Reif für die Insel [Rezension]

François Armanet 

Bücher für die Einsame Insel

224 Seiten

Atlantik [11.04.2017]

ISBN 9783455000368

 

~°~ Klappentext ~°~

»Welche drei Bücher würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?« Diese Frage stellte François Armanet zweihundert Schriftstellern auf der ganzen Welt. Seine vergnügliche Umfrage ist eine Anleitung zum Überleben in der Einsamkeit, eine Einladung, unbekannte Bücher zu entdecken, und gleichzeitig die ideale Bibliothek, zusammengestellt von denen, deren Leben das Schreiben ist. Nur Shakespeare und die Bibel wurden von vornherein ausgeschlossen. Einige Schriftsteller würden ein unbeschriebenes Heft mitnehmen, um mit ihrem nächsten Werk zu beginnen, andere versichern, dass ein Wörterbuch – oder selbst ein Telefonbuch (Umberto Eco) – sie am besten träumen ließe. Nur einer hat den Mut zuzugeben, dass ihm »der größte Porno, den ich finden kann« unerlässlich erscheint.
~°~ Eindrücke/ Meinung ~°~

„Welche drei Bücher würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen?“ Diese Frage kennen viele sicher noch aus diesen, irgendwie doch unsinnigen, Tests. Aber Spaß machen sie dennoch. Jedenfalls hat die Frage nach den Büchern François Armanet gleich 200 Schriftstellern gestellt. Wer sonst könnte bessere Tipps und Anregungen geben?

Was mir fehlt sind ein par mehr Angaben zur Frage an sich. Leider weiß niemand der Befragten, wo diese Insel liegt, ob es eine Strafe oder Freude ist (freiwillig dort oder ausgesetzt/ schiffbrüchig?), auch kennt keiner die Vegetation (Ich schätze auf einer Eis Insel würde man die Bücher schnell verheizen.)

Die Antworten sind dabei wirklich sehr verschieden. – Ich muss gestehen, dass ich dachte, die meisten Leute würde mit „Die Bibel“ antwortet. Aber weit gefehlt es erstreckt sich eine ganze Bibliothek in diesem Buch. (Wobei die Bibel natürlich (?) auch genannt wird.) Die Insellektüre reicht von dicken Bänden der Klassiker über Neuzeitlichen Romanen bis hin zu leeren/ unbeschrieben Büchern.

Den Befragten scheinen aber ähnliche Gedanken wie mir gekommen zu sein. So meint die eine, dass man „im wirklichen Leben“ wohl eher Familie/ Freunde mitnehmen würde und ein anderer denkt ganz pragmatisch: „Ich würde die Zeit wohl eher darauf verwenden Palmenschnaps zu brennen.“ Alles in allem sehr abwechslungsreiche Antworten. So liest sich dieses Büchlein, obwohl 200 Mal die gleiche Frage gestellt wird, alles andere als langweilig.

Mit dem handlichen Format (etwa DINA5-Größe) eignet es sich wunderbar für unterwegs, z.B. für die einsame Insel. 😉 Für alle die nicht vorhaben sich in der nächsten Zeit auf eine (einsame)  Insel zu begeben, bietet dieses Büchlein aber zumindest jede Menge Anregungen und Lesetipps.

Welche drei Bücher würdet ihr auf die einsame Insel mitnehmen? Ich bin gespannt! 🙂

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Mittwochsteiler 14 / 2017 – Saftig

Du siehst im Winter einen See in dessen Mitte eine kleine Insel mit Apfelbäumen steht. Du willst unbedingt einen dieser saftigen Äpfel haben.

Wie holst du ihn dir?

apfelbaum

Schreibt in die Kommentare, welcher Gedanke euch ALS ERSTES kam.

Bei anderen abschauen gilt nicht!😉

Lösung Mittwochsteiler 13 / 2017 – Blumenbukett
Tulpe, da sie als einzige der genannten Blumen den noch fehlenden Vokal an der zweiten Stelle hat. (NArzisse, NElke, LIlie, ROse, TUlpe.)

Meine erste kleine Insel: Schottland

Im Moment ist, mal wieder eine Zeit, in der irgendwie nichts so zu laufen scheint, wie es soll. Egal ob gesundheitlich oder beruflich. Irgendwas ist einfach immer. Wie so oft nervt es einfach – und das dunkle kalte Wetter erheitert mein Gemüt auch nicht wirklich. Ein Kollege riet mir – nein, eigentlich forderte er mich auf 😉 – mir kleine Inseln zu schaffen.

