IMP4GT Attacks – Neue Sicherheitslücke im LTE

Das Daten, egal welcher Art, in den „falschen Händen“ Schaden anrichten können, ist inzwischen wohl jedem bekannt – und daher auch, dass alles gut geschützt, am besten verschlüsselt, sein sollte. Doch nicht nur die Technik entwickelt sich weiter, sondern auch die Abgebrühtheit der „Datendiebe“.

Längst entdeckt ist z.B. eine Sicherheitslücke im LTE-Mobilfunkstandart, die es Hackern ermöglicht sich zwischen Nutzer und Netzwerk zu schalten und die Anweder damit u.a. auf gefälschte Seiten zu leiten. Doch das Team von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat nun noch eine weiter Schwachstelle aufgedeckt, die es ermöglicht sogar die Identität des Nutzers anzunehmen. Damit wäre es z.B. denkbar das ein Hacker ein kostenpflichtiges Abo abschließt, fleißig Musik oder Filme herunterlädt – und der wirkliche Nutzer, über seine Handyrechnung, die Kosten tragen muss. Aber auch Käufe könnten im Namen des „Opfers“ getätigt werden. Potentiell betroffen sind alle Geräte, die LTE verwenden, also so gut wie alle Smartphones und Tablets. Laut den Forschern ist der Angriff, durch den derzeit fehlenden Integritätsschutz. Die Daten werden zwar verschlüsselt, mit speziellen Geräten ist es jedoch möglich den Datenstrom abzufangen und zu manipulieren.

Die gute Nachricht daran: Wir „normalen Nutzer“ sind eher nicht gefährdet, denn um solch einen Angriff zu starten braucht es neben jeder Menge Knowhow auch spezielle Technik. Vermutetes Ziel sind hier wohl eher Behörden und Unternehmen. Laut dem Forscherteam ließe sich die Schwachstelle, mit einem neuem Hardware-Design, technisch schließen. Doch das würde zu höheren Kosten bei den Anbietern führen – und ist damit in naher Zukunft sehr unwahrscheinlich…

Wie genau die Angriffe funktionieren, erklären die Forscher – für Laien verständlich – HIER. [Englisch]

[Quelle: Ruhr-Universität Bochum]

Einfach abtauchen

Wochenende, schlechtes Wetter und keine Lust vor die Tür zu gehen? Nichts machen ist aber auch keine Option? Dann ab zu einem Tauchgang in der Ostsee!

Häh, was? Ohne das Haus zu verlassen? Jepp! Und ihr müsst dafür nich einmal das Gebäude unter Wasser setzen, denn dank dem NABU geht das virtuell – und ihr könnt dabei noch eine ganze Menge lernen!

In diesem Sinne:

Gut Luft„, „Tiefenrausch und Krabbenbiss“ und „Allzeit `n Meder Matsch unnerm Bauch!“ 😉

Ab in die Ostsee (<– „klick“)

Angreist und abgetaucht [Rezi]

Karin Müller

Das Delfinmädchen

160 Seiten

Coppenrath [13.01.2020]

ISBN 9783649635574

~°~ Eindrücke / Meinung ~°~

Marie ist alles andere als glücklich, als sie mir ihren Eltern nach Spanien ziehen muss. Ihre Freunde, ihre Schule, die vertraute Umgebung und überhaupt alles, was ihr bisheriges Leben ausgemacht hat, muss sie zurück lassen. Ihre Eltern lässt sie immer wieder spüren, wie sehr sie ihr neues Leben jetzt schon hasst. Doch dann lernt sie die quirlige Carlotta Pilar kennen, die so ziemlich das genaue Gegenteil von ihr darstellt. Und das temperamentvolle Mädchen hat einen ungewöhnlichen und zugleich faszinierenden Freund: Pequeno. Einen zutraulichen, von Fischfang und Jagd gezeichneten, Tümmler. Gemeinsam haben sie eine Menge Spaß. Mit dabei ist auch immer Calotta Pilars Hund Guapa, den sie aus einer Mülltonne gerettet hatte. Doch eines Tages ist Pequeno verschwunden…

Untermalt ist die Geschichte mit kleinen Bildern, wenn auch in schwarz-weiß. Dennoch fand ich diese eine nette Unterstützung, da sie wunderbar zum jeweiligen Inhalt passten.

