Die Eisbergverschwörung [Rezension – Jugendbuch]

~°~ Das Buch ~°~

Nicholas Gannon

Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrow’s Bay

368 Seiten

Coppenrath [13.10.2017]

ISBN 9783649619437

~°~ Klappentext ~°~

Im beschaulichen Rosewood kochen die Gerüchte über: Archers Großeltern, die berühmten Naturforscher, sind tatsächlich vom Südpol zurückgekehrt. Doch wie konnten sie zwei Jahre lang mutterseelenallein auf einem Eisberg überleben? War alles nur ein großer Schwinden – oder noch schlimmer: sind Ralph und Rachel Helmsley vielleicht verrückt und gefährlich? Archer kann das nicht glauben. Er muss seinen Großeltern helfen.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Es handelt sich hier um eine Gebundene Ausgabe, die bereits äußerlich einfach wunderschön ist – und bereits neugierig auf den Inhalt macht. Die leicht gelblichen und festen Seiten bestätigen diesen Eindruck, denn es wirkt wie ein „altes“ wertvolles Buch.

Bis vor kurzem glaubte Archer noch seine Großeltern wären von Pinguinen gefressen worden, doch dann erhält er Geschenke der angeblich Verstorbenen – und jetzt sollen sie auch noch nach Hause kommen! Der Junge ist ganz aufgeregt, denn er hat Oma und Opa nur als Baby gesehen und kann sich daher auch gar nicht an sie erinnern. Archer’s Mutter ist völlig fertig, hat sie doch alles dafür getan, dass die beiden keinen Kontakt zu ihrem Enkel haben. Und jetzt stehen sie vor der Tür! Doch das ist noch nicht einmal das Schlimmste, denn Ralph und Rachel sollen sich die „Eisberggeschichte“ ausgedacht haben, da Ralph als Vorsitzender „Der Gesellschaft“ (Ein Zusammenschluss von Forschern.) ausgeschlossen werden sollte. Doch so ganz will da etwas nicht zusammen passen und so schmiedet er mit seinen Freunden Oliver und Adélaide einen Plan, um seine Großeltern zu entlasten. Doch damit bringt er nicht nur sich in sehr große Gefahr…

Zu den Texten gibt es jede Menge farbige Bilder, oft sogar ganzseitig. Diese sind sehr Detailgetreu und immer liebevoll gestaltet. Sie wirken ein wenig wie alte Bildtafeln oder Stiche. Einfach wunderschön.

Der Schreibstil ist packend und ich habe die Seiten förmlich verschlungen. Als empfohlenes Lesealter wird vom Verlag 10 bis 12 Jahre angegeben. Ich finde das sehr passend, denn in diesem Alter ist die Geschichte nicht nur verständlich, sondern die (junge) Leser können sich auch gut in die Geschichte hineinversetzen. Wirklich schwierige Wörter gibt es nicht und falls doch, wird es direkt in der Handlung selbst, erklärt.

~°~ Fazit ~°~

Für mich ist diese „höchst eigenartige Verschwörung“ eine gelungene Fortsetzung. Das Ende lässt Raum für weitere spannende Geschichten und ich hoffe sehr, dass ich bald wieder nach Barrow’s Bay reisen darf.

„Barrow’s Bay“ , hochwertige und spannende Bücher (nicht nur) für junge Abenteurer. Auch eine tolle Geschenkidee.

 

~ Reihe ~

Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrow’s Bay [Band 2]

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt [Band 1]

Rettung naht! [Rezension – Kinderbuch]

Audrey Harings

CanGu auf der Suche nach Saphir

168 Seiten

AH Tales and Stories S.L. [22.09.2017]

ISBN 978849466735

 

~°~ Klappentext ~°~

Hopsi, ein freches vorlautes Eichhörnchen, macht eine Entdeckung. Es hört aus der Ferne ein Katzenjunges, welches offensichtlich um sein Leben schreit.

Doch alleine kann das Eichhörnchen nicht helfen. Wie gut, dass ausgerechnet Hopsis Baum im Garten der Bäuerin Müller steht. Genau hier verbringt Gucci wieder ihre Ferien bei ihrem Katzenfreund Canelo.

