Ein sprechender Kater kommt selten allein [Rezension – Kinderbuch]

~°~ Das Buch ~°~

Antje Szillat , Angela Glökler

Fabelhafte Feline

Das Geheimnis vom Glückskleehof

144 Seiten

Coppenrath [01.07.2017]

ISBN 9783649621362

~°~ Klappentext ~°~

„Glückskleehof“, liest Feline und seufzt. Von Glück kann bei dem verwilderten Bauernhof, auf dem ihre Eltern eine Tierarztpraxis eröffnen wollen, ja wohl keine Rede sein! Widerwillig lässt Feline sich auf das Abenteuer ein … und stößt in dem verwunschenen Garten hinter dem Haus zwischen Kletterrosen, Kamillen und Clematis auf ein ungeheuerliches Geheimnis: den sprechenden Kater Paulo von Panama. Nur Feline versteht ihn – und erkennt bald, dass sie als Katzenflüsterin eine große Hilfe bei Tiernotfällen aller Art ist …

Die fabelhafte Tierreihe von Erfolgsautorin Antje Szillat mit einer Prise Magie – leicht, warmherzig und voller Glück!

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Felines Vater ist Tierarzt. Nun hat er sich selbstständig gemacht. Für die kleine Familie bedeutet dieses ein Umzug aufs Land. Feline ist darüber alles andere als glücklich, denn immerhin bedeutet das nicht nur auf eine andere Schule zu gehen, sondern auch alle Freunde zurückzulassen.

Als das Mädchen mit Eltern und Hund auf dem Glückskleehof ankommt, ist nicht nur  die Überraschung, sondern auch der Frust groß, denn der Hof entpuppt sich als heruntergekommen. Feline ist entsetzt. Hier soll sie nun aufwachsen? Als sie sieht wie glücklich ihre Eltern sind, beschließt sie dem Ganzen eine Chance zu geben. Sie begibt sich auf Erkundungstour und klagt schließlich den Blumen ihr Leid. Das schnappt Paulo, ein großer und etwas übergewichtiger Kater, auf. Er findet das Mädchen sofort sympathisch und stellt sich ihr vor. Feline jedoch kann nicht glauben, dass da ein sprechendes Tier vor ihr steht. Doch dann kommt ein etwas grummeliger Mann mit einem verletzten Tier auf den Hof und ausgerechnet Paulo von Panama scheint der einzige zu sein der helfen kann …

Als Leser lassen sich hier sehr schön die ganzen Gefühlslagen von Feline, aber auch von Paulo, nachvollziehen. Mir ging es ein wenig wie dem Mädchen, dass wirklich neugierig war, was da nun auf sie zukommt und immer jedem (Tier) helfen möchte. Genau wie Feline musste ich mich erst einmal an den – in Menschensprache – sprechenden Kater gewöhnen. Die Handlungen sind alle nachvollziehbar und die Protagonisten authentisch und liebevoll dargestellt. Trotz der wenigen Seiten schafft es die Autorin hier viel Spannung aufzubauen. Die vielen tollen Bilder schwarz-weiß runden das Buch wunderbar ab.

Der Verlag empfiehlt dieses Buch jungen Lesern im Alter von 8-10 Jahren. Das finde ich angemessen, da die Kinder in diesem Alter die Handlung verstehen und ihrem Zauber erliegen. Für ältere Kids könnte es schon ein wenig zu langweilig sein.

~°~ Fazit ~°~

Ein wunderschöner Roman (nicht nur) für alle Tierliebhaber, die einen Hang zum Fantastischen haben.

~ Reihe ~

Das Ponywunder [Band 2]

Das Geheimnis vom Glückskleehof [Band 1]

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Operation Badehose [Rezension – Kinderbuch / Ferienlektüre]

Es wird nicht nur wärmer, sondern die Sommerferien rücken immer näher. Damit den Kids nicht langweilig wird,  möchte ich euch heute tolle Ferienlektüre* für die Kleinen vorstellen. Wer von uns hat denn, als er/ sie jung war, nicht selbst eine Ganoven- oder Detektivgruppe gegründet oder war zumindest Mitglied? Ach ja, da werden Erinnerungen wach …  Aber genug davon, denn hier geht es um eine kleine Gruppe Dorfkinder, denen in den Sommerferien die Decke auf den Kopf zu fallen droht. (*Natürlich lässt sich das Buch auch außerhalb der Ferienzeit genauso gut lesen. ;-))

