieren, müssen Anne und ihre Freunde Sandwölfe und Zombiehaie bezwingen, ohne zu ahnen, dass der schlimmste Gegenspieler noch auf sie wartet!

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Schon das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Drei Abenteurer stehen auf einem Fels, ein Drache über und ein Hai unter ihnen. Diese Gestaltung verspricht einfach schon Abenteuer pur und ist damit sehr passend zum Thema der Geschichte.

~ Geschichte ~

Anne und ihre beste Freundin Penelope leben im Waisenhaus Saint Lupin. Dort haben sie alles andere als ein gutes Leben, denn die Heimleiterin beutet die Kinder förmlich aus. So müssen sie in Kohlebergwerken schuften bis zum Umfallen und werden für die kleines Unaufmerksamkeit hart bestraft. Kind sein darf hier niemand. Daher fiebern alle Ihrem 13. Geburtstag entgegen, denn dann dürfen sie die Insel verlassen und eine der vielen Abenteuerakademien untergebracht. Blöd nur, dass Anne keine Fahrkarte in die Freiheit bekommt. Die Oberin hat offenbar andere Pläne … und ehe das Mädchen sich versieht, steckt sie mitten in einem Abenteuer, welches bei, Scheitern auch gleich für die Zerstörung der Welt sorgt!

Diese Geschichte gehört definitiv in den Bereich Fantasy, denn es kommen viele fantastische  Gestalten vor wie z.B. Drachen, Zombiehaie, belebte Rüstungen und auch eine Menge Magie. Dennoch ist „Zutritt nur für echte Abenteurer“ so authentisch geschrieben, dass sich die Kleinen (und großen) Abenteuer sehr gut hinein versetzen können. Sehr spannend und eine schöne Mischung aus Abenteuer und Rätsel.

Eine sehr schöne Idee ist das „Ultimative Handbuch für Abenteurer“. Dieses Buch wechselt seinen Inhalt immer entsprechend zur Situation. (Wer wünscht sich nicht so ein Buch!? ;))

~ Schreibstil ~

Die Geschichte ist Jugendgerecht geschrieben. Der Schreibstil ist locker und alles lässt sich flüssig lesen. Wenn es die Situation erfordert, ist z.B. ein Wesen oder auch eine Umgebung detaillierter umschrieben. So hat der Leser förmlich ein Bild vor Augen. Sehr schön gemacht.

~ Altersempfehlung ~

Der Verlag empfiehlt hier ein Lesealter von 10 – 12 Jahren. Das finde ich angemessen, da in diesem Alter alles erfasst werden kann. Für jüngere Kinder passiert vermutlich einfach zu viel, um das Gelesene noch richtig aufzunehmen.

~°~ Fazit ~°~

Auch wenn ich nicht zur Zielgruppe gehöre – zumindest vom Alter betrachtet – hat mir diese Abenteuer sehr viel Spaß gemacht. Die Rätsel waren nicht so leicht, wie ich anfangs vermutet hatte und brachten sogar mich ins Grübeln. Die Geschichte ist spannend geschrieben und ich konnte sie fast gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

 

~ Reihe ~

Folgt [Teil 2]

Zutritt nur für echte Abenteurer [Teil 1]