It`s magich [Rezension]

~°~ Das Buch ~°~

Jennifer Bell

Izzy Sparrow

Die Geheimnisse von Lundinor

368 Seiten

Area Verlag [11.01.2017]

ISBN 9783401602776

Erhältlich als Gebundene Ausgabe und E-Book

~°~ Klappentext ~°~

Psst! Die Dinge flüstern, sei ganz Ohr. Sie rufen dich nach Lundinor!   Auf der Flucht vor finsteren Männern, die wie aus dem Nichts im Haus ihrer Oma auftauchten, landen Izzy Sparrow und ihr Bruder in der geheimen Stadt Lundinor. Schnell stellen sie fest, dass nicht nur der Koffer magisch ist, durch den sie hierhergekommen sind! Hier gibt es Zitronenpressen, die Licht spenden, Kerzen, die unsichtbar machen und Klobürsten, die Blitze schießen können. Izzy kann die Gegenstände sogar flüstern hören. Während sie herauszufinden versucht, was es mit ihrer Fähigkeit auf sich hat, wird sie plötzlich von den Schattenwanderern verfolgt, die zur Bedrohung für ganz Lundinor werden. Izzy erkennt, dass das Schicksal Lundinors eng mit ihrem eigenen verwoben ist und nur sie die Stadt noch retten kann…

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Das Cover zeigt Izzy, schwebend vor einem Koffer aus dem Licht strahlt. Ein durch und durch magisches Cover, welches wirklich wunderbar zu der enthaltenen Geschichte passt. (Würden das magische Licht noch im Dunklen leuchten, wäre es nahezu perfekt. ;))

Izzy hat einen Hang zum Träumen und liebt die Magie. Ihr Bruder dagegen ist sehr weltlich und hält seine Schwester für eine kleine Spinnerin. Doch dann geschieht etwas, dass es eigentlich nicht geben kann und ehe sie sich versehen, reisen die beiden durch einen Reisekoffer in eine andere Welt, die ihnen bisher verborgen blieb. Doch noch während die Kinder aus dem Staunen gar nicht rauskommen wird schnell klar, dass Ihre Oma in großer Gefahr schwebt. Aber was hat diese mit Lundinor zu tun? Eine Menge Rätsel die gelöst werden wollen!

Die Protagonisten, besonders Izzy, sind sehr sympathisch und so dargestellt, dass man sie sich bildlich vorstellen kann. Es wirkte beim Lesen nicht wie Romanfiguren, sondern als würde man die Kinder tatsächlich auf einer abenteuerlichen Reise begleiten.

Auch die Ideen Alltagsgegenstände zu magischen Dingen umzufunktionieren ist einfach genial. So leuchten Zitronenpressen von der Decke und die Ordnungshüter sind mit Klobürsten bewaffnet. – Das sorgt für jede Menge Spaß beim Lesen (und hilft Alltagsgegenstände in einem ganz neuen Licht zu betrachten. ;-))

Der Verlag empfiehlt hier ein Lesealter von 10 bis 13 Jahre, das halte ich für angemessen, denn das ein oder andere Wort kann noch etwas schwer sein. Ansonsten ist der Schreibstil locker und lässt sich flüssig lesen. Der Spannungsaufbau ist gegeben und der Leser kann gar nicht anders, als endlich hinter all die Geheimnisse kommen zu wollen.

~°~ Fazit ~°~

Ein wunderbares du abenteuerliches Buch voller Fantasie. Mir hat das Lesen dieser Geschichte sehr viel Freude bereitet und ich kann es jungen, wie auch älteren, Liebhabern der Fantasie nur wärmsten empfehlen. It’s magic! 😉

~ Reihe ~

Folgt [Teil 2]

Die Geheimnisse von Lundinor [Teil 1]

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Voller Durchblick für die Rettung der Welt [Rezension]

~°~ Das Buch ~°~

Thomas Krüger, Anton Riedel

Die drei Superbrillen – Der Feuersturm von Troponesien

192 Seiten

Cbt [20.03.2017]

