Mooni machts – Sockenhase [Upcyling]

Da wir heute dem Ruf meiner Schwiegereltern zum Frühstück folgen, brauchte ich ein Mitbringsel. – Nein, sie bestehen da nicht drauf. Aber mein Papa hat immer irgendeine Kleinigkeit mitgebracht, wenn er irgendwo eingeladen war. Vermutlich habe ich das also von ihm. Gibt Schlimmeres. 😉 – Im Gegensatz zu meiner Mutter, die meine Mitbringsel mit einem „Wo soll ich das denn noch hinstellen?“ kommentiert, freut sich meine Schwiegermutter immer sehr über alles was ich so anschleppe. (Sie hatte Weihnachten doch tatsächlich mein Deko-Mitbringseln vom Jahr davor stehen …) Daher macht es mir natürlich um so mehr Spaß, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Seien wir doch mal ehrlich: Jeder von uns hat schon mindestens einen Strumpf oder eine Socke an eine Waschmaschine verloren. Oft hebt man die zweite dann auf, in dem Gedanken „Die andere findet sich schon wieder an.“ und doch wird sie vermutlich ein einsames Dasein fristen … Aber halt, das muss sie nicht. Ganz im Gegenteil! Sie kann sogar zu neuem Leben erwachen, so z.B. als „Sockenhase“.

 ~°~ Sockenhase ~°~

~ Material ~

1 Strumpf/ Socke (vorzugsweise gewaschen)

2 Gummibänder (alternativ auch Band)

Füllmaterial (z.B. Kies, Sand Reis, getrocknete Hülsenfrüchte etc.)

schwarzer Filz- oder Stoffmalstift

Dekomaterial (z.B. Schleife oder Halsband)

 ~ Anleitung ~

Zuerst die Socke mit eurem Füllmaterial füllen. Am einfachsten geht das, wenn ihr den Rand des Kleidungstückes umschlagt und herunterkrempelt. Ist die Füllung in etwa bis zur Fersen gefüllt, reicht es auch schon.

Jetzt setzt ihr die Proportionen von Rumpf und Kopf und fixiert diese – schön fest, damit nichts verrutscht oder gar herausfällt – mit den Gummibändern.

Da ich auf „großem Fuß“ lebe und damit eine entsprechend große Socke verwendet habe, habe ich noch ein gutes Stück vom Bund abgeschnitten, da Hasi sich sonst auf die Ohren treten würde. 😉 Dieses „Überbleibsel“ lässt sich hervorragend als Schal nutzen und bietet damit zusätzliche Stabilität

.

Damit euer Hase auch etwas hören kann braucht er natürlich noch Ohren. Dafür einfach den überstehenden (nicht gefüllten) Stoff in der Mitte teilen und etwas dreieckig, also in Hasenohrenform, schneiden.

Mit dem Filzstift Augen, Nase und Mund aufmalen. Wer mag kann dem Häschen jetzt noch Schleifen, Halsbänder oder andere Deko verpassen. Meiner bekam ein Schleifchen in die Ohren und wurde somit zur Häsin.

In ein Osternest gesetzt (Dafür habe ich einfach einen kleinen Karton aufgeschnitten und mit grünen Pappspänen gefüllt) sieht sie nicht nur toll aus sondern bringt, wie in meinem Fall auch ein kleines Geschenk (Bananenkonfitüre) mit.

Viel Spaß beim Nachbasteln. 🙂

 

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Originelle Geburtstagskarten [Themenwoche Geburtstag 1.1]

Irgendwie ist es schon fast obligatorisch, die Geburtstags- oder Glückwunschkarte. Ob nun klassisch als Papierkarte, pfiffig als Musik- oder Popartkarte, gesungen oder digital per Email oder Posting. Es scheint den Möglichkeiten sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Schaut man sich im Schreibwarengeschäft, dem Kiosk, dem Supermarkt oder im Internet um wird man schier von der Auswahl erschlagen. Es scheint für jeden Geburtstagsjahr und für so ziemlich jeden Geschmack etwas zu geben.

Im Falle meines Göttergatten fand ich eine passende Karte sofort. Gefunden habe ich sie in der Schreibwarenabteilung von Marktkauf. Im Gegensatz zu den „einfachen“ Karten ist hier etwas mehr zu berappen, dafür ist diese Karte auch wesentlich größer. Wir haben zusammen gelegt und alle zusammen auf einer Karte unterschrieben, statt das jeder eine eigene holt.  Das erste was das Geburtstagskind sieht ist eine lecker aussehende Torte und eine „Sahneschnitte“ (sexy Frau). – Daher vielleicht eher eine Karte für Männer bzw. alle die auf Frauen stehen. 😉 – Wird die Karte aufgeklappt, erscheint ein kräftigerer Mann mit rosa Tutu (der arg an die alte Werbung eines Kommunikationsdienstanbieters erinnert ():-)). In der Karte sind kleine „Spots“ eingearbeitet, die im Takt zur ertönenden Ballettmusik blinken. Hier gibt es also was zu gucken UND was zu hören. Ich finde sie einfach genial. 😀

Aber seien wir mal ehrlich, abgesehen davon, dass man sich oft nicht entscheiden kann, findet man auch selten etwas das wirklich 100 % auf das Geburtstagskind trifft. Was hilft? Genau: Selbst basteln! 😉

Meine Mutter ist ein Fall für sich, da könnte ich eigentlich nehmen was ich will, sie würde wohl immer irgendwas zu nörgeln finden. (Sorry, Mum.) Daher habe ich mir in den letzten Jahren angewöhnt die Sache mit Humor zu nehmen und schenke in der Regel witzige Karten. Dieses Jahr gab es was zu rubbeln:

Das besonders lustige an dieser Karte war nicht einmal die Karte selbst, sondern die Situation der Beschenkten (und ihres Mannes). Die beiden rubbelten auf der Außenseite wie irre und stellten einen Vanilleduft fest. Ironischerweise gibt es dort aber gar nichts zu riechen, denn die „Rubbelduftfläche“, habe ich herausgeschnitten, da sie Werbung enthielt. Auch habe ich nicht die geringste Ahnung wo sie Vanille geschnuppert haben, denn die Duftfläche roch nach Lakritze. 😀GeburtstaskarteWerder

Mein Stiefvater ist in etwa das genaue Gegenteil von meiner Mutter, er freut sich über alles. Um so mehr aber, wenn man sich wirklich Gedanken gemacht hat. Da der Mann meiner Mutter ein eingefleischter Werder Bremen-Fan ist, lag es einfach nahe eben diesen Fußballverein aufzugreifen. (In diesem Fall passte es sogar noch super zu dem Geschenk von uns.) So sah die Karte aus, nachdem ich Schere und Klebestift geschwungen hatte: (s. rechts). Natürlich lassen sich nicht nur die Farben, sondern auch das Trikot beliebig anfassen. Es muss ja nicht zwangsläufig Fußball sein. Wichtig ist, dass es zum Beschenkten passt.

Trikotkarte selber basteln

Wer selbst so eine „Trikotkarte“ basteln möchte, benötigt dazu: Tonpapier in verschiedenen Farben, eine Schere, Kleber, einen Stift und etwas Geduld.

Zuerst habe ich aus grünen Tonpapier die Form eines Trikots ausgeschnitten. Aus dunklerem, ebenfalls grünen, Tonpapier habe ich anschließend zwei Dreiecke ausgeschnitten und diese gegenüber auf das Trikot geklebt. Mit einem schwarzen Fineliner habe ich die Ränder nachgezogen, einen Ausschnitt, sowie Falten darauf gemalt. So wirkt das ganze plastischer. Jetzt kommt die Fummel- und Geduldsarbeit, denn wer keine wirklich große Karte bastelt muss die Embleme und Logos natürlich entsprechend der Größe des Trikots anpassen. Im Falle dieses Werder Trikots sehr anstrengend, da besonders klein. So klein, dass ich es nicht schaffte das Werder-W auszuschneiden. Ganz tricki habe ich es daher mit einem weißen Stift einfach aufgemalt. (Erkennt man auf dem Foto leider nicht so gut.) Zum Schluss einfach aus einem andersfarbigen Tonpapier eine Karte falten und das fertige Trikot auf die Außenseite kleben. Wer mag kann noch einen Spruch wie z.B. „Herzlichen Glückwunsch“ oder wie in meinem Fall „Tooooor“ dazu schreiben. Viel Spaß beim nachbasteln. 🙂

P.S.: Notiert euch schon einmal den 15. Februar in eurem Geburtstagskalender, denn dann wird Gedankenteiler schon stolze 5 Jahre alt! Lasst und zusammen feiern. Mit einem kleinen Gewinnspiel! Ein „Like“ auf Facebook und ihr verpasst nichts und sichert euch eine Zusatzchance. 😉

Alle Jahre wieder – Jahresrückblick 2014

„Die Zeit steht still.

Wir sind es, die vergehen.“

[Mascha Kaléko]

ABFLUG

Der letzte Tag des Jahres 2014 und damit, wie inzwischen schon „gewohnt“, mein Jahresrückblick. Kommt mit mir auf eine Reise in die Vergangenheit, begleitet mich (noch einmal) in allen Höhen und Tiefen, die mir 2014 bescherte. Bitte anschnallen, die Reise beginnt ….

Tssssssssssssssssssssssssssssssssssssss…………………………………….Horoskop

HOROSKOP

Mein Horoskop versprach für 2014 so einiges. Ein „recht fröhliches Jahr“ sollte es werden, voll Feierlichkeiten und guter Laune. Langeweile sollte nicht aufkommen und mit meinem Schatz würde ich viel erleben. Tatsächlich kam alles genau so. Allerdings hätte ich mir in diesem Jahr ab und an ein „STOP!“-Schild gewünscht, denn auch wenn ich Stillstand nicht mag, so hätte ich mir doch an der ein der anderen Stelle einen Moment zum Durchatmen gewünscht. Rasant zog 2014 an mir vorüber. Obwohl nein, nicht vorüber, vielmehr erfasste es mich und zog mich mit in einen Strudel.

UMSCHULUNG

occDas Jahr begann direkt mit etwas Neuem – mit dem ich zugegebenermaßen gar nicht (mehr) gerechnet hatte: Einer Umschulung! Bereits vor Jahren hatte ich alle Möglichkeiten in Erwägung und alle Register gezogen, doch wurde mir dieser Bildungsweg stets verwehrt. Doch dann änderte der Gesetzgeber einen Paragrafen und *schwubs* hielt ich einen Bildungsgutschein in den Händen. Ich konnte es gar nicht glauben, mein jahrelanger Kampf hatte doch noch ein positives Ende gefunden! Nun sind bereits elf Monate um und ich gehe meinen Weg. (Mal mehr, mal weniger motiviert, aber dennoch zielstrebig.) Das Büro teile ich mir mit drei netten Kollegen und bei uns wird gelacht. Auch wenn meine Mitumschüler in ganz Deutschland verstreut sind, so möchte ich den ein oder anderen nicht missen. Mein Gastschreiber „occ“ aus SindelfingenBüro ist mir ganz besonders ans Herz gewachsen! Wir schreiben uns inzwischen sogar per „Schneckenpost“ und tauschen Süßwaren. Vielleicht schaffen wir es ja irgendwann einamal uns persönlich zu treffen. – Einige Klassenkameraden habe ich tatsächlich bereits persönlich getroffen. Und auch mein Klassendozent kam einst nach Bremen und statte mir einen Besuch ab – und brachte mir eine Eisenbahn mit. Ein Deal der aus einer Laune heraus entstanden war. – Es ist eben etwas anderes, ob man nur ein Avatar sieht oder weiß welcher „echter“ Mensch dahinter steckt. –  Der Unterricht selbst läuft auch, mehr oder weniger, gut. Die ein oder andere Schwäche hoffe ich im nächsten Jahr ausgleichen zu können, denn dann ist es schon so weit: Die Prüfung steht an! Vermutlich werde ich nicht das Beste Ergebnis erreichen, aber zumindest bestehen. Daran glaube ich ganz fest – und nach dem Rest fragt in einigen Jahren eh keiner mehr. 😉 Aber bevor ich (mir) das beweisen kann, stehen noch sieben Monate Praktikum an denen ich, offen gestanden, etwas nervös entgegen blicke. Solange „beruhige“ ich micht mit Etwas, dass ich während meiner Praxiszeit (unterrichtsfrei) gelernt habe: Origami falten! 😀