Die Bezeichnung „Insel“ ist dabei sinnbildlich für Dinge die mir Spaß machen. Zeit die ich nicht darüber nachdenke wie sch… mal wieder alles läuft, sondern mich voll und ganz auf das konzentriere was ich auf meiner Insel mache. Kleinigkeiten sollten es sein.

Ich gestehe, dass ich nicht wirklich davon überzeugt war und doch ein wenig rumgrummelte. Letztenendes siegte dann aber doch meine Neugierde (?). Nur: WAS soll ich machen ohne das ich Geld dafür ausgeben muss? Ich hatte keine Idee … 😦

Doch dann kam es von alleine:

Ihr erinnert euch vielleicht, dass im nächsten Jahr ein Urlaub in Schottland geplant ist!? – Der letzte Urlaub ist dann bereits zwei Jahre her und ich freue mich seit drei Jahren darauf. (Besagter Kollege war bereits dort und kommt gar nicht aus dem Schwärmen heraus, was die Sehnsucht nur noch größer werden lässt …) Aber genau das ist es auch, woraus ich meine erste Insel geschaffen habe: Vorfreude.

Meine spontane Vorfreude bestand darin Gälisch zu lernen! – Nein, dass ist KEIN Scherz! 😉 Vermutlich brauche ich das weder nach, noch im Urlaub, aber egal. So ganz einfach ist die Sprache auch nicht. Aber hey, ich weiß jetzt zumindest was Bier (leann) und Kaffee (cofaidh) heißt. Braucht man noch mehr??? 😀 😀 😀

Und nach der überaus anstrengenden Lektion lies ich mich von gälischer Musik und Schottlandbildern beriesen. Was soll ich sagen? Für meine Verhältnisse bin ich gerade ziemlich entspannt. 🙂

 

Und was sind eure Inseln??? 🙂

Ab durch die Mitte

Norwegen –

Als ich zum ersten Mal diese Landschaft sah,

hatte ich das Gefühl, hier hat Gott selbst Hand angelegt.

[Horst Tappert]

Ich habe etwas länger überlegt wohin ich euch dieses Mal mitnehme, habe in meinen „Archiven“ gekramt und mich dazu entschlossen Deutschland zu verlassen. Da es aktuell – 5° C sind und ich mir nicht nur meinen Allerwertesten abfriere, bleiben wir doch einfach im kühlen Norden. Kommt mit zu einem kurzen Ausflug nach Norwegen zu dem Miguel und mich vor längerer Zeit eine Einladung führte. Aber das ist eine andere Geschichte …

Unsere Reise führt uns aber nur ganz kurz in die Hauptstadt Oslo, da sich hier unser Flughafen befindet. Von hier aus geht es mit dem Auto weiter. In gemäßigtem Tempo, denn auf Norwegens Straßen herrscht außerorts eine Richtgeschwindigkeit von 80 km. Wir fahren 256 km südwestlich an die Nordseeküste. – Ihr könnt euch ausrechnen, dass dies eine kleine Weile dauert. Allerdings lohnt sich die Fahrt, denn die Landschaft ist wirklich atemberaubend. In Norwegen gehen die Straßen oft mitten durch den Berg! Wer mich kennt weiß das ich mit Bergen so gar nichts anfangen kann. An dieser Stelle muss ich aber zugeben, dass es doch ein kleines „WOW“-Erlebnis war. 😉

StraßeWir sind am Ziel unser Reise angekommen: In Årendal. Es ist eine beschauliche Provinzhauptstadt mit etwa 33.300 Einwohnern. (Absolut kein Vergleich zu Bremen mit seinen über 540.000 Einwohnern!) Zum geschichtlichen Hintergrund kann ich hier leider nicht so viel sagen. Mir ist nur der doch recht kuriose Fakt in Erinnerung geblieben, dass es hier früher einmal recht viel Segelschiffsverkehr gab. Das soll dazu geführt haben, dass man über die Schiffe vom Rathaus bis zur Insel Hisøy gehen konnte. Ich frage mich allerdings wie dann noch (andere) Schiffe fahren konnten…!? Nun ja, jeder Ort hat seinen Mythos. 😉

Wir blieben einige Tagen bei einer Freundin von Miguel. Dazu nächtigten wir in einer kleinen Hütte auf dem Gelände. (Üblich in Norwegen. Hier hat so gut wie jeder ein eigenes Haus mit viel Platz Drumherum. – Beneidenswert!) Sie hatte einen ländlichen Charme – und leider nur Vorhänge, denn während unseres Aufenthaltes war es fast die ganze Zeit hell. Eine sehr anstrengende Zeit. (Ich gehöre zu den Menschen die es zum Schlafen so richtig dunkel brauchen.)