ISBN 9783570163580

~°~ Klappentext ~°~

Finale tropicale oder: Mal eben schnell die Welt gerettet Die drei Superbrillen sind mal wieder in einer Spezialmission unterwegs: Ein Meteor ist im Dschungel von Troponesien, auf der anderen Seite der Welt, niedergegangen. Unverzüglich düsen Kiste, Chip und Nudel mit ihrem Falkokopter los, um den Troponesiern zu helfen. Doch statt den Meteor dort vorzufinden, treffen die drei Helden nicht nur auf die kluge Tatamiri (Uaaaah! Ein Mädchen!), sondern auch auf den üblen Schurken Nosferatu Nox. Der glaubt nämlich, dass der Meteor ein Raumschiff von Außerirdischen war. Und deren revolutionäre Technik will er sich unter den Nagel reißen. Das werden die drei Superbrillen und ihre neue Freundin natürlich zu verhindern wissen!

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Schon das Cover macht neugierig auf das im Buch enthaltene Abenteuer. Genau richtig für junge Abenteurer/innen.

Ein Meteor rast auf die Erde zu. Sein Ziel scheint Troponesien, mitten im Regenwald, zu sein. Für Kiste, Chips und Nudel keine Frage: Sie müssen den Menschen dort helfen! Wie gut das Chips Vater Erfinder ist und auf so ziemlich alle Eventualitäten vorbereitet ist. Dumm nur, dass er auf der Erde bleiben muss, um andere Wissenschaftler von der drohenden Gefahr zu überzeugen. Die drei Kinder sind auf sich allein gestellt …

Kleines Manko ist hier, dass es vermutlich einfacher ist, wenn man die Vorgängerbände kennt. Ich bin direkt mit dieser dritten Geschichte eingestiegen und hatte, besonders am Anfang, das Gefühl, dass mir ein wenig Vorwissen fehlt. Letztendlich war die Geschichte aber dennoch verständlich.

Ein großes Plus ist hier der Lerngehalt, denn viele Seiten enthalten kleine Kästchen, erzählen kurz, aber anschaulich, von und über die Tiere und Pflanzen des Regenwaldes. Auch sind die Superbrillen anfangs die einzigen, die sich um die Menschen in Troponesien sorgen. Alle anderen scheinen zu denken: „Wie gut, dass es am anderen Ende der Erde passiert!“.

Das empfohlene Lesealter liegt hier ab 10 Jahren. Dieses Alter finde ich durchaus angemessen. Jüngere Leser könnte mit vielen Begriffen vermutlich noch nichts anfangen, für (wesentlich) ältere Kids, wäre der verwendete Sprachstil vermutlich zu Klischeehaft, denn die literarischen Abenteurer nutzen viel Slang, der mich beim Lesen ein wenig an Halbstarke erinnert hat.

~°~ Fazit ~°~

Ein spannendes Abenteuer mit tollen Bildern und noch größerem Lerngehalt. Gute Empfehlung (nicht nur) für alle Regenwaldliebhaber.

 

~ Reihe ~

 Der Feuerstern von Troponesien [Band 3]

Im Labyrinth des Rupert Raffzahn [Band 2]

Wo ist Professor Nitroglitz? [Band 1]

 

Schwipp-Schwapp [Rezension – Kinderbuch]

Langsam aber sicher wird es wärmer und bei den Teils inzwischen schon Sommertemperaturen zieht es den einen oder anderen an den See oder das Meer. Für kleine Meerjungfrauen (und natürlich auch kleine Meermänner) habe ich heute ein Wasserstarkes Unterwasserabenteuer dabei. Sei es als Strandlektüre oder als Vorfreude, auf den Ausflug. Schwipp-Schwapp.

~°~ Das Buch ~°~

Erik Ole Lindström

Meja Meergrün

128 Seiten

Coppenrath [21.03.2017]

ISBN 9783649623465

[Auch als E-Book und Hörbuch erhältlich]

~°~ Klappentext ~°~

Meja Meergrün lebt ganz allein in dem runden Haus mit der meergrünen Glocke auf dem Grund des Ozeans, denn ihre Eltern sind dauernd in geheimer Mission unterwegs. Da entdeckt Meja eines Tages ein seltsames Päckchen vor ihrer Haustür. Neugierig, wie sie nun mal ist, öffnet sie die Kiste … und steht kurz darauf der ziemlich eigentümlichen Meeresschildkröte Padson, Gattung Kümmerkröte, gegenüber, die Meja von nun an auf Schritt und Tritt folgen wird. Zum Glück! Denn Meja schlittert schon bald in ein waghalsiges Abenteuer, in dem es um nichts Geringeres als die Rettung der Unterwasserstadt Lyckhav geht.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover und Bilder ~

