Sterbender Schwan [Rezension – Jugendthriller]

~°~ Das Buch ~°~

Corinna Bomann

Schwanentod

368 Seiten

Coppenrath [20.07.2016]

ISBN 9783649616832

~°~ Klappentext ~°~

Ein grausiger Fund erschüttert das Leben auf der beschaulichen Urlaubsinsel Rügen: Die aufstrebende Ballerina Sandrine treibt in einem Schwimmbecken – tot, mit abgeschnittenen Füßen und umgeben von weißen Schwanenfedern. Die 17-jährige Clara liest in der Lokalzeitung von dem Mord. Als sie kurze Zeit später eine bedrohliche anonyme SMS erhält, wird ihr klar, dass es jemand auch auf sie abgesehen hat. Etwa Sandrines Killer? Was plant er als Nächstes? Clara beginnt zu recherchieren und schaut hinter die Fassade der Ballettwelt, in der ein harter Konkurrenzkampf herrscht. Dabei ahnt sie nicht, dass ein Spiel begonnen hat, bei dem nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Freunde in tödlicher Gefahr ist.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Das Cover ist recht schlicht gehalten und zeigt dennoch sehr eindrucksvoll worum die Geschichte handelt: Ballerinen. – Genau genommen geht es anfangs nur um eine. Ein „gestorbener Schwan“, denn das tote Mädchen sollte die Hauptrolle im „Der Schwanensee“ tanzen. Doch der Mörder hat ihr die Füße abgeschnitten. Ein Hinweis auf den Beweggrund? – Clare, ihres Zeichens Schülerin, bekommt einen Hinweis vom „Ratgeber“ und soll sich auf die Jagd nach dem Mörder begeben. Macht sie das nicht, wird sie das verlieren, was sie am meisten liebt …

Bei „Schwanentod“ handelt es sich um den zweiten Band der Reihe, rund um Clara Hansen. Leider findet sich dieser Hinweis lediglich in der Autorenvita. Nicht einmal der Klappentext oder ähnliches weist darauf hin. An sich wäre es nicht schlimm, allerdings hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass mir Wissen fehlt. Oft beziehen sich die Protagonisten auf den vorangegangen Fall, da ich diesen nicht kenne, war es teils etwas verwirrend.

Was mir ebenfalls nicht wirklich gefallen hat sind die ganzen Fachbegriffe. Klar geht es hier ja voranging ums Ballett und insofern gehören diese in die Geschichte. Nur wäre es schön gewesen, wenn diese zumindest erklärt worden wären. (Dieses ist leider nur bei sehr wenigen der Fall.)

Corina Bomann hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Sie schreibt flüssig und schafft es Spannung aufzubauen.

Der Verlag empfiehlt hier ein Lesealter von 14-17 Jahren. Ich finde 17 Jahre schon fast ein wenig zu alt, denn dafür fehlt ein wenig der Nervenkitzel. Es ist zwar spannend, aber eben jetzt nicht so wie Bücher für Erwachsene (und 17 ist ja nun schon fast Erwachsen ;-)).

~°~ Fazit ~°~

Ein spannender Roman, der allerdings an einigen Stellen unglaubwürdig wirkt und bei dem der Lesespaß etwas getrübt wird, wenn der Inhalt des Vorgängerbandes unbekannt ist.

 

~ Reihe ~

Schwanentod [Band 2]

Krähenmann [Band 1]

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Ein sprechender Kater kommt selten allein [Rezension – Kinderbuch]

~°~ Das Buch ~°~

Antje Szillat , Angela Glökler

Fabelhafte Feline

Das Geheimnis vom Glückskleehof

144 Seiten

Coppenrath [01.07.2017]

ISBN 9783649621362

~°~ Klappentext ~°~

„Glückskleehof“, liest Feline und seufzt. Von Glück kann bei dem verwilderten Bauernhof, auf dem ihre Eltern eine Tierarztpraxis eröffnen wollen, ja wohl keine Rede sein! Widerwillig lässt Feline sich auf das Abenteuer ein … und stößt in dem verwunschenen Garten hinter dem Haus zwischen Kletterrosen, Kamillen und Clematis auf ein ungeheuerliches Geheimnis: den sprechenden Kater Paulo von Panama. Nur Feline versteht ihn – und erkennt bald, dass sie als Katzenflüsterin eine große Hilfe bei Tiernotfällen aller Art ist …

Die fabelhafte Tierreihe von Erfolgsautorin Antje Szillat mit einer Prise Magie – leicht, warmherzig und voller Glück!