~°~ Das Buch ~°~

Sven Gerhardt

Die Heuhaufen-Halunken

160 Seiten

Cbj [22.05.2017]

ISBN 9783570173893

~°~ Klappentext ~°~

Keine Frage, Meggy liebt Dümpelwalde, auch wenn es von Fremden gerne als »Ende der Welt« bezeichnet wird. Blöd nur, wenn die Sommerferien anstehen und kein Urlaub in Sicht ist. Aber Meggy wäre nicht die Anführerin der Halunken, hätte sie nicht längst eine geniale Ganovenidee. Im Bandenquartier in der alten Scheune überzeugt sie ihre Freunde von ihrem großen Ferien-Rettungsplan: Einem richtigen Halunken-Urlaub mit Zelt am Badesee – natürlich ohne Eltern, dafür mit dem alten Volvo aus der Scheune. Denn: „Bekommt man vor Langeweile eine Meise, macht man sich am besten auf die Reise!“

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover und Bilder ~

Bereits das Cover, auf dem die „Heuhaufen-Halunken“ zu sehen sind, verspricht eine abenteuerliche Geschichte, voller aufregender und auch lustiger Momente.

Im Buch selbst gibt es ebenfalls einige Bilder. Hier handelt es sich um Schwarz-Rot-Zeichnungen. Sie geben stets eine Situation aus der Geschichte wieder und sieht wirklich nett anzusehen. (Auf Seite 32 hat sich allerdings ein kleiner Fehler eingeschlichen, denn dort fehlt, in der Zeichnung des Bandesbuches, der traurige Smiley, den Meggy gemalt hat.)

~ Geschichte ~

Meggy hat es mit ihren 10 Jahren bereits weit gebracht, denn sie ist die Anführerin der „Heuhaufen-Halunken“, einer kleinen Gruppe von Dorfkindern, die gerne eine richtige Verbrecherbande wäre.

Die Sommerferien sind endlich da, doch keines der Bandenmitglieder fährt dieses Jahr in den Urlaub. Die einen Eltern haben keine Zeit, die anderen kein Geld. Langweile und Frust macht sich bei den Kindern breit – bis Meggy eine Krisensitzung einberuft. In ihrem Hauptquartier, einem alten Volvo, schmieden sie Pläne. Sie einigen sich darauf, auf eigene Faust Urlaub zu machen – ganz ohne Erwachsene!  Dafür braucht es natürlich eine gerissene Umsetzung des Plans. Nicht nur Proviant und Schlafsäcke müssen her, sondern auch ein fahrbarer Untersatz – samt Fahrer. Die Vorbereitungen müssen auch unbedingt vor den Eltern geheim gehalten werden! Als wäre das nicht schon Herausforderung genug, taucht plötzlich ein Stadtjunge auf! Dabei können die Heuhaufen-Halunken Stadtkinder so gar nicht leiden!

Wird die Bande es trotz allem schaffen, den Ausflug an den See zu unternehmen oder werden sie in den Ferien vor Langeweile (sprichwörtlich) umkommen?

~ Schreibstil ~

Bereits sehr schön sind die Kapitelüberschriften. Die Kapitel sind hier nicht einfach durchnummeriert, sondern mit (einer Art) Bauernweisheiten tituliert. Wie z.B. „Verwirrt ein Fremder sich aufs Land, ist er entweder verwirrt oder verwandt“. Die Überschriften deuten bereits an, was im jeweiligen Kapitel passieren wird, ohne aber zu viel zu verraten.

Sven Gerhardt schreibt wunderbar bildlich und baut mit jeder Seite mehr Spannung auf. Es geht gar nicht anders, als das man endlich wissen möchte, ob die Kinder es zum Plörrsee schaffen.