Das schöne Cover wird vermutlich besonders die Mädels begeistern, denn es zeigt nicht nur das Konterfei von Meja Meergrün, sondern es glitzert auch noch! Viele silberne Fische und Luftbläschen, sowie auch einige Teile des Schriftzuges schillern fröhlich und verleihen dem Einband etwas Magisches.

Im Buch selbst glitzert zwar nichts, dafür enthält fast jede Seite eine schöne Zeichnung. Einige sind sogar zweiseitig und füllen die Seiten (hinter dem Text) komplett aus. Alle sind farbig gestaltet und erinnern mich an Aquarellmalungen. Wunderbar passend zu einer fantastischen und abenteuerlichen Unterwasserwelt. Mir gefallen sie sehr gut.

~ Geschichte ~

Als die Meergrüns sich auf eine Reise begeben müssen, ahnen sie nicht, was ihre Tochter erleben wird. Damit die Kleine nicht die ganze Zeit alleine ist, schicken sie ihr eine Kümmerkörte. Padson soll auf Meja aufpassen, dafür sorgen dass sie die Schule besucht und natürlich auch das sie sich gesund ernährt. Meja ist eine kleine Meernixe und genießt ihr Leben in vollen Zügen. Wozu auch in die Schule gehen, wenn man doch viel mehr Spaß beim Schaukeln am Kronleuchter haben kann? Abwasch? Nein, das sind keine dreckigen Tassen, sondern ein wissenschaftliches Experiment! Padson muss schnell lernen, dass dieser Auftrag alles andere als einfach wird. Als Meja Meergrün dann auch noch ein dunkles Loch entdeckt und nur sie die Unterwasserwelt Lyckhav vor der Finsternis retten kann, bleibt der Kummerkröte nichts anderes als übrig, als sich seinen Schützling zu begleiten. Ein spannendes Abenteuer beginnt …

~ Schreibstil ~

Der Text ist leicht verständlich und kommt ohne schwierige Wörter aus. Die Handlung baut sich auf und steigert sich immer weiter, so dass man einfach in der Geschichte „gefangen“ bleibt. Schön ist auch, dass Meja hier einen eigenen Kopf hat, so hat sie mich stets ein wenig an Pipi Langstrumpf erinnert. Dadurch war  die Nixe mir direkt sympathisch und ich fragte mich sofort, welchen Schabernack sie als nächsten treiben wird.

~ Empfohlenes Lesealter 6 – 8 Jahre ~

Das Lesealter von 6-8 Jahren finde ich passend. Ältere Kinder würden sich vermutlich langweilen und für jüngere ist der Text noch ein wenig schwierig, hier müssten die Vorleser vieles erklären.

~°~ Fazit ~°~

„Meja Meergrün“ ist ein spannendes Unterwasserabenteuer mit wundervollen Bildern. Das Buch lädt zum Träumen ein, zeigt aber auch auf wunderbare Weise wie wichtig Freundschaft ist und das man mit ein wenig Mut alles erreichen kann.

~ Reihe ~

Meja Meergrün rettet den kleinen Delfin [Band 2 – erscheint im Juli 2017]

Meja Meergrün [Band 1]

Kleiner Forscher auf großem Abenteuer [Rezension – Jugendroman / Abenteuer]

Ich für meinen Teil liebe Geschichten in denen ich förmlich versinken kann. Dazu gehört neben einer schönen Geschichte auch ein Schreibstil, bei dem mich jede Zeile durch die Seiten trägt. Wenn das Ganze dann noch mit wunderschönen Bildern untermalt ist, bezeichne ich das Buch als perfekt. Hier möchte ich euch daher nun den (für mich) perfekten Jugend-Abenteuer-Roman vorstellen. Gute Reise. 😉

~°~ Das Buch ~°~

Nicholas Gannon

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt

368 Seiten

Coppenrath [04.08.2016]

ISBN 9783649619420

~°~ Klappentext ~°~

Archer Helmsley ist ein Entdecker – genau wie seine Großeltern, die berühmten Naturforscher. Es gibt nur ein Problem: Seit Ralph und Rachel Helmsley vor zwei Jahren spurlos auf einem Eisberg verschwanden, lässt Archers Mutter ihn nicht mehr vor die Tür.