Die Altersempfehlung liegt bei 9-11 Jahren, das finde ich angemessen. Ich denke aber, dass selbst ältere Leser Freude an der Geschichte an, wenn Sie sich z.B. zu den „Delfinfans“ zählen. 😉 Lerngehalt ist hier, trotz der eher wenigen Seiten, sehr viel gegeben: Sei es von „gefährlichen Abenteuern“, Umgang miteinander (Stichwort Vorurteile) oder Tier- und Umweltschutz.

~°~ Fazit ~°~

Mir hat das Buch richtig gut gefallen, denn sie lässt vor allen Dingen in die Gefühle der Protagonistin blicken. Ein vielfältiges Auf-und-ab in einer spannenden Geschichte.

Noch ein kleines Statement an alle Schreiberlinge: Was mir in letzter Zeit immer wieder begegnet und ich wirklich super finde: In vielen neu erscheinenden Kinderbüchern, geht es auch immer wieder um den Tierschutz. Super! Liebe AutorenInnen bitte weiter so! 🙂

Übrigens: Von jedem Verkauften Exemplar spenden Autorin und Verlag 1 EUR für das NABU-Projekt „Meere ohne Plastik“. So ein schönes Buch, macht sich sicher auch gut im Osterkörbchen. 😉

Der gläserne Mensch – und die Sache mit dem 3D-Druck

Bisher dachte man bei „Gläserner Mensch“ ja immer an Daten. Nun aber wird das wörtlich, wenn man „gläsern“ mit „transparent“ gleichsetzt:

Das (unsere) Organe komplex sind, ist nicht unbekannt. Ärzten und Wissenschaftlern war es zumindest gelungen, den grundlegenden Aufbau und die Funktionsweise zu „entschlüsseln“ und damit z.B. die eine oder andere Operation erfolgreich durchzuführen.

Doch nun scheint es, geht der „Blick“ noch viele weiter: Dank Tissue Clearing. Durch dieses Verfahren werden Organe transparent dargestellt und damit auch die Möglichkeit komplexe 3D-Bilder zu erstellen. Bei erwachsenen Menschen scheiterte die Forscher bisher an den Molekülen, die sich eben nicht durchsichtig machen ließen. (Bsp. Kollagen)

Einem Team, um Shan Zhao, vom Helmholtz Zentrum München, ist jetzt der Durchbruch geglückt: Mit CHAPS – soweit ich verstanden habe eine Chemikalie – lässt sich die Struktur umwandeln und damit transparent machen. So gelang den Wissenschaftlern bereits der Blick ins menschliche Gehirn, sowie in eine Niere.

Was das ganze soll? In erster Linie natürlich bessere Forschung und dann entsprechende effektivere Heilungsmöglichkeiten. Doch das Team hoffe auch darauf später, mit Hilfe eines 3D-Druckers, funktionierende Organe drucken zu können.

[Quelle: Cell]

Total cool oder doch irgendwie gruselig?

Ein schreckliches Geheimnis [Rezi]

S. A. Patrick

Die Dunkelheit der Drachen

368 Seiten

Julius Beltz GmbH & Co. KG [12.02.2020]

ISBN 9783407749956

~°~ Eindrücke / Meinung ~°~

Der Pfeiferlehrling Flick Klarwasser hat es geschafft es sich mit seiner Gilde zu verscherzen und landet im Kerker. Sein ungeliebter Nachbar wird ausgerechnet der berüchtigte „Rattenfänger von Hameln“ und der schreit unaufhaltsam ein Wort heraus. Immer und immer wieder. Während Flick noch zwischen Verzweiflung und Selbstmitleid ist, wird die Burg angegriffen. Und damit wird ihm ein Geheimnis offenbar, welches vielleicht schlimmer nicht hätte sein können… Glücklicherweise ist das aber auch seine Möglichkeit ein neues Leben anzufangen – würde Flick nur nicht ständig wieder in ein neues, ungewolltes, Abenteuer stolpern! Praktischerweise hat er aber zwei tolle, wenn auch sehr ungewöhnliche, Begleiter.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, auch wenn ich mir – auf Grund des Titels – doch etwas anderes vorgestellt hatte. Und auch die Interpretation des „Rattenfänger von Hameln“ musste ich mich erst einmal gewöhnen. Dennoch ist die Geschichte eine ganz eigene und irgendwie auch eigenwillige. Wer den Mut hat in ihr abzutauchen wird mit systematischen Protagonisten, jeder Menge Spannung und einem flüssigen Schreibstil, bei dem man einfach weiterlesen muss, belohnt.