~ Empfohlenes Lesealter ab 8 Jahren ~

Es gibt keine schwierigen Wörter oder Satzstellungen und die verwendete Sprache ist leicht verständlich. Die Bandenmitglieder sind recht jung – Lotto mit ihren 5 Jahren ist die Jüngste – so dass die jungen Leser sich hier wunderbar selbst in die Rolle eines „Heuhaufen-Halunken“ versetzen können. Die Geschichte ist spannende geschrieben und es ist eine Menge Lerngehalt in ihr versteckt, ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Dem Lesealter ab 8 Jahren kann ich vorbehaltlos zustimmen.

~°~ Fazit ~°~

Mir hat dieses Abenteuer sehr gut gefallen, denn es hat mich auch sehr an meine Kindheit erinnert. (Auch wenn wir keine Halunken, sondern Detektive waren.^^) Ein schönes Sommerbuch mit Mut zum Abenteuer und dem Nervenkitzel des Verbotenen.

 

~ Reihe ~

Folgt [Band 2]

Die Heuhaufen-Halunken [Band 1]

Schwipp-Schwapp [Rezension – Kinderbuch]

Langsam aber sicher wird es wärmer und bei den Teils inzwischen schon Sommertemperaturen zieht es den einen oder anderen an den See oder das Meer. Für kleine Meerjungfrauen (und natürlich auch kleine Meermänner) habe ich heute ein Wasserstarkes Unterwasserabenteuer dabei. Sei es als Strandlektüre oder als Vorfreude, auf den Ausflug. Schwipp-Schwapp.

~°~ Das Buch ~°~

Erik Ole Lindström

Meja Meergrün

128 Seiten

Coppenrath [21.03.2017]

ISBN 9783649623465

[Auch als E-Book und Hörbuch erhältlich]

~°~ Klappentext ~°~

Meja Meergrün lebt ganz allein in dem runden Haus mit der meergrünen Glocke auf dem Grund des Ozeans, denn ihre Eltern sind dauernd in geheimer Mission unterwegs. Da entdeckt Meja eines Tages ein seltsames Päckchen vor ihrer Haustür. Neugierig, wie sie nun mal ist, öffnet sie die Kiste … und steht kurz darauf der ziemlich eigentümlichen Meeresschildkröte Padson, Gattung Kümmerkröte, gegenüber, die Meja von nun an auf Schritt und Tritt folgen wird. Zum Glück! Denn Meja schlittert schon bald in ein waghalsiges Abenteuer, in dem es um nichts Geringeres als die Rettung der Unterwasserstadt Lyckhav geht.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover und Bilder ~

Das schöne Cover wird vermutlich besonders die Mädels begeistern, denn es zeigt nicht nur das Konterfei von Meja Meergrün, sondern es glitzert auch noch! Viele silberne Fische und Luftbläschen, sowie auch einige Teile des Schriftzuges schillern fröhlich und verleihen dem Einband etwas Magisches.

Im Buch selbst glitzert zwar nichts, dafür enthält fast jede Seite eine schöne Zeichnung. Einige sind sogar zweiseitig und füllen die Seiten (hinter dem Text) komplett aus. Alle sind farbig gestaltet und erinnern mich an Aquarellmalungen. Wunderbar passend zu einer fantastischen und abenteuerlichen Unterwasserwelt. Mir gefallen sie sehr gut.

~ Geschichte ~

Als die Meergrüns sich auf eine Reise begeben müssen, ahnen sie nicht, was ihre Tochter erleben wird. Damit die Kleine nicht die ganze Zeit alleine ist, schicken sie ihr eine Kümmerkörte. Padson soll auf Meja aufpassen, dafür sorgen dass sie die Schule besucht und natürlich auch das sie sich gesund ernährt. Meja ist eine kleine Meernixe und genießt ihr Leben in vollen Zügen. Wozu auch in die Schule gehen, wenn man doch viel mehr Spaß beim Schaukeln am Kronleuchter haben kann? Abwasch? Nein, das sind keine dreckigen Tassen, sondern ein wissenschaftliches Experiment! Padson muss schnell lernen, dass dieser Auftrag alles andere als einfach wird. Als Meja Meergrün dann auch noch ein dunkles Loch entdeckt und nur sie die Unterwasserwelt Lyckhav vor der Finsternis retten kann, bleibt der Kummerkröte nichts anderes als übrig, als sich seinen Schützling zu begleiten. Ein spannendes Abenteuer beginnt …

~ Schreibstil ~

Der Text ist leicht verständlich und kommt ohne schwierige Wörter aus. Die Handlung baut sich auf und steigert sich immer weiter, so dass man einfach in der Geschichte „gefangen“ bleibt. Schön ist auch, dass Meja hier einen eigenen Kopf hat, so hat sie mich stets ein wenig an Pipi Langstrumpf erinnert. Dadurch war  die Nixe mir direkt sympathisch und ich fragte mich sofort, welchen Schabernack sie als nächsten treiben wird.