Wie aber soll man in einem Haus voller ausgestopfter Tiere und todlangweiliger Dinner-Gäste jemals ein Abenteuer erleben? Archer braucht einen Plan!

Zum Glück ist da das Nachbarmädchen Adélaïde, das schon mal gegen wilde Krokodile gekämpft hat. (Woher sonst sollte sie ihr Holzbein haben?) Und Oliver, der in jedem Plan die kleinen Fehler aufspürt. (Zum Beispiel, dass man ohne U-Boot und die Möglichkeit, das Haus zu verlassen, kein Tiefseeforscher werden kann.)

Als dann auch noch ein einäugiger Kapitän vor Archers Tür auftaucht und ihm einen Haufen alter Reiseaufzeichnungen von Ralph und Rachel Helmsley überreicht, steht Archers Entschluss fest: Er muss zum Südpol reisen und seine Großeltern finden!

Ein Buch für todesmutige Tagträumer und heimliche Helden

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover und Bilder ~

Schon der Einband lässt vermuten, dass hinter sich ihm großartiges verbirgt. Neben drei Kindern, welche zwischen jeder Menge Koffern und teils kuriosen Gegenständen hocken, ist die teils erhabene und verschnörkelte Schrift ein Hinweis darauf dass es ein fantastisches Abenteuer wird.

Kaum blättert der Leser in dem Band, gibt es gleich das erste „Ohhh….“ (Im Sinne von „Oh wie schön“. ;-)), denn das Papier auf dem die Seiten gedruckt wurden, fühlen sich glatt und hochwertig an. Kein Vergleich mit anderen Jugendromanen. Ein richtig großes „Wow“, entfuhr mit dann aber, als ich die Bilder gesehen habe. Nicht etwa eine kleine schwarz-weiße Zeichnung irgendwo am Rand, sondern ganze Bildtafel. Teils sogar zweiseitig und alle samt farbig gestaltet. Sie stellen jeweils eine Szene zum eben gelesen dar, so dass der Leser hier auch optisch mit auf die Reise genommen wird. – Alleine schon wegen den Bildern kann ich den Kauf nur ans Herz legen. Die Geschichte allerdings steht ihnen in nichts nach. 😉

~ Geschichte ~

Archer ist ein Helmsley und darauf kann erst stolz sein. Zumindest theoretisch, denn seine Großeltern sind Forscher und im wahrsten Sinne des Wortes Stadtbekannt. Allerdings nicht überall beliebt. Umso größer ist bei einigen die Freude, als die beiden auf einem Eisberg verschwinden. Für Archer ändert dieser Verlust alles, denn seine Mutter lässt ihn nun nicht mehr aus dem Haus. Das einzige was der Junge noch darf ist zur Schule zu gehen und dann, auf direktem Weg, nach Hause. Tagein, tagaus. Eingesperrt in einem großen Haus das, mit all seinen ausgestopften Tieren und kuriosen Gegenständen, einem Museum gleicht. Wie soll Archer da bloß Abenteuer erleben, um in die Großstapfen seiner Großeltern zu treten? Dann hat er eine Idee: Er fährt an den Südpol und findet die beiden, doch dafür muss Archer erst einmal aus dem Haus. Der Junge entwickelt einen genialen Plan …

Das ein Kind das Haus, bis auf die Schule, überhaupt nicht verlassen darf ist vermutlich arg übertrieben. Für diese Geschichte ist es aber nicht nur notwendig, sondern passt einfach dazu. Je mehr Hindernisse sich Archer in den Weg stellen, desto kreativer (und auch mutiger) wird er. (Getreu dem Motto „Der Weg ist das Ziel“.) Als Leser kann man wunderbar beobachten wie die Kinder reifen und auch lernen sich und andere so zu akzeptieren, wie sie eben sind.