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Felines Vater ist Tierarzt. Nun hat er sich selbstständig gemacht. Für die kleine Familie bedeutet dieses ein Umzug aufs Land. Feline ist darüber alles andere als glücklich, denn immerhin bedeutet das nicht nur auf eine andere Schule zu gehen, sondern auch alle Freunde zurückzulassen.

Als das Mädchen mit Eltern und Hund auf dem Glückskleehof ankommt, ist nicht nur  die Überraschung, sondern auch der Frust groß, denn der Hof entpuppt sich als heruntergekommen. Feline ist entsetzt. Hier soll sie nun aufwachsen? Als sie sieht wie glücklich ihre Eltern sind, beschließt sie dem Ganzen eine Chance zu geben. Sie begibt sich auf Erkundungstour und klagt schließlich den Blumen ihr Leid. Das schnappt Paulo, ein großer und etwas übergewichtiger Kater, auf. Er findet das Mädchen sofort sympathisch und stellt sich ihr vor. Feline jedoch kann nicht glauben, dass da ein sprechendes Tier vor ihr steht. Doch dann kommt ein etwas grummeliger Mann mit einem verletzten Tier auf den Hof und ausgerechnet Paulo von Panama scheint der einzige zu sein der helfen kann …

Als Leser lassen sich hier sehr schön die ganzen Gefühlslagen von Feline, aber auch von Paulo, nachvollziehen. Mir ging es ein wenig wie dem Mädchen, dass wirklich neugierig war, was da nun auf sie zukommt und immer jedem (Tier) helfen möchte. Genau wie Feline musste ich mich erst einmal an den – in Menschensprache – sprechenden Kater gewöhnen. Die Handlungen sind alle nachvollziehbar und die Protagonisten authentisch und liebevoll dargestellt. Trotz der wenigen Seiten schafft es die Autorin hier viel Spannung aufzubauen. Die vielen tollen Bilder schwarz-weiß runden das Buch wunderbar ab.

Der Verlag empfiehlt dieses Buch jungen Lesern im Alter von 8-10 Jahren. Das finde ich angemessen, da die Kinder in diesem Alter die Handlung verstehen und ihrem Zauber erliegen. Für ältere Kids könnte es schon ein wenig zu langweilig sein.

~°~ Fazit ~°~

Ein wunderschöner Roman (nicht nur) für alle Tierliebhaber, die einen Hang zum Fantastischen haben.

~ Reihe ~

Das Ponywunder [Band 2]

Das Geheimnis vom Glückskleehof [Band 1]

Klassenfahrt des Grauens [Jugendthriller]

Ich lese sehr gerne Thriller und war neugierig auf diesen Jugendthriller. Ob er genauso spannend sein würde, wie einer für Erwachsene? Der Klappentext jedenfalls versprach Nervenkitzel, ob ich eine Gänsehaut bekam, erfahrt ihr heute. 😉

~°~ Das Buch ~°~

Claudia Puhlfürst

Fürchte die Nacht

368 Seiten

Coppenrath [16.02.2017]

ISBN 9783649671275

Erhältlich als Taschenbuch und E-Book

~°~ Klappentext ~°~

Eine Woche Exkursion ins Nirgendwo – auf so eine Idee können auch nur verschrobene Biolehrer kommen, finden Lena und ihre beste Freundin Anne. Rund um ihr Landschulheim gibt es nichts als hohe Bäume und dichtes Unterholz. Zumindest eignet sich dieser Ort bestens für nächtliche Mutproben, und gleich am ersten Abend fordern die Jungs Lena und ihre Freundinnen dazu heraus, mit ihnen im Wald zu übernachten. Doch spät in der Nacht wird Anne von einer vermummten Gestalt angegriffen und gleich am nächsten Abend kommt es zu einem weiteren Überfall. Ein Mädchen aus der Gruppe wird im Wald erdrosselt aufgefunden! Völlig traumatisiert bricht die Klasse den Ausflug ab – doch der Mörder muss ihnen nach Hause gefolgt sein und lauert schon auf sein nächstes Opfer …

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Auf einer Klassenfahrt schleicht sich eine kleine Gruppe davon, um im Wald zu übernachten. Als die Schüler eine Mutprobe machen, wird Anne angegriffen. Sie denken sich nicht besonders viel darüber nach und schleichen sich am nächsten Abend ebenfalls wieder davon. Eine Mitschülerin verschwindet und wird Tod aufgefunden. Auch Anne ist geschockt, doch sie hat einen Plan: Den Mörder zu finden.

Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden. Er ist weit über Kinderbücher hinaus und hat bereits erste Züge eines „Erwachsenenbuches“. Der Spannungsaufbau ist, sogar an mehreren Stellen, sehr gut umgesetzt. Die Sprache ist leicht verständlich und der Roman lässt sich flüssig lesen.

Das empfohlene Lesealter von 14-17 Jahren halte ich für angemessen. Für wesentlich jüngere Leser ist die Geschichte nicht geeignet. Dafür können das Buch auch gut und gerne (ältere) Erwachsene lesen, die es vielleicht nicht ganz so nervenaufreibend mögen.

~°~ Fazit ~°~

Den wichtigsten Punkt, der (für mich) einen guten Thriller ausmacht hat „Fürchte die Nacht“ erfüllt: Überraschungsmomente und eine Auflösung mit der ich nicht gerechnet habe. Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen, auch wenn ein Jugendthriller, natürlich nur sehr grob mit einem Erwachsenenthriller vergleichbar ist. Mich konnte er Überzügen, daher gibt es Leseempfehlung für alle die Lust auf (seichten) Nervenkitzel verspüren.

Schwipp-Schwapp [Rezension – Kinderbuch]

Langsam aber sicher wird es wärmer und bei den Teils inzwischen schon Sommertemperaturen zieht es den einen oder anderen an den See oder das Meer. Für kleine Meerjungfrauen (und natürlich auch kleine Meermänner) habe ich heute ein Wasserstarkes Unterwasserabenteuer dabei. Sei es als Strandlektüre oder als Vorfreude, auf den Ausflug. Schwipp-Schwapp.

~°~ Das Buch ~°~

Erik Ole Lindström

Meja Meergrün

128 Seiten

Coppenrath [21.03.2017]

ISBN 9783649623465

[Auch als E-Book und Hörbuch erhältlich]

~°~ Klappentext ~°~

Meja Meergrün lebt ganz allein in dem runden Haus mit der meergrünen Glocke auf dem Grund des Ozeans, denn ihre Eltern sind dauernd in geheimer Mission unterwegs. Da entdeckt Meja eines Tages ein seltsames Päckchen vor ihrer Haustür. Neugierig, wie sie nun mal ist, öffnet sie die Kiste … und steht kurz darauf der ziemlich eigentümlichen Meeresschildkröte Padson, Gattung Kümmerkröte, gegenüber, die Meja von nun an auf Schritt und Tritt folgen wird. Zum Glück! Denn Meja schlittert schon bald in ein waghalsiges Abenteuer, in dem es um nichts Geringeres als die Rettung der Unterwasserstadt Lyckhav geht.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover und Bilder ~

Das schöne Cover wird vermutlich besonders die Mädels begeistern, denn es zeigt nicht nur das Konterfei von Meja Meergrün, sondern es glitzert auch noch! Viele silberne Fische und Luftbläschen, sowie auch einige Teile des Schriftzuges schillern fröhlich und verleihen dem Einband etwas Magisches.

Im Buch selbst glitzert zwar nichts, dafür enthält fast jede Seite eine schöne Zeichnung. Einige sind sogar zweiseitig und füllen die Seiten (hinter dem Text) komplett aus. Alle sind farbig gestaltet und erinnern mich an Aquarellmalungen. Wunderbar passend zu einer fantastischen und abenteuerlichen Unterwasserwelt. Mir gefallen sie sehr gut.