NorgeAn einem der Tage nutze die „Freundin“ ihre knapp bemessene Freizeit um uns (Vor allen Dingen mir. Für Miguel war es nicht das „erste Mal“.) den Ort zu zeigen. So wirklich viel gab es allerdings nicht zu sehen. (Ging schneller als in Lüneburg!) In max. 15 Min waren wir einmal rum. Aber immerhin: Ein schönes Panorama, den Marktplatz und, ganz wichtig, das Meer! 😉

Årendal? Muss ich noch einmal hin? Definitiv: Nein! Ich habe da ja alles gesehen. Norwegen? Vielleicht. Man weiß ja nie wohin die Reise (noch) einmal führt …

Auch dieses Mal möchte ich mich mit einer kleiner Diashow verabschieden. Viel Spaß! 🙂

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Orientierungsproben und andere Herausforderungen

Heute begann der Tag recht spät. Erst gegen 10:30 Uhr haben sind wir aus den Federn gekommen. Die Nacht war begleitet von einem unruhigen Schlaf begann, für mich, mit Kopfschmerzen. Schon wieder. Irgendetwas muss hier im Haus sein. So oft habe ich das noch nie gehabt. Miguel vermutet irgendeinen Stoff im Holzschutz, auf den ich überempfindlich reagiere. Bin ich froh, ausreichend Tabletten eingepackt zu haben!

Ebu verschwand an den Strand. Ein wenig Sonne tanken, wie er so schön sagte. Kurz nachdem er verschwunden war, offenbarte Ron das er gerne ins Traktormuseum möchte. Er selbst interessiert sich nun nicht unbedingt dafür, dafür aber sein Vater und für genau den wollte er dort Fotos machen. Nachdem dann auch, Stunden später, mein Bruderherz aus dem Bett gekrabbelt kam, hatten wir schon die Info’s wie Anfahrt usw. parat. Nach mehrmaligen Versuchen Helmut zu erreichen, tauchte dieser noch rechtzeitig auf, um uns zu begleiten.

Es war nicht weit und gut ausgeschildert. Hin fanden wir ohne Probleme, doch erst einmal da waren wir verwirrt. Man könnte sagen das es sich bei dem Museum um einen Bauernhof handelt, bei dem in zwei Hallen jede Mengen Landmaschinen stehen. Ein Schild wies den Eingang und einen Eintrittspreis von 5,- EUR pro Person. Eine Kasse stand ebenfalls da. Nur einen Menschen gab es weit und breit nicht. Etwas unschlüssig standen wir nun auf dem Hof, nicht wissend ob wir einfach Geld hinein legen oder warten sollten. Wir entschieden uns erst einmal dafür zu rufen. Brachte leider nichts. Schließlich hörten wir Geräusche aus einem Nebengebäude und Helmut klopfte. Eine ältere Dame öffnete uns. Scheinbar mag sie keine „Deutschen“ oder sonstige Besucher, denn noch ehe wir überhaupt etwas sagen konnte kam ein skeptisches „Bezahlt?“ Wir verneinten und gaben zu verstehen, dass wir erst einmal wissen möchten, wie genau es funktioniert und ob es jemanden gibt, der uns alles zeigt. Mit einer Mischung aus dänisch und deutsch gab sie uns zu verstehen, dass man selbst durchgehen müsse und eben alles beschildert sei. Wir hielten ein kurzes Meeting bei dem Ebu und Miguel beschlossen, dass sie keine fünf Euro ohne Führung ausgeben wollen. Ein Blick zu meinem Göttergatten, der noch einmal bekräftigte das er gern Fotos machen würde. Da er nicht einmal eine Kamera dabei hatte, musste ich schon ein wenig schmunzeln – und begleitete ihn, während die anderen beiden in unbekannte Gefilde aufbrachen. Wir wanderten durch die Hallen, lasen jede Menge Schilder und machten eine Menge Fotos. Wir konnten es uns auch nicht verkneifen einfach mal aufzusitzen. Etwas richtig spannendes haben wir zwar nicht gefunden, aber nun wissen wir zumindest das jedes Land scheinbar auf eine bestimmte Farbe von Traktoren steht. Kurz nach unser Tour waren auch Miguel und Ebu wieder in Sichtweite. Sie hatten die Gegend erkundet, dabei aber nicht wirklich etwas entdeckt.