Etwas gefehlt haben mir hier einige Bilder. Leider sind diese nur am Anfang eines Kapitels, als kleiner Drache vorhanden. Bilder einer Szene gibt es, außer auf dem Cover, leider gar keine.

~°~ Fazit ~°~

Eine wunderbare und zugleich ergreifende Geschichte – und zeitgleich irgendwie auch eine Fortsetzung einer alten Sage…

Der Schnabeltierwerfer Teil 3 + Finale [Spielbericht Deponia]

Fortsetzung und Finale Teil 3

Wer Teil 2 nicht kennt möge bitte zuerst HIER lesen.

Zu Teil 1 geht es HIER.

Abgedreht

Plötzlich schlug in den Mast ein. Da sich Homungoliath undUuayeahhaa‘eeiii bereits über dem Schiff befanden, wurden sie quasi automatisch auf Deck befördert. Casisus 200, nicht wirklich Wassertauglich, berechnete die Wahrscheinlichkeiten und wählte dann folgende Lösung: Da seine Kameraden (oder die biologischen Anhängsel, wie der Roboter sie nennen würde), ihr Gepäck bei ihm gelassen haben, nahm er die zuvor geangelte Planke der Eisenschwein-Händlerin, hängte sich Taschen und Co. über seine Schultern und fuhr, auf dem Minibikes des Rattenmenschen – trockenen Prozessors – auf das Schiff. Leider konnte sich Uuayeahhaa‘eeiii es sich nehmen lassen, dabei die bekannte Zirkusmelodie zu pfeifen. Ob es nun daran lag, dass ein Sturm aufkam oder das eher andere Gründe hatte, sei mal dahingestellt. Das Wrack jedenfalls begann zu rotieren, so dass sie ins Strauchel gerät. Es gelang ihr jedoch sich festzuhalten. Casius hatte bereits gute Bodenhaftung und weniger Probleme als die Biomasse. Homungoliath wiederum hatte so seine ganz eigene Art, mit der Naturgewalt umzugehen: Seine, vom Wispern des Windes umspielten Ohren, gaben das Signal an sein Gehirn weiter, schläft ein, kippt nach hinten um und – landet geradewegs in der noch offenen Luke, aus der er kurz zuvor noch geschwommen war. Nur, um dort einfach weiterzuschlafen, während immer mehr Blitze durch den dunklen Himmel zucken und in den Schiffsmast einschlagen.

Einfach schräg

Nach einer halben Tagesreise trafen die Helden in spe in Nugadon ein. Ihnen bot sich ein seltsamer Anblick, von lauter Wesen die total schief erschienen. Alle im Hafen liegenden Schiffe standen nicht nur auf dem Kopf, sondern zudem noch schief. Wo man hinblickte, es gab nichts Gerades. – Außer die drei Neuankömmlige und so kam es, dass Homungoliath, Uuayeahhaa‘eeiii und Casisus 200 von den Bewohner neugierig gemustert wurden. Wie ihnen berichtet wurde, kam vor einiger Zeit bereits ein „Gerader“, der sich in der Stadt einen Turm aus Schiffswracks gebaut hätte und sich selbst „der Boss“ nennt. Durch den einsetzenden Regen trotte man dahin. Besagter Stapel war schnell gefunden und, während Menschenratte und Eisenschweinhändlerin noch das Vorgehen berieten, sagte der Roboter einfach laut „k-l-o-p-f—k-l-o-p-f“ und fällt fiel mir der Tür ins Haus. (In diesem Fall wörtlich gemeint.)