~ Schreibstil ~

Es ist ja immer etwas „gefährlich“ Vergleiche anzustellen. Hier möchte ich es ausnahmsweise aber dennoch machen, denn der Erzählstil erinnerte mich sofort an „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“. (Das soll auf keinen Fall heißen, dass der Autor hier abgekupfert hat!) Die bildlichen Beschreibungen helfen dabei, den Leser in eine Detailreiche Welt zu entführen. Der packende Erzählstil stellt die Handlung mal von der einen, mal von der anderen Seite dar, so dass hier absolut nichts verpasst wird. Einfach wunderschön und im wahrsten Sinne ein Sog zwischen die Zeilen, aus denen man gar nicht wieder auftauchen möchte.

~ Empfohlenes Lesealter 10 – 12 Jahre ~

Als empfohlenes Lesealter wird vom Verlag 10 bis 12 Jahre angegeben. Ich finde das sehr passend, denn in diesem Alter ist die Geschichte nicht nur verständlich, sondern auch „träumbar“. (Die Romankinder sind 11 Jahre jung.) Wirklich schwierige Wörter gibt es nicht und falls doch, wird es direkt in der Handlung selbst, erklärt.

~°~ Fazit ~°~

Ob Archers Großeltern endlich (wieder) auftauchen? Ich habe da so eine Theorie, ob ich richtig liege, erfahre ich im Herbst, denn dann erscheint der zweite Band. Bis dahin kann ich euch nur empfehlen die Zeit zu nutzen und euch schon auf den „Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt“ zu machen. Ein wunderbarer Roman über Freundschaft, Hoffnung und den Mut anders zu sein.

 

~ Reihe ~

Folgt im Herbst 2017 [Band 2]

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt [Band 1]

Kleine Helfer für unterwegs [Rezension]

Langweilige Reiseführer waren gestern. Zumindest scheint sich das der DuMontReiseVerlag gedacht zu haben und die Reihe „DuMont Direkt“ nicht nur aktuell, sondern auch mit einer guten Prise Humor und Blick hinter die Kulissen herausgebracht.

Wie wohl nicht anders zu erwarten, sind natürlich alle prägnanten Orte, Gebäude und Sehenswürdigkeiten beschrieben. Sozusagen das „Must see“ bei der Stadtbesichtigung.

Direkt am Anfang finden sich in allen Bänden Straßenkarten, mit den einzeichneten Top-Sehenswürdigkeiten. Fast alle Exemplare haben auch eine praktische Jahresübersicht mit Veranstaltungen der jeweiligen Stadt.

Nach einer kurzen Zusammenfassung über die Stadt, geht es auch direkt auch Erkundungstour.  Einzelne Punkte werden näher vorgestellt, wie z.B. der Tiergarten in Berlin, der Livenplatz in Riga oder die Ruzafa in Valencia. Neben den wichtigsten Infos, gibt es eine kleine Übersicht von allem was sich in der Nähe befindet und einen Besuch lohnt, z.B. Museum oder Café, samt Öffnungszeiten. Die kleine mit abgebildete Straßenkarte hilft, das angestrebte Ziel schnell und unkompliziert zu finden.

Zum Schluss gibt es noch eine nützlich Übersicht über Schlafstätten und Futterstätten. Wer bereits gegessen hat und noch nicht schlafen möchte, findet unter „Wenn die Nacht beginnt“, Tipps zum Ausgehen.

Doch nach dem Schluss ist noch lange nicht Ende. Ein wenig interessantes Wissen darf zum einen Form von „Mundart“, wo der Leser erfährt, was die „Eingeborenen“ denn da eigentlich sprechen (und so vermutlich nicht im Wörterbuch steht) und zum anderen mit Fotos von berühmten Persönlichkeiten, die mit der Stadt verbunden sind.

Am Ende des Buches ist, bei jedem Exemplar, eine gute und übersichtliche Straßenkarte zu finden. Ein Faltplan, der Orientierung bietet.

Der Reiseführer ist sehr handlich und schön leicht, so dass man ihn auch gut im Rucksack transportieren kann. Einziges, wenn auch recht kleines Manko, ist für mich, dass die Bücher teilweise anders gestaltet sind. So befindet sich der Veranstaltungsplan mal vorne, mal hinten. Gerade wenn man bereits mit einem der Reiseführer unterwegs war, macht dieses das Handling etwas „komplizierter“.