~ Empfohlenes Lesealter 6 – 8 Jahre ~

Das Lesealter von 6-8 Jahren finde ich passend. Ältere Kinder würden sich vermutlich langweilen und für jüngere ist der Text noch ein wenig schwierig, hier müssten die Vorleser vieles erklären.

~°~ Fazit ~°~

„Meja Meergrün“ ist ein spannendes Unterwasserabenteuer mit wundervollen Bildern. Das Buch lädt zum Träumen ein, zeigt aber auch auf wunderbare Weise wie wichtig Freundschaft ist und das man mit ein wenig Mut alles erreichen kann.

~ Reihe ~

Meja Meergrün rettet den kleinen Delfin [Band 2 – erscheint im Juli 2017]

Meja Meergrün [Band 1]

Kleiner Forscher auf großem Abenteuer [Rezension – Jugendroman / Abenteuer]

Ich für meinen Teil liebe Geschichten in denen ich förmlich versinken kann. Dazu gehört neben einer schönen Geschichte auch ein Schreibstil, bei dem mich jede Zeile durch die Seiten trägt. Wenn das Ganze dann noch mit wunderschönen Bildern untermalt ist, bezeichne ich das Buch als perfekt. Hier möchte ich euch daher nun den (für mich) perfekten Jugend-Abenteuer-Roman vorstellen. Gute Reise. 😉

~°~ Das Buch ~°~

Nicholas Gannon

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt

368 Seiten

Coppenrath [04.08.2016]

ISBN 9783649619420

~°~ Klappentext ~°~

Archer Helmsley ist ein Entdecker – genau wie seine Großeltern, die berühmten Naturforscher. Es gibt nur ein Problem: Seit Ralph und Rachel Helmsley vor zwei Jahren spurlos auf einem Eisberg verschwanden, lässt Archers Mutter ihn nicht mehr vor die Tür.

Wie aber soll man in einem Haus voller ausgestopfter Tiere und todlangweiliger Dinner-Gäste jemals ein Abenteuer erleben? Archer braucht einen Plan!

Zum Glück ist da das Nachbarmädchen Adélaïde, das schon mal gegen wilde Krokodile gekämpft hat. (Woher sonst sollte sie ihr Holzbein haben?) Und Oliver, der in jedem Plan die kleinen Fehler aufspürt. (Zum Beispiel, dass man ohne U-Boot und die Möglichkeit, das Haus zu verlassen, kein Tiefseeforscher werden kann.)

Als dann auch noch ein einäugiger Kapitän vor Archers Tür auftaucht und ihm einen Haufen alter Reiseaufzeichnungen von Ralph und Rachel Helmsley überreicht, steht Archers Entschluss fest: Er muss zum Südpol reisen und seine Großeltern finden!

Ein Buch für todesmutige Tagträumer und heimliche Helden

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover und Bilder ~

Schon der Einband lässt vermuten, dass hinter sich ihm großartiges verbirgt. Neben drei Kindern, welche zwischen jeder Menge Koffern und teils kuriosen Gegenständen hocken, ist die teils erhabene und verschnörkelte Schrift ein Hinweis darauf dass es ein fantastisches Abenteuer wird.

