Rettung naht! [Rezension – Kinderbuch]

Audrey Harings

CanGu auf der Suche nach Saphir

168 Seiten

AH Tales and Stories S.L. [22.09.2017]

ISBN 978849466735

 

~°~ Klappentext ~°~

Hopsi, ein freches vorlautes Eichhörnchen, macht eine Entdeckung. Es hört aus der Ferne ein Katzenjunges, welches offensichtlich um sein Leben schreit.

Doch alleine kann das Eichhörnchen nicht helfen. Wie gut, dass ausgerechnet Hopsis Baum im Garten der Bäuerin Müller steht. Genau hier verbringt Gucci wieder ihre Ferien bei ihrem Katzenfreund Canelo.

Die beiden sind das legendäre CanGu-Team. Gemeinsam mit ihren Freunden Topo und Streuner retten sie das Katzenjunge. Es dauert jedoch nicht lange und das kurz zuvor gerettete Katzenjunge bringt sich erneut in Schwierigkeiten. Unfreiwillig landet er im Abwasserkanal und damit im Reich der gefürchteten Ratten. Ob das CanGu-Team ihm jetzt noch einmal helfen und aus den Fängen der Ratten befreien kann?

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Ich hatte bereits das Glück Canelo und Gucci bei ihrem ersten Abenteuer zu begleiten. – Und ich war so begeistert, dass ich unbedingt weiter bei den beiden bleiben wollte. – Es ist jedoch, für das Verständnis der Geschichte, nicht nötig, den Vorgänger zu kennen. Zwar deuten die Protagonisten ab und an etwas an, aber das wird dann kur und knapp erklärt.

Aber jetzt endlich auf’s ins Abenteuer:

Es ist Sommer und Familie Jansen möchte in den Urlaub fliegen. Daher gehen die Hunde der Familie für einige Wochen zu ihren „Urlaubspflegefamilien“, die sie bereits vom letzten Mal kennen. Darauf freuen sich die Hunde auch schon. Auf dem Bauernhof treffen die Freunde Canelo, Gucci, Topo und Streuner aufeinander. Hier sind Hund und Katze tatsächlich Freunde und verstehen sich super. Eigentlich möchten sie nur den Sommer genießen, aber da gibt es im Garten ein Eichhörnchen, dass offenbar nichts Besseres zu tun hat, als genau das zu verhindern. Doch dann stellt sich heraus dass es nichts weiter möchte, als das Quartett darauf aufmerksam zu machen, dass ein kleines Kitten dringend Hilfe benötigt. Selbstverständlich machen sich die Freunde direkt auf zur Rettungsaktion – und finden Saphir. Doch schon kurz nach der Rettung, muss der Kleine schon wieder gerettet werden. tDas „CanGu“-Team macht sich auf dem Weg in die Kanalisation, wo sie nicht nur auf Ratten treffen …

Die Geschichte ist spannend, besonders da es sich – fast so – vielleicht irgendwo zutragen könnte.  Audrey Harings hat einen wunderbar bildlichen Schreibstil, der den Leser so richtig mitreißt. Das Abenteuer lässt sich flüssig lesen. Besonders klasse finde ich den Lerngehalt, den die CanGu-Geschichten zum Thema Umwelt- und Tierschutz vermitteln. Die Autorin scheut sich nicht hier von Qualzucht und anderen Gräueltaten des Menschen zu berichten. Respekt und Daumen hoch dafür, denn das trauen sich – besonders in einem Kinderbuch – (leider) nur Wenige.

Es gibt einige sehr schöne Schwarz-Weiß-Zeichnungen, teils sogar ganzseitig, die hervorragend zum ebene Gelesenen passen. Mir gefallen diese Zeichnungen, da Sie schlicht und einfach sind, aber eben dadurch eine ganz besondere Ausstrahlung haben.

Das empfohlene Lesealter liegt bei etwa 5 – 8 Jahren. Das finde ich, von der Handlung her, passend. Allerdings gibt es einige doch recht schwierige Wörter, die sicher die meisten Kinder noch gar nicht kennen bzw. verstehen.

~°~ Fazit ~°~

Eine wundervolle und spannende Fortsetzung der CanGu-Reihe. Eine spannende Geschichte, flüssiger bildlicher Schreibstil, tolle Zeichnungen, sympathische Charaktere und ein hoher Lerngehalt.

~°~ Reihe ~°~

Folgt [Band 3]

CanGu auf der Suche nach Saphir [Band 2]

CanGu und die Kuchenkrümel [Band 1]

 

Dosenpfirsiche [Rezension – Thriller

Sarah Hilary

Seelenkinder

Die Marnie-Rome-Reihe

448 Seiten

Btb [11.09.2017]

ISBN 9783442748082

[auch erhältlich als  E-Book]

~°~ Klappentext ~°~

Ein grauenvoller Fund: Im Garten seines Hauses in einer Londoner Neubausiedlung entdeckt Familienvater Terry Doyle einen alten Bunker – und darin, dreieinhalb Meter tief in der Dunkelheit, zwei Kinderleichen. Für das Team um Detective Marnie Rome türmen sich die Fragen auf: Wer waren die Kinder? Warum wurden sie nie als vermisst gemeldet? Welche Rolle spielt Clancy, der verhaltensauffällige Ziehsohn von Terry? Die Begegnung mit Clancy ist für Marnie wie eine Falltür in die Vergangenheit – er erinnert sie an ihren Adoptivbruder Stephen, den Mörder ihrer Eltern. Und als Clancy plötzlich mit Terrys leiblichen Kindern verschwunden ist, ahnt Marnie: Jetzt zählt jede Sekunde.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Auf dieses Buch bin ich durch das Cover aufmerksam geworden. Es hat mich mit seinem düster-leuchtenden Foto wie magisch angezogen. Soviel sei vorweg verraten: Ich habe es nicht bereut!

London. Eine ruhige und beschauliche Neubausiedlung in der viele Familien glücklich mit ihren Kindern leben. Doch dann entdeckt Terry Doyle einen Bunker unter seinem Garten – und in ihm die Leichen zweier kleiner Jungen, eng aneinander gekuschelt. Detective Rome wird an den Tatort gerufen, um den Fall zu übernehmen, doch statt wirklicher Aufklärung wird der Fall immer verworrener: Wieso wurden die Kinder nie als vermisst gemeldet? Was hat Clancy, ein verhaltensauffälliger Pflegesohn, damit zu tun? Welche Rolle spielt der schmierige Bauunternehmer? Warum verschwindet Clancy mit Terrys leiblichen Kindern? Hat der Puppen sammelnde Nachbar etwas mit der Sache zu tun? …

Eine spannende Jagd nach dem Mörder beginnt, die voller Wirrungen ist. Die verschiedensten Facetten der Spezies Mensch werden aufs unterschiedlichste beleuchtet.  Die Autorin hat einen flüssigen und sehr spannenden Schreibstil. Der Leser wird förmlich in den Sog der Geschichte gerissen. Immer wenn ich dachte, ich würde die Lösung eines Rätsels kennen, ereilte sich das nächste spannende Ereignis. Oft wurde ich, genau wie die Detectives, auf eine falsche Spur geführt. (Am Ende wurden aber dann doch alle Handlungsfäden sinnvoll auflöst.)

Bei „Seelenkinder“ handelt es sich um den zweiten Band der Marnie-Rome-Reihe. Da dieses aus dem Klappentext nicht hervorging, fiel mir das während des Lesens auch gar nicht auf. Erst am Ende stellte ich fest, dass es sich um eine Reihe handelt, in der Marnie und ihre Kollegen spannende Fälle aufzuklären haben. Dieses Buch ist damit unabhängig von dem Vorgänger zu lesen. An Wissen fehlte mir nichts. Zwar gibt es zwischendurch Andeutungen auf den ersten Teil (zumindest vermute ich dass es sich um den ersten Fall handelt), aber diese werden dann so beschrieben, dass der Leser weiß worum es geht.

~°~ Fazit ~°~

Ein wunderbar spannender Thriller mit vielen überraschenden Wendungen, in einem flüssigen Schreibstil. Wer Gänsehaut mit „echtem“ Monster möchte, für den ist „Seelenkinder“ genau richtig.

 

~ Reihenfolge ~

(voraussichtlich geplant, Band 5)

(Quieter Than Killing – noch nicht in Deutsch erschienen, Band 4)

(Tastes Like Fear – noch nicht in Deutsch erschienen, Band 3)

Seelenkinder [Band 2]

Herzenskalt [Band 1]

Chaos im Buchladen [Rezension – Kinderbuch]

~°~ Das Buch ~°~

Sarah Bosse

Weihnachten in der Pfeffergasse

184 Seiten

Coppenrath [01.09.2017]

ISBN 9783649625513

~°~ Klappentext ~°~

Na, o du fröhliche aber auch: Oma Rosa ist auf dem Weihnachtsmarkt gestürzt, und obwohl sie ein Engelskostüm trug, hat sie nun einen Oberschenkelhalsbruch. Immerhin keinen Halsbruch, finden Greta und Finn, und versprechen, Mama den Schlüssel für die „Bücherbutze“ zu bringen, Omas Buchhandlung. Dass Mama gerade auf einer Fortbildung ist, verschweigen sie lieber. Omas Mitarbeiter, genannt „Monokel“, wird den Laden schon schmeißen! Doch bald stellt sich heraus, dass Monokel nicht nur die Bestellungen der Kunden verschusselt, sondern ein echtes Problem hat: Er hat seine Wohnung verloren und ist erfolglos auf „Herbergssuche“. Greta und Finn müssen aktiv werden! Ob es mithilfe eines wunderbaren Songs und vereinter Hilfsbereitschaft der „Bücherbutzen“-Stammkunden doch noch ein Weihnachtsfest für alle geben kann?

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Das Cover versetzt mit der verschneiten Innenstadt und dem goldenen Sternen und Glitzer bereits ein wenig in Weihnachtsstimmung. Sehr schön sind auch die verschneiten und mit Sternen dekorierten Laternen, die jedes Kapitel einleiten.

Ganz klassisch beginnt diese, doch recht außergewöhnliche, Geschichte auf einem Weihnachtsmarkt. Auf diesen geht Oma Rosa mit ihren beiden Enkeln Greta und Finn – und wenn Oma Rosa dabei ist, dann wird es alles andere als langweilig. Garantiert. Während die Kinder sich noch an ihren Waffelherzen laben, klettert ihre Oma bereits gestapelte Bierkisten hoch. Leider jedoch geht das nicht gut aus und Rosa kommt ins Krankenhaus. In dieser Zeit muss sich aber jemand um ihre kleine Buchhandlung kümmern. Finn hat da auch schon eine Idee wer das sein wird, allerdings dürfen weder Oma Rosa, noch ihre Mutter etwas davon erfahren, denn es soll eine Weihnachtsüberraschung werden. Doch ganz so einfach wie die beiden es sich vorgestellt haben, wird es dann doch nicht. Ein Kater der alles verwüstet, ein zerstreuter Gehilfe, der ein Geheimnis zu haben scheint, dabei dürfen Oma und Mutter nichts erfahren und die Schule darf auch nicht darunter leiden. All das zu einer ohnehin turbulenten Zeit im Einzelhandel: Weihnachten.

Eine wirklich spannende Geschichte mit jeder Menge Überraschungen und lustigen Situationen. Sehr schön dargestellte Charaktere mit vielen Facetten.

Es gibt eine Menge wirklich schöner Zeichnungen, immer passend zur jeweiligen Situation, welche das Buch abrunden.

Der Verlag gibt eine Altersempfehlung von 8 – 10 Jahren. Dieses halte ich für angemessen, denn die Protagonisten befinden sich etwa im gleichen Alter, so dass sich junge Leser gut in die Geschichte hineinversetzen können.

~°~ Fazit ~°~

Eine schöne facettenreiche Geschichte, die schön auf die Weihnachtszeit einstimmt.

Ein sprechender Kater kommt selten allein [Rezension – Kinderbuch]

~°~ Das Buch ~°~

Antje Szillat , Angela Glökler

Fabelhafte Feline

Das Geheimnis vom Glückskleehof

144 Seiten

Coppenrath [01.07.2017]

ISBN 9783649621362

~°~ Klappentext ~°~

„Glückskleehof“, liest Feline und seufzt. Von Glück kann bei dem verwilderten Bauernhof, auf dem ihre Eltern eine Tierarztpraxis eröffnen wollen, ja wohl keine Rede sein! Widerwillig lässt Feline sich auf das Abenteuer ein … und stößt in dem verwunschenen Garten hinter dem Haus zwischen Kletterrosen, Kamillen und Clematis auf ein ungeheuerliches Geheimnis: den sprechenden Kater Paulo von Panama. Nur Feline versteht ihn – und erkennt bald, dass sie als Katzenflüsterin eine große Hilfe bei Tiernotfällen aller Art ist …

Die fabelhafte Tierreihe von Erfolgsautorin Antje Szillat mit einer Prise Magie – leicht, warmherzig und voller Glück!

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Felines Vater ist Tierarzt. Nun hat er sich selbstständig gemacht. Für die kleine Familie bedeutet dieses ein Umzug aufs Land. Feline ist darüber alles andere als glücklich, denn immerhin bedeutet das nicht nur auf eine andere Schule zu gehen, sondern auch alle Freunde zurückzulassen.

Als das Mädchen mit Eltern und Hund auf dem Glückskleehof ankommt, ist nicht nur  die Überraschung, sondern auch der Frust groß, denn der Hof entpuppt sich als heruntergekommen. Feline ist entsetzt. Hier soll sie nun aufwachsen? Als sie sieht wie glücklich ihre Eltern sind, beschließt sie dem Ganzen eine Chance zu geben. Sie begibt sich auf Erkundungstour und klagt schließlich den Blumen ihr Leid. Das schnappt Paulo, ein großer und etwas übergewichtiger Kater, auf. Er findet das Mädchen sofort sympathisch und stellt sich ihr vor. Feline jedoch kann nicht glauben, dass da ein sprechendes Tier vor ihr steht. Doch dann kommt ein etwas grummeliger Mann mit einem verletzten Tier auf den Hof und ausgerechnet Paulo von Panama scheint der einzige zu sein der helfen kann …

Als Leser lassen sich hier sehr schön die ganzen Gefühlslagen von Feline, aber auch von Paulo, nachvollziehen. Mir ging es ein wenig wie dem Mädchen, dass wirklich neugierig war, was da nun auf sie zukommt und immer jedem (Tier) helfen möchte. Genau wie Feline musste ich mich erst einmal an den – in Menschensprache – sprechenden Kater gewöhnen. Die Handlungen sind alle nachvollziehbar und die Protagonisten authentisch und liebevoll dargestellt. Trotz der wenigen Seiten schafft es die Autorin hier viel Spannung aufzubauen. Die vielen tollen Bilder schwarz-weiß runden das Buch wunderbar ab.

Der Verlag empfiehlt dieses Buch jungen Lesern im Alter von 8-10 Jahren. Das finde ich angemessen, da die Kinder in diesem Alter die Handlung verstehen und ihrem Zauber erliegen. Für ältere Kids könnte es schon ein wenig zu langweilig sein.

~°~ Fazit ~°~

Ein wunderschöner Roman (nicht nur) für alle Tierliebhaber, die einen Hang zum Fantastischen haben.

~ Reihe ~

Das Ponywunder [Band 2]

Das Geheimnis vom Glückskleehof [Band 1]

Operation Badehose [Rezension – Kinderbuch / Ferienlektüre]

Es wird nicht nur wärmer, sondern die Sommerferien rücken immer näher. Damit den Kids nicht langweilig wird,  möchte ich euch heute tolle Ferienlektüre* für die Kleinen vorstellen. Wer von uns hat denn, als er/ sie jung war, nicht selbst eine Ganoven- oder Detektivgruppe gegründet oder war zumindest Mitglied? Ach ja, da werden Erinnerungen wach …  Aber genug davon, denn hier geht es um eine kleine Gruppe Dorfkinder, denen in den Sommerferien die Decke auf den Kopf zu fallen droht. (*Natürlich lässt sich das Buch auch außerhalb der Ferienzeit genauso gut lesen. ;-))

~°~ Das Buch ~°~

Sven Gerhardt

Die Heuhaufen-Halunken

160 Seiten

Cbj [22.05.2017]

ISBN 9783570173893

~°~ Klappentext ~°~

Keine Frage, Meggy liebt Dümpelwalde, auch wenn es von Fremden gerne als »Ende der Welt« bezeichnet wird. Blöd nur, wenn die Sommerferien anstehen und kein Urlaub in Sicht ist. Aber Meggy wäre nicht die Anführerin der Halunken, hätte sie nicht längst eine geniale Ganovenidee. Im Bandenquartier in der alten Scheune überzeugt sie ihre Freunde von ihrem großen Ferien-Rettungsplan: Einem richtigen Halunken-Urlaub mit Zelt am Badesee – natürlich ohne Eltern, dafür mit dem alten Volvo aus der Scheune. Denn: „Bekommt man vor Langeweile eine Meise, macht man sich am besten auf die Reise!“

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover und Bilder ~

Bereits das Cover, auf dem die „Heuhaufen-Halunken“ zu sehen sind, verspricht eine abenteuerliche Geschichte, voller aufregender und auch lustiger Momente.

Im Buch selbst gibt es ebenfalls einige Bilder. Hier handelt es sich um Schwarz-Rot-Zeichnungen. Sie geben stets eine Situation aus der Geschichte wieder und sieht wirklich nett anzusehen. (Auf Seite 32 hat sich allerdings ein kleiner Fehler eingeschlichen, denn dort fehlt, in der Zeichnung des Bandesbuches, der traurige Smiley, den Meggy gemalt hat.)

~ Geschichte ~

Meggy hat es mit ihren 10 Jahren bereits weit gebracht, denn sie ist die Anführerin der „Heuhaufen-Halunken“, einer kleinen Gruppe von Dorfkindern, die gerne eine richtige Verbrecherbande wäre.

Die Sommerferien sind endlich da, doch keines der Bandenmitglieder fährt dieses Jahr in den Urlaub. Die einen Eltern haben keine Zeit, die anderen kein Geld. Langweile und Frust macht sich bei den Kindern breit – bis Meggy eine Krisensitzung einberuft. In ihrem Hauptquartier, einem alten Volvo, schmieden sie Pläne. Sie einigen sich darauf, auf eigene Faust Urlaub zu machen – ganz ohne Erwachsene!  Dafür braucht es natürlich eine gerissene Umsetzung des Plans. Nicht nur Proviant und Schlafsäcke müssen her, sondern auch ein fahrbarer Untersatz – samt Fahrer. Die Vorbereitungen müssen auch unbedingt vor den Eltern geheim gehalten werden! Als wäre das nicht schon Herausforderung genug, taucht plötzlich ein Stadtjunge auf! Dabei können die Heuhaufen-Halunken Stadtkinder so gar nicht leiden!

Wird die Bande es trotz allem schaffen, den Ausflug an den See zu unternehmen oder werden sie in den Ferien vor Langeweile (sprichwörtlich) umkommen?

~ Schreibstil ~

Bereits sehr schön sind die Kapitelüberschriften. Die Kapitel sind hier nicht einfach durchnummeriert, sondern mit (einer Art) Bauernweisheiten tituliert. Wie z.B. „Verwirrt ein Fremder sich aufs Land, ist er entweder verwirrt oder verwandt“. Die Überschriften deuten bereits an, was im jeweiligen Kapitel passieren wird, ohne aber zu viel zu verraten.

Sven Gerhardt schreibt wunderbar bildlich und baut mit jeder Seite mehr Spannung auf. Es geht gar nicht anders, als das man endlich wissen möchte, ob die Kinder es zum Plörrsee schaffen.

~ Empfohlenes Lesealter ab 8 Jahren ~

Es gibt keine schwierigen Wörter oder Satzstellungen und die verwendete Sprache ist leicht verständlich. Die Bandenmitglieder sind recht jung – Lotto mit ihren 5 Jahren ist die Jüngste – so dass die jungen Leser sich hier wunderbar selbst in die Rolle eines „Heuhaufen-Halunken“ versetzen können. Die Geschichte ist spannende geschrieben und es ist eine Menge Lerngehalt in ihr versteckt, ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Dem Lesealter ab 8 Jahren kann ich vorbehaltlos zustimmen.

~°~ Fazit ~°~

Mir hat dieses Abenteuer sehr gut gefallen, denn es hat mich auch sehr an meine Kindheit erinnert. (Auch wenn wir keine Halunken, sondern Detektive waren.^^) Ein schönes Sommerbuch mit Mut zum Abenteuer und dem Nervenkitzel des Verbotenen.

 

~ Reihe ~

Folgt [Band 2]

Die Heuhaufen-Halunken [Band 1]

Schwipp-Schwapp [Rezension – Kinderbuch]

Langsam aber sicher wird es wärmer und bei den Teils inzwischen schon Sommertemperaturen zieht es den einen oder anderen an den See oder das Meer. Für kleine Meerjungfrauen (und natürlich auch kleine Meermänner) habe ich heute ein Wasserstarkes Unterwasserabenteuer dabei. Sei es als Strandlektüre oder als Vorfreude, auf den Ausflug. Schwipp-Schwapp.

~°~ Das Buch ~°~

Erik Ole Lindström

Meja Meergrün

128 Seiten

Coppenrath [21.03.2017]

ISBN 9783649623465

[Auch als E-Book und Hörbuch erhältlich]

~°~ Klappentext ~°~

Meja Meergrün lebt ganz allein in dem runden Haus mit der meergrünen Glocke auf dem Grund des Ozeans, denn ihre Eltern sind dauernd in geheimer Mission unterwegs. Da entdeckt Meja eines Tages ein seltsames Päckchen vor ihrer Haustür. Neugierig, wie sie nun mal ist, öffnet sie die Kiste … und steht kurz darauf der ziemlich eigentümlichen Meeresschildkröte Padson, Gattung Kümmerkröte, gegenüber, die Meja von nun an auf Schritt und Tritt folgen wird. Zum Glück! Denn Meja schlittert schon bald in ein waghalsiges Abenteuer, in dem es um nichts Geringeres als die Rettung der Unterwasserstadt Lyckhav geht.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover und Bilder ~

Das schöne Cover wird vermutlich besonders die Mädels begeistern, denn es zeigt nicht nur das Konterfei von Meja Meergrün, sondern es glitzert auch noch! Viele silberne Fische und Luftbläschen, sowie auch einige Teile des Schriftzuges schillern fröhlich und verleihen dem Einband etwas Magisches.

Im Buch selbst glitzert zwar nichts, dafür enthält fast jede Seite eine schöne Zeichnung. Einige sind sogar zweiseitig und füllen die Seiten (hinter dem Text) komplett aus. Alle sind farbig gestaltet und erinnern mich an Aquarellmalungen. Wunderbar passend zu einer fantastischen und abenteuerlichen Unterwasserwelt. Mir gefallen sie sehr gut.

~ Geschichte ~

Als die Meergrüns sich auf eine Reise begeben müssen, ahnen sie nicht, was ihre Tochter erleben wird. Damit die Kleine nicht die ganze Zeit alleine ist, schicken sie ihr eine Kümmerkörte. Padson soll auf Meja aufpassen, dafür sorgen dass sie die Schule besucht und natürlich auch das sie sich gesund ernährt. Meja ist eine kleine Meernixe und genießt ihr Leben in vollen Zügen. Wozu auch in die Schule gehen, wenn man doch viel mehr Spaß beim Schaukeln am Kronleuchter haben kann? Abwasch? Nein, das sind keine dreckigen Tassen, sondern ein wissenschaftliches Experiment! Padson muss schnell lernen, dass dieser Auftrag alles andere als einfach wird. Als Meja Meergrün dann auch noch ein dunkles Loch entdeckt und nur sie die Unterwasserwelt Lyckhav vor der Finsternis retten kann, bleibt der Kummerkröte nichts anderes als übrig, als sich seinen Schützling zu begleiten. Ein spannendes Abenteuer beginnt …

~ Schreibstil ~

Der Text ist leicht verständlich und kommt ohne schwierige Wörter aus. Die Handlung baut sich auf und steigert sich immer weiter, so dass man einfach in der Geschichte „gefangen“ bleibt. Schön ist auch, dass Meja hier einen eigenen Kopf hat, so hat sie mich stets ein wenig an Pipi Langstrumpf erinnert. Dadurch war  die Nixe mir direkt sympathisch und ich fragte mich sofort, welchen Schabernack sie als nächsten treiben wird.

~ Empfohlenes Lesealter 6 – 8 Jahre ~

Das Lesealter von 6-8 Jahren finde ich passend. Ältere Kinder würden sich vermutlich langweilen und für jüngere ist der Text noch ein wenig schwierig, hier müssten die Vorleser vieles erklären.

~°~ Fazit ~°~

„Meja Meergrün“ ist ein spannendes Unterwasserabenteuer mit wundervollen Bildern. Das Buch lädt zum Träumen ein, zeigt aber auch auf wunderbare Weise wie wichtig Freundschaft ist und das man mit ein wenig Mut alles erreichen kann.

~ Reihe ~

Meja Meergrün rettet den kleinen Delfin [Band 2 – erscheint im Juli 2017]

Meja Meergrün [Band 1]