~ Geschichte ~

Als die Meergrüns sich auf eine Reise begeben müssen, ahnen sie nicht, was ihre Tochter erleben wird. Damit die Kleine nicht die ganze Zeit alleine ist, schicken sie ihr eine Kümmerkörte. Padson soll auf Meja aufpassen, dafür sorgen dass sie die Schule besucht und natürlich auch das sie sich gesund ernährt. Meja ist eine kleine Meernixe und genießt ihr Leben in vollen Zügen. Wozu auch in die Schule gehen, wenn man doch viel mehr Spaß beim Schaukeln am Kronleuchter haben kann? Abwasch? Nein, das sind keine dreckigen Tassen, sondern ein wissenschaftliches Experiment! Padson muss schnell lernen, dass dieser Auftrag alles andere als einfach wird. Als Meja Meergrün dann auch noch ein dunkles Loch entdeckt und nur sie die Unterwasserwelt Lyckhav vor der Finsternis retten kann, bleibt der Kummerkröte nichts anderes als übrig, als sich seinen Schützling zu begleiten. Ein spannendes Abenteuer beginnt …

~ Schreibstil ~

Der Text ist leicht verständlich und kommt ohne schwierige Wörter aus. Die Handlung baut sich auf und steigert sich immer weiter, so dass man einfach in der Geschichte „gefangen“ bleibt. Schön ist auch, dass Meja hier einen eigenen Kopf hat, so hat sie mich stets ein wenig an Pipi Langstrumpf erinnert. Dadurch war  die Nixe mir direkt sympathisch und ich fragte mich sofort, welchen Schabernack sie als nächsten treiben wird.

~ Empfohlenes Lesealter 6 – 8 Jahre ~

Das Lesealter von 6-8 Jahren finde ich passend. Ältere Kinder würden sich vermutlich langweilen und für jüngere ist der Text noch ein wenig schwierig, hier müssten die Vorleser vieles erklären.

~°~ Fazit ~°~

„Meja Meergrün“ ist ein spannendes Unterwasserabenteuer mit wundervollen Bildern. Das Buch lädt zum Träumen ein, zeigt aber auch auf wunderbare Weise wie wichtig Freundschaft ist und das man mit ein wenig Mut alles erreichen kann.

~ Reihe ~

Meja Meergrün rettet den kleinen Delfin [Band 2 – erscheint im Juli 2017]

Meja Meergrün [Band 1]

Kleiner Forscher auf großem Abenteuer [Rezension – Jugendroman / Abenteuer]

Ich für meinen Teil liebe Geschichten in denen ich förmlich versinken kann. Dazu gehört neben einer schönen Geschichte auch ein Schreibstil, bei dem mich jede Zeile durch die Seiten trägt. Wenn das Ganze dann noch mit wunderschönen Bildern untermalt ist, bezeichne ich das Buch als perfekt. Hier möchte ich euch daher nun den (für mich) perfekten Jugend-Abenteuer-Roman vorstellen. Gute Reise. 😉

~°~ Das Buch ~°~

Nicholas Gannon

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt

368 Seiten

Coppenrath [04.08.2016]

ISBN 9783649619420

~°~ Klappentext ~°~

Archer Helmsley ist ein Entdecker – genau wie seine Großeltern, die berühmten Naturforscher. Es gibt nur ein Problem: Seit Ralph und Rachel Helmsley vor zwei Jahren spurlos auf einem Eisberg verschwanden, lässt Archers Mutter ihn nicht mehr vor die Tür.

Wie aber soll man in einem Haus voller ausgestopfter Tiere und todlangweiliger Dinner-Gäste jemals ein Abenteuer erleben? Archer braucht einen Plan!

Zum Glück ist da das Nachbarmädchen Adélaïde, das schon mal gegen wilde Krokodile gekämpft hat. (Woher sonst sollte sie ihr Holzbein haben?) Und Oliver, der in jedem Plan die kleinen Fehler aufspürt. (Zum Beispiel, dass man ohne U-Boot und die Möglichkeit, das Haus zu verlassen, kein Tiefseeforscher werden kann.)

Als dann auch noch ein einäugiger Kapitän vor Archers Tür auftaucht und ihm einen Haufen alter Reiseaufzeichnungen von Ralph und Rachel Helmsley überreicht, steht Archers Entschluss fest: Er muss zum Südpol reisen und seine Großeltern finden!

Ein Buch für todesmutige Tagträumer und heimliche Helden

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover und Bilder ~

Schon der Einband lässt vermuten, dass hinter sich ihm großartiges verbirgt. Neben drei Kindern, welche zwischen jeder Menge Koffern und teils kuriosen Gegenständen hocken, ist die teils erhabene und verschnörkelte Schrift ein Hinweis darauf dass es ein fantastisches Abenteuer wird.