Kaum blättert der Leser in dem Band, gibt es gleich das erste „Ohhh….“ (Im Sinne von „Oh wie schön“. ;-)), denn das Papier auf dem die Seiten gedruckt wurden, fühlen sich glatt und hochwertig an. Kein Vergleich mit anderen Jugendromanen. Ein richtig großes „Wow“, entfuhr mit dann aber, als ich die Bilder gesehen habe. Nicht etwa eine kleine schwarz-weiße Zeichnung irgendwo am Rand, sondern ganze Bildtafel. Teils sogar zweiseitig und alle samt farbig gestaltet. Sie stellen jeweils eine Szene zum eben gelesen dar, so dass der Leser hier auch optisch mit auf die Reise genommen wird. – Alleine schon wegen den Bildern kann ich den Kauf nur ans Herz legen. Die Geschichte allerdings steht ihnen in nichts nach. 😉

~ Geschichte ~

Archer ist ein Helmsley und darauf kann erst stolz sein. Zumindest theoretisch, denn seine Großeltern sind Forscher und im wahrsten Sinne des Wortes Stadtbekannt. Allerdings nicht überall beliebt. Umso größer ist bei einigen die Freude, als die beiden auf einem Eisberg verschwinden. Für Archer ändert dieser Verlust alles, denn seine Mutter lässt ihn nun nicht mehr aus dem Haus. Das einzige was der Junge noch darf ist zur Schule zu gehen und dann, auf direktem Weg, nach Hause. Tagein, tagaus. Eingesperrt in einem großen Haus das, mit all seinen ausgestopften Tieren und kuriosen Gegenständen, einem Museum gleicht. Wie soll Archer da bloß Abenteuer erleben, um in die Großstapfen seiner Großeltern zu treten? Dann hat er eine Idee: Er fährt an den Südpol und findet die beiden, doch dafür muss Archer erst einmal aus dem Haus. Der Junge entwickelt einen genialen Plan …

Das ein Kind das Haus, bis auf die Schule, überhaupt nicht verlassen darf ist vermutlich arg übertrieben. Für diese Geschichte ist es aber nicht nur notwendig, sondern passt einfach dazu. Je mehr Hindernisse sich Archer in den Weg stellen, desto kreativer (und auch mutiger) wird er. (Getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“.) Als Leser kann man wunderbar beobachten wie die Kinder reifen und auch lernen sich und andere so zu akzeptieren, wie sie eben sind.

~ Schreibstil ~

Es ist ja immer etwas „gefährlich“ Vergleiche anzustellen. Hier möchte ich es ausnahmsweise aber dennoch machen, denn der Erzählstil erinnerte mich sofort an „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“. (Das soll auf keinen Fall heißen, dass der Autor hier abgekupfert hat!) Die bildlichen Beschreibungen helfen dabei, den Leser in eine Detailreiche Welt zu entführen. Der packende Erzählstil stellt die Handlung mal von der einen, mal von der anderen Seite dar, so dass hier absolut nichts verpasst wird. Einfach wunderschön und im wahrsten Sinne ein Sog zwischen die Zeilen, aus denen man gar nicht wieder auftauchen möchte.

~ Empfohlenes Lesealter 10 – 12 Jahre ~

Als empfohlenes Lesealter wird vom Verlag 10 bis 12 Jahre angegeben. Ich finde das sehr passend, denn in diesem Alter ist die Geschichte nicht nur verständlich, sondern auch „träumbar“. (Die Romankinder sind 11 Jahre jung.) Wirklich schwierige Wörter gibt es nicht und falls doch, wird es direkt in der Handlung selbst, erklärt.

~°~ Fazit ~°~

Ob Archers Großeltern endlich (wieder) auftauchen? Ich habe da so eine Theorie, ob ich richtig liege, erfahre ich im Herbst, denn dann erscheint der zweite Band. Bis dahin kann ich euch nur empfehlen die Zeit zu nutzen und euch schon auf den „Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ zu machen. Ein wunderbarer Roman über Freundschaft, Hoffnung und den Mut anders zu sein.

 

~ Reihe ~

Folgt im Herbst 2017 [Band 2]

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt [Band 1]

Unfreiwillige Abenteurer gesucht! [Rezension]

„Sich die Hand abschlagen zu lassen macht weniger Spaß, als man annehmen würde. –

Zitat eines Mannes, dem die Hand abgeschlagen wurde und der dabei feststellte, dass es weniger Spaß macht, als er angenommen hatte.“

 

~°~ Das Buch ~°~

Wade Albert White

Saint Lupin’s Academy

Zutritt nur für echte Abenteurer!