Die beiden sind das legendäre CanGu-Team. Gemeinsam mit ihren Freunden Topo und Streuner retten sie das Katzenjunge. Es dauert jedoch nicht lange und das kurz zuvor gerettete Katzenjunge bringt sich erneut in Schwierigkeiten. Unfreiwillig landet er im Abwasserkanal und damit im Reich der gefürchteten Ratten. Ob das CanGu-Team ihm jetzt noch einmal helfen und aus den Fängen der Ratten befreien kann?

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Ich hatte bereits das Glück Canelo und Gucci bei ihrem ersten Abenteuer zu begleiten. – Und ich war so begeistert, dass ich unbedingt weiter bei den beiden bleiben wollte. – Es ist jedoch, für das Verständnis der Geschichte, nicht nötig, den Vorgänger zu kennen. Zwar deuten die Protagonisten ab und an etwas an, aber das wird dann kur und knapp erklärt.

Aber jetzt endlich auf’s ins Abenteuer:

Es ist Sommer und Familie Jansen möchte in den Urlaub fliegen. Daher gehen die Hunde der Familie für einige Wochen zu ihren „Urlaubspflegefamilien“, die sie bereits vom letzten Mal kennen. Darauf freuen sich die Hunde auch schon. Auf dem Bauernhof treffen die Freunde Canelo, Gucci, Topo und Streuner aufeinander. Hier sind Hund und Katze tatsächlich Freunde und verstehen sich super. Eigentlich möchten sie nur den Sommer genießen, aber da gibt es im Garten ein Eichhörnchen, dass offenbar nichts Besseres zu tun hat, als genau das zu verhindern. Doch dann stellt sich heraus dass es nichts weiter möchte, als das Quartett darauf aufmerksam zu machen, dass ein kleines Kitten dringend Hilfe benötigt. Selbstverständlich machen sich die Freunde direkt auf zur Rettungsaktion – und finden Saphir. Doch schon kurz nach der Rettung, muss der Kleine schon wieder gerettet werden. tDas „CanGu“-Team macht sich auf dem Weg in die Kanalisation, wo sie nicht nur auf Ratten treffen …

Die Geschichte ist spannend, besonders da es sich – fast so – vielleicht irgendwo zutragen könnte.  Audrey Harings hat einen wunderbar bildlichen Schreibstil, der den Leser so richtig mitreißt. Das Abenteuer lässt sich flüssig lesen. Besonders klasse finde ich den Lerngehalt, den die CanGu-Geschichten zum Thema Umwelt- und Tierschutz vermitteln. Die Autorin scheut sich nicht hier von Qualzucht und anderen Gräueltaten des Menschen zu berichten. Respekt und Daumen hoch dafür, denn das trauen sich – besonders in einem Kinderbuch – (leider) nur Wenige.

Es gibt einige sehr schöne Schwarz-Weiß-Zeichnungen, teils sogar ganzseitig, die hervorragend zum ebene Gelesenen passen. Mir gefallen diese Zeichnungen, da Sie schlicht und einfach sind, aber eben dadurch eine ganz besondere Ausstrahlung haben.

Das empfohlene Lesealter liegt bei etwa 5 – 8 Jahren. Das finde ich, von der Handlung her, passend. Allerdings gibt es einige doch recht schwierige Wörter, die sicher die meisten Kinder noch gar nicht kennen bzw. verstehen.

~°~ Fazit ~°~

Eine wundervolle und spannende Fortsetzung der CanGu-Reihe. Eine spannende Geschichte, flüssiger bildlicher Schreibstil, tolle Zeichnungen, sympathische Charaktere und ein hoher Lerngehalt.

~°~ Reihe ~°~

Folgt [Band 3]

CanGu auf der Suche nach Saphir [Band 2]

CanGu und die Kuchenkrümel [Band 1]

 

Gesellschaftsspiele 2.0 XXL – Winter der Toten

IHR findet Gesellschaftsspiele langweilig?

WIR finden, es kommt darauf an, was man daraus macht!

Und so haben wir mit viel Liebe zum Details die heutige Runde „Winter der Toten“ in Szene gesetzt (es gab sogar Zombie-Sound!)  und damit nicht nur für tolle Stimmung, sondern auch „Wow“-Effekte gesorgt.