Kompaktes Wissen mit Charme, angenehmen Schreibstil und jeder Menge Fotos schön verpackt. Dem Abenteuer steht also nichts mehr im Weg. 😉

Erschienen sind sie im April 2017 und für 11,99 EUR / Band z.B. HIER erhältlich.

In diesem Sinne: Eine gute Reise und einen schönen Urlaub. 🙂

Abenteuer auf Pfoten [Rezension]

~°~ Das Buch ~°~

Andrey Harings

CanGu und die Kuchenkrümel

… wie man über Umwege Freunde fürs Leben findet

Verlag : AH Tales and Stories S.L. [29.03.2017]

ISBN: 9788494667329

 

~°~ Klappentext ~°~

Die Jansens – das sind Mutter Jacqueline, Vater Jonas und die Söhne Jamie und Jason – sind eine „Großfamilie“ geworden: Die Hündin Coco hat drei kleine Welpen geboren! Doch es naht der Sommer und die Kinder möchten so gerne ans Meer! Da beschließen die Jansens, die Hunde in Pflegefamilien unterzubringen. Die kleine Gucci kommt auf einen Bauernhof und schließt gleich neue Freundschaften. Leider mag der Kater Canelo überhaupt nicht, dass er die Aufmerksamkeit seines Frauchens mit diesem kleinen Hund teilen soll. Er stellt Gucci eine verhängnisvolle Falle.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover und Zeichnungen ~

Das Cover wirkt zwar etwas verwaschen, sieht aber ansonsten nicht nur toll aus, sondern spiegelt die Geschichte sehr gut wieder. Zu sehen sind der Kater Canelo und die Hundewelpin Gucci.

Auch im Buch selbst gibt es Zeichnungen. Besonders gut finde ich die ganzseitigen Zeichnungen. Sie stellen Szenen aus der Geschichte dar. Zwischendurch gibt es auch noch kleiner Bilder, die allerdings eher Cliparts ähneln. Niedlich sind sie aber dennoch.

Auf jeder rechten Seite gibt es auch Pfotenabdrücke, ein witziges Detail.

~ Inhalt ~

Die Hündin Coco bekommt Junge. Drei kleine Welpen bereichern nun die Familie Jansen. Die Kinder der Familie wollen jedoch bald in den Urlaub. Die Hunde können nicht mit, soviel ist klar. Aber wo sollen sie hin? Eine Pflegefamilie für die zwei Wochen muss her, was sich als gar nicht so einfach erweist.

Gucci kommt zu einem Pflegefrauchen auf einen Bauernhof, dort fühlt sie sich auch wirklich wohl – wenn da nicht der eifersüchtige Kater Canelo wäre, der ihm das Leben schwer macht. Da das Frauchen den jungen Hund verwöhnt und damit die Eifersucht schürt, beschließt Canelo ihn loszuwerden. Gucci erwartet ein Abenteuer, dass sie durch viele Facetten des Lebens führt. Von himmelhochjauzend bis zu Tode betrübt.

~ Schreibstil ~

Der Schreibstil ist sehr schön und auch kindgerecht. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und enthält eine Menge, gut dargestellte, Emotionen.

~ Empfohlenes Lesealter ~

Das Lesealter wird vom Verlag auf 8 – 12 Jahre eingeschätzt. Nach der Lektüre finde ich das in Ordnung, fürchte aber, das 11-12 jährige sich da doch ein wenig langweiligen könnten. Für kleinere Kinder ist es sicher spannend.

~°~ Fazit ~°~

Mir hat die Geschichte von Gucci und Canelo wirklich sehr gut gefallen. Eine tolle Mischung aus Spannung, Liebe und Freundschaft, gepaart mit einer Portion Drama. Ich würde mich freuen, wenn es noch weitere Abenteuer von „CanGu“ und ihren Freunden geben würde.

Unfreiwillige Abenteurer gesucht! [Rezension]

„Sich die Hand abschlagen zu lassen macht weniger Spaß, als man annehmen würde. –

Zitat eines Mannes, dem die Hand abgeschlagen wurde und der dabei feststellte, dass es weniger Spaß macht, als er angenommen hatte.“

 

~°~ Das Buch ~°~

Wade Albert White

Saint Lupin’s Academy

Zutritt nur für echte Abenteurer!