Planet! [16.02.2017]

 

~°~ Klappentext ~°~

In Drachenfeuerbällen durch die Gegend fliegen und sprechende Vögel als Navigationsgerät benutzen – das steht auf Annes Stundenplan, seit sie Schülerin an einer der berühmt-berüchtigten Abenteuerakademien ist. Eigentlich total cool … wenn da nicht plötzlich dieses klitzekleine Problem wäre: Zusammen mit ihrer besten Freundin Penelope, dem jungen Zauberer Hiro und dem magischen Handbuch für Abenteurer muss Anne eine tödliche Prophezeiung innerhalb von nur drei Tagen (!) lösen, das Schicksal der Akadamie, ja, sogar das der ganzen Welt hängt davon ab. Um ihr neu gewonnenes Zuhause nicht zu verlieren, müssen Anne und ihre Freunde Sandwölfe und Zombiehaie bezwingen, ohne zu ahnen, dass der schlimmste Gegenspieler noch auf sie wartet!

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Schon das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Drei Abenteurer stehen auf einem Fels, ein Drache über und ein Hai unter ihnen. Diese Gestaltung verspricht einfach schon Abenteuer pur und ist damit sehr passend zum Thema der Geschichte.

~ Geschichte ~

Anne und ihre beste Freundin Penelope leben im Waisenhaus Saint Lupin. Dort haben sie alles andere als ein gutes Leben, denn die Heimleiterin beutet die Kinder förmlich aus. So müssen sie in Kohlebergwerken schuften bis zum Umfallen und werden für die kleines Unaufmerksamkeit hart bestraft. Kind sein darf hier niemand. Daher fiebern alle Ihrem 13. Geburtstag entgegen, denn dann dürfen sie die Insel verlassen und eine der vielen Abenteuerakademien untergebracht. Blöd nur, dass Anne keine Fahrkarte in die Freiheit bekommt. Die Oberin hat offenbar andere Pläne … und ehe das Mädchen sich versieht, steckt sie mitten in einem Abenteuer, welches bei, Scheitern auch gleich für die Zerstörung der Welt sorgt!

Diese Geschichte gehört definitiv in den Bereich Fantasy, denn es kommen viele fantastische  Gestalten vor wie z.B. Drachen, Zombiehaie, belebte Rüstungen und auch eine Menge Magie. Dennoch ist „Zutritt nur für echte Abenteurer“ so authentisch geschrieben, dass sich die Kleinen (und großen) Abenteuer sehr gut hinein versetzen können. Sehr spannend und eine schöne Mischung aus Abenteuer und Rätsel.

Eine sehr schöne Idee ist das „Ultimative Handbuch für Abenteurer“. Dieses Buch wechselt seinen Inhalt immer entsprechend zur Situation. (Wer wünscht sich nicht so ein Buch!? ;))

~ Schreibstil ~

Die Geschichte ist Jugendgerecht geschrieben. Der Schreibstil ist locker und alles lässt sich flüssig lesen. Wenn es die Situation erfordert, ist z.B. ein Wesen oder auch eine Umgebung detaillierter umschrieben. So hat der Leser förmlich ein Bild vor Augen. Sehr schön gemacht.

~ Altersempfehlung ~

Der Verlag empfiehlt hier ein Lesealter von 10 – 12 Jahren. Das finde ich angemessen, da in diesem Alter alles erfasst werden kann. Für jüngere Kinder passiert vermutlich einfach zu viel, um das Gelesene noch richtig aufzunehmen.

~°~ Fazit ~°~

Auch wenn ich nicht zur Zielgruppe gehöre – zumindest vom Alter betrachtet – hat mir diese Abenteuer sehr viel Spaß gemacht. Die Rätsel waren nicht so leicht, wie ich anfangs vermutet hatte und brachten sogar mich ins Grübeln. Die Geschichte ist spannend geschrieben und ich konnte sie fast gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

 

~ Reihe ~

Folgt [Teil 2]

Zutritt nur für echte Abenteurer [Teil 1]

Unsexy as hell [Rezension]

~°~ Das Buch ~°~

Claudia Thesenfitz

Meer Liebe auf Sylt

272 Seiten

Ullstein [10.03.2017]