Ein tolles Spiel, stilvolles Ambiente, begeisterungsfähige Mitspieler und kulinarische Köstlichkeiten. Auch wenn die Zombies am Ende gewonnen haben: Es hat richtig Spaß gemacht. Zwei Tage Arbeit für zwei Stunden Spielespaß, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! 🙂

 

Im Zeichen des Rollenspiels

Plüschschwein auf Abwegen

BÄRnHART und Snaggels waren wieder unterwegs, um die Welt zu retten. Begleitet wurden Sie dabei von Ratte Rufus und Hase Fienchen. Abenteuer erlebten die vier dabei dann ganz von alleine, auch wenn das so gar nicht freiwillig geschieht. Nachdem die Zwangsgemeinschaft erst kürzlich auf U.F.O.‘s traf, und die Entführung eines Großen Trampler beobachteten, wollten sie dieses Mal lediglich vor dem Gewitter fliehen. Also ab in den nahestehenden Turm, denn was anderes gibt es weit und breit nicht. Wie könnte es anders sein, schnell stellte sich das als blöde Idee heraus, denn ein alter Bekannter wartete dort auf die Plüschis: Pépé! Pepe Puppenschlächter Frankenschwein! – Und Pépé kam nicht allein. Ein Igelfant mit Multifunktionskäsehackbeil, ein mordendes  Mami-Püppchen und eine bissige Kellerratte. Kurz gesagt: Da kam so richtig Freude auf! 😀

Übrigens: Wer in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Platz für sich alleine (behalten) möchte, der braucht nichts weiter zu tun, als Plüschtieren (in Kleidung) mitzunehmen. Bei meinem GöGa und mir hat es jedenfalls wunderbar funktioniert, auch wenn so manch ein Mensch merkwürdig dreigeschaut hat. 😉

Runde Zwei

Da es meist schwierig ist, wenn alte Freunde ein Rollenspiel spielen (es wird oft mehr Geredet, als gespielt) und der-/ diejenigen die wirklich das machen wollen, wozu man sich trifft (s-p-i-e-l-e-n!), dann schnell gelangweilt sind und das Ende, egal ob nun erfolgreich oder nicht, ein unbefriedigendes Gefühl hinterlässt, setzten mein Liebster und ich, unseren Versuch ein DSA-Soloabenteuer endlich zu Ende zu bringen. Ich hatte es bereits als „Spielleiterin“ versucht, doch egal welchen Weg mein Held auch einschlug, das Abenteuer endete stets abrupt. Also probierten wir es andersherum. Ich, ja ausgerechnet ich, die mal sagte „Ich werde NIE Das schwarze Auge spielen. Niemals!“. Ja nun, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. – Dieses Mal haben wir die Rollen allerdings getauscht und ich habe mich nach Gareth gewagt. Tatsächlich bin ich bereits auf einer heißen Spur, um den Mörder zu finden, für dessen Tat ich im Kerker gelandet bin. Mal sehen, ob es mir gelingt dieses Abenteuer erfolgreich abzuschließen … (Und nein, DSA ist kein RPG für mich. Da muss man viel zu viel rechnen. ;-))

Bremen hat’s – Gemütliche Gassen und Zeitreisen

Auch wenn Bremen, zumindest wenn es nach den Einwohner geht, eben keine Großstadt (rechnerisch zählt die Hansestadt mit 500.000 Einwohner eben als jene), sondern ein „Dorf mit Straßenbahn“ ist, so hat die Stadt vieles zu bieten. Nicht unbedingt diese Hektik, die so viele Einwohner mit sich bringen, sondern dafür andere, kleinere, aber nicht weniger schönere Ecken. Wer einmal hier ist, und die „Ruhe der Großstadt“ sucht, sollte unbedingt einen Abstecher in den Schnoor machen. Eigentlich wollte ich mit meinem Liebsten auch nur einen Abstecher machen, um ihn diesen Stadtteil einmal zu zeigen. Was soll ich sagen? Es wurde ein halber Tag daraus, soviel gab es zu entdecken! 🙂

Schnorr-Geschichte

„Der Schnoor“, wie er von Einheimischen einfach nur genannt wird, heißt eigentlich „Schnoroviertel“. Es ist das älteste Viertel Bremens. In engen Gassen reihen sich kleine Häuser dicht an dicht. Eine Theorie besagt, dass daher auch der Namen kommt (Schnoor = Plattdeutsch für Schnur, weil die Häuser wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht sind). Eine andere erzählt davon, dass in diesem Teil des Fischerquartiers die Taumacher wohnten. Egal welche stimmt, es macht den Besuch nicht weniger erstrebenswert. 😉