Planet! [16.02.2017]

 

~°~ Klappentext ~°~

In Drachenfeuerbällen durch die Gegend fliegen und sprechende Vögel als Navigationsgerät benutzen – das steht auf Annes Stundenplan, seit sie Schülerin an einer der berühmt-berüchtigten Abenteuerakademien ist. Eigentlich total cool … wenn da nicht plötzlich dieses klitzekleine Problem wäre: Zusammen mit ihrer besten Freundin Penelope, dem jungen Zauberer Hiro und dem magischen Handbuch für Abenteurer muss Anne eine tödliche Prophezeiung innerhalb von nur drei Tagen (!) lösen, das Schicksal der Akadamie, ja, sogar das der ganzen Welt hängt davon ab. Um ihr neu gewonnenes Zuhause nicht zu verlieren, müssen Anne und ihre Freunde Sandwölfe und Zombiehaie bezwingen, ohne zu ahnen, dass der schlimmste Gegenspieler noch auf sie wartet!

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Schon das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Drei Abenteurer stehen auf einem Fels, ein Drache über und ein Hai unter ihnen. Diese Gestaltung verspricht einfach schon Abenteuer pur und ist damit sehr passend zum Thema der Geschichte.

~ Geschichte ~

Anne und ihre beste Freundin Penelope leben im Waisenhaus Saint Lupin. Dort haben sie alles andere als ein gutes Leben, denn die Heimleiterin beutet die Kinder förmlich aus. So müssen sie in Kohlebergwerken schuften bis zum Umfallen und werden für die kleines Unaufmerksamkeit hart bestraft. Kind sein darf hier niemand. Daher fiebern alle Ihrem 13. Geburtstag entgegen, denn dann dürfen sie die Insel verlassen und eine der vielen Abenteuerakademien untergebracht. Blöd nur, dass Anne keine Fahrkarte in die Freiheit bekommt. Die Oberin hat offenbar andere Pläne … und ehe das Mädchen sich versieht, steckt sie mitten in einem Abenteuer, welches bei, Scheitern auch gleich für die Zerstörung der Welt sorgt!

Diese Geschichte gehört definitiv in den Bereich Fantasy, denn es kommen viele fantastische  Gestalten vor wie z.B. Drachen, Zombiehaie, belebte Rüstungen und auch eine Menge Magie. Dennoch ist „Zutritt nur für echte Abenteurer“ so authentisch geschrieben, dass sich die Kleinen (und großen) Abenteuer sehr gut hinein versetzen können. Sehr spannend und eine schöne Mischung aus Abenteuer und Rätsel.

Eine sehr schöne Idee ist das „Ultimative Handbuch für Abenteurer“. Dieses Buch wechselt seinen Inhalt immer entsprechend zur Situation. (Wer wünscht sich nicht so ein Buch!? ;))

~ Schreibstil ~

Die Geschichte ist Jugendgerecht geschrieben. Der Schreibstil ist locker und alles lässt sich flüssig lesen. Wenn es die Situation erfordert, ist z.B. ein Wesen oder auch eine Umgebung detaillierter umschrieben. So hat der Leser förmlich ein Bild vor Augen. Sehr schön gemacht.

~ Altersempfehlung ~

Der Verlag empfiehlt hier ein Lesealter von 10 – 12 Jahren. Das finde ich angemessen, da in diesem Alter alles erfasst werden kann. Für jüngere Kinder passiert vermutlich einfach zu viel, um das Gelesene noch richtig aufzunehmen.

~°~ Fazit ~°~

Auch wenn ich nicht zur Zielgruppe gehöre – zumindest vom Alter betrachtet – hat mir diese Abenteuer sehr viel Spaß gemacht. Die Rätsel waren nicht so leicht, wie ich anfangs vermutet hatte und brachten sogar mich ins Grübeln. Die Geschichte ist spannend geschrieben und ich konnte sie fast gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

 

~ Reihe ~

Folgt [Teil 2]

Zutritt nur für echte Abenteurer [Teil 1]