Kaum blättert der Leser in dem Band, gibt es gleich das erste „Ohhh….“ (Im Sinne von „Oh wie schön“. ;-)), denn das Papier auf dem die Seiten gedruckt wurden, fühlen sich glatt und hochwertig an. Kein Vergleich mit anderen Jugendromanen. Ein richtig großes „Wow“, entfuhr mit dann aber, als ich die Bilder gesehen habe. Nicht etwa eine kleine schwarz-weiße Zeichnung irgendwo am Rand, sondern ganze Bildtafel. Teils sogar zweiseitig und alle samt farbig gestaltet. Sie stellen jeweils eine Szene zum eben gelesen dar, so dass der Leser hier auch optisch mit auf die Reise genommen wird. – Alleine schon wegen den Bildern kann ich den Kauf nur ans Herz legen. Die Geschichte allerdings steht ihnen in nichts nach. 😉

~ Geschichte ~

Archer ist ein Helmsley und darauf kann erst stolz sein. Zumindest theoretisch, denn seine Großeltern sind Forscher und im wahrsten Sinne des Wortes Stadtbekannt. Allerdings nicht überall beliebt. Umso größer ist bei einigen die Freude, als die beiden auf einem Eisberg verschwinden. Für Archer ändert dieser Verlust alles, denn seine Mutter lässt ihn nun nicht mehr aus dem Haus. Das einzige was der Junge noch darf ist zur Schule zu gehen und dann, auf direktem Weg, nach Hause. Tagein, tagaus. Eingesperrt in einem großen Haus das, mit all seinen ausgestopften Tieren und kuriosen Gegenständen, einem Museum gleicht. Wie soll Archer da bloß Abenteuer erleben, um in die Großstapfen seiner Großeltern zu treten? Dann hat er eine Idee: Er fährt an den Südpol und findet die beiden, doch dafür muss Archer erst einmal aus dem Haus. Der Junge entwickelt einen genialen Plan …

Das ein Kind das Haus, bis auf die Schule, überhaupt nicht verlassen darf ist vermutlich arg übertrieben. Für diese Geschichte ist es aber nicht nur notwendig, sondern passt einfach dazu. Je mehr Hindernisse sich Archer in den Weg stellen, desto kreativer (und auch mutiger) wird er. (Getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“.) Als Leser kann man wunderbar beobachten wie die Kinder reifen und auch lernen sich und andere so zu akzeptieren, wie sie eben sind.

~ Schreibstil ~

Es ist ja immer etwas „gefährlich“ Vergleiche anzustellen. Hier möchte ich es ausnahmsweise aber dennoch machen, denn der Erzählstil erinnerte mich sofort an „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“. (Das soll auf keinen Fall heißen, dass der Autor hier abgekupfert hat!) Die bildlichen Beschreibungen helfen dabei, den Leser in eine Detailreiche Welt zu entführen. Der packende Erzählstil stellt die Handlung mal von der einen, mal von der anderen Seite dar, so dass hier absolut nichts verpasst wird. Einfach wunderschön und im wahrsten Sinne ein Sog zwischen die Zeilen, aus denen man gar nicht wieder auftauchen möchte.

~ Empfohlenes Lesealter 10 – 12 Jahre ~

Als empfohlenes Lesealter wird vom Verlag 10 bis 12 Jahre angegeben. Ich finde das sehr passend, denn in diesem Alter ist die Geschichte nicht nur verständlich, sondern auch „träumbar“. (Die Romankinder sind 11 Jahre jung.) Wirklich schwierige Wörter gibt es nicht und falls doch, wird es direkt in der Handlung selbst, erklärt.

~°~ Fazit ~°~

Ob Archers Großeltern endlich (wieder) auftauchen? Ich habe da so eine Theorie, ob ich richtig liege, erfahre ich im Herbst, denn dann erscheint der zweite Band. Bis dahin kann ich euch nur empfehlen die Zeit zu nutzen und euch schon auf den „Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ zu machen. Ein wunderbarer Roman über Freundschaft, Hoffnung und den Mut anders zu sein.

 

~ Reihe ~

Folgt im Herbst 2017 [Band 2]

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt [Band 1]