Stöbern

In diesen „niedlichen“ (Fachwerk-)Häusern des 15. und 16. Jahrhunderts haben – ebenso kleine – Läden Einzug gehalten. Mit klein meine ich hier aber hier nicht das Sortiment, sondern Geschäfte mit einer urigen Gemütlichkeit. Es gibt jede Menge Schmiede-, Handwerks- und Handarbeitskunst. Ob kleine Püppchen, filigraner Schmuck, Kleidung oder Plüschtiere. Es gibt jede Menge zu entdecken, selbst ein Geschäft für  Kunst aus dem Erzgebirge, ebenso wie aus Afrika. Dazwischen immer mal wieder Kunst, nicht nur als Galerie, und Cafés. Ich kann nur empfehlen, sich hier wirklich treiben zu lassen, einfach mal in jeden Laden zu gehen – so uninteressant er auf den ersten Blick auch scheinen mag – und sich umzuschauen. Es gibt in jedem etwas zu entdecken. Garantiert!

Tipp: Im Schnorr darf auch sonntags (01.04.-31.12. von 11 bis 16:00 Uhr) geshoppt werden. Aber Achtung, an diesem Tag ist es immer besonders voll. Der Eindruck wird durch die engen Gassen natürlich noch verstärkt.

Auf Zeitreise  – Bremens Geschichte live erlebt

Wer eine gute Stunde Zeit hat und sich für die Geschichte der Hansestadt Bremen interessiert, für den Museen aber einfach nur sterbenslangweilig sind, dem empfehle ich einen Besuch im „Bremer Geschichtenhaus“. Vergesst das Lesen von irgendwelchen Infotafeln, hier benötigt man nur offene Ohren – wobei offene Augen auch nicht schlecht sind. 😉

Gut zu wissen: Es gibt eine Rollstuhlrampe, sowie einen Fahrstuhl. In jeder Station gibt es ausreichend Sitzmöglichkeiten. Wer also nicht ganz so gut zu Fuß ist, nicht lange stehen kann oder auf Rädern unterwegs ist, kommt ebenfalls in den vollen Genuss des Programms. 🙂

Entgegen weitläufiger Meinung verfügen auch Bremer durchaus über Humor. 😉

Bremer Geschichte wird hier lebendig erzählt und gespielt. Bremens Berühmtheiten, von der Mitte des 17. bis in das frühe 20. Jahrhundert, erzählen aus ihrem Leben. Wie konnte eine 20.000 Einwohner-Stadt, voller Kaufleuten und Handwerkern, einem 20.000 Mann starken bewaffneten Herr trotzen? Wie wurde die Stadt vor einer Feuerbrunst bewahrt? Was taten Fleuten (Handelsschiffe), wenn sie auf Piraten trafen? Was erzählte man sich so in Bremer Kaffeehäusern und wo ist eigentlich der Unterschied zwischen ungeröstetem und geröstetem Kaffee? Wie brachte der „Engel von Bremen“ (Gesche Margarethe Gottfried, geb. Timm) den Tod? Was widerfuhr Jürgen Heinrich Keberele, dass er nicht nur einer der berühmtesten Bewohner, sondern auch nur noch Heini Holtenbeen genannt wurde? … – Und das sind nur die Punkte, die bei unserer Führung gespielt wurden. Dadurch, dass es sich um wechselnde Schauspieler handelt, werden an anderen Tagen auch andere Stationen bespielt. Aber nicht nur dass, denn genau durch diesen Wechsel ist jede Aufführung, selbst bei der gleichen Station, ganz anders.

Was man auf den ersten Blick nicht erkennt: Es handelt sich hier um ein Integrationsprojekt für Langzeitarbeitslose. (Das macht es absolut nicht weniger interessant!) Das Geschichtenhaus ist einmalig in Deutschland und wurde eine Auszeichnung von Joachim Gauck für Idee und Umsetzung. Ob mit oder ohne Preis, mir (uns) hat es gut gefallen und, wenn die anderen Stationen bespielt werden, würde ich gerne wieder eine Zeitreise wagen.