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Nach dieser kleinen Exkursion brachen wir erneut in neue Gefilde auf, denn am letzten Urlaubstag wollten wir ein Restaurant aufsuchen. Dazu mussten wir allerdings erst einmal eines finden. In der Nähe des Schlosses fanden wir eine Karte, die uns ein wenig bei der Orientierung half. Wir entdeckten dort einen kleinen Hafen, an dem es auch ein Restaurant geben sollte. Gesucht. Gefunden. Sehr nobel anmutende Gegend. Entsprechend hoch waren auch die Preise. Doch viel mehr als das, enttäuschte uns die Tatsache das es keine „typisch dänischen“ Gerichte auf der Karte gab, denn irgendwie gehört ja genau das zu einem Urlaub dazu. Landesspezialitäten. Mehr durch Zufall fand ich ein Lokal, welches in einem Prospekt beworben wurde, dass ich im Auto durchblätterte. Dort wollen wir morgen mal vorbei schauen. Immerhin konnten wir so noch ein wenig von der „Stadt“ sehen und schöne Fotos machen.

Dänemark 2013 Auf dem Rückweg fanden wir auch den, vielleicht einzigen, Briefkasten weit und breit. Die zuvor geschriebene Post ging somit auch auf ihre Reise in die Heimat.

Am frühen Abend setzten wir uns ins Wohnzimmer und spielten – ja tatsächlich – ein Gesellschaftsspiel. Bei einer Runde „MAD“ tauschten wir Geld, liefen um den Tisch und verwandelten uns in Hühner und Steine. Ron ging als Sieger dieses spaßigen Gewusels hervor.

Bei Einbruch der Dämmerung unternahmen Miguel und ich einen fotografischen Spaziergang zum Meer. Nach den tollen Fotos gestern, wollte auch mein Bruderherz diese Stimmung – mit vernünftiger Ausrüstung – einfangen. Leider war es heute sehr bewölkt, so dass die gewünschten Ergebnisse nicht so ausfielen wie erhofft. Einen Mann scheinte die Kälte nichts auszumachen. Todesmutig stürzte er sich in die Fluten. (Da bekam ich schon vom Zuschauen eine Gänsehaut. Und er meinen Respekt.)

Wieder zurück im Ferienhaus ließen wir den Abend bei einem gemeinsamen Essen und TV-Abend ausklingen.

Von Zuhause kam die Meldung das es Nimoeh gut geht und sie ihre „Gefangenschaft“ tapfer erträgt. 🙂

Ein Halbinder, ein Halbspanier und zwei ganze Deutsche im Land der Wikinger

Wir haben es geschafft!

Vor einer Woche brachen wir auf in die große weite nordische Welt, haben Grenzen überwunden – und sind in Dänemark gelandet. Wir entbehrten all unseren vorhandenen Luxus und tauschten ihn gegen eine kleine bescheidene Hütte mit den nötigsten Dingen: Whirlpool, Sauna, Solarium,…

Von diesem, ganze 250 Meter vom Meer gelegenen, Hauptquartier zogen wir aus erkundeten sechs Orte, aßen 11 Hot Dogs, adoptierten eine Wespe, schossen über 1000 Fotos, schrieben sieben Ansichtskarten und filmten drei Videos. Wir lernten ein wenig nordländisch, fanden kurioses auf dem Friedhof und Tote in der Stadt.

Was wir noch alles erlebten und natürlich die entsprechenden Fotos dazu, bekommt ihr demnächst hier auf https://gedankenteiler.wordpress.com zu sehen. Folgt uns auf einer Zeitreise in die jüngste Vergangenheit und begleitet uns bei unseren Abenteuern.

Am besten einfach abbonieren und immer auf dem laufenden bleiben. 😉

Farvel

(Das ist dänisch für „Tschüß“)

Mooni

Købingsmark