Kuschelalarm

Seufzend folgten Homungoliath undUuayeahhaa‘eeiii.Statt gezückten Waffen standen sie nun einem alten Sekretär – in diesem Fall sowohl Möbel, als auch Wesen – gegenüber. Er fragte das ungleiche Trio nach ihrem Anliegen und Casius antwortete wahrheitsgetreu, dass sie gekommen seien, um die Welt zu retten und auf der Suche nach dem „geraden Menschen“ sind. Damit er dem „Boss“ und selbsternannten Bürgermeister nichts über ihre Ankunft mitteilen konnte, stopfte der Roboter eine alte Socke ins Sprachrohr. Schon stürmten die drei nach oben, Richtung Kapitänskajüte.

Kaum in der eigenen Welt angekommen, tauchte auch die „graue Frau“ wieder auf. Mit strengen Blick (als würde es ihn interessieren!) sah sie Casius 200 an: „Ihr habt die Waffe noch.“ Doch der Roboter hatte zuvor die Wahrscheinlichkeiten berechnet, kurbelte den Werfer aus und richtete die Mündung auf sein Gegenüber: „N-e-i-n!–D-a-s–i-s-t–e-i-n–T-e-d-d-y-b-ä-r-w-e-r-f-e-r!„Ich sehe, ihr habt die Waffe so umgebaut, dass sie keinen Schaden mehr anrichtet.“ sagte sie nickend. „Danke für eure Hilfe. Als Belohnung für die erfolgreich durchgeführte „Operation“ winkt, jedem von euch, nun eine heiße Liebesaffäre mit einem NSC aus diesem Abenteuer.“ – Und Casius 200 hat sich ja bereits seine eigene Belohnung, in Form des Schnabeltierwerfers (derzeit mit Teddybär-Schalldämpfer) gegönnt.

 Spielerfazit (gespielter Charakter: Casius 200)

Es war definitiv mal etwas ganz anderes, ein „Satire-Abenteuer“ zu spielen, in der man einfach sämtliche Register an Klischees, Slapsticks und selbst nervigsten Lieder ziehen konnte. Dadurch, dass alle Beteiligten ihre Charaktere auch voll ausgespielt haben, sei es in Ausspreche oder Spleens, war es ein wahres Fest für alle Beteiligten. Wir kamen schnell in die Story, hatten nicht viele Regeln die uns ausbremsten, dafür aber ein tolles Spiel. Oder, um es mit Casius Worten auszudrücken: „I-c-h—h-a-t-t-e–S-p-a-s-s–H-a-r–H-a-r“

Neugierig auf die Sicht der andere Seite? HIER geht es zum Bericht des Spielleiters

Pädophilie bringt niemanden um, Abtreibung schon – Die Sache mit den Priestern

[Warwick, Rhode Island, USA] Die Geschichte lehrt, dass die Kirche oft viel Einfluss ein. – Denkt man z.B. an Hexenverbrennungen und Co., nicht immer Positiven. Riccard Bucci, seines Zeichens römisch-katholischer Priester der Sared Heart Church, hat z.B. seine ganz eigene Auffassung „Gottes Willen“ durchzusetzen:

Die Regierung in Rhode Island beschloss „die Möglichkeit einer legalen und medizinisch sicheren Abtreibung“ zu schützen. Bucci gefällt das gar nicht. Er beschloss alle Politiker/innen, die zugestimmt hatten, von kirchlichen Veranstaltungen, wie Kommunion oder Hochzeiten auszuschließen. Diese sollen weder Trauzeugen sein dürfen, noch Taufpaten und auch das Reden auf Hochzeiten oder Trauerfeiern will er ihnen verbieten.

Die Schwester einer betreffenden Politikerin wurde als Kind, von einem früheren Priester, sexuell missbraucht. Als Riccard Bucci auf dieses Verbrechen angesprochen wurde, antworte er

Davon Betroffene ihres Lebens meist nicht glücklich werden und einige sich, eben auf Grund des Missbrauchs, das Leben nehmen, scheint der Priester nichts wissen zu wollen. Auch die Gemeinde hat sich bisher nicht zu der „Disziplinierungsmaßnahme“ von Bucci geäußert.

Ich kann hier nur, mal wieder, den Kopf schütteln, was die Kirche bzw. deren Vertreter sich alles herausnehmen – und vor allen Dingen, warum ihnen niemand Einhalt gebietet. Stattdessen bezahlen „wir“ sie sogar noch…

[Quelle: Washington Post]

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