Tipp: Immer freitags von 9 bis 10:30 Uhr gibt eine spezielle Vorführung für Vorschulkinder. (Voranmeldung ist erforderlich).

Mach(t) mal Pause

Wer nach so viel herumgelaufen nun eine Pause braucht, kann in eines der gemütlichen Cafés  oder kleinen Restaurant einkehren und dort z.B. Bremer Kaffee und Bremer Spezialitäten genießen. (Natürlich gibt es aber auch andere leckere Gerichte.) Da es meinem Schatz nach Eiscreme gelüstete, kehrten wir in eine Konditorei ein. (Ich nutzte die Gelegenheit um endlich den Punkt „Eiscreme mit Sahne“ von meiner Jahres-To-Do-Liste zu streichen. Auch wenn ich die Sahne dreimal bestellen musste, weil die (sehr) junge Frau anscheinend so ziemlich alles andere im Kopf hatte. Aber das Eis war dafür sehr lecker ;-).)

Fazit

Aus dem ursprünglich geplanten „kurzen Abstecher“ wurde ein halber Tag voller Erlebnisse. Ein wenig ist es, als sei im Schnorr die Zeit stehen geblieben und genau das macht ihn so unendlich liebenswert. Wer der Hektik des Alltags entfliehen möchte, sollte unbedingt durch die Gassen dieses ältesten Viertel Bremens schlendern.

P.S.: Fall es bei euer Tour regnet: In Bremen kennt man kein Schietwetter, nur falsche Kleidung. 😉

Dshinntastisch [Rezension – Jugendfantasyroman]

~°~ Das Buch ~°~

Corinna Wieja

Simsaladshinn

Das Mädchen aus der gelben Tasche

Magellan [18.01.2017]

ISBN  9783734840500

~°~ Klappentext ~°~

So hat sich Flaschengeistmädchen Diamandarazade, genannt Amanda, ihren 77-wöchigen „Menschenlehrdienst“ nun wirklich nicht vorgestellt! Statt die Zeit bequem und unentdeckt in einer alten, hässlichen, gelben Tasche abzusitzen, landet sie ausgerechnet in den Diensten von Oberlangweiler Jonas. Um ihren entführten Lehrmeister Muffid zu retten, schlägt Amanda Jonas einen Deal vor: Für jeden erfüllten Wunsch verlangt sie einen Gegenwunsch von ihm! Blöd nur, dass Amanda durch ein Versehen all ihre Magie verliert und Jonas ein richtiger Angsthase ist. Denn die Zeit läuft ihnen langsam davon …

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Das Cover ist schön bunt und zeigt, neben Diamandarazade, auch jede Menge Dinge die in der Geschichte eine Rolle spielen. Jedes auf seine Weise.

Bevor man dieses Buch liest, sollte man sich als erstes von seinen Klischees verabschieden. Das Dshinns nur dazu da sind, um den Menschen Wünsche zu erfüllen und in einer schmierigen dunklen Öllampe leben, ist lange her. „Simsaladschinn“ baut auf diese bekannte Geschichte auf, denn die Dhinns der Neuzeit huldigen dem „Urdschinn“ noch heute, indem sie für 77 Wochen auf die Erde kommen, um einem Menschen dessen Wünsch zu erfüllen. In welchem Gefäß sie ihre Zeit verbringen können sie sich allerdings selbst aussuchen. Warum denn nicht eine helle Knoblauchensaucenflasche?

Jetzt ist Diamandarazade, kurz Amanda, dran ihren „Menschedienst“ zu verrichten. Doch die junge Prinzessin kann sich viel Besseres vorstellen. Alles Flehen und Betteln hilft nichts, ihr Vater ist streng und schickt seine Tochter auf die Erde. Aber Amanda ist alles andere als auf den Kopf gefallen. Die junge Dshinn trickst ihren Vater aus und landet zwar auf der Erde, aber … An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten. Es sei jedoch verraten, dass Amandas anfangs geplanter ruhiger Aufenthalt sich schnell in ein riesiges Abenteuer voller Spannung und Gefahr verwandelt. Doch auch  Freundschaft spielt eine große Rolle, die Amanda sogar ihre Vorurteile vergessen wird.