TIERISCH

Mit den beiden vierpfotigen Neuzugängen ging es zum Tierarzt. Nach den wenigen Monaten waren die zwei zumindest so zutraulich, dass sie – unter leichter Betäubung – die Fahrt antreten konnten. Der Check Up ergab das Aronia und Apfelkorn etwas ein Jahr alt waren und weitgehend gesund. Körnchen, wie sie seit diesem Tag heißt, war allerdings von Flöhen befallen und hat einen gebrochenen Schwanz … Leider (oder auch zum Glück?) wissen wir nicht was ihr passiert ist. War es ein Unfall oder gar Absicht? Körnchen hat eine abgeknickte Schwanzspitze, aber wir lieben sie nicht weniger – und ich sag ihr immer dass sie deswegen etwas ganz Besonderes ist. Angeblich sollten die Katzen sterilisiert sein, doch eine andauernde Rolligkeit (mit allem was dazu gehört) überzeugte uns vom Gegenteil. Ab ging es, wieder einmal, mit denzwei Hübschen zur Tierärztin… Von dem „Vorpflegefrauchen“ erfuhren wir auch , dass die beiden „unzertrennlich“ wären. – Waren sie! – Allerdings etwas anders als wir dachten, denn die Unzertrennlichkeit bezog sich auf einen argen Kampf mit Festbeißen und durch die Luft wirbeln. Kurz: Körnchen und Aronia können sich offensichtlich nicht leiden … Da Aronia sich teilweise nicht einmal mehr vom Kratzbaum herunter traute, zog sie schließlich zu meinem Göttergatten. Dort entdeckt sie die Welt und tanzt ihrem „neuen“ Herrchen auf der Nase herum. (Auch wenn dieser das abstreitet. *g*) Körnchen hingegen brauchte etwas länger um anzukommen. Inzwischen schläft sie jedoch fast immer in meinem Arm. Die beiden Mädels haben uns viel Geduld gekostet, doch hat es sich – mal wieder – gelohnt. Wir bereuen keine einzige Sekunde!

AroniaUndKoernchenNORDMANNENPROBE(N)

Ebenfalls Anfang des Jahres überzeugte ich meinen Göttergatten seinen Geburtstag zu feiern. Eine „Schnapszahl“ und das an einem Samstag waren grade zu prädestiniert RonGBdazu. Da Ron ja so etwas wie ein Nordmann (gemeinhin als Wikinger bekannt) ist, lag es nahe die Feierlichkeit entsprechend zu gestalten. Kurz: Ich war voll in meinem Element und konnte (endlich wieder) basteln, backen und organisieren! Bereits während des Frühstücks übergab ich meinem Schatz mein erstes, und recht persönlich, Geschenk: Eine Musik-CD von Ragnar Rovtik. Entdeckt hatte ich den Skalden auf YouTube, ihn angeschrieben und mir eine CD zusammenstellen lassen. (Damit machte ich zwei Menschen glücklich, denn der Musiker freute sich über meine Komplimente und meine Anfrage ging ihm „runter wie Öl“.) Das Beste an der Scheibe: Ragnar hat für Ron einen Text eingesprochen. Abgestimmt auf SEIN (Rons) bisheriges Leben und ihm, auf der CD wie auch per Email, persönlich gratuliert. Ein echtes Unikat! Zwei wuchtige Torten, ein schokoladigen Kuchen und jede Menge Pizzabrötchen (Vom Geburtstagskind selbst gebacken!) ging es daran den „Wikinger in ihm“ zu beweisen. Nach erfolgreichem bestehen einiger, doch teils recht fieser, Aufgaben gab es von mir das „richtige“ oder auch „große“ Geschenk: Ein „Wikinger“-Wochenende in Schleswig.

WinkingerenteSCHWEIN GEHABT!

Auch in der ersten Jahreshälfte begab es sich, dass ich mich zu einem Schritt entschloss, den ich bereits früher einmal gegangen war: Auf Fisch und Fleisch zu verzichten! JanKein Tier soll mehr für mich sterben müssen. Ich kann Fleisch, Wurst und Fisch einfach nicht mehr mit guten Gewissen essen. Dafür entdecke und entdecke ich noch immer (neue) kulinarische Genüsse. Aber leider auch jede Menge blöder Sprüche! Doch lasse ich mich nicht beirren: MEIN Weg, MEIN Ziel! Umso mehr freue ich mich darüber, dass mein bester Freund vom selbsternannten „Fleischfresser“ über den Flexitarier nun auf dem Weg zum Vegetarier ist und mein Göttergatte zumindest den Fleischkonsum extrem einschränkt. (Laut Albert-Schweitzer-Stiftung isst der Deutsche im Durchschnitt 150 Tiere im Jahr. 150 Lebewesen die nicht mehr für uns getötet werden!!!) Damit ich gar nicht erst in Versuchung gerate habe ich die Patenschaft für ein Hausschwein übernommen, denn würde schon sein Patenkind essen!?!