ISBN 9783548288475 / 13 9783843714013

~°~ Klappentext ~°~

Käthe Lachmann, Autorin und Komikerin Um ihre Ehe zu retten, fliegt die 27-jährige Alexandra nach New York. Mutter Henrietta und Schwiegermutter Ulla sind sofort zur Stelle, um in einem Strandhaus auf Sylt auf die kleine Emma aufzupassen. Dumm nur, dass sich die beiden jungen Omas nicht ausstehen können. Ulla ist überzeugte Esoterikerin, Henrietta knallharte Karrierefrau. Bio contra Business, Eso contra Ellenbogen – zwei Welten prallen aufeinander. Als auch noch Alexandras kinderlose Schwester Jana zu Hilfe eilt, ist das Chaos perfekt. Das Leben der Frauen wird ordentlich durcheinandergerüttelt – und ist am Ende viel besser als vorher …

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Das Cover ist hier „nordisch frisch“. Eine Frau, ganz klassisch in Standkleid und Strohhut, am Strand. Ein Leuchtturm, ein Streifen Meer und ein (fast) blauer Himmel runden das Bild ab – und machen Lust direkt die Sachen zu packen und ans Meer zu düsen.

~ Geschichte ~

Henrietta ist mit ihren 59 Jahren Karrierefrau durch und durch: Sie ist Chefredakteurin eines Frauenmagazins, verheiratet und steht’s adrett gekleidet. Sie hat nicht nur Geld, sondern auch einen ausgeprägten Hang zum Zynismus. Henrietta liebt Shoppingtouren und Luxus jeder Art.

Ulla ist überzeugte Veganerin, Single und hat einen Hang zum spirituellen. Sie arbeitet als Yogalehrerin, ist Männern und Frauen zugetan und versucht die Erde zu retten in dem Sie im Biomarkt nur abgelaufene Lebensmittel kauft. Auch auf Rasur verzichtet sie ganz.

So unterschiedlich die beiden Frauen auch sind, wenigstens eine Sache haben sie gemeinsam: Enkelin Emma. Die Kleine wird demnächst zwei und dieser Geburtstag soll gefeiert werden, also reisen beide nach Sylt. Blöd nur, dass die Mutter des Geburtstagskindes plötzlich in die USA verschwindet und die beiden Omas – die sich auf Grund ihrer sehr anderen Lebensart nicht wirklich verstehen (wollen) – plötzlich alleine mit einem Kleinsind sind.

Es kann wohl gar nicht anders sein, als das hier Reibereien vorprogrammiert sind. Doch beide sind auch um das Wohlergehen von Emma besorgt, so versuchen sie das Beste aus der Situation zu machen. Doch erst im Laufe der Zeit verstehen die Großeltern, dass es eben nicht immer das ist, was man immer hat, was einem wirklich gut tut. So öffnen sie ihren Horizont für neues und entdecken dabei nicht nur sich selbst neu.

Eine Geschichte die erfrischend locker aufzeigt, dass es gut tun kann, auch mal „über-den-Tellerrand-zu-blicken“.

Alle Charaktere sind sehr liebevoll gestaltet und haben eine Geschichte, selbst die, die nur am Rande auftauchen. Das macht den Roman authentisch und es ist ein wenig, als wäre man direkt dabei. Der Zynismus von Henrietta gepaart mit der Naivität von Ulla sorgen für viele Lacher.

~ Schreibstil ~

Die Geschichte ist einfach, aber nicht salopp geschrieben. Der Roman lässt sich zügig lesen. Zum vorhandenen Humor gesellen sich tiefgründige Zitate und Gedanken, welche der Handlung den nötigen Ernst verleihen. Locker, flüssig und mit einer großen Prise Meeresduft. Genau die richtige Mischung.

~°~ Fazit ~°~

Auf dem Cover prangt der Schriftzug „Ein Glücksroman“. Dieses kann ich in mehrfacher Hinsicht nur bestätigen: Während das schöne Cover bereits in wohlige Stimmung versetzt, macht das Lesen des Romans glücklich, denn die Lachmuskeln werden gut gefordert. Eine herrlich-frische Lektüre – nicht nur für den Urlaub. 😉

Wenn ein Esel ein Pferd werden will [Hörbuch Rezension]

~°~ Das Hörbuch ~°~

Suza Kolb

Der Esel Pferdinand

Ein Esel zum Pferdestehlen

Boris Aljinovic (Sprecher)