Der Schreibstil ist sehr angenhem, locker und spannend. Immer wieder wird in „Dschinn“ geschrieben, so z.B. „Dschinnehrenwort“. Teilweise fand ich es schon ein wenig ZU viel. Immerhin gibt es keine schwierigen Wörter, so dass junge Leser im Alter von 9-11 Jahren hier nicht in ihrem Lesefluss gestört werden.

~°~ Fazit ~°~

Eine zauberhaft spannende Geschichte für alle die Dshinns einmal aus einer ganz anderen Sicht kennenlernen möchten.

~ Reihe ~

Die Jagd nach dem Wunschgutstein [Band 2] ab 13.07.2017

Das Mädchen aus der gelben Tasche [Band 1]

 

It`s magich [Rezension]

~°~ Das Buch ~°~

Jennifer Bell

Izzy Sparrow

Die Geheimnisse von Lundinor

368 Seiten

Area Verlag [11.01.2017]

ISBN 9783401602776

Erhältlich als Gebundene Ausgabe und E-Book

~°~ Klappentext ~°~

Psst! Die Dinge flüstern, sei ganz Ohr. Sie rufen dich nach Lundinor!   Auf der Flucht vor finsteren Männern, die wie aus dem Nichts im Haus ihrer Oma auftauchten, landen Izzy Sparrow und ihr Bruder in der geheimen Stadt Lundinor. Schnell stellen sie fest, dass nicht nur der Koffer magisch ist, durch den sie hierhergekommen sind! Hier gibt es Zitronenpressen, die Licht spenden, Kerzen, die unsichtbar machen und Klobürsten, die Blitze schießen können. Izzy kann die Gegenstände sogar flüstern hören. Während sie herauszufinden versucht, was es mit ihrer Fähigkeit auf sich hat, wird sie plötzlich von den Schattenwanderern verfolgt, die zur Bedrohung für ganz Lundinor werden. Izzy erkennt, dass das Schicksal Lundinors eng mit ihrem eigenen verwoben ist und nur sie die Stadt noch retten kann…

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Das Cover zeigt Izzy, schwebend vor einem Koffer aus dem Licht strahlt. Ein durch und durch magisches Cover, welches wirklich wunderbar zu der enthaltenen Geschichte passt. (Würden das magische Licht noch im Dunklen leuchten, wäre es nahezu perfekt. ;))

Izzy hat einen Hang zum Träumen und liebt die Magie. Ihr Bruder dagegen ist sehr weltlich und hält seine Schwester für eine kleine Spinnerin. Doch dann geschieht etwas, dass es eigentlich nicht geben kann und ehe sie sich versehen, reisen die beiden durch einen Reisekoffer in eine andere Welt, die ihnen bisher verborgen blieb. Doch noch während die Kinder aus dem Staunen gar nicht rauskommen wird schnell klar, dass Ihre Oma in großer Gefahr schwebt. Aber was hat diese mit Lundinor zu tun? Eine Menge Rätsel die gelöst werden wollen!

Die Protagonisten, besonders Izzy, sind sehr sympathisch und so dargestellt, dass man sie sich bildlich vorstellen kann. Es wirkte beim Lesen nicht wie Romanfiguren, sondern als würde man die Kinder tatsächlich auf einer abenteuerlichen Reise begleiten.

Auch die Ideen Alltagsgegenstände zu magischen Dingen umzufunktionieren ist einfach genial. So leuchten Zitronenpressen von der Decke und die Ordnungshüter sind mit Klobürsten bewaffnet. – Das sorgt für jede Menge Spaß beim Lesen (und hilft Alltagsgegenstände in einem ganz neuen Licht zu betrachten. ;-))

Der Verlag empfiehlt hier ein Lesealter von 10 bis 13 Jahre, das halte ich für angemessen, denn das ein oder andere Wort kann noch etwas schwer sein. Ansonsten ist der Schreibstil locker und lässt sich flüssig lesen. Der Spannungsaufbau ist gegeben und der Leser kann gar nicht anders, als endlich hinter all die Geheimnisse kommen zu wollen.

~°~ Fazit ~°~

Ein wunderbares du abenteuerliches Buch voller Fantasie. Mir hat das Lesen dieser Geschichte sehr viel Freude bereitet und ich kann es jungen, wie auch älteren, Liebhabern der Fantasie nur wärmsten empfehlen. It’s magic! 😉

~ Reihe ~

Folgt [Teil 2]

Die Geheimnisse von Lundinor [Teil 1]