Let’s PlayMeer

Auch gespielt wurde 2014 jede Menge. Inspiration dazu gaben u.a die „Bremer Spieletage“. (Hier habe ich auch praktischerweise gleich ein Brettspiel gewonnen.) Eine gute Gelegenheit sich gleich mit neuen Vorräten für (un)gemütliche Abende einzudecken. Aber auch die Rollenspiele kamen nicht zu kurz, so gaben wir uns auf der HeinzCon das „shake Hands“ mit den „Machern“ von Splittermond. Praktischerweise fand Letztere in Norddeich statt, so dass ich meine alljährliche Portion Meeresluft bekam. (Auch wenn das Meer grade nicht da war. ^^)

032AUF DEN SPUREN DER WIKINGER – AUS ÜBERZEUGUNG GEWACHSEN

AxtwerfenIm Frühjahr riefen die Nordmänner zum Markt. Die perfekte Gelegenheit für meinen großen tapferen indischen Wikinger das geschenkte Wochenende zu verbringen. Nach einem informativen Museumsbesuch in Haithabu folgte ein ausgiebiges Stöbern auf dem Markt – inklusiver Verköstigung „alter“ Speisen und eines Kruges Apfelmet. Mit einem kleinen Verdauungsspaziergang brachen wir auf zum Gelage in die „Wikigerschänke“. Dort erwartet uns ein 3-Gang-Menü – Für mich mit vegetarischen Gerichten! – Aber nicht nur Speis und Trank gab es, sondern auch sportliche Betätigung: Axtwerfen und Bogenschießen. Wie es sich für einen echten Wikinger gehört traf Ron – direkt ins Ziel! Verteidigen kann er mich also im Notfall. 😉 – Genau diese Sportarten ließen mich an mir selbst wachsen. Wer mich länger kennt weiß das ich schon immer mal Bogen schießen machen wollte. An diesem Tag sollte sich die Gelegenheit bieten, doch entschied ich mich dagegen. Der Grund mag für viele vielleicht banal sein, aber ich konnte es einfach nicht über mich bringen auf das Reh zu schießen. Natürlich war es aus Holz, dennoch erschien es mir falsch. So setzte ich mich dem Hohn und Spott meiner Mitstreiter aus – und blieb standhaft! Wer von einer Sache aus tiefsten Herzen überzeugt ist sollte sich nicht von seinem Weg abbringen lassen. Irgendwann wird sich wieder die Gelegenheit bieten und ich werde – endlich – zum Bogen greifen OHNE dabei gegen meine Überzeugung zu verstoßen! – Nach so viel Aufregung erfreuten wir uns auf dem Balkon unseres Hotelzimmers mit Wasserblick am Sternenhimmel…

Schleswig

BURGHERRIN VS. PRINZESSINSchloss

Wo wir schon einmal in Schleswig waren besichtigten wir auch gleich Schloss Gottorf. Wir entschieden uns für eine Führung durch die Gemäuer und so wurden wir von einer älteren Burgherrin und einer jüngeren Prinzessin in die Vergangenheit „entführt“. Zu gerne erinnere ich mich an den Disput der beiden als es um Männer ging. Nordmann Asathor (= Ron) wurde von der Herrin als „stattlich“ bezeichnet. So einer wie er könne im Notfall die Burg verteidigen! – Na, DAS hatte er am Vorabend in der Wikingerschänke ja zweifelsfrei bewiesen. 😉

HAPPY BIRTHDAY TO ME

GBFrühstückAuch in diesem Jahr wurde ich (mal wieder) 29! Doch dieses Mal war anders, denn ich durfte den Tag mit den beiden Menschen verbringen die mir am meisten bedeuten: Meinem Göttergatten und meinem besten Freund – und wir machten das was mir wirklich Spaß machte: Pizza essen! 😀 Ich verbrachte Zeit mit „meinen Liebsten“, tat was mir Freude bereitete, bekam etwas das ich mir schon lange gewünscht hatte (Ebookreader) und fühlte mich einfach wohl. – Perfekt machte den Tag wohl das Ron sein Handy verlor. DAS war natürlich nicht perfekt! Wohl aber, dass der Finder es im Kontaktbüro der Polizei abgab, die daraufhin die Nummer „Zuhause“ anriefen, seine Eltern erreichte, die wiederrum bei mir anriefen – und ich am nächsten Tag das Mobiltelefon wieder in der Hand hielt! 🙂 Das an dem Abend, mal wieder, unsere Vermieterin vor der Tür stand, setzte dem allerdings einen Dämpfer auf. (Dazu später mehr)

 SUMMER IN THE CITY

Im Sommer schnappte ich mir Ron und Miguel und zeigte ihnen meine „alte Heimat“: Lüneburg. Nach einem Frühstück bei meiner Mum und meinem Stiefvater ging es vom Provinznest Bleckede in die Zivilisation. Für die Stadtführung benötigte ich etwa 32 Minuten. Viel zu sehen gibt es da einfach nicht! An was ich nur nicht gedacht hatte war der Wochenmarkt und zudem war auch grade die „Toggolino-Tour“ vor Ort, so dass es vor Milchzahnterroristen nur so wimmelte! Zumindest offenbarte sich ihnen ein Blick über die Dächer der Stadt, als wir den Wasserturm erklommen hatten. In einem traditionellen Brauhaus genehmigten wir uns eine Stärkung – und Ron kostete das Hauseigene Gebräu.Lüneburg

EINE SEEFAHRT DIE IST LUSTIGHamburg

Da ich eine Hafenparty gewonnen hatte (Rundfahrt auf der Elbe inkl. Buffet), trieb es mich tatsächlich in dieses mir unliebsame Städtchen. Die Fahrt auf der Elbe war, zumindest aus berufsspezifischer Sicht, interessant. Leider war das auch alles, denn die Musik war grauenvoll, die Menschen (zu) betrunken und das Essen nicht für Vegetarier ausgelegt. Wenn schon, denn schon, dachten wir uns und brachen am nächsten Morgen – im typisch norddeutschen Shitwetter – zum „Fischmarkt“ auf. Mit einem Korb voll Obst und einer Tüte Naschwerk traten wir den Heimweg an. Fazit dieses Wochenendes: Hamburg stinkt (noch immer)! 😉

Erinnert mich an einen zerstreuten Professor! XD

KUNST IST, WENN MAN NICHT ERKENNEN KANN WAS ES IST

Da ich sagte ich wolle da „auch mal hin“, überraschte Ron mich mit einem Tagesausflug ins Künstlerdorf Worpswede. Ich sah Dinge von denen ich bis heute keine Ahnung habe für was (oder ob) man es benutzt. Kurioses, schönes, hässliches, … Besonders angetan hat es mir aber – ausgerechnet – ein Grab. Ich mag die Gestaltung. Erinnert mich irgendwie an den „Verrückten Professor“. ^^ Doch um ehrlich zu sein: Es gibt Orte die muss man nicht gesehen haben. Worpswede ist einer von ihnen …

HEIßE FRAUEN & FESCHER KERLgop-2

Als noch einige Sonnenstrahlen den Himmel erwärmten, erhitzten halb bekleidete Frauen unsere Gemüter. Mit unseren besten Freunden verbrachten mein Liebster und ich einen netten Abend im GOP. Mein erstes Mal Varietee („Lipstick“) – und es war einfach nur großartig! Eine tolle Mischung aus Akrobatik, Tanz, Musik, Gesang und Comedy, gepaart mit leckerem Essen (Ich hatte eine Käseplatte mit Feigensenf.) sorgten für unbeschwerte Stunden.

AUF TAUCHSTATION

Trotz allem Spaß öffnete ich mich aber auch der „grausamen Vergangenheit“. Mit meinem Göttergatten an der Seite ging es in ein (schreckliches) Zeugnis Deutscher Geschichte: Dem U-Boot-Bunker Valentine hier in Bremen. Wir sahen was die Menschen (Gefangenen) dort leisten mussten und unter welch grausamen Bedingungen dort herrschten…Bunker

FLÜCHTLING

Doch auch negative Dinge ereigneten sich 2014. Bereits im Frühjahr kam Miguel ins Krankenhaus. Diagnose: Nierensteine. Die Zertrümmerung überstand er gut, die Langeweile eher weniger. Vermutlich wäre der Gute ein anstrengender Patient gewesen, doch war er schlicht und einfach fast immer unterwegs. (Ob er „durfte“ oder nicht.) Der Besucher kommt ins Krankenhaus? Blödsinn: Der Patient kommt zum Besucher! Mehr als einmal wurde ich von der Arbeit abgeholt und wir gingen Kaffee trinken oder saßen mit Salat (!) an der Weserpromenade in der Sonne.

STATT MASCHENDRAHTZAUN

Kaum wurde es wärmer (was dieses Jahr ungewohnt früh der Fall war), schoss das Gras in die Höhe. (Nicht was ich denke was ihr jetzt denkt! Ich meine das „richtige“ GartenGras: Rasen!) Und genau damit begann sie, die Fehde mit „Gerlinde“, unser Nachbarin. Dazu muss man zwei Dinge wissen: Wir wohnen in einer Doppelhaushälfte, die Gärten sind nur durch einige Gehwegplatten getrennt und unsere Nachbarin hat etwa den Charakter von Else Kling! Hat die Frau nichts zu meckern, bzw. geht nicht alles ach IHREM Willen, wird sie garstig. (Also mehr als ohnehin schon.) Blöderweise sehen wir einige Dinge einfach etwas lockerer. Uns würde es nicht stören, wenn drei Grashalme auf unsere Gehwegplatten ragen. Sie schon. Hat sie uns auch gefühlte tausend Male gesagt – und wir ihr, dass es eben nicht direkt geht (Arbeit, Wetter, Krankheit etc.). Doch, wie könnte es anderes sein, auch das passte ihr nicht und *schwubs* stand nun unser Vermieter vor der Tür. Thema: Rasen. Vermutlich wäre ihm das auch ziemlich egal, doch blöderweise sind er und Gerlinde im selben Verein – und da kann Frau richtig nerven. Bei jedem Treffen und anrufen kann man ja auch … Unser Vermieter war also von unsere Nachbarin (ebenfalls) genervt und nervte nun wiederum uns, in dem ständig irgendwer vor der Tür stand. (Es war inzwischen soweit, dass ich bei jedem Klingeln an der Haustür zusammen zuckte!) Es musste ein Ende haben! So informierten wir uns beim Mieterschutzbund und beide Parteien (Nachbarin und Vermieter) erhielten ein entsprechendes Schriftstück in dem wir feststellen, dass wir von unserem Hausrecht gebraucht machen. Oder kurz: Man möge uns doch bitte in Ruhe lassen. Seit dem: Ruhe! Manchmal muss man wohl unkonventionelle Wege gehen – und darf sich schon gar nicht alles gefallen lassen. Viva le Revolution! 😉

HERZENSSACHELangzeit-EKG

Im Herbst ging es dann auch bei mir gesundheitlich Berg ab. Von der ein oder anderen Erkältung mal abgesehen begann haute es mich „von den Socken“: Ich hyperventilierte und fiel um. Zur Folge hatte dies, dass ich zwei Tage mit einem Langzeit-EKG herumlaufen musste. Doch glücklicherweise macht mein Herz nicht zu wenig, sondern zu viele Schläge. Fühlt sich aber trotzdem etwas unangenehm an. „Es schlägt zwischendurch zwischen den Herzschlägen und genau das spüren sie.“ Hat mir meine Ärztin erklärt.

DA KLAPPERT DAS GEBISS

Doch es blieb nicht nur beim Herzen, denn im Winter meldete sich auch mein Gebiss zu Wort. Heftig und schmerzhaft. Bald sah ich die Zahnarztpraxis öfter von innen, als mir lieb war. Doch reichte das nicht, denn ich wurde ans Krankenhaus überwiesen, wo mir – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Zahn gezogen wurde. Keine angenehme Sache, aber zumindest haben die Schmerzen inzwischen nachgelassen. DAS ist auch schon etwas wert!

GESCHENKT IST NOCH ZU TEUER

HeizungWer den Film kennt dessen Titel ich für diesen Absatz gewählt habe kennt, kann sich vorstellen in was für einem Haus Miguel und ich leben. (Die Decke bzw. der Boden sind – bisher – glücklicherweise aber noch nicht „durch(ge)brochen“!) Bei unserem Einzug erwartete uns bereits ein tiefes Loch, später verabschiedete sich die Elektrik, von einem defekten Geschirrspüler, undichten Fenstern und verstopften Klo ganz zu schweigen. In diesem Jahr kamen dann noch die Dinge wie Ausfall der Therme (natürlich im Winter!), reißen der Jalousiebänder, abgebrochenen Schlüsseln, eine abgefallene Heizung und eine durchgebrochene Kellerstufe dazu… Keine Bewegung, kein Schritt ohne zu befürchten das uns die Decke auf den Kopf fälltwörtlich!

FORTSETZUNG

Ich könnte diese Aufzählung noch weiter fortführen, denn 2014 habe ich auch:

  • Das erste Mal mit meinem Unwissen übe die Sportart an einem WM-Tippspiel teilgenommen. (Ich bin auf dem zweiten Platz gelandet Von hinten.)
  • Ich habe mein „Bruderherz“ (Miguel) wieder in seinem Element erlebt. (Insider! ;))
  • Eine regelrechten Tausch- und Verschenkewahn erlebt. (Auch aktiv.)
  • Das 2jährige mit Ron, sowie den Entschluss gefasst mit diesem zusammen zu ziehen.
  • Ich war auf dem Gratis-Comic-Tag, auf der Büchermeile,

ZIELE & WÜNSCHE

Zusammengefasst war 2014 für mich ein aufregendes Jahr mit vielen Erlebnissen. (Mehr tollen, als schlechten!) Und jetzt wo ich darüber schreibe und mir alles noch einmal vor Augen führe kann ich sagen: Ja, dieses ist eines der (wenigen) Jahre auf die ich gerne zurück blicke! 🙂 Das ALLERwichtigste in 2014 aber ist ganz eindutig:

KEINE VERLUSTE!!!

Meine Ziele/ Vorsätze für nächstes Jahr? Nicht viele: Praktikum ÜBER- und Prüfung BEstehen! 😉 Alles andere wird sich ergeben. IHR werdet daran teilhaben. Versprochen! 🙂

Ich danke euch allen für die zahlreichen Besuche und Kommentare auf Gedankenteiler. Die Statistik zeigt das ihr aus 135 verschiedenen Ländern (!) kommt. Es scheint als würde dieser Blog tatsächlich Menschen – aus allen Länden, allen Kulturen, (politischen) und allen Religionen – verbinden. DAS gibt mir Hoffnung. Jeder Einzelne von uns kann nur wenig erreichen, wir alle zusammen aber können etwas verändern. PACKEN WIR ES AN!

Ich wünsche euch alles Liebe für das kommende Jahr. Kommt gut rein, bleibt gesund und vor allen Dingen: Hört nie auf für eure Überzeugung zu kämpfen!

Ich werde das Jahr mit Freunden, Musik, einem selbstgemachten Käsefondue und einem guten Whiskey ausklingen lassen. Und wie eine Schottische Regel so schön lautet:

„Es muss mindestens EIN Whisky sein. ZWEI sind zu viel und DREI zu wenig!“ 😉

🙂 Wir lesen uns 2015! 🙂

Schritt-für-Schritt zum Papierboot

Im letzten Artikel rief ich zur „Papierbootwelle“ auf.

Die Idee fandet ihr super, doch wie sich heraus stellte, sind die meisten gar keine Bootsbauer (mehr).

Die einen beherrschten die Faltkunst noch nie, die anderen haben es einfach verlernt.

Diese Ausreden zählen nun NICHT mehr, denn hier kommt das, woruf ihr alle gewartet habt:

Die „Schritt-für-Schritt zum Papierboot“-Anleitung!!! 😀

Material:

Pro Papierschiff benötigt ihr einen rechteckigen Bogen Papier. Für kleinere Boote (die sich hervorragend auf einen Monitor stecken lassen) empfehle ich DIN A4-Format. Für größere könnt ihr auch Ton- oder Zeitungspaier nehmen.

Damit ihr meinen Bastelschritten folgen könnt verwende ich zweifarbiges Origamipapier in DIN A4-Größe. So könnt ihr die Innen- und Außenseiten unterscheiden. 😉

Papierboot (1)

Habt ihr einen Bogen? Prima. Auf gehts:

Schritt 1

Das Blatt an der kürzeren Seite einmal in die Mitte falten.

Papierboot (2)

Schritt 2

Nun die oberen Ecken zur Mitte falten. Eurer Blatt sollte nun in etwa wie ein Segelflieger aussehen. Ihr habt das Segel für euer Boot! 🙂

Schritt 3

Den Rand, der nun unterhalb des Segels nach oben falten. Die überstehenden Ecken auf der anderen Seite umknicken. Auf der anderen Seite wiederholen.

Schritt 4

Das Ganze sollte nun ausshene wie ein kleiner Hut.

Schritt 5

Diensen Hut setzt ihr nun auf und rennt klatschend um den Stuhl. Viermal wiederholen. Dann Hut absetzen und an den schmalen Stellen zusammen falten.

Anschließend die unteren Ecken (dort wo offen ist) auf beiden Seiten nach oben falten.

Ihr solltet jezt ein Gebilde haben, welches etwa an einen Tafelspitz erinnert.

Schritt 6

Alles was ihr jetz noch tun müsst ist, das Gebilde „auszubeulen“. Dazu einfach die äußeren Ecken vorsichtig und gleichzeitig nach außen ziehen.

Na, erkennt ihr es? Herzlichen Glückwunsch! Euer Papierschiffchen kann vom Stapel laufen! 🙂

Schritt 7

Das fertige Papierschiffchen an die Ecke des Monitors klemmen und auf die neidvollen Blicke der Kollegen warten. 😉

VIEL SPAß!!! 🙂

Papierboot (20)

P.S.: Ich bin im erklären eine absolute Niete. Aber ich hoffe die Fotos machen alles ein bisschen verständlicher und ihr habt euer (erstes) eigenes Boot!?

Langeweile …

… macht kreativ

Spedi

… und hungrig. 😛

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Bremen 03.04.2014 – 21° C – SONNE

Wir verschenken Weihnachten!

Bald ist es soweit: Weihnachten. Damit verbunden auch die üblichen Familienfeste. Die Schwiegereltern haben zum Weihnachtsessen geladen. Neben ihnen (2) werden die Söhne (3), samt weiblichen Anhängen (logischerweise auch 3) und Kindern (1) erwartet. – Und bei dieser Familie wird dies ein kleines Fest. Bei Geburtstagen, Jahrestagen und anderen Feierlichkeiten sind locker 50 Personen anwesend. Mindestens- Schützenverein sei Dank.

Wie ihr ja wisst habe ich mit Weihnachten nicht wirklich was am Hut. An der Mütze auch nicht. Tatsächlich musste ich sogar meinen Göttergatten davon abhalten mir ein Weihnachtsgeschenk zu besorgen. Nein. Nein! Das will ich nicht. Nicht zu Weihnachten. Den Rest des Jahres ist es mir egal und ich freue ich mich sogar darüber. Um meinem Liebsten eine Freude zu machen werde ich mit zu seinen Eltern gehen. Untereinander schenkt die Familie sich nichts. Immerhin!

Aber mit leeren Händen möchte ich auch nicht kommen. Zumindest nicht für die Schwiegereltern. Gastgebern bringt man etwas mit und wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Da bin ich wohl „old school“. Blöd nur, dass die beiden eh schon alles haben und sich auch nie was wünschen. Sicher kennt ihr das: „Ihr braucht nichts mitbringen. Wenn ihr kommt freuen wir uns.“ Ja schön. Hilft aber nicht wirklich. Stiefvater wünscht sich eine neue Kettensäge. DAS übersteigt die Kleinigkeit dann aber doch. Ein ganz kleines bisschen jedenfalls.

Die beiden lieben aber Familie und Weihnachten. Das brachte mich auf eine Idee für ein Geschenk. Individuell und günstig:

Wir verschenken Weihnachten!

Man nehme:

1 Glas mit Deckel (z.B. ein Kofitürenglas ohne Etiketten)

Kleinigkeiten die nach „Weihnachten“ riechen (z.B. Zimt, Nelken, Vanille, Tannennadeln,…)

irgend etwas an weihnachtlicher Deko (z.B. einen Tannenzapfen oder eine kleine Weihnachtsfigur)

etwas Stoff oder Seidenpapier

hübsches Schleifenband

evtl. kleine Beigabe wie einen Piccolo oder Kerzen

031So wird’s gemacht:

Das Glas sollte natürlich richtig sauber sein. Ich habe das Konfitürenglas einfach in heißes Spüliwasser eingelegt. Dadurch wurde es nicht nur richtig schön sauber, sondern ich konnte auch die Etiketten einfach ablösen.

In dieses Glas füllt ihr nun die aromatischen Zutaten. In meinem Fall habe ich zuerst zwei Handvoll Gewürznelken hinein getan und diese dann mit ein wenig Zimtspäne durchsetzt. Oben drauf kam die restliche Zimtsange, sowie eine Vanilleschote. Im Vordergrund platzierte ich einen Tannenzapfen.

Deckel drauf, Papier und Schleife drum. Fertig.

Ich habe noch eine kleine Flasche Wein, sowie eine Kerze dazu gestellt und alles auf einer Pappe drapiert und mit Klarsichtfolie verhübscht. (Sind ja schließlich die Schwiegereltern. Die muss man warm halten. Vielleicht will ich den Sohn ja tatsächlich mal heiraten. ;))

Jetzt drückt mir Daumen, dass sich die Beiden über dieses, vielleicht nicht ganz so alltägliche, Geschenk auch freuen. – Oder zumindest so tun als ob. 😉

Eiskalte Geschäftsidee

Langeweile macht bekanntlich kreativ und Geld kann man fast immer gebrauchen. So entwickelten mein Partner und ich, in einem Anflug von ersterem und Mangel von letzterem, eine Geschäftsidee. Eine bei der nicht nur der Kopf kühlt bleibt:

Wir gründet eine

—> Eisschollenvermietung! <—

Dafür brauchten wir natürlich erst einmal die Eisschollen und einen Handelspartner. Ganz wichtig. Immer hin konnten wir nicht einfach in die Arktis segeln, eine Fahne ins Eis stecken und ein Schild aufstellen: „Zu vermieten.“ Aus der Vergangenheit lernt man schließlich. Telefonkosten wären zu hoch gewesen, dem Postweg trauten wir nicht. Aber wie gut das wir als pfiffige Unternehmer direkt eine Lösung hatten. Eine Bekannte strickte einen kuscheligen Schal und eine kuschelige Mütze. Mit Werbung. Darauf hatten wir bestanden! Eine robust wirkende Taube damit ausgestattet und mit einem Brief schickten wir diese auf die Reise. (Ich war eigentlich für einen Pinguin. Der hatte meiner Meinung nach die überzeugenderen Argumente gehabt. Aber mein Partner meinte, die Schollen wären geschmolzen, bis er da wäre.)

Wir baten um die Zusendung einer Probescholle. Aus Eis. Nicht der Fisch! Unserem Wunsch wurde nachgekommen. (Wir hatten als Austausche einen Kühlschrank geschickt.) Sehnsüchtig  warteten wir auf das Paket aus der Arktis. Wochen später stand ein völlig durchnässter Paketbote vor unserer nicht vorhandenen Geschäftstür. (Eigens zu diesem Zweck hatten wir uns ein Iglu gebaut. Erschien uns stilecht.) Ich verkniff mir jeglichen Kommentar und unterzeichnete. Als er ging warf ich noch Kopfschüttelnd einen Blick auf ihn. Mein Partner fragte was denn sei, erzählte ich ihm das der gute Mann scheinbar in seiner Dienstkleidung geduscht hat. Mein Partner schüttelte daraufhin ebenfalls den Kopf. Wir waren uns einig. Komische Leute muss es auch geben.

Bevor wir uns aber weiter mit der menschlichen Psyche auseinander setzen konnten (und wollten), interessierte uns viel mehr der Inhalt des Pakets. Beim schütteln plätscherte es. Eigenartig. Da es sich um eine Holzkiste handelte bewaffneten wir uns mit einer Brechstange. Das heißt mein Partner machte sich damit ans öffnen. Ich positionierte mich mit einem Baseballschläger (übrigens 1a für Schneebälle) an der Seite. Da könnte irgendwas aus der Kiste springen und meinen Partner anfallen. Schließlich sieht man das immer in Abenteuerfilmen. Sprang aber nichts. Floss vielmehr. In Form einer RIESIGEN Flutwelle platschte es nur so gegen meinen Partner. (Der Anblick lies mich vermuten, dass der Paketbote vielleicht doch nicht geduscht hatte.) Ein Blick auf den Absender verriet uns das es sich bei dem Inhalt um die Eisscholle handelte. Den Versuch diese wieder zusammen zu setzen gaben wir recht schnell  auf.

So ein Projekt kostet allerdings auch eine ganze Menge. Wir brauchten also Startkapital. Wie gut das es staatliche Fördergelder gibt. Also ab zum Jobcenter, Beratungstermin machen. Termin gekommen. Wir schick in Schale. So richtig schicki-micki, mit langem Fellbesetzten Mantel. (Imitat natürlich. Pelz ist Mord!) Die Dame hinter dem Schreibtisch blickt verwirrt zu uns auf. Vermutlich hat sie noch nie Pseudo-Eskimos gesehen. Kann man schon verstehen. Sind ja auch nicht so weit verbreitet, hier in Europa. Aber wir kamen ja nicht in Aufklärungsmission, sondern in eigener Sache. Geld wollten wir haben. Doch so ganz ernst schien uns die Dame nicht zu nehmen. (Wir hätte wohl doch Anzüge von der Stange nehmen sollen.) Scheinbar hielt sie eine Eisschollenvermietung für eine blöde Idee. Wir fand es innovativ.

EisscholleSo schnell gaben wir nicht auf. Standen mit Überzeugung hinter „Projekt Eiskalt“. (Das war der Codename. Sollte ja kein anderer was mitbekommen. Die Konkurrenz schläft nicht.) Um das Geld zu beschaffen bedienten wir uns einer unkonventionellen Art: Wir sammelten Pfandflaschen. Vom Fußballspielen wussten wir, dass es davon in Stadionnähe eine ganze Menge gab. Leider erwies sich das sammeln als äußert gefährlich, da die Pfandmafia ihre Revier voll im Griff hatte. Irgendwann hatten wir es dann geschafft. Dank eines unerwarteten Erbes konnten wir loslegen. (An dieser Stelle möchte ich erwähnen das 2,75 € davon hart erarbeitetes Geld waren.)

Unsere Brieftaube war inzwischen zu unser Auslandsbeautragten aufgestiegen. Scheinaber lies sie sich aber immer wieder auf’s Glatteis führen, denn die Geschäfte liefen schleppend. (Ich hatte ja gleich gesagt, wir hätten einen Pinguin nehmen sollen!) Wir flogen in die Arktis um uns unsere Geschäftsidee mal ganz genau anzusehen. Verdammt war das kalt da! Da war also das Problem. Wir mussten es hier ein wenig kuscheliger gestalten. Anfangs verteilten wir Kerzen, doch leider waren unsere Finger so gefroren, dass wir sie nicht anbekamen. Wir brauchten etwas anderes.

Ein Hersteller von Solarien lehnte eine Zusammenarbeit ab. Er hatte Angst das die Kunden aus Gewohnheit die Regler zu hoch einstellten und ihnen letzten Endes der Boden unter den Füßen schmilzt. Das wäre einer super tolle PR gewesen. Wir hatten schon die Schlagzeile vor Augen:

„Sonnen auch Sie sich endlich auf der kalten Seite des Lebens!“

Schade.

Leider hat es mit der Eisschollenvermietung nicht ganz so geklappt wie wir uns erhofften. Aber unser Ehrgeiz ist gepackt. Bei einer Lagerauflösung konnten wir eine große Charge Regenschirme ersteigern. Damit machen wir uns nun auf in die Wüste. In die Sarah um genau zu sein. Das ist nämlich die größte. Somit gibt es da auch genug Leute die noch keinen Regenschirm haben.

Ach ja. Die Eisschollen. Wir haben sie in Flaschen abgefüllt und ein Schild „Cool drinks – to go“ hinterlassen. Unser Beitrag zur Klimaerwärmung. Wären ja sowieso geschmolzen. Und so haben wir, ganz nebenbei, die Menschheit gerettet. (Keine Überflutung durch Schmelzwasser.) Das Wasser kam leider nicht ganz so gut an. Wir hatten wohl den Salzanteil unterschätzt …

[Lieben Dank an meinen Göttergatten Ron für den Anstoß zu dieser Geschichte. Sowie an Robert Werner der mit einem seiner Toonmix Filme den Auslöser gab.]