Carola Sieverding (Illustrator)

Verlag: Der Audio Verlag (13. Januar 2017)

2 CDs / Gesamtdauer ca. 2 Stunden 38 Minuten

ISBN-13: 978-3862318339

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 – 8 Jahre

~°~ Booklettext ~°~

pferdinandMit seinem neuen Namen ist Esel Pferdinand bereits auf dem besten Weg, ein richtiges Pferd zu werden. Jetzt muss er nur noch lernen, wie man einen Reiter trägt und richtig wiehert. Leider ist beides schwieriger als gedacht: Bevor seine Freundin Emmi auf Pferdinands Rücken klettern darf, ordnet Opa Hoppe erst einmal Esel-Mucki-Training an. Und obwohl Ponymädchen Wolke ihm unermüdlich Nachhilfe im Wiehern gibt, will es nicht so richtig klappen. Doch dann entführen gemeine Pferdediebe den Junghengst Pitt und plötzlich ist es überaus nützlich, dass Pferdinand immer noch so laut iahen kann wie ein echter Esel!

~°~ Booklet ~°~

Das Booklet des Hörbuches ist sehr bunt gestaltet. Zu sehen ist der Esel Pferdinand mit seinen Freunden vom Hof. Alle Tiere kommen in der Geschichte vor, so dass dieses Bild sehr gut zum Thema passt.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Der Hörer lernt hier den Esel Pferdinand kennen, welcher einen ganz besonderen Wunsch hat: Er möchte ein Pferd werden. Ein Reitpferd!

Die junge Emmi hat ihm bereits ein „P“ vor seinen Namen gemalt, so dass er das Pferd zumindest schon im Namen trägt (PFERDinand). Nun kann ein junger Esel aber nicht einfach als Pferd fungieren – auch wenn weder Emmi, noch Pferdinand das gerne hören. Doch mit ein wenig Training kann man seine Ziele erreichen und so wird der Esel langsam auf seine neue Aufgabe vorbereitet. Und Pferdinand möchte alles ganz genau machen, daher nimmt er sogar Unterricht im Wiehern bei Wolke, einem Pferd vom benachbarten Hof. Sehr zum Unmut von seiner Familie.

Doch während der junge Esel auf dem Weg ist ein Pferd zu werden, passieren jede Menge aufregende Dinge: Die Hühner sind in Lebensgefahr und plötzlich tauchen dubiöse Männer auf, die Pitt stehlen wollen. Pitt jedoch denkt, dass sie etwas ganz andere von ihm wollen und ist hellauf begeistert. Nur Pferdinand und seine Freunde können ihn jetzt noch retten …

pferdinand

~°~ Sprecher ~°~

Mir gefällt Boris Aljinovic wirklich sehr gut als Sprecher. Er hat eine angenehme Stimme und bekommt es astrein hin sämtliche Gefühlslagen der Tiere (und Menschen) wieder zu spiegeln.

Es ist schön, dass Boris es schafft die Stimme so zu verstellen, dass es fast wirkt als würde man ein Hörspiel (und kein Hörbuch) hören. – Anfangs musste ich erst einmal nachsehen, ob es tatsächlich immer dieselbe Person ist, die da redet. Einfach herrlich anzuhören!

~°~ Altersempfehlung ~°~

Der Verlag empfiehlt hier ein Höralter von  6 – 8 Jahren. Kleinere Hörer würden die Geschichte vermutlich noch nicht richtig verstehen. Da die Geschichte knapp 2,5 Stunden gelesen wird, denke ich, dass es für die Kinder sehr schwer sein wird, sie an einem Stück zu hören. Die Handlung verstehen werden sie sicher schon, da alles anschaulich und recht einfach erklärt wird.

Ich bin wohl das beste Beispiel dafür, dass dieses Hörbuch auch für ältere „Kinder“ schön anzuhören ist. 😉

~°~ Fazit ~°~

Eine sehr schöne und auch spannende Geschichte, um die Freundschaft und die Möglichkeit alles zu erreichen, wenn man nur fest genug an sich glaubt.

 pferdinand

~ Reihe ~

Ein Esel zum Pferdestehelen (Teil 2)

Pferdsein will gelernt sein